[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Verfahren zur Markierung von Gegenständen und Materialien mittels Laserstrahlung
sind bekannt.
[0003] Aus der FR-PS 2 560 119 ist insbesondere ein Verfahren bekannt, das mittels eines
sogenannten Stream-Laserkopfes arbeitet. Dabei gelangt der zu markierende Gegenstand
mittels eines Transportbandes vor den Stream-Laserdruckkopf. Mittels einer mikroprozessorgesteuerten
Vorrichtung wird der Laserkopf zur sequentiellen Erzeugung eines vorgegebenen Schreibmusters
positioniert und geführt. Dabei werden beispielsweise eine Anzahl von vorgegebenen
der Buchstaben und Ziffern nach ihren Koordinaten in Ihrer Lage vorgegeben. Drei Photoelemente
kontrollieren dabei die Position des zu kennzeichnenden Gegenstandes auf dem Fließband
. Wenn dieser eine vorgebene Position erreicht hat, schaltet sich der Stream-Laserdruckkopf
ein und trägt die Markierungszeichen punktweise auf Oberflächenmaterial auf. Eine
Rastermatrix besteht dabei beispielsweise aus dreißig horizontalen und dreißig vertikalen
Punkten. Ein nachgeschaltetes Lesegerät kontrolliert anschließend die Qualität der
angebrachten Markierungszeichen.
[0004] Diesem bekannten Verfahren haftet der Nachteil an, daß die Markierungszeichen nur
auf vorzugsweise rechteckige Gegenstände autgetragen werden können. Deshalb wird es
auch nur für die Markierung von Verpackungen (Kästen und dergleichen) angewendet.
[0005] Aus der DE 34 11 797 A1 ist ein Verfahren zur Kennzeichnung von Kunststoffteilen
bekannt, bei dem mittels eines Laserstrahls in eine unter einer transparenten Schicht
liegende, das Laserlicht absorbierende Kunststoffschicht sichtbare Markierungen (etwa
abriebfeste Tastenbeschriftungen) eingeschrieben werden.
[0006] Aus der DE 31 47 385 C2 ist ein Verfahren zur Kennzeichnung von Verbundglasscheiben
bekannt, bei dem mittels Laserstrahls eine sichtbare Markierung in die Zwischenschicht
eines Verbundglases eingeschrieben wird, die einen vom Glas abweichenden Absorptionskoeffizienten
für die Laserstrahlung aufweist.
[0007] Auch diese beiden Kennzeichnungsverfahren sind nur für spezielle Gegenstände brauchbar.
Mit allen vorgenannten Verfahren werden für jedermann sicht- und damit fälschbare
Kennzeichnungen erzeugt, die zudem den optischen Eindruck der Oberfläche des Gegenstandes
beeinträchtigen.
[0008] Aus der DE 37 23 856 A1 ist ein Verfahren zur Identifizierung abhanden gekommener
Gegenstände bekannt, das sich dreier verschiedener Markierungen bedient, wobei zwei
Markierungen nur im UV-Licht (bei verschiedenen Wellenlängen) wahrnehmbar sind und
die dritte von herkömmlicher Art ist.
[0009] Dieses Verfahren erscheint wegen des hohen Markierungs- und Erkennungsaufwandes als
wenig praktikabel, und die entscheidende der drei Markierungen ist nicht fälschungssicherer
als jede andere herkömmliche Markierung.
[0010] Ein Verfahren zum Schutz von Geldscheinen und Wertpapieren vor Fälschungen ist aus
der FR-PS 2 560 119 bekannt. Dieses Verfahren beruht darauf, daß auf die Materialoberfläche
eine fluoreszierende Substanz in einer vorbestimmten Konzentration aufgetragen wird.
Hierbei kann es sich sowohl um einzelne Bereiche als auch um die gesamte Oberfläche
des Scheins oder Papiers handeln. Bei der späteren Beleuchtung eines derart behandelten
Materials mit Strahlung einer vorgegebenen Wellenlänge wird ist ein Aufleuchten der
fluoreszierenden Substanz in einem charakteristischem Bereich innerhalb des sichtbaren
oder ultravioletten Teils des Spektrums erzeugt.
[0011] Bei diesem Verfahren ist die Notwendigkeit einer zusätzlichen Bearbeitung des Materials
mit speziellen Stoffen nachteilig, da diese einerseits meist gesundheitsschädlich
sind und andererseits auch durch äußere Einwirkung zerstörbar sein können.
[0012] Ein Verfahren zum verschlüsselten Schutz und zur individualisierenden Identifizierung
von Dokumenten, die eine Vervielfältigung auf Kopiergeräten ausschließt, basiert auf
der Anwendung von speziellen Farbstoffen mit hohem Reflexionsvermögen in einem vorgegebenen
Teil des Spektrums ist aus der US-PS 3 852 088 bekannt. Der gewählte spektrale Bereich
ist hierbei charakteristisch für einen bestimmten Typ von elektrostatischen Kopiergeräten,
so daß diese Farbe bei normaler Betrachtung nicht besonders in Erscheinung tritt,
nach dem Kopieren mittels eines Kopiergeräts auf der Kopie aber deutlich hervortritt.
Dabei absorbiert der Farbstoff aber zum Teil Strahlung anderer Wellenlängen, die für
Kopiergeräte anderen Typs charakteristisch sind, so daß hier die Schutzwirkung herabgesetzt
ist. Zum anderen kann die Farbe des Dokumentenpapiers so gewählt werden, daß es durch
eine spezielle Markierungsfarbe maskiert ist. Alle diese Maßnahmen führen dazu, daß
beim Kopieren des Dokumentes die Markierungszeichen unter bestimmten Bedingungen nicht
wiedergegeben werden.
[0013] Das zuletzt beschriebene Verfahren hat ebenfalls die Nachteile, daß einerseits eine
zusätzliche Bearbeitung des Materials des zu schützenden Gegenstands mit einer speziellen
Farbe erforderlich und daß andererseits diese zusätzliche Beschichtung durch äußere
Einwirkung beseitigt werden kann.
[0014] Bekannt ist des weiteren ein Verfahren zur Anbringung von Identifikations-Zeichen
auf Wertpapieren gemäß FR-PS 2 588 509, die auf dem Effekt der Aberration von Laserstrahlung
durch spezielle Stoffe beruht, die in das Papier eingebracht wurden. Der Prozeß der
Bildung der Markierungszeichen erfolgt in folgender Weise: Die Laserstrahlung wird
mit Hilfe eines Umlenkspiegels, der durch einen speziellen Prozessor reguliert wird,
auf das Papier gerichtet, das spezielle Stoffe enthält. Diese Stoffe mußten in das
Papier bereits beim Leimungsprozeß eingebracht werden. Im Ergebnis führt die Absorption
der Energie der Laserstrahlung durch den speziellen Stoff zu einer lokalen Erwärmung
des Papiers, und damit zu einer Wölbung und Bildung einer reliefartigen Struktur.
Das auf diese Art und Weise gebildete Relief kann die Form von Buchstaben, Ziffern
und anderen Zeichen aufweisen.
[0015] Der Hauptnachteil dieser Methode besteht darin, daß im Ergebnis durch Einwirkungen
der Laserstrahlung auf den Stoff eine makroskopische, mechanische Deformation stattfindet.
Außerdem ist die Markierung des Materials nur dann möglich, wenn vorher in das Papier
spezielle Zusätze eingebracht werden, für den Markierungsprozeß ist unbedingt eine
vorherige Bearbeitung des Materials notwendig.
[0016] Alle genannten Verfahren sind somit entweder in ihrer Anwendung auf Gegenstände bzw.
Materialien mit speziellem Aufbau beschränkt und/oder erfordern einen hohen Aufwand
und liefern zudem Kennzeichnungen, die nur bedingt als falschungssicher anzusehen
sind.
[0017] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, mit dem ohne chemische oder mechanische Vorbehandlung Markierungen
auf nahezu beliebigen nichtmetallischen Gegenständen unsichtbar und zerstörungsfrei
angebracht werden können.
[0018] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0019] Die Erfindung schließt den Gedanken ein, durch eine lokale, irreversible Veränderung
von Anregungszuständen und damit der Mikrostruktur des Materials des zu kennzeichnenden
Gegenstands die optischen Eigenschaften der veränderten Materialbereiche im nicht
sichtbaren Bereich des Spektrums zu ändern, ohne daß eine mechanische Änderung der
Beschaffenheit des Materials oder eine Änderung der optischen Eigenschaften bei Beleuchtung
mit sichtbarem Licht auftritt.
[0020] Zur Realisierung dieses Gedankens wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß fast sämtliche
nichtmetallischen Materialien, die zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen, Verpackungen
etc. verwendet werden - etwa Kunststoffe, Papier und Pappe, Glas, Keramiken - elektromagnetische
Strahlung in einer Weise absorbieren, daß ihre Absorptionskurven Maxima außerhalb
des sichtbaren Bereichs des Spektrums aufweisen und in ihnen bei hinreichend intensiver,
aber hinsichtlich des effektiven Energieeintrags in das Materialgefüge exakt dosierter
Bestrahlung bei den entsprechenden Wellenlängen irreversible molekulare Anregungen
bzw. Mikrostrukturveränderungen ablaufen, ohne daß die mechanischen Eigenschaften
des Materials oder seine optischen Eigenschaften im sichtbaren Licht verändert werden.
[0021] (Im folgenden soll davon ausgegangen werden, daß unter sichtbarem Licht der mit dem
menschlichen Auge wahrnehmbare Bereich des elektromagnetischen Spektrums (von etwa
450 bis 800 nm) verstanden wird, während unter dem "optischen Bereich" des Spektrums
derjenige verstanden wird, in dem vorherrschend die Gesetze der Optik gelten und optische
Instrumente Anwndung finden. Dieser Bereich schließt den - speziell näheren - Infrarotbereich
ebenso ein wie den Bereich ultravioletten Lichts.)
[0022] So erzeugte Markierungen können durch nachträgliche äußere Einwirkung nicht mehr
verändert werden und sind ohne technische Hilfsmittel für das menschliche Auge nicht
sichtbar und am Material auch nicht "fühlbar".
[0023] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist insbesondere vorteilhaft, daß weder die Materialoberfläche
des zu behandelnden Gegenstands noch dessen Struktur beschädigt werden. Damit ist
einerseits der Vorteil verbunden, daß hochwertige Gegenstände wie Kunstgegenstände
nicht beschädigt werden und damit keinen Wertverlust erleiden. Dieser Umstand bedeutet
also einen wesentlichen Vorteil im Vergleich beispielsweise zu Kennzeichnungsverfahren,
die mit Röntgenstrahlen arbeiten, wobei mit dem zu kennzeichnenden Gegenstand für
Röntgenstrahlung undurchlässige Elemente verbunden werden müssen, die nicht ohne Beschädigung
in das Material eingelassen werden können. Wegen der unverletzten Oberfläche ist der
Ort der Kennzeichnung beispielsweise auch nicht durch genauere Betrachtung der Oberflächenstruktur
- wie Glanz oder Rauhigkeit - auszumachen.
[0024] Die für die Bestrahlung zu wählende Wellenlänge hängt vom molekularen Aufbau des
Materials ab und wird in einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens zur Erzeugung
der Kennzeichnung vorab experimentell bestimmt, indem die Absorption des Materials
über einen hinreichend breiten Wellenlängenbereich mit Hilfe einer oder mehrerer durchstimmbarer
Lichtquellen ermittelt wird. Ergibt sich dabei das Vorliegen mehrerer Absorptionsmaxima
bzw. Resonanzwellenlängen, wird vorzugsweise das ausgeprägteste oder ein in der Nähe
der Arbeitswellenlänge einer verfügbaren Kennzeichnungs-Lichtquelle liegendes Maximum
für die Kennzeichnungs-Bestrahlung ausgewählt, wobei gewährleistet sein muß, daß die
gewählte Wellenlänge auch im Arbeitsbereich der später zum Auslesen der Kennzeichnung
verwendeten Beleuchtungseinrichtung(en) liegt.
[0025] Weiterhin ist es erforderlich, vorab zumindest in materialbezogenen Versuchen den
optimalen effektiven Energieeintrag zu bestimmen, bei dem zwar die angestrebte irreversible
Veränderung der molekularen Anregungszustände bzw. der Mikrostruktur erfolgt, aber
noch keine thermisch bedingte, bleibende Veränderung der mechanischen Eigenschaften
bzw. Materialbeschaffenheit.
[0026] Die Erzeugung der Markierungen erfolgt anschließend mit energiereichem Licht, vorzugsweise
mittels kohärenter hochenergetischer Impulsstrahlung (Laserstrahlung), mit einer Wellenlänge
im Bereich einer Resonanzabsorption und mit einer Strahlgeschwindigkeit und Strahlparametern,
die den gewünschten Wert des effektiven Energieeintrags ergeben.
[0027] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bei der
Bestrahlung des zu markierenden Gegenstands die im Material erzeugte Wärmeenergie
teilweise derart abgeführt bzw. der Gegenstand derart vorgekühlt, daß die bestrahlten
Bereiche sich nur bis zu einer Temperatur aufheizen können, bei der eine wesentliche
bleibende Veränderung des Materials durch die eingestrahlte bzw. umgesetzte wärmeenergie
noch zuverlässig ausgeschlossen ist.
[0028] Damit wird gewährleistet , daß außer der beabsichtigten Kennzeichnung kein sonstiger
Hinweis auf das Vorhandensein der Kennzeichnung sichtbar wird, so daß diese ohne weitere
Hilfsmittel nicht aufgefunden werden kann.
[0029] Insbesondere wird die Markierung mittels Laser-Bestrahlung mit einer auf ein Resonanzmaximum
im Bereich von 250 bis 450 nm abgestimmten Wellenlänge - etwa unter Verwendung eines
Stickstoff-, Excimer- oder Farbstofflasers - ausgeführt. Soweit Resonanzmaxima im
UV/A-Bereich, also oberhalb etwa 300 nm Wellenlänge vorliegen, wird wegen der Verfügbarkeit
kostengünstiger und einfach zu handhabender Lichtquellen dieser Bereich bevorzugt
zur Kennzeichnung genutzt.
[0030] Durch Variation der Ladespannung (bei einem Excimerlaser des Pumplasers), der Impulsfolgefrequenz,
der lokalen Verweildauer bzw. Schreibgeschwindigkeit und/oder des Spotdurchmessers
des Laserstrahls wird dessen Strahlungsenergie in Abstimmung mit einer ggf. vorgesehenen
Kühlung derart eingestellt, daß der lokale effektive Energieeeintrag den zur Erzielung
einer bleibenden Kennzeichnung notwendigen Schwellwert überschreitet, wobei die Wärmeenergiebilanz
derart eingestellt wird, daß unter Berücksichtigung der Wärmeabfuhr die lokale Temperatur
unterhalb einer Temperatur bleibt, bei der eine wesentliche bleibende Verformung oder
sonstige Veränderung des Materials des zu behandelnden Gegenstands eintritt.
[0031] Die erzeugte Kennzeichnung wird in vorteilhafter Weise mittels eines Beleuchtungssystems
mit der Lichtwellenlänge nahe der Resonanzabsorptionswellenlänge des markierten Materials
sichtbar gemacht bzw. ausgelesen.
[0032] Je nach konkretem Material kann die Kennzeichnung vorteilhaft hell auf dunklem Untergrund
oder dunkel auf hellem Untergrund ausgeführt werden.
[0033] Insbesondere bei Verwendung relativ kurwelligen Lichts ist vielfach eine Formgebung
der Markierung mittels Bestrahlung des Gegenstandes durch eine Schablone hindurch
zweckmäßig oder sogar unumgänglich. Dabei kommen insbesondere Metallschablonen in
Frage.
[0034] Wird die Kennzeichnung bei einer Resonanzwellenlänge im UV-Bereich erzeugt, ist das
Auslesen auf einfache Weise unter Verwendung einer einfachen breitbandigen UV-Lichtquelle
(Dunkelstrahler) möglich. Dabei tritt der spezielle Effekt ein, daß im Falle weißlichen
oder hell durchscheinenden Gegenstandsmaterials oder fallweise auch nur bei Anwesenheit
weißlicher Materialien im Objektraum die Kennzeichnung das Fluoreszenzverhalten des
Gegenstands bzw. der sonstigen Materialien "moduliert". Dadurch wird die kennzeichnung
auf einfache Weise für das Auge wahrnehmbar gemacht, obwohl sowohl das Kennzeichnungs-
als auch das Beleuchtungs-Licht nicht im sichtbaren Wellenlängenbereich liegt.
[0035] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die Kennzeichnung durch Verwendung holographischer Methoden in codierter Form angebracht,
wobei das Auslesen der so erzeugten codierten Markierung dann ebenfalls mit kohärenter
Strahlung erfolgt. Eine Auswertung der Markierung ist dann auch richtungsabhängig
möglich, so daß für eine mögliche Chiffrierung zusätzlich die Richtungsinformation
zur Kodierung zur Verfügung steht.
[0036] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine Vorrichtung zur Aufnahme des Absorptionsspektrums im Rahmen einer Ausführungsform
des Verfahrens,
Figur 2 eine schematische Darstellung eines ermitteltes Absorptionsspektrum eines
zu kennzeichnenden Materials und
Figur 3 eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Ermittlung der Prozeßparameter
bei einer Ausführungsform dees erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 4 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß der Erfindung im Blockschaltbild und
Figur 5 ein Beispiel für eine Anordnung zum Auslesen einer mit einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugten Kennzeichnung.
[0037] Bei dem beispielhaft dargestellten Verfahren erfolgt zunächst eine Analyse des zu
markierenden Werkstoffs (Probe 1 als Beispiel: Papier) bezüglich des Absorptionsspektrums
für die später für die Kennzeichnung zu verwendende Strahlung.
[0038] Die entsprechende Anordnung ist schematisch in Figur 1 dargestellt. Mittels einer
über den relevanten Frequenzbereich durchstimmbaren Laserstrahlungsquelle 2 wird die
Probe 1 des Materials des zu markierenden Gegenstands mit Laserlicht bestrahlt. Die
Laserstrahlungsquelle 2 wird dabei mittels einer Steuereinheit 6 über einen Modulator
3 kontinuierlich über den im Hinblick auf eine einfache und vorteilhafte Auswertung
der Kennzeichnung in die engere Wahl gezogenen UV/A-Frequenzbereich von ca. 300 bis
450 nm durchgestimmt.
[0039] Der von der Probe 1 reflektierte Strahlungsanteil wird über einen halbdurchlässigen
Spiegel 5 zu dem Spektrometer 4 umgelenkt, welches die Intensität dieses Strahlungsanteils
in Abhängigkeit von der Einstrahlungsfrequenz bzw. -wellenlänge registriert.
[0040] Ein Signal, welches proportional zu der von der Probe absorbierten Strahlung ist,
wird durch Verminderung eines Bezugswertes für die emittierte Strahlung durch die
reflektierte Strahlung (bzw. bei einer transparenten Probe transmittierten Strahlung)
in Abhängigkeit von der aktuellen Frequenz aufgenommen und auf einem nicht dargestellten
Display angezeigt bzw. ausgedruckt. Der typische Verlauf des Absorptionsspektrums
für Papier als Beispiel ist in Figur 2 wiedergegeben.
[0041] Die Auswahl der für die Markierungs-Bestrahlung zu verwendenden Wellenlänge der Laserstrahlung
erfolgt im Bereich eines Maximums des Absorptionsspektrums im Wellenlängenbereich
von λ=300 bis 450 nm. Zwischen den Werten λ1 und λ4 stellt der mit "m" gekennzeichnete
Wert das Maximum des optisch stabilen Energiezustandes dar. Die Laserwellenlänge wird
bei der anschließenden Bestrahlung so ausgewählt, daß die Strahlungsfrequenz dem Wert
des Maximums im wesentlichen entspricht.
[0042] Anschließend werden mit einer Vorrichtung gemäß Figur 3 durch Variation der Laserstrahlungsparameter
(Amplitude, Impulsfrequenz, Impulsdauer) sowie der Strahlführungsgrößen (Spotdurchmesser,
Strahlweg, Schreibgeschwindigkeit) und von Parametern einer Kühlung des zu markierenden
Gegenstandes (Wäremekapazität, Anströmmenge und -geschwindigkeit des Kühlmediums)
unter Berücksichtigung der Schreibfeldgrösse und der zu erzielenden Auflösung die
bei der Markierung zweckmäßigerweise einzustellenden Strahl-, Strahlführungs- und
Kühlungsparameter ermittelt, mit denen unter wirtschaftlichen Bedingungen die gewünschte
Kennzeichnung bei zuverlässiger Vermeidung von mechanischen Materialveränderungen
erzeugt werden kann.
[0043] In Abhängigkeit von den für die jeweilige Bewschriftungsaufgabe notwendigen Kontrastbedingungen
(beispielsweise maschinelles Erkennungssystem oder menschliches Auge) wird eine Energie

ausgewählt. Hierbei handelt es sich um eine kurzfristig zu überschreitende Schwelle.
[0044] Dabei muß im Normalfall die Abführung überschiissiger Energie vorgesehen sein, um
die Bedingung

zu erfüllen. Ekrit ist dabei derjenige effektive Energieeintrag, der zu einer Veränderung
der makroskopischen Struktur, d.h. zu mechanischen, von außen taktil und/oder im sichtbaren
Licht feststellbaren Änderungen des zu markierenden Materials bzw. zu einer Zerstörung
führen würde. Dieser Wert ist unter anderem abhängig von dem zeitlichen Integral der
bei einem Schreibpunkt eingetragenen bzw. im Material umgestezten Wärmemenge und kann
durch geeignete Maßnahmen wie Vorkühlung oder Kühlung des Gegenstands während des
Schreibvorgangs heraufgesetzt werden.
[0045] Der Ermittlung des sensiblen Energiebereiches

und - darauf aufbauend - der einzelnen Prozeßparameter dient eine in Fig. 3 schematsich
dargestellte Vorrichtung.
[0046] Als Lichtquelle dient wieder ein Impulslaser 2 (ein Stickstofflaser oder etwa ein
von einem Gaslaser gepulster Excimerlaser), dessen Wellenlänge auf diejenige eines
Resonanzmaximums des Materials des zu bestrahlenden Gegenstandsbereiches fest eingestellt
ist. An die Stelle des Spiegels 5 in Fig. 1 tritt eine Strahlformungs-, -fokussierungs-
und -ablenkungseinrichtung 5', die die Laserstrahlung mit vorgegebener Einfallsrichtung
und vorgegebenem Fokussierungszustand auf einen zu markierenden Gegenstand 7 lenkt,
der auf einem von einem Motor M angetriebenen Transportband 8 angeordnet ist. Dem
Transportband ist ein Kühlgasgebläse K mit veränderbarem Luftdurchsatz zugeordnet,
das die Oberfläche des Gegenstandes 7 mit Kühlgas bestreichen kann.
[0047] Eine zentrale Steuereinheit 6' mit den Steuerbereichen 6'.1 bis 6'.7 dient zur Steuerung
der Bestrahlungsvorgänge, während ein Registriergerät R sämtliche während der Bestrahlungsvorgänge
eingestellten Parameter registriert und speichert.
[0048] Zur Ermittlung der bei der routinemäßigen Kennzeichnung des Gegenstands zugrunde
zu legenden Prozeßparameter wird - ggf. ausgehend von bereits vorliegenden Richtwerten
- eine Versuchsreihe mit verschiedenen Parameterkombinationen durchgeführt.
[0049] Dabei werden über den Steuerbereich 6'.1 Betriebsintervalle und die Drehzahl des
Motors M, über den Steuerbereich 6'.2 die Drehzahl des Kühlgasgebläses K, über den
Steuerbereich 6'.3 die Impulsfolge und den Steuerbereich 6'.4 die Impulsamplitude
des Lasers und über die Steuerbereiche 6'.5 bis 6',7 der Spotdurchmesser, die Lage
der Fokussierungsebene und die seitliche Auslenkung des Laserstrahls zur Erzeugung
des vorgegebenen Kennzeichnungsmusters gesteuert. Nach den Versuchen werden die erzeugten
Markierungen hinsichtlich ihrer Qualität und die jeweils gewählten Einstellungen im
Hinblick auf eine wirtschaftliche Verfahrensführung bewertet, und die optimale Parameterkombination
wird der Steuerung der routinemäßigen Markierungsvorgänge zugrundegelegt.
[0050] Um die thermische Beeinträchtigung des zu kennzeichnenden Materials möglichst gering
zu halten und um die zur Kennzeichnung wirksame Energie E
opt durch Vergrößerung der kritischen Energie E
krit möglichst heraufzusetzen, ist es bei einer vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorgesehen, daß die Folgefrequenz für aufeinanderfolgend aufzubringende
räumlich benachbarte Teilelemente derart klein gewählt ist, daß die Prozeßwärme zwischen
der Erzeugung von Kennzeichnungselementen in aufeinanderfolgenden Schritten jeweils
abgeführt ist, so daß bei der Erzeugung des jeweils nachfolgenden Kennzeichnungselements
die zur Erzeugung einer bleibenden Markierung notwendige Strahlungsenergie aufgebracht
werden kann, ohne daß aufgrund dieser Strahlungsintensität eine wesentliche bleibende
Veränderung des Materials des zu markierenden Gegenstands eintritt.
[0051] Das Vorsehen einer leistungsfähigen Gas- oder (bei entsprechendem Material der zu
markierenden Gegenstände) Flüssigkeitskühlung erlaubt dabei eine auch im Hinblick
auf die Verfahrensökonomie eines Großserienverfahrens akzeptable Folgefrequenz.
[0052] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können damit Markierungen in einem weiten Größenbereich
hergestellt werden, die bis hinein in den mikroskopischen Bereich verkleinerbar sind
- andererseits aber auch als (nach Sichtbarmachung) unmittelbar für den menschlichen
Betrachter auswertbare Zeichen gestaltet werden können. Als Schriften stehen alle
gewünschten Schriftzeichen und Symbole sowie deren Kombinationen zur Verfügung.
[0053] Nachdem die Bestrahlungs-Wellenlänge gewählt wurde und die einzustellenden Bestrahlungsparameter
bestimmt wurden, kann die Erzeugung der Markierungen erfolgen.
[0054] Die Markierung im Routinebetrieb können mittels der Vorrichtung nach Fig. 3 erfolgen.
[0055] Für einen größeren Produktionsdurchsatz kann die Markierung von Gegenständen mittels
eines Lasers im Durchlaufverfahren mit einer abgewandelten Vorrichtung erfolgen, wie
sie schematisch in Figur 4 dargestellt ist.
[0056] Hierbei werden die zu markierenden Gegenstände 7, 7' und 7'' auf einem Transportband
8 taktweise in Richtung eines Pfeils 9 transportiert. Der Antrieb 10 des Bandes 8
wird durch eine entsprechende Ansteuervorrichtung 11 von einem zentralen Prozessorteil
12 beeinflußt. Von diesem Prozessorteil 12 wird auch der übrige Teil der Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kontrolliert. So wird der Laser
13 von einem entsprechenden Steuerteil 14 für die Laserstrahlung sowohl bezüglich
seiner Impulsdauer D, bezüglich der Impulsfrequenz f, bezüglich der Impulsamplitude
(Spannung u) und hinsichtlich seiner momentanen Positionierung (Koordinaten x und
y) gesteuert. Über die Positionierung kann wiederum auch die Schreibgeschwindigkeit
beeinflußt werden. Die betreffenden Größen werden von dem Prozessorteil 12 unter Berücksichtigung
der obigen Ausführungen eingestellt, wobei die Ansteuerung taktweise in Synchronität
mit dem Bandantrieb 10 erfolgt.
[0057] Um eine möglichst große Strahlungsenergie ohne schädliche Beeinträchtigung der zu
markierenden Gegenstände zu erreichen, ist eine (gestrichelt dargestellte) Kühlkammer
15 vorgesehen, welche den zu markierenden Gegenstand 7' umgibt. (Für eine Vorkühlung
der Gegenstände kann die Kühlkammer sich auch in größerer Ausdehnung entgegengesetzt
zur Transportrichtung des Bandes 8 (Pfeil 9) erstrecken.
[0058] Falls die mit der Kühlvorrichtung erzielbare Kühlung nicht ausreichend ist, um für
einen vollständigen Markierungsvorgang die gewünschte Energieschwelle Eopt zu erreichen,
kann ein solcher Vorgang auch in mehrere Schritte der Markierung von Teilelementen
der gewählten Beschriftung oder des Symbols zerlegt werden, die in einem entsprechenden
zeitlichen Abstand ausgeführt werden, so daß eine "Pufferung" der Wärmeabfuhr unter
Ausnutzung der thermischen Zeitkonstanten des Materials des zu beschriftenden Gegenstands
erfolgen kann. Die Steuerung der Kühlkammer 15 erfolgt durch eine entsprechende Ansteuervorrichtung
16, welche ebenfalls vom Prozessorteil 12 kontrolliert wird.
[0059] Für bestimmte Materialien, insbesondere solche mit Absorptions- bzw. Resonanzmaxima
im kürzerwelligen UV- Bereich, kann eine Abwandlung dahingehend zweckmäßig sein, daß
die Bestrahlung als Durchstrahlung einer entsprechend dem Kennzeichen geformten Metallschablone
mit über die Schablonenfläche aufgefächertem Laserlicht erfolgt.
[0060] Ein Auslesen der Markierungen kann prinzipiell wieder mit einer Vorrichtung gemäß
Figur 1 mit reduzierter Laserleistung erfolgen. Durch die Anregung mit Strahlung im
betreffenden Frequenzbereich läßt sich die Markierung infolge der durch sie bewirkten
optischen Veränderungen der einfallenden Strahlung mit entsprechenden optisch sensitiven
Lesemitteln (Photosensor, optische Kamera) auslesen.
[0061] Durch elekronenmikroskopische Untersuchungen markierter Materialien konnte gezeigt
werden, daß die physikochemische Strukbur des Materials nicht zerstört wird. Die Wirkung
von Säuren, Basen, Lösungsmitteln, Strahlen im optischen Bereich, wie auch elektrische
und magnetische Felder zerstören die induzierten Markierungszeichen nicht.
[0062] Die Kodierung der Markierungszeichen kann auf der Grundlage holographischer Prinzipien
erfolgen, da die induzierende Strahlung kohärent ist.
[0063] Mit der Erfindung ist damit eine nur mit besonderen technischen Hilfsmitteln auslesbare
und damit nicht kopierfähige Markierung von Gegenständen und Materialien mittels Laserstrahlung
ermöglicht. Das Verfahren kann zur Kennzeichnunq von Kulturgütern, Wertsachen, Zahlungsmitteln,
Dokumenten und anderen wichtigen und wertvollen Gegenständen dienen, um sie vor Fälschung
oder Diebstahl zu schützen.
[0064] Eine im Alltagsgebrauch bei der Echtheitsprüfung von Massenartikeln bevorzugte Anordnung
zum Auslesen der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Markierung zeigt Fig.
5.
[0065] In Fig. 5 ist skizziert, wie eine mittels der UV-Strahlung eines Excimerlasers in
eine im wesentlichen weiße Plastikkarte 7 eingebrachte, in sichtbarem Licht und taktil
nicht feststellbare Markierung 18 in Form einer Ziffernfolge durch Bestrahlung mit
kurzwelligem Licht mittels einer herkömmlichen UV-Lampe 17 für das Auge eines Betrachters
19 über die von diesem aufgenommene (längerwellige) Strahlung sichtbar gemacht wird.
[0066] Die Wahrnehmung beruht darauf, daß die Karte im UV-Licht in den bestrahlten Bereichen
der Ziffern gegenüber der übrigen Kartenfläche veränderte Fluoreszenzeigenschaften
aufweist, also die Markierung gegenüber ihrer Umgebung veränderte Frequenzumsetzungseigenschaften
aufweist.
[0067] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
1. Verfahren zum Versehen eines Gegenstandes mit einer Markierung mittels lokaler Bestrahlung
des Gegenstands in einem vorbestimmten Gegenstandsbereich mit energiereicher elektromagnetischer
Strahlung
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bestrahlung bei einer Wellenlänge außerhalb des sichtbaren, jedoch innerhalb
des optischen Bereiches des Spektrums der elektromagnetischen Strahlung erfolgt, bei
der das Material des vorbestimmten Gegenstandsbereiches ein Maximum der spektralen
Absorption aufweist und
daß die weiteren Parameter der Bestrahlung im Ergebnis materialbezogener Vorversuche
so vorbestimmt sind, daß aufgrund der Wechselwirkung der Strahlung mit der Molekülstruktur
im vorbestimmten Gegenstandsbereich eine bleibende, bei Beleuchtung im Wellenlängenbereich
des Absorptionsmaximums wahrnehmbare Änderung der optischen Eigenschaften induziert,
jedoch der Gegenstandbereich nicht mechanisch und/oder bei Beleuchtung mit sichtbarem
Licht wahrnehmbar verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Bestrahlung innerhalb eines Wellenlängenbereiches von 150 bis 450 nm durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die Bestrahlung mittels eines Lasers, vorzugsweise mittels eines Impulslasers,
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Schritt der Bestrahlung zur Erzeugung der Kennzeichnung ein Schritt zur
Bestimmung der Wellenlänge(n) der Resonanzabsorption des Materials des vorbestimmten
Gegenstandsbereiches durch Bestrahlung über einen vorgegebenen Wellenlängeneberich
und Registrierung der Absorption oder Reflexion in Abhängigkeit von der Wellenlänge
des eingestrahlten Lichts durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bestrahlung die im Material erzeugte Wärmeenergie teilweise abgeführt
und/oder der Gegenstand vor dem Bestrahlungsschritt vorgekühlt wird, derart, daß eine
wesentliche bleibende, mechanische und/oder bei sichtbarem Licht nachweisbare Veränderung
des Gegenstandbereiches durch die eingetragene bzw. umgesetzte Wärmeeenergie verhindert
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgefrequenz für aufeinanderfolgend aufzubringende räumlich benachbarte
Teilelemente einer Markierung derart klein gewählt ist, daß die Prozeßwärme zwischen
der Erzeugung von Teilelementen in aufeinanderfolgenden Schritten jeweils im wesentlichen
abgeführt ist, so daß bei der Erzeugung des jeweils nachfolgenden Teilelements der
Kennzeichnung die zur Erzeugung einer bleibenden Markierung notwendige Strahlungsenergie
aufgebracht werden kann, ohne daß aufgrund dieser Strahlungsintensität eine wesentliche
bleibende, mechanische und/oder bei sichtbarem Licht nachweisbare Veränderung des
Gegenstandsbereiches eintritt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung holographischer Methoden eine Kodierung der Markierung erfolgt,
derart, daß das Auslesen der so erzeugten codierten Markierung ebenfalls nur mit kohärenter
Strahlung erfolgen kann.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche
mit
einer über einen Wellenlängenbereich außerhalb des sichtbaren, jedoch innerhalb des
optischen Bereichs des Spektrums der elektromagnetischen Strahlung, welcher zu erwartende
Wellenlängen erhöhter spektraler Absorption des zu behandelnden Materials einschließt,
mindestens auf verschiedene unterschiedliche Wellenlängen abstimmbaren Lichtquelle,
einer optischen Anordnung zur Lenkung des Lichts der Lichtquelle auf eine Materialprobe
eines zu markierenden Gegenstandsbereiches,
einer Vorrichtung zur Ermittlung der Bereiche erhöhter spektraler Absorption der Materialprobe
innerhalb des Wellenlängenbereiches,
einer Lichtquelle zur lokalen Bestrahlung des zu markierenden Gegenstandsbereiches
mit energiereichem Licht einer Wellenlänge nahe einem der Bereiche erhöhter spektraler
Absorption, wobei diese Lichtquelle durch die abstimmbare Lichtquelle selbst gebildet
sein kann,
einer Anordnung zur Strahlformung und -führung des Lichts der Lichtquelle zur lokalen
Bestrahlung über den Gegenstandsbereich und
einer Einrichtung zur Einstellung der Strahl- und Strahlführungsparameter während
der lokalen Bestrahlung derart, daß im Gegenstandsbereich eine bleibende Markierung
entsteht, welche bei Bestrahlung mit Licht entsprechender Wellenlänge im nicht sichtbaren
Bereich des Spektrums wahrnehmbar ist, daß jedoch keine bleibende mechanische und
oder bei Bestrahlung mit sichtbarem Licht wahrnehmbare Veränderung im Gegenstandsbereich
entsteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (15, 16) zur Abfuhr eines Teils der bei der Bestrahlung des Gegenstandsbereiches
in diesem eingetragenen oder in diesem erzeugten Wärmeenergie und/oder eine Einrichtung
zur Vorkühlung des Gegenstandsbereiches vor Beginn der Bestrahlung derart, daß das
Auftreten lokaler Temperaturerhöhungen über eine Temperatur, bei der eine bleibende
mechanische und/oder in sichtbarem Licht wahrnehmbare Veränderung des Materials entsteht,
verhindert wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,daß die Lichtquelle zur lokalen Bestrahlung (2; 13) ein Laser, vorzugsweise ein in
seiner Wellenlänge durchstimmbarer Impulslaser, ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,daß zwischen der Anordnung zur Strahlformung und -führung (5', 8, M) und dem Gegenstand
(1; 7) eine Schablone zur Aufprägung des Kennzeichnungs-Bildes auf das Strahlungsfeld
der Lichtquelle (2; 13) vorgesehen und die Anordnung zur Strahlformung und -führung
(5'; 8; M) so ausgebildet ist, daß das Strahlungsfeld die gesamte Fläche der Schablone
überdeckt.