[0001] Die Erfindung betrifft ein Stufengehäuse in mehrteiliger Bauart zur Verwendung bei
Kreiselpumpen.
[0002] Durch die DE-PS 323 630 sind Stufengehäuse als Stand der Technik erwähnt, bei denen
mehrere Gußteile zu einem einheitlichen Stufengehäuse zusammengesetzt sind. Ein mit
offenen Schaufelkanälen ausgestattetes Leitradteil ist in seinem Eintrittsbereich
teilweise durch einen separaten Schleißring abgedeckt. Dieser soll das Pumpengehäuse
vor Verschleiß schützen. Zur Vermeidung der aufwendigen Konstruktion dient dann ein
einteilig hergestellter, geschlossener Leitradring.
[0003] Aus der DE-OS 26 43 462 sind verschiedene Bauarten von zusammensetzbaren Stufengehäusen
bekannt. Die Formgebung der die Seitradkanäle und die Rückführkanäle aufweisenden
Stufengehäuseteile ist sehr kompliziert und erfordert aufwendige Techniken.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Stufengehäusebauart zu entwickeln,
welche bei einfachster Herstellung eine bessere Energieumsetzung gewährleistet. Die
Lösung dieses Problems erfolgt gemäß dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches.
[0005] Alle Bauteile des Stufengehäuses zeichnen sich durch ihre einfache geometrische Form
und deren leichte Herstellbarkeit aus. Besonders das rohrförmige Ringelement, dessen
Dimensionen entsprechend dem jeweiligen Stufendruck bzw. dem Pumpendruck ausgelegt
sind, ist einfach zu fertigen. Der strömungsführende ausgelegt sind, ist einfach zu
fertigen. Der strömungsführende Einsatz mit seinen offenen Kanälen läßt sich ebenfalls
sehr einfach, z.B. in spanabhebender oder gußtechnischer Weise mit hoher Oberflächengüte
produzieren. Letztere bietet eine gute Voraussetzung für eine sehr verlustarme Strömungsführung.
Gleiches gilt für die membranartigen, kreisringförmigen Ringelemente, die nach einer
Ausgestaltung der Erfindung als Blechformteile erstellt werden können. Auch hier bietet
deren glatte Oberfläche eine Gewähr für geringste Strömungsverluste. Zudem können
unterschiedliche Materialien miteinander kombiniert werden, wodurch eine gezielte
Anpassung an die innerhalb eines Stufengehäuses auftretenden, verschiedenen Belastungen
möglich wird. An Stellen hohen Erosionsverschleißes kann hochwertigeres Material als
an Stellen einfacher Beanspruchung verwendet werden.
[0006] Nach einer weiteren Ausgestaltung sind die membranartigen Elemente dichtend innerhalb
eines rohrförmigen Ringelementes angeordnet. Damit ist es z.B. möglich, das rohrförmige
Element gegenüber dem Fördermedium durch die membranartigen Elemente abzuschirmen.
Letztere könnten bspw. aus hochkorrosionsbeständigen Edelstahlblechen bestehen, während
das rohrförmige Element aus einem einfachen Material herstellbar ist. Des weiteren
dient die dichtende Anordnung zur Verhinderung eines Flüssigkeitsaustrittes. Der gleichen
Maßnahme dient auch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 4.
[0007] Nach einer anderen Ausgestaltung ist eines der membranartigen Elemente mit einem
auf kleinem Durchmesser angeformten Absatz zur Bildung einer Spaltringdichtung an
einem darin eintauchenden Laufradhals versehen. Damit entfällt der gesamte Aufwand
für die separate Herstellung eines Spaltringes sowie der Aufwand für dessen Montage.
Bei einer Überholung oder Revision der Pumpe wird dann im Bedarfsfall das gesamte,
einfach gestaltete Blechformteil ausgetauscht. Kostenmäßig entsteht dadurch kein Nachteil.
Überdies entsteht durch den Ziehvorgang am angeformten Absatz eine derartige Materialverhärtung,
daß der angeformte Absatz verschleißbeständiger als ein Spaltring aus Sondermaterial
ist.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind zwei membranartige Elemente
unverlierbar miteinander verbunden. Hierbei kann es sich um ein den saugseitigen Radseitenraum
abdeckendes Element und ein die offenen Rückführkanäle abdeckendes Element handeln.
Damit läßt sich ein geringe Verluste aufweisender Radseitenraum verwirklichen und
auch die Montage kann vereinfacht werden, indem nur ein einziges Teil zu montieren
ist. Eine Ausgestaltung gemäß Anspruch 7 sieht hierzu eine Befestigung am angeformten,
die Spaltringdichtung bildenden Absatz vor. Hierbei können die Teile miteinander verschweißt
werden oder durch einen nicht lösbaren Schnappverschluß zusammengesteckt werden.
[0009] Maßnahmen des Druckausgleiches dient die Ausgestaltung des Anspruches 8. Um eventuelle
Versteifungen zwischen den membranartigen Elementen einzusparen, kann der Raum zwischen
den membranartigen Elementen mit dem Druck einer nachgeordneten Pumpenstufe beaufschlagt
werden. Dies ist abhängig von den in der Pumpe vorherrschenden Stufendrücken. Zudem
kann damit eine dichtende Anpressung des an den Rückführkanälen anliegenden membranartigen
Elementes stattfinden.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung übertragen die strömungsführenden
Einsätze die aus dem jeweiligen Stufendifferenzdruck resultierende Axialkraft auf
das Ringelement. Letzteres leitet es dann in die die Pumpe zusammenhaltende Befestigungsmittel
weiter.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben. Es wird ein Ausschnitt von drei Stufen aus einer mehrstufigen
Kreiselpumpe gezeigt.
[0012] Den äußeren Mantel eines Stufengehäuses (1) bildet ein rohrförmiges Ringelement (2),
welches bezüglich seiner Dimensionierung zur Aufnahme des vollen Stufendruckes ausgebildet
ist. Das Ringelement (2) weist einen auf kleinem Durchmesser angeordneten stirnseitigen
Vorsprung (3) auf, welcher in einem auf entsprechendem Durchmesser angeordneten Absatz
(4) des Ringelementes der hier nachgeordneten Pumpenstufe dichtend eingeschoben werden
kann. Die Vorsprünge (3) und Absätze (4) können auch in entgegengesetzter Richtung
angeordnet sein. Somit lassen sich die einzelnen Ringelemente einfach montieren, wobei
ein Dichtring (5) die Abdichtung nach außen gewährleistet. In den Absatz (4) ist weiterhin
ein kreisringförmiges membranartiges Element (6) eingeschoben und unter Zwischenschaltung
eines Dichtungsringes (7) gegenüber dem Ringelement (2) abgedichtet. Auch ist in den
Absatz (4) ein strömungsführender Einsatz (8) eingeschoben und mit einem Bund (9)
geführt. Der strömungsführende Einsatz (8) verfügt über in axialer Richtung offen
ausgebildete Leitkanäle (10) sowie Rückführkanäle (11). Die in der Zeichnung horizontal
verlaufende, gestrichelte Linie zwischen den Leitkanälen (10) und den Rückführkanälen
(11) symbolisiert den Übergang zwischen diesen Kanälen, welcher erforderlich ist,
damit das Fördermedium überströmen kann.
[0013] Der Einsatz (8) kann sowohl gußtechnisch als auch in spanabhebender Weise erstellt
werden. Somit sind eine hohe Oberflächengüte und damit geringe Strömungsverluste gewährleistet.
Der strömungsführende Einsatz (8) überdeckt ein Laufrad (12). Ein membranartiges kreisringförmiges
Element (6) deckt die Rückführkanäle (11) ab, während ein kreisringförmiges membranartiges
Element (13) die Leitradkanäle einer nachfolgenden Pumpenstufe abdeckt. Um bei hohen
Stufendrücken im Raum (14) zwischen den beiden Elementen (6) und (13) einen dichtenden
Anpreßdruck des Elementes (6) gegen die Rückführkanäle (11) zu erhalten, weisen die
Elemente (15) auf. Der Druck des Leitrades einer nachgeordneten Pumpenstufe ist höher
als der Druck in den Rückführkanälen (11) der vorhergehenden Stufe, so daß eine sichere
Anpressung des membranartigen Elementes (6) an die offenen Rückführkanäle (11) gewährleistet
wird. Da die Stufengehäuse und deren Einzelteile lediglich ineinanderzustecken sind,
ist der hier mittlere strömungsführende Einsatz (8) in einer anderen, in Umfangsrichtung
gedrehten Position dargestellt.
[0014] Das Element (6) verfügt über einen angeformten Absatz (16), der eine Doppelfunktion
ausübt. Zum einen ist der Absatz (16) als Spaltring für ein nachgeordnetes Laufrad
(17) ausgebildet. Zum anderen kann auf den Absatz (16) das Element (13) aufgeschoben
werden. Es liegt dann mit seinem innersten Durchmesser nach Art eines Schnappverschlusses
unverlierbar auf dem Absatz (16) auf.
[0015] Es ist natürlich ohne weiteres möglich, in der zeichnerischen Darstellung eine Umkehrung
vorzusehen und den Absatz (16) am Element (13) anzuformen und das Element (6) in entsprechender
Weise am Element (13) festzulegen. Des weiteren ist es problemlos möglich, die beiden
Teile in schweißtechnischer Weise miteinander zu verbinden. Dies würde den Vorteil
einer geringeren Materialverwendung beinhalten, hätte aber den Nachteil, daß eine
aufwendigere schweißtechnische Verbindung Anwendung finden müßte.
[0016] In dem hier ausgeführten Beispiel sind die Elemente (6) und (13) mit Vorsprüngen
zwischen den Ringelementen (2) dichtend eingeklemmt. Es ist auch ohne weiteres möglich,
die Elemente mit einer ringförmigen Umfangsfläche dichtend in das Ringelement einzupressen.
Die dargestellte Form der membranartigen Elemente (6, 13) kann in einfacher Weise
an unterschiedliche Formen von Leitradeinsätzen angepaßt werden.
1. Stufengehäuse in mehrteiliger Bauart zur Verwendung in Kreiselpumpen, wobei in einem
druckbelasteten Gehäuse ein strömungsführender Einsatz angeordnet ist, dessen offene
Leitkanäle durch ein scheibenförmiges Ringelement abdeckbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines dem Stufendruck widerstehenden rohrförmigen Ringelementes (2)
ein mit offenen Leitkanälen (10) und offenen Rückführkanälen (11) versehener Strömungsführender
Einsatz (8) angeordnet ist und daß membranartige, kreisringförmige Elemente (6, 13)
innerhalb des Ringelementes (2) angeordnet und an den Leitkanälen (10) und/oder den
Rückführkanälen (11) abdeckend anliegen.
2. Stufengehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die membranartigen Elemente
(6, 13) als Blechformteile ausgebildet sind.
3. Stufengehäuse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die membranartigen
Elemente (6, 13) dichtend innerhalb eines rohrförmigen Ringelementes (2) angeordnet
sind.
4. Stufengehäuse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die membranartigen
Elemente (6, 13) dichtend zwischen den rohrförmigen Ringelementen (2) angeordnet sind.
5. Stufengehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eines
der membranartigen Elemente (6) mit einem auf kleinem Durchmesser angeformten Absatz
(16) zur Bildung einer Spaltringdichtung an einem darin eintauchenden Laufrad (17)
versehen ist.
6. Stufengehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei membranartige
Elemente (6, 13) unverlierbar miteinander verbunden sind.
7. Stufengehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein membranartiges Element
(13) am angeformten Absatz (16) des benachbarten membranartigen Elementes (6) unverlierbar
befestigt ist.
8. Stufengehäuse nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß ein die Leitradkanäle (10) abdeckendes membranartiges Element (13) mit im Leitradbereich
angeordneten Druckausgleichsöffnungen (15) versehen ist.
9. Stufengehäuse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das membranartige Element
(6) jeweils vom Druck eines nachgeordneten Stufengehäuses abdeckend gegen die offen
ausgebildeten Rückführkanäle (11) am strömungsführenden Einsatz (8) anpreßbar ist.
10. Stufengehäuse nach einem odere mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der strömungsführende Einsatz (8) die jeweilige Axialkraft des Stufendifferenzdruckes
in das Ringelement (2) überträgt.