[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schallwellen dämpfendes und/oder dämmendes, d.h.
akustisch wirksames Bauelement aus Schaumstoff der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art sowie auf ein Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung.
[0002] Derartige Bauelemente sind bereits bekannt (DE-OS 27 35 153), jedoch nur als akustisch
wirksame Bauteile. Sie haben die Aufgabe, einen möglichst großen Widerstand gegen
das Durchdringen von Schallwellen von der einen Seite des Bauelements auf die andere
zu bilden. Diese Funktion bzeichnet man als "schalldämmend". Darüber hinaus haben
solche Bauelemente gelegentlich auch die Aufgabe, schon die Entstehung von Schallwellen
an der einen Seite des Bauelements zu dämpfen; diese als "schalldämpfende" Funktion
bezeichnete Aufgabe wird beispielsweise dadurch erreicht, daß das Bauelement unmittelbar
mit dem schallabgebenden Element, beispielsweise ein Karosserieblech, verbunden wird
durch z.B. Andrücken, Kleben, Clipsen.
[0003] Darüber hinaus ist es bekannt (DE-PS 32 24 224), für beispielsweise Auspufftöpfe
schalldämpfende Scheiben aus geschäumter Keramik zu verwenden, deren untereinander
in Verbindung stehende Poren zur Aufnahme von Abgaskondensaten dienen. Keramisches
Material ist jedoch verhältnismäßig starr und kann nach der Formgebung und Sinterung
in seiner Form nicht mehr ohne weiteres geändert werden.
[0004] Ferner ist es bekannt (US-PS 4 713 277), in eine Aluminiumschmelze ein Verdickungsmittel
unter Umrühren einzubringen. Dieses Verdickungsmittel (metallisches Calcium) dient
zur Stabilisierung der Schmelzenviskosität. Nach Zugabe von Titanhydridpulver in die
verhältnismäßig niedrigviskose Aluminiumschmelze wird unter weiterem Rühren eine innige
Mischung erzielt. Nun wird das Rührgerät aus der Form genommen und diese wird mit
einem Deckel fest verschlossen. Dann wird durch den Aufschäumprozeß ein Schaumstoffkörper
gebildet, welcher im wesentlichen geschlossene Zellen aufweist. Die Hohlraumwände
der geschlossenen Form definieren die Außenkonfiguration des Schaumstoffkörpers. Zylinderförmige
Schaumstoffkörper dieser Art, die mit Durchgangslöchern versehen sind, werden als
schalldämpfende Einsätze in Auspufftöpfen verwendet.
[0005] Die bisher für Schalldämmungszwecke primär verwendeten Bauelemente aus Schaumstoff
weisen jedoch meistens Kunststoffe, wie Polyurethan, auf (DE-OS 27 35 153). Dabei
stellen die Zellwände mehr oder weniger biegeweiche Häutchen dar. Für Spezialaufgaben
ist es auch bekannt, offenzellige Schaumstrukturen mit solchen Schaumstrukturen zu
verbinden, welche geschlossenzellig sind oder mit Füllstoffen gefüllt bzw. imprägniert
werden. Die Herstellungskosten solcher Doppel-Strukturen sind verhältnismäßig hoch.
Dies gilt auch für offenporigen Schaumstoffvlies (DE-PS 36 24 427). Darüber hinaus
ergeben sich auch Probleme bei der Entsorgung nicht mehr benutzbarer Konstruktionen,
welche mit solchen akustisch wirksamen Bauelementen ausgerüstet sind.
[0006] Ebenfalls bekannt sind thermisch isolierende Schichtstoffelemente (DE-OS 38 21 468
und G 92 03 734.8). Diese Schichtstoffelemente sind z.T. auch akustisch wirksam. Diese
Bauelemente sind jeweils aus mehreren verschiedenen Schichten eines oder mehrerer
Werkstoffe, also kompliziert, aufgebaut. Sie benötigen, da die nicht selbsttragend
sind, zusätzlich eine Versteifung, meist in Form eines Aluminiumträgerblechs. Bei
den Varianten, die aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut sind, stellt sich zudem
das Problem des Recyclings.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Bauelement der eingangs genannten Gattung
dahingehend zu verbessern, daß es bei guter akustischer Wirksamkeit gleichzeitig gute
Wärmeisolationseigenschaften aufweist, einfach herstellbar ist, Leichtbaumerkmale
besitzt und gegenüber anderen Materialien Vorteile bei der Entsorgung bietet.
[0008] Die Erfindung ist im Anspruch 1 gekennzeichnet, und in Unteransprüchen sind weitere
Ausbildungen derselben beansprucht.
[0009] Auch anhand der Figurenbeschreibung werden bevorzugte Ausbildungsformen noch näher
erläutert.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen akustisch wirksamen und thermisch isolierenden Bauelement
ist der Schaumstoffkörper in besonderer Weise ausgebildet. Aus einem Werkstück, das
eine kompaktierte Mischung aus pulverförmigem Aluminium bzw. einer pulverförmigen
Aluminiumlegierung einerseits und pulverförmigem Bläh- bzw. Treibmittel andererseits
sowie bedarfsweise pulverförmigen Aluminiumoxidverbindungen aufweist, wird durch Verformen
und Erwärmen der Schaumstoffkörper gebildet. Das Werkstück kann beispielsweise nach
dem in der DE-PS 40 18 360 beschriebenen Verfahren hergestellt werden und es hat sich
gezeigt, daß die Anwendung jenes Verfahrens, d.h. die Umgehung des in der US-PS 4
713 277 beschriebenen Verfahrens, zu wesentlichen Vorteilen bei der Herstellung akustisch
wirksamer Bauelemente führt. Abgesehen davon, daß das separate Herstellen einer Aluminiumschmelze,
welche nur schwierig zu stabilisieren ist, vor dem Zugeben von Blähmittel vermieden
wird, wird die einfache Herstellung beliebiger Formteile beim Anwender selbst möglich,
sofern ein derartiges aus Aluminiumpulver und Blähmittelpulver und u.U. aluminiumoxidhaltigem
Füllstoff gepreßtes Werkstück als Ausgangsmaterial verwendet wird.
[0011] Dieses kompaktierte Werkstück wird beispielsweise in eine Form eingelegt, deren Hohlraumwände
die Außenkonturen des fertigen Schaumstoffkörpers bestimmt. Die Form kann jedoch aus
so ausgebildet sein, daß die Oberseite offen ist. Durch Erhitzen wird das Aluminiumpulver
aufgeschmolzen und wird für die Abgabe von Bläh- bzw. Treibgas beim Zersetzen des
Bläh- bzw. Treibmittels gesorgt, das die Aluminiumschmelze in eine Schaumstoffstruktur
mit bevorzugt im wesentlichen geschlossenen Zellen umformt. Bei der offen gestalteten
Formvariante wird damit die Möglichkeit zum freien Aufschäumen gegeben. Durch nachträgliches
Stauchen frei, ohne Dickenbegrenzung, aufgeschäumter Werkstücke werden die normal
relativ runden bis polygonalen Schaumporen mit zunehmendem Stauchungsgrad abgeflacht
und ellipsoidartig eingeformt bzw. falten sich die Zellstege senkrecht zur Stauchrichtung
ein. Dies führt zu einem anisotropen Wärmeleitungsverhalten, das zu einer Verringerung
der Wärmeleitung in Werkstückdickenrichtung und einer leicht erhöhten Wärmeleitung
in Werkstückebenenrichtung führt, d.h. eine höhere Wärmedämmung des Werkstücks bewirkt.
[0012] Darüber hinaus ist es auch möglich, ein solches beispielsweise mattenförmiges gepreßtes
Werkstück aus der Aluminium-Blähmittelpulver-Mischung in Hohlräume zwischen Bauteilen
einzulegen und das Werkstück zu erwärmen, so daß es sich zwischen den gegenüberliegenden
Wänden der Bauteile aufbläht und den Zwischenraum im wesentlichen vollständig ausfüllt.
Außer der akustisch wirksamen schalldämpfenden Aufgabe wirkt ein solches Bauelement
gleichzeitig als Vibrationen der anliegenden Bauteile dämmendes und die Gesamtkonstruktion
auch versteifendes Aggregat.
[0013] Die Erfindung bietet daher eine einfache Möglichkeit, Verbundkörper mit sowohl mechanischen
als auch akustisch dämpfenden bzw. dämmenden Funktionen zu bilden. Gleichzeitig begünstigt
das erfindungsgemäße Bauelement die Entsorgung, da es leicht ohne Bildung schädlicher
und die Umwelt verseuchender Gase und Dämpfe im üblichen Metalltrenn- und Aufbereitungsverfahren
von anderen Werkstoffen des Gesamtaggregats trennbar und der Wiederverwendung zuführbar
ist. Es können daher auch recycelbare Aluminiumwerkstoffe zur Herstellung des kompaktierten
Werkstücks und daher des Schallwellen dämpfenden bzw. dämmenden und wärmedämmenden
Bauelements verwendet werden.
[0014] Eine Schwärzung des erzeugten Werkstücks auf einer Seite führt zu einer deutlichen
Erhöhung des Emissionskoeffizienten und somit zu einer Erhöhung der Wärmedämmung.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Anspruch 9 empfiehlt es sich, pulverförmiges
Aluminium in großem Überschuß über die Anteile des Blähmittelpulvers anzuwenden und
zwar in einem verhältnis zwischen 10:1 und 1000:1. In einer beispielhaften Ausführung
der Erfindung ist es zweckmäßig, zusätzlich aluminiumoxydhaltige Verbindungen in Anteilen
von 0-30% (bezogen auf die Gesamtpulvermenge) zuzugeben. In allen Fällen sollte das
Treibmittel, als auch andere Bestandteile weitgehend homogen im Aluminiumpulver verteilt
sein, sofern nicht bestimmte Bereiche des Werkstücks aus der Pulvermischung bei Anwendung
von Wärme weniger stark aufschäumen sollen. Die Pulvermischung wird unter einem Druck
von zweckmäßigerweise zwischen 10 und 500 MPa zu dem Werkstück kompaktiert. Zum Erwärmen
und Aufschäumen sollten Temperaturen im Bereich zwischen 400 und 900 °C angewendet
werden.
[0016] Das erfindungsgemäße Bauelement kann auch nach dem Aufschäumen noch zusätzlich kaltverformt
werden, um es an bestimmte Raumerfordernisse noch besser anzupassen.
[0017] Besonders bevorzugt verwendet wird das erfindungsgemäße Bauelement bei Kraftfahrzeugen
und Maschinenanlagen und zwar als schalldämmende Trennwand und/oder schalldämpfende
Abdeckung von vibrierenden Wandteilen und/oder schalldämmende Wärmeisolation des gesamten
Abgasstranges.
[0018] Es hat sich gezeigt, daß Bauelemente mit aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen
bestehenden Zellwänden der den Schaumstoff bildenden aufgeschäumten Zellen ein Multifunktions-Strukturbauteil
bilden, das nicht nur den Wünschen einer akustisch guten Wirksamkeit entspricht, sondern
auch die oben genannte Aufgabe löst und darüber hinaus weitere Vorteile mit sich bringt:
Abgesehen von der einfachen Herstellbarkeit durch Aufschäumen von insbesondere Aluminiumpulver
und einem gasabspaltenden Treibmittelpulver unter ausreichender Erwärmung insbesondere
unmittelbar in der Hohlform, welche den äußeren Konturen des Bauelements entspricht,
ist die Aluminiumstruktur formstabil und daher selbsttragend, gegenüber Kompaktaluminium
aber auch wesentlich besser thermisch isolierend. Das Gesamtgewicht ist im Ausmaß
der Hohlraumbildung verhältnismäig niedrig. Die Entsorgung kann zusammen mit den anderen
Metallbauteilen aus insbesondere Aluminium ohne Trennen erfolgen. Insbesondere bei
der Anwendung im Automobilbau wird das sehr kostspielige Absondern von Kunststoffteilen
vermieden. Ein einfaches Recyclingverfahren ist die Folge.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Dabei
zeigen:
- Figur 1
- einen schematischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Bauteil;
- Figur 2
- einen vergrößerten Ausschnitt aus dem rechten oberen Bereich von Figur 1;
- Figur 3
- einen noch weiter vergrößerten schematischen Aufriß aus einem Teil des Bauelements
und
- Figur 4
- schematisch die Stufen des Herstellungsverfahrens.
[0020] In Figur 1 ist schematisch im Querschnitt ein Teil einer Art "Vorsatzschale" dargestellt,
welche mit ihrer gewölbten Außenseite 2 innerhalb eines Kraftfahrzeugs dem Fahrgastraum
zugewandt ist. Das Bauelement besteht aus einer Fülle von hohlen Zellen 3, deren Zellwände
3a etwa gemäß Figur 3 aus Aluminium bestehen. Während die dem Fahrgastraum zugewandte
Oberfläche 2 eine im wesentlichen geschlossene, nicht poröse dünne Aluminiumhaut aufweist,
die sich bis zu dem Randteil 5 hinzieht, kann dem schallerzeugenden Motorraum die
offenzellige Innenseite 1 zugewandt sein, so daß der Schall in die Zellen 3 bzw. in
Zwischenräume 3c zwischen benachbarten Zellen 3 eindringen kann. Der eigensteife Schaumstoffkörper
8 aus den hohlen Zellen absorbiert einen Teil der Schallwellen, die durch die Durchbrechungen
3b in den Zellwänden 3a und/oder in die Zwischenräume 3c zwischen benachbarten Zellen
3 eindringen, welche nicht wie an der Verbindungsstelle 3c von aneinanderliegenden
Zellen 3 bei der bei der Schaumbildung angewendeten Hitze zusammenfritten und/oder
verschmelzen. Die Aluminiumhaut 4 und der Randteil 5 des Bauelements sind beispielsweise
durch Verschmelzen oder Verfritten der Zellwände 3a gebildet.
[0021] Um ausladenden Konturen auszuweichen bzw. Abstützelemente aufzunehmen, ist das Bauelement
nach dem Ausführungsbeipiel von Figur 1 an der Innenseite 1 mit Aussparungen 6 versehen;
zu diesem Zweck weist das Bauelement an dieser Stelle eine Zone B geringerer Dicke
als in den anderen Zonen A auf.
[0022] Die Mindestdicke des Bauelements sollte 2 mm betragen; so beträgt die Schichtdicke
des Randteils 5 des Bauelements von Figuren 1 und 2 etwa 3 mm, während die Schichtdicke
in den Zonen A in der Größenordnung von cm liegt. Die Verteilung der Schichtdicken,
Zellen- und Hohlraumgrößen und Zellwanddicken hängt von den Funktionen der Schallabsorption
ab. Vielfach empfiehlt es sich, Zonen sehr guter Schallabsorption mit Zonen per se
weniger guter Schallabsorption abwechseln zu lassen, wodurch ganz bestimmte Überlagungsfunktionen
gebildet werden können.
[0023] Gemäß Figur 4 wird ausgehend von Aluminiumpulver 9 einerseits und Titanhydridpulver
10 andererseits und gegebenenfalls pulverförmigem Aluminiumoxid 11 in einem Mischverfahren
eine homogene Mischung dieser beiden bzw. drei Pulver hergestellt. Dabei werden etwa
100 gr Aluiminiumpulver 0,5 gr Titanhydridpulver und 25 gr Aluminiumoxid zugesetzt.
[0024] Nach dem guten Vermischen der Pulver 9, 10 und eventuell 11 wird das Gemisch in einer
Kompaktierungsstufe unter einem Druck von beispielsweise 50 MPa zu dem in Figur 4
schematisch im Querschnitt dargestellten Werkstück 7 zusammengepreßt. Dieses kann
im Vergleich zur Schichtdicke verhältnismäßig große Abmessungen aufweisen und mattenartig
oder profilförmig ausgebildet sein.
[0025] Nun kann das Werkstück 7 wie jedes andere Werkstück aus normalem Aluminium bzw. Aluminiumlegierung
ohne Zusätze mit bekannten Bearbeitungsmethoden, wie z.B. Biegen, Fräsen, Schneiden,
Bohren, Stanzen, Strangpressen, in jede beliebige zwei- bzw. dreidimensionale Form
7a gebracht werden.
[0026] Schließlich wird das Werkstück 7 in einer Erwärmungs- und Verformungsstufe beispielsweise
innerhalb einer Hohlform zu dem in Figur 4 schematisch im Querschnitt dargestellten
Schaumstoffkörper 8 aufgeschäumt, der eine im wesentlichen offenzellige Schaumstoffstruktur
der Zellen 3 aufweist, außen aber mit einer dünnen Haut 4 überzogen sein kann, ohne
daß hierdurch die akustische Wirksamkeit wesentlich beeinträchtigt wird. Diese Eigenschaft
ist sehr überraschend, da anzunehmen war, daß der Schaumstoffkörper 8 Durchbrechungen
aufweisen müßte. Bei diesem Beispiel reicht zum Erwärmen eine Temperatur von 750 C
aus, um einen Schaumstoffkörper 8 mit einer durchschnittlichen Porosität von etwa
80% und einer durchschnittlichen Zellengröße von etwa 0,8 mm zu bilden.
1. Schallwellen dämpfendes und/oder dämmendes und wärmeisolierendes Bauelement in Leichtbauweise
aus Schaumstoff, bei dem die Zellwände der den Schaumstoff bildenden aufgeschäumten
Zellen im wesentlichen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) aus einem durch Erwärmen verformten Werkstück (7) gebildet
ist, der eine kompaktierte Mischung aus pulverförmigem Aluminium bzw. einer pulverförmigen
Aluminiumlegierung (9), pulverförmigem Bläh- bzw. Treibmittel (10) und bedarfsweise
pulverförmigen Aluminiumoxidverbindungen (11) aufweist.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vielzahl der Zellen (3) des Schaumstoffkörpers (8) offenzellig ist.
3. Bauelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der Oberfläche (2) mit einer im wesentlichen geschlossenen, nicht porösen
dünnen Aluminiumhaut (4) überzogen ist.
4. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) Zonen (A) größerer Dicke und andere Zonen (B) geringerer
Dicke aufweist.
5. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) eine durchschnittliche Porosität zwischen 60% und 90%
aufweist.
6. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) eine durchschnittliche Poren- bzw. Zellgröße zwischen
0,1 und 1,5 mm aufweist.
7. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) eine Dichte zwischen 0,3 und 2,0 g/cm³ aufweist.
8. Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) auf einer Seite geschwärzt ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Schallwellen dämpfenden und/oder dämmenden und wärmeisolierenden
Bauelementes in Leichtbauweise nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Pulver (9) aus Aluminium oder der Aluminiumlegierung mit einem Pulver (10) des
Treibmittels im Verhältnis zwischen 10:1 und 1000:1 (A1-Pulver zu Treibmittelpulver),
sowie mit einem Pulver (11) von Aluminiumoxid in Anteilen von 0 - 30% (bezogen auf
Gesamtpulvermenge) zu einer im wesentlichen homogen verteilten Mischung gemischt und
durch Pressen unter einem Druck zwischen 10 und 500 MPa zu dem Werkstück (7) kompaktiert
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück (7) durch mechanische Bearbeitungsverfahren, wie Biegen, Schneiden,
Fräsen, Bohren, Stanzen, Sägen und Strangpressen, in eine beliebige zwei- bzw. dreidimensionale
Form (7a) gebracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück (7 bzw. 7a) zum Aufschäumen zwischen 400°C und 900°C erwärmt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück (7 oder 7a) in einer im wesentlichen geschlossenen Form so erwärmt
wird, daß es diese beim Aufschäumen vollständig ausfüllt und sich in die Form eines
Schaumstoffkörpers (8) verformt, wobei es nicht zwingend notwendig ist, daß das Werkstück
(7a) in seiner Form der Form des endgültigen Schaumstoffkörpers (8) vor dem Aufschäumen
angepaßt werden muß.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück (7 oder 7a) frei aufgeschäumt und anschließend mehr oder weniger
stark gestaucht und somit auf Endstärke gebracht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaumstoffkörper (8) zusätzlich kaltverformt wird.
15. Verfahren nach einem Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück einseitig geschwärzt wird, beispielsweise durch Graphitierung.
16. Verwendung eines Bauelementes nach einem der Ansprüche 1-8 als schalldämmendes Bauteil,
beispielsweise Trennwand, in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen oder Maschinenanlagen.
17. Verwendung eines Bauelementes nach einem der Ansprüche 1-8 als schalldämpfende Abdeckung
von vibrierenden Wandteilen in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen oder Maschinenanlagen.
18. Verwendung eines Bauelementes nach einem der Ansprüche 1-8 als wärmeisolierendes Bauteil
in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen oder Maschinenanlagen.
19. Verwendung eines Bauelementes nach einem der Ansprüche 1-8 als schalldämmendes bzw.
schalldämpfendes und wärmeisolierendes Bauteil in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen oder Maschinenanlagen.
20. Verwendung eines Bauelementes nach einem der Ansprüche 1-8 als ein selbsttragendes
Strukturbauteil in Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen oder Maschinenanlagen.