[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sammelpackung in Form eines nach
oben offenen Trägers aus Karton, Wellpappe oder dgl. für eine Vielzahl von nebeneinander
in Abstand anzuordnender Waren, wie Behälter, Hohlkörper, Pralinen und dgl., insbesondere
zur Bildung einer Präsentationsschachtel mit auf der Sammelpackung aufgebrachtem Deckel,
bestehend aus einer oberen Trägerplatte aus einem ersten Zuschnitt und einer unteren
Trägerplatte, die entweder aus einem als Schachtel ausgebildetem zweiten Zuschnitt
oder dem ersten ein Schachtelteil aufweisenden Zuschnitt gebildet ist, wobei zumindest
in der Oberfläche der oberen Trägerplatte Öffnungen zur Aufnahme der einzelnen Waren
in einer Größe und Form entsprechend dem dortigen Querschnitt der Waren angelegt sind
und wobei die beiden Trägerplatten mittels an Falzlinien abgebogener Seitenwände,
Laschen oder dgl. miteinander verbunden sind.
[0002] Eine Sammelpackung dieser Gattung ist bereits durch die DE 37 01 388 C 2 bekannt.
Diese Sammelpackung weist einen Träger für eine größere Anzahl senkrecht eng nebeneinander
aufzureihender Tuben und dgl. auf, wobei der Träger aus zwei beabstandeten Kartonplatten
gebildet wird, in denen koaxial übereinander angeordnete Ausnehmungen zur Aufnahme
der Tuben vorgesehen sind. Der erste Zuschnitt umfaßt im wesentlichen den Boden sowie
die untere Trägerplatte und der zweite Zuschnitt die obere Trägerplatte mit den Seitenwänden
der Sammelpackung.
[0003] Gemäß dem G 89 12 496.0 ist dabei eine Sammelpackung in Form eines nach oben offenen
Trägers bekannt, welche aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton, Wellpappe oder dgl.
gebildet ist.
[0004] Diese bekannten Sammelpackungen sind jeweils für eine große Anzahl länglicher senkrecht
nebeneinander aufzureihender Tuben und dgl. ausgelegt, wobei diese Gegenstände jeweils
die gleiche Größe und eine etwa kreisförmige sich nach unten verengende Querschnittsform
aufweisen. Insofern ist die Größe der koaxial übereinander angeordneten Ausnehmungen
in den zwei übereinander beabstandet angelegten Kartonplatten jeweils über eine bestimmte
Trägerplatte gleich. Die sich in den Träger verengenden Ausnehmungen sind dabei konisch
zulaufend.
[0005] Die Sammelpackung in Form eines nach offenen Trägers gemäß der DE 37 01 388 C 2 und
dem G 89 12 496.0 eignen sich aber nicht zur Aufnahme und Lagerung von Gegenständen
unterschiedlicher Breite und/oder Höhe, wie diese beispielsweise in einer Präsentationsschachtel
für Pralinen zur Verpackung gelangen. Die Träger für derartige Präsentationsschachteln
müssen vielmehr unterschiedlichst geformte und bemessene Öffnungen aufweisen, so daß
runde, quadratische oder rechteckige Pralinen in den unterschiedlichsten Größen dort
einbringbar sind. Die Anordnung der Pralinen erfolgt dabei in derartigen Präsentationsschachteln
nicht in exakt vorgegebenen Reihen und Zeilen, wie dies bei den Trägern für Tuben
und dgl. gemäß der DE 37 01 388 C 2 und dem G 89 12 496.0 der Fall ist, sondern vornehmlich
nach optischen Gesichtspunkten, wobei es gilt, die Pralinen in ihrer Anordnung optimal
zu präsentieren. Die Pralinen weisen insofern unregelmäßige Abstände zueinander auf,
wobei es nicht gilt, eine möglichst große Anzahl von Pralinen auf einen Träger bestimmter
Größe zu lagern.
[0006] Ein weiterer Nachteil der bekannten Sammelpackungen besteht darin, daß das Kartonmaterial
des Trägers insbesondere im Bereich der Öffnungsränder scharfkantig ist, so daß selbst
bei Anlage einer Umbördelung des Öffnungsrandes, wobei diese nach innen in den kartonartigen
Träger unter Verringerung des Öffnungsquerschnittes abfällt, eine Beschädigung einer
druckempfindlichen Außenseite des dort eingebrachten Gutes spätestens dann auftreten
kann, sobald dieses aus dem Trägerkarton entnommen wird.
[0007] Da die Öffnungsränder nach innen radial vorragen besteht die Gefahr, daß diese sich
bei Herausnahme von aufgenommener dünnwandiger Schokoladenware oder dgl. in das Wandlungsmaterial
oder eine dort aufgebrachte äußere Folien-Ummantelung einschneiden. Dies gilt insbesondere
auch bei Aufnahme solcher Güter, welche eine unregelmäßige Querschnittskontur in der
Ebene der oberen und/oder unteren Trägerplatte besitzen oder deren Querschnittsabmessungen
sich über den im Träger einzusteckenden Abschnitt unregelmäßig verändern.
Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, eine Sammelpackung der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, bei welcher Aufnahmen des Trägers mit Öffnungen vorgesehen
sind, welche zur Verpackung von Waren mit druckempfindlicher Wandung oder Ummantelung,
beispielsweise in Form einer Staniolfolie, geeignet sind. Es soll dabei insbesondere
eine Beschädigung der Ware beim Herausnehmen aus der Öffnung des Trägers vermieden
werden, selbst wenn dieser aus einem scharfkantigen dünneren Vollkartonmaterial gebildet
ist.
[0008] Ferner sollen in weiterer Ausbildung der Erfindung auch Waren mit in der Fläche der
Trägerplatte unregelmäßigem Querschnitt oder mit nach unten sich geringfügig verbreiternder
Kontur, z.B. in Form eines Osterhasens oder Nikolauses verpackbar sein. Im Träger
sollen dabei auch möglichst unverpackte Schokoladenwaren lagerbar sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Sammelpackung gemäß der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Hauptanspruches gelöst.
[0010] Dabei sind entsprechend der in der Höhe der Trägerplatte gegebenen gleichmäßigen
oder unregelmäßigen Querschnittskontur der aufzunehmenden Ware Öffnungen aus der Trägerplatte
derart ausgestanzt, daß nach Umbördelung des Öffnungsrandes derin der Öffnung zu lagernde
Gegenstand seitlich gleichmäßig umfaßt und eine sichere Lagerung der Ware mit gleichmäßigem
leichtem Andruck der seitlichen Umbördelung oder der nach unten sich erstreckenden
Laschenstücke erreicht wird.
[0011] Der umbördelte Öffnungsrand liegt dabei im Bereich des Überganges von der ersten
oberen Umbördelung zu den unteren Laschenstücken bzw. zu der zweiten unteren Umbördelung
ohne unzulässigen Druck an. Das untere Ende verbreitert sich dabei seitlich nach außen
im Öffnungsquerschnitt und dient somit als seitlich vorstehende Führungswandung für
die aus dem Träger rauszuziehende Ware wie ein Osterhasen oder dergleichen. Da der
Öffnungsrand auf Grund der im wesentlichen zusammenhängend umlaufend ausgebildeten
Umbördelungen und der geeignet bemessenen Öffnungsquerschnitte gleichmäßig über seinen
gesamten Umfang an der Außenwandung des dort aufgenommenen Gegenstandes anliegt, ist
der durch die Umbördelung ausgeübte seitliche Druck gleichförmig und minimal. Dies
gilt dabei insbesondere bei Herausnahme des in der Öffnung aufgenommenen Gegenstandes.
[0012] Nach unten liegen dabei die Waren entweder unmittelbar auf einem geschlossenen Bodenteil
oder sind oberhalb davon noch durch eine zweite, zur oberen Trägerplatte höhenversetzten
Trägerplatte gelagert, welche vorzugsweise Öffnungen mit umbördelten Abschnitten an
den Öffnungsrändern wie die der Öffnungen der oberen Trägerplatte aufweist.
[0013] Aufgrund der Anlage der zusätzlichen unteren Umbördelung und der damit seitlich abgebogenen
Stanzkante der Öffnung kann dabei der Träger bzw. dessen obere Trägerplatte selbst
aus einem äußerst dünnen Vollkarton-Material gemäß Anspruch 2 hergestellt sein, ohne
daß die Gefahr besteht, daß die äußere Wandung oder eine Umhüllung des Gegenstandes
bei dessen Entnahme aus der Öffnung beschädigt wird. Anspruch 3 betrifft dabei eine
vorteilhafte Bemessung der Größe der auszustanzenden Öffnung in Abhängigkeit von der
zu erreichenden Größe des Öffnungsquerschnittes nach Umbördelung. Insofern ist sichergestellt,
daß selbst bei einem dünnen Vollkarton-Material gemäß Anspruch 2 das Karton-Material
im Bereich der Umbördelung durch die Heißkarton-Formung nicht unzulässig in der Materialstärke
geschwächt ist.
[0014] Die Ausführung der unteren und/oder oberen Umbördelung in gänzlich zusammenhängend
umlaufender Form gemäß Anspruch 4 erfolgt dabei bei derartigen Gegenständen, bei denen
der in den Träger eingesteckte Abschnitt sich nicht nach unten verbreitet und welche
sich insofern ohne Beschädigung der Umbördelung in den Träger hineinstecken und aus
diesem herausziehen lassen. Sofern die Querschnittskontur sich dagegen nach unten
verbreitert, wird der Stegabschnitt zur Bildung der Umbördelungen zusätzlich gemäß
Anspruch 8 mit langen Einschnitten oder Ausschnitten versehen, so daß diese sich beim
Einstecken und Herausziehen des sich nach unten verbreiternden Gegenstandes federnd
weiten. Gemäß Anspruch 5 ist zur Aufnahme von Gegenständen mit nicht gleichförmig
verlaufender Außenseite und mit unregelmäßiger Querschnittskontur, welche sich auf
oder seitlich ihres Bodenteiles lagern und befestigen lassen, die Anlage von Öffnungen
mit seitlich abgewinkelten, abgebogenen oder umbördelten, freistehenden Haltelaschen
vorgesehen. Diese können sich dann federnd an die seitlich vorspringende oder zurückweichende
Außenwand der in der Öffnung eingebrachten Ware andrücken. Gemäß Anspruch 6 ist dabei
vorgesehen, daß diese seitliche Trägerwandungen bildenden Haltelaschen zusätzlich
einen Trägerbodenabschnitt bilden, so daß sich eine Lagerung der aufzunehmenden Ware,
z. B. einer rechteckigen Praline von der Unterseite und Außenseite bereits in der
Öffnung der oberen Trägerplatte ergibt. Die Ausbildung derartiger Haltelaschen gemäß
Anspruch 7 durch Aus- oder Einstanzungen im Zuschnitt bei Anlage der Öffnung in der
oberen Trägerplatte ermöglicht dabei in einfachster Weise eine sichere Anlage der
Haltelaschen, wobei diese insbesondere bei bloßer Abbiegung aus der oberen Trägerplatte
eine optimale Elastizität behalten.
[0015] Gemäß Anspruch 10 werden die Trägerplatten der Sammelpackung aus einem einfachen
Karton, Vollkarton oder Wellpappematerial hergestellt, welches auf der Oberfläche
mit einer äußeren Beschichtung versehen ist oder von einem geeignetem Mittel durchdrungen
ist, welches das Eindringen von Kakaobutter, Fetten und dgl. in das Material des Trägers
verhindert. Insofern können in dem Träger auch unverpackte Pralinen und andere derartige
Süsswaren gelagert werden, ohne daß Kakaobutter, andere Fette und dgl. in das Trägermaterial
eindringt. Als Beschichtung ist dabei vorzugsweise ein Überzug aus Dispersonslack,
Pergaminpapier oder Scotch-Bane vorgesehen. Eine derartige Beschichtung bzw. Durchdringung
des Trägermaterials ist dabei insbesondere insofern von Vorteil, als bis auf die umbördelten
Schnittkanten der Öffnungsränder somit die gesamte Trägerplatte, insbesondere im Bereich
der die Aufnahmen bildenden umbördelten Öffnungen gegen ein Eindringen von Kakaobutter
und dgl. geschützt ist. Das Material der Trägerplatten behält insofern auch bei Kontakt
mit derartigen Mitteln sein ursprüngliches Aussehen und seine ursprüngliche Biegesteifigkeit,
Härte und Flexiblität. Durch die untere Umbördelung der Schnittkanten sind diese dabei
vor einem Kontakt mit der dort zu verpackenden Ware geschützt, so daß dort keine Kakaobutter
oder dgl. eindringen kann.
[0016] Die Ausbildung der die Aufnahmen des Trägers bildenden Öffnungen gemäß Anspruch 11,
wobei in dem Kartonzuschnitt um die ausgestanzte Öffnung in Winkelabschnittenversetzte
Einschnitte angelegt sind, welche nach Anlage der oberen Umbördelung senkrecht oder
schräg von der Trägerplatte nach unten sich erstreckende freie Laschenstücke bilden,
ermöglicht dabei in einfachster Weise die Anlage der federnden Laschenstücke an der
oberen Umbördelung. Zusätzlich kann dabei auch noch eine untere Umbördelung der federnden
Laschenstücke vorgenommen werden. Die freien Laschenstücke ragen dabei unter die obere
bzw. untere Trägerplatte und vergrößern somit die seitlichen Wandungen der durch die
Umbördelungen gebildeten Aufnahmen. Diese Laschenstücke können dabei sowohl unterhalb
der oberen als auch unterhalb der unteren Umbördelung mit zusätzlichem Riller gemäß
Anspruch 12 in vorteilhafter Weise versehen werden, um zu erreichen, daß insbesondere
die zunächst in Laschenabschnitte eingeschnittene Kartonage an definierten Stellen
zur Bildung der Haltelaschen bzw. Laschenstücke umgelegt wird. Durch derartige Riller
werden dabei die Rückstellkräfte in der Kartonage ganz oder teilweise eliminiert.
Werden dagegen die Haltelaschen unmittelbar an der Umbördelung ohne zusätzlichen Riller
angelegt, so wirken diese als federelastische Federbeinchen gegen die in die Aufnahme
eingesteckten Waren. Die durch die Umbördelungen und Riller sowie Haltelaschen gebildeten
Aufnahmeöffnungen werden insofern lediglich durch schräg nach innen gerichtete Federbeinchen
weiter gleichmäßig verengt.
[0017] Die Verfahrensansprüche 13, 14 und 15 betreffen dabei die Herstellung der doppelten
Umbördelung der Öffnungsränder durch Heißkarton-Formung. Dabei wird gemäß Anspruch
14 nicht nur die obere erste Umbördelung durch Heißkarton-Formung hergestellt, sondern
auch in einem speziellen zweiten Arbeitsvorgang die zweite untere Umbördelung durch
Heißkarton-Formung hergestellt, wobei in umgekehrter Richtung zum ersten Arbeitsvorgang
von unten in die zu umbördelnde Öffnung des Kartonzuschnittes der Stempel geführt
wird. Auf diese Weise lassen sich die obere und untere Umbördelung am Öffnungsrand
in einer engen Abbiegung in einem Winkel von über 180° unmittelbar aneinandersetzen,
wobei an dem Stempel und der Matrize der zu verwendenden erhitzbaren Formwerkzeuge
zur Ausbildung der Umbördelungen lediglich geeignete Formflächen anzulegen sind. Gemäß
Anspruch 13 erfolgt dabei unter Umbördelung in der gleichen Richtung in dem ersten
Arbeitsgang zunächst die Erzeugung der unteren Umbördelung und im darauf folgenden
zweiten Arbeitsgang die Erzeugung der oberen Umbördelung. Dieses Verfahren erlaubt
dabei mit einfachen Formwerkzeugen die Ausbildung der oberen Umbördelung eines mit
Auslassungen im äußeren Stegabschnitt unterbrochenen Öffnungsrandes mit nach unten
vorstehenden Laschenstücken. In dieser ist dann am freien Endabschnitt die untere
nach außen geführte Umbördelung angelegt. Durch die Einstanzungen und Einschnitte
gemäß den Ansprüchen 8 und 9, welche sich gegebenenfalls über den Bereich der Umbördelung
in den diese umgebenden Bereich der oberen Trägerplatte erstrecken, wird dabei erreicht,
daß Gegenstände wie Osterhasen und dergleichen, welche sich in ihrer Form nach unten
stark verbreitern, in den Träger einsteckbar sind, wobei der Öffnungsrand aus doppelt
umbördelten, elastisch an der Außenwandung des dort aufgenommenen Gegenstandes anliegenden
Haltelaschen besteht.
[0018] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines
nach oben offenen Kartonageträgers mit Bezug auf dessen Zeichnungen erläutert.
[0019] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- Einen Längsschnitt durch den linken Teil des einer Präsentationsschachtel bildenden
Trägers, unter Darstellung der oberen und unteren Trägerplatte sowie der Öffnungen
in der oberen Trägerplatte zur Aufnahme der unterschiedlichsten Pralinen oder Süßigkeiten
wie Osterhasen und des Aufbaus dieser Öffnungen durch seitlich abgefalzte oder umgebogene
Haltelaschen und doppelt umbördelte Öffnungsränder;
- Figur 2
- Die Stanzung der Haltelaschen in der linken Öffnung der Trägerplatte gemäß Figur 1;
- Figur 3
- Die Stanzung der spitz zulaufenden Haltelaschen in der mittleren Öffnung der oberen
Trägerplatte gemäß Figur 1;
- Figur 4
- Eine mit einer doppelten Umbördelung am Öffnungsrand zu versehende gestanzte Öffnung
für Waren mit unregelmäßiger Querschnittskontur, beispielsweise in Form einer Cognac-Bohne,
eines Osterhasens oder Nikolauses, wobei diese sich im eingesteckten Abschnitt verbreitern;
- Figur 5
- Eine schematische Darstellung einer mit Laschenstücken ausgestanzten und anschließend
in zwei Arbeitsgängen doppelt umbördelten Öffnung mit eingebrachter, im unteren Bereich
sich verbreiternden Ware;
- Figur 6
- Die Stanzung der Öffnung gemäß Fig. 5 mit Laschenstücken, welche durch Auslagerungen
in einem äußeren umlaufenden Stegabschnitt des Kartonzuschnittes voneinander getrennt
sind;
- Figur 7
- Eine schematische Darstellung des Herstellungsvorganges zur Erzeugung der oberen Umbördelung
in dem mit einer Aufnahmeöffnung bereits ausgestanzten Kartonage-Zuschnitt;
- Figur 8
- Den Kartonage-Zuschnitt nach Erzeugung der oberen Umbördelung;
- Figur 9
- Den Arbeitsvorgang zur Erzeugung der zweiten unteren Umbördelung, wobei nunmehr der
Stempel zur Erzeugung der Umbördelung in umgekehrter Richtung in den in entsprechender
Lage auf der Öffnung der Matrize gedrehten Kartonage-Zuschnitt zwischen die vorstehenden
Öffnungsränder der ersten Umbördelung gefahren wird.
- Figur 10
- Den Kartonage-Zuschnitt nach Erzeugung der zweiten unteren Umbördelung;
- Figur 11 u. 12
- Den Arbeitsgang zur Erzeugung der ersten unteren Umbördelung und der zweiten oberen
Umbördelung. Hier werden beide Umbördelungen in der gleichen Richtung gebördelt;
- Figur 13 u.14
- Den Kartonagezuschnitt jeweils nach Erzeugung der unteren und beider Umbördelungen
(Zur Aufnahme von Hohlkörpern mit größerem Format);
- Figur 15 u. 16
- Ein Längsschnitt und eine Draufsicht einer der in den Zuschnitten ausgestanzten Öffnungen
mit mehreren, in einem dazu umlaufenden Trägerplattenabschnitt etwa in radialer Richtung
verlaufenden, zueinander in Winkelabschnittenversetzten Einschnitten, welche unter
Bildung von Laschenabschnitten bis zu einer äußeren umlaufenden zusammenhängenden
Umbördelung des Randes der ausgestanzten Öffnung geführt sind und dabei nach Umbördelung
im zusammengefalteten Zustand des Trägers senkrecht oder schräg von der Trägerplatte
zur Unterseite des Trägers abgebogen stehende und als seitliche in radialer Richtung
federnde Laschenstücke bilden, welche als Stützen in Form von Federbeinchen dienen.
Damit die Federbeinchen unterhalb der Umbördelung in der Kartonage an definierter
Stelle umgelegt werden, ist dabei die ausgestanzte Öffnung im Bereich des umlaufenden
Trägerplattenabschnittes zur Umbördelung mit einem umlaufenden Riller versehen, wobei
die versetzten Einschnitte in diesem Trägerplattenabschnitt bis zu diesem Riller geführt
sind,
- Figur 17
- Die Ausbildung des an der ausgestanzten Öffnung des Trägerzuschnittes umlaufenden
Trägerplattenabschnittes gemäß Figur 15 und 16 nach Anlage der Umbördelung, wobei
die obere Umbördelung in einem ebenfalls umlaufenden Riller und dort nach unten frei
vorstehenden Laschenstücke übergeht, welche als federnde Stützen bzw. Federbeinchen
die einzubringende Ware auf deren Außenseite umgeben.
[0020] Gemäß Figur 1 besteht der das Unterteil einer Präsentationsschachtel 100 zur Aufnahme
von Pralinen bildende Träger (1) aus einer oberen Kartonage-Trägerplatte (2) und einer
unteren Kartonage-Trägerplatte (3). Die untere Kartonage-Trägerplatte (3) bildet dabei
einen Bodenteil (4) und die Seitenwandungen (9) des Trägers, wobei diese über Falzlinien
(8) ineinander übergehen. In diesen Teil ist die obere Trägerplatte (2) dabei auf
halber Höhe eingesetzt, wobei das Vollkartonmaterial dieser Trägerplatten jeweils
eine Dicke von 0,6-0,7 mm besitzt. In der oberen Trägerplatte (2) sind dabei bzgl.
ihrer Größe und Anlage drei unterschiedliche Arten von Öffnungen (5,6,7) angelegt.
Die Öffnungen in Form der Öffnung (5) sind dabei aufgrund der speziellen Ausbildung
ihres Öffnungsrandes (11) zur Aufnahme von Pralinen, Osterhasen oder dgl. mit unregelmäßiger
Querschnittskontur in der Ebene der oberen Trägerplatte (2) oder unterhalb davon bestimmt,
wobei durch die spezielle Ausbildung des Öffnungsrandes insbesondere Waren mit druckempfindlicher
Wandung oder Ummantelung, beispielsweise mit einer äußeren Verpackung in Form einer
Staniolfolie aufnehmbar sind. Es werden dabei insbesondere Beschädigungen der Ware
bei ihrem Herausnehmen aus den Öffnungen (5) des Trägers vermieden, selbst wenn dieser
aus einem dünnen scharfkantigen Vollkartonmaterial gebildet ist. Der Öffnungsrand
(11) ist dabei mit einer nach innen in den Träger (1) abgebogenen und sich bis auf
einen vorgegebenen minimalen Öffnungsquerschnitt verengenden oberen Umbördelung (12)
versehen, die durch eine anschließende zweite untere Umbördelung (13) des vorstehenden
Öffnungsrandes fortgesetzt ist, deren Öffnungswandung in Richtung unterhalb der oberen
Trägerplatte fortgeführt und seitlich nach außen abgebogen ist (siehe Fig. 10).
[0021] Der doppelt umbördelte Öffnungsrand (11) bildet insofern eine seitlich vorstehende
untere Führung für die rauszuziehenden Abschnitte der eingesteckten Pralinen (10),
wobei der Öffnungsquerschnitt sich dort nach außen zum unteren Ende des Öffnungsrandes
weiter verbreitert. Die Öffnung (5) ist dabei zur Aufnahme der Praline (10) mit einer
zusammenhängenden umlaufenden Umbördelung ausgebildet, da die Praline (10) sich nach
unten nicht wesentlich verbreitert und somit ohne Schwierigkeiten aus der Öffnung
(5) herausgezogen werden kann, in welcher sie durch die elastisch nach außen verformten
Umbördelungen (12,13) unter seitlichem Andruck gehalten ist. Der Durchmesser der Öffnung
innerhalb der engsten Stelle der Umbördelung, die Elastizität der Umbördelung sowie
der Durchmesser der Praline (10) ist dabei derart aufeinander abzustimmen, daß durch
den Andruck des seitlichen Öffnungsrandes (11) die Praline (10) in der Öffnung (5)
nicht beschädigt wird.
[0022] Durch die untere Umbördelung (13), welche eine seitliche vorstehende Führung mit
einer sich nach unten in den Träger vergrößernden Querschnittsöffnung bildet, wird
insbesondere erreicht, daß die außen die Praline (10) umgebende Staniolfolie beim
Herausnehmen der Praline aus der Öffnung (5) nicht durch einen scharfkantigen dünnen
Öffnungsrand beschädigt wird. Andererseits wird durch die anliegende doppelte Umbördelung
(12,13) eine sichere Halterung der Praline innerhalb des Trägers (1) gewährleistet.
[0023] In den weiteren Öffnungen (6,7) wird dabei in der Öffnung (6) eine runde Praline
aufgenommen. Der Öffnungsquerschnitt ist insofern rund ausgebildet und weist gemäß
Figur 3 drei vom Öffnungsrand in die Öffnungsmitte gerichtete gleich groß bemessene
Haltelaschen (16) auf.
[0024] Diese Haltelaschen ergeben sich ebenfalls wie die Haltelaschen (14,15) der rechteckigen
Öffnung (7) durch seitliche Ausstanzungen bzw. Einstanzungen des ursprünglichen Kartonmaterials
der Öffnungen (6,7).
[0025] Die Haltelaschen (16) der Öffnung (6) sind dabei lediglich als seitliche Trägerwandungen
ausgebildet, welche an den Außenseiten der dort aufzunehmenden Praline federnd anliegen.
[0026] Dagegen sind die durch Einstanzungen des Kartonmaterials im Bereich der Öffnung (7)
gebildeten Haltelaschen (14,15) jeweils mit einer zweifachen Falzlinie versehen, so
daß dort seitliche Trägerwandungen (17) mit einem Trägerbodenabschnitt (18) gebildet
werden.
[0027] Wie durch äußere gestrichelte Umfangslinien angedeutet, können die Öffnungen (6,7)
auch zusätzlich mit einer nach innen gewölbten Umbördelung versehen sein. Durch eine
derartige Umbördelung läßt sich dabei eine optimale Ausrichtung der Haltelaschen (14,15,16)
erreichen, wobei der Materialverbund zur äußeren Trägerplatte (3) im Gegensatz zu
einer Falzlinie nicht geschwächt ist. In der Öffnung (7) ist dabei eine Praline aufgenommen,
welche unten im Bereich der seitlich umgebogenen Trägerbodenabschnitte (18) zwischen
den seitlichen Trägerwandungen (17) unter Andruck gehalten ist. Da die Öffnung (7)
sich nach unten jeweils in der Länge und Breite verengt, können dabei dort insbesondere
Pralinen aufgenommen werden, welche nach unten sich verjüngen und in ihrem unterem,
im Träger aufzunehmenden Abschnitt nicht breiter als die entsprechende Öffnungsweite
der Öffnung (7) ausgebildet sind. Eine zusätzliche Halterung erfolgt dabei durch die
Decklage der Schachtel.
[0028] In Figur 6 ist schematisch in Draufsicht auf die obere Trägerplatte (2) die Anlage
einer Austanzung mit seitlichen Auslassungen (29) und Laschenstücken (28) im umlaufenden
Stegabschnitt des Öffnungsrandes (11') zur Bildung einer abgewandelten Öffnung (5')
mit äußeren Umbördelungen (12',13') der Laschenstücke (28) dargestellt. Der Nenndurchmesser
dieser gestanzten Öffnung ist dabei etwa 4 mm kleiner als der spätere Öffnungsquerschnitt
der Öffnung (5'), welche sich nach Anlage der doppelten Umbördelung (12',13') ergibt.
[0029] In Figur 5 ist dabei die Ausbildung der Öffnung (5') nach doppelter Umbördelung der
gestanzten Öffnungen gemäß Fig. 6 dargestellt, wobei die Umbördelungen (12',13') zwar
die Öffnung (5') umlaufen, dabei aber seitliche Einschnitte (27) aufweisen, so daß
einzelne federnde Laschenstücke mit Umbördelungen (12',13') gebildet werden. An weiteren
Stellen der Umbördelungen sind dabei in diesen Auslassungen (29) angelegt, so daß
die Öffnung in der Breite seitlich verformt werden kann, bevor die seitlichen Laschenstücke
(28) aufeinander stoßen.
[0030] Diese Öffnung ist dabei speziell zur Aufnahme von sich nach unten innerhalb des Trägers
verbreiternden Gegenständen bestimmt. In Figur 5 ist dabei schematisch das untere
Ende eines dort aufzunehmenden Osterhasens dargestellt, wobei dieser sich am unteren
Ende zum Fußteil (30) verbreitert.
[0031] Die Einschnitte (27) und die Auslassungen (29) sind dabei in geeigneter Anzahl und
Größe angelegt, so daß der Osterhase (10') mit seinem unterem Fußteil (30), welches
größer als der Öffnungquerschnitt der Öffnung (5') ist, dort aufgrund der seitlich
zurückweichenden Umbördelungsabschnitte einbringbar und herausziehbar ist. In Figur
7-14, erkennt man dabei die Art der Herstellung der beiden äußeren Umbördelungen (12,13;
12',13') des Öffnungsrandes (11) bzw.(11'). Es wird dabei gemäß Figur 7 die eine gemäß
Figur 4 gestanzte Öffnung (21) aufweisende Kartonage mit dieser oberhalb der etwas
breiter bemessenen Öffnung einer Matrize (23) gelagert. Über einen die Querschnittskontur
der anzulegenden Öffnung aufweisenden Stempel, welcher sich von unten nach oben derart
verbreitert, daß dieser in die Öffnung (21) mit seinen vorderen Abschnitt einbringbar
ist und aufgrund einer Restfeuchtigkeit des Kartonagematerial mit einem Wassergehalt
von etwa 45 % und einer Aufheizung der Matrize und des Stempels auf Heiztemperaturen
von ca. 200
oC wird eine Umbördelung des Öffnungsrandes (11) durch Heißkartonformung durchgführt.
Die Aufheizung der Matrize (23) und des Stempels (24) wird dabei durch die dort jeweils
in den Trägerplatten schematisch wiedergegebenen Heizpatronen (25,26) bewirkt.
[0032] Nach Anlage der ersten Umbördelung (12) ergibt sich dann die in Figur 8 dargestellte
Öffnung (22) der oberen Trägerplatte (2).
[0033] In einem zweiten Arbeitsgang wird dann gemäß Figur 9 die untere Umbördelung (13)
am Öffnungsrand (11) angelegt, wobei zur Bildung dieser radial nach außen gebogenen
Umbördelung, durch welche sich der Öffnungsquerschnitt nach unten vergrößert, ein
zweiterStempel (24') in umgekehrter Richtung von unten gegen die Unterseite des Zuschnittes
zwischen den dort vorstehenden Umbördelungsrand (11) der Öffnung (22) geführt wird,
so daß der Öffnungsrand (11) sich nun seitlich radial nach außen umbiegt und sich
damit der Öffnungsquerschnitt nunmehr im Bereich dieser zweiten Umbördelung vergrößert.
Der Stempel (24') wirkt dabei mit einer Matrize (23') zusammen. Am oberen Rand der
Stempel (24;24') sowie am inneren Öffnungsrand der Matrize (23) und der seitlich des
Öffnungsrandes der Matrize (23') gelegenen Andruckfläche sind dabei konkav bzw. konvex
gewölbte Formflächen (31,32; 33,34) entsprechend der gewünschten Wölbung der Umbördelungen
angelegt.
[0034] In dem unteren Bereich der Umbördelungen (12,13) wird dabei eine seitlich vorstehende
Führung für leicht verletzbare Außenwandungen herauszuziehender Pralinen, Osterhasen,
Nikoläuse und dgl. gebildet.
[0035] Sofern die Ausbildung einer Umbördelung gemäß Fig. 5 mit Laschenstücken (28) zwischen
der oberen Umbördelung (12') und der unteren Umbördelung (13') erfolgen soll, werden
die beiden Umbördelungen vorzugsweise in der gleichen Richtung gemäß der Fig. 11 und
Fig. 12 gebördelt.
[0036] In dem ersten Arbeitsgang wird dabei gemäß der Fig. 11 zunächst die untere Umbördelung
(13') erzeugt, wobei die einzelnen in dem den Öffnungsrand umlaufenden Stegabschnitt
ausgestanzten Laschenstücken (28) am freien Ende entsprechende Umbördelungsabschnitte
der Umbördelung (13') aufweisen (siehe Figur 13).
[0037] Der Kartonagezuschnitt zur Bildung der oberen Trägerplatte (2) wird dann mit diesen
an den Laschenstücken (28) bereits angelegten Umbördelungen (13') auf die Öffnung
einer Matrize (36') aufgelegt, wobei der Öffnungsdurchmesser der Matrize größer als
der der Matrize (36) ist. Über den entsprechend breiter ausgebildeten Stempel (35')
lassen sich dann die vorstehenden Laschenstücke (28) über die konvex in die Öffnung
der Matrize (36') abfallende Formfläche (41) abbiegen, wobei zwischen dieser Formfläche
(41) und der konkav umlaufenden Formfläche (40) des Stempels (35') der umgewölbte
Rand der Umbördelung (12') erzeugt wird.
[0038] Da die Matrize (36') eine umlaufende Ausnehmung (37) unterhalb der Formfläche (41)
auffaßt, werden bei dieser zweiten Heißkartonformung die unteren Umbördelungen der
Laschenstücke (28) in diese Ausnehmung bei Anlage der oberen Umbördelung hineingedrückt.
[0039] In der Matrize (35) gemäß der Fig. 11 und dem dortigen Stempel (35) sind dabei entsprechende
konkave und konvexe Formflächen (38,39) angelegt.
[0040] Durch die Heizpatronen (26) werden dabei die Matrizen (35,35') und die Stempel (36,36')
auf geeignete Heiztemperaturen von zum Beispiel 200° C zur Heißkartonformung aufgeheizt.
Für die Laschenstücke (28) der oberen Umbördelung (12') sind dabei entsprechend der
vorgesehenen Breite des die Öffnung (5') umlaufenden Stegabschnittes in ihrer Länge
ausbildbar. Sie bilden insofern eine zusätzliche Führung und Halterung zu der unteren
Umbördelung (13'), welche als nach außen seitlich vorstehender Führungsabschnitt als
solche bereits ein Herausnehmen der mit einer größeren unteren Abmessung eingesteckten
Waren (10') ermöglicht.
[0041] Die Ausbildung der Trägerplatten (2,3) mit Öffnungen (47), welche zur Unterseite
des Trägers eine obere Umbördelung (12), einen sich dort anschließenden ebenfalls
umlaufenden Riller (49) und nach unten schräg vorstehende, als Haltelaschen dienende
Laschenstücke (48) aufweisen, ergibt sich dabei aus Figur 15 und 16. Gemäß Figur 15
wird dabei zunächst entsprechend der Kontur der einzubringenden Ware eine Öffnung
(21) in den Zuschnitt eingestanzt. Anschließend wird um diese Öffnung (21) der umlaufende
Riller (49) erzeugt. Während auf einen inneren Bereich (43) des umlaufenden Trägerplattenabschnittes
(42) die nach außen ganz oder teilweise sich auf die Kontur des Querschnittsmaß der
dort festzulegenden Ware verengende, zur Unterseite des Trägers abfallende Umbördelung
(12) angelegt wird, erfolgt die Anlage des Rillers am Ende des inneren Bereiches (43)
zur Öffnung (21) hin. Da die Haltelaschen bzw. Stützen (48) gemäß Figur 16 und 17
durch bis zu diesen umlaufenden Riller geführte Einschnitte (44,45) gebildet werden,
ergibt sich die Länge dieser Laschenstücke (48) aus der Differenz der Breite des umlaufenden
Trägerplattenabschnittes (42) und des inneren Bereiches (43), über welchen die eigentliche
Umbördelung angelegt wird. Die Einschnitte (44,45) sind dabei in Winkelabschnitten
(α) um die ausgestanzte Öffnung (21) derart zueinander versetzt angeordnet, daß nebeneinander
um diese im Zuschnitt der Trägerplatten (2,3) sich gemäß Figur 16 freie Laschenabschnitte
(46) erstrecken, welche im zusammengefalteten Zustand des Trägers senkrecht oder schräg
von der Trägerplatte (2,3) entsprechend der Wölbung der Umbördelung (12) zur Unterseite
des Trägers abgebogen stehen und dabei seitlich der Aufnahme bzw. Öffnung (47) als
federnde Laschenstücke (48) zu liegen kommen. Die Anlage eines derartigen Rillers
(49) ist dabei insbesondere bei einer Vollkartonage mit einer Gravatur von 350-450
g/m² von Vorteil. Bei einem derartigen Vollkartonagematerial tritt dabei keine wesentliche
Schwächung am umlaufenden Riller auf. Vielmehr werden durch diesen Riller lediglich
die Rückstellkräfte der Haltelaschen derart reduziert bzw. eliminiert, daß durch die
Haltelaschen keine Beschädigung der Waren eintritt. Im vorliegenden Beispiel beträgt
die Kartondicke "X"= ca. 0,5 mm bei 350 gr/m². Die Ausbildung des umlaufenden Trägerplattenabschnittes
an den ausgestanzten Öffnungsausschnitten erfolgt gemäß Figur 15, 16 und 17 somit
wie folgt:
Der Zuschnitt wird in der entsprechenden Größe und den Konturen der in der jeweiligen
Aufnahmeöffnung aufzunehmenden Ware mit einem offenen Riller (49) versehen, es werden
dabei in dem umlaufenden Trägerplattenabschnitt Einschnitte (44,45) angelegt, welche
von der ausgestanzten Öffnung bis zum umlaufenden Riller (49) sich erstrecken. Die
ausgestanzten Öffnungen (21) sind dabei in einem gewissen Verhältnis zur späteren
Umbördelung (12) des an der Öffnung umlaufenden Trägerplattenabschnittes ausgebildet.
Die Ausbildung der Riller erfolgt dabei in Abhängigkeit von der vorgesehenen Umbördelung
(12), also in Abhängigkeit von den dort gegebenene Bördelradien, wobei ein bestimmtes
Verhältnis der Rillerbreite zum Bördelradius einzuhalten ist. Durch die Anlage des
Rillers (49) wird dabei erreicht, daß
a) die Kartonfasern vor Durchführung der Umbördelung vorgebrochen sind,
b) daß beim Bördelvorgang zunächst die Laschenabschnitte (46) als Stützen gemäß Figur
15, 16 umgelegt werden (ca. 80o), wobei die dann als Laschenstücke (48) umgebogenen freien Laschenabschnitte (46)
später nach erfolgter Umbördelung besser senkrecht nach unten stehen, und
c) daß die Rückstellkraft dieser Laschenstücke (48) bzw. als Stützen dienende Federbeinchen
durch den Riller erheblich verringert wird.
[0042] Durch eine derartige Ausbildung der Laschenstücke (48) kann dabei erreicht werden,
daß eine Klemmung von z.B. in den Träger verpackten Pralinen nicht erfolgt. Eine derartige
Klemmung wäre nämlich für diese nach der Verpackung schädlich bzw. bei der Entnahme
der Pralinen aus dem Träger hinderlich.
1. Sammelpackung in Form eines nach oben offenen Trägers aus Karton, Wellpappe oder dergleichen
für eine Vielzahl von nebeneinander in Abstand anzuordnender Waren wie Behälter, Hohlkörper,
Pralinen und dergleichen, insbesondere zur Bildung einer Präsentationsschachtel mit
auf dem Träger aufzubringenden Deckel, wobei der Träger aus einer oberen Trägerplatte
aus einem ersten Zuschnitt und einem Schachtelteil mit unterer Trägerplatte und/oder
Bodenteil besteht, welches entweder aus einem zweiten Zuschnitt oder zusätzlich aus
dem ersten Zuschnitt gebildet ist,
wobei zumindest in der Oberfläche der oberen Trägerplatte Öffnungen zur Aufnahme der
einzelnen Waren in einer Größe und Form entsprechend dem dortigen Querschnitt der
Waren angelegt sind und wobei die obere Trägerplatte und das untere Schachtelteil
mittels an Falzlinien abgebogener Seitenwände, Laschen oder dergleichen miteinander
verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme einzelner Waren (10,10') mit in der Ebene der Trägerplatte(n) oder
unterhalb davon gegebener unregelmäßiger Querschnittskontur und/oder mit druckempfindlicher
Wandung oder Folien-Ummantelung aus der unteren und/oder oberen Trägerplatte (2,3)
ausgestanzte Öffnungen (21) mit einem Öffnungsrand (11,11') versehen sind, welcher
aus einen ganz oder teilweise umlaufenden Abschnitt (42) der Trägerplatte (2, 3) mit
einer nach innen in den Träger (1) abfallenden und sich bis auf einen vorgegebenen
minimalen Öffnungsquerschnitt entsprechend dem dortigen Querschnitt der Ware (10,10')
verengenden oberen Umbördelung (12,12') gebildet ist und durch eine anschließende
untere Umbördelung (13,13') dieses Abschnittes (42) und/oder durch stattdessen unterhalb
der oberen Umbördelung (12, 12') anschließende oder durch zusätzlich zwischen der
oberen und unteren Umbördelung (12, 12', 13, 13') angelegte Laschenstücke (28, 48)
in Abstand unterhalb der oberen und/oder unteren Trägerplatte (2, 3) derart fortgeführt
und/oder seitlich radial nach außen oder innen abgebogen oder abgefalzt ist, so daß
unter Bildung eines seitlich vorstehenden Führungsabschnittes für den herauszunehmenden
Abschnitt der eingesteckten Ware (10,10') der Öffnungsquerschnitt sich dabei nach
außen geeignet weitet.
2. Sammelpackung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschnitte zur Bildung der Trägerplatten (2,3) aus einem Vollkarton in einer
Dicke von 0,3 - 0,7 mm oder einer Microwellpappe mit einer Dicke von 1,2 - 1,8 mm
hergestellt sind.
3. Sammelpackung nach Patentanspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Nenndurchmesser der ausgestanzten Öffnungen (21) etwa vier bis fünfzehn Millimeter
kleiner als der Öffnungsquerschnitt nach Umbördelung gewählt ist.
4. Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umbördelungen (12,13; 12',13') der Öffnungen (21) jeweils in zusammenhängender
umlaufender Form ausgebildet oder durch Einschnitte und/oder Auslassungen (27,29)
unterbrochen sind.
5. Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Teil der Öffnungen (6,7) mit seitlichen abgebogenen, umbördelten
oder an Falzlinien abgewinkelten Haltelaschen (14,15,16) ausgebildet ist.
6. Sammelpackung nach Patentanspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Haltelaschen (14,15,16) der Trägerplatte (2) aus einer seitlichen
Trägerwandung (17) und einem zusätzlich zum Bodenteil angelegten Trägerbodenabschnitt
(18) gebildet sind.
7. Sammelpackung nach Patentanspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Haltelaschen (14,15,16) im Bereich der anzulegenden Öffnung (6,7)
durch in dem Öffnungsquerschnitt verlaufende Aus- oder Einstanzungen (19,20) des dortigen
Zuschnittmaterials getrennt und einstückig mit diesem ausgebildet sind.
8. Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß in die obere und/oder untere Umbördelung (12',13') des dortigen Öffnungsrandes
(11') Einschnitte oder Ausschnitte (27,29) in einer derartigen Länge angelegt sind,
daß nach unten sich verbreiternde Gegenstände in somit gebildete Öffnungen (5') einsteckbar
sind.
9. Sammelpackung nach Patentanspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte und/oder Ausschnitte (27,29) in den Umbördelungen (12',13') über
den Öffnungsrand (11) in den dort angrenzenden seitlichen Teil der oberen Trägerplatte
(2) fortgeführt sind.
10. Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Trägers mit einer Beschichtung versehen bzw. durchdrungen hergestellt
ist, die das Eindringen von Kakaobutter, Fetten oder dgl. verhindert.
11. Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1 - 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
in einem um eine der ausgestanzten, zu umbördelnden Öffnungen (21) verlaufenden inneren
Bereich (43) des Abschnittes (42) der Trägerplatte (2, 3) die nach außen ganz oder
teilweise sich auf die Kontur und das Querschnittsmaß des dort festzulegenden Abschnittes
der Ware verengende, zur Unterseite des Trägers (1) abfallende Umbördelung (12) und
in dem zwischen dieser und der ausgestanzten Öffnung (21) angrenzenden äußeren Bereich
des umlaufenden Abschnitts (42) der Trägerplatte(2) im wesentlichen in radialer Richtung
verlaufende Einschnitte (44, 45) angelegt sind,
wobei diese Einschnitte (44, 45) in Winkelabschnitten (α) um die Öffnung (21) derart
zueinander versetzt angeordnet sind, daß nebeneinander um diese im Zuschnitt der Trägerplatten
(2, 3) von der Umbördelung (12) sich freie Laschenabschnitte (46) erstrecken, welche
im zusammengefalteten Zustand des Trägers (1) senkrecht oder schräg von der Trägerplatte
(2, 3) entsprechend der Wölbung der Umbördelung (12) zur Unterseite des Trägers (1)
abgebogen stehen und dabei seitlich der Aufnahme (47) als federnde Laschenstücke (48)
zu liegen kommen.
12. Sammelpackung nach einem der Ansprüche 1 - 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Bildung gleichmäßig vorstehender Laschenstücke (28, 48) zwischen diesen und der
oberen und/oder unteren Umbördelung (12, 12', 13, 13') der Öffnungsränder (11, 11')
im Bereich der Öffnungen (21) zusätzlich jeweils mindestens ein in das Zuschnittmaterial
eingepreßter umlaufender, im Querschnitt sickenförmig in die Kartonage oder Pappe
gewölbter Riller (49) angelegt ist.
13. Verfahren zur Bildung einer Sammelpackung nach einem der Patentansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die doppelten Umbördelungen der Öffnungsränder durch zwei Heißkartonformungen
gebildet werden, wobeiin einem ersten Arbeitsgang zunächst die oberen nach innen in
den Träger abfallenden und sich im Öffnungsquerschnitt verengenden Umbördelungen durch
Heißkartonformung der Ränder der ausgestanzten Öffnungen gebildet werden und in einem
zweiten Arbeitsgang durch eine weitere Heißkartonformung die unter Weitung des Öffnungsquerschnittes
sich anschließenden unteren Umbördelungen der Öffnungsränder oder daß die oberen und unteren Umbördelungen in umgekehrter Reihenfolge gebildet werden.
14. Verfahren nach vorhergehendem Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem ersten Arbeitsgang der Kartonagezuschnitt mit seiner jeweils ausgestanzten
Öffnung auf eine gegenüber diesem Öffnungsquerschnitt vergrößerte Öffnung einer ersten
Matrize mit einer konvex abfallenden, seitlich umlaufenden unteren Formfläche am Öffnungsrand
aufgelegt wird und von oben in die Öffnung des Kartonagenzuschnittes und der Matrize
ein Stempelwerkzeug mit von unten nach oben sich vom Nenndurchmesser der ausgestanzten
Öffnung des Kartonage-Zuschnittes auf den Nenndurchmesser der Öffnung der Matrize
verbreiternden Stempel mit einer konkaven oberen Formfläche zur Bildung des oberen
Umbördelungsrandes geführt wird, wobei sowohl die Matrize als auch deren Stempel auf
Temperaturen zur Heißkartonformung aufgeheißt sind und der Kartonage-Zuschnitt eine
dazu ausreichende Restfeuchtigkeit besitzt, und wobei im zweiten Arbeitsgang in diese Umbördelungsöffnung ein zweiter Stempel mit
einer konkaven unteren umlaufenden breiteren Formfläche zur Bildung einer anschließenden
nach außen geführten unteren Umbördelung in umgekehrter Richtung in den nunmehr mit
seiner Oberfläche vor der Öffnung einer zweiten Matrize auf liegenden und dort mit
den freistehenden Umbördelungsrändern nach außen zum Stempel abstehenden Kartonage-Zuschnitt
gefahren wird, wobei die Öffnung dieser Matrize mit einer konkaven oberen nach innen
abfallenden umlaufenden Formfläche zum Hintergreifen des oberen Umbördelungsrandes
der oberen Umbördelung ausgebildet ist. (Fig. 6-9)
15. Verfahren zur Bildung einer Sammelpackung nach Patentanspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
unter doppelter Umbördelung von Öffnungsrändern durch Heißkartonformung, welche jeweils
in einem äußeren umlaufenden geschlossenen Stegabschnitt der Öffnungen des Kartonzuschnittes
oder in einem durch Anlage von Einschnitten und/oder Auslassungen getrennte Laschenstücke
aufweisende Stegabschnitt anzulegen sind, in dem ersten Arbeitsgang der Kartonagezuschnitt
mit seiner jeweils ausgestanzten Öffnung auf eine gegenüber diesem Öffnungsquerschnitt
vergrößerte Öffnung einer ersten Matrize mit einer konvex abfallenden, seitlich umlaufenden
unteren Formfläche am Öffnungsrand aufgelegt wird und von oben in die Öffnung des
Kartonagezuschnittes und der Matritze ein Stempelwerkzeug mit von unten nach oben
sich vom Nenndurchmesser der ausgestanzten Öffnung des Kartonage-Zuschnittes auf den
Nenndurchmesser der Öffnung der Matrize verbreiternden Stempel mit einer konkaven
oberen Formfläche zur Bildung des unteren Umbördelungsrandes geführt wird und wobei
sowohl die Matrize als auch deren Stempel auf Temperaturen zur Heißkartonformung aufgeheizt
sind und dabei der Kartonage-Zuschnitt eine dazu ausreichende Restfeuchtigkeit besitzt,
und wobei im zweiten Arbeitsgang zur Bildung der unmittelbar anschließenden oder über
Laschenabschnitte von der unteren Umbördelung beabstandeten oberen Umbördelung, in
die derart angelegte erste Umbördelungsöffnung ein zweiter Stempel mit einer konkaven
oberen umlaufenden breiteren Formfläche zur Bildung des Umbördelungsrandes der oberen
Umbördelung wiederum von oben in die bereits umbördelte Öffnung geführt wird, wobei
diese auf eine gegenüber ihrem Öffnungsquerschnitt vergrößerteÖffnung einer zweiten
Matrize mit einer konvex abfallenden seitlich umlaufenden unteren Formfläche am Öffnungsrand
zur Bildung des oberen Umbördelungsrandes aufgelegt wird und der Stempel sich in seiner
Außenabmessung von der vorgesehenen Abmessung der ersten Umbördelungsöffnung auf die
Abmessung der anzulegenden oberen Umbördelungsöffnung verbreitert, wobei in der Öffnungswandung
der zweiten Matrize unterhalb deren konvex abfallenden Formfläche eine seitlich umlaufende
Ausnehmung angelegt ist, in welche der im ersten Arbeitsgang angelegte untere Umbördelungsrand
seitlich bei der Ausbildung der oberen Umbördelung eingebogen wird. (Fig. 10-11)