Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Warenpräsentationssystem nach der Gattung des Anspruchs
1. Bekannt sind bisher in Verkaufsgeschäften aufgestellte Lochwände zum Präsentieren
der Ware. Entsprechend der Größe der darzubietenden Produkte bzw. deren Verpackungen
sind Haken variabel in die Löcher der Lochwände einsetzbar. Eine Umordnung oder eine
Größenänderung der Produkte macht dabei jeweils ein weitgehendes oder gar vollständiges
Abräumen der einzelnen Haken und Umstecken der Haken in der Lochwand notwendig.
Vorteile der Erfindung
[0002] Das erfindungsgemäße Warenpräsentationssystem mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß Haken leichter verschoben werden können, ganze Warengruppen
en bloc ab- und aufgehängt werden können und die Platzaufteilung dreidimensional insbesondere
entsprechend einer Computeroptimierung arrangierbar ist. Durch das System wird eine
von der Computerunterstützung ausnutzbare hohe Flexibilität erreicht; der zur Verfügung
stehende Platz kann optimal ausgenutzt werden und jede Packungsgrö- ße ist - auch
nachträglich noch - leicht einfügbar. Das System bietet weiter den Vorteil, Waren
gestuft hintereinander anordnen zu können. Zur Montage werden nur wenige Bauteile
benötigt, die in übersichtlicher Weise auch von handwerklich nicht Geschulten ohne
Werkzeug zusammengesetzt oder umgebaut werden können.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Einrichtung möglich. Besonders
vorteilhaft ist es, daß die Aufhängevorrichtungen und Ablagelemente vertikal und horizontal
in zwei Achsen stufenlos auf Schienen bzw. feinstufig versetzbar sind.
Zeichnung
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt eine Gesamtansicht, die
Figuren 2 und 3 zeigen ein Seitenteil, die Figuren 4 und 5 zeigen eine Hakenschiene
und Figur 6 zeigt einen Haken. Die Figuren 7 und 8 zeigen eine Informationsleiste.
Die Figuren 9 und 10 zeigen ein Universalbord, Figur 11 zeigt einen Gitterkorb und
Figur 12 einen Gitteraufsatz. Die Figuren 13 und 14 zeigen ein Regalbord und die Figuren
15 und 16 eine Schublade. Die Figuren 17 und 18 zeigen eine Anzeigetafel und die Figur
19 ein Schild.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0005] Ein Warenpräsentationssystem zum Anbieten von Waren unterschiedlicher Abmessungen
und Mengen besteht aus zusammensteckbaren Einzelteilen. Als Tragelemente für eine
gesamte Vorrichtung dienen zwei auf dem Boden aufstellbare oder an Wände anschraubbare
Stützpfosten 1, die kurze Schlitze 1 aufweisen und paarweise in verschiedenen Längen
Anwendung finden können.
[0006] In die Schlitze 1 sind flache Seitenteile 2 mit hinten angeformten Haken 2a einsetzbar.
Auch die Seitenteile 2 stehen paarweise in verschiedenen Längen zur Verfügung. Sie
weisen waagerecht ausgerichtete C-förmige Führungsschienen 2b auf, die an ihren Unterkanten
Positionierlöcher 2c haben. Parallel dazu sind wahlweise zusätzlich nach oben offene
J-förmige Aufnahmeschienen 2d angebracht. Vorn ist weiter noch eine Aufnabmetasche
2e angeordnet.
[0007] In die Führungsschienen 2b der Seitenteile 2 sind als Aufhängevorrichtungen Hakenschienen
3 mit ihren Seitenplatten 3a einsetzbar. Die Hakenschienen sind in unterschiedlicher
Länge etwa zwischen 90 cm und 140 cm verfügbar. Sie weisen unten je eine Nase 3b zum
Einsetzen in die Positionierlöcher 2c sowie gegenüberliegend eine Abschrägung 3c auf.
Diese dient dem Ausrasten der Nase 3b durch Hochkippen der Seitenplatte 3a in der
Führungsschiene 2b. Die Seitenplatten 3a sind verbunden durch ein Vierkantrohr 3d,
auf das Haken 3e seitlich stufenlos verschiebbar aufsetzbar sind. An den Haken 3e
ist dazu je ein dem Profil des Vierkantrohrs 3d angepaßtes, U-förmiges Halteblech
3f abgebracht, das ein formschlüssiges Anklemmen ermöglicht. Die Haken 3e stehen in
verschiedenen Längen mit oder ohne Verstärkung und in verschiedenen Ausführungen (Euroloch,
Rundloch) zur Verfügung.
[0008] In die Aufnahmetaschen 2e sind Seitenlappen 4a einer Informationsleiste 4 einsteckbar,
die mit Kärtchen oder Streifen zur Produktoder Preisinformation versehen werden kann.
[0009] In die Aufnahmeschienen 2d ist als Ablageelement für Waren ein Universalbord 8 mit
seitlichen Abkantungen 8a einsetzbar. Auf dieses sind Gitteraufsätze 9 zum Festhalten
loser Kleinteile aufsetzbar. Diese können auch als Fachteiler 9a ausgebildet sein.
Weiter sind auf das Universalbord 8 Aufsteckschlaufenhaken 9b aufsetzbar, an denen
mit Löchern ausgestattete Produkte gehalten werden können.
[0010] In die Aufnahmeschienen 2d lassen sich wahlweise auch ein Gitterkorb 10 oder ein
Regalbord 11 für die Präsentation von scheibenförmigen Waren einsetzen. Das Regalbord
11 weist seitliche Abkantungen 11 a auf, die sowohl der Stabilisierung als auch dem
Eingriff in die Aufnahmeschienen 2d dienen. Vorn ist ebenfalls eine stabilisierende
Abkantung 11 b angebracht, die unten eine Umbördelung 11 c zur Aufnahme einer Zusatzinformationsleiste
5 aufweist. Das Regalbord 11 kann mit Fachteilern 11 ausgestattet sein, die insbesondere
beim Entnehmen von Waren ein Umkippen der übrigen Waren verhindern.
[0011] Schließlich stehen für die Waren noch Schubladen 12 zur Verfügung, die in die Fübrungsschienen
2b einsetzbar sind. Auch die Schubladen können mit Fachteilern 12a ausgestattet sein.
[0012] Zur Information der Kunden ist in die Stützpfosten 1 eine hülsenförmige Anzeigetafel
13 einhakbar, die als Dreiecksdisplay mit drei ebenen Schriftflächen ausgestattet
ist. Die Anzeigetafel 13 umgibt ein senkrecht ausgerichtete teleskopartig ineinandergeschobene
Rohrstücke 13a und ist darum herum drehbar. Die Rohrstücke 13a sind über und unter
der Anzeigetafel 13 zu einem der Stützpfosten 1 hin abgewinkelt. In das obere, oben
offene Rohrstück 13a ist ein flaches Schild 13b einsteckbar.
[0013] Insbesondere die langen Seitenteile 2 ermöglichen ein Hinterhängen der vorn an Hakenschienen
3, Bords oder dergleichen angeordneten Waren durch lange, hängende Gegenstände wie
z.B. Sägeblätter, Bohrwerkzeuge und ähnliches. Damit wird der Regalplatz dreidimensional
ausgenutzt.
[0014] Alle Aufhängevorrichtungen und Ablageelemente sind in verschiedenen Breiten entsprechend
dem gewählten Abstand der Stützpfosten 1 verfügbar, so daß die Regalbreite individuell
an die Platzverhältnisse im jeweiligen Verkaufsgeschäft anpaßbar ist.
1. Warenpräsentationssystem, bestehend aus Tragelementen und daran befestigten Aufhängevorrichtungen
oder Ablageelemente für die Darbietung von Produkten in Verkaufsgeschäften, dadurch
gekennzeichnet, daß als Tragelemente paarweise angeordnete Stützpfosten (1) mit Schlitzen
(1 a) zum Einhaken von flachen Seitenteilen (2) dienen, die Schienen (2b), 2d) aufweisen,
in die die Aufhängevorrichtungen (3) oder Ablageelemente (8, 10, 11, 12) verstellbar
einsetz- oder einschiebbar sind.
2. Warenpräsentationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängevorrichtungen
(3) als einstückige Hakenschienen mit Seitenplatten (3a) ausgebildet sind.
3. Warenpräsentationssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
die Hakenschienen (3) seitlich stufenlos verschiebbar Haken (3e) aufsetzbar sind.
4. Warenpräsentationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hakenschienen (3) ein Vierkantrohr (3d) aufweisen, auf das die Haken (3e)
mittels eines U-förmigen Halteblechs (3f) formschlüssig klemmend aufsteckbar sind.
5. Warenpräsentationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ablageelemente (8, 10, 11,) seitliche Abkantungen (8a, 11 a) zum Einstekken
in die Aufnahmeschienen (2d) der Seitenteile (2) aufweisen.
6. Warenpräsentationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsschienen (2b) in den Seitenteilen (2) C-förmig sind und in ihren Unterkanten
Positionierlöcher (2c) aufweisen.
7. Warenpräsentationssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenplaten
(3a) der Hakenschienen (3) Nasen (3b) zum Einrasten in die Positionierlöcher (2c)
aufweisen.