[0001] Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren zum Auftragen von Klebstoffen gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie eine Beschichtungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 13.
[0002] In zahlreichen Anwendungsfällen ist Klebstoff auf mehr oder weniger ausgedehnte Flächen
möglichst gleichmäßig aufzutragen, wobei häufig nicht nur eine gleichmäßige Schichtdicke,
sondern auch die Einhaltung einer vorgegebenen Kontur der Klebstofffläche gefordert
ist. Beispielsweise ist es bei der Schuhherstellung zum Ankleben der Sohle erforderlich,
mit hoher Genauigkeit Klebstoff auf den Schuhboden aufzubringen. Es soll nämlich einerseits
möglichst kein Klebstoff auf das jeweilige Oberleder gelangen und andererseits sollen
auch in den Randbereichen ausreichende Klebstoffmengen aufgetragen werden. Das erfordert
neben dem bereits genannten weitgehend genauen Begrenzen der Klebstoffbeschichtung
auf den vorgegebenen Bereich die Ausbildung eines scharfen Überganges von der mit
Klebstoff beschichteten Fläche zu der klebstofffreien Fläche.
[0003] In der Praxis ist bereits versucht worden, Klebstoff im Sprühverfahren auf entsprechende
zu beschichtende Flächen von Werkstücken, insbesondere Schuhböden aufzubringen. Dazu
wird während einer Sprühphase aus einer Düse austretender Klebstoff von einem Druckluftstrahl
mitgerissen, verwirbelt und auf dem Schuhboden niedergeschlagen. Bei entsprechender
Gestaltung der Druckluft- und der Klebstoffdüsen ist der Druckluftstrahl relativ scharf
begrenzt. Innerhalb des Druckluftstrahles verwirbelt der Klebstoff zu Klebstofftröpfchen
und es bildet sich ein Sprühkegel aus. Der Sprühkegel wird derart über die zu beschichtende
Fläche geführt, daß er sie ein oder mehrmals überstreicht wobei Klebstoff in entsprechender
Schichtdicke aufgetragen wird. Die erreichbare Konturenschärfe der Klebstofffläche
entspricht dabei etwa der Konturenschärfe des Sprühkegels.
[0004] Nach dem Beschichten der Klebstofffläche wird der Sprühkegel abgestellt, um einen
Werkstückwechsel vornehmen zu können. Die entsprechende Sprühanlage arbeitet demnach
in einem intermittiernden Betrieb mit mehr oder weniger langen Ruhephasen.
[0005] Sowohl die Verteilung und die Anzahl der Klebstofftröpfchen in dem Druckluftstrahl
als auch der Querschnitt des Druckluftstrahles und damit die Form des sich auf der
zu beschichtenden Fläche ausbildenden Sprühfleckes sind von der Form und dem Zustand
der Druckluft- und Klebstoffdüsen sowie in deren Nähe befindlichen Teilen abhängig.
Sich im Bereiche der Düsen anlagernder Klebstoff kann die Form des Sprühkegels derart
verändern, daß die Verteilung der Klebstofftröpfchen in dem Sprühkegel ungleichmäßig
wird. Dadurch kann sowohl die Form der Klebstofffläche verändert werden als auch deren
Schichtdicke insbesondere gegen den Rand hin ungleichmäßig werden.
[0006] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zum Auftragen von
Klebstoffen anzugeben, das es gestattet, Klebstoffflächen mit gleichbleibender und
scharfer Begrenzung zu erzeugen. Darüberhinaus ist es Aufgabe der Erfindung eine Beschichtungseinrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu schaffen.
[0007] Ein die Aufgabe lösendes Verfahren ist durch die Merkmalen des kennzeichnenden Teiles
des Patentanspruches 1 angegeben.
[0008] In der sich unmittelbar an die Sprühphase anschließenden Reinigungsphase löst das
der Druckluft beigegebene Lösungsmittel den an dem Sprühkopf insbesondere im Bereich
seiner Düsen anhaftenden Klebstoff auf. Die entstehende Klebstofflösung ist dünnflüssig
und wird von dem Sprühluftstrahl ausgeblasen. Nach Abschluß der Reinigungsphase ist
der Sprühkopf von Klebstoffresten soweit befreit, daß er auch sehr lange in der Ruhephase
verharren kann. Wird erneut ein Sprühvorgang eingeleitet, strömen die Sprühluft und
der Klebstoff jeweils durch saubere Düsen, an denen kein eingetrockneter oder ausgehärteter
Klebstoff haftet. Der Sprühkegel nimmt demnach seine vorgesehene Form an. Auch die
Gleichmäßigkeit der Verteilung der Klebstofftröpfchen in dem Sprühkegel ist nicht
beeinträchtigt. Unabhängig von dem Arbeitsregime des Sprühkopfes, d.h. von dem Verhältnis
der Dauer der Sprühphasen zu der Dauer der Ruhephasen, wird ein gleichbleibender Sprühkegel
erzeugt und damit ein einheitliches Sprühergebnis erzielt. Dadurch wird die Automatisierung
des Beschichtungsverfahrens ermöglicht, bspw. indem der Sprühkopf an einem Roboterarm
befestigt wird, der für einen bestimmten Werkstücktyp eine vorgegebene Bewegungsfolge
ausführt.
[0009] Ein gleichbleibend guter Reinigungseffekt und damit ein sich nicht verändernder Sprühkegel
wird bei Durchführung der Reinigungsphase am Ende jeder Sprühphase erreicht.
[0010] Bei der Verwendung von wäßrigem PU-Klebstoff als Klebstoff und Wasser als Lösungsmittel
wird die Belastung der Umgebungsluft mit giftigen oder gesundheitsschädlichen Dämpfen
weitgehend vermieden.
[0011] Wenn während der Reinigungsphase die Sprühluftzufuhr unterbrochen und stattdessen
Lösungsmittel zugeführt wird, kann die Reinigungsphase ohne zusätzliche Leitungen
an dem betreffenden Sprühkopf ausgeführt werden, wobei eine gute Reinigungswirkung
erreicht wird. Die Zugabe von Lösungsmittel in die Sprühluft kann auf einfache Weise
in drei Schritten erreicht werden, indem in der Reinigungsphase zunächst ausschließlich
Sprühluft zugeführt wird, die grobe Klebstoffreste abbläst und darauffolgend, bei
unterbundener Sprühluftzufuhr, Lösungsmittel unter Druck in eine Zuführung für die
Sprühluft gegeben wird. Wenn danach die Sprühluftzufuhr erneut kurzzeitig aktiviert
wird, kann das sich mit der Sprühluft verwirbelnde Lösungsmittel die Klebstoffreste
weitgehend entfernen.
[0012] Eine gute Reinigungswirkung ergibt sich, wenn der erste Schritt und der dritte Schritt
im wesentlichen gleich lange Zeitspannen beanspruchen und der zweite Schritt im wesentlichen
ein Fünftel der Zeitspanne beansprucht, wie der erste Schritt. Dabei ist es ausreichend,
wenn der erste Schritt ungefähr 0,5 s dauert.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit Vorteil bei der Schuhherstellung zum Auftragen
des Klebstoffes auf Schuhböden anwendbar.
[0014] Wenn der Klebstoffauftrag während der Sprühphase aus einer Richtung senkrecht zu
dem jeweiligen Schuhboden erfolgt, ist insbesondere der Übergang von mit Klebstoff
besprühter Fläche zu unbesprühter Fläche gut kontrollierbar.
[0015] Falls der Klebstoff ausgehend von dem mittleren Vorderfußteil entlang des Randes
des Schuhbodens aufgetragen wird, kann sich der sich ausbildende Sprühkegel zunächst
in Sohlenmitte stabilisieren, wo Übergangsvorgänge bei der Ausbildung des Sprühkegels
keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der erzeugten Klebstoffschicht haben.
[0016] Die Reinigungsphase kann mit Vorteil durchgeführt werden, wenn der Sprühkopf in einem
mittleren Bereich des Schuhbodens randfern steht. Der sich während der Reinigungsphase
auf dem Schuhboden ausbildende Lösungsmittelklecks trocknet dort ab, ohne die Konturenschärfe
der aufgesprühten Klebstoffschicht zu beeinträchtigen.
[0017] Eine die oben angegebene Aufgabe lösende Beschichtungseinrichtung ist durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 13 gekennzeichnet.
[0018] Weil die Sprühluftleitung an eine gesteuerte Umschalteinrichtung angeschlossen ist,
über die die Sprühluftleitung wahlweise an eine Druckluftquelle oder an eine Lösungsmittelquelle
anschaltbar ist, kann das Lösungsmittel direkt in die Sprühluftleitung gegeben werden.
[0019] Dabei ist es von Vorteil, wenn der Sprühkopf ein gesteuertes Nadelventil zur Regulierung
und Steuerung der Klebstoffzufuhr aufweist. Somit wird ein Nachtropfen von Klebstoff
und ein Verkleben während Stillstandszeiten vermieden.
[0020] Der Austritt von Klebstoff ist beim Abschalten der Versorgungseinrichtungen sichergestellt,
wenn das Nadelventil eine Ventilnadel aufweist, die auf die geschlossene Stellung
des Nadelventils zu federbelastet ist.
[0021] Im übrigen kann die Ventilnadel mit einem Kolben verbunden sein, der abgedichtet
und in Längsrichtung der Ventilnadel beweglich in einer Kammer mit einem nach außen
geführten Druckluftanschluß aufgenommen ist. Der Kolben bildet einen einfachen pneumatischen
Antrieb für die Ventilnadel.
[0022] Die austretende Klebstoffmenge und damit auch die Dicke der erzeugten Klebstoffschicht
kann auf einfache Weise dadurch einstellbar gemacht werden, daß der Arbeitshub des
Kolbens in Richtung auf die geöffnete Stellung des Nadelventils durch eine in der
axialen Verlängerung der Ventilnadel angeordnete Mengenregulierschraube begrenzt wird.
[0023] Das gezielte und vor allem schnelle Einlassen von Lösungsmittel in die Sprühluftleitung
wird dadurch erreicht, daß die Umschalteinrichtung ein Ventil für Druckluft und ein
Ventil für Lösungsmittel aufweist, die vorzugsweise elektromagnetisch betätigt sind.
Die Verwendung von 3/2-Wegeventilen ermöglicht das Druckentlasten des betreffenden,
gerade nicht aktiven Zuflusses eines nachgeschalteten Wechselventils. Das Wechselventil
schaltet dadurch schnell und sicher um. Es dringt weder Druckluft in den Lösungsmittelbereich
ein, noch kann, bspw. während des Sprühvorganges, unerwünschterweise Lösungsmittel
in die Sprühluft gelangen.
[0024] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Beschichtungseinrichtung zum Auftragen von Klebstoff bei der Schuhherstellung,
in schematischer Darstellung und
- Fig. 2
- eine Beschichtungseinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, mit
einem im Längsschnitt dargestellten Sprühkopf und mit einer Versorgungseinrichtung,
in schematischer Darstellung.
[0025] In der Fig. 1 ist schematisch ein 5-achsiger Roboter 1 dargestellt, dessen beweglicher
Teil 2 auf einer ortsfest gelagerten Säule 3 ruht. Der bewegliche Teil 2 ist um eine
bei 4 angedeutete vertikale Achse drehbar auf der Säule 3 gelagert und umfaßt einen
um eine horizontale Achse 5 auf und ab schwenkbaren Arm 6. Der Arm 6 weist ungefähr
bei seiner halben Länge ein Schwenklager auf, dessen Achse 7 parallel zu der Achse
5 angeordnet ist. An dem von der Säule 3 abliegenden Ende des Armes 6 ist schwenkbar
um eine Achse 8, die sowohl parallel zu der Achse 7 als auch parallel zu der Achse
5 liegt, ein Halter 9 vorgesehen, an dem ein Werzeugträger 11 drehbar gelagert ist.
Der Werkzeugträger 11 ist um eine Achse 12 drehbar, die rechtwinklig zu der Achse
8 ausgerichtet ist.
[0026] Die Bewegungen um alle Achsen 4, 5, 7, 8, 12 sind jeweils über ein entsprechendes
Antriebsmittel wie bspw. Hydraulikantriebe oder Elektromotoren gesteuert. Die Antriebsmittel
sind von einer Steuereinheit derart gesteuert, daß der Werkzeugträger 11 die geforderten
Bewegungen ausführt.
[0027] Der Werkzeugträger 11 ist starr mit einem Sprühkopf 13 zum Auftragen von wasserlöslichem
Klebstoff, vorzugsweise PU-Klebstoff, in einem Sprühkegel 14 auf eine entsprechende
Fläche 15 eines Werkstückes 16 verbunden. Bei dem Werkstück 16 handelt es sich um
einen auf einen Leisten gespannten Schuh 16, dessen Schuhboden 15 vor dem Ankleben
einer in einem der folgenden Arbeitsschritte aufzuklebenden Schuhsohle mit dem Klebstoff
zu beschichten ist. Der Schuhboden 15 ist nicht plan, denn er weist eine Wölbung auf,
die dem Leisten und der Form, die der Schuh 16 nach der Fertigstellung einmal annehmen
soll entspricht. Auf den Schuhboden 15 ist bis zu seinem Rand 17 Klebstoff aufzutragen,
wobei kein Klebstoff auf das Oberleder gelangen soll.
[0028] Der auf den Leisten gespannte Schuh 16 wird von einer in der Fig. 1 durch vier Spannbacken
18 angedeuteten, im übrigen aber nicht weiter dargestellten Klemmvorrichtung mit einer
geringen Toleranz in einer definierten Lage gehalten, wobei die Lageabweichungen maximal
0,5 mm betragen.
[0029] Der bei dem Auftragen des Klebstoffes entlang des Randes 17 des Schuhbodens 15 geführte
Sprühkopf 13 ist im Längsschnitt in der Fig. 2 dargestellt. Der bezüglich einer Längs-
oder Sprühachse 21 rotationssymmetrisch ausgebildete Sprühkopf 13 weist einen im wesentlichen
zylindrischen Ventilkörper 22 auf, der als Grundkörper die weiteren Teile des Sprühkopfes
13 trägt. Von beiden Enden her, d.h. in Fig. 2 von oben und von unten, ist der Ventilkörper
mit zylindrischen Bohrungen 23, 24 etwa gleichen Durchmessers versehen, die koaxial
zu der Sprühachse 21 angeordnet sind und jeweils einen planen Boden 25, 26 aufweisen.
Die Bohrungen 23, 24 sind untereinander durch eine Führungsbohrung 27 verbunden, deren
Durchmesser einer Ventilnadel 28 entspricht und in der die Ventilnadel mit einem zylindrischen
Schaftteil 29 aufgenommen ist. Zur Abdichtung des Schaftteiles 29 der Ventilnadel
28 gegenüber dem Ventilkörper 22, sind in der Wandung der Führungsbohrung 27 mit O-Ringen
31 versehene Ringnuten 32 eingebracht.
[0030] An einem Ende geht der Schaftteil 29 der Ventilnadel 28 innerhalb der Bohrung 23
in einen scheibenartigen Kopf über, der als Hubkolben 34 an seiner Außenumfangsfläche
eine in einer eingestochenen Ringnut 35 liegende Dichtung 36 trägt. Der Hubkolben
43 ist somit abgedichtet und axial verschieblich in der Bohrung 23 aufgenommen und
schließt eine Kammer 37 ab, an der ein Druckluftanschluß 38 vorgesehen ist.
[0031] Die Ventilnadel 28 verjüngt sich an ihrem anderen, aus der Bohrung 24 herausstehenden
Ende zu einem schlanken Ventilkegel 39. Koaxial zu dem Ventilkegel 39 ist eine konische
Klebstoffdüse 41 mit einer kreisrunden Klebstofföffnung 42 angeordnet. Die Klebstoffdüse
ist in ein in der Bohrung 24 vorgesehenes Innengewinde 43 eingeschraubt und stützt
sich mit einer Ringschulter 44 an dem Rand der Bohrung 24 ab. Die Innenweite der Klebstoffdüse
41 nimmt zu der Klebstofföffnung 42 hin stetig ab, wobei die Abmessungen so festgelegt
sind, daß die Klebstofföffnung 42 bei einer axialen Hin- und Herbewegung des Hubkolbens
34 innerhalb der Bohrung 23 von dem Ventilkegel 39 der Ventilnadel 28 geöffnet und
verschlossen wird. Die Klebstoffdüse 41 und die Bohrung 24 begrenzen eine Klebstoffkammer
45, die über einen Klebstoffanschluß 46 mit unter einem konstanten Druck von 1 bis
1,5 bar stehenden Klebstoff versorgt wird.
[0032] Bei einer Bewegung der Ventilnadel 28 in Fig. 2 nach oben, wird die Klebstoffdüse
41 geöffnet, wobei der Ventilkegel 39 der Ventilnadel 28 und die Klebstofföffnung
42 einen Ringspalt freigeben, der um so weiter ist, je weiter die Ventilnadel 28 nach
oben getrieben wird. Um die Weite des Ringspaltes und damit die bei gegebenem Druck
pro Zeiteinheit austretende Klebstoffmenge einstellen zu können, ist bei der Bohrung
23 eine Mengenregulierschraube 48 als verstellbarer Anschlag vorgesehen. Die Mengenregulierschraube
48 ist in einen seinerseits an dem Ventilkörper 22 angeschraubten Halteteil 49 eingeschraubt
und bildet mit ihrer Stirnfläche eine Anlagefläche für die Stirnfläche des Hubkolbens
34. Das aus dem Halteteil herausragende Ende der Mengenregulierschraube 48 trägt einen
Rändelkopf zur bequemen manuellen Einstellung der abzugebenden Klebstoffmenge. Das
Halteteil 49 weist zur Aufnahme der Mengenregulierschraube 48 eine koaxiale Gewindebohrung
51 auf, die an der dem Hubkolben 34 zugewandten Seite zu einer Bohrung 52 mit größerem
Durchmesser erweitert ist. In dieser Bohrung 52 ist eine Schraubenfeder 53 aufgenommen
die sich einenends an dem Boden der Bohrung 52 und anderenends an der Stirnfläche
des Hubkolbens 34 abstützt, wodurch das von dem Ventilkegel 39 und der Klebstoffdüse
41 gebildete Nadelventil auf seine geschlossene Stellung zu vorgespannt ist.
[0033] An seinem in Fig. 2 unteren Ende ist der Ventilkörper 22 mit einem Außengewinde 54
versehen, auf das eine Sprühluftdüse 55 koaxial zu der Sprühachse 21 aufgeschraubt
ist. Die in der Art einer Kappe ausgebildete Sprühluftdüse 55 weist eine kreisförmige
Sprühluftöffnung 56 auf, deren Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der
Klebstoffdüse 41 im Bereich der Klebstofföffnung 42. Dadurch begrenzen die Sprühluftöffnung
56 und die Klebstoffdüse einen kreisringförmigen, koaxial zu der Klebstofföffnung
42 liegenden Sprühluftdurchtritt von unveränderter Weite.
[0034] Die Sprühluftdüse weist einen sich von dem Ventilkörper 22 zu der Sprühluftöffnung
56 verringernden Innendurchmesser auf. Die Sprühluftdüse 55 und die Klebstoffdüse
41 begrenzen eine ungefähr ringförmige Sprühluftkammer 57, die über einen parallel
zu der Sprühachse 21 in dem Ventilkörper 22 angeordneten Luftkanal 58 gespeist ist,
der zu einem Sprühluftanschluß 59 führt. Der Luftkanal 58 speist die Sprühluftkammer
über einen Ringspalt 61, der von der Ringschulter 44 der Klebstoffdüse 41 und einem
axialen, in dem Ventilkörper 22 vorgesehenen Einstich gebildet ist. Es stellt sich
dadurch eine gleichmäßige Druckverteilung in der Sprühluftkammer 57 und damit ein
rotationssymmetrisch aus der Sprühluftöffnung 56 austretender Sprühluftstrahl mit
kreisförmigen Querschnitt ein.
[0035] Der Sprühkopf 13 ist an eine Versorgungseinrichtung 63 angeschlossen. Die Versorgungseinrichtung
63 speist den Sprühkopf 13 an seinem Druckluftanschluß 38 über eine Druckluftleitung
64, an seinem Klebstoffanschluß 46 über eine Klebstoffleitung 65 und an seinem Sprühluftanschluß
59 über eine Sprühluftleitung 66.
[0036] Die Druckluftleitung 38 liegt über ein elektromagnetisch betätigtes, federbelastetes
3/2-Wegeventil 66 an einer mit einer Druckluftquelle 67 in Verbindung stehenden Druckluftverteilungsleitung
68. In seiner Ruhestellung, d.h. wenn der Elektromagnet des 3/2-Wegeventils 66 nicht
erregt ist, ist die Druckluftleitung 64 und damit auch die Kammer 37 druckentlastet.
In der Arbeitsstellung dagegen, bei erregtem Elektromagnet, ist die Druckluftleitung
64 über das 3/2-Wegeventil 66 mit der Druckluftverteilungsleitung 68 verbunden, so
daß der Hubkolben 34 mit Druckluft beaufschlagt ist.
[0037] Die die Klebstoffkammer 45 mit Klebstoff versorgende Klebstoffleitung 65 ist an einen
allseitig geschlossenen Klebstoffbehälter 71 angeschlossen, in dem ein größerer Klebstoffvorrat
72 bereitgehalten ist. An den Klebstoffbehälter 71 ist an seinem oberen Bereich eine
Druckleitung 73 angeschlossen, die über ein einstellbar ausgebildetes Druckminderventil
74 an die Druckluftverteilungsleitung 68 angeschlossen ist, so daß in dem Klebstoffbehälter
71 oberhalb des Klebstoffvorrates 72 ein Luftpolster 75 steht, das den Klebstoff unter
einem permanenten Druck von den bereits genannten 1 bis 1,5 bar hält. Zur Kontrolle
des Klebstoffdruckes, der die bei geöffneter Klebstofföffnung 42 austretende Klebstoffmenge
beeinflußt, ist an der Druckleitung 73 ein Manometer 76 vorgesehen.
[0038] Die Sprühluftleitung 66 ist über eine Umschalteinrichtung 78 mit einer Wasserleitung
79 und mit einer Sprühdruckleitung 80 verbunden. Die Umschalteinrichtung 78 umfaßt
ein Wechselventil 81 mit einem Abfluß 82, der unmittelbar an die Sprühluftleitung
66 angeschlossen ist, sowie zwei 3/2-Wegeventile 83, 83, die ausgangsseitig jeweils
an einen Zufluß 85, 86 des Wechselventiles 81 angeschlossen sind. Das Wechselventil
81 verbindet jeweils den unter dem höheren Druck stehenden Zufluß mit dem Abfluß 82
und sperrt den jeweils anderen Zufluß. Sowohl das 3/2-Wegeventil 83 als auch das 3/2-Wegeventil
84 ist gegen eine Rückstellfeder elektromagnetisch betätigt. Die entsprechenden Elektromagnete
sind mit einer nicht weiter dargestellten Steuereinheit verbunden, die auch den Elektromagneten
des 3/2-Wegeventiles 66 betätigt sowie die Antriebseinrichtungen des Roboterarmes
6 steuert. Das 3/2-Wegeventil 83 befindet sich bei stromlosem Elektromagneten in der
in Fig. 2 wiedergegebenen Ruhestellung, in der die Druckluft abgeschiebert und der
Zufluß 85 druckentlastet ist. Zieht der Elektromagnet an, verbindet das 3/2-Wegeventil
83 die Sprühdruckleitung 80 mit dem Zufluß 85.
[0039] Die Sprühdruckleitung 80 steht über eine als Luftmengenregulierung dienende einstellbare
Drossel 87 und ein einstellbares Druckminderventil 88 mit der Druckluftverteilungsleitung
68 in Verbindung. Das Druckminderventil 83 ist auf einen Sprühdruck von ungefähr 3
bar eingestellt. Zur Kontrolle des Sprühdruckes ist dem Druckminderventil 88 ein Manometer
89 nachgeschaltet.
[0040] Über das 3/2-Wegeventil 84 ist der Zufluß 86 entlüftet, wenn dieses in seiner Ruhestellung
steht. Wird der zur Ventilbetätigung vorgesehene Elektromagnet angesteuert und zieht
dieser an, schaltet das 3/2-Wegeventil 84 um und verbindet den Zufluß 86 des Wechselventils
81 mit der Wasserleitung 79.
[0041] Die Wasserleitung 79 ist an einen Abfluß eines allseitig geschlossenen Wasserbehälters
91 angeschlossen, in dem ein Wasservorrat 92 bereitgehalten wird. Oberhalb des Wasserspiegels
steht ein Druckpolster 93, das einen Wasserdruck von 0,5 bis 1,5 bar aufrecht erhält.
Das Druckpolster 93 wird durch Druckluft gebildet, die über ein einstellbares Druckminderventil
94 aus der Druckluftverteilungsleitung 68 zugeführt ist. Die Größe des Druckes ist
an einem dem Druckminderventil 94 nachgeschalteten Manometer 95 ablesbar.
[0042] Die insoweit beschriebenen Beschichtungseinrichtung arbeitet wie folgt:
Zum Auftragen des Klebstoffes auf den Schuhboden 15 wird der während des Einspannens
des Schuhs 16 weggeschwenkte Arm 6 des Roboters 1 zunächst derart herangeschwenkt,
daß der Sprühkopf 13 im Bereiche des mittleren Vorderfußteiles des Schuhs 16 in einem
Abstand von 20 bis 40 mm von dem Schuhboden 15 entfernt steht. Der Sprühkopf 13 ist
dabei so positioniert, daß die Sprühachse 21 senkrecht zu dem Schuhboden 15 steht
und diesen bspw. an dem etwa in der Mitte des Vorderfußteils gelegenen Punkt 96 schneidet.
In dieser Stellung des Sprühkopfes 13 und während des Heranschwenkens des Armes 6
sind alle 3/2-Wegeventile 66, 83, 84 geschlossen und es tritt noch kein Klebstoff
aus dem Sprühkopf aus. Die Ventilnadel 29 ist von der Schraubenfeder 54 fest von innen
an die Klebstoffdüse 41 angedrückt, so daß die Klebstofföffnung 42 verschlossen ist.
Der gesamte Sprühkopf 13 ist in seiner Ruhephase.
[0043] Zu Beginn des Sprühvorganges wird zunächst das 3/2-Wegeventil 83 eingeschaltet, wodurch
die unter dem Druck von 3 bar stehende Sprühdruckleitung 80 mit dem Zufluß 85 des
Wechselventiles 81 verbunden ist. Das 3/2-Wegeventil 84 sperrt den Weg zwischen der
Wasserleitung 79 und dem Zufluß 86 ab, wodurch der Zufluß 86 druckfrei ist. Folglich
schaltet das Wechselventil 81 den Zufluß 85 auf die Sprühluftleitung 66 und sperrt
den Zufluß 86. Dementsprechend tritt an der Sprühluftöffnung 56 ein Sprühluftstrahl
aus, der nach wenigen Zehntel Millisekunden eine saubere Kreiskegelform angenommen
und sich in dieser stabilisiert hat.
[0044] Nach ungefähr 0,5 s wird eine Sprühphase eingeleitet, indem die Kammer 37 über die
Druckluftleitung 64 mit Druckluft beaufschlagt wird. Das 3/2-Wegeventil 66 gibt dazu
den Weg für die unter vollem Druck stehende Preßluft aus der Druckluftverteilungsleitung
68 frei. Die Preßluft treibt den Hubkolben 34 sofort bis zu dem durch die Mengenregulierschraube
48 gebildeten Anschlag, wobei die Ventilnadel 29 die Klebstofföffnung 42 frei gibt.
Der nun mit dem bereits genannten Druck von 1 bis 1,5 bar austretende Klebstoff wird
von der Sprühluft mitgerissen, zu kleinen Tröpfchen verwirbelt und in dem Sprühluftstrahl
gleichmäßig verteilt. Durch das Öffnen der Klebstofföffnung 42 und die Zugabe von
Klebstoff in den Sprühluftstrahl kann zunächst eine gewisse Störung desselben eintreten.
Jedoch stabilisiert sich der sich nun ausbildende Sprühkegel 14 alsbald zu einer stationären
Form. Dieser Stabilisierungsvorgang findet in der Mitte des Vorderfußteiles, als relativ
weit von dem Rand 17 des Schuhbodens 15 statt, so daß kurzzeitige Unregelmäßigkeiten
oder Verformungen des Sprühkegels 14 keine Beeinträchtigung der Qualität der Klebstoffbeschichtung
haben.
[0045] Nachdem der Sprühkegel 14 seine stationäre Form angenommen hat, wird der Sprühkopf
13 von dem Arm 6 über den Schuhboden 15 geführt. Dabei wird der Sprühkopf 13 entlang
eines Weges 97 stets so positioniert, daß der Rand des Sprühkegels 14 den Rand 17
des Schuhbodens gerade erreicht, keinesfalls aber überschreitet. Die Sprühachse 21
des Sprühkopfes 13 steht zu jedem Zeitpunkt der Bewegung senkrecht zu dem Schuhboden
15. Mit gleichförmiger Geschwindigkeit wird der Sprühkopf 13 entlang des gesamten
Randes 17 des Schuhbodens 15 geführt, wobei aus einem gleichbleibenden Abstand, der
wie bereits ausgeführt zwischen 20 und 40 mm liegt, Klebstoff aufgetragen wird. Der
Sprühkopf 13 wird dabei mit einer Positioniergenauigkeit geführt, die besser als 0,5
mm ist.
[0046] Wenn der Sprühkopf 13 den gesamten Rand des Schuhbodens 15 abgefahren hat und der
Schuhboden 15 mit Klebstoff beschichtet ist, wird die Sprühphase beendet und eine
Reinigungsphase zur Beseitigung von an der Klebstoffdüse 41 und der Sprühluftdüse
55 anhaftenden Klebstoffresten eingeleitet. Dazu wird bei nicht in Randnähe stehendem
Sprühkopf 13 das 3/2-Wegeventil 66 in seine Ruhestellung geschaltet, womit die Kammer
37 druckfrei wird und die Feder 53 den Kolben 34 mit der Ventilnadel 29 in die Bohrung
23 hinein schiebt. Dabei verschließt der Ventilkegel 39 die Klebstofföffnung 42. Die
Sprühluft liegt über das noch eingeschaltete 3/2-Wegeventil 83 zunächst für ungefähr
0,5 s weiter an, wobei gröbere Klebstoffreste abgeblasen werden können.
[0047] Nach Ablauf dieser 0,5 Sekunden wird das 3/2-Wegeventil 83 für die Sprühluft für
0,1 s geschlossen. Während dieser Zeitspanne wird das für das Wasser vorgesehene 3/2-Wegeventil
84 für einige Millisekunden geöffnet, so daß einige Tropfen Wasser aus dem unter Druck
stehenden Wasservorrat 92 und der Wasserleitung 79 über das Wechselventil 81 in die
Sprühluftleitung gelangen.
[0048] Sobald die genannte Zeitspanne von 0,1 s vergangen ist, wird bei inzwischen geschlossenem
3/2-Wegeventil 84 das für die Sprühluft vorgesehene 3/2-Wegeventil 83 nochmals für
0,5 s geöffnet. Die unter dem Druck von 3 bar stehende Sprühluft verwirbelt nun das
in der Sprühluftleitung 66 und möglicherweise bereits in der Sprühluftkammer 57 befindliche
Wasser und spült dadurch die flüssigen Klebstoffreste ab, bis auch das 3/2-Wegeventil
83 für die Sprühluft geschlossen wird. Bei der Reinigungsphase entsteht auf der Brandsohle,
in deren Bereich der Vorgang abgelaufen ist, ein Wasserklecks, der in wenigen Minuten
abtrocknet.
[0049] Der Sprühkopf 13 ist nach der Reinigungsphase wieder in der Ruhephase, in der er
auch längere Zeit bleiben kann ohne zu verkleben. Die während der Sprühphase abgelagerten
Klebstoffreste, die, wenn sie sich ansammeln, den Sprühkopf 13 im Bereich der Klebstoffdüse
41 und der Sprühluftdüse 55 verkleben und damit den Querschnitt und den Sprühkegel
beeinflussen können, sind damit entfernt.
1. Verfahren zum Auftragen von Klebstoffen mit einem Sprühkopf in einer Sprühphase, während
der der aufzutragende Klebstoff einem Sprühluftstrahl beigemischt wird, der den Klebstoff
zerstäubt und der einen Sprühkegel ausbildet, und mit einer Ruhephase, während der
sowohl die Sprühluftzufuhr als auch die Klebstoffzufuhr unterbrochen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß bei dem Übergang von der Sprühphase zu der Ruhephase eine Reinigungsphase
durchlaufen wird, in der die Klebstoffzufuhr unterbunden ist und in der der Sprühluft
wenigstens kurzzeitig ein Lösungsmittel für den Klebstoff beigegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsphase am Ende
jeder Sprühphase stattfindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Klebstoff wäßriger PU-Klebstoff
und als Lösungsmittel Wasser verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Reinigungsphase
die Sprühluftzufuhr unterbrochen und stattdessen Lösungsmittel zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungphase folgende
Schritte umfaßt:
einen ersten Schritt, in dem ausschließlich die Sprühluftzufuhr arbeitet,
einen zweiten Schritt, in dem die Sprühluftzufuhr unterbunden ist und Lösungsmittel
unter Druck in eine Zuführung für die Sprühluft gegeben wird und
einen dritten Schritt, in dem die Lösungsmittelzufuhr abgestellt ist und die Sprühluftzufuhr
arbeitet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schritt und der dritte
Schritt im wesentlichen gleich lange Zeitspannen beanspruchen.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schritt im wesentlichen
ein Fünftel der Zeitspanne beansprucht, wie der erste Schritt.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schritt ungefähr
0,5 s dauert.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, es bei
der Schuhherstellung zum Auftragen des Klebstoffes auf Schuhböden (15) angewendet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoffauftrag während
der Sprühphase aus einer Richtung senkrecht zu dem jeweiligen Schuhboden (15) erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff ausgehend von
dem mittleren Vorderfußteil entlang der Randes des Schuhbodens (15) aufgetragen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsphase durchgeführt
wird, wenn der Sprühkopf (13) in einem mittleren Bereich des Schuhbodens (15) randfern
steht.
13. Beschichtungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einem Sprühkopf, der wenigstens mit einem an eine Sprühluftleitung
angeschlossenen Sprühluftanschluß sowie einen Klebstoffanschluß versehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sprühluftleitung (66) an eine gesteuerte Umschalteinrichtung
(78) angeschlossen ist, über die die Sprühluftleitung (66) wahlweise an eine Sprühdruckleitung
(80) als Druckluftquelle (67) oder an eine Lösungsmittelquelle (91) anschaltbar ist.
14. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühkopf
(13) ein gesteuertes Nadelventil zur Regulierung und Steuerung der Klebstoffzufuhr
aufweist.
15. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Nadelventil
eine Ventilnadel (29) aufweist, die auf die geschlossene Stellung des Nadelventils
zu federbelastet ist.
16. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel
mit einem Kolben (34) verbunden ist, der abgedichtet und in Längsrichtung der Ventilnadel
(29) beweglich in einer Kammer (37) mit einem nach außen geführten Druckluftanschluß
(38) aufgenommen ist.
17. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitshub
des Kolbens (34) in Richtung auf die geöffnete Stellung des Nadelventils durch eine
in der axialen Verlängerung der Ventilnadel (29) angeordnete Mengenregulierschraube
(48) begrenzt ist.
18. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinrichtung
(78) ein Ventil (83) für Druckluft und ein Ventil (84) für Lösungsmittel aufweist.
19. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile
(83, 84) 3/2-Wegeventile (83, 84) sind.
20. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil
(83) für Druckluft und das Ventil (84) für Lösungsmittel ausgangsseitig über ein Wechselventil
(81) zusammengeschaltet sind.
21. Beschichtungseinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselventil
(81) ausgangsseitig an die zu dem Sprühkopf (13) führende Sprühluftleitung (66) angeschlossen
ist.