[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehknebel für ein Schalt- oder Stellorgan eines
eine Bedienfläche aufweisenden Hausgerätes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bei einem bekannten Drehknebel oder Drehknopf dieser Art (DE-AS 22 50 621) ist ein
als Schiebekörper bezeichneter Drehgriffteil in einer rohrförmigen Führungshülse gelagert,
welche ihrerseits mit einem Lagerteil (Muffel) fest verbunden ist. An der Innenwandung
der Führungshülse ist eine in etwa herzförmige Nutbahn ausgebildet, in die ein am
Drehgriffteil gelagerter Zapfen eingreift. Nach Art des sogenannten Kugelschreiberprinzips
kann der durch eine Feder in die Betätigungsstellung gedrückte Drehgriffteil aus einer,
eine Bedienfläche eines Gerätes überragenden, griffbereiten Stellung entlang der Verschiebeachse
in eine versenkte Stellung gedrückt werden, in der der Drehgriffteil verrastet, wobei
durch nochmaliges Drücken die Verrastung wieder aufgehoben werden kann. Um die Jeweilige
Drehstellung des Drehgriffteiles und damit die Funktionsstellung eines mit dem Drehknebel
funktionell gekoppelten Schalters oder Stellorganes zu kennzeichnen ist es hierbei
notwendig, an der Peripherie des Drehgriffteiles auf der sichtbaren Bedienfläche Kennzeichen
in Form von Zahlen, Buchstaben oder Symbolen anzubringen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehknebel der vorgenannten
Art so zu verbessern, daß eine Kennzeichnung der Drehstellungen möglich ist, ohne
daß auf der frontseitigen Geräte-Bedienseite entsprechende Kennzeichen aufgebracht
sein müssen.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im Kennzeichnungsteil des
Patentanspruches 1 aufgeführten Maßnahmen. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgenden Patentansprüchen.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme erfolgt mit einer einzigen Hubbewegung am Drehknebel
die Verstellung von zwei Teilen, nämlich des Drehgriffteiles und des Kennzeichnungsträgers
aus der in der Bedienfläche versenkten Ruhestellung in die Betätigungsstellung, in
welcher beide Teile sich in einer griffbereiten Stellung befinden und zusammen in
die gewünschte Drehstellung verdrehbar sind. Es besteht damit die Möglichkeit, den
Drehgriffteil in jeder beliebigen Form, z.B. in schmaler Schwertform auszubilden und
die den einzelnen Drehstellungen zugeordneten Kennzeichen, z.B. Funktionskennzeichen,
übersichtlich und deutlich sichtbar am Kennzeichnungsträger anzuordnen. An der Bedienfläche
muß dann nur noch eine kleine Bezugsmarkierung angebracht sein.
[0006] Durch die Maßnahme gemäß Patentanspruch 2 erhält man eine besonders einfache und
leicht handhabbare konstruktive Ausgestaltung des Drehknebels, indem die Rast- und/oder
Anschlagelemente an relativ leicht zugänglichen Stellen an der Peripherie des Drehknebels
zwischen Lagerteil und Kennzeichnungsträger angeordnet sind.
[0007] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
nachstehend erläutert.
[0008] Es zeigt
- Fig. 1
- die Seitenansicht des Drehknebels als Einzelheit,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Drehknebel gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Drehknebels gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 1,
- Fig. 4 und 5
- der mit einer Bedienfläche verbundene Drehknebel in Betätigungsstellung (Fig. 4) und
Ruhestellung (Fig. 5).
[0009] Beim Ausführungsbeispiel ist mit 1 ein z.B. aus Kunststoff bestehender Lagerteil
bezeichnet, der am freien Ende hinter einer plattenartigen Erweiterung 2 eine Anschlußbuchse
3 mit unrunder Steck- oder Kupplungsöffnung 4 für den Steckanschluß an die ebenfalls
unrunde Betätigungswelle eines Schalt- oder Stellorgans aufweist, welches Schalt-
oder Stellorgan durch den nachbeschriebenen Drehknebel durch Verdrehen um die Lagerteilachse
5 in unterschiedliche Stellungen verstellt werden soll. Auf der anderen Seite der
plattenartigen Erweiterung 2 besitzt der Lagerteil 1 ein Führungsrohr 6 für einen
nachbeschriebenen Drehgriffteil 7 sowie im wesentlichen koaxial hierzu eine hülsenförmige
Wandung 8 mit einer Langlochführung 9 für ein nachstehend erläutertes Kupplungselement
10 einer Kulissensteuerung. Zwischen Wandung 8 und Führungsrohr 6 formschlüssig und
entlang der Lagerteilachse 5 verschiebbar gelagert ist der Drehgriffteil 7, der zu
diesem Zweck einen Rohrstutzen 12 besitzt, der auf einer Seite eine Abflachung 12
aufweist. In das Material dieser Abflachung 12 eingearbeitet ist eine aus Fig. 1 näher
ersichtliche Nutenbahn 13 in Form einer sogenannten Herzkurve, die einen weiteren
Teil der vorerwähnten Kulissensteuerung darstellt. Das Kupplungselement 10 besteht
aus einem scheibenartigen Mittelteil, an dem beidseitig Achsstummel vorgesehen sind.
Hierbei ist einer der Achsstummel in der Langlochführung 9 des Lagerteils 1 längsverschiebbar
gelagert, während der andere Achsstummel in die Nutenbahn 13 eingreift, wie Fig. 3
zeigt. Beim Ausführungsbeispiel einstückig verbunden mit dem z.B. ebenfalls aus Kunststoff
hergestellten Rohrstutzen 11 ist ein Handgriff 14, der, wie insb. Fig. 2 zeigt, eine
flache Schwertform besitzt, mit einem zylindrischen Abschnitt und einem daran anschließenden,
trichterförmigen Abschnitt. Auf diesem schwertförmigen Teil des Drehgriffteils 7 formschlüssig
und in der Lagerteilachse 5 verschiebbar gelagert ist ein Kennzeichnungsträger 15,
der in Form eines zylindrischen Bechers ausgebildet ist und der eine der Schwertform
des Drehgriffteils 7/14 entsprechende Öffnung 16 in der Frontfläche 17 besitzt. Der
Kennzeichnungsträger 15 besitzt an zwei gegenüberliegenden Mantelseiten Stege 18 mit
darin eingearbeiteten Rastausnehmungen 19. Diesen Stegen 18 zugeordnet sind entsprechende,
an der plattenartigen Erweiterung 2 angeordnete Stege 20, die mit angesetzten Rasthaken
21 in die Rastausnehmungen 19 der Stege 18 federnd einschnappen und damit eine Hubbegrenzung
für die axiale Bewegung des Kennzeichnungsträgers darstellen.
[0010] In den Fig. 1, 3 und 4 ist der Drehknebel in einer Stellung dargestellt, in welcher
sich der Drehgriff 3, 7 und der Kennzeichnungsträger 15 in der Betätigungsstellung
befindet, d.h. in welcher der Kennzeichnungsträger 15 eine Bedienfläche 22 z.B. eines
elektrischen Hausgerätes überragt, hinter welcher Bedienfläche sich die übrigen Teile
des Drehknebels sowie das zu betätigende Schaltorgan oder Stellorgan befindet, und
in welcher Stellung der Handgriff 14 des Drehgriffteils 7 wiederum die Frontfläche
17 des Kennzeichnungsträgers 15 so überragt, daß er bequem von Hand bedienbar ist.
In dieser Stellung befindet sich der Achsstummel des Kupplungselementes 10 an dem,
dem Lagerteil 1 zugewandten Ende der Nutenbahn 13, wie Fig. 1 und 3 zeigen. In dieser
Stellung wird der Drehgriffteil 7 durch eine Feder 23 gehalten, die zwischen dem Boden
des Drehgriffteiles 7 und dem Boden des Führungsrohres 6 des Lagerteiles 1 angeordnet
ist. Mit einer Schulter 24 drückt der Drehgriffteil 7 gegen die innere Wandung der
Frontfläche 17 des Kennzeichnungsträgers 15 und hält somit auch diesen in der Betätigungsstellung
gemäß Fig. 1, 3 und 4. Auf der Mantelfläche 25 des Kennzeichnungsträgers 15 sind Kennzeichen
in Form von Zahlen, Buchstaben und/oder Symbolen angebracht, die in dieser Betätigungsstellung
von der Gerätefrontseite her gut sichtbar sind. Mit dem Eindrücken bzw. Verschieben
des Drehgriffteils 7 in Richtung des Lagerteils 1 entgegen der Kraft der Feder 23
durchläuft der außenseitige Achsstummel des Kupplungselementes 10 den Abschnitt 13a
der Nutenbahn und verrastet in der Nutenbahnsenke 13b. Während dieser Verschiebebewegung
des Drehgriffteiles 7 verschiebt sich auch der Kennzeichnungsträger 15 entlang der
Lagerteilachse 5 bis die Stege 18 mit ihren Enden an den Anschlägen 26 des Lagerteils
1 anschlagen. Hiermit sind die beiden vorgenannten Teile 7/14 und 15 in der Bedienfläche
22 versenkt, bzw. im wesentlichen mit dieser bündig, wie Fig. 5 zeigt. Bei nochmaligem
Eindrücken des Drehgriffteils 7 an dessen Handgriff 14 entgegen der Kraft der Feder
23 gelangt das Kupplungselement 10 in den Abschnitt 13c der Nutenbahn 13 und schließlich
wiederum in die Raststellung gemäß Fig. 1, wobei sich der Griffteil 14 wiederum in
einer griffbereiten Stellung befindet und ein Verdrehen in die gewünschte Schaltstellung
vorgenommen werden kann.
[0011] Selbstverständlich kann die Ausgerstaltung z.B. von Kennzeichnungsträger und Drehgriffteil,
insb. die Form des Griffteils und die entsprechende Öffnung in der Frontfläche des
Kennzeichnungsträgers beliebig verändert werden.
1. Drehknebel für ein Schalt- oder Stellorgan eines eine Bedienfläche aufweisenden Hausgerätes,
mit einem Drehgriffteil, der in einem Lagerteil formschlüssig geführt und gegenüber
diesem Lagerteil und der Bedienfläche entlang der Knebelachse aus einer die Bedienfläche
überragenden Betätigungsstellung in eine in der Bedienfläche versenkte Ruhestellung
entgegen der Kraft einer Feder verschiebbar und verrastbar gelagert ist, sowie mit
einer zwischen Lagerteil und Drehgriffteil gebildeten Kulissensteuerung für die Verschiebebewegung
des Drehgriffteiles, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Drehgriffteil (7/14) relativ gegenüber diesem in der Knebelachse (5)
verschiebbar und durch Formschluß mitdrehbar ein scheiben- oder becherförmiger Kennzeichnungsträger
(15) anschlagbegrenzt derart gelagert ist, daß in Betätigungsstellung (Fig. 4) der
Kennzeichnungsträger die Bedienfläche (22) und der Drehgriffteil den Kennzeichnungsträger
übrragt und aus dieser Betätigungsstellung heraus Kennzeichnungsträger und Drehgriffteil
zusammen in die in der Bedienfläche versenkte Ruhestellung (Fig. 5) verschiebbar sind.
2. Drehknebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerteil (1) und der
Kennzeichnungsträger (15) lösbar miteinander verbundene, vorzugsweise miteinander
verrastende Anschlagelemente (18, 20, 26) zur Begrenzung der Verschiebebewegungen
von Kennzeichnungsträger und Drehgriffteil (7) aufweisen.
3. Drehknebel nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ruhestellung
(Fig. 5) die Frontflächen von Drehgriffteil (14/7) und Kennzeichnungsträger (15) bündig
zueinander liegen.
4. Drehknebel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ruhestellung (Fig.
5) die Frontflächen von Drehgriffteil (14/7) und Kennzeichnungsträger (15) und die
Bedienfläche (22) bündig zueinander liegen.
5. Drehknebel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Handgriff (14) des Drehgriffteiles (7) schwertförmig ausgebildet ist und in einer
dieser Schwertform entsprechenden Öffnung (16) in der Frontfläche (17) des Kennzeichnungsträgers
(15) geführt ist.
6. Drehknebel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kennzeichnungsträger (15) zylindrisch ausgebildet ist und auf seiner Mantelfläche
(25) die Kennzeichen aufweist.