[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers bei einer
Druckmaschine mit mindestens einem Druckwerk.
[0002] Um das Feuchtwasser von Verunreinigungen, wie Farbpartikeln und Papierfasern, zu
reinigen, ist eine Vorfiltereinrichtung vorgesehen, die jedem Druckwerk einer Druckmaschine
zugeordnet ist. Diese Vorfiltereinrichtung ist in einem separaten Gehäuse angeordnet,
das üblicherweise außerhalb der Druckmaschine angeordnet ist. Derartige separate Apparaturen
hinterlassen nicht nur optisch einen negativen Eindruck, sondern behindern darüber
hinaus auch das Arbeiten an der Druckmaschine.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung vorzuschlagen, die diese
Nachteile des Standes der Technik vermeidet.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Vorfiltergehäuse vorgesehen ist, in dem
ein Vorfilter angeordnet ist, und daß das Vorfiltergehäuse in das Druckwerk der Druckmaschine
integriert ist.
[0005] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung sieht vor, daß zumindest ein
Teil einer Gehäusewand des Vorfiltergehäuses als Tür ausgebildet ist. Besonders vorteilhaft
ist die Ausbildung, daß diese Tür gleichzeitig die Tür an der Bedienungsseite des
Druckwerks ist. Durch diese Konstruktion wird erreicht, daß der Vorfilter von beispielsweise
der Bedienungsseite her problemlos zugänglich ist. Ein Wechseln der Filtermatten ist
leicht möglich.
[0006] Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen,
daß der Rahmen des Vorfiltergehäuses mit elastischem Dichtungsmaterial versehen ist.
Beispielsweise handelt es sich bei diesem Dichtungsmaterial um Schaumstoff.
[0007] Zusätzlich sind gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung in dem
Rahmen der Tür Stege eingeschweißt, die sich beim Schließen der Tür in das Dichtungsmaterial
eindrücken. Durch diese Maßnahmen wird eine Isolation der wasserführenden Bereiche
sichergestellt; Korrosion infolge von Verdampfen von Feuchtmittel oder von Verdunsten
von Feuchtmittelzusätzen wird verhindert.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen,
daß sich unter dem Filtergehäuse, in dem der Vorfilter angeordnet ist, ein Auffangbehälter
für das Feuchtwasser befindet. Dieser Auffangbehälter ist so dimensioniert, daß sich
bei Abstellen der Druckmaschine das Feuchtwasser hier sammelt.
[0009] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung sieht Kanäle vor, in denen die
Schläuche zur Rückleitung des Feuchtwassers von einem Feuchtwerk zum Vorfiltergehäuse
verlaufen. Durch die Führung der Schläuche in den Kanälen behindern die Schläuche
keine weiteren Stellemente des Druckwerkes. Weiterhin sind die Kanäle so konstruiert,
daß bei der Schlauchführung keine kurzen Bögen oder Knicke auftreten. Da es bevorzugt
an Knickstellen zu Ablagerungen kommt, läßt sich durch die glatte Schlauchführung
eine Verschmutzung - und im Extremfall ein Zusetzen der Schläuche - weitgehend vermeiden.
[0010] In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung wird vorgeschlagen, daß
die Oberseite des Vorfiltergehäuses als Wanne ausgebildet ist. Diese Wanne dient zum
Auffangen von öl. Diese Kombination von Auffangwanne und Vorfiltergehäuse ist besonders
einfach und kostengünstig.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß eine
Leitung das Feuchtwasser von den Vorfiltern in den Druckwerken zu einem Hauptfilter
führt. Ein derartiger Hauptfilter ist beispielsweise aus dem Gebrauchsmuster DE-U1
91 01 888 bekannt geworden.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen,
daß in dem Vorfilter eine Vorrichtung zur Anzeige des Feuchtmittelpegels angeordnet
ist. Beispielsweise wird der Feuchtmittelpegel mittels eines Schwimmschalters kontrolliert.
Üblicherweise ist ein Ansteigen des Feuchtmittelpegels ein Anzeichen dafür, daß der
Filter infolge von Verunreinigungen zugesetzt ist und daß es im Bereich des Vorfilters
zu einem Feuchtmittelstau kommt. Da überströmendes Feuchtmittel kurzzeitig auch vom
Hauptfilter gereinigt werden kann, genügt es, wenn der Schwimmschalter eine Warnanzeige
aktiviert. Da der Hauptfilter kurzzeitig die Aufgabe des Vorfilters übernehmen kann,
kann das Austauschen der Filtermatten während des Betriebes der Druckmaschine erfolgen.
[0013] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Vorfiltern,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vorfiltern und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vorfiltern.
[0014] In Fig. 1 ist ein Schnitt durch ein Druckwerk 1 einer nicht gesondert dargestellten
Rollenrotationsdruckmaschine dargestellt. In dieses Druckwerk 1 ist die erfindungsgemäße
Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwassers integriert.
[0015] Den Druckzylindern 17 ist ein oberes Feuchtwerk 2 bzw. ein unteres Feuchtwerk 3 zugeordnet.
Der Rücklauf des Feuchtwassers von den Feuchtwerken 2, 3 erfolgt über Schläuche 4,
die In Kanälen 5 geführt werden. Über die Schläuche 4 gelangt das zu reinigende Feuchtwasser
in einen Vorfilter 6, in dem Filtermatten 8 angeordnet sind. Der Vorfilter 6 ist in
dem Filtergehäuse 7 angeordnet. Dieses Filtergehäuse wird durch eine Tür 12 an der
Bedienungsseite des Druckwerkes 1 abgeschlossen.
[0016] Unterhalb des Vorfilters 6 befindet sich ein Auffangbehälter 9, der zumindest so
dimensioniert ist, daß er das aus den Feuchtwerken 2, 3 und dem Vorfilter 6 abfließende
Feuchtwasser bei Maschinenstop aufnehmen kann. Über eine Sammelleitung 10 steht der
Auffangbehälter 9 mit dem Hauptfilter 19 in Verbindung.
[0017] In dem Vorfilter 6 ist ein Pegelanzeiger 20, beispielsweise ein Schwimmschalter,
angeordnet, der bei überschreiten eines gewissen Pegelstandes eine Warnanzeige aktiviert.
[0018] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Vorfiltern
des Feuchtwasser. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist im unteren Bereich des Druckwerkes
1 angeordnet. Das Feuchtwasser wird von dem oberen bzw. unteren Feuchtwerk 2, 3 über
Schläuche 4 in den Vorfilter 6 geleitet. Diese Schläuche 4 sind in Kanälen 5 geführt.
[0019] Der Vorfilter 6, in dem die Filtermatten 8 angeordnet sind, befindet sich in dem
Filtergehäuse 7. Unterhalb des Vorfilters 6 befindet sich der Auffangbehälter 9. Von
diesem Auffangbehälter 9 wird das Feuchtmittel über eine Leitung 10 zum nicht dargestellten
Hauptfilter 19 geleitet.
[0020] Das Vorfiltergehäuse 7 wird durch eine Tür 12 abgeschlossen. Diese Tür 12 ist gleichzeitig
die Tür an der Bedienungsseite des Druckwerkes 1. Der Rahmen des Vorfiltergehäuses
7, der zur Aufnahme der Tür 12 dient, ist mit elastischem Dichtungsmaterial 13 versehen.
Bei diesem elastischen Dichtungsmaterial 13 handelt es sich beispielsweise um Schaumstoff.
Um einen Abschluß der feuchtmittelführenden Bereiche zu erzielen, sind zusätzlich
am Rahmen der Tür Stege vorgesehen, die sich beim Schließen der Tür in das Dichtungsmaterial
eindrücken. Hierdurch wird eine wirkungsvolle Abdichtung der feuchtmittelführenden
Bereiche erzielt. Durch öffnen der Tür 12 von der Bedienerseite her wird der Vorfilter
6 problemlos zugänglich, was beispielsweise das Wechseln der Filtermatten 8 wesentlich
erleichtert.
[0021] Vorteilhafterweise ist die Oberseite 15 des Vorfiltergehäuses 7 als Wanne 18 ausgebildet.
Damit ist die Oberseite 15 des Vorfiltergehäuses 7 gleichzeitig dazu geeignet, aus
Lagerungen austretendes öl der Zentralschmierung aufzufangen. Da die Oberseite 15
des Vorfiltergehäuses 7 somit eine Doppelfunktion erfüllt, ist diese Ausbildung besonders
kostengünstig. Über einen Ablaufstutzen 16 wird das öl von der Wanne 17 abgeführt.
[0022] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vorfiltern
des Feuchtwassers. Im oberen Bereich des Filtergehäuses 7 ist der Vorfilter 6 angeordnet;
im unteren Bereich befindet sich der Auffangbehälter 9. Über Dichtungsmaterial 13
und in dieses Dichtungsmaterial eingreifende Stege 14, die sich an der Innenseite
der Tür 12 befinden, wird eine Abschottung der feuchtmittelführenden Bereiche erzielt.
[0023] Die feuchtmittelführenden Schläuche 4 sind durch die Seitenwand 11 des Druckwerkes
1 und danach durch Kanäle 5 geführt, so daß sie keine Stellelemente des Druckwerkes
1 behindern.
[0024] Bei der Konstruktion der Kanäle 5 ist darauf geachtet worden, daß die Schlauchführung
möglichst ohne kurze Bögen und Knicke erfolgt, wodurch einer Verschmutzung - und eventuell
einer Verstopfung der Schläuche - vorgebeugt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0025]
- 1
- Druckwerk
- 2
- oberes Feuchtwerk
- 3
- unteres Feuchtwerk
- 4
- Verbindungsschlauch
- 5
- Kanal
- 6
- Vorfilter
- 7
- Vorfiltergehäuse
- 8
- Filtermatten
- 9
- Auffangbehälter
- 10
- Sammelleitung
- 11
- Seitenwand
- 12
- Tür
- 13
- Dichtungsmaterial
- 14
- Steg
- 15
- Oberseite des Vorfiltergehäuses
- 16
- Ablaufstutzen
- 17
- Druckzylinder
- 18
- Wanne
- 19
- Hauptfilter
- 20
- Pegelanzeiger
- 21
- Tür an der Bedienungsseite
1. Einrichtung zum Vorfiltern des Feuchtwasser bei einer Druckmaschine mit mindestens
einem Druckwerk,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Vorfiltergehäuse (7) vorgesehen ist, in dem ein Vorfilter (6) angeordnet ist,
und
daß das Vorfiltergehäuse (7) in das Druckwerk (1) der Druckmaschine integriert ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil einer Seitenwand des Vorfiltergehäuses (7) als Tür (12) ausgebildet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tür (12) gleichzeitig die Tür (21) an der Bedienungsseite des Druckwerkes
(1) ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen des Vorfiltergehäuses (7) zur Aufnahme der Tür (12) mit elastischem
Dichtungsmaterial (13) versehen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Rahmen der Tür (12) Stege (14) angebracht sind, die sich beim Schließen der
Tür (12) in das elastische Dichtungsmaterial (13) eindrücken.
6. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich unter dem Vorfiltergehäuse (7), in dem der Vorfilter (6) angeordnet ist,
ein Auffangbehälter (9) für das Feuchtwasser befindet.
7. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Kanäle (5) vorgesehen sind, in denen Schläuche (4) zur Rückleitung des Feuchtwassers
von einem Feuchtwerk (2, 3) zum Vorfiltergehäuse (7) verlaufen.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schläuche (4) durch die Seitenwand (11)des Druckwerkes (1) geführt sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite (15) des Vorfiltergehäuses (7) als Wanne (18) ausgebildet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Sammelleitung (10) vorgesehen ist, über die das Feuchtwasser von den Vorfiltern
(6) zu einem Hauptfilter (19) geleitet wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Vorfiltergehäuse (7) ein Pegelanzeiger (20) angeordnet ist.