[0001] Die Erfindung betrifft einen Schirm oder Spazierstock mit einem am oberen Ende des
Stocks angeordneten Handgriff.
[0002] Bei Schirmen oder Spazierstöcken besteht in vielen Fällen ein Interesse daran, Beschriftungen
oder Bilder wie Vereinssymbole oder Wappen durch Prägen, Siebdruck oder dergleichen
Maßnahmen vorzusehen. Ein gutes Erscheinungsbild ist aber im allgemeinen nur durch
einen verhältnismäßig hohen Kostenaufwand für erforderliche Werkzeuge zu erzielen.
Außerdem besteht die Gefahr, daß die vorhandenen Abdrucke schon nach verhältnismäßig
kurzer Benutzungsdauer beschädigt und deshalb unansehnlich werden.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, Beschriftungen, Aufdrucke an sich beliebiger
Art an einem Schirm oder Spazierstock vornehmen zu können, wobei Schwierigkeiten der
genannten Art möglichst weitgehend vermieden werden können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0004] Besondere Vorteile der Erfindung sind darin zu sehen, daß beispielsweise eine weniger
oder auch mehr als 180° umfassende kreisbogenförmige Halbschale aus
durchsichtigem Material im Bereich des Handgriffs oder im Bereich des oberen Endes
des Stocks derart eingeschnappt befestigt werden kann, daß es praktisch nicht möglich
ist, die Halbschale zu entfernen ohne diese zu zerstören. Da man unter der Aufsetzschale
einen Aufzeichnungsträger mit seinem Namen und seiner Adresse einsetzen kann, hat
der Eigentümer des Regenschirms eine verbesserte Chance, diesen zurück zu bekommen,
wenn er ihn vergessen hat. Bis zu einem gewissen Grad handelt es sich dabei auch um
einen Diebstahlschutz, weil der Name des Eigentümers nicht ohne weiteres entfernt
werden kann, es sei denn, die Aufsetzschale wird mit Gewalt entfernt. Ferner ergeben
sich eine Reihe von anderen Nutzungsmöglichkeiten, da z.B. der Aufzeichnungsträger
zu Werbezwecken oder Anbringung eines Warenzeichens des Herstellers dienen kann. Beispielsweise
im Vergleich zu einem Siebdruck ergeben sich wesentlich geringere Herstellungskosten,
weil bedrucktes Papier als Aufzeichnungsträger benutzt werden kann. Es können deshalb
auch Vereinssymbole kostensparend gedruckt werden oder irgendwelche vorhandenen Drucke
ausgeschnitten und als Aufzeichnungsträger dienende Einlageschicht unter der Aufsetzschale
angeordnet werden. Da es nicht sehr schwierig ist, eine derartige Aufsetzschale einzusetzen,
kann einem Käufer die Möglichkeit gegeben werden, irgend einen ihn interessierenden
Aufzeichnungsträger einzulegen und die Aufsetzschale in einem eingeschnappten Zustand
zu befestigen. Die Aufsetzschale kann auch auf ihrer Oberfläche beispielsweise rasterförmige
Vorsprünge aufweisen, um die Griffigkeit des Handgriffs zu verbessern.
[0005] Anhand der Zeichnung soll die Erfindung beispielsweise näher erläutert werden. Es
zeigen:
Fig. 1 und 2 um 90° zueinander versetzte Seitenansichten des oberen Endes eines Regenschirms
gemäß der Erfindung in der fluchtenden Lage des Handgriffs,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Regenschirms in Fig. 1 und 2 in einer abgewinkelten
Lage des Handgriffs,
Fig. 4 eine auseinandergezogene Darstellung des Regenschirms in den Fig. 1 bis 3,
die zur Verdeutlichung der Ausbildung der Elemente bei diesem Ausführungsbeispiel
dient,
Fig. 5 Ausführungsbeispiele von Aufsetzschalen,
Fig. 6a eine Schnittansicht eines detaillierten Ausführungsbeispiels entsprechend
Fig. 1 bis 3,
Fig. 6b zugeordnete Schnittansichten; und
Fig. 7a die Fig. 6a zugeordnete obere Hälfte und Fig. 7b eine Schnittansicht entsprechend
G - G in Fig. 7a.
[0006] Das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt das obere Ende eines
Regen- oder Sonnenschirms, da das untere Ende des Schirms in an sich beliebiger Weise
ausgebildet sein kann.
[0007] Der in den Fig. dargestellte Schirm hat einen Handgriff 1 und einen Schirmstock 2,
dessen oberer Endteil 3 derart ausgebildet ist, daß einerseits in das untere Ende
des Endteils 3 der Schirmstock 2 eingesetzt werden kann, wie durch einen Pfeil in
Fig. 4 angedeutet ist, während andererseits das obere Ende des Endteils 3 über ein
Gelenk 4 mit dem unteren Ende des Handgriffs 1 verbunden ist. Das Gelenk 4 kann ein
übliches Kugelgelenk oder ein sonstiges derartiges Gelenk sein, so daß der Handgriff
zwischen den in Fig. 2 und 3 dargestellten Lagen verschwenkt werden kann.
[0008] Eine Aufsetzschale gemäß der Erfindung kann an dem Handgriff 1 oder an einem oberen
Endteil 3 des Stocks angeordnet werden. Es kann eine einzige Aufsetzschale 10 angeordnet
werden, gewünschtenfalls auch zwei Aufsetzschalen 10,11, die als etwas weniger als
180° umfassende kreisbogenförmige Halbschalen ausgebildet sind.
[0009] Vorzugsweise besteht die Aufsetzschale 10 aus durchsichtigem Material, so daß eine
als Aufzeichnungsträger dienende Einlageschicht 18 (Fig. 7b) unter der Aufsetzschale
10 gut sichtbar angeordnet werden kann.
[0010] Wie in Fig. 5 dargestellt ist, kann die Aufsetzschale 10 auf ihrer Oberfläche linienförmige
oder rasterförmige Vorsprünge aufweisen, welche Ausbildungen vorzugsweise im Griffbereich
des Schirms oder Spazierstocks angeordnet werden. Diese Aufsetzschalen werden vorzugsweise
aus undurchsichtigem Kunststoff hergestellt. Bei dem in den Figuren dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel mit einem Handgriff 1, der über ein Gelenk 4 an einem
oberen Endteil des Stocks angeordnet ist, wird die Aufsetzschale 10 zweckmäßigerweise
an dem Endteil 3 befestigt.
[0011] Der obere Endteil 3 des Schirmstocks ermöglicht eine ästhetische Gestaltung des oberen
Schirmendes. Der wie der Handgriff 1 beispielsweise aus Kunststoff hergestellte Endteil
3 weist eine Vertiefung 12 auf, wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich ist. An der Vertiefung
12 sind zwei Halterungsnuten 15 ausgebildet, in die an der Aufsetzschale 10 vorgesehene
Einschnappvorsprünge 16 in eine eingeschnappte Lage eingesetzt werden können. Mit
dem Schirm können gewünschtenfalls unterschiedliche Aufsetzschalen entsprechend den
Wünschen des Käufers geliefert und durch diesen selbst durch Einschnappen eingesetzt
werden, nachdem von dem Käufer eine als Aufzeichnungsträger dienende Einlageschicht
18 (Fig. 7b) eingelegt wurde. Da die Aufsetzschale so ausgebildet werden kann, daß
sie nicht ohne weiteres oder allenfalls nur durch Zerstörung entfernt werden kann,
bietet die Möglichkeit individueller Beschriftung offensichtliche Vorteile für den
Eigentümer des Schirms. Andererseits kann die Fläche unter den Aufsetzschalen in an
sich beliebiger Weise zu Werbezwecken oder zum Zwecke der einfachen Anbringung von
Verzierungen, Vereinssymbolen etc. benutzt werden.
[0012] Der obere Endteil 3 des Schirmstocks 2 wird vorzugsweise derart ausgebildet, daß
er etwa den gleichen Durchmesser wie der angrenzende Griffbereich des Handgriffs 1
aufweist und deshalb als Verlängerung des Griffbereichs benutzt werden kann. Dadurch
wird die Hantierbarkeit des Schirms verbessert, weil eine angenehme Grifffläche nicht
nur am Handgriff 1 selbst vorgesehen werden kann, sondern auch entlang der Länge des
Endteils 3 des Schirmstocks. Wenn Aufsetzschalen benutzt werden, die beispielsweise
in Fig. 5a,b und c dargestellt sind, welche auf ihrer Oberfläche linienförmige oder
rasterförmige Vorsprünge aufweisen, dürften besonders kleinere Kinder dann auch gerne
den Griffbereich des Endstücks 3 anfassen, den sie ja besser erreichen können als
den eigentlichen Handgriff 1.
[0013] Zweckmäßigerweise ist an dem Handgriff 1 ein Fixierelement 5 in Form eines Fixierschiebers
angeordnet, durch den der Handgriff in der eingestellten Schwenklage arretiert werden
kann. Das in der Vertiefung 13 an dem Handgriff 1 angeordnete Fixierelement 5 wird
durch eine Feder in die arretierende Lage vorgespannt.
[0014] In den Fig. 6 und 7 ist ein detailliertes Ausführungsbeispiel in einer Schwenklage
entsprechend Fig. 3 dargestellt. Die Schnittansicht in Fig. 6a zeigt die untere Hälfte
des Handgriffs 1 und des Endteils 3, während die Schnittansicht in Fig. 7a die entsprechende
obere Hälfte des Handgriffs 1 und des Endteils 3 zeigt. Anstelle des in Fig. 3 dargestellten
Schirmstocks 2 kann ein Schirmstock 2a mit größerem Durchmesser oder ein Schirmstock
2b mit kleinerem Durchmesser vorgesehen sein.
[0015] Wie aus Fig. 6a ersichtlich ist, weist das Gelenk 4 Gelenkelemente 8 auf und für
die Fixiereinrichtung mit dem Fixierelement 5 ist ein Verriegelungsstift 7 vorgesehen.
Am Ende des Handgriffs 1 ist eine halbkugelförmige Kappe 9 befestigt. Spezielle Schnittansichten
sind aus den Fig. 6b und 7b ersichtlich. In Fig. 7b ist unter der Aufsetzschale 10
die bereits erwähnte, als Aufzeichnungsträger dienende Einlageschicht 18 angeordnet,
die in an sich beliebiger Weise beschriftet oder bedruckt sein kann.
[0016] Der Handgriff 1 kann einstückig oder massiv ausgebildet sein, oder auch aus einem
Hohlkörper mit einer abnehmbar ausgebildeten Kappe 14 bestehen. Während die Anordnung
einer Aufsetzschale im Griffbereich des Endteils 3 vorgezogen wird, kann bei geeigneter
Ausbildung des Handgriffs 1 auch die Anordnung einer Aufsetzschale im Griffbereich
des Handgriffs 1 erfolgen.
1. Schirm oder Spazierstock mit einem am oberen Ende seines Stocks angeordneten Handgriff,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Stock (2) oder an dem Handgriff (1) eine Aufsetzschale (10)angeordnet
ist, die eine einschnappbare Ausbildung aufweist und in einem eingeschnappten Zustand
befestigt ist.
2. Schirm oder Spazierstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzschale (10) aus durchsichtigem Material besteht.
3. Schirm oder Spazierstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzschale (10) auf ihrer Oberfläche linienförmige oder rasterförmige
Vorsprünge aufweist (Fig. 5).
4. Schirm oder Spazierstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Aufsetzschale (10) eine als Aufzeichnungsträger dienende Einlageschicht
(18) angeordnet ist.
5. Schirm oder Spazierstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (1) über ein Gelenk (4) an einem oberen Endteil (3) des Stocks
angeordnet ist, und daß die Aufsetzschale (10) an dem Endteil (3) befestigt ist.
6. Schirm oder Spazierstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei etwas weniger als 180° umfassende, kreisbogenförmige Halbschalen (10,11)
gegenüberliegend angeordnet sind.
7. Schirm oder Spazierstock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzschale (10) entlang ihren beiden langen Seitenkanten Einschnappvorsprünge
(16) aufweist, die in Halterungsnuten (15) entlang den Seitenkanten einer Vertiefung
(12) an dem Stock (2) oder an dem Handgriff (1) eingeschnappt sind.