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EP 0 589 339 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
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Anmeldetag: 15.09.1993 |
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Regelung für einen Bootsantrieb mit einem Motor und einem Verstellpropeller
Regulation for the propulsion of a boat with a motor and a controllable pitch propeller
Régulation pour la propulsion d'un bateau avec un moteur et une hélice à pas variable
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
23.09.1992 DE 4231815
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.03.1994 Patentblatt 1994/13 |
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Patentinhaber: Landolt, Alexander, Dr. |
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CH-8044 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Müller, Peter
CH-8134 Adliswil (CH)
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Vertreter: Niemann, Uwe, Dr.-Ing. |
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Ahornstrasse 41 45134 Essen 45134 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 280 639 FR-A- 2 261 174 US-A- 4 645 420
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DE-A- 1 922 565 US-A- 4 419 050
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Regelung für einen Bootsantrieb mit einem Motor, einem
Verstellpropeller und einem Regler, dem eine Soll-Motordrehzahl sowie die Ist-Motordrehzahl
aufgegeben werden und dessen Ausgangssignal einen hydraulischen Stelltrieb zur Verstellung
der Flügelsteigung beaufschlagt.
[0002] Bootsantriebe werden überwiegend mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet. Die Motorleistung
wird durch Vorgabe des Brennstoffstroms oder des Füllungsgrades eingestellt. Die Motordrehzahl
stellt sich dabei entsprechend dem Gleichgewicht zwischen dem vom Motor abgegebenen
und dem vom Propeller aufgenommenen Drehmoment ein. Ist der Bootsantrieb mit einem
Verstellpropeller ausgerüstet, richtet sich die Motordrehzahl nach der jeweils eingestellten
Propellersteigung. Dabei können bereits kleine Änderungen der Propellersteigung große
Änderungen der Motordrehzahl zur Folge haben. Deswegen ist das Einhalten bzw. Nachführen
der Flügelsteigung von großer Bedeutung.
[0003] Bei einer Regelung der eingangs beschriebenen Gattung (DE 39 01 137) wird die Motordrehzahl
über einen Regelkreis geregelt, dessen Stellgröße die Propellersteigung ist. Zum Stelltrieb
gehört wenigstens ein doppeltwirkender Hubzylinder, der in Abhängigkeit von der erfaßten
Drehzahlabweichung in der einen oder in der anderen Richtung mit Druckmittel beaufschlagt
wird und dadurch die Steigung der Flügel des Verstellpropellers entsprechend ändert.
Das hat sich an sich bewährt, erfordert aber einen verhältnismäßig großen regeltechnischen
und konstruktiven Aufwand.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist eine Regelung, mit der durch einfache und preiswerte Maßnahmen
die Motordrehzahl über die Flügelsteigung geregelt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Verstellpropeller Flügel aufweist, bei
denen die Resultierende der hydrodynamischen Kräfte unter allen Betriebsbedingungen
derart neben und auf derselben Seite der Flügeldrehachse angreift, daß das Flügeldrehmoment
stets in gleicher Richtung im Sinne einer Steigungsänderung wirkt, daß der Stelltrieb
einen einfach wirkenden Hubzylinder aufweist, der bei Druckbeaufschlagung die Flügel
entgegen der von der Resultierenden der hydrodynamischen Kräfte bewirkten Steigungsänderung
verstellt und daß der Arbeitsraum des Hubzylinders eine Leckage aufweist. - Die Erfindung
nutzt zur Steigungsänderung das beschriebene Flügeldrehmoment. Dieses Flügeldrehmoment
dreht den Flügel, wenn es das vom Stelltrieb auf den Flügelfuß ausgeübte Drehmoment
überschreitet. Das ist möglich, wenn der Arbeitsraum des Hubzylinders eine Leckage
aufweist. Der Stelltrieb kann dann aus einem einfach wirkenden Hubzylinder bestehen,
der bei Druckbeaufschlagung die Flügel verstellt. Dabei kann das Flügeldrehmoment
entweder im Sinne einer Steigungsverringerung oder im Sinne einer Steigungsvergrößerung
wirken, wobei das vom Stelltrieb auf den Flügel ausgeübte Drehmoment jeweils dem Flügeldrehmoment
entgegenwirkt.
[0006] Insbesondere kann der Arbeitsraum des Hubzylinders über eine Drossel mit einem Tank
verbunden sein. In diesem Zusammenhang kann im Bereich des Hubzylinders eine Labyrinthdichtung
angeordnet werden.
[0007] Bei entsprechender Auslegung der Flügel und der Leckage wird der Regler nicht aktiv,
solange die Differenz zwischen Soll-Motordrehzahl und Ist-Motordrehzahl unerheblich
ist. Erst wenn die Ist-Motordrehzahl signifikant von der Soll-Motordrehzahl abweicht,
wird der Regler aktiv und wird der Hubzylinder mit Druckmittel beaufschlagt, und zwar
vorzugsweise taktweise, wozu dem Hubzylinder ein taktweise gesteuertes Magnetventil
für die Druckmittelzufuhr zugeordnet sein kann. Dann wird die Steigung der Flügel
vergrößert, bis die Soll-Motordrehzahl mit der Ist-Motordrehzahl übereinstimmt.
[0008] Da die Flügel unter der Wirkung des Flügeldrehmomentes in Verbindung mit der Leckage
ständig im Sinne einer Steigungsverringerung verstellt werden, was zu einem ständigen
Arbeiten der Regelung führen würde, kann es zweckmäßig sein, einen Grenzwertregler
mit einem Toleranzband für den Soll-/Ist-Drehzahlvergleich einzusetzen, so daß die
Regelung z.B. erst anspricht, wenn die Differenz zwischen Ist-Motordrehzahl und Soll-Motordrehzahl
mehr als 20 U/min beträgt. Ein solches Toleranzband reicht in der Praxis regelmäßig
aus. In Extremfällen, so z.B. bei Sportbooten, die in rauher See empfindlich reagieren,
oder bei denen im Seegang der Verstellpropeller mehr oder weniger austaucht, können
zusätzliche Maßnahmen eingesetzt werden, indem z.B. dem Regler eine Schaltung zugeordnet
wird, die extreme Differenzen zwischen Soll-Motordrehzahl und Ist-Motordrehzahl sowie
deren Zeitdauer erfaßt und daraus eine zeitlich beschränkte, virtuelle Soll-Motordrehzahl
bildet, die für den Regler maßgeblich ist.
[0009] Zur Unterstützung eines schwachen Flügeldrehmomentes kann eine den Stelltrieb in
der gleichen Richtung wie die Resultierende der hydrodynamischen Kräfte beaufschlagende
Feder vorgesehen sein.
[0010] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; die einzige Figur zeigt schematisch ein Blockschaltbild einer Regelung
für einen Bootsantrieb mit einem Otto-Motor und einem Verstellpropeller.
[0011] Man erkennt einen Otto-Motor 1, der über eine Welle 2 einen Verstellpropeller 3 antreibt,
sowie einen Regler 4.
[0012] Dem Regler 4 werden eine durch die Stellung eines zum Motor 1 gehörenden Gashebels
oder Tasters vorgegebene Soll-Motordrehzahl 5 sowie die mit einem Drehzahlmesser 6
gemessene Ist-Drehzahl 7 aufgegeben. Daraus ermittelt der Regler 4 als Stellgröße
die Steigung der Propellerflügel 8 des Verstellpropellers 3. Ein entsprechendes Ausgangssignal
9 des Reglers 4 beaufschlagt einen Taktgeber 10, der wiederum ein Magnetventil 11
betätigt, das einerseits an eine Pumpe 12 und andererseits an einen im einzelnen nicht
dargestellten Stelltrieb des Verstellpropellers 3 angeschlossen ist.
[0013] Der Stelltrieb ist ein einfach wirkender Hubzylinder, der bei Druckbeaufschlagung
über an sich bekannte mechanische Übertragungselemente die Flügel 8 des Verstellpropellers
3 im Sinne einer Steigungsvergrößerung verstellt. Der Arbeitsraum des Hubzylinders
weist eine Leckage auf und ist z.B. über eine nicht dargestellte Drossel mit einem
Tank 13 verbunden.
[0014] Die Flügel 8 des Verstellpropellers 3 sind so ausgelegt, daß unter allen in Frage
kommenden Betriebsbedingungen die Resultierende der an dem Flügel 8 angreifenden hydrodynamischen
Kräfte derart neben und auf derselben Seite der Flügeldrehachse angreifen, daß das
Flügeldrehmoment im Sinne einer Steigungsverringerung wirkt.
[0015] Der Regler 4 ist ein Grenzwertregler mit einem Toleranzband für den Soll-/Ist-Drehzahlvergleich.
Die Breite des Toleranzbandes für die Drehzahldifferenz kann z.B. 20 U/min betragen.
[0016] Nicht dargestellt ist ferner, daß der Kolben des Hubzylinders oder ein daran angeschlossenes
mechanisches Bauteil von einer Feder beaufschlagt ist, die im Sinne einer Steigungsreduzierung
wirkt.
[0017] Die dargestellte Regelung arbeitet wie folgt: Solange die Soll-Motordrehzahl 5 und
die Ist-Motordrehzahl 7 im wesentlichen übereinstimmen bzw. ihre Differenz sich im
Bereich des vorgegebenen Toleranzbandes befindet, ist der Regler nicht aktiv. Da aber
aus dem Arbeitsraum des Hubzylinders über die Leckage ständig Druckmittel in den Tank
13 abfließt, weil das um die Flügeldrehachse der Flügel 8 des Verstellpropellers 3
wirkende Flügeldrehmoment im Sinne einer Rückstellung des Hubzylinders wirkt, verringert
sich die Steigung der Flügel 8 des Verstellpropellers 3. Damit erhöht sich die Ist-Motordrehzahl
7. Sobald die Differenz von Ist-Motordrehzahl 7 und Soll-Motordrehzahl 5 das vorgegebene
Toleranzband verläßt, wird der Regler 4 aktiv und beaufschlagt den Taktgeber 10, so
daß das Magnetventil 11 im vorgegebenen Takt öffnet und der Hubzylinder mit Druckmittel
beaufschlagt wird. Damit wird auch die Steigung der Flügel 8 solange vergrößert, bis
die Differenz zwischen Ist-Motordrehzahl und Soll-Motordrehzahl wieder im Bereich
des Toleranzbandes liegt.
[0018] Die Regelung arbeitet in gleicher Weise, wenn die Resultierende der an den Flügel
8 angreifenden hydrodynamischen Kräfte im Sinne einer Steigungsvergrößerung und der
Stelltrieb im Sinne einer Steigungsverringerung wirken.
1. Regelung für einen Bootsantrieb mit einem Motor, einem Verstellpropeller und einem
Regler, dem eine Soll-Motordrehzahl sowie die Ist-Motordrehzahl aufgegeben werden
und dessen Ausgangssignal einen hydraulischen Stelltrieb zur Verstellung der Flügelsteigung
beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellpropeller (3) Flügel (8) aufweist, bei denen die Resultierende der
hydrodynamischen Kräfte unter allen Betriebsbedingungen derart neben und auf derselben
Seite der Flügeldrehachse angreift, daß das Flügeldrehmoment stets in gleicher Richtung
im Sinne einer Steigungsänderung wirkt, daß der Stelltrieb einen einfach wirkenden
Hubzylinder aufweist, der bei Druckbeaufschlagung die Flügel (8) entgegen der von
der Resultierenden der hydrodynamischen Kräfte bewirkten Steigungsänderung verstellt,
und daß der Arbeitsraum des Hubzylinders eine Leckage aufweist.
2. Regelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum des Hubzylinders über eine Drossel mit einem Tank (13) verbunden
ist.
3. Regelung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Labyrinthdichtung im Bereich des Hubzylinders.
4. Regelung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hubzylinder ein taktweise gesteuertes Magnetventil (10, 11) für die Druckmittelzufuhr
zugeordnet ist.
5. Regelung nach einem der Ansprüche 1 - 4, gekennzeichnet durch eine den Stelltrieb in der gleichen Richtung wie die Resultierende der hydrodynamischen
Kräfte beaufschlagende Feder.
6. Regelung nach einem der Ansprüche 1 - 5, gekennzeichnet durch einen Grenzwertregler (4) mit einem Toleranzband für den Soll-/Ist-Drehzahlvergleich
1. Regulation for a boat drive with a motor, a variable pitch propeller and a regulator,
to which a motor target rotational speed as well as the motor actual rotational speed
are fed and the output signal of which acts on a hydraulic setting drive for adjustment
of the blade inclination, characterised thereby that the variable pitch propeller
(3) comprises blades (8) in which the resultant of the hydrodynamic forces under all
operating conditions acts in such a manner near to and on the same side of the blade
rotational axis that the blade torque always acts in the same direction in the sense
of a change in inclination, that the setting drive comprises a single-acting stroke
cylinder which on loading with pressure adjusts the blades (8) against the change
in inclination effected by the resultants of the hydrodynamic forces and that the
working chamber of the stroke cylinder has a leakage.
2. Regulation according to claim 1, characterised thereby that the working chamber of
the stroke cylinder is connected with a tank (13) by way of a throttle.
3. Regulation according to claim 1 or 2, characterised by a labyrinth seal in the region
of the stroke cylinder.
4. Regulation according to one of claims 1 to 3, characterised thereby that the stroke
cylinder is associated with a cyclically controlled magnet valve (10, 11) for the
pressure medium feed.
5. Regulation according to one of claims 1 to 4, characterised by a spring loading the
setting drive in the same direction as the resultant of the hydrodynamic forces.
6. Regulation according to one of claims 1 to 5, characterised by a limit value regulator
(4) with a tolerance band for the target rotational speed and actual rotational speed
comparison.
1. Régulation pour la propulsion d'un bateau avec un moteur, une hélice à pas variable
et un régulateur dans lequel sont introduits un régime moteur de consigne et le régime
moteur réel et dont le signal de sortie sollicite un servomoteur pour modifier la
progression des pales, caractérisée en ce que l'hélice à pas variable (3) présente
des pales (8) dans le cas desquelles la résultante des forces hydrodynamiques dans
toutes les conditions de fonctionnement s'applique de telle manière à côté et sur
le même côté de l'axe de rotation des pales que le couple des pales agit toujours
dans le même sens de manière à modifier le pas, en ce que le servomoteur présente
un vérin à simple effet qui, lorsqu'il est sollicité par la pression, déplace les
pales (8) contre la modification du pas provoquée par la résultante des forces hydrodynamiques,
et en ce que l'espace de travail du vérin présente une fuite.
2. Régulation selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'espace de travail du
vérin est relié à un réservoir (13) par le biais d'un étranglement.
3. Régulation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par un joint à labyrinthe dans
la zone du vérin.
4. Régulation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'une électrovanne
(10, 11) commandée par intermittence est associée au vérin pour l'alimentation en
fluide sous pression.
5. Régulation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par un ressort sollicitant
le servomoteur dans le même sens que la résultante des forces hydrodynamiques.
6. Régulation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par un régulateur à
valeur seuil (4) comportant une plage de tolérance pour la comparaison du régime de
consigne et du régime réel.
