[0001] Die Erfindung betrifft einen verstellbaren Vorhang zur Abdeckung von Fenstern, Wänden,
und/oder zur Unterteilung von Räumen, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Derartige Vorhänge sind bekannt. So zeigt beispielsweise die US-PS 3 982 581 einen
Vorhang, der aus mehreren, nebeneinander angeordneten Abschnitten zusammengesetzt
ist. Die einzelnen Abschnitte können aus einem Gewebe bestehen, die gegenüber den
benachbarten Abschnitten bezüglich Lichtdurchlässigkeit und/oder Farbe unterschiedlich
sind. Die Abschnitte sind an einer Verstelleinrichtung hängend befestigt. Die Verstelleinrichtung
besteht aus in Reihe hintereinander angeordneten quaderförmigen Körpern, welche in
einer Schiene um eine Vertikalachse um 90° schwenkbar gelagert sind. In der einen
Schwenklage der quaderförmigen Körper sind die Abschnitte an den in einer Ebene liegenden
Vertikalflächen der quaderförmigen Körper befestigt. Hierbei erstreckt sich mit Ausnahme
der die beiden seitlichen Ränder des Vorhanges bildenden Abschnitte ein Abschnitt
über jeweils zwei nebeneinander angeordnete quaderförmige Körper. Die so jeweils paarweise
durch den entsprechenden Abschnitt miteinander verbundenen quaderförmigen Körper können
nun gegeneinander um 90° verschwenkt werden. Hierbei kommt der genannte Abschnitt
in den Zwischenraum zu liegen, der durch die nunmehr parallel nebeneinanderliegenden,
einander zugewandten vertikalen Flächen der quaderförmigen Körper gebildet wird. Dabei
wird der Abschnitt gefaltet.
[0003] An den vertikalen Flächen der quaderförmigen Körper, die in dieser Lage in einer
Ebene liegen, sind nun andersartige Abschnitte aufgehängt, wobei wiederum ein Abschnitt
an zwei gegeneinander verschwenkbaren quaderförmigen Körpern befestigt ist.
[0004] Beim Zurückschwenken der quaderförmigen Körper um 90° in die ursprüngliche Lage,
werden nunmehr die letztgenannten Abschnitte zusammengefaltet und kommen in den Zwischenraum
zwischen zwei quaderförmige Körper zu liegen.
[0005] Durch das Verschwenken der quaderförmigen Körper bilden je die einen oder die anderen
Abschnitte die für den Betrachter sichtbare Vorhangfläche. Die einen Abschnitte können
bezüglich der anderen Abschnitte beispielsweise eine andere Lichtdurchlässigkeit haben,
oder sie können von unterschiedlicher Farbe sein, so dass für den Betrachter je nach
Stellung der verschwenkbaren quaderförmigen Körper ein anderer Effekt bewirkt wird.
[0006] Diese beschriebene Einrichtung weist den Nachteil auf, dass die grosse Anzahl hintereinander
angeordneter quaderförmiger Körper mit deren Lagerung und dem Verschwenkmechanismus
sehr aufwendig ist, viele Einzelteile erfordert und demzufolge teuer ist in der Herstellung.
Des weiteren ist es mit diesem Verstellmechanismus nicht möglich, den Vorhang beispielsweise
auf eine Seite zu schieben.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Vorhang der genannten Art zu schaffen,
mit welchem die Effekte unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit und/oder Farbe erreichbar
sind, wobei der Verstellmechanismus einen einfachen Aufbau aufweist, bei welchem anstelle
von gewebeförmigen Abschnitten auch andere, lamellenartige Abschnitte aus anderen
Materialien verwendet werden können und dass der Vorhang auf eine Seite schiebbar
ist.
[0008] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung der Aufgabe durch die in der Kennzeichnung des
Anspruches 1 angegebenen Merkmale.
[0009] Dadurch, dass je das zwischen zwei fixierten Haltegliedern angeordnete Halteglied
verschiebbar ist, lässt sich eine Verstellung des Vorhanges bewerkstelligen. Da zwischen
zwei fixierten Haltegliedern vier Abschnitte angeordnet sind, wobei der erste Abschnitt
und der vierte Abschnitt je an der Aussenseite vom entsprechenden fixierbaren Halteglied
gehalten ist, während zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt das verschiebbare
Halteglied angeordnet ist, lassen sich durch das Verschieben des verschiebbaren Haltegliedes
die auf der einen Seite dieses Haltegliedes angeordneten Abschnitte gegeneinander
falten, bis sie aufeinanderliegen, während die auf der anderen Seite angeordneten
beiden Abschnitte aufgespannt werden und die eigentliche Vorhangfläche bilden. Die
beiden zusammengefalteten Abschnitte stehen dabei im wesentlichen rechtwinklig von
der durch die beiden anderen Abschnitte gebildeten Vorhangfläche ab.
[0010] Wenn nun die zwei auf der einen Seite des verschiebbaren Haltegliedes angeordneten
Abschnitte beispielsweise praktisch lichtundurchlässig sind, während die beiden auf
der anderen Seite des verschiebbaren Haltegliedes angeordneten Abschnitte eine grosse
Lichtdurchlässigkeit aufweisen, kann somit durch Verschieben des verschiebbaren Haltegliedes
der Vorhang auf hell, d.h. lichtdurchlässig, bzw. auf dunkel, d.h. lichtundurchlässig,
gestellt werden.
[0011] In vorteilhafter Weise wird das erste Halteglied, das am Rand des Vorhanges angeordnet
ist, in der Ausgangslage des Vorhanges in der Führungsschiene festgehalten. Hierdurch
kann von diesem festgehaltenen ersten Halteglied aus der Vorhang über die Länge der
Führungsschiene ausgezogen werden, er kann aber auch gegen dieses festgehaltene erste
Halteglied zurückgezogen werden, wodurch das sich beispielsweise hinter dem Vorhang
befindende Fenster vollständig freigegeben wird. Das Ein- und Ausziehen des Vorhanges
erfolgt in vorteilhafter Weise über ein unendliches flexibles Ziehelement, beispielsweise
eine Schnur, die um eine Umlenkrolle geführt ist, die an dem Ende der Führungsschiene
angebracht ist, welches dem festgehaltenen Halteglied gegenüberliegt.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Fixierung
der fixierbaren Halteglieder dadurch erfolgt, dass diese über ein flexibles Element,
beispielsweise eine Schnur, miteinander verbunden sind, so dass beim Ausziehen des
Vorhanges durch das flexible Ziehelement der Abstand zwischen den entsprechenden Haltegliedern
konstant ist, und im wesentlichen der Breite von zwei Abschnitten entspricht. Die
Fixierung der fixierbaren Halteglieder erfolgt hierbei durch das flexible Element,
welches vom flexiblen Ziehelement gespannt wird. Weil der Abstand zwischen den fixierbaren
Haltegliedern der Breite von zwei Abschnitten entspricht, kann die Verstellung so
erfolgen, dass in der einen Lage die zwei ausgefalteten Abschnitte vollständig aufeinanderliegen,
während die beiden anderen die entsprechende Vorhangfläche bilden.
[0013] Die Verschiebung der zwischen den fixierbaren Haltegliedern angeordneten verschiebbaren
Halteglieder erfolgt in vorteilhafter Weise durch ein unendliches flexibles Verstellmittel,
beispielsweise eine Schnur, die über das letzte Halteglied umlenkbar ist. Die verstellbaren
Halteglieder sind jeweils am einen Trum dieser Schnur angekoppelt, und zwar mit einem
gegenseitigen Abstand, der dem Abstand a entspricht. Dadurch lassen sich alle verstellbaren
Halteglieder miteinander verschieben.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass zusätzlich
zur Fixierung der fixierbaren Halteglieder ein weiteres unendliches flexibles Fixiermittel,
beispielsweise eine Schnur, vorgesehen ist, die über das letzte Halteglied umlenkbar
ist. Die zu fixierenden Halteglieder weisen eine im wesentlichen quaderförmige Aussenkontur
auf, die durch das Fixiermittel gegenüber der Führungsschiene, in welcher die Halteglieder
geführt sind, schrägstellbar sind, d.h., die Halteglieder verkanten sich in der Führungsschiene.
Hierdurch wird ermöglicht, dass ein Teil des Vorhanges zurückgezogen werden kann,
während der ausgezogene Bereich des Vorhanges seine Lage unverändert beibehält. Beim
Zurückziehen des Vorhanges werden die fixierten Halteglieder in Richtung des Zurückziehens
von aussen her gelöst.
[0015] Die erfindungsgemässe Einrichtung wird in vorteilhafter Weise mit einer Führungsschiene
ausgeführt, welche im wesentlichen horizontal in einem Raum befestigt ist, so dass
die zum Vorhang verbundenen Abschnitte vertikal nach unten hängen. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn der Vorhang bzw. die Abschnitte aus textilem Gewebe bestehen,
das keine Eigensteifigkeit aufweist. Damit diese aus textilem Gewebe bestehenden Abschnitte
und demzufolge der Vorhang in der gewünschten Art hängt und die Falten bildet, ist
es von Vorteil, am unteren Rand der einzelnen Abschnitte Gewichte anzubringen. Es
wäre auch denkbar, zwei vertikal angeordnete Schienen zu verwenden, zwischen welchen
der Vorhang eingespannt ist, so dass die Verstellung des Vorhanges in der beschriebenen
Weise in beiden Führungsschienen gleichzeitig erfolgen könnte.
[0016] Die Abschnitte, die den Vorhang bilden, können ohne weiteres aus Holz- und/oder Metall-
und/oder Kunststofflamellen bestehen, insbesondere dann, wenn dieser Vorhang als Raumunterteilung
verwendet wird. Wenn beispielsweise die Abschnitte unterschiedliche Farben aufweisen,
kann durch das Verstellen der Abschnitte ein unterschiedlicher Farbeffekt erzeugt
werden.
[0017] Eine Ausführungsvariante der Erfindung wird nachfolgend beispielhaft anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des aus zusammengefügten Abschnitten bestehenden
Vorhanges mit den Haltegliedern in der einen Stellung, mit einer Darstellung der Bedienungsschnüre
und der Führungsschiene;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung gemäss Fig. 1, wobei der Vorhang in der anderen
Stellung gezeigt ist;
Fig. 3a - 3d schematisch den Ablauf der Verstellung des Vorhanges in ausgezogener Lage;
Fig. 4a - 4d perspektivische Darstellungen von verschiedenen Stellungen des Vorhanges;
Fig. 5 in perspektivischer Darstellung einen Querschnitt durch die Führungsschiene mit darin
geführtem Halteglied; und
Fig. 6a bis 6d schematische Darstellungen von unterschiedlichen Lagen der Halteglieder in der Führungsschiene
mit den entsprechenden Bedienungsschnüren.
[0018] In der in Fig. 1 gezeigten perspektivischen Darstellung setzt sich der Vorhang 1
aus einzelnen Abschnitten 2, 3, 4 und 5 zusammen, die eine rechteckige Form aufweisen,
und die entlang der Längsseiten miteinander verbunden sind. Diese längsseitigen Verbindungsstellen
bilden Längsfalten 6, 7, 8 und 9, um welche der Vorhang 1 faltbar ist.
[0019] Die vier Abschnitte 2 bis 5 bilden eine Gruppe, der Vorhang 1 setzt sich aus mehreren
derartigen Gruppen, die nebeneinander angeordnet und entsprechend miteinander verbunden
sind, zusammen, wobei die Anzahl der nebeneinander angeordneten Gruppen von der Breite
des Vorhanges 1 abhängt. In Fig. 1 sind drei nebeneinander angeordnete Gruppen dargestellt.
[0020] Der den Rand bildende Abschnitt 2 des Vorhanges 1 wird durch ein erstes Halteglied
10 gehalten. Jeweils bei der Verbindungsstelle zwischen dem Abschnitt 5 und dem Abschnitt
2 der nachfolgenden Gruppe, die den Längsfalt 9 bildet, ist der Vorhang je durch ein
weiteres Halteglied 11 gehalten. Zwischen dem ersten Halteglied 10 und dem weiteren
Halteglied 11, bzw. zwischen zwei Haltegliedern 11 ist je ein verstellbares Halteglied
12 angebracht, welches den Vorhang je zwischen den Abschnitten 3 und 4 am Längsfalt
7 festhält.
[0021] Beim hier dargestellten Beispiel bestehen die einzelnen Abschnitte aus einem textilen
Gewebe, die an den Haltegliedern 10, 11 und 12 aufgehängt sind und senkrecht nach
unten fallen. Die Halteglieder 10, 11 und 12 sind in der in Fig. 1 explosionsartig
dargestellten Führungsschiene 13 horizontal geführt. Die Führungsschiene 13 kann aus
Einzelstücken 13a und 13b zusammengesetzt sein. Die Verbindung der Einzelstücke 13a
und 13b erfolgt über Steckglieder 13c, die die Einzelstücke 13a und 13b in eine genaue
gegenseitige Lage bringen. Die Enden der Führungsschiene 13 sind mit Abdeckungen 13d
versehen. Durch diese Anordnung lässt sich eine Führungsschiene 13 auf eine praktisch
beliebige Länge ausbauen, wobei diese Führungsschiene 13 zum Transportieren in die
Einzelstücke 13a, 13b zerlegt werden kann, die eine geringe Länge aufweisen.
[0022] Jedes der Halteglieder 10, 11 und 12 weist ein senkrecht nach unten schauendes Achsstück
14 auf, an welchem je zwei aus formstabilem Material bestehende Fahnen 15 und 16 gelagert
sind, die unabhängig voneinander um die vertikale Achse 14 schwenkbar sind. Die Fahnen
15 und 16 weisen eine Länge auf, die etwa der Breite eines Abschnittes entspricht.
An diesen Fahnen 15 und 16 sind die Abschnitte 2 bis 5 des Vorhanges 1 befestigt.
Diese Fahnen 15 und 16 bewirken, dass der Vorhangestoff zwischen den einzelnen Haltegliedern
nicht durchhängt.
[0023] In der in Fig. 1 dargestellten Lage ist der Vorhang 1 voll ausgezogen. Das Ausziehen
des Vorhanges 1 erfolgt über ein flexibles Ziehelement 17, welches in der Führungsschiene
13 angeordnet ist, in Fig. 1 aber aus Uebersichtlichkeitsgründen separat dargestellt
ist. Das flexible Ziehelement 17, das als unendliche Schnur ausgebildet ist, ist am
Ende 18 der Führungsschiene 13 um eine Umlenkrolle 19 geführt, während es am anderen
Ende 20 der Führungsschiene 13 in bekannter Weise als Bedienerschlaufe 21 von der
Führungsschiene 13 nach unten hängt. Ein Trum 22 des Ziehelementes 17 ist fest mit
dem letzten Halteglied 11 des Vorhanges 1 verbunden, was schematisch als Kopplungspunkt
23 dargestellt ist. Jedes der weiteren Halteglieder 11 ist mit einer vom Kopplungspunkt
23 ausgehenden Schnur 24 verbunden, welche Schnur 24 am Ende 20 der Führungsschiene
13 im Punkt 25 befestigt ist. Das erste Halteglied 10 ist ebenfalls mit der Schnur
24 in unmittelbarer Nähe des Befestigungspunktes 25 im Kopplungspunkt 26 verbunden.
An den Kopplungspunkten 27 und 28 sind die weiteren Halteglieder 11 mit der Schnur
24 verbunden. Der Abstand a zwischen den jeweils benachbarten Kopplungspunkten 23,
26, 27 und 28 entspricht mindestens der Summe der doppelten Breite eines Abschnittes
2, 3, 4 oder 5, die alle dieselbe Breite aufweisen und der Abmessung zweier Halteglieder
11 und 12 in Schienenlängsrichtung.
[0024] In Fig. 1 ist der Vorhang 1 in vollständig ausgezogener Lage dargestellt. Dies bedeutet,
dass die Schnur 24 durch das flexible Ziehelement 17 über den Kopplungspunkt 23 vollständig
gestreckt und gehalten ist, so dass die fixierbaren Halteglieder 11 fixiert sind.
Die verstellbaren Halteglieder 12, welche jeweils zwischen zwei derart fixierten Haltegliedern
angeordnet sind, lassen sich nun entlang der Führungsschiene 13 zwischen zwei fixierten
Haltegliedern hin- und herbewegen, was durch ein unendliches flexibles Verstellmittel
29, das als umlaufende Schnur ausgebildet ist und ebenfalls eine Bedienerschlaufe
30 bildet, erfolgt. Hierzu sind die verstellbaren Halteglieder 12 an einem Trum des
Verstellmittels 29 in den Kopplungspunkten 31 befestigt, welche Kopplungspunkte 31
ebenfalls einen gegenseitigen Abstand a voneinander aufweisen.
[0025] Die Abschnitte 2 und 3 des Vorhanges 1 sind gemäss Fig. 1 aus einem Gewebe hergestellt,
das nicht sehr lichtdurchlässig ist. Die beiden anderen Abschnitte 4 und 5 hingegen
bestehen aus einem Gewebe, das sehr stark lichtdurchlässig ist und ein anderes Dessin
aufweisen kann als die Abschnitte 2 und 3. In der in Fig. 1 dargestellten Lage des
Vorhanges, der in diesem Falle als Fensterabdeckung dient, wird also viel Licht durchgelassen,
da die Abschnitte 2 und 3 aufeinandergefaltet sind, und im wesentlichen rechtwinklig
von der eigentlichen Vorhangfläche, welche durch die Abschnitte 4 und 5 gebildet wird,
abstehen.
[0026] In Fig. 2 ist die andere Stellung des Vorhanges 1 gemäss Fig. 1 dargestellt, d.h.,
dass die weniger lichtdurchlässigen Abschnitte 2 und 3 nun die eigentliche Vorhangfläche
bilden, während die Abschnitte 4 und 5 aufeinandergefaltet sind, und nun ihrerseits
von der durch die Abschnitte 2 und 3 gebildeten Vorhangfläche im wesentlichen rechtwinklig
abstehen. Um von der in Fig. 1 dargestellten Lage in die Lage zu kommen, die in Fig.
2 dargestellt ist, sind die verstellbaren Halteglieder 12 praktisch um die Strecke
a nach rechts verschoben worden, was durch das Verstellmittel 29 bewerkstelligt wurde.
[0027] In den Fig. 3a bis 3d ist der Verstellungsvorgang des Vorhanges von der in Fig. 1
dargestellten in die in der Fig. 2 dargestellte Lage schematisch dargestellt. Diese
Darstellungen zeigen einen Schnitt entlang einer Horizontalebene durch den Vorhang
1, auf welchen die Betrachtung von unten gegen die Führungsschiene erfolgt. Die Darstellung
in Fig. 3a entspricht der Lage des Vorhanges, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. Der
Vorhang 1 ist voll ausgezogen, d.h. die Kopplungspunkte 26, 27, 28 und 23, die die
Lagen der fixierbaren Halteglieder bestimmen, sind durch die Schnur 24 fixiert. Je
die Abschnitte 2 und 3 sind aufeinandergefaltet und stehen praktisch rechtwinklig
von der Vorhangfläche, die durch die aufgespannten Abschnitte 4 und 5 gebildet wird,
ab. Die Kopplungspunkte 31, welche die Lage der verstellbaren Halteglieder 12 bestimmen,
liegen linksseitig an den Kopplungspunkten 26, 27 und 28 bzw. an den entsprechenden
Haltegliedern 11 an.
[0028] Zum Verstellen des Vorhanges werden die Kopplungspunkte 31 und damit die verstellbaren
Halteglieder 12 in Richtung des Pfeiles 32 nach rechts verschoben, wie in Fig. 3b
dargestellt ist. Die Verschiebung in Pfeilrichtung 32 erfolgt durch das Verstellmittel
29 gemäss Fig. 1 und 2. Die beiden Abschnitte 2 und 3 werden hierbei auseinandergefaltet,
während die Abschnitte 4 und 5 aus der Vorhangebene heraus einen Falt 8 bilden.
[0029] Beim Weiterführen der Verstellung, wie es in Fig. 3c dargestellt ist, werden die
Abschnitte 2 und 3 weiter ausgebreitet, während die Abschnitte 4 und 5 immer mehr
aufeinandergefaltet werden. Die Verstellung erfolgt solange, bis der Längsfalt 6 praktisch
verschwindet, die Abschnitte 2 und 3 bilden nunmehr die eigentliche Vorhangfläche,
während die Abschnitte 4 und 5 aufeinandergefaltet sind, und praktisch rechtwinklig
von der Vorhangfläche, die durch die Abschnitte 2 und 3 gebildet wird, abstehen. Diese
Endstellung ist in Fig. 3d dargestellt, welche der Lage entspricht, die in Fig. 2
dargestellt ist. Die Kopplungspunkte 31, die die Lage der verstellbaren Halteglieder
12 darstellen, liegen nun rechtsseitig an den Kopplungspunkten 27, 28 und 23 an, die
die Lage der Halteglieder 11 bestimmen.
[0030] Die Fig. 4a bis 4c zeigen nochmals die Verstellung des Vorhanges 1 in räumlicher
Darstellung. Die Darstellung gemäss Fig. 4a entspricht der Lage des Vorhanges, wie
er in Fig. 3a dargestellt ist, Fig. 4b zeigt eine Zwischenstellung und Fig. 4c zeigt
die Lage des Vorhanges gemäss Fig. 3d.
[0031] Fig. 4d zeigt in räumlicher Darstellung die Lage des Vorhanges 1 in der eingezogenen
Stellung. Zur Erreichung dieser Stellung wird mit dem flexiblen Ziehelement 17 gemäss
Fig. 1 das letzte Halteglied 11, welches über den Kopplungspunkt 23 mit dem Ziehelement
17 verbunden ist, gegen das erste Halteglied 10 bewegt. Dabei werden die die Vorhangfläche
bildenden Abschnitte 4 und 5 (gemäss Fig. 1) bzw. 2 und 3 (gemäss Fig. 2) aufeinandergefaltet.
Die weiteren Halteglieder 11 und 12 werden durch das letzte Halteglied 11, das über
den Kopplungspunkt 23 mit dem flexiblen Ziehelement 17 verbunden ist, mitgenommen
und gegen das erste Halteglied 10 geschoben, bis alle Halteglieder aneinanderstossen.
[0032] In dem in den Fig. 4a bis 4d dargestellten Ausführungsbeispiel des Vorhanges 1 sind
die Fahnen 15 und 16, die beispielsweise aus Kunststoff bestehen, miteinander verbunden.
Die Verbindungsstelle ist durch eine Folie gebildet, so dass die erforderliche Gelenkigkeit
gewährleistet ist.
[0033] Um die Faltung des Vorhanges 1 beim Verstellen und beim Einziehen in die richtige
Richtung zu gewährleisten, kann der Abstand a zwischen zwei fixierbaren Haltegliedern
so gewählt werden, dass er geringfügig kleiner ist als die Breite zweiter Abschnitte
4 und 5 bzw. 2 und 3, wodurch erreicht wird, dass bei voll ausgezogenem Vorhang 1
die Fahnen 15 und 16 nicht in eine vollständig gestreckte Lage gelangen. Es ist auch
möglich, die Fahnen 15 und 16 federnd derart vorzuspannen, dass sie immer in die gleiche
Richtung auslenken.
[0034] Fig. 5 zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Anordnung eines Haltegliedes
11 bzw. 12 in der Führungsschiene 13. Das Halteglied 11 bzw. 12 ist beidseitig mit
Führungsrollen 43 versehen, die in entsprechenden Bahnen der Führungsschiene 13 laufen.
Das Halteglied 11 bzw. 12 weist je eine in der Längsachse der Führungsschiene 13 verlaufende
erste Oeffnung 33 und eine zweite Oeffnung 34 auf, durch welche das flexible Ziehelement
17 geführt ist. Eine weitere Oeffnung 35 dient zum Hindurchführen des einen Stranges
des Verstellmittels 29, während die Schnur 24 und der andere Strang des Verstellmittels
29 durch Ausnehmungen 36 bzw. 37 geführt sind. Beim Einziehen des Vorhanges und demzufolge
beim Zusammenschieben der Halteglieder 11 und 12 wird das Verstellmittel 29 und die
Schnur 24 zwischen den einzelnen Haltegliedern in Schlaufen gelegt.
[0035] Beim in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Verstellung des
Vorhanges 1 in der beschriebenen Form nur möglich, wenn der Vorhang 1 vollständig
ausgezogen ist.
[0036] In der Ausführungsart zur Verstellung des Vorhanges, wie sie in den Fig. 6a bis 6d
schematisch dargestellt ist, ist wie im vorhergehenden Beispiel ein flexibles Ziehelement
17 mit der entsprechenden Bedienerschlaufe 21 angeordnet, welches Ziehelement 17 um
die Umlenkrolle 19 am Ende 18 der Führungsschiene 13 geführt ist. Die Halteglieder
10, 11 und 12, welche wie im vorhergehenden Beispiel als Träger des nicht dargestellten
Vorhanges 1 dienen, können aus der in Fig. 6a dargestellten zusammengeschobenen Lage
mit diesem Ziehelement 17 in die ausgezogene Lage gebracht werden, wie sie in Fig.
6b dargestellt ist. Beim ersten Halteglied 10, welches am Anfang des Vorhanges angeordnet
ist, und beim letzten Halteglied 11, welches das Ende des Vorhanges bildet, sind die
gegen die Mitte des Vorhanges gerichteten Flächen 36 und 37 geneigt ausgebildet, und
zwar so, dass sie um eine vertikale Achse zur Längsachsenrichtung der Führungsschiene
13 zueinander parallel schräggestellt sind. Im eingezogenen Zustand des Vorhanges,
wie es in Fig. 6a dargestellt ist, werden durch diese geneigten Flächen 36 und 37
die dazwischen angeordneten Halteglieder 11 und 12 entsprechend schräggestellt. Die
fixierbaren Halteglieder 11 sind mit abgeschrägten Seitenflächen 38, 39 versehen,
die bei der in Fig. 6a dargestellten Lage parallel zur Führungsschiene 13 ausgerichtet
sind.
[0037] Im ausgezogenen Zustand des Vorhanges, dargestellt in Fig. 6b, können nun die fixierbaren
Halteglieder 11 über ein zusätzlich angebrachtes flexibles Fixiermittel 40 bezüglich
der Führungsschiene 13 in eine praktisch rechtwinklige Lage gebracht werden. Dadurch
verkanten sich diese fixierbaren Halteglieder 11 in der Führungsschiene 13, d.h.,
sie fixieren sich selbst. Die verstellbaren Halteglieder 12 lassen sich nun über das
Verstellmittel 29 zwischen den fixierten Haltegliedern 11 problemlos verschieben,
wie in Fig. 6c dargestellt ist.
[0038] Um die fixierbaren Halteglieder 11 in der beschriebenen Art verkanten zu können,
ist das Fixiermittel 40 auf einer Seite der Halteglieder 11 mit diesen in den Kopplungspunkten
41 und 42 verbunden. Durch Zug am Trum 43 des Fixiermittels 40, welches um das letzte
Halteglied 11 in bekannter Weise umgelenkt ist, werden alle Halteglieder 11 miteinander
verkantet, da die Distanz zwischen den fixierbaren Haltegliedern 11 bzw. der Kopplungspunkte
41 und 42 dem Abstand a entspricht, den je die Kopplungspunkte 26, 27, 28 und 23 voneinander
haben.
[0039] Beim Einziehen des Vorhanges, d.h. wenn das letzte Halteglied 11 durch das Ziehelement
17 gegen das erste Halteglied 10 gezogen wird, wird durch die geneigte Fläche 37 das
nächste fixierte Halteglied 11, auf welches das letzte Halteglied 11 stösst, entsprechend
schräggestellt und aus der Verkantung gelöst. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jedem
nächste Halteglied 11, wodurch der Vorhang ohne weiteres in die eingezogene Lage gebracht
werden kann.
[0040] Mit dieser Ausführungsart lässt sich der Vorhang, wenn er sich in der Stellung befindet,
die in Fig. 6d dargestellt ist, in die Stellung gemäss Fig. 6b bringen, auch wenn
der Vorhang sich nicht in der vollständig ausgezogenen Lage befindet.
[0041] Die Verstellung und das Ein- und Ausziehen des Vorhanges kann über die entsprechenden
Bedienungselemente, die beispielsweise als Schnüre ausgebildet sind, von Hand erfolgen.
Die Bedienungselemente lassen sich aber ohne weiteres auch durch steuerbare Antriebe,
die den entsprechenden Bedienungselementen zugeordnet sind, motorisch betätigen.
[0042] Dieser erfindunsgemässe Vorhang bzw. die Verstellung davon, lässt sich in vielfältiger
Weise verwenden. Bei einem Fenstervorhang beispielsweise können die aufeinanderfolgenden
Abschnitte abwechselnd aus lichtdurchlässigem Gewebe und aus lichtundurchlässigem
Gewebe bestehen, so dass eine Tag/Nacht-Funktion erhalten wird, wobei auch eine dekorative
Wirkung erzielt wird.
[0043] Dieser Vorhang kann beispielsweise aber auch als Raumunterteilung verwendet werden,
wobei in diesem Falle vorzugsweise die Abschnitte aus Kunststoff- und/oder Holzlamellen
bestehen. Diese Lamellen können eine unterschiedliche Farbe aufweisen, so dass neben
der dekorativen Wirkung die Farbe der Abtrennwand durch Verstellen der Lamellen gewechselt
werden kann.
[0044] Es ist auch denkbar, die Abschnitte des in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
Vorhanges horizontal anzuordnen, wobei in diesem Fall zwei vertikal angeordnete, parallel
zueinanderstehende Führungsschienen verwendet werden müssten, zwischen welchen der
Vorhang über die beschriebenen Halteglieder eingespannt wäre, wobei zur Verstellung
des Vorhanges in beiden Führungsschienen die entsprechend zusammenwirkenden Verstellmittel
vorgesehen sein müssten.
1. Verstellbarer Vorhang zur Abdeckung von Fenstern, Wänden und/oder zur Unterteilung
von Räumen, bestehend aus flächigen, im wesentlichen rechteckigen Abschnitten, die
entlang der Längsseiten faltbar miteinander verbunden und gemeinsam verschwenkbar
sind, und die über in Reihe hintereinander angeordnete Halteglieder in mindestens
einer Führungsschiene gehalten sind, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
die mindestens eine Führungsschiene (13) ist rechtwinklig zu den Längsseiten der
Abschnitte (2, 3, 4, 5) angeordnet;
im Bereich jedes zweiten Längsfaltes (7) bzw. (9) der miteinander verbundenen Abschnitte
(2, 3, 4, 5) ist der Vorhang (1) an einem in der Führungsschiene (13) längsverschiebbar
geführten Halteglied (12) bzw. (11) derart befestigt, dass die Abschnitte (2, 3, 4,
5) um die Längsfalten (7, 9) verschwenkbar sind;
jedes zweite Halteglied (11) ist in der mindestens einen Führungsschiene (13) im
mindestens zum Teil ausgezogenen Bereich des Vorhanges (1) in der Führungsschiene
(13) fixierbar, während die anderen Halteglieder (12) über ein Verstellmittel (29)
zwischen den fixierten Haltegliedern (11) verschiebbar sind.
2. Verstellbarer Vorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das am einen Rand
des Vorhanges (1) angeordnete erste Halteglied (10) in der Führungsschiene (13) festgehalten
ist und dass der Vorhang (1) von diesem festgehaltenen Halteglied (10) aus über ein
unendliches flexibles Ziehelement (17), welches um eine Umlenkrolle (19) geführt ist,
die mindestens im Abstand der Vorhanglänge vom festgehaltenen Halteglied (10) in der
Führungsschiene (13) angeordnet ist, ausziehbar und gegen das festgehaltene Halteglied
(10) hin einziehbar ist.
3. Verstellbarer Vorhang nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die fixierbaren Halteglieder (11) über ein flexibles Element (24) miteinader verbunden
sind, dergestalt, dass der Abstand (a) des ersten fixierbaren Haltegliedes (11) vom
festgehaltenen Halteglied (10) und der gegenseitige Abstand (a) zwischen den fixierbaren
Haltegliedern (11) bei ausgezogenem Vorhang (1) maximal der Breite von zwei der Abschnitte
(2), (3), (4) oder (5) entspricht, so dass die zwischen den fixierbaren Haltegliedern
(11) angeordneten Halteglieder (12) zur Verstellung des Vorhanges (1) über den gesamten
Abstand (a) verschiebbar sind.
4. Verstellbarer Vorhang nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschieben
der zwischen den fixierbaren Haltegliedern (11) angeordneten verstellbaren Halteglieder
(12) ein unendliches flexibles Verstellmittel (29) angebracht ist, das über das letzte
Halteglied (11) umlenkbar ist, an dessen einem Trum die verstellbaren Halteglieder
(12) mit einem gegenseitigen Abstand angekoppelt sind, der im wesentlichen dem Abstand
(a) entspricht.
5. Verstellbarer Vorhang nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Fixierung der fixierbaren Halteglieder (11) ein unendliches flexibles Fixiermittel
(40) vorgesehen ist, das über das letzte Halteglied (11) umlenkbar ist, an dessen
einem Trum die fixierbaren Halteglieder (11) mit einem Abstand (a) voneinander angekoppelt
sind, wobei der Kopplungspunkt (41, 42) mit dem Fixiermittel (40) gegenüber dem Befestigungspunkt
mit dem flexiblen Element (24) seitlich versetzt ist, wodurch die im wesentlichen
quaderförmig ausgebildeten fixierbaren Halteglieder (11) schrägstellbar sind und in
der Führungsschiene (13) verkanten.
6. Verstellbarer Vorhang nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Loslösen der
Verkantung der fixierbaren Halteglieder (11) in der Führungsschiene (13) durch das
Einziehen des Vorhanges (1) mit dem Ziehelement (17) erfolgt, währenddem das letzte
Halteglied (11) mit seiner den fixierbaren Haltegliedern (11) zugewandten Fläche (37)
die verkanteten und somit fixierten Halteglieder (11) in die gelöste Position drückt.
7. Verstellbarer Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Führungsschiene (13) vorgesehen ist, welche im wesentlichen horizontal in einem
Raum befestigt ist, und dass die zum Vorhang (1) verbundenen Abschnitte (2, 3, 4,
5) über die Halteglieder (11, 12) an der Führungsschiene (13) vertikal hängend gehalten
sind.
8. Verstellbarer Vorhang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die je zwischen
zwei fixierbaren Haltegliedern (11) angeordneten vier Abschnitte (2, 3, 4, 5) aus
textilem Gewebe bestehen, wobei je zwei benachbarte Abschnitte (2) und (3) bzw. (4)
und (5) aus einem Gewebe bestehen, das eine andere Lichtdurchlässigkeit und/oder Dessin
und/oder Farbe aufweist, als das Gewebe der beiden anderen Abschnitte.
9. Verstellbarer Vorhang nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteglieder
(10, 11, 12) mit einer vertikalen Achse (14) ausgerüstet sind, an welchen je zwei
aus formstabilem Material bestehende Fahnen (15, 16) schwenkbar um die vertikale Achse
(14) gelagert sind, an welchen Fahnen (15, 16) die aus textilem Gewebe bestehenden
Abschnitte (2, 3, 4, 5) befestigt sind, wobei die Länge der Fahnen (15, 16) im wesentlichen
der Breite der einzelnen Abschnitte (2, 3, 4, 5) entspricht.
10. Verstellbarer Vorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abschnitte (2, 3, 4, 5) aus Holz- und/oder Metall- und/oder Kunststofflamellen
bestehen, die bezüglich Farbe bzw. Lichtdurchlässigkeit unterschiedlich sind.