[0001] Die Erfindung geht von einer stabförmigen Antenne nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 aus.
[0002] Es ist eine stabförmige Antenne bekannt (DE-OS 30 10 129), die in einem auf einer
Unterlage befestigten Lagerteil schwenkbar und lösbar gelagert ist. Eine derartige
stabförmige Antenne ist wegen des Lagerteils verhältnismäßig kompliziert aufgebaut,
und das Auswechseln eines unbeabsichtigter- oder beabsichtigterweise beschädigten
Antennenstabes setzt ein Herausschrauben mit einem Hilfswerkzeug voraus.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stabantenne nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß ein Auswechseln des Antennenstabes ohne Schwierigkeiten
bzw. ohne Werkzeuge durchgeführt werden kann und daß die Lagermittel für die schwenkbare
Lagerung des Antennenstabes mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand realisierbar
sind.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine stabförmige Antenne mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Damit ist der Vorteil verbunden, daß die stabförmige Antenne ohne jegliche
Hilfswerkzeuge jederzeit ausgewechselt werden kann. Die Mittel zur schwenkbaren Lagerung
des Antennenstabes sind darüber hinaus unkompliziert. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Besonders vorteilhaft ist eine
stabförmige Antenne mit den Merkmalen des Anspruchs 4. Dadurch vereinfacht sich die
Herstellung des ersten und zweiten Rastmittels erheblich.
[0005] Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet für die stabförmige Antenne ist ein Hochfrequenzsende-
und/oder -empfangsgerät, an dessen Gehäuse die stabförmige Antenne steckbar befestigt
ist.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung anhand mehrerer Figuren
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine abgewinkelte stabförmige Antenne,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch ein Gehäuse mit einer Öffnung zur Aufnahme des Fußstücks
der stabförmigen Antenne nach Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt zu Fig. 2 nach dem Schnittverlauf III,
- Fig. 4
- eine Ansicht einer Feder,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Schnittansicht entsprechend Fig. 2 mit erstem und zweitem Steckverbinderteil
und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer geraden, stabförmigen Antenne.
[0007] In Fig. 1 stellt 10 eine stabförmige, winkelförmig abgebogene Antenne dar, das ist
beispielsweise eine Funkantenne für ein Funksende- und/oder -empfangsgerät, dessen
Gehäuse in Fig. 2 mit 20 bezeichnet ist. Die Antenne 10 weist ein vorzugsweise zylindrisches
Fußstück 12 auf, das im oberen Endbereich 11 von einem ringförmigen Wulstrand 13 umgeben
ist. Im unteren Bereich ist das Fußstück 12 mit gleichmäßig über den Umfang verteilten
axialen Nuten 14 versehen. Das Fußstück 12 weist einen hohlzylindrischen Außenleiter
15 und einen gegenüber diesem koaxial und isoliert angebrachten stiftförmigen Innenleiter
16 auf.
[0008] Eine Gehäusewand 21 des Gehäuses 20 enthält eine abgesetzte Öffnung 22, deren kleinster
Querschnitt dem Querschnitt des Fußstücks 12 angepaßt ist. Die Öffnung 22 hat in ihrem
oberen Bereich 23 einen größeren Durchmesser, der dem Wulstrand 13 angepaßt ist. Der
obere Bereich 23 der Öffnung 22 ist mit einer quer zur Längsachse der Öffnung liegenden
schlitzförmigen Ausnehmung 24 versehen, die zur Aufnahme einer etwa ringförmigen Feder
40 (Fig. 4) bestimmt ist. Die Gehäusewand 21 gehört zu einem, zum Beispiel wannenförmigen,
Gehäuseteil 25, das durch ein lösbar damit verbundenes Deckelteil 26 (Fig. 3) abschließbar
ist. Bei abgenommenem Deckelteil 17 ist die Ausnehmung 24 von der Seite her zugänglich,
so daß die Feder 40 mit ihrem nach außen abgewinkelten Ende 41 in ein Loch 42 des
Gehäuseteils 25 eingesteckt werden kann.
[0009] Die zum Beispiel aus Federdraht gebogene Feder 40 hat zwei diametral gegenüberliegende
Ohren 43 und 44, die sich bei in die Ausnehmung 24 eingelegter Feder 40 an benachbarten
Wänden der Ausnehmung abstützen. Das andere Ende 45 der Feder 40 ist mit einer nach
innen gerichteten Wölbung 46 versehen, die dem Querschnitt der Nuten 14 des Fußstücks
12 angepaßt ist. Das Fußstück 12 bildet mit seinem hohlzylindrischen Außenleiter 15
und dem stiftförmigen Innenleiter 16 ein erstes koaxiales Steckverbinderteil 50 (Fig.
5). Innerhalb des Gehäuses 20 ist, zum Beispiel auf einer Leiterplatte 51, ein zweites
koaxiales Steckverbinderteil 52 angeordnet, das einen hohlzylindrischen Außenleiter
53 und einen durch ein Isolierstoffrohr 54 isolierten buchsenförmigen Innenleiter
55 aufweist und in die Öffnung 22 hineinragt.
[0010] Wird die stabförmige Antenne 10 (Fig. 1) mit ihrem Fußstück 12 in die Öffnung 22
der Gehäusewand 21 gesteckt (Fig. 5), so gelangt zunächst der Innenleiter 16 des ersten
Steckverbinderteils 50 in den buchsenförmigen Innenleiter 55 des zweiten Steckverbinderteils
52. Anschließend wird die Feder 40 durch den Wulstrand 13 des Fußstücks 12 unter überwindung
der Kraft der Feder 40 etwas erweitert, bis das Fußstück eingerastet und damit axial
festgehalten ist. Durch die Wölbung 46 der Feder 40 (Fig. 4), die in eine der Nuten
14 federnd eingreift, ergibt sich eine radiale Rastverbindung, die die jeweilige Winkelstellung
der abgebogenen Antenne 10 bestimmt. Durch Drehen der abgewinkelten Antenne 10 in
einer der Pfeilrichtungen A oder B (Fig. 1) können verschiedene Winkelstellungen gewählt
werden. In jeder der Winkelstellungen kann die Antenne 10 aus dem Gehäuse 21 wieder
herausgezogen werden, um zum Beispiel durch eine andere Antenne ersetzt zu werden.
Als andere Antenne kann gegebenenfalls eine gerade stabförmige Antenne 60 (Fig. 6)
dienen, deren Fußstück 61 dem Fußstück 12 in Fig. 1 entspricht. Eine geade Antenne
wird eingesetzt, wenn eine Schwenkung der Antenne nicht erforderlich ist.
1. Stabförmige Antenne, die mit ihrem Fußstück mit einer Unterlage schwenkbar und lösbar
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußstück (12) der Antenne (10) als erstes koaxiales Steckverbinderteil (50)
ausgebildet ist, welches mit einem zweiten koaxialen Steckverbinderteil (52) der Unterlage
(21) verbindbar ist, und daß am Fußstück (12) und an der Unterlage (21) erste Rastmittel
(13, 40) zur axialen Halterung und zweite Rastmittel (14, 40) zur radialen Halterung
des Fußstücks (12) in verschiedenen Winkelstellungen der Antenne (10) vorgesehen sind.
2. Stabförmige Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste koaxiale
Steckverbinderteil (50) einen hohlzylindrischen Außenleiter (15) und einen demgegenüber
isolierten stiftförmigen Innenleiter (16) und das zweite koaxiale Steckverbinderteil
(52) einen hohlzylindrischen Außenleiter (53) und einen demgegenüber isolierten buchsenförmigen
Innenleiter (55) aufweist.
3. Stabförmige Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten
Rastmittel aus einem den hohlzylindrischen Außenleiter (15) des ersten Steckverbinderteils
(50) umgebenden Wulstrand (13) und einer in einer Ausnehmung (24) der Unterlage (21)
angeordneten Feder (40) bestehen.
4. Stabförmige Antenne nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten
Rastmittel aus am Umfang des Fußstücks (12) der Antenne (10) vorgesehenen axialen
Nuten (14) und der Feder (40) bestehen, deren eines Ende in eine der axialen Nuten
(14) eingreift.
5. Stabförmige Antenne nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige
Feder (40) an ihrem einen Ende (45) eine nach innen gerichtete Wölbung (46) aufweist,
die dem Querschnitt einer Nut (14) des Fußstücks (12) angepaßt ist.
6. Stabförmige Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das andere Ende (41) der Feder (40) radial nach außen abgebogen ist und in ein entsprechendes
Loch (42) in der Unterlage (21) eingesteckt ist.
7. Stabförmige Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Feder (40) zwei diametral gegenüberstehende Ohren (43, 44) aufweist, die sich
am Rand der Ausnehmung (24) abstützen.
8. Stabförmige Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Unterlage (21) zu einem ersten Gehäuseteil (25) gehört, welches zusammen mit einem
zweiten Gehäuseteil (26) ein Gehäuse bildet, und daß die Ausnehmung (24) des ersten
Gehäuseteils (25) von der Außenseite des zweiten Gehäuseteils zugänglich ist.