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(11) |
EP 0 589 907 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.03.1996 Patentblatt 1996/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.05.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A45D 26/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9201/056 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9222/227 (23.12.1992 Gazette 1992/32) |
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| (54) |
ZUPFKOPF FÜR EPILIERGERÄTE
HAIR-PLUCKING HEAD FOR DEPILATION INSTRUMENT
TETE D'ARRACHEMENT POUR APPAREILS D'EPILATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
18.06.1991 DE 4120014
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.04.1994 Patentblatt 1994/14 |
| (73) |
Patentinhaber: Braun Aktiengesellschaft |
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Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- HEINTKE, Hans-Eberhard
D-63607 Wächtersbach (DE)
- BRAUN, Gebhard
D-65779 Kelkheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Zupfkopf für Epiliergeräte mit einem im Gerätegehäuse
drehbar gelagerten, von diesem teilweise umschlossenen, mit Klemmbacken versehenen,
motorisch angetriebenen Zupfrohr und einem zu diesem koaxial ausgerichteten, drehbar
angeordneten, mit den Klemmbacken in Wirkverbindung stehenden Nocken.
[0002] Bei einem bekannten Epiliergerät dieser Art (DE 39 22 949 C1) ist der Nocken auf
dem freien Ende einer Welle befestigt, die im Gerätegehäuse fliegend gelagert ist
und über ein separates Getriebe vom Motor in Umdrehung versetzt wird, wobei das Übersetzungsverhältnis
so gewählt ist, daß die Welle und damit der Nocken im gleichen Drehsinn aber mit geringerer
Drehzahl umläuft als das über ein weiteres Getriebe in Rotation versetzte Zupfrohr
mit seinen Klemmbacken. Damit wird im wesentlichen erreicht, daß sich der Ort der
Zupfungen auf der Haut ständig verlagert. Aufgrund der ständigen Einwirkung des drehbar
angetriebenen Nockens auf die federnd gelagerten Klemmbacken wird ein erheblicher
Teil der Antriebsenergie für die Erzeugung der Klemmkraft verbraucht.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, den Zupfkopf für ein Epiliergerät der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß der Energieaufwand für die Erzeugung der Klemmkraft verringert
wird.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einem Epiliergerät der eingangs genannten
Art gelöst durch ein einerseits mit dem Zupfrohr und andererseits mit dem Nocken in
Bewegungsverbindung stehendes selbsthemmendes Schrittschaltwerk.
[0005] Durch die Lösung nach der Erfindung entfällt die spezielle Getriebeanordnung für
den Antrieb der Nockenwelle, welche bei dem Epiliergerät nach dem zitierten Stand
der Technik zusätzlich zum Getriebe für den Antrieb des Zupfrohres vorgesehen ist.
Der Energiebedarf, der insbesondere bei batteriebetriebenen, elektrischen Kleingeräten
eine wesentliche Rolle spielt, wird wesentlich dadurch reduziert, daß die Klemmkraft
nicht während der gesamten Rotationsdauer vom Antrieb sondern nur in der Schrittschaltphase
vom Antrieb aufgebracht werden muß. Darüber hinaus entfällt die technisch relativ
aufwendige, fliegende Lagerung der Nockenwelle, mit all ihren weiteren Nachteilen
hinsichtlich der Baukosten und des Raumbedarfs im Gehäuse des Epiliergerätes.
[0006] Schrittschaltwerke können in verschiedener Weise ausgebildet sein. Nach einer vorteilhaften
Ausbildungsform der Erfindung ist das Schrittschaltwerk als Klinken-Schrittschaltwerk
ausgebildet, bestehend aus einem Klinkenrad und mindestens zwei mit diesem zusammenwirkenden,
schwenkbar gelagerten, unter Federwirkung in Eingriffstellung mit dem Klinkenrad gedrängten
Klinken. Ein wesentlicher Vorteil dieser Maßnahme nach der Erfindung besteht darin,
daß mittels eines derartigen Klinken-Schrittschaltwerkes die Nockenverstellung im
lastfreien Zustand des Nockens erfolgt, wodurch weniger Antriebsenergie zum Betreiben
des Zupfkopfes benötigt bzw. verbraucht sowie der Verschleiß zusammenwirkender Teile
erheblich gemindert wird. Darüber hinaus ist ein derartiges Schrittschaltwerk wenig
bauaufwendig, hat geringen Raumbedarf und läßt sich daher leicht im Antriebsweg vom
Motor zum Nocken unterbringen.
[0007] Eine bevorzugte Ausbildungsform der Erfindung sieht vor, daß der Zupfkopf eine koaxial
zu seiner geometrischen Achse im Gerätegehäuse fixierte Systemachse aufweist, auf
der der Nocken drehbar gelagert und zu diesem benachbart das Klinkenrad befestigt
ist, und daß die Klinken am Fußteil des Nockenkörpers schwenkbar gelagert sind. Diese
gestaffelte Anordnung vom Nocken und Klinkenrad auf der Systemachse trägt in vorteilhafter
Weise zur weiteren Verringerung der Dimensionen des Zupfkopfes bei.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zur Steuerung der intermittierenden Drehbewegung
des Nockens auf der Innenfläche des Zupfrohres in Höhe der Klinken eine Innenkurve
angebracht und sind die Klinken mit je einem Rückenprofil versehen, das in die Bahn
der mit dem Zupfrohr rotierenden Innenkurve hineinragt. Auf diese Weise werden die
Klinken bei jeder Umdrehung des Zupfrohres aus dem Eingriff mit dem Klinkenrad ausgehoben
und durch Mitnahme zusammen mit dem Nocken um einen durch die Teilung des Klinkenrades
bestimmten Drehwinkel verstellt. Diese Steuerung ist besonders einfach und kommt außer
der Innenkurve ohne jegliche besondere Bauteile aus. Auch diese Maßnahme trägt wesentlich
zur Senkung der Herstellungskosten als Vorteil der Erfindung bei, ferner die Möglichkeit
der Eigenherstellung aller Teile mit dem üblichen Fertigungs- und Montageaufwand in
Großserie mit geringen Gesamtkosten bietet, die eine hohe Funktionssicherheit, Zuverlässigkeit
und Berechenbarkeit der Zupfortverstellung gewährleistet und das bei einem minimalen
zusätzlichen Energiebedarf für den Antrieb des Zupfkopfes.
[0009] In der Zeichnung ist ein Ausführungbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:
- Figur 1
- die Ansicht eines Epiliergerätes im Aufriß;
- Figur 2
- ein Mittellängsschnitt durch den Zupfkopf mit den für die Funktion des Epiliergerätes
wesentlichen Aggregaten;
- Figur 3
- eine Ansicht längs der Schnittlinie III-III in Fig. 1 in vereinfachter Darstellung;
- Figur 4
- eine Ansicht längs der Schnittlinie IV-IV in Fig. 1 in ausschnittsweiser, vereinfachter
Darstellung und
- Figur 5
- ein Diagramm.
[0010] Das in Fig. 1 dargestellte Epiliergerät besteht im wesentlichen aus einem als Handgriff
zum Führen des Gerätes ausgebildeten Gehäuse 1, aus dessen oberen Enden die Krone
2 des Zupfkopfes 3 herausragt, der somit vom Gehäuse 1 teilweise umschlossen ist.
Im Gehäuse 1 ist ferner ein Motor 4 in nachstehend beschriebener Weise (Fig. 2) untergebracht,
der ein Federwerk- oder ein von Primär- Sekundärzellen oder direkt vom Netz gespeister
Elektromotor sein kann, wie durch das am entgegengesetzten Ende des Gehäuses 1 herausgeführte
Kabel 5 angedeutet ist. Ein Schalter 6 dient zum Ein- und Ausschalten des Epiliergerätes.
Im Gehäuse 1 ist eine Montageplatte 7 befestigt, die einerseits den Motor 4 trägt
und andererseits mit einem winkelförmigen Arm 8 versehen ist, auf dem in Verlängerung
der Motorwelle 9 und der geometrischen Achse 10 des Zupfkopfes 3 eine Systemachse
11 befestigt ist. Auf der Motorwelle 9 ist ein Ritzel 12 angebracht, das mit einem
Zahnrad 13 kämmt, welches auf einer im Arm 8 der Montageplatte 7 befestigten, zur
Systemachse 11 parallelen Achse 14 drehbar gelagert ist.
[0011] Auf der Systemachse 11 ist ein Zupfrohr 15 als Teil des Zupfkopfes 3 mittels Lagerbuchse
16 drehbar gelagert; das Zupfrohr 15 kann einteilig ausgebildet sein, oder wie in
Fig. 2 zu erkennen ist, zur leichteren Herstellung und Montage aus drei Teilen zusammengesetzt
sein, und zwar aus einem teilweise glockenförmigen Unterteil 17, einem zylindrischen
Mittelteil 18 und einem Oberteil in Form der vorerwähnten Krone 2, die für verschiedene
Anwendungsfälle unterschiedlich gestaltet sein kann und daher zweckmäßig aufsteckbar
und auswechselbar ist.
[0012] Das Unterteil 17 des Zupfrohres 15 ist mit einer Lagerbuchse 16 versehen und trägt
auf der Innenfläche des glockenförmigen Bereiches 19 eine Innenverzahnung 20, in die
das mit dem Motorritzel 12 kämmende Zahnrad 13 eingreift, wodurch die Antriebsverbindung
zwischen der Motorwelle 9 und dem Zupfrohr 15 geschlossen ist. Das Mittelteil 18 des
Zupfrohres 15, das das Unterteil 17 in Höhe (Fig. 2) der Lagerbuchse 16 übergreift,
trägt an seinem freien Ende zwei um Achsen 21 und 22 schwenkbare Klemmbacken 23 und
24, die in bekannter und daher nicht näher erläuterter Weise mit dem Innenrand der
Krone 2 zusammenwirken und durch eine zwischen beiden Klemmbacken 23 und 24 eingesetzte
Druckfeder 25 in Schließstellung gedrängt werden, wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist.
Auf der Systemachse 11 ist ein speziell gezahntes Rad, nachstehend als Klinkenrad
26 bezeichnet, durch Aufpressen starr befestigt. Oberhalb (Fig. 2) dieses Klinkenrades
26 ist ein Nocken 27 als weiteres Teil des Zupfkopfes 3 auf der Systemachse 11 drehbar
gelagert und mittels einer Klemmhülse 28 gegen Axialverschiebung gesichert. Die Klemmbacken
sind jenseits ihrer Schwenkachsen 21 und 22 mit nach unten führenden (Fig. 2) Hebelarmen
29 und 30 versehen, die unter der Wirkung der Feder 25 über in den Hebelarmen eingepreßte
Kugeln 31 und 32, die der Reibungsminderung dienen, am Nocken 27 teilweise anliegen
(Fig. 4). In einen verbreiterten Fußteil 33 des Nockens 27 sind beiderseits und parallel
zu der Systemachse 11 zwei diametral gegenüberliegende Achsen 34 und 35 eingesetzt,
auf denen - wie in Fig. 3 zu entnehmen ist - zwei Klinken 36 und 37 schwenkbar gelagert
sind, die die Form eines zweiarmigen Hebels haben. An einem Hebel ende 38 bzw. 39
der beiden Klinken 36 und 37 ist je ein Zahn 40 bzw. 41 vorgesehen, der mit der Verzahnung
42 des Klinkenrades 26 zusammenwirkt. Eine beiden Klinken 36 und 37 gemeinsame Spreizfeder
43 greift mit ihren freien Enden 44 bzw. 45 an den anderen Hebel armen 46 bzw. 47
der Klinken 36 und 37 an und drängt diese in die Eingriffstellung mit der Verzahnung
42 des Klinkenrades 26. Auf der Innenfläche 48 des zylindrischen Mittelsteils 18 des
Zupfrohres 15 ist eine Innenkurve 49 angebracht, die mit angepaßten, d.h. in ihre
Bahn 53 hineinragenden Rückenprofilen 50 bzw. 51 an den Hebelarmen 46 bzw. 47 der
Klinken 36 bzw. 37 zusammenwirkt, und zwar im Sinne der Aushebung der Klinken 36 bzw.
37 aus der Verzahnung 42 des Klinkenrades 26 entgegen der Wirkung der Spreizfeder
43.
[0013] Das Klinkenrad 26 und die beiden schwenkbaren Klinken 36 und 37 bilden zusammen ein
Klinken-Schrittschaltwerk, das von der Innenkurve 49 gesteuert, die stetig rotierenden
Drehbewegungen des Zupfrohres 15 des Zupfkopfes 3 in eine intermittierende Drehbewegung
des Nockens 27 übersetzt, und zwar in nachstehend beschriebener Weise (vgl . Fig.
3 bis 5, letztere mit zugehöriger Erläuterung): Das Zupfrohr 15 dreht sich vom Motor
4 über das Ritzel 12 und das Zahnrad 13 angetrieben, in Richtung des Pfeiles A. In
der in Fig. 3 dargestellten Ausgangsposition ist die obere Klinke 36 mit ihrem Zahn
40 in die Verzahnung 42 des Klinkenrades 26 eingerastet und sperrt eine Bewegung des
Nockens 27 in beiden Drehrichtungen. Durch die in Fig. 3 dargestellte konstruktive
Ausführung und Anordnung der Klinken 36 und 37 wirken diese in beiden Drehrichtungen
selbsthemmend. Die Haltefunktion erfordert daher minimale Kraft der Spreizfeder 43
und praktisch keine Reibung aufgrund der Selbsthemmung zwischen den Klinken und dem
Klinkenrad. Die untere Klinke 37 liegt mit ihrem Zahn 41 auf dem Kopf 52 des jeweils
zugeordneten Zahnes der Klinkenrad-Verzahnung 42 auf und befindet sich damit in Vorraststellung.
Der Nocken 27 hat die in Fig. 4 dargestellte Position und die Kugeln 30, 31 der Klemmbacken
23, 24 liegen am Außenradius R
a an, so daß die Klemmbacken 23, 24 in die Offenstellung gedrängt sind.
[0014] Im Verlaufe der Drehbewegung des Zupfkopfes 3 gemäß Pfeil A kommt nun die an der
Innenfläche 48 des Mittelteiles des Zupfrohres 15 angebrachte Innenkurve 49 zur Berührung
mit Rückenprofil 50 der oberen Klinke 36. Durch entsprechende Abstimmung der Lage
des Nockens 27 mit dem Klinkenschaltwerk (26, 36, 37) ist sichergestellt, daß in diesem
Moment die Öffnungphase der Klemmbacken 23, 24 beendet ist und ihre Kugeln 31, 32
ab jetzt mit einem Luftspalt über den Innenradius R
i des Nockens 27 laufen, wie in Fig. 4 durch die gestrichelt eingezeichneten Kugelumrisse
angedeutet ist. In dieser nun für den Nocken 27 und die obere Klinke 36 drehkraftfreien
Phase wird sie aus dem Klinkenrad 26 ausgehoben und beginnt durch Reibung zwischen
der Innenkurve 49 und der Klinke 36 im Richtung des Pfeiles A zusammen mit dem Nocken
27 zu drehen; nun kommt bereits die Steigungskurve des Nockens 27, das heißt der Übergang
des Innenradius R
i zum Außenradius R
a zur Wirkung, wodurch gegebenenfalls der restliche Drehimpuls die untere Klinke 37
in die Verzahnung 42 des Klinkenrades 26 einrasten läßt. Diese untere Klinke 37 übernimmt
nun die Rastfunktion zur Fixierung des Nockens 27 während der Klemmbacken-Öffnungs-Offenhalt-
und Schließphase, während die obere Klinke 36 nach Freigabe durch die Innenkurve ihrerseits
in Vorrastposition geht. Wenn im weiteren Verlauf der Drehbewegung des mittleren Teils
18 des Zupfrohrs 15 die Innenkurve 49 die untere Klinke 37 erreicht, beginnt hier
der für die obere Klinke 36 beschriebene Ablauf entsprechend.
[0015] Nachstehend ist der Bewegungsablauf der oben angegebenen Bauelemente, jetzt bezogen
auf ihre jeweilige Winkelposition, bei der Drehung des Zupfkopfes anhand des Diagrammes
Fig. 5 nochmals näher erläutert. Es laufen folgende Funktionen ab:
- 0°
- Ausgangsposition aller Elemente wie in Fig. 3 dargestellt
- 10°
- Nocken 27: Übergangskurve zum Innenradius Ri beginnt; Klemmbacken 23, 24: Schließbewegung beginnt
- 50°
- Klemmbacken 23, 24: Schließbewegung beendet - Zupfspalt geschlossen
- 60°
- Nocken 27: Übergangskurve beendet, Ri beginnt; obere Klinke 36: Aushubbewegung beginnt
- 90°
- obere Klinke 36: Aushubbewegung vollendet, System zur Drehung frei
- 110°
- Bereich zum Einrasten der unteren Klinke 37 durch
- 140°
- Drehung
- 136°
- Nocken 27: Ansteigende Übergangskurve beginnt
- 146°
- Klemmbacken 23, 24: öffnungsbewegung beginnt
- 151°
- obere Klinke 36 geht aus voll ausgehobener Position in
- 161°
- Vorrastposition über (Klinke 36 legt sich auf den Kopf 52 des Klinkenradzahnes)
- 186°
- Nocken 27: Außenradius Ra der Nockenkurve beginnt Klemmbacken 23, 24: Volle Backenöffnung ist erreicht
- 206°
- wie oben bei 10°. Es beginnt um 180° versetzt am Nocken 27 dasselbe Spiel (der Nocken
27 selbst wurde um ca. 16° verdreht)
- 246°
- wie oben bei 50°.
- 256°
- wie oben bei 60° geht am Nocken Übergangskurven in Innenradius Ri über, gleichzeitig beginnt jetzt für die untere Klinke 37 die Aushubbewegung
- 286°
- Untere Klinke 37: Aushubbewegung beendet
- 306°
- Bereich zum Einrasten der oberen Klinke 36
- 336°
- (vgl. Bereich 110 - 140°)
- 332°
- wie oben bei 136°
- 342°
- wie oben bei 146°
- 347°
- untere Klinke 37 geht aus voll ausgehobener Position in
- 357°
- Vorrastposition über (vgl. Bereich 151 - 161°)
- 382°
- wie oben bei 186°
- 392°
- neue Ausgangsposition für den nächsten Umlauf des Nocken-Klinken-Systems. In dieser
neuen Ausgangsposition ist der Zupfort gegenüber der Ausgangsposition 0° in Drehrichtung
um eine Klinkenteilung, d.h. um 32° versetzt. Nach 11 Umdrehungen befinden sich demnach
alle Elemente wieder in der gleichen Zuordnung und Ausgangsposition "0°", wie in Fig.
3 dargestellt.
[0016] Der Zeichnung Fig. 3 liegt beispielsweise eine Klinkenradteilung von 11 Teilungen
zugrunde. Es kann jedoch auch eine andere Teilung gewählt werden. Ein Teilungsschritt
beträgt somit annähernd 360:11 = 32,73°. Die Verstellung des Nocken-Klinken-Systems
beim wechselseitigen Rastvorgang der Klinken beträgt jeweils einen halben Teilungsschritt,
d.h. 32,73°. Um diesen Winkel verstellt sich das Zupfsystem von einem Zupfvorgang
zum nächsten.
1. Zupfkopf für Epiliergeräte mit einem im Gerätegehäuse (1) drehbar gelagerten, von
diesem teilweise umschlossenen, mit Klemmbacken (23,24) versehenen, motorisch angetriebenen
Zupfrohr (15) und einem in diesem koaxial ausgerichteten, drehbar angeordneten, mit
den Klemmbacken in Wirkverbindung stehenden Nocken (27), gekennzeichnet durch ein einerseits mit dem Zupfrohr (15) und andererseits mit dem Nocken (27) in Bewegungsverbindung
stehendes selbsthemmendes Schrittschaltwerk (26, 36, 37).
2. Zupfrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schrittschaltwerk als Klinken-Schrittschaltwerk ausgebildet ist, bestehend
aus einem Klinkenrad (26) und mindestens zwei mit diesem zusammenwirkenden, schwenkbar
gelagerten, unter Federwirkung (Feder 43) in Eingriffstellung mit dem Klinkenrad (26)
gedrängten Klinken (36, 37).
3. Zupfrohr nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zupfkopf (3) eine koaxial zu seiner geometrischen Achse (10) im Gerätegehäuse
(1) fixierte Systemachse (11) aufweist, auf der der Nocken (27) drehbar gelagert,
und, zu diesem benachbart, das Klinkenrad (26) befestigt ist, und daß die Klinken
(36, 37) am Fußteil (33) des Nockenkörpers schwenkbar gelagert sind.
4. Zupfrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenfläche (48) des Zupfrohres (15) in Höhe der Klinken (36, 37) eine
Innenkurve (49) angebracht ist und daß die Klinken (36, 37) mit je einem Rückenprofil
(50 bzw. 51) versehen sind, das in die Bahn (53) der mit dem Zupfrohr (15) rotierenden
Innenkurve (49) hineinragt.
1. A plucking head for epilating appliances, with a motor-powered plucking tube (15)
provided with gripping members (23, 24) and rotatably mounted in, and partly enclosed
by, the casing (1) of the appliance, and with a rotary cam (27) aligned coaxially
within said tube and operatively associated with said gripping members, characterized by a self-locking step-by-step mechanism (26, 36, 37) movably connected to both the
plucking tube (15) and the cam (27).
2. A plucking tube as claimed in claim 1, characterized in that the step-by-step mechanism is configured as a ratchet-and-pawl mechanism comprising
a ratchet wheel (26) and at least two pivotally mounted pawls (36, 37) cooperating
with said ratchet wheel (26) and urged into engagement therewith under spring action
(spring 43).
3. A plucking tube as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that the plucking head (3) has a system axle (11) fixedly located in the casing (1) of
the appliance coaxially with its geometrical axis (10), the cam (27) being rotatably
mounted on the axle, and the ratchet wheel (26) being secured thereto adjacent to
the cam, and that the pawls (36, 37) are pivoted to the base (33) of the cam body.
4. A plucking tube as claimed in any one of the claims 1 to 3, characterized in that an inner curve (49) is provided on the inner surface (48) of the plucking tube (15)
at the elevation of the pawls (36, 37), and each pawl (36, 37) is provided with a
back profile (50 and 51, respectively) extending into the path (53) of the inner curve
(49) rotating with the plucking tube (15).
1. Tête d'arrachage pour épilateurs, comprenant un tube épilatoire (15) monté rotatif
dans le boîtier (1) de l'appareil, par lequel il est entouré partiellement, tube qui
est pourvu de mors (23, 24) et entraîné par moteur, ainsi qu'une came (27) disposée
coaxialement dans ce tube, montée rotative et en liaison fonctionnelle avec les mors,
caractérisée par un mécanisme pas à pas (26, 36, 37) autobloquant, qui est en liaison de transmission
de mouvement d'une part avec le tube épilatoire (15) et d'autre part avec la came
(27).
2. Tête d'arrachage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mécanisme pas
à pas est réalisé comme un mécanisme à cliquets composé d'une roue à rochet (26) et
d'au moins deux cliquets (36, 37) coopérant avec cette roue, montés pivotants et chargés
par ressort (ressort 43) dans le sens de leur entrée en prise avec la roue à rochet
(26).
3. Tête d'arrachage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'elle (3) possède
un axe de système (11) fixé coaxialement à l'axe géométrique (10) de la tête (3) dans
le boîtier (1) de l'appareil, axe sur lequel la came (27) est montée rotative et sur
lequel la roue à rochet (26) est fixée à proximité de la came, et que les cliquets
(36, 37) sont montés pivotants sur la partie de base (33) du corps de la came.
4. Tête d'arrachage selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un profil
de came intérieur (49) est disposé à la hauteur des cliquets (36, 37) sur la surface
intérieure (48) du tube épilatoire (15) et que les cliquets (36, 37) sont chacun pourvus
d'un bossage dorsal (50 ou 51) faisant saillie dans la trajectoire (53) du profil
de came intérieur (49), lequel tourne avec le tube épilatoire (15).