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EP 0 589 338 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
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Anmeldetag: 15.09.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B63H 3/10 |
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Verstellpropeller, insbesondere für Sportboote
Controllable pitch propeller, especially for sporting boats
Hélice à pas variable, spécialement pour bateaux de sport
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
23.09.1992 DE 4231814
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.03.1994 Patentblatt 1994/13 |
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Patentinhaber: Landolt, Alexander, Dr. |
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CH-8044 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Müller, Peter
CH-8134 Adliswil (CH)
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Vertreter: Niemann, Uwe, Dr.-Ing. |
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Ahornstrasse 41 45134 Essen 45134 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/19493 GB-A- 2 145 479 US-A- 3 145 780
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GB-A- 1 106 586 US-A- 1 864 045
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verstellpropeller, insbesondere für Sportboote, mit
einer auf eine Antriebswelle aufsetzbaren Nabe, daran gehaltenen, um radiale Achsen
verstellbaren Flügeln und an den Flügeln angreifenden Verstellstößeln, deren freie
Enden im Bereich einer Stirnseite der Nabe an eine Verstelleinrichtung angeschlossen
sind.
[0002] Bei einem Verstellpropeller der eingangs beschriebenen Gattung (US 48 97 056) gehört
zur Verstelleinrichtung ein von der freien Stirnseite der Nabe zugängliches Handrad,
mit dem die Verstellstößel und damit die Flügel so verstellt werden können, daß die
Flügelsteigung den jeweiligen Erfordernissen präzise angepaßt werden kann.
[0003] Insbesondere beim Betrieb von Sportbooten steht nicht immer optimales wirtschaftliches
Fahren im Vordergrund. Wenn Sportboote z.B. für den Wasserskilauf eingesetzt werden,
kommt es darauf an, die Höchstgeschwindigkeit in kürzester Zeit zu erreichen. Um in
diesem Zusammenhang aufwendige Regelungen der Flügelsteigung zu vermeiden, sind bereits
Verstellpropeller vorgeschlagen worden, bei denen sich die Flügelsteigung nach Maßgabe
der Fliehkraft (US 47 92 279) oder nach Maßgabe der Flügelbelastung (US 34 03 735)
verstellt. Da aber die Fliehkraft ausschließlich drehzahlabhängig ist und die Flügelbelastung
größeren Schwankungen unterworfen sein kann, arbeiten derartige Systeme nicht sehr
präzise.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen sich selbst verstellenden Verstellpropeller anzugeben,
bei dem sich die Flügel Steigung unabhängig von Fliehkräften und Flügelbelastung ändert.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein auf der Antriebswelle befestigbares Kernrohr
vorgesehen ist, daß die Nabe auf dem Kernrohr gelagert und zwischen Anschlägen relativ
zum Kernrohr verdrehbar ist, daß zwischen Kernrohr und Nabe eine Rückstellfeder angeordnet
ist und daß zwischen dem Kernrohr und den Verstellstößeln ein Getriebe vorgesehen
ist, das die Verstellstößel sowie damit die Flügel nach Maßgabe der Relativdrehung
zwischen Kernrohr und Nabe verstellt. - Gibt z.B. der Bootsführer eines Sportbootes
zum Anfahren oder Beschleunigen Vollgas, dann nimmt die Drehzahl der Antriebswelle
mit dem darauf befestigten Kernrohr schneller zu als die Drehzahl des durch Wasserwiderstand
und Massenträgheit gebremsten Verstellpropellers. Die dadurch bedingte Relativbewegung
zwischen Kernrohr und Nabe wird dann genutzt, um die Flügelsteigung zum Zwecke einer
Verbesserung der Bootsbeschleunigung zu reduzieren. Wird während der Fahrt die Motordrehzahl
und damit die Drehzahl der Antriebswelle reduziert, ergibt sich ebenfalls eine Relativdrehung
zwischen Kernrohr und Nabe mit entsprechender Änderung der Flügelsteigung.
[0006] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Kernrohr
an seinem freien Ende ein Zahnrad trägt, daß die Verstellstößel an ihren freien Enden
Ritzel tragen, die mit dem Zahnrad in Eingriff stehen, und daß jeder Verstellstößel
im Bereich des zugeordneten Flügels eine Schnecke trägt, die mit einem Schneckenrad
des Flügels in Eingriff steht. Durch entsprechende Auslegung des Zahnradgetriebes
und des Schneckengetriebes sowie der die maximale Größe der Relativdrehung bestimmenden
Anschläge kann die maximal mögliche Änderung der Flügel Steigung eingestellt werden.
Bei dieser Ausführung kann eine zwischen dem Kernrohr und der Nabe in Umfangsrichtung
wirkende Rückstellfeder angeordnet werden.
[0007] Eine andere Ausführung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe auch
axial verschiebbar auf dem Kernrohr gelagert ist, daß eine Kulissenführung zwischen
Nabe und Kernrohr vorgesehen ist und daß das Kernrohr an seinem freien Ende eine Umfangsnut
zur Führung der Verstellstößel trägt. Diese Ausführung eignet sich insbesondere für
Verstellpropeller, bei denen die Verstellstößel in axialer Richtung verschieblich
angeordnet sind (US 48 97 056) und an ihren freien Enden im Bereich einer Stirnseite
der Nabe für den Anschluß einer Verstelleinrichtung eingerichtet sind. Die Kulissenführung
kann insbesondere als Gewindeführung zwischen Nabe und Kernrohr ausgebildet sein.
Die Rückstellfeder kann eine in axialer Richtung zwischen Kernrohr und Nabe wirkende
Schraubenfeder sein.
[0008] Um ein Abreißen der Strömung an den Propellerflügeln bei zu schneller Steigungsänderung
zu vermeiden, kann es vorteilhaft sein, eine zwischen Kernrohr und Nabe wirkende Dämpfungseinrichtung
vorzusehen. Eine solche Dämpfungseinrichtung kann zwei druckmittelgefüllte Arbeitsräume
mit zugeordneter Kolbenanordnung aufweisen, die über eine Bypassleitung miteinander
verbunden sind, wobei in der Bypassleitung eine Drossel angeordnet ist. Vorzugsweise
sollte die Drossel verstellbar sein. Die Dämpfungseinrichtung ermöglicht es, den zeitlichen
Ablauf der Steigungsänderung im Hinblick auf schnelles Erreichen der maximalen Bootsgeschwindigkeit
zu optimieren.
[0009] Wenn darüber hinaus die Bypassleitung mit einem Ventilelement verschließbar ist,
das in radialer Richtung auf einer Feder abgestützt ist, also fliehkraftabhängig arbeitet,
ist es möglich, durch entsprechende Auslegung des Systems aus Ventilelement und Feder
die Verhältnisse so einzurichten, daß die selbstverstellenden Eigenschaften des Verstellpropellers
erst oberhalb einer bestimmten Drehzahl der Antriebswelle aktiv werden können.
[0010] Ähnliches gilt auch für die Auslegung der Rückstellfeder zwischen Kernrohr und Nabe,
weil bei Einsatz einer starken Rückstellfeder eine signifikante Relativdrehung zwischen
Kernrohr und Nabe erst bei entsprechend hoher Drehbeschleunigung der Antriebswelle
eintritt. Im übrigen dient die Rückstellfeder auch dazu, beim Abstellen des Motors
oder bei geringer Fahrgeschwindigkeit die Flügel steigung wieder in ihre Ausgangsposition
zurückzuführen. Um das zu beschleunigen, kann zwischen den Arbeitsräumen eine weitere
Bypassleitung vorgesehen sein, die ein Rückschlagventil aufweist.
[0011] Im folgenden werden in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Verstellpropeller,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch das Kernrohr und die darauf gelagerte Nabe (teilweise),
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung eine Getriebeanordnung zwischen Kernrohr und Flügel
eines Verstellpropellers, dessen Nabe lediglich drehbar auf dem Kernrohr gelagert
ist.
[0012] In Figur 1 erkennt man eine von einem nicht dargestellten Motor antreibbare Antriebswelle
1, auf der ein Kernrohr 2 in an sich bekannter Weise befestigt ist. Auf dem Kernrohr
2 ist eine Nabe 3 des Verstellpropellers zwischen nicht dargestellten Anschlägen drehbar
und axial verschiebbar gelagert. Die Nabe 3 weist an ihrem Außenumfang mit gleichem
gegenseitigem Abstand angeordnete Ausnehmungen 4 für daran angeordnete Flügelfüße
5 von Flügeln 6 auf. Die Flügel 6 sind zum Zwecke der Steigungsänderung um radiale
Achsen verstellbar. Die Flügelfüße 5 sind durch Schrauben 7 mit zugeordneten Verstellplatten
8 verschraubt, die in ihren zugeordneten Ausnehmungen 4 mit Hilfe von darin eingeschraubten
Halteringen 9 drehbar gehalten und geführt sind.
[0013] Jede Verstellplatte 8 weist an ihrer Unterseite eine Führungsnut 10 auf, in die ein
mit einem Gleitstein 11 versehener Zapfen 12 eingreift. Der Zapfen 12 ist Teil eines
Verstellstößels 13, der in einer axialen Bohrung 14 der Nabe 3 verschieblich geführt
ist. Die Verstellstößel 13 tragen zur Abdichtung des Raumes um die Verstellplatten
8 Dichtungen 16 und sind an ihrem aus der Bohrung 14 ragenden Ende 17 durch einen
Synchronflansch 17 miteinander verbunden, der mit Muttern 18 an den Enden 16 befestigt
ist.
[0014] Das Kernrohr 2 besitzt an seinem freien Ende ein Außengewinde 19 für eine Mutter
20 und eine damit verspannte Gegenmutter 21. Die Mutter 20 und die Gegenmutter 21
definieren eine Umfangsnut 22, in der der Synchronflansch 17 axial unverschieblich,
aber drehbar gehalten ist. Dementsprechend werden bei einer axialen Verschiebung der
Nabe 3 relativ zum Kernrohr 2 die Verstellstößel 13 axial bewegt, die dabei die Steigung
ihrer zugeordneten Flügel 6 verändern.
[0015] Wie man insbesondere aus Figur 2 entnimmt, ist die drehbar und axial verschiebbar
auf dem Kernrohr 2 gelagerte Nabe 3 über eine Rückstellfeder 23 am Kernrohr 2 abgestützt.
Die Rückstellfeder 23 ist bei der dargestellten Ausführung eine das Kernrohr 2 umgebende
Schraubenfeder, die in Umfangsausnehmungen 24 des Kernrohrs 2 und der Nabe 3 untergebracht
ist und deren freie Enden in zugeordneten Axialbohrungen 25 der Nabe 3 bzw. des Kernrohrs
2 gehalten sind, so daß die Rückstellfeder 23 sowohl in axialer Richtung als auch
in Umfangsrichtung Rückstellkräfte aufbringen kann.
[0016] Ferner ist zwischen dem Kernrohr 2 und der Nabe 3 eine Kulissenführung vorgesehen,
zu der bei der dargestellten Ausführung ein Außengewinde 26 des Kernrohrs und ein
zugeordnetes Innengewinde 27 der Nabe 3 gehören. Bei einer Relativdrehung zwischen
Kernrohr 2 und Nabe 3 verschiebt sich folglich die Nabe 3 in axialer Richtung gegenüber
dem Kernrohr 2.
[0017] Das in Figur 2 rechts vom Außengewinde 26 liegende Ende 28 des Kernrohrs 2 weist
einen gegenüber dem Außengewinde 26 verringerten Außendurchmesser auf. Auf der Umfangsfläche
dieses Endes 28 ist ein mit der entsprechenden Stirnseite der Nabe 3 verschraubter
Radialflansch 29 gelagert, der eine mit dem Außenumfang des Endes 28 zusammenwirkende
Dichtung 30 trägt. Durch entsprechende Wahl der Toleranzen zwischen der inneren Umfangsfläche
des Radialflansches 29 und der äußeren Umfangsfläche des Endes 28 können Reibungsverhältnisse
eingestellt werden, die eine Dämpfung der Relativbewegung zwischen der Nabe 3 und
dem Kernrohr 2 bewirken.
[0018] Zwischen dem Außengewinde 26 des Kernrohrs 2 und seinem Ende 28 ist eine hydraulische
Dämpfungseinrichtung angeordnet, zu der zwei als Umfangsnuten ausgebildete, mit einer
Hydraulikflüssigkeit gefüllte Arbeitsräume 31, 32 gehören, die über eine Bypassleitung
33 miteinander verbunden sind. Die Bypassleitung 33 ist mit Hilfe eines verstellbaren
Drosselelementes 34 mehr oder weniger verschließbar. Das Drosselelement 34 ist in
einer Axialbohrung 35 der Nabe 3 untergebracht und darin mit Hilfe eines aus Maßstabsgründen
nicht wiedergegebenen Gewindeabschnittes gehalten. Durch Einführen eines geeigneten
Werkzeuges in die Axialbohrung 35 kann das Drosselelement 34 in Richtung auf die Bypassleitung
3 verstellt werden.
[0019] Bei einer Relativbewegung zwischen Kernrohr 2 und Nabe 3 dringt der Radialflansch
29 in den Arbeitsraum 32 ein und verdrängt die darin befindliche Hydraulikflüssigkeit
in den anderen Arbeitsraum 31 bzw. die daran anschließenden Gewindeabschnitte, die
funktionell zum Arbeitsraum 31 gehören. Das Drosselelement 34 steuert die Durchflußgeschwindigkeit
der Hydraulikflüssigkeit durch die Bypassleitung 33.
[0020] Bei der in Figur 2 wiedergegebenen Ausführung ist die Bypassleitung 33 von einem
Ventilelement 36 verschlossen, welches in radialer Richtung auf einer Feder 37 abgestützt
ist. Das Ventilelement 36 und seine Feder 37 sind so ausgelegt, daß die Bypassleitung
33 erst oberhalb einer bestimmten Drehzahl geöffnet wird.
[0021] Schematisch ist angedeutet, daß die beiden Arbeitsräume 31, 32 durch eine weitere
Bypassleitung 38 verbunden sein können, in der ein Rückschlagventil 39 angeordnet
ist. Diese Bypassleitung 38 soll eine schnelle Rückführung der Nabe 3 und damit der
Flügelsteigung unter der Wirkung der Rückstellfeder 23 in die Ausgangsstellung ermöglichen.
[0022] Der insoweit beschriebene Verstellpropeller arbeitet wie folgt: Bei kleinen Drehzahlen
bleibt das System inaktiv. Erst oberhalb einer bestimmten Drehzahl, die durch die
Fliehkraftwirkung auf das Ventilelement 36 bestimmbar ist, wird bei einer plötzlichen
Erhöhung der Drehzahl der Antriebswelle 1 eine Relativbewegung zwischen Kernrohr 2
und Nabe 3 erzwungen, weil die Nabe 3 aufgrund ihrer Massenträgheit und der an den
Flügeln 6 wirkenden hydrodynamischen Kräfte der Drehbeschleunigung der Antriebswelle
1 nicht folgen kann. Die Relativdrehung der Nabe 3 gegenüber dem Kernrohr und die
dabei entstehende Axialverschiebung der Nabe 3 führt auch zu einer Veränderung der
Steigung der Flügel 6, weil die Verstellstößel 13 an dem Kernrohr 2 gehalten sind.
Die Verstellgeschwindigkeit wird durch die Dämpfungseinrichtung optimiert. Bei der
Rückstellung unter dem Einfluß der Rückstellfeder 23 kann die Verstellgeschwindigkeit
größer sein, weil die Hydraulikflüssigkeit über die Bypassleitung 38 mit dem Rückschlagventil
39 abfließen kann.
[0023] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
Teile. Bei dieser Ausführung braucht die Nabe 3 gegenüber dem Kernrohr 2 nur relativ
verdrehbar, aber nicht axial verstellbar sein, so daß die Getriebeanordnung 26, 27
zwischen Kernrohr 2 und Nabe 3 entfallen kann. Dafür trägt das Kernrohr 2 an seinem
freien Ende einen Zahnrad 40, welches mit Ritzeln 41 an den freien Enden der Verstellstößel
13 in Eingriff steht. Die Verstellstößel 13 sind drehbar gelagert und tragen an ihren
den Flügelfüßen zugewandten Enden eine Schnecke 42, die mit einem am Außenumfang der
Verstellplatte 8 ausgebildeten oder mit der Verstellplatte 8 verbundenen Schneckenrad
43 stehen. Bei einer Relativdrehung zwischen Kernrohr 2 und Nabe 3 werden die Ritzel
längs des Außenumfangs des Zahnrades 40 bewegt und dabei mit ihren Verstellstößeln
13 gedreht, so daß auch die jeweiligen mit den Flügelfüßen 5 verbundenen Schneckenräder
43 und damit die Flügelsteigungen verstellt werden.
[0024] In Figur 1 ist noch dargestellt, daß die Nabe 3 in radialen Sektoren zwischen den
Flügeln 6 durchgehende Abgaskanäle 44 aufweist.
1. Verstellpropeller, insbesondere für Sportboote, mit einer auf eine Antriebswelle aufsetzbaren
Nabe, daran gehaltenen, um radiale Achsen verstellbaren Flügeln und an den Flügeln
angreifenden Verstellstößeln, deren freie Enden im Bereich einer Stirnseite der Nabe
an eine Verstelleinrichtung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der Antriebswelle (1) befestigbares Kernrohr (2) vorgesehen ist, daß
die Nabe (3) auf dem Kernrohr (2) gelagert und zwischen Anschlägen relativ zum Kernrohr
(2) verdrehbar ist, daß zwischen dem Kernrohr (2) und der Nabe (3) eine Rückstellfeder
(23) angeordnet ist und daß zwischen dem Kernrohr (2) und den Verstellstößeln (13)
ein Getriebe vorgesehen ist, das die Verstellstößel (13) sowie damit die Flügel (6)
nach Maßgabe der Relativdrehung zwischen dem Kernrohr (2) und der Nabe (3) verstellt.
2. Verstellpropeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernrohr (2) an seinem freien Ende ein Zahnrad (40) trägt, daß die Verstellstößel
(13) an ihren freien Enden Ritzel (41) tragen, die mit dem Zahnrad (40) in Eingriff
stehen, und daß jeder Verstellstößel (13) im Bereich des zugeordneten Flügels (6)
eine Schnecke (42) trägt, die mit einem Schneckenrad (43) des Flügels (6) in Eingriff
steht.
3. Verstellpropeller nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine zwischen dem Kernrohr (2) und der Nabe (3) in Umfangsrichtung wirkende Rückstellfeder
(23).
4. Verstellpropeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe (3) auch axial verschiebbar auf dem Kernrohr (2) gelagert ist, daß eine
Kulissenführung (26, 27) zwischen der Nabe (3) und dem Kernrohr (2) vorgesehen ist
und daß das Kernrohr (2) an seinem freien Ende (16) eine Umfangsnut (22) zur Führung
der Verstellstößel (13) trägt.
5. Verstellpropeller nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Gewindeführung (26, 27) zwischen der Nabe (3) und dem Kernrohr (2).
6. Verstellpropeller nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (23) eine in axialer Richtung zwischen dem Kernrohr (2) und
der Nabe (3) wirkende Schraubenfeder ist.
7. Verstellpropeller nach einem der Ansprüche 1 - 6, gekennzeichnet durch eine zwischen dem Kernrohr (2) und der Nabe (3) wirkende Dämpfungseinrichtung.
8. Verstellpropeller nach einem der Ansprüche 6 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung zwei druckmittelgefüllte Arbeitsräume (31, 32) mit zugeordneter
Kolbenanordnung aufweist, die über eine Bypassleitung (33) miteinander verbunden sind,
und daß in der Bypassleitung (33) eine Drossel (34) angeordnet ist.
9. Verstellpropeller nach einem der Ansprüche 7 - 8, gekennzeichnet durch eine verstellbare Drossel (34).
10. Verstellpropeller nach einem der Ansprüche 8 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypassleitung (33) mit einem Ventilelement (36) verschließbar ist, das in
radialer Richtung auf einer Feder (37) abgestützt ist.
11. Verstellpropeller nach einem der Ansprüche 8 - 10, gekennzeichnet durch eine weitere Bypassleitung (38) zwischen den Arbeitsräumen (31, 32), die ein Rückschlagventil
(39) aufweist.
12. Verstellpropeller nach Anspruche 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung als Reibungsbremse zwischen einander zugeordneten Umfangsabschnitten
des Kernrohrs (2, 28) und der Nabe (3, 29) ausgebildet ist.
1. Variable pitch propeller, especially for sports boats, with a hub placeable on a drive
shaft, blades held on the hub and adjustable about radial axes, and adjusting plungers
which engage at the blades and the free ends of which are connected in the region
of an end face of the hub to an adjusting device, characterised thereby that a core
tube (2) fastenable to the drive shaft (1) is provided, that the hub (3) is mounted
on the core tube (2) and is rotatable relative to the core tube (2) between abutments,
that a restoring spring (23) is arranged between the core tube (2) and the hub (3)
and that a gear, which adjusts the adjusting plungers (13) as well as thereby the
blades (6) in proportion to the relative rotation between the core tube (2) and the
hub (3), is provided between the core tube (2) and the adjusting plungers (13).
2. Variable pitch propeller according to claim 1, characterised thereby that the core
tube (2) carries a gearwheel (40) at its free end, that the adjusting plungers (13)
carry pinions (41), which stand in engagement with the gearwheel (40), at their free
ends, and that each adjusting plunger (13) carries a worm (42), which stands in engagement
with a wormwheel (43) of the associated blade (6), in the region of the blade (6).
3. Variable pitch propeller according to claim 1 or 2, characterised by a restoring spring
(23) acting between the core tube (2) and the hub (3) in circumferential direction.
4. Variable pitch propeller according to claim 1, characterised thereby that the hub
(3) is mounted on the core tube (2) to also be axially displaceable, that a gate guide
(26, 27) is provided between the hub (3) and the core tube (2) and that the core tube
(2) carries at its free end (16) a circumferential groove (22) for guidance of the
adjusting plungers (13).
5. Variable pitch propeller according to claim 4, characterised by a threaded guide (26,
27) between the hub (3) and the core tube (2).
6. Variable pitch propeller according to claim 4 or 5, characterised thereby that the
restoring spring (23) is a helical spring acting between the core tube (2) and the
hub (3).
7. Variable pitch propeller according to one of claims 1 to 6, characterised by a damping
device acting between the core tube (2) and the hub (3).
8. Variable pitch propeller according to one of claims 6 to 7, characterised thereby
that the damping device comprises two working chambers (31, 32), which are filled
with pressure medium, with associated piston arrangement, which are connected together
by way of a bypass duct (33), and that a throttle (34) is arranged in the bypass duct
(33).
9. Variable pitch propeller according to one of claims 7 to 8, characterised by an adjustable
throttle (34).
10. Variable pitch propeller according to one of claims 8 to 9, characterised thereby
that the bypass duct (33) is closable by a valve element (36), which is supported
on a spring (37) in radial direction.
11. Variable pitch propeller according to one of claims 8 to 10, characterised by a further
bypass duct (38), which has a non-return valve (39), between the working chambers
(31, 32).
12. Variable pitch propeller according to claim 7, characterised thereby that the damping
device is constructed as friction brake between mutually associated circumferential
portions of the core tube (2, 28) and the hub (3, 29).
1. Hélice à pas variable, notamment pour bateaux de sport, comprenant un moyeu pouvant
être enfilé sur l'arbre moteur, des pales qui y sont fixées et qui peuvent être réglées
autour d'axes radiaux et des tiges de réglage agissant sur les pales, dont les extrémités
libres sont reliées à un dispositif de réglage dans la zone de la face frontale du
moyeu, caractérisée en ce qu'est prévu un tube central (2) pouvant être fixé sur l'arbre
moteur (1), en ce que le moyeu (3) est monté sur le tube central (2) et peut tourner
par rapport au tube central (2) entre des butées, en ce qu'entre le tube central (2)
et le moyeu (3) est placé un ressort de rappel (23), et en ce qu'entre le tube central
(2) et les tiges de réglage (13) est prévu un engrenage qui fait bouger les tiges
de réglage (13) et donc les pales (6) en fonction de la rotation relative qui a eu
lieu entre le tube central (2) et le moyeu (3).
2. Hélice à pas variable selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tube central
(2) porte à son extrémité libre une roue dentée (40), en ce que les tiges de réglage
(13) portent à leurs extrémités libres des pignons (41) qui sont en prise avec la
roue dentée (40), et en ce que chaque tige de réglage (13) porte dans la zone de la
pale (6) qui lui est associée une vis tangente (42) qui est en prise avec une roue
tangente (43) de la pale (6).
3. Hélice à pas variable selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par un ressort de
rappel (23) agissant en direction du pourtour, entre le tube central (2) et le moyeu
(3).
4. Hélice à pas variable selon la revendication 1, caractérisée en ce que le moyeu (3)
est également monté sur le tube central (2) de manière à pouvoir coulisser dans la
direction axiale, en ce qu'un guide de coulisse (26, 27) est prévu entre le moyeu
(3) et le tube central (2), et en ce que le tube central (2) porte à son extrémité
libre (16) une rainure périphérique (22) pour guider les tiges de réglage (13).
5. Hélice à pas variable selon la revendication 4, caractérisée par un guide fileté (26,
27) entre le moyeu (3) et le tube central (2).
6. Hélice à pas variable selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que le ressort
de rappel (23) est un ressort à boudin agissant dans la direction axiale, entre le
tube central (2) et le moyeu (3).
7. Hélice à pas variable selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par un dispositif
d'amortissement agissant entre le tube central (2) et le moyeu (3).
8. Hélice à pas variable selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que le dispositif
d'amortissement présente deux espaces de travail (31, 32) remplis de fluide sous pression,
auxquels sont associés des pistons reliés entre eux par une conduite de dérivation
(33), et en ce qu'un étranglement (34) est placé dans la conduite de dérivation (33).
9. Hélice à pas variable selon la revendication 7 ou 8, caractérisée par un étranglement
réglable (34).
10. Hélice à pas variable selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la conduite
de dérivation (33) peut être fermée par une soupape (36) prenant appui sur un ressort
(37) dans la direction radiale.
11. Hélice à pas variable selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée par une
autre conduite de dérivation (38) entre les espaces de travail (31, 32), qui présente
un clapet antiretour (39).
12. Hélice à pas variable selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif
d'amortissement est réalisé en tant que frein à friction, entre des segments périphériques
associés l'un à l'autre du tube central (2, 28) et le moyeu (3, 29).