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(11) |
EP 0 588 143 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.05.1995 Patentblatt 1995/19 |
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Anmeldetag: 31.08.1993 |
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Erdbohrer zum Herstellen eines Ortbeton-Verdrängungspfahles
Earth drill for placing a concrete pile in situ
Trépan de forage pour former un pieu de béton dans le sol
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE DK FR GB LU NL |
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Priorität: |
01.09.1992 DE 4228580
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.03.1994 Patentblatt 1994/12 |
| (73) |
Patentinhaber: STRABAG HOCH- UND INGENIEURBAU AG |
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D-50679 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Die Erfinder haben auf ihre Nennung verzichtet
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| (74) |
Vertreter: Hennicke, Albrecht, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. Buschhoff
Dipl.-Ing. Hennicke
Dipl.-Ing. Vollbach,
Kaiser-Wilhelm-Ring 24 50672 Köln 50672 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 126 409 FR-A- 2 504 168 US-A- 2 320 610 US-A- 3 962 879 US-A- 4 949 795 US-A- 5 158 147
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EP-A- 0 378 348 FR-A- 2 534 292 US-A- 2 401 250 US-A- 4 854 396 US-A- 5 078 219
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Erdbohrer zum Herstellen eines Ortbeton-Verdrängungspfahles,
mit einem rohrförmigen Schaft, der an seinem unteren Ende eine lösbare Bohrspitze
und im Abstand vom unteren Ende einen den Schaft konzentrisch umgebenden Verdrängungskörper
aufweist und wobei zwischen Bohrspitze und Verdrängungskörper auf dem Außenumfang
des Schaftes mindestens eine Schraubenrippe angeordnet ist.
[0002] Beim Herstellen von Bohrpfählen aus Ortbeton geschieht es häufig, daß beim Herstellen
des Bohrloches das umgebende Erdreich vom Erdbohrer aufgelockert wird. Eine Lockerung
des Bodengefüges muß jedoch unbedingt vermieden werden, da sonst die Wandreibung des
das Bohrloch ausfüllenden Ortbetonpfahles herabgesetzt und die Tragfähigkeit des Pfahles
vermindert wird. Der Hohlraum für den Ortbetonpfahl im Boden wird deshalb nicht dadurch
hergestellt, daß der beim Niederbringen des Bohrers gelöste Boden zu Tage gefördert
wird, sondern der gelöste Boden wird beim Niederbringen des Bohrers seitlich und nach
oben hin in das anstehende Erdreich verdrängt, wobei der das Bohrloch umgebende Boden
zusätzlich verdichtet wird.
[0003] Zum Herstellen von Ortbeton-Verdrängungspfählen ist ein Erdbohrer der eingangs näher
erläuterten Art bekannt (EP-Bl-0228138), dessen Schraubenrippe von der Bohrspitze
bis zum Verdrängungskörper durchläuft und dessen Verdrängungskörper eine an die Schraubenrippe
anschließende Schraubenfläche aufweist, die sich zunächst spiralförmig bis zum Außendurchmesser
der Schraubenrippe erweitert und dann wieder spiralförmig auf den Umfang des Schaftes
verengt, in diesem oberen Bereich jedoch einen zur Schraubenrippe gegenläufigen Drehsinn
aufweist.
[0004] Dieser bekannte Erdbohrer hat den Nachteil, daß die durchgehende Schraubenrippe das
den Bohrer umgebende Erdreich beim Niederbringen des Bohrers stark auflockert und
nach oben fördert, wenn die Vorschubgeschwindigkeit des Bohrers in Axialrichtung kleiner
ist als sie der Steigung der Schraubenrippe entspricht. Der hochgeförderte Boden wird
dann von den Spiralflächen des Verdrängungskörpers radial nach außen und von der oberen
Spirale auch nach unten gedrückt. Hierbei tritt aber eine so starke Verdichtung und
eine so bedeutende Erhöhung der Reibung im Bereich des Verdrängungskörpers ein, daß
sich der Bohrer im Boden festfrißt und nicht tiefer in den Boden eindringen kann,
wenn sein Verdrängungskörper den oberen Horizont der Bodenschicht erreicht hat, in
der der Pfahl niedergebracht werden soll. Die Länge der herzustellenden Pfähle kann
deshalb nicht größer sein als die Schaftlänge des Bohrers zwischen dessen Bohrspitze
und dem Verdrängungskörper. Eine wirksame Verdichtung des Bodens wird deshalb mit
dem bekannten Erdbohrer nur in der Nähe der Erdoberfläche erreicht, nicht aber in
tieferen Schichten, wo die durchlaufende Schraubenrippe eine Lockerung des Bodens
bewirkt hat, die vor dem Ziehen des Bohrers nicht wieder beseitigt werden kann.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Erdbohrer der
eingangs näher erläuterten Art zu schaffen, der in verschiedenen Böden, insbesondere
auch in rolligen Böden und großen Tiefen so niedergebracht und wieder herausgezogen
werden kann, daß eine Auflockerung des den Pfahl umgebenden Bodens weitgehend vermieden
und immer wieder sofort beseitigt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß am unteren Ende des Bohrerschaftes
eine Manschette angeordnet ist, deren Außendurchmesser mindestens ebenso groß ist
wie der Außendurchmesser der Schraubenrippe und deren axiale Länge größer ist als
die axiale Dicke der Schraubenrippe oder der kleinste Abstand zwischen zwei Schraubengängen
der Rippe.
[0007] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß das beim Bohren von der Bohrspitze gelöste
und zur Seite gedrängte Haufwerk von der Manschette in den seitlich anstehenden Boden
gedrängt und dort verdichtet wird. Beim Hochziehen des Bohrers, das mit einer ganz
langsamen Drehung des Bohrers um seine Längsachse durchgeführt wird, glättet die Manschette
die Bohrlochwandung und dichtet sie gleichzeitig gegen den aufsteigenden Ortbeton
ab, der von obenher durch den rohrförmigen Schaft beim Ziehen des Bohrers in das Bohrloch
eingefüllt wird, während die Bohrspitze am Grund des Bohrloches zurückbleibt.
[0008] Die Manschette ist zweckmäßig ein mit dem Schaft festverbundener Metallring, der
an seiner unteren Stirnseite mindestens eine Bodeneintrittsöffnung aufweist. Diese
Ausgestaltung hat den Vorteil, daß ein Teil des von der Bohrspitze gelösten Bodens
in die Schraubengänge der Schraubenrippe eintreten und den dort gelockerten Boden
beim Niederbringen des Bohrers vermehren und verdichten kann. Gleichzeitig wird hierdurch
der Spitzenwiderstand beim Niederbringen des Bohrers verringert.
[0009] In die Bodeneintrittsöffnung der Manschette mündet zweckmäßig eine Schraubenteilfläche,
die von der oberen Stirnseite der Manschette ausgeht und die sich an die Schraubengänge
der Schraubenrippe anschließen kann. Der gelöste Boden wird dann ohne weiteres in
die Schraubengänge der Rippe geleitet.
[0010] Die äußere Umfangsfläche der Manschette kann zylindrisch sein. Besonders zweckmäßig
ist es jedoch, wenn sich die äußere Umfangsfläche der Manschette zu deren unterer
Stirnseite hin konisch erweitert. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß im Bereich
der Schraubenrippe befindlicher gelockerter Boden beim Hochziehen des Bohrers leicht
an die konische Umfangsfläche der Manschette gelangt und von dieser gegen die Bohrlochwandung
gedrückt und darin verdichtet wird.
[0011] Hiermit wird zugleich eine gute Abdichtung gegen den am unteren Rand des Bohrers
auftretenden Ortbeton erzielt.
[0012] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Verdrängungskörper einen sich nach oben erweiternden,
glattwandigen, konischen Teil aufweist, dessen größter Außendurchmesser mindestens
ebenso groß ist wie der Außendurchmesser der Schraubenrippe. Mit einem solchen kegelstumpfförmigen
Verdrängungskörper gelingt es, den beim Niederbringen des Bohrers gelockerten Boden
zwischen den Schraubengängen nach Außen zu drängen und zu verdichten, so daß die Bohrlochwandung
standfest bleibt. Da die Umfangsfläche des Verdrängungskörpers glattwandig ist, gleitet
er leicht an der Bohrlochwandung entlang und ermöglicht so dem Bohrer, auch in größere
Tiefen vorzudringen, ohne daß die Gefahr besteht, daß sich der Bohrer beim Verdichten
der Bohrlochwandung festfrist.
[0013] Wenn der Verdrängungskörper oberhalb seines konischen Teiles einen an diesen anschließenden,
glattwandigen, zylindrischen Teil aufweist, wird die durch den konischen Teil verdichtete
Bohrlochwandung beim Niederbringen des Bohrers zusätzlich stabilisiert.
[0014] Die lösbare Bohrspitze kann eine im wesentlichen ebene Platte sein, die an ihrer
Unterseite eine sich quer über die Platte erstreckende Bodenlockerungsleiste aufweist.
Eine derartig gestaltete Bohrspitze ist mit einfachen Mitteln preiswert herzustellen
und kann am Grund des Bohrloches zurückbleiben, wenn der Bohrer herausgezogen und
gleichzeitig das Bohrloch mit Beton gefüllt wird. Die Bohrspitzenplatte ist zweckmäßig
durch ein Bajonett- oder Klauenverschluß mit dem rohrförmigen Schaft des Bohrers verbunden.
Sie sitzt dann beim Niederbringen des Bohrers an diesem fest und verschließt dessen
untere Rohröffnung sicher. Andererseits kann sie sich durch eine geringe Rückdrehung
des Bohrerschaftes aus dessen Klauen lösen, wenn durch den Bohrerschaft von obenher
Ortbeton in das Bohrloch eingefüllt und der Erdbohrer nach oben herausgezogen werden
soll.
[0015] Da die Schraubenrippe den Bohrer beim Niederbringen nur führen, aber das den Bohrerschaft
umgebende Erdreich nicht lockern oder lösen soll, genügen zwei Schraubengänge für
die Schraubenrippe.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung an Beispielen
näher erläutert sind. Es zeigt:
Fig. 1 den unteren Teil eines Bohrers nach der Erfindung in einer ersten Seitenansicht,
Fig. 2 den Erdbohrer nach Fig. 1 in einer um 90° ver drehten Seitenansicht,
Fig. 3 den Erdbohrer nach den Fig. 1 und 2 mit nach unter herausgezogener Bohrspitzenplatte
in einem diametralen Längsschnitt,
Fig. 4 eine etwas andere Ausführungsform eines Erdbohrers nach der Erfindung, der
mit einer Bohrspitzenplatte verschlossen ist in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung,
Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 3 in einer Untersicht und
Fig. 6 die Untersicht auf eine Bohrspitzenplatte in einer etwas anderen Ausführungsform.
[0017] In den Zeichnungen ist mit 10 das untere Ende eines Erdbohrers bezeichnet, der zum
Herstellen eines Ortbeton-Verdrängungspfahles verwendet wird. Der Erdbohrer 10 besteht
aus einem zylindrischen, rohrförmigen Schaft 11, der an seinem unteren Ende eine Bohrspitze
12 trägt, die den zylindrischen Innenraum 13 des Bohrers 10 verschließt und mit einem
nicht näher dargestellten Klauenverschluß am unteren Ende des Schaftes 11 lösbar befestigt
ist. Die Bohrspitze 12 besteht aus einer im wesentlichen ebenen Platte 14, die an
ihrer Unterseite eine sich quer über die Platte 14 erstreckende Bodenlockerungsleiste
15 trägt, die bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel eine gerade Leiste
ist und bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel nach einem S geformt ist.
[0018] Der Schaft 11 des Erdbohrers 10 trägt auf seinem Außenumfang eine Schraubenrippe
16, die bei den dargestellten Ausführungsbeispielen nur zwei Schraubengänge 17 und
18 hat, aber auch noch mit mehr Schraubengängen ausgeführt sein kann. Die Schraubenrippe
ist in Form eines schmalen Stahlbandes auf die äußere Umfangsfläche 19 des Schaftes
11 aufgeschweißt und so ausgebildet, daß die Steigung des oberen Schraubenganges 18
größer ist als die Steigung des unteren Schraubenganges. Der obere Schraubengang 18
endet an einem Verdrängungskörper 20, der im Abstand vom unteren Ende 11a des Schaftes
11 angeordnet ist, diesen konzentrisch umgibt und auch mit dem Schaft aus einem Stück
hergestellt sein kann. Der Verdrängungskörper besteht aus einem sich nach obenhin
erweiternden, glattwandigen konischen Teil 21 und aus einem glattwandigen zylindrischen
Teil 22, dessen Außendurchmesser D ebenso groß ist wie der Außendurchmesser S der
Schraubenrippe 16.
[0019] An seinem unteren Ende 11a trägt der Schaft 11 des Erdbohrers 10 eine Manschette
23 aus Stahl, die auf den Schaft des Rohres aufgeschweißt ist, aber auch mit diesem
aus einem Stück bestehen kann. Der größte Außendurchmesser M der Manschette 23 ist
ebenso groß wie der Außendurchmesser S der Schraubenrippe und die axiale Länge L der
Manschette 23 ist größer als die axiale Dicke a der Schraubenrippe 16.
[0020] Wenn bei einer anderen Ausführungsform die Schraubenrippe eine größere axiale Dicke
hat und die einzelnen Schraubengänge nur einen geringen Abstand voneinander haben,
soll die axiale Länge L größer sein als der kleinste Abstand zwischen zwei Schraubengängen
der Rippe. Eine solche Ausführungsform ist in den Zeichnungen jedoch nicht dargestellt.
[0021] Wie aus den Figuren 1 bis 5 hervorgeht, hat die Manschette 23 an ihrer unteren Stirnseite
24 zwei vorspringende Klauen 25, die zum Auflockern des Bodens beim Niederbringen
des Bohrers dienen. Die Manschette 23 hat an ihrer unteren Stirnseite 24 ferner mindestens
eine Bodeneintrittsöffnung 26, in die eine Schraubenteilfläche 27 mündet, die von
der oberen Stirnseite 28 der Manschette 23 ausgeht und an die sich der untere Schraubengang
17 der Schraubenrippe 16 nach obenhin anschließt.
[0022] Bei der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform hat die Manschette
23 eine zylindrische größere Umfangsfläche. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 dagegen
ist die äußere Umfangsfläche 30 der Manschette 23 derart konisch, daß sie sich zur
unteren Stirnseite 24 hin erweitert. Man erkennt aus Fig. 4, daß der größte Außendurchmesser
M an der unteren Stirnseite der Manschette 23 größer ist als der Außendurchmesser
S der Schraubenrippe 16, die dem Außendurchmesser an der oberen Stirnseite 28 der
Manschette 23 entspricht.
[0023] Die Wirkungsweise des dargestellten und beschriebenen Erdbohrers ist folgende:
Beim Niederbringen des Erdbohrers 10 ins Erdreich wird der Bohrer in Richtung des
Pfeiles 31 unter Druck axial verschoben und zugleich in Richtung des Pfeiles 32 in
Umfangsrichtung im Uhrzeigersinn langsam gedreht. Die Klauen 25 an der unteren Stirnseite
24 der Manschette 23 und die Bodenlockerungsleiste 15 an der Bohrspitzenplatte 12
lockern und lösen hierbei das Erdreich unter der Bohrspitze. Ein Teil dieses gelösten
Erdreiches wandert über die Schraubenteilfläche 27 zwischen die Schraubengänge 17
und von dort weiter zwischen die Schraubengänge 18 der Schraubenrippe 16. Die gelöste
Erde gelangt dann in den Bereich des konischen Teiles 21 des Verdrängungskörpers 20,
der mit dem Bohrer abwärts wandert und das in seinen Bereich gelangende Erdreich nach
Außen gegen die Bohrlochwandung preßt und dort verdichtet. Der zylindrische Teil 22
glättet dann die verdichtete Bohrlochwandung und führt den Bohrer im Bohrloch.
[0024] Ein weiterer Teil des an der unteren Stirnseite der Bodenspitze gelockerten Bodens
wird nach außen gedrängt und von der äußeren Umfangsfläche 29 der Manschette 23 gegen
die Bohrlochwandung gedrängt.
[0025] Sobald der Erdbohrer 10 die gewünschte Tiefe erreicht hat, wird durch eine kurze
Drehung entgegen dem durch den Pfeil 32 dargestellten Uhrzeigersinn der Bajonettverschluß
zwischen dem unteren Schaftende und der Bohrspitzenplatte 12 gelöst. Nachdem in den
Innenraum 13 des Schaftes 11 eine geeignete Pfahlbewehrung eingebracht wurde, wird
in diesen Innenraum 13 Frischbeton eingefüllt und der Erdbohrer 10 langsam in Richtung
des Pfeiles 32 hochgezogen, wobei der Erdbohrer in Richtung des Pfeiles 32 sehr langsam
gedreht wird. Der Frischbeton tritt hierbei am unteren Ende des rohrförmigen Schaftes
11 aus und steigt im Bohrloch hoch, wobei die Bohrlochwandung durch die Manschette
23 gegen den Frischbeton abgedichtet wird. Zugleich glättet die Manschette 29 die
Bohrlochwandung und verdichtet dar durch die Schraubengänge 17 und 18 der Schraubenrippe
16 noch gelockerte Erdreich im Bereich der Bohrlochwandung. Hierbei wird eine besonders
gute Verdichtung dann erreicht, wenn die Manschette 23 eine in Fig. 4 gezeigte konische
äußere Umfangsfläche 30 hat.
[0026] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern es sind mehrere Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen. Wie bereits erwähnt, können auch mehr als zwei Schraubengänge
vorgesehen sein und es kann sich auch als zweckmäßig erweisen, alle Schraubengänge
der Schraubenrippe mit der gleichen Steigung auszuführen. Ferner ist es auch möglich,
die Manschette am unteren Ende des rohrförmigen Schaftes geschlossen auszuführen und
ihr eine in Axialrichtung ballige Umfangsfläche zu geben, so daß der Bohrer leichter
ins Erdreich eindringt und sowohl beim Niederbringen als auch beim Ziehen des Bohrers
eine Verdichtung des Erdreiches der Bohrlochwandung bewirkt. Es ist auch möglich,
beim Ziehen des Bohrers diesen rückwärts, d. h. entgegen dem durch Pfeil 32 dargestellten
Uhrzeigersinn zu drehen oder durch langsames Hin- und Herdrehen des Bohrers dessen
Herausziehen aus dem Bohrloch zu erleichtern.
1. Erdbohrer zum Herstellen eines Ortbeton-Verdrängungspfahles, mit einem rohrförmigen
Schaft, der an seinem unteren Ende eine lösbare Bohrspitze und im Abstand vom unteren
Ende einen den Schaft konzentrisch umgebenden Verdrängungskörper aufweist und wobei
zwischen Bohrspitze und Verdrängungskörper auf dem Außenumfang des Schaftes mindestens
eine Schraubenrippe angeordnet ist, welche den Schaft mindestens teilweise umgibt,
dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des Schaftes (11) eine Manschette (23) angeordnet ist, deren
Außendurchmesser (M) mindestens ebenso groß ist wie der Außendurchmesser (S) der Schraubenrippe
(16) und deren axiale Länge (L) größer ist als die axiale Dicke (a) der Schraubenrippe
(16) oder der kleinste Abstand zwischen zwei Schraubengängen (17,18) der Rippe (16).
2. Erdbohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (23) ein mit dem Schaft (11) fest verbundener Metallring ist,
der an seiner unteren Stirnseite (24) mindestens eine Bodeneintrittsöffnung (26) aufweist.
3. Erdbohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bodeneintrittsöffnung (26) der Manschette (23) eine Schraubenteilfläche
(27) mündet, die von der oberen Stirnseite (28) der Manschette (23) ausgeht.
4. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Umfangsfläche (29) der Manschette (23) zylindrisch ist.
5. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Umfangsfläche (30) der Manschette (23) sich zu deren unterer Stirnseite
(24) hin konisch erweitert.
6. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängungskörper (20) einen sich nach oben erweiternden, glattwandigen,
konischen Teil (21) aufweist, dessen größter Außendurchmesser (D) mindestens ebenso
groß ist wie der Außendurchmesser (S) der Schraubenrippe (16).
7. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängungskörper (20) oberhalb seines konischen Teiles (21) einen an diesen
anschließenden, glattwandigen, zylindrischen Teil (22) aufweist.
8. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Bohrspitze (12) eine im wesentlichen ebene Platte (14) ist, die an
ihrer Unterseite eine sich quer über die Platte (14) erstreckende Bodenlockerungsleiste
(15) aufweist.
9. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspitzenplatte (14) durch einen Bajonett- oder Klauenverschluß mit dem
rohrförmigen Schaft (11) des Bohrers (10) verbunden ist.
10. Erdbohrer nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenrippe (16) nur zwei Schraubengänge (17,18) aufweist und an die Schraubenteilfläche
(27) der Manschette (23) anschließt.
1. A ground drill for the production of an on-site concrete displacement post, comprising
a tubular shaft having at its bottom end a detachable drill tip and at a distance
from the lower end a displacement element which concentrically surrounds the shaft,
and that on the outer circumference of the shaft between drill tip and displacement
element is arranged at least one screw rib which at least partially surrounds the
shaft, characterized in that at the lower end of the shaft (11) is arranged a collar (23) the outside diameter
(M) of which is at least as large as the outside diameter (S) of the screw rib (16)
and the axial length (L) of which is greater than the axial thickness (a) of the screw
rib (16) or the smallest distance between two screw threads (17, 18) of the rib (16).
2. A ground drill according to claim 1, characterized in that the collar (23) is a metal ring, which is firmly connected to the shaft (11) and
which comprises at its lower end (24) at least one bottom inlet opening (26).
3. A ground drill according to claim 1 or 2, characterized in that a screw-element surface (27), which originates at the top end (28) of the collar
(23), terminates in the bottom inlet opening (26) of the collar (23).
4. A ground drill according to one of claims 1-3, characterized in that the outer peripheral surface (29) of the collar (23) is cylindrical.
5. A ground drill according to one of claims 1-3, characterized in that the outer peripheral surface (30) of the collar (23) extends conically towards its
lower end (24).
6. A ground drill according to one of claims 1-5, characterized in that the displacement element (20) comprises a smooth-walled and upwardly widening conical
portion (21), the largest outside diameter (D) of which is at least as large as the
outside diameter (S) of the screw rib (16).
7. A ground drill according to one of claims 1-6, characterized in that the displacement element (20) comprises above its conical portion (21) a thereto
adjacent smooth-walled cylindrical portion (22).
8. A ground drill according to one of claims 1-7, characterized in that the detachable drill tip (12) is an essentially plane plate (14) which has at its
bottom side a ground loosening ledge (15) which extends across the plate (14).
9. A ground drill according to one of claims 1-8, characterized in that the drill-tip plate (14) and the tubular shaft (11) of the drill (10) are connected
by a bayonet-type or claw closure.
10. A ground drill according to one of claims 1-9, characterized in that the screw rib (16) comprises only two screw threads (17, 18) and that it adjoins
the screw-element surface (27).
1. Trépan destiné à la fabrication d'un pieu à compression de sol environnant, en béton
coulé sur place, comportant une tige tubulaire qui présente, à son extrémité inférieure,
une pointe de forage détachable et, à distance de l'extrémité inférieure, un corps
de refoulement entourant la tige de façon concentrique, au moins une nervure hélicoïdale
étant prévue, entre la pointe de forage et le corps de refoulement, sur le pourtour
de la tige, nervure qui entoure au moins partiellement la tige, caractérisé en ce
qu'à l'extrémité inférieure de la tige (11) du trépan, est prévu un manchon (23) dont
le diamètre extérieur (M) est au moins aussi grand que le diamètre extérieur (S) de
la nervure hélicoïdale (16), et dont la longueur axiale (L) est supérieure à l'épaisseur
axiale (a) de la nervure hélicoïdale (16) ou au plus petit écart entre deux pas de
vis (17, 18) de la nervure (16).
2. Trépan selon la revendication 1, caractérisé en ce que le manchon (23) est constitué
par un anneau métallique relié fixement à la tige (11), qui présente, sur sa face
fontale (24) inférieure, au moins une ouverture (26) de pénétration dans le sol.
3. Trépan selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans l'ouverture (26)
de pénétration dans le sol du manchon (23), débouche une partie hélicoïdale (27),
qui part de la face frontale (28) supérieure du manchon (23).
4. Trépan selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le pourtour extérieur
(29) du manchon (23) est cylindrique.
5. Trépan selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le pourtour extérieur
(30) du manchon (23) va en s'élargissant de façon conique, en direction de sa face
frontale (24) inférieure.
6. Trépan selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le corps de refoulement
(20) présente une partie (21) conique, à parois lisses, allant en s'élargissant vers
le haut, dont le diamètre extérieur (D) le plus élevé est au moins aussi important
que le diamètre extérieur (S) de la nervure hélicoïdale (16).
7. Trépan selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le corps de refoulement
(20) présente, au-dessus de sa partie conique (21), une partie (22) cylindrique, à
parois lisses, lui faisant suite.
8. Trépan selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la pointe de forage
(12) détachable est une plaque (14) sensiblement plane, présentant, sur sa face inférieure,
une barrette (15) d'ameublissement du sol s'étendant en oblique sur la plaque (14).
9. Trépan selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la plaque (14)
de la pointe de forage est reliée à la tige tubulaire (11) du trépan (10) par l'intermédiaire
d'une fermeture à baïonnette ou à griffes.
10. Trépan selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la nervure hélicoïdale
(16) ne présente que deux pas de vis (17, 18) et fait suite à la partie hélicoïdale
(27) du manchon (23).

