[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Schaustellung zu entnehmender Etikettenpakete
oder Etikettenrollen.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung dieser Art anzugeben, die seitlich
eines Kundengehwegs aufgestellt werden kann, die Etikettenpakete oder Etikettenrollen
einem längs des Gehwegs gehenden Kunden gut sichtbar darbietet, eine leichte Entnahme
von Etikettenpaketen oder Etikettenrollen ermöglicht (gegebenenfalls auch von Einzeletiketten)
und überdies Etikettenpakete oder Etikettenrollen für den Kunden nicht ohne weiteres
zugänglich aufzubewahren gestattet.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Einrichtung gekennzeichnet durch wenigstens zwei
Seite an Seite in Flucht miteinander verbindbare Module, die je einen auf einen Boden
aufstellbaren, wenigstens einen Schubladen aufnehmenden Schubkasten, eine Rückwand
und eine Deckwand aufweisen, und bei denen zwischen der Deckwand und der Oberseite
des jeweiligen Schubkastens nebeneinander wenigstens zwei Paare von einer einen rechten
Winkel mit einem zur Rückwand gerichteten Scheitel einschließenden Gitterwänden angeordnet
sind, in die Halterungen für die Etikettenpakete bzw. die Etikettenrollen einzuhängen
sind.
[0004] Die Modulbauweise gestattet eine Anpassung an die jeweiligen räumlichen Verhältnisse.
Die Anordnung der Gitterwände vermittelt dem Kunden, der beim Gang entlang der Module
seinen Kopf dabei nur wenig zu wenden braucht, den Eindruck eines Panoramas der Etikettenpakete
bzw. Etikettenrollen. Das Einhängen der Halterungen für die Etikettenpakete bzw. Etikettenrollen
gestattet eine Anpassung an die jeweiligen Größen der Etikettenpakete bzw. Etikettenrollen.
Der Schubkasten ermöglicht eine Aufbewahrung von Etikettenpaketen oder Etikettenrollen
als Reserve außerhalb des Sichtfelds des Kunden und kann gegebenenfalls verschließbar
sein.
[0005] Ist der Kundenweg mehr oder weniger vorgegeben, so werden die Module bevorzugt rechts
des Kundenwegs aufgestellt, weil Kunden dazu neigen, eher nach rechts als nach links
zu schauen.
[0006] Die Module brauchen nicht in einer Reihe aufgestellt zu werden, sondern können beispielsweise
auch um eine Säule herum aufgestellt werden.
[0007] Zur Beleuchtung der Etikettenpakete bzw. Etikettenrollen ist die Einrichtung bevorzugt
dadurch gekennzeichnet, daß sich in wenigstens einem vorderen Seiteneckenbereich wenigstens
eines Moduls zwischen der Oberseite des Schubkastens und der Deckwand eine Hohlsäule
erstreckt, die nach vorne und beidseitig vollwandig ist, zur Rückwand offen ist und
wenigstens eine Lampe aufnimmt. Eine solche Beleuchtung blendet den Kunden nicht.
Bevorzugt ist daher die Lampe eine Leuchtröhre mit vertikaler Achse.
[0008] Um die Anzahl unterschiedlicher, dem Kunden zur Schau zu stellender und gegebenenfalls
zu entnehmender Etikettenpakete oder Etikettenrollen zu vergrößern, ohne die Module
zu vergrößern, ist die Einrichtung bevorzugt dadurch gekennzeichnet, daß bei wenigstens
einem Modul wenigstens ein Paar der Gitterwände zwischen dem Schubkasten und der Deckwand
eine um eine vertikale Achse drehbar gelagerte Hohlsäule, also eine Drehsäule, einschließt:
deren Umfangswand gitterförmig und im Horizontal-Querschnitt quadratisch ist.
[0009] Um die Etikettenpakete bzw. Etikettenrollen nicht nur von der Seite sondern auch
von oben für einen Kunden blendfrei zu beleuchten, ist die Einrichtung bevorzugt dadurch
gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Deckwand wenigstens eines Moduls schwenkbar
wenigstens ein auf die Frontseite eines Paars von Gitterwänden bzw. auf die Frontseite
einer drehbaren Hohlsäule zu richtender Strahler angebracht ist und/oder daß die Rückwand
wenigstens eines Moduls über seine Deckwand hinaus nach oben verlängert ist und in
eine nach vorne sich bis über seinen Schubkasten hinaus erstreckende Tragplatte übergeht,
an deren Unterseite schwenkbar wenigstens ein auf die Frontseite eines Paars von Gitterwänden
bzw. auf die Frontseite einer drehbaren Hohlsäule zu richtender Strahler angebracht
ist.
[0010] Zur Aufstellung von Werbung ist die Einrichtung bevorzugt dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Oberseite der Deckwand wenigstens eines Moduls ein Leuchtkasten oder eine
Trägertafel für ein Plakat aufgesetzt ist.
[0011] Eine besonders rationelle Bauweise ergibt sich, wenn als Halterung für die Etikettenpakete
bzw. Etikettenrollen mehrere Haken nebeneinander an einem ihnen gemeinsamen, an einen
Gitterrand einzuhängenden Träger angebracht sind.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
[0013] Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer aus drei Modulen zusammengesetzten Einrichtung.
[0014] Fig. 2 zeigt eine Ansicht aus der Blickrichtung II in Fig. 1.
[0015] Fig. 3 zeigt einen Schnitt entsprechend III-III in Fig. 1.
[0016] Fig. 4 zeigt perspektivisch ein Modul.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel sind drei Seite an Seite in Flucht miteinander verbundene
Module 2, 4, 6 vorgesehen, die je einen auf einen Boden aufstellbaren, einen Schubladen
8 aufnehmenden Schubkasten 10 sowie eine Rückwand 12 und eine Deckwand 14 aufweisen.
Zwischen der Deckwand 14 und der Oberseite jedes Schubkastens 10 sind nebeneinander
zwei Paare von einen rechten Winkel mit einem zur Rückwand 12 gerichteten Scheitel
einschließenden Gitterwänden 16, 18, 20, 22 angeordnet, in die Halterungen 24, 26,
28, 30 (siehe Fig. 4) für Etikettenpakete 32, 34 oder Etikettenrollen 36 einzuhängen
sind.
[0018] Die Halterung 24 weist mehrere Haken 38 auf, die nebeneinander an einerihnen gemeinsamen,
an eine Gitterwand 16 bzw. 20 einzuhängenden Trägerleiste 40 befestigt sind.
[0019] Die Halterungen 26 sind Einzelhaken, die in die Gitterwände 16 bzw. 20 eingehängt
sind.
[0020] Die Halterungen 28 sind Körbe, die in die Gitterwände 16 bzw. 20 eingehängt sind.
[0021] Die Halterungen 30 sind Schrägstützen, die in die Gitterwand 16 bzw. 22 eingehängt
sind und deren Vorderkanten nach unten abgesenkt auf einer Lochplatte 42 abgestützt
sind, die im Bodenbereich zwischen den Gitterwänden 16 bzw. 20 einerseits und 18 bzw.
22 andererseits angeordnet ist.
[0022] In den vorderen Seiteneckenbereichen der Module 2 und 6 erstreckt sich zwischen der
Oberseite des jeweiligen Schubkastens 10 und der Deckwand 14 jeweils eine Hohlsäule
44, 46, die nach vorne und beidseitig vollwandig ist, zur Rückwand 12 offen ist und
eine Leuchtröhre 48 mit vertikaler Achse aufnimmt.
[0023] Bei den Modulen 2 und 6 schließen die außen liegenden Paare von Gitterwänden 16,
18 bzw. 20, 22 je eine zwischen dem zugeordneten Schubkasten 10 und der Deckwand 14
um eine vertikale Achse mittels Zapfen 50, 52 drehbar gelagerte Hohlsäule 54 ein,
deren Umfangswand gitterförmig und im Horizontalquerschnitt quadratisch ist.
[0024] An der Unterseite der Deckwand 14 der Module 2, 4 und 6 sind schwenkbar an Lochplatten
56 Strahler 58 angebracht, die auf die Etikettenpakete bzw. Etikettenrollen an den
Gitterwänden 16, 18, 20, 22 bzw. an den Hohlsäulen 54 schräg nach oben zu richten
sind.
[0025] Die Rückwände 12 der seitlich äußeren Module 2, 6 sind mit nach oben weisenden Verlängerungen
60 versehen, die in nach vorne sich bis über die jeweiligen Schubkästen 10 hinaus
erstreckende Tragplatten 62 übergehen. An den Unterseiten dieser Tragplatten 62 sind
nebeneinander schwenkbar je zwei auf die Gitterwände 16, 18 bzw. 20, 22 und auf die
zugeordneten Hohlsäulen 44, 46 zu richtende Strahler 64, 66 angebracht.
[0026] Auf die Oberseite der Deckwand 14 des mittleren Moduls 4 ist ein Leuchtkasten 68
aufgestellt. Stattdessen kann auch eine Plakatwand aufgestellt sein.
1. Einrichtung zur Schaustellung zu entnehmender Etikettenpakete (32, 34) oder Etikettenrollen
(36),
gekennzeichnet durch
wenigstens zwei Seite an Seite in Flucht miteinander verbindbare Module (2, 4, 6),
die je einen auf einen Boden aufstellbaren, wenigstens einen Schubladen (8) aufnehmenden
Schubkasten (10), eine Rückwand (12) und eine Deckwand (14) aufweisen, und bei denen
zwischen der Deckwand (14) und der Oberseite des jeweiligen Schubkastens (10) nebeneinander
wenigstens zwei Paare von einer einen rechten Winkel mit einem zur Rückwand (12) gerichteten
Scheitel einschließenden Gitterwänden (16, 18; 20, 22) angeordnet sind, in die Halterungen
(24, 26, 28, 30) für die Etikettenpakete (32, 34) bzw. die Etikettenrollen (36) einzuhängen
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in wenigstens einem
vorderen Seiteneckenbereich wenigstens eines Moduls (2, 6) zwischen der Oberseite
des Schubkastens (10) und der Deckwand (14) eine Hohlsäule (44, 46) erstreckt, die
nach vorne und beidseitig vollwandig ist, zur Rückwand (12) offen ist und wenigstens
eine Lampe (48) aufnimmt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe (48) eine Leuchtröhre
(48) mit vertikaler Achse ist.
4. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
wenigstens einem Modul (2, 6) wenigstens ein Paar der Gitterwände (16, 18; 20, 22)
zwischen dem Schubkasten (10) und der Deckwand (14) eine um eine vertikale Achse drehbar
gelagerte Hohlsäule (Drehsäule 54) einschließt, deren Umfangswand gitterförmig und
im Horizontal-Querschnitt quadratisch ist.
5. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Unterseite der Deckwand (14) wenigstens eines Moduls (2, 4, 6) schwenkbar wenigstens
ein auf die Frontseite eines Paars von Gitterwänden (16, 18; 20, 22) bzw. auf die
Frontseite einer drehbaren Hohlsäule (54) zu richtender Strahler (58) angebracht ist.
6. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückwand (12) wenigstens eines Moduls (4) über seine Deckwand (14) hinaus nach oben
verlängert ist und in eine nach vorne sich bis über seinen Schubkasten (10) hinaus
erstreckende Tragplatte (62) übergeht, an deren Unterseite schwenkbar wenigstens ein
auf die Frontseite eines Paars von Gitterwänden (16, 18; 20, 22) bzw. auf die Frontseite
einer drehbaren Hohlsäule (54) zu richtender Strahler (64, 66) angebracht ist.
7. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf
die Oberseite der Deckwand (14) wenigstens eines Moduls (4) ein Leuchtkasten (68)
oder eine Trägertafel für ein Plakat aufgesetzt ist.
8. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich
als Halterung (24) mehrere Haken (38) nebeneinander an einem ihnen gemeinsamen, an
eine Gitterwand (16; 22) einzuhängenden Träger (40) befinden.