Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren nach der Gattung des Hauptanspruches.
Es ist ein Verfahren bekannt, bei dem Verkehrsmeldungen in codierter Form mit Angabe
des betreffenden Ortes gleichzeitig mit dem Rundfunkprogramm übertragen werden. Ein
Rundfunkempfänger mit Dekoder empfängt sowohl das Rundfunkprogramm als auch die codierten
und digitalisierten Verkehrsmeldungen. Im Vergleich zum Autofahrer-Rundfunk-Informations
(ARI) System unterbricht der Rundfunkempfänger nicht die laufende Rundfunksendung
bei Übertragung einer codierten Verkehrsmeldung, sondern speichert die Verkehrsmeldung
ab und gibt diese auf Tastendruck über eine Anzeigeeinrichtung optisch oder über Lautsprecher
akustisch aus. Des weiteren ist aus der DE-OS-3936577 eine Einrichtung bekannt, die
die Position des Rundfunkempfängers durch Vergleich der empfangenen Senderfrequenzen
mit für verschiedene Bereiche abgelegte Frequenztabellen ermittelt. Weiterhin ist
aus Bosch Technische Berichte (Band 8, Heft 1/2, Seite 15, Übertragung von codierten
Verkehrshinweisen) bekannt, daß der Fahrer die Möglichkeit hat, nach Angabe der genauen
Fahrtroute von einem Rechner die Verkehrsmeldungen auswählen zu lassen, die die eingegebene
Fahrtroute betreffen.
[0002] Bei letztem Verfahren muß die konkrete Fahrtroute vor Fahrtbeginn festgelegt werden.
Des weiteren erfordert dieses System ein spezielles Codeverfahren, nach dem die Straßen
und Orte der Fahrroute bezeichnet sein müssen und vom Fahrer eingegeben werden müssen.
Außerdem besteht für den Fahrer keine Möglichkeit, die Verkehrssituation einer anderen
Fahrtroute zu verfolgen und eine andere Fahrtroute zu verwenden, falls es die Verkehrssituation
erfordert.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Verfahren hat demgegenüber den Vorteil, daß lediglich ein Richtungsfächer
einzugeben ist. Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß oft ein vorhandenes Bedienteil,
nämlich die Kreuzwippe des Rundfunkempfängers verwendbar ist und keine weitere Tastatur
zur Eingabe der Fahrtrichtung notwendig ist. Die Auswahl der Fahrtrichtung über die
Tasten der Kreuzwippe ist einfach zu handhaben, lenkt den Fahrer nicht vom Verkehrsgeschehen
ab und erfordert keine Kenntnisse über ein spezielles Eingabeverfahren. Als zusätzlicher
Vorteil ist anzusehen, daß alle Verkehrsinformationen, die den gewählten Richtungsfächer
betreffen, vom Rechner ausgesucht und über die Ausgabeeinheit ausgegeben werden, so
daß der Fahrer einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen in der angestrebten
Fahrtrichtung erhält und nicht nur über eine spezielle Route informiert wird. Dies
ermöglicht dem Fahrer, eine alternative Fahrtroute auszuwählen, falls es Verkehrsbehinderungen
erfordern sollten.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Verfahrens möglich.
[0005] Besonders vorteilhaft ist, daß bei einmaliger Betätigung einer Taste der Kreuzwippe
ein Richtungsfächer mit einem Radius festgelegter Größe zur Auswahl von Verkehrsmeldungen
ausgewählt wird und bei jeder weiteren Betätigung der Taste der Radius jeweils um
eine feste Größe erweitert wird. Dadurch kann ein speziell für die beabsichtigte Fahrt
in der Größe angepaßter Entfernungsradius auf einfache Art und Weise eingegeben werden.
[0006] Zweckmäßigerweise erfolgt die Festlegung des Winkels des Richtungsfächers auf 90°,
denn dadurch sind alle möglichen Fahrtrichtungen mit den vier Tasten der Kreuzwippe
ohne Überschneidungen abgedeckt.
[0007] Äußerst zweckmäßig erscheint die Zuordnung der in der Achsenebene der Kreuzwippe
oben angeordneten Taste mit dem Richtungsfächer von Nordwest nach Nordost, der rechts
angeordneten Taste mit dem Richtungsfächer von Nordost bis Südost der unten angeordneten
Taste mit dem Richtungsfächer von Südost bis Südwest und der links angeordneten Taste
mit dem Richtungsfächer von Südwest bis Nordost, denn dies entspricht der Einteilung
der geographischen Karte und ist jedem Fahrer intuitiv einsichtig und kann somit von
jedem Fahrer mit geringer Fehlerquote angewendet werden.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme besteht darin, das Verkehrsgebiet in quadratische
Vierecke einzuteilen, wobei durch einmalige Betätigung einer Taste der Kreuzwippe
der Rechner dazu veranlaßt wird, das Quadrat, in dem sich das Fahrzeug befindet zu
ermitteln und bei jeder weiteren Betätigung den Richtungsfächer um die in den gewählten
Richtungsfächer wenistens zum Teil liegenden und an das schon ausgewählte Verkehrsgebiet
angrenzenden Quadrate zu erweitern. Dieses Verfahren ermöglicht es, das Verkehrsgebiet
nach Quadraten zu verwalten. Es hat den Vorteil, daß der Rechner schnell und einfach
entscheiden kann, ob die von den Verkehrsmeldungen betroffenen Orte bzw. Straßenabschnitte
in den ausgewählten Quadraten liegen.
[0009] Eine zweckmäßige Weiterbildung des Verfahrens besteht darin, das Verkehrsgebiet in
sich überlappende quadratische Vierecke einzuteilen, die vorzugsweise von den Verkehrsgebieten
der TMC-Locationcode-Tabelle gebildet werden. Auf diese Weise kann die schon bekannte
Einteilung der TMC-Locationcode-Tabelle verwendet werden.
[0010] Es ist zweckmäßig, die Neubestimmung der Position des Rundfunkempfängers in festgelegten
Zeitabständen zu ermitteln und die neu ermittelte Position als Ausgangspunkt für den
neuen Richtungsfächer zu verwenden, denn dadurch wird der Richtungsfächer der jeweiligen
Position des Rundfunkempfängers angepaßt. Dies kann ggf. durch Tastendruck oder automatisch
z.B. nach Zeit- oder Fahrstreckenabschnitten geschehen.
[0011] Besonders vorteilhaft ist, daß der Rechner die Verkehrsmeldungen, die den ausgewählten
Richtungsfächer betreffen, der Priorität nach ordnet und mit hoher Priorität beginnend
ausgibt, denn dadurch werden die wichtigsten Verkehrsmeldungen am schnellsten an den
Fahrer weitergegeben, was z.B. beim Auftreten eines Falschfahrers von Bedeutung sein
kann.
[0012] Die hohe Verkehrsdichte und das daraus folgende hohe Maß an Aufmerksamkeit, das das
Verkehrsgeschehen vom Fahrer verlangt, läßt es als besonders zweckmäßig erscheinen,
die Ausgabe der Verkehrsmeldungen akustisch auszugeben, so daß der Fahrer seinen Blick
nicht vom Verkehrsgeschehen abwenden muß, um z.B. die Verkehrsmeldungen auf einem
Display abzulesen.
[0013] Da trotz der Auswahl der Verkehrsmeldungen durch die Angabe des Richtungsfächers
eine große Zahl von Verkehrsmeldungen auftreten, erscheint es vorteilhaft, bei Fahrten
über eine größere Entfernung nur die Verkehrsmeldungen, die eine festgelegte Priorität
übersteigen auszugeben.
Zeichnung
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt Figur 1 einen Rundfunkempfänger
mit zugehörigen Gerätekomponenten, Figur 2 eine Kreuzwippe, Figur 3 eine schematische
Darstellung einer Landkarte mit Richtungsfächern und Entfernungszonen, Figur 4 eine
schematische Darstellung einer Landkarte mit einer quadratischen Rastereinteilung,
Figur 5 eine schematische Darstellung einer Landkarte mit sich überlappenden Verkehrsgebieten
der TMC-Locationcode-Tabelle und Figur 6 ein Flußdiagramm, das die Arbeitsweise des
Verfahrens darstellt.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
[0015] In Figur 1 ist ein Rechner 5 dargestellt, der über Datenleitungen 12 mit einem Abstimmsystem
2, einem Decoder 4, einem Speicher 6, einem Sprachsynthesizer 7, einer Kreuzwippe
8, einem Verstärker und einer Ausgabeeinrichtung 11 verbunden ist. Das Abstimmsystem
2 ist wiederum mit einen FM-Tuner 1 und einem Verstärker 9 verbunden. Der FM-Tuner
1 wiederum ist mit einer Antenne 3, dem Decoder 4 und dem Verstärker 9 verbunden,
der wiederum mit den Lautsprechern 10 verbunden ist. Des weiteren besteht eine Verbindung
zwischen dem Decoder 4 und dem Speicher 6. Der Rechner 5 stellt über das Abstimmsystem
2 den gewünschten Sender am FM-Tuner 1 ein. Weiterhin stellt der Rechner 5 die vom
Fahrer gewünschte Lautstärke über den Verstärker 9 ein. Der FM-Tuner 1 empfängt über
die Antenne 3 das vom eingestellten Sender ausgestrahlte Rundfunkprogramm und die
codierten, digitalisierten Verkehrsmeldungen über den TMC-Kanal.
[0016] Wählt der Fahrer z.B. bei einem RDS-Radio die TMC-Funktion, so wird die Rundfunksendung
mit Hilfe des Verstärkers 9 über die Lautsprecher 10 an den Fahrer ausgegeben, wohingegen
die codierten Verkehrsmeldungen vom RDS-Decoder 4 empfangen, im Speicher 6 abgelegt
werden und eine Nachricht an den Fahrer ausgegeben wird, daß Verkehrsmeldungen empfangen
wurden. Der Speicher 6 enthält unter anderem Tabellen mit den Frequenzen der Rundfunksender
und Tabellen mit einer Zuordnung der Empfangsfrequenzen der Sender zu den Empfangsgebieten.
Des weiteren ist im Speicher 6 eine Verkehrskarte mit größeren Städten und wichtigen
Verkehrspunkten digitalisiert abgelegt. Mit Hilfe der Kreuzwippe 8 kann der Fahrer
einen Richtungsfächer eingeben, aufgrund dessen der Rechner 5 die vom Decoder 4 empfangenen
Verkehrsmeldungen, die den gewählten Richtungsfächer betreffen, auswählt und in den
Speicher 6 ablegt. Der Rechner 5 zeigt nun an der Anzeigeeinrichtung 11 an, daß Verkehrsmeldungen
den gewählten Richtungsfächer betreffend eingegangen sind und daß diese der Priorität
nach ausgegeben werden können. Der Fahrer hat die Möglichkeit, die Art der Ausgabe
auszuwählen, so daß die Verkehrsmeldungen entweder akustisch über die Lautsprecher
10 oder optisch über die Augabeeinrichtung 11 ausgegeben werden können.
[0017] Figur 2 zeigt eine Kreuzwippe mit vier Tasten, wobei die Tasten entsprechend einer
Kreuzachse angeordnet sind. Der oben angeordneten Taste 15 wird der Richtungsfächer
Nordwest bis Nordost 30, der rechts angeordneten Taste 16 der Richtungsfächer Nordost
bis Südost 31, der unten angeordneten Taste 17 der Richtungsfächer Südost bis Südwest
32 und der links angeordneten Taste 18 der Richtungsfächer Südwest bis Nordwest 33
zugeordnet.
[0018] In Figur 3 ist die Einteilung der Landkarte in Richtungsfächer gezeigt, wobei sich
die Position 34 des Rundfunkempfängers in Stuttgart befindet. Des weiteren sind Entfernungszonen,
die über das mehrmalige Betätigen der Tasten 15,16,17,18 der Kreuzwippe 8 ausgewählt
werden können, als Kreise eingezeichnet.
[0019] In Figur 4 ist die Einteilung der Landkarte in ein quadratisches Raster schematisch
dargestellt. Wählt der Fahrer über einmalige Betätigung der oben angeordneten Taste
15 der Kreuzwippe 8 den Richtungsfächer Nordwest bis Nordost 30, so wird als Auswahlgebiet
für die Verkehrsmeldungen das Standortquadrat 35, in dem sich der Rundfunkempfänger
befindet und die wenigstens zum Teil im gewählten Richtungsfächer 30 liegenden und
an das Standortquadrat 35 angrenzenden Quadrate bestimmt. Das Auswahlgebiet für dieses
Beispiel ist in Figur 4 schraffiert dargestellt. Wurde die obenliegende Taste 15 der
Kreuzwippe 8 zweimal betätigt, so wird das in Figur 4 schraffierte und das mit Kreuzen
markierte Gebiet als Auswahlgebiet bestimmt.
[0020] In Figur 5 ist schematisch die Einteilung der Landkarte in Verkehrsgebiete der TMC-Locationcode-Tabellen
dargestellt. Die sich überlappenden Verkehrsbereiche der TMC-Ortscodes markieren verkehrlich
zusammenhängende Gebiete, deren Umfang der TMC-Lookup-Table entnommen werden kann.
[0021] Die Funktionsweise des ausgewählten Ausführungsbeispiels wird anhand des Flußdiagramms
der Figur 6 und der Figur 3 erläutert. Bei Programmpunkt 20 wartet der Rechner 5 eine
festgelegte Zeitdauer lang auf die Betätigung einer Taste der Kreuzwippe. Wird in
der vorgegebenen Zeitdauer keine Taste betätigt, so springt das Programm nach Programmpunkt
22 und fährt mit dem Programm fort. Wird jedoch eine Taste betätigt, so wird bei Programmpunkt
21 festgestellt, welche Taste der Wippe betätigt wurde und wie oft diese Taste innerhalb
von fünf Sekunden betätigt wurde. Befindet sich z.B. das Fahrzeug in Stuttgart und
betätigt der Fahrer die oben angeordnete Taste 15 der Kreuzwippe 8 einmal, so wählt
der Fahrer einen Richtungsfächer 30, der von Nordwest bis Nordost reicht und einen
Radius festgelegter Größe Ro hat, der in Figur 3 schraffiert ist. Betätigt der Fahrer
z.B. die rechts angeordnete Taste 16 der Kreuzwippe 8, zweimal, so wird damit ein
Richtungsfächer 31 festgelegt, der von Nordost bis Südost reicht und einen Radius
doppelter Größe (2xRo) besitzt. Dieser Bereich ist in Figur 3 mit Kreuzen ausgefüllt
dargestellt. Das dreimalige Betätigen einer Taste der Kreuzwippe führt dazu, daß ein
Richtungsfächer mit einem Radius dreifacher Größe (3xRo) festgelegt wird und nur die
Verkehrsmeldungen, deren Priorität einen festgelegten Wert übersteigt, ausgegeben
werden. Wurde nun der Richtungsfächer bei Programmpunkt 21 festgelegt, so folgt bei
Programmpunkt 22 die Bestimmung der Position des Rundfunkempfängers. Über die im Speicher
6 abgelegten Senderfrequenzen und Senderempfangsgebiete kann der Rechner 5 mit Hilfe
des Korrelationsverfahrens, des Ausschließungsverfahrens und des Programm Comparison
Identification (PCI) Verfahrens die Position bestimmen (vgl. DE-OS-3936577). Mit der
Position und der Angabe des Richtungsfächers ist das Gebiet zur Auswahl der Verkehrsmeldungen
eindeutig festgelegt. Bei Programmpunkt 23 wählt der Rechner 5 die vom Decoder 4 empfangenen
Verkehrsnachrichten aus, die das ausgewählte Verkehrsgebiet betreffen und speichert
diese im Speicher 6 ab. Mit den Verkehrsnachrichten werden Ortscodes übertragen, die
die Ortsangabe bzw. den Straßenabschnitt der Verkehrsmeldung beinhalten. Diese Ortscodes
werden vom Rechner 5 daraufhin untersucht, ob sie im ausgewählten Richtungsfächer
liegen. Bei Programmpunkt 24 zeigt der Rechner 5 über die Anzeigeeinrichtung 11 dem
Fahrer an, ob Verkehrsmeldungen den gewählten Richtungsfächer betreffend empfangen
worden sind. Daraufhin wartet der Rechner 5 bei Programmpunkt 25 darauf, daß der Fahrer
mitteilt, ob die Verkehrsmeldungen ausgegeben werden sollen. Ist dies nach einer festgelegten
Zeitspanne nicht der Fall, so wird nach Programmpunkt 22 zurückgesprungen und die
Programmpunkte 22 bis 25 erneut durchlaufen. Betätigt der Fahrer jedoch bei Programmpunkt
25 die oben angeordnete Taste 15 der Kreuzwippe, so gibt der Rechner 5 die Verkehrsmeldungen
bei einmaliger Betätigung der Taste 15 akustisch mit Hilfe des Sprachsynthesizers
7 über die Lautsprecher 11 oder bei zweimaliger Betätigung der Taste 15 optisch über
die Anzeigeeinrichtung 11 z.B. einem Display aus. Danach wird nach Programmpunkt 20
zurückverzweigt und das Programm erneut durchlaufen.
1. Verfahren zur Auswahl von Verkehrsmeldungen mithilfe eines Funkempfängers, insbesondere
eines Rundfunkempfängers, der eine Einrichtung zur Bestimmung der Position des Rundfunkempfängers
aufweist, mit einem Rechner, einer Kreuzwippe und einer Ausgabeeinheit für Verkehrsmeldungen,
dadurch gekennzeichnet,
a) daß jeder Taste (15, 16, 17, 18) der Kreuzwippe (8) eine Fahrrichtung, insbesondere
ein Richtungsfächer (30, 31, 32, 33) mit einem vorgegebenen Öffnungswinkel zugeordnet
wird,
b) daß die vom Rundfunkempfänger empfangenen und die den durch Betätigung einer Taste
(15, 16, 17, 18) der Kreuzwippe (8) ausgewählten Richtungsfächer (30, 31, 32, 33)
betreffenden Verkehrsmeldungen vom Rechner (5) ausgewählt und ausgegeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einmaliger Betätigung einer Taste (15, 16, 17, 18) der Kreuzwippe (8) dem
dadurch bestimmten Richtungsfächer (30, 31, 32, 33) ein Radius festgelegter Größe
zur Auswahl der Verkehrsmeldungen zugeordnet wird und daß bei jeder weiteren Betätigung
dieser Taste (15, 16, 17, 18) der Radius jeweils um eine festgelegte Größe erweitert
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Taste (15, 16, 17, 18) der Kreuzwippe (8) ein Richtungsfächer (30, 31, 32,
33) mit einem Öffnungswinkel von 90° zugeordnet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß von den vier auf einem Achsenkreuz der Kreuzwippe (8) angeordneten Tasten (15,
16, 17, 18) der oben angeordneten Taste (15) der Kreuzwippe der Richtungsfächer von
NW bis NO (30), der rechts angeordneten Taste (16) der Richtungsfächer von NO bis
SO (31), der unten angeordneten Taste (17) der Richtungsfächer von SO bis SW (32)
und der links angeordneten Taste (18) der Richtungsfächer von SW bis NW (33) zugeordnet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verkehrsgebiet in Quadrate, vorzugsweise in quadratische Vierecke, eingeteilt
wird, und daß bei einmaliger Betätigung einer Taste (15, 16, 17, 18) der Kreuzwippe
(8) zunächst das Standortquadrat (35), in dem sich das Fahrzeug befindet, bestimmt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Auswahlgebiet für die Verkehrsmeldungen
das Standortquadrat (35) und die daran angrenzenden und wenigstens zum Teil im Richtungsfächer
der betätigten Taste liegenden Quadrate vom Rechner (5) ermittelt werden, und
daß dann bei jeder weiteren Betätigung der Taste (15,16,17,18) das Auswahlgebiet vom
Rechner (5) jeweils um die an das schon gewählte Gebiet angrenzenden wenigstens zum
Teil im ausgewählten Richtungsfächer (30, 31, 32, 33) liegenden Quadrate erweitert
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vierecke überlappend angeordnet
sind und vorzugsweise den Verkehrsbereichen der TMC-Locationcode-Tabelle entsprechen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bestimmung der Position (34) des Fahrzeuges in festgelegten Zeitabständen
und/oder Positionsänderungen erfolgt, die als Ausgangspunkt des damit neu zu bildenden
Richtungsfächers (30, 31, 32, 33) oder Auswahlgebietes verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rechner (5) die ausgewählten Verkehrsmeldungen der Priorität nach ordnet und
optisch oder akustisch mit höchster Priorität beginnend ausgibt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß vom Rechner (5) bei Auswahl eines Richtungsfächers (30, 31, 32, 33) oder eines
Auswahlgebietes mit einem Radius oder einer Ausdehnung über eine bestimmte Größe nur
die Verkehrsmeldungen, deren Priorität einen festgelegten Wert übersteigt, ausgegeben
werden.