[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Verpackung für schüttfähige Güter, wie Flüssigkeiten
oder rieselfähige Feingranulate oder dgl., die aus einem inneren, das zu verpackende
Gut aufnehmenden, mittels Blasverfahrens dünnwandig ausgebildeten Kunststoffhohlkörper
und aus einem den Kunststoffhohlkörper umgebenden, in der Verpackungslage am Kunststoffhohlkörper
anliegenden boden- und deckelfreien Stützmantel mit einem oberen Auflagerand besteht,
wobei im Kunststoffhohlkörper eine obere Auflageschulter zum Abstützen am Auflagerand
des Stützmantels vorgesehen ist und wobei der Kunststoffhohlkörper eine Einbuchtung
aufweist und wobei der Stützmantel mit wenigstens bereichsweise nach innen in die
Einbuchtung umfaltbaren, als Fixierelemente für den Stützmantel ausgebildeten Ausstanzungen
zur Bildung eines das Durchgreifen ermöglichenden Griffes versehen ist, wobei Rasteinrichtungen
für die umgefalteten Ausstanzungen vorgesehen sind.
[0002] Eine solche Verpackung ist aus der DE-A-39 21 258 der Anmelderin bekannt. Bei dieser
bekannten Verpackung kann der Kunststoffhohlkörper aus einem verblasbaren Kunststoff
mittels Blasverfahren hergestellt werden, wodurch der Kunststoffanteil sehr gering
gehalten wird. Die ausreichende Standsicherheit der Verpackung wird vom Stützmantel
aus Papier, Karton, Wellpappe oder einem ähnlichen Material bereitgestellt, die Handhabbarkeit
mit der Einbuchtung am Behälter und der korrespondierenden Ausnehmung im Stützmantel
andererseits gewährleistet. Außerdem wird durch den oberen Auflagerand der Umhüllung,
auf dem bei Gebrauch die Auflageschulter des Kunststoffhohlkörpers liegt, eine optimale
Abstützung des Kunststoffbehälters erzielt. Die Verbindung der beiden Verpackungsteile
(Kunststoffhohlkörper und Stützmantel) wird durch die in die Einbuchtung einfaltbaren
Ausstanzungen des Stützmantels gebildet, die als Griff zusammengefaltet gleichzeitig
die Trageinrichtung der Verpackung bilden.
[0003] Mit dieser bekannten Verpackung ist es aufgrund der Ausgestaltung der Ausstanzungen
auf einfache Weise möglich, die beiden Verpackungsteile miteinander zu verbinden und
auch wieder voneinander zu lösen, was ein sortenreines Recycling der Verpackung ermöglicht.
Der Benutzer kann nach Entleerung derselben die beiden unterschiedlichen Verpackungsteile
voneinander trennen und getrennt voneinander entsorgen, insbesondere den äußeren Stützmantel
der Verpackung einer Altpapierverwertung zuführen. Obwohl diese bekannte Verpackung
damit bereits sehr benutzer- und recyclingfreundlich ist, weist sie dennoch Nachteile
auf. Bei der bekannten Verpackung ist im Gebrauchszustand die Verbindung zwischen
den beiden Verpackungsteilen noch nicht so getroffen, daß eine vollständig sichere
Verbindung gewährleistet ist, was insbesondere dann notwendig ist, wenn die Verpackung
vollständig gefüllt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Schaffung einer Lösung, bei der bei Aufrechterhaltung
der leichten Handhabbarkeit die Verbindung zwischen dem inneren und äußeren Verpackungsteil
verbessert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Verpackung der eingangs bezeichneten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Rasteinrichtungen als wenigstens an einem Ende der Griffausstanzungen
des Stützmantels angeformte Nocken ausgebildet sind, denen im Schwenkbereich der Einbuchtung
ein im Kunststoffbehälter ausgebildeter rampenförmiger Vorsprung zugeordnet ist.
[0006] Mit dieser Ausbildung wird die leichte Handhabbarkeit der Verpackung aufrechterhalten
und gleichzeitig eine sichere Verbindung zwischen den beiden Verpackungsteilen, dem
Kunststoffhohlkörper und dem umhüllenden Stützmantel, gewährleistet. Dies wird durch
die Kombination der die Rasteinrichtung bildenden Nocken an den Griffausstanzungen
und dem rampenförmigen Vorsprung am Kunststoffbehälter erreicht. Dabei wird gleichzeitig
durch die Ausbildung des rampenförmigen Vorsprunges eine Dünnstelle am Kunststoffhohlkörper
verhindert, wodurch eine unnötige Überdimensionierung der übrigen Wandbereiche des
Hohlkörpers vermieden wird.
[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der rampenförmige
Vorsprung als an den Schwenkweg der zugeordneten Nocke der Griffausstanzung angepaßte
Auffahrrampe ausgebildet ist. Durch diese Ausbildung wird die Handhabbarkeit der Verpackung
noch verbessert, da der rampenförmige Vorsprung genau an die Schwenkbewegung der zugeordneten
Nocke der Griffausstanzung angepaßt ist, so daß die Nocke beim Verschwenken geführt
wird. Gleichzeitig ist dadurch sichergestellt, daß eine vollständige Verschwenkung
der Griffausstanzungen bis in die fixierte Lage erfolgt, so daß eine sichere Verbindung
der beiden Verpackungsteile gewährleistet ist.
[0008] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Verpackung mit teilweise aufgebrochener Umhüllung,
- Fig. 2
- teilweise einen Faltzuschnitt für den äußeren Stützmantel der Verpackung,
- Fig. 3
- ein vergrößertes Detail einer Griffausstanzung nach Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt gemäß Linie IV-IV in Fig. 1 sowie in
- Fig. 5
- teilweise einen vereinfacht dargestellten Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 4.
[0009] Die allgemein mit 1 bezeichnete Verpackung besteht im dargestellten Beispiel aus
einem querschnittlich im wesentlichen quadratischen Kunststoffhohlkörper 2 und einem
Stützmantel 3 aus Karton oder einem vergleichbaren Material.
[0010] In einer Ecke ist der Kunststoffhohlkörper 2 mit einer mit 4 bezeichneten Einbuchtung
versehen, die in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist. Umgekehrt weist der Stützmantel
3 in diesem Bereich zwei Griffausnehmungen 5 auf, wobei die mit 6 bezeichnete Ecke
mehrlagig derart ausgebildet ist, daß Bereiche der ausgestanzten Laschen, die mit
7 bezeichnet sind, nach innen umgefalzt sind und dort fixiert sind. Die Art der Fixierung,
die für die Erfindung wesentlich ist, wird nachfolgend noch erläutert.
[0011] Im Bereich des Verschlusses 8 des Kunststoffbehälters 2 weist dieser eine obere umlaufende
Auflageschulter 9 und im Beispiel sechseckig gestaltete Anlageflächen 10 auf. Der
Kunststoffhohlkörper 2 ist auch mit einer oberen Auflageschulter 11 ausgerüstet, die
sich in der Gebrauchslage auf der freien Kante 12 des umgebenden Stützmantels 3 abstützt.
[0012] In Fig. 1 sind zwei unterschiedliche Bodengestaltungen des Kunststoffhohlkörpers
2 dargestellt, rechts unten Verstärkungsstege 13 und links in Fig. 1 ist der Boden
kugelausschnittförmig gestaltet, was mit 14 bezeichnet ist. Darüber hinaus kann der
untere freie Rand des Stützmantels 3 nach innen umgefalzt sein, die entsprechenden
Laschen sind in Fig. 1 mit 15 bezeichnet. Diese Laschen 15 dienen als Arretierung
des Kunststoffhohlkörpers 2 im Stützmantel 3.
[0013] Die für die Erfindung wesentliche Gestaltung der ausgestanzten Grifflaschen 7 und
der zugehörigen Einbuchtung 4 sind am besten aus den Figuren 2 bis 5 erkennbar. Die
Griffausstanzungen 7 des Stützmantels 3 weisen an beiden Enden angeformte Nocken auf,
die mit 16 bezeichnet sind. Diese Nocken dienen in Verbindung mit der speziellen Ausgestaltung
der Einbuchtung 4 als Rasteinrichtungen. Dazu ist im mit 17 bezeichneten Schwenkbereich
der Einbuchtung 4 für die Griffausstanzungen 7 mit den Nocken 16 jeweils ein rampenförmiger
Vorsprung 18 ausgebildet, der nach Art einer Auffahrrampe gestaltet ist.
[0014] Wie am besten aus den Figuren 4 und 5 hervorgeht, läuft der Vorsprung 18 rampenförmig
zu und bildet an der mit 19 bezeichneten Stelle der Einbuchtung 4 eine Vertiefung
für die Nocken 16 der eingeschwenkten Griffausstanzungen 7. Diese Ausgestaltung hat
den Vorteil, daß die Nocken 16 der Griffausstanzungen 7 beim Verschwenken entlang
des rampenförmigen Vorsprungs 18 geführt und auf leicht handhabbare Weise dann in
der Vertiefung arretiert werden.
[0015] Mit dieser Ausbildung der Rasteinrichtungen (Nocken 16, rampenförmiger Vorsprung
18) wird eine sichere Fixierung zwischen dem Kunststoffhohlkörper 2 und dem Stützmantel
3 erreicht, gleichzeitig ist aber auch ein einfaches Entkoppeln der beiden Verpackungsteile
möglich, in dem die Griffausstanzungen 7 entsprechend wieder herausgeschwenkt werden.
[0016] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Weitere Ausgestaltungen der in den Ansprüchen angegebenen Erfindung sind
möglich. So kann der Stützmantel 3, falls erforderlich, mehrlagig ausgebildet sein
und dgl. mehr.
1. Verpackung (1) für schüttfähige Güter, wie Flüssigkeiten oder rieselfähige Feingranulate
od. dgl., die aus einem inneren, das zu verpackende Gut aufnehmenden, mittels Blasverfahren
dünnwandig ausgebildeten Kunststoffhohlkörper (2) und aus einem den Kunststoffhohlkörper
(2) umgebenden, in der Verpackungslage am Kunststoffhohlkörper (2) anliegenden boden-
und deckelfreien Stützmantel (3) mit einem oberen Auflagerand (12) besteht, wobei
im Kunststoffhohlkörper (2) eine obere Auflageschulter (11) zum Abstützen am Auflagerand
(12) des Stützmantels (3) vorgesehen ist und der Kunststoffhohlkörper (2) eine Einbuchtung
(4) aufweist und wobei der Stützmantel (3) mit wenigstens bereichsweise nach innen
in die Einbuchtung (4) umfaltbaren als Fixierelemente für den Stützmantel (3) ausgebildeten
Ausstanzungen (7) zur Bildung eines das Durchgreifen ermöglichenden Griffes (5) versehen
ist, wobei Rasteinrichtungen für die umgefalteten Ausstanzungen (7) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasteinrichtungen als wenigstens an einem Ende der Griffausstanzungen (7)
des Stützmantels (3) angeformte Nocken (16) ausgebildet sind, denen im Schwenkbereich
(17) der Einbuchtung (4) ein im Kunststoffbehälter (2) ausgebildeter rampenförmiger
Vorsprung (18) zugeordnet ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der rampenförmige Vorsprung (18) als an den Schwenkweg der zugeordneten Nocke
(16) der Griffausstanzung (7) angepaßte Auffahrrampe ausgebildet ist.
1. A pack (1) for pourable products, such as liquids or free-flowing fine granules or
the like, which consists of an inner thin-walled blown plastic container (2) intended
to hold the product and of a base- and cover-free supporting jacket (3) with an upper
supporting edge (12) which surrounds the blown plastic container (2) and bears against
it in the in-use position of the pack, the blown plastic container (2) being provided
with an upper bearing shoulder (11) for resting on the supporting edge (12) of the
supporting jacket (3) and comprising a recess (4) and the supporting jacket (3) being
provided with laps (7) which are designed to fold at least locally into the recess
(4) and to serve as fixing elements for the supporting jacket (3) and which form a
carrying handle (5), detent means being provided for the folded laps (7), characterized
in that the detent means are in the form of cams (16) which are formed on at least
one end of the handle laps (7) of the supporting jacket (3) and with which a ramp-like
projection (18) formed on the plastic container (2) is associated in the pivoting
range (17) of the recess (4).
2. A pack as claimed in claim 1, characterized in that the ramp-like projection (18)
is in the form of a run-up ramp adapted to the pivoting path of the associated cam
(16) of the handle lap (7).
1. Emballage (1) pour matières en vrac, telles que des liquides ou des granulés fins
pouvant s'écouler, ou autres matières semblables, cet emballage étant constitué par
un corps creux (2) interne en matière plastique destiné à contenir la matière à emballer
ayant des parois minces, et étant formé au moyen d'un procédé de soufflage, ainsi
que par une gaine de soutien (3) sans fond et sans dessus et pourvue d'un bord d'appui
(12) supérieur, qui entoure le corps creux (2) en matière plastique et est contiguë
à celui-ci (2) lorsque l'emballage est formé, un épaulement d'appui (11) supérieur
étant prévu dans ce corps creux (2) en matière plastique pour s'appuyer sur le bord
d'appui (12) de la gaine de soutien (3), ce corps creux (2) en matière plastique comportant
une cavité (4), et la gaine de soutien (3) étant pourvue d'ouvertures poinçonnées
(7) constituant des éléments de fixation pour celle-ci (3) et repliables vers l'intérieur,
au moins par endroits, afin de former une poignée (5) permettant de passer la main,
des dispositifs d'immobilisation étant prévus pour ces ouvertures poinçonnées (7)
repliées, cet emballage étant caractérisé par le fait que les dispositifs d'immobilisation
sont constitués par des saillies (16) formées au moins à une extrémité des ouvertures
poinçonnées (7) de la gaine de soutien (3) qui servent de prise, saillies auxquelles
est adjointe, dans la zone de pivotement (17) de ces saillies (16) dans la cavité
(4), une partie protubérante (18) en forme de rampe moulée dans le corps creux (2)
en matière plastique.
2. Emballage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la partie protubérante
(18) en forme de rampe constitue une rampe ascendante adaptée au chemin suivi par
la saillie (16) de l'ouverture poinçonnée (7) correspondante servant de prise lors
de son pivotement.