(19)
(11) EP 0 588 204 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.03.1994  Patentblatt  1994/12

(21) Anmeldenummer: 93114301.0

(22) Anmeldetag:  07.09.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A63B 57/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FR IT

(30) Priorität: 13.09.1992 DE 9212177 U

(71) Anmelder: Korte-Jungermann, Hans-Werner
D-47877 Willich (DE)

(72) Erfinder:
  • Korte-Jungermann, Hans-Werner
    D-47877 Willich (DE)

(74) Vertreter: Bonsmann, Manfred, Dipl.-Ing. 
Kaldenkirchener Strasse 35a
41063 Mönchengladbach
41063 Mönchengladbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Magneteinrichtung für das Aufnehmen von Golftees


    (57) Eine Abschlagvorrichtung für Golfspiele, mit einem Golfschläger (1) und mit einem mittels einer Spitze (20) in den Boden einschlagbaren Tee (15) zur Aufnahme des Golfballes während des Abschlages, ist derart gestaltet, daß der Golfschläger mit dem Tee (15) über eine Permanentmagneteinrichtung (7,17) lösbar verbindbar ausgebildet ist. Der Golfspieler kann ein Tee, welches nach dem Abschlagen des Balles mit dem Ball aus dem Boden herausgeschleudert wurde, durch Wirkung der Permanentmagneteinrichtung problemlos wieder aufnehmen. Dadurch wird die Handhabbarkeit erleichtert und außerdem erreicht, daß ein einziges Tee für eine Vielzahl von Abschlägen benutzt werden kann.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Abschlagvorrichtung für Golfspiele, mit einem Golfschläger und mit einem mittels einer Spitze in den Boden einsteckbaren Tee zur Auflage des Golfballes während des Abschlages.

    [0002] Bei der Durchführung des Schlages wird das Tee durch Wirkung der aufgebrachten Schlagkraft oft aus dem Boden herausgeschleudert und vielfach auch beschädigt. Dies führt dazu, daß vielfach Tees nur für einen einzigen Abschlag benutzt werden und dann auf dem Golfplatz liegen bleiben, sei es, daß sie beschädigt sind oder daß das Tee so weggeschleudert wird, daß es nicht mehr ohne weiteres auffindbar ist.

    [0003] Das Eindrücken des Tees in den Boden bzw. Untergrund erfolgt durch den Golfspieler von Hand; dies bedeutet, daß er dabei eine gebückte Haltung einnehmen muß.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Abschlagvorrichtungen für Golfspiele der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß einerseits die Handhabbarkeit erleichtert wird und andererseits erreicht wird, daß ein einziges Tee für eine Vielzahl von Abschlägen benutzt werden kann und auch benutzt werden wird.

    [0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Golfschläger mit dem Tee über eine Permanentmagneteinrichtung lösbar verbindbar ausgebildet ist. Hierbei ist vorteilhaft, daß der Golfspieler ein Tee, welches nach dem Abschlagen des Balles mit dem Ball herausgeschleudert wurde, durch Wirkung der Permanentmagneteinrichtung problemlos wieder aufnehmen kann.

    [0006] Die Permanentmagneteinrichtung ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß der Golfschläger in seinem oberen Stirnendbereich des Schlägerschaftes einen sich in Längsrichtung des Schlägerschaftes erstreckenden Schlägermagneten aufweist, und das Tee an seiner der Spitze abgewandten Seite einen Teemagneten aufweist, und daß die Polrichtung der Magnete so gewählt ist, daß eine magnetische Anziehungskraft Zwischen der freien Flachseite des Schlägermagneten und dem freien Stirnende des Teemagneten ausgeübt wird. Zweckmäßigerweise sind dabei der Schlägermagnet als Stabmagnet und der Teemagnet als Flachmagnet ausgebildet. Dadurch, daß beide Elemente - nämlich der Golfschläger im oberen Endbereich seines Schaftes und das Tee selbst - Permanentmagnete aufweisen, kann eine ausreichend große Magnetkraft realisiert werden.

    [0007] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der obere Stirnendbereich des Schlägerschaftes des Golfschlägers eine hülsenartige, das freie Stirnende des Schlägermagneten umgebende Führungs- und Aufnahmeeinrichtung aufweist, deren Innenprofil zur Aufnahme des Außenprofils des Tees in dem den Teemagnaten umgebenden Bereich ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß bei einem Heranführen des den Schlägermagneten aufweisenden oberen Schlägerschaftes an ein auf dem Boden liegendes Tee sich die beiden Magneten derartig anziehen, daß die freien Seiten der Magneten einander zugewandt sind und der den Teemagneten umschließende Bereich des Tees von der Führungs- und Aufnahmeeinrichtung des Schlägerschaftes aufgenommen wird. Dabei bildet dann die Einsteckspitze des Tees das vordere Stirnende des Schlägerschaftes, und der Golfspieler kann das Einstecken des Tees an der nächsten Stelle ohne sich zu bücken mittels des Schlägerschaftes ausführen. Die Führungs- und Aufnahmeeinrichtung verhindert dabei, daß das Tee während des Einsteckvorganges seitlich ausbricht. Die Magnetkräfte können so gewählt werden, daß ein Abnehmen des Schlägerschaftes nach dem Einstecken des Tees in den Boden entgegen der Wirkung der Magnetkraft ohne weiteres möglich ist.

    [0008] In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der als Stabmagnet ausgebildete Schlägermagnet in einer in das obere Stirnende des sich in Längsrichtung des Schlägerschaftes erstreckenden Rohres eingebrachten Hülse angeordnet ist, an welche der Führungs- und Aufnahmebereich angeformt ist, und daß das freie Stirnende des Stabmagneten gegenüber dem Boden des Führungs- und Aufnahmebereiches um das Maß vorstehend angeordnet ist, um welches die freie Flachseite des Flachmagneten in dem Tee wegen der Rundung des aufzulegenden Golfballes Zurückspringend angeordnet ist. Das im Inneren des Schaftes des Golfschlägers üblicherweise vorhandene Rohr besteht entweder aus Metall oder aus Kunststoff. Das Stirnende des Rohres ist üblicherweise von einem Griff aus elastischem Werkstoff umschlossen. Für die Anbringung des Stabmagneten bietet der erfindungsgemäße Vorschlag den Vorteil, daß ein in eine Hülse der beschriebenen Art beispielsweise eingeklebter Stabmagnet mit der Hülse in das Stirnende des Rohres eingeführt werden kann, wobei vorher in den Griff aus elastischem Material eine entsprechende Öffnung eingebracht wird. Dadurch, daß das freie Stirnende des Stabmagneten gegenüber dem Boden der Führungs- und Aufnahmeeinrichtung um das angegebene Maß vorsteht, wird erreicht, daß sich die beiden Magnete ohne Luftspalt gegeneinander anlegen können, wodurch eine günstige Haltewirkung erzielt wird.

    [0009] In weiterer Ausbildung der Erfindung kann Vorgesehen sein, daß das freie Stirnende des Stabmagneten etwa mit dem Stirnende des Schlägerschaftes fluchtet. Dadurch wird erreicht, daß die Magnetkraft im wesentlichen im Bereich des freien Stirnendes des Stabmagneten und nicht seitlich davon wirkt, wodurch verhindert wird, daß das Tee infolge der Wirkung der Magnetkraft seitlich zur Anlage gegen den Schlägerschaft kommt, aber nicht in die Führungs- und Aufnahmeeinrichtung "eintaucht".

    [0010] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der die Spitze aufweisende Bereich des Tees schwertartig ausgebildet ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß das Tee Flügel aufweist, welche vorzugsweise so angeordnet sind, daß diese quer zur Flachseite des schwertartigen Bereiches verlaufen.

    [0011] Während bei den bekannten Tees die Einsteckspitze konisch und rund ausgebildet ist, kann die Einsteckspitze gemäß der beschriebenen Ausbildung der Erfindung schwertartig ausgebildet sein. Wenn das Tee bei Durchführung des Schlages so in den Boden eingesetzt wird, daß die Längsrichtung des schwertartigen Bereiches in Schlagrichtung weist, so durchschneidet das Tee, wenn es durch den Schlag herausgeschleudert wird, mit dem messerartig wirkenden Schwert den Boden und wird dadurch gegen einem geringeren Widerstand als die bekannten Tees gewaltsam herausgeschleudert. Dadurch wird die Gefahr, daß das Tee geschädigt wird, verringert.

    [0012] Die in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehenen Flügel dienen dazu, den Windwiderstand des Tees zu erhöhen, damit das Tee im Falle einer Herausschleuderung früher landet und somit der Golfspieler das Tee mit dem Schaft seines Schlägers in einem relativ kleinen Umfang wieder heranholen kann.

    [0013] Die Flügel haben aber auch die Wirkung, daß das Tee bei dem Eindrücken in den Boden eine stabile Lage einnimmt. Um zu verhindern, daß ein in den Boden eingeführtes Tee infolge der Wirkung der Flügel nach dem Einführen wieder zurückfedert, kann weiterhin vorgesehen sein, daß die Flügel im Bereich ihrer Verbindung mit dem Tee eine Einkerbung bzw. Ausnehmung aufweisen, was dann zur Folge hat, daß die Flügel bei einem Einführen des Tees in den Boden elastisch nachgiebig reagieren.

    [0014] Das Tee wird bevorzugt aus Kunststoff (beispielsweise Polyamid) hergestellt und zwar vorzugsweise in einer Leuchtfarbe, um das Tee optisch leicht auffindbar zu gestalten. Das Tee kann vom Material her so beständig gestaltet werden, daß es vielfach verwendet werden kann.

    [0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Schnittdarstellung des oberen Stirnendes des Schaftes eines Golfschlägers mit eingebrachtem Stabmagneten;
    Fig. 2
    eine schematische Schnittdarstellung durch ein Tee mit einem eingebrachten Flachmagneten;
    Fig. 3
    einen schematischen Schnitt längs der Schnittlinie III-III in Fig. 2.


    [0016] In Fig. 1 ist das obere Stirnende eines Schlägerschaftes 1 eines Golfschlägers dargestellt. Der am gegenüberliegenden (unteren) Ende des Golfschlägers 1 abgewinkelt angebrachte Schlagbereich ist nicht dargestellt. Der Schlägerschaft weist ein mit 2 bezeichnetes Rohr auf, welches beispielsweise aus Metall besteht. Das Rohr 2 ist im oberen Endbereich von einem aus elastischem Werkstoff, beispielsweise Gummi, Polyurethan od. dgl. bestehenden Griffteil 3 umgeben. Der Griffteil 3 umschließt den oberen Endbereich und normalerweise auch den oberen Stirnendbereich des Rohres 2. Gemäß Fig. 1 ist in den oberen Stirnendbereich des Griffteiles 3 eine Öffnung 4 eingebracht, so daß nach dem Einbringen der Öffnung 4 das obere Stirnende 5 des Rohres 2 freiliegt.

    [0017] In eine Hülse 6 ist ein Stabmagnet 7 eingebracht, beispielsweise verklebt. Zum Einbringen des Stabmagneten weist das untere Stirnende 8 der Hülse 6 eine Entlüftungsöffnung 9 auf. Am Außenumfang der Hülse 6 sind Rippen 10 und am unteren Ende ein Ringteil 11 vorgesehen. Die Hülse 6 stützt sich mit den Rippen 10 gegen die Innenseite des Rohres 2 ab und liegt mit einem quer zur Längsrichtung verlaufenden Flanschteil 12 gegen das untere Ende der Ausnehmung 4 und damit gegen das Stirnende 5 des Rohres 2 an. Die Hülse 6 ist so ausgebildet, daß sie sich zu ihrem freien Ende hin erweitert und eine Führungs- und Aufnahmeeinrichtung 13 aufweist, deren rund ausgebildetes Innenprofil dem rund ausgebildeten Außenprofil 14 eines insgesamt mit 15 bezeichneten Tees entspricht. An der Außenseite ist ein umlaufender Kragen 16 vorgesehen, der gegen den oberen Stirnendbereich des Griffes 3 anliegt.

    [0018] Das Tee 15 weist einen Flachmagneten 17 mit einer freien Flachseite 17a auf. Die Flachseite 17a ist gegenüber dem unteren Stirnende 18 rückspringend ausgebildet, und zwar derart, daß der dadurch entstehende Rücksprung geeignet ist, die Rundung des abzuschlagenden Golfballes aufzunehmen. Das mit 7a bezeichnete freie Stirnende des Stabmagneten 7 ist gegenüber dem Boden 19 der Führungs- und Aufnahmeeinrichtung so vorstehend ausgebildet, daß dann, wenn das Tee mit seinem Bereich 14 von dem Inneren der Führungs- und Aufnahmeeinrichtung 13 aufgenommen ist, die Flachseiten 7a des Magneten 7 und 17a des Magneten 17 ohne Luftspalt gegeneinander anliegen. Das Tee 15 ist mittels einer Spitze 20 in den Untergrund einsteckbar. Der sich an die Spitze anschließende Bereich 21 ist schwertartig ausgebildet. Weiterhin weist das Tee quer zur Längsrichtung des schwertartig ausgebildeten Bereiches gegenüberliegend angebrachte Flügel 22 auf, die in ihrem Verbindungsbereich mit dem Tee jeweils eine Einkerbung 23 aufweisen.


    Ansprüche

    1. Abschlagvorrichtung für Golfspiele, mit einem Golfschläger und mit einem mittels einer Spitze in den Boden einsteckbaren Tee zur Aufnahme des Golfballes während des Abschlages, dadurch gekennzeichnet, daß der Golfschläger (1) mit dem Tee (15) über eine Permanentmagneteinrichtung (7, 17) lösbar verbindbar ausgebildet ist.
     
    2. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Golfschläger in seinem oberen Stirnendbereich einen sich in Längsrichtung des Schlägerschaftes erstreckenden Schlägermagneten (7) aufweist, und das Tee (15) an seiner der Spitze (20) abgewandten Seite einen Teemagneten (17) aufweist, und daß die Polrichtung der Magnete (7, 17) so gewählt ist, daß eine magnetische Anziehungskraft zwischen der freien Flachseite (7a) des Schlägermagneten (7) und dem freien Stirnende (17a) des Teemagneten (17) ausgeübt wird.
     
    3. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlägermagnet (7) als Stabmagnet und der Teemagnet (17) als Flachmagnet ausgebildet sind.
     
    4. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Stirnbereich des Schlägerschaftes des Golfschlägers eine hülsenartige, das freie Stirnende (7a) des Schlägermagneten (17) umgebende Führungs- und Aufnahmeeinrichtung (13) aufweist, deren Innenprofil zur Aufnahme des Außenprofils des Tees (15) in dem den Teemagneten (17) umschließenden Bereich (14) ausgebildet ist.
     
    5. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der als Stabmagnet ausgebildete Schlägermagnet (7) in einer in das obere Stirnende des sich in Längsrichtung des Schlägerschaftes erstreckenden Rohres (2) eingebrachten Hülse (6) angeordnet ist, an welche die Führungs- und Aufnahmeeinrichtung (13) angeformt ist, und daß das freie Stirnende des Stabmagneten (7) gegenüber dem Boden der Führungs- und Aufnahmeeinrichtung (13) um das Maß vorstehend angeordnet ist, um welches die freie Flachseite (17a) des Flachmagneten (17) in dem Tee (15) wegen der Rundung des aufzulegenden Golfballes zurückspringend angeordnet ist.
     
    6. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Stirnende (7a) des Stabmagneten (7) etwa mit dem Stirnende des Schlägerschaftes fluchtet.
     
    7. Abschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Spitze (20) aufweisende Bereich des Tees (15) schwertartig ausgebildet ist.
     
    8. Abschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Tee (15) Flügel (22) aufweist.
     
    9. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (22) quer zur Flachseite des schwertartig verlaufenden Bereiches (21) verlaufen.
     
    10. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (22) im Bereich ihrer Verbindung mit dem Tee (15) eine Einkerbung (23) bzw. Ausnehmung aufweisen, derart, daß die Flügel (22) bei einem Einstecken des Tees in den Boden elastisch-nachgiebig reagieren.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht