(19)
(11) EP 0 586 958 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.03.1994  Patentblatt  1994/11

(21) Anmeldenummer: 93113461.3

(22) Anmeldetag:  24.08.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B41F 7/24, B41F 7/32
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 02.09.1992 DE 4229311

(71) Anmelder: Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft
D-69115 Heidelberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Junghans, Rudi
    D-69259 Wilhelmsfeld (DE)

(74) Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al
c/o Heidelberger Druckmaschinen AG Kurfürsten-Anlage 52-60
D-69115 Heidelberg
D-69115 Heidelberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers bei einer Druckmaschine mit mindestens einem Druckwerk 1.
    Um das Feuchtwasser von Verunreinigungen, wie Farbpartikeln und Papierfasern, zu reinigen, ist eine Vorfiltereinrichtung vorgesehen, die jedem Druckwerk 1 einer Druckmaschine zugeordnet ist.
    Erfingungsgemäß ist ein Vorfiltergehäuse 7 vorgesehen, in dem ein Vorfilter 6 angeordnet ist, und daß das Vorfiltergehäuse 7 in das Druckwerk 1 der Druckmaschine integriert ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers bei einer Druckmaschine mit mindestens einem Druckwerk.

    [0002] Um das Feuchtwasser von Verunreinigungen, wie Farbpartikeln und Papierfasern, zu reinigen, ist eine Vorfiltereinrichtung vorgesehen, die jedem Druckwerk einer Druckmaschine zugeordnet ist. Diese Vorfiltereinrichtung ist in einem separaten Gehäuse angeordnet, das üblicherweise außerhalb der Druckmaschine angeordnet ist. Derartige separate Apparaturen hinterlassen nicht nur optisch einen negativen Eindruck, sondern behindern darüber hinaus auch das Arbeiten an der Druckmaschine.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung vorzuschlagen, die diese Nachteile des Standes der Technik vermeidet.

    [0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Vorfiltergehäuse vorgesehen ist, in dem ein Vorfilter angeordnet ist, und daß das Vorfiltergehäuse in das Druckwerk der Druckmaschine integriert ist.

    [0005] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung sieht vor, daß zumindest ein Teil einer Gehäusewand des Vorfiltergehäuses als Tür ausgebildet ist. Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung, daß diese Tür gleichzeitig die Tür an der Bedienungsseite des Druckwerks ist. Durch diese Konstruktion wird erreicht, daß der Vorfilter von beispielsweise der Bedienungsseite her problemlos zugänglich ist. Ein Wechseln der Filtermatten ist leicht möglich.

    [0006] Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen, daß der Rahmen des Vorfiltergehäuses mit elastischem Dichtungsmaterial versehen ist. Beispielsweise handelt es sich bei diesem Dichtungsmaterial um Schaumstoff.

    [0007] Zusätzlich sind gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung in dem Rahmen der Tür Stege eingeschweißt, die sich beim Schließen der Tür in das Dichtungsmaterial eindrücken. Durch diese Maßnahmen wird eine Isolation der wasserführenden Bereiche sichergestellt; Korrosion infolge von Verdampfen von Feuchtmittel oder von Verdunsten von Feuchtmittelzusätzen wird verhindert.

    [0008] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß sich unter dem Filtergehäuse, in dem der Vorfilter angeordnet ist, ein Auffangbehälter für das Feuchtwasser befindet. Dieser Auffangbehälter ist so dimensioniert, daß sich bei Abstellen der Druckmaschine das Feuchtwasser hier sammelt.

    [0009] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung sieht Kanäle vor, in denen die Schläuche zur Rückleitung des Feuchtwassers von einem Feuchtwerk zum Vorfiltergehäuse verlaufen. Durch die Führung der Schläuche in den Kanälen behindern die Schläuche keine weiteren Stellemente des Druckwerkes. Weiterhin sind die Kanäle so konstruiert, daß bei der Schlauchführung keine kurzen Bögen oder Knicke auftreten. Da es bevorzugt an Knickstellen zu Ablagerungen kommt, läßt sich durch die glatte Schlauchführung eine Verschmutzung - und im Extremfall ein Zusetzen der Schläuche - weitgehend vermeiden.

    [0010] In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung wird vorgeschlagen, daß die Oberseite des Vorfiltergehäuses als Wanne ausgebildet ist. Diese Wanne dient zum Auffangen von öl. Diese Kombination von Auffangwanne und Vorfiltergehäuse ist besonders einfach und kostengünstig.

    [0011] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß eine Leitung das Feuchtwasser von den Vorfiltern in den Druckwerken zu einem Hauptfilter führt. Ein derartiger Hauptfilter ist beispielsweise aus dem Gebrauchsmuster DE-U1 91 01 888 bekannt geworden.

    [0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß in dem Vorfilter eine Vorrichtung zur Anzeige des Feuchtmittelpegels angeordnet ist. Beispielsweise wird der Feuchtmittelpegel mittels eines Schwimmschalters kontrolliert. Üblicherweise ist ein Ansteigen des Feuchtmittelpegels ein Anzeichen dafür, daß der Filter infolge von Verunreinigungen zugesetzt ist und daß es im Bereich des Vorfilters zu einem Feuchtmittelstau kommt. Da überströmendes Feuchtmittel kurzzeitig auch vom Hauptfilter gereinigt werden kann, genügt es, wenn der Schwimmschalter eine Warnanzeige aktiviert. Da der Hauptfilter kurzzeitig die Aufgabe des Vorfilters übernehmen kann, kann das Austauschen der Filtermatten während des Betriebes der Druckmaschine erfolgen.

    [0013] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert.
    Es zeigt:
    Fig. 1
    einen Schnitt durch ein Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Vorfiltern,
    Fig. 2
    einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vorfiltern und
    Fig. 3
    einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vorfiltern.


    [0014] In Fig. 1 ist ein Schnitt durch ein Druckwerk 1 einer nicht gesondert dargestellten Rollenrotationsdruckmaschine dargestellt. In dieses Druckwerk 1 ist die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers integriert.

    [0015] Den Druckzylindern 17 ist ein oberes Feuchtwerk 2 bzw. ein unteres Feuchtwerk 3 zugeordnet. Der Rücklauf des Feuchtwassers von den Feuchtwerken 2, 3 erfolgt über Schläuche 4, die In Kanälen 5 geführt werden. Über die Schläuche 4 gelangt das zu reinigende Feuchtwasser in einen Vorfilter 6, in dem Filtermatten 8 angeordnet sind. Der Vorfilter 6 ist in dem Filtergehäuse 7 angeordnet. Dieses Filtergehäuse wird durch eine Tür 12 an der Bedienungsseite des Druckwerkes 1 abgeschlossen.

    [0016] Unterhalb des Vorfilters 6 befindet sich ein Auffangbehälter 9, der zumindest so dimensioniert ist, daß er das aus den Feuchtwerken 2, 3 und dem Vorfilter 6 abfließende Feuchtwasser bei Maschinenstop aufnehmen kann. Über eine Sammelleitung 10 steht der Auffangbehälter 9 mit dem Hauptfilter 19 in Verbindung.

    [0017] In dem Vorfilter 6 ist ein Pegelanzeiger 20, beispielsweise ein Schwimmschalter, angeordnet, der bei überschreiten eines gewissen Pegelstandes eine Warnanzeige aktiviert.

    [0018] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwasser. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist im unteren Bereich des Druckwerkes 1 angeordnet. Das Feuchtwasser wird von dem oberen bzw. unteren Feuchtwerk 2, 3 über Schläuche 4 in den Vorfilter 6 geleitet. Diese Schläuche 4 sind in Kanälen 5 geführt.

    [0019] Der Vorfilter 6, in dem die Filtermatten 8 angeordnet sind, befindet sich in dem Filtergehäuse 7. Unterhalb des Vorfilters 6 befindet sich der Auffangbehälter 9. Von diesem Auffangbehälter 9 wird das Feuchtmittel über eine Leitung 10 zum nicht dargestellten Hauptfilter 19 geleitet.

    [0020] Das Vorfiltergehäuse 7 wird durch eine Tür 12 abgeschlossen. Diese Tür 12 ist gleichzeitig die Tür an der Bedienungsseite des Druckwerkes 1. Der Rahmen des Vorfiltergehäuses 7, der zur Aufnahme der Tür 12 dient, ist mit elastischem Dichtungsmaterial 13 versehen. Bei diesem elastischen Dichtungsmaterial 13 handelt es sich beispielsweise um Schaumstoff. Um einen Abschluß der feuchtmittelführenden Bereiche zu erzielen, sind zusätzlich am Rahmen der Tür Stege vorgesehen, die sich beim Schließen der Tür in das Dichtungsmaterial eindrücken. Hierdurch wird eine wirkungsvolle Abdichtung der feuchtmittelführenden Bereiche erzielt. Durch öffnen der Tür 12 von der Bedienerseite her wird der Vorfilter 6 problemlos zugänglich, was beispielsweise das Wechseln der Filtermatten 8 wesentlich erleichtert.

    [0021] Vorteilhafterweise ist die Oberseite 15 des Vorfiltergehäuses 7 als Wanne 18 ausgebildet. Damit ist die Oberseite 15 des Vorfiltergehäuses 7 gleichzeitig dazu geeignet, aus Lagerungen austretendes öl der Zentralschmierung aufzufangen. Da die Oberseite 15 des Vorfiltergehäuses 7 somit eine Doppelfunktion erfüllt, ist diese Ausbildung besonders kostengünstig. Über einen Ablaufstutzen 16 wird das öl von der Wanne 17 abgeführt.

    [0022] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers. Im oberen Bereich des Filtergehäuses 7 ist der Vorfilter 6 angeordnet; im unteren Bereich befindet sich der Auffangbehälter 9. Über Dichtungsmaterial 13 und in dieses Dichtungsmaterial eingreifende Stege 14, die sich an der Innenseite der Tür 12 befinden, wird eine Abschottung der feuchtmittelführenden Bereiche erzielt.

    [0023] Die feuchtmittelführenden Schläuche 4 sind durch die Seitenwand 11 des Druckwerkes 1 und danach durch Kanäle 5 geführt, so daß sie keine Stellelemente des Druckwerkes 1 behindern.

    [0024] Bei der Konstruktion der Kanäle 5 ist darauf geachtet worden, daß die Schlauchführung möglichst ohne kurze Bögen und Knicke erfolgt, wodurch einer Verschmutzung - und eventuell einer Verstopfung der Schläuche - vorgebeugt wird.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0025] 
    1
    Druckwerk
    2
    oberes Feuchtwerk
    3
    unteres Feuchtwerk
    4
    Verbindungsschlauch
    5
    Kanal
    6
    Vorfilter
    7
    Vorfiltergehäuse
    8
    Filtermatten
    9
    Auffangbehälter
    10
    Sammelleitung
    11
    Seitenwand
    12
    Tür
    13
    Dichtungsmaterial
    14
    Steg
    15
    Oberseite des Vorfiltergehäuses
    16
    Ablaufstutzen
    17
    Druckzylinder
    18
    Wanne
    19
    Hauptfilter
    20
    Pegelanzeiger
    21
    Tür an der Bedienungsseite



    Ansprüche

    1. Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwasser bei einer Druckmaschine mit mindestens einem Druckwerk,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein Vorfiltergehäuse (7) vorgesehen ist, in dem ein Vorfilter (6) angeordnet ist, und
    daß das Vorfiltergehäuse (7) in das Druckwerk (1) der Druckmaschine integriert ist.
     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zumindest ein Teil einer Seitenwand des Vorfiltergehäuses (7) als Tür (12) ausgebildet ist.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Tür (12) gleichzeitig die Tür (21) an der Bedienungsseite des Druckwerkes (1) ist.
     
    4. Einrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Rahmen des Vorfiltergehäuses (7) zur Aufnahme der Tür (12) mit elastischem Dichtungsmaterial (13) versehen ist.
     
    5. Einrichtung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß am Rahmen der Tür (12) Stege (14) angebracht sind, die sich beim Schließen der Tür (12) in das elastische Dichtungsmaterial (13) eindrücken.
     
    6. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß sich unter dem Vorfiltergehäuse (7), in dem der Vorfilter (6) angeordnet ist, ein Auffangbehälter (9) für das Feuchtwasser befindet.
     
    7. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß Kanäle (5) vorgesehen sind, in denen Schläuche (4) zur Rückleitung des Feuchtwassers von einem Feuchtwerk (2, 3) zum Vorfiltergehäuse (7) verlaufen.
     
    8. Einrichtung nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Schläuche (4) durch die Seitenwand (11)des Druckwerkes (1) geführt sind.
     
    9. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Oberseite (15) des Vorfiltergehäuses (7) als Wanne (18) ausgebildet ist.
     
    10. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß eine Sammelleitung (10) vorgesehen ist, über die das Feuchtwasser von den Vorfiltern (6) zu einem Hauptfilter (19) geleitet wird.
     
    11. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in dem Vorfiltergehäuse (7) ein Pegelanzeiger (20) angeordnet ist.
     




    Zeichnung