(19)
(11) EP 0 589 944 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
06.12.1995  Patentblatt  1995/49

(21) Anmeldenummer: 92911701.8

(22) Anmeldetag:  16.06.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D03D 47/34
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9201/362
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9222/693 (23.12.1992 Gazette  1992/32)

(54)

FADENSPEICHER- UND -LIEFERVORRICHTUNG

YARN STORAGE AND FEED DEVICE

DISPOSTIF DE STOCKAGE ET DE LIVRAISON DU FIL


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE IT LI NL SE

(30) Priorität: 18.06.1991 SE 9101941
20.06.1991 DE 4120413

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.04.1994  Patentblatt  1994/14

(73) Patentinhaber: IRO AB
S-523 01 Ulricehamn (SE)

(72) Erfinder:
  • ALBERYD, Ake
    S-523 90 Ulricehamn (SE)
  • HELLSTRÖM, Jerker
    S-440 41 Nol (SE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser Anwaltssozietät 
Maximilianstrasse 58
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 269 140
EP-A- 0 420 176
EP-A- 0 418 948
DE-A- 3 734 284
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenspeicher- und -liefervorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.

    [0002] Bei einer aus DE-A1-37 34 284 bekannten Fadenspeicher- und -liefervorrichtung weist die Einfädelvorrichtung Richtungs-Blasdüsen und Luft-Leitflächen auf. Tritt ein Fadenbruch ein, wird bei, z.B. in vorbestimmter Position, stillgesetztem Antrieb das freie Fadenende des gebrochenen Fadens oder eines Reservefadens durch Aktivieren aller Richtungs-Blasdüsen vom Zulauf in die Fadenspeicher- und -liefervorrichtung, durch das Aufwickelorgan und dann entlang einer Umleitung gegenüber dem normalen Fadenweg entlang der Speichertrommel in die Führöffnung gebracht. Dabei wird bei einem Teilstörfall mit Fadenbruch zwischen dem Zulauf und der Speichertrommel ignoriert, daß gegebenenfalls auf der Speichertrommel noch ein ordnungsgemäßer Fadenvorrat vorliegt, von dem der Faden ordnungsgemäß bis in die Fuhröffnung verläuft. Beim Einfädelvorgang wird eine unnötige und zeitaufwendige Mehrarbeit geleistet. Das durchgehende Einfädeln ist nämlich nur nötig, wenn bei einem Totalstörfall mit Fadenbruch auch der Fadenvorrat auf der Speichertrommel aufgezehrt ist.

    [0003] Bei einer aus EP 0 420 176 bekannten Fadenspeicher- und -liefervorrichtung ist im Zulauf eine erste Richtungs-Blasdüsenanordnung vorgesehen, der gleichzeitig zwei gleiche Fäden zugeführt werden. Zwischen dem Auslaß des Aufwickelorgans und der Führöffnung ist wenigstens eine weitere Richtungs-Blasdüse vorgesehen. Unabhängig davon, ob nach einem Fadenbruch ein Teilstörfall vorliegt, bei dem auf der Speicherfläche noch ein Fadenvorrat vorhanden ist, oder ein Totalstörfall, bei dem nach einem Fadenbruch auch der Fadenvorrat auf der Speicherfläche aufgezehrt worden ist, werden bei einem Störfall beide freien Fadenenden des gebrochenen einen Fadens beseitigt und nachfolgend der andere Faden neu eingefädelt. Um den eventuell noch auf der Speicherfläche vorliegenden Fadenvorrat zu beseitigen, wird das Aufwickelorgan zurückgedreht und der Faden von der ersten Richtungs-Blasdüsenanordnung zurückgesaugt und ausgeschieden.

    [0004] Bei einer aus EP 0 269 140 bekannten Fadenspeicher- und -liefervorrichtung werden ausschließlich Teilstörfälle aufgrund eines Fadenbruches zwischen der Spule und der Speichertrommel bei noch zumindest teilweise ordnungsgemäßem Fadenvorrat auf der Speichertrommel automatisch behoben. Eine Hilfsdüse bringt das Fadenende des gebrochenen oder eines Reservefadens in den Zulauf der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung und bis zum Auslaß des Aufwickelorgans. Eine Schneidvorrichtung trennt einen Anfangsteil des Fadenvorrats auf der Speichertrommel ab, um dort ein freies Fadenende zu schaffen. Saugluftdüsen ziehen beide Fadenenden ein, ehe eine Spleißvorrichtung die Fadenenden verbindet. Dieses Prinzip setzt eine rasch auf den Fadenbruch ansprechende Betriebssteuervorrichtung voraus. Die Einfädelvorrichtung ist nicht in der Lage, einen Totalstörfall mit geleerter Speichertrommel zu beheben.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenspeicher- und -liefervorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der unnötige Mehrarbeit bei der Störfallbehebung vermeidbar und ein Teilstörfall mit Fadenbruch rascher behebbar ist, als ein Totalstörfall. Nach einem weiteren Aspekt soll eine bezüglich der Störfallbehebung intelligente Fadenspeicher- und -liefervorrichtung geschaffen werden, die in der Lage ist, den jeweiligen Störfall zu klassifizieren und störfallspezifisch mit minimalem Zeitaufwand und, gegebenenfalls automatisch, zu beheben.

    [0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 enthaltenen Merkmale gelöst.

    [0007] Tritt nur ein Teilstörfall ein, bei dem auf der Speichertrommel noch ein Fadenvorrat vorhanden ist, dann wird das neue Fadenende nur ein Stück aus dem Auslaß des Aufwickelorgans herausgeblasen, damit es mit dem auf der Speichertrommel vorhandenen freien Ende verknotet werden kann, gegebenenfalls durch eine automatische Knüpfvorrichtung. Die anderen, vorhandenen Richtungs-Blasdüsen werden nicht aktiviert, so daß der auf der Speichertrommel vorhandene Fadenvorrat nicht zerstört, verwirrt oder beseitigt wird und auch keine Beeinträchtigung des Fadens im weiteren Fadenweg stromab der Speichertrommel eintritt. Die Behebung des Teilstörfalls läßt sich in kurzer Zeit und ohne Vergeudung bzw. ohne Zeitaufwand für die Beseitigung des vorhandenen Fadenvorrats durchführen. Ist hingegen ein Totalstörfall eingetreten, bei dem auch der Fadenvorrat auf der Speichertrommel aufgezehrt ist, wird das neue Fadenende vom Zulauf der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung bis zur Führöffnung gebracht. Damit entfällt bei einem Teilstörfall die problematische Beseitigung des noch gespeicherten Fadenmaterials. Bereits in Betrieb gewesene Fadenspeicher- und -liefervorrichtungen mit einer Drucklufteinfädelvorrichtung lassen sich ohne gravierende bauliche Modifikationen einfach umrüsten.

    [0008] Eine alternative Ausführungsform mit zwei Aktiviervorrichtungs-Teilen geht aus Anspruch 2 hervor. Zur Behebung eines Totalstörfalls werden beide Aktiviervorrichtungs-Teile benutzt; zur Behebung eines Teilstörfalls mit noch ordnungsgemäßem Fadenvorrat auf der Speichertrommel wird hingegen nur der eine Aktiviervorrichtungs-Teil benutzt.

    [0009] Eine wichtige Ausführungsform geht aus Anspruch 3 hervor. Bei einem Teilstörfall, z.B. einem Fadenbruch in der Hohlwelle zum Aufwickelorgan, oder im Übergang vom Aufwickelorgan zur Trommeloberfläche oder stromauf der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung, liegt ein Fadenvorrat auf der Speicherfläche vor. Auch der zum Verbraucher verlaufende Faden nimmt noch eine stabile Position ein. Die Maßgabe, den Aktiviervorrichtungsteil für die Behebung des Teilstörfalls nur in solchen Drehstellungen des Aufwickelorgans zu schalten, in denen die Einfädelstellung nicht vorliegt, stellt sicher, daß beim Beheben des Teilstörfalls der noch intakte Fadenvorrat nicht nennenswert durch den nachgeblasenen Faden und die Luftströmung beeinflußt wird, sondern sich nach dem Verknüpfen der beiden freien Enden weiterbenutzen läßt. Auch ist dann ggfs. ein besserer Zugriff zum eingeblasenen Fadenende möglich. Es kann wichtig sein, das Aufwickelorgan bei einem Teilstörfall in einer Drehverstellung anzuhalten, in der das eingeblasene Fadenende bei oder nach einer Knüpf- oder Spleißvorrichtung fliegt und rasch und unbehindert mit dem Faden auf der Speichertrommel zu verknüpfen ist. Dies spart Stillstandszeit für den Verbraucher.

    [0010] Eine baulich einfache Ausführungsform geht aus Anspruch 4 hervor. Bei einem Störfall mit Betriebsstop der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung entscheidet eine Bedienungsperson, ob ein Totalstörfall oder ein Teilstörfall vorliegt. Diese Person stellt den Umschalter in die jeweilige Stellung, damit die Einfädelvorrichtung aktiviert und der Störfall behoben wird.

    [0011] Eine automatische und zeitsparende Ausführungsform geht aus Anspruch 5 hervor. Die Betriebssteuervorrichtung entscheidet entweder anhand ihr zugänglicher Signale oder beispielsweise durch Fernsteuerung oder durch die Betätigung einer Bedienungsperson, welche Richtungs-Blasdüsen aktiviert werden, um einen Teilstörfall oder einen Totalstörfall zu beheben.

    [0012] Eine besonders vorteilhafte automatische Ausführungsform geht aus Anspruch 6 hervor. Bei dieser Ausbildung wird dem akuten Bestreben nach weitgehender Automatisierung des Betriebs von Fadenspeicher- und -liefervorrichtungen Rechnung getragen. Die Klassifizierungsvorrichtung nutzt beim Betrieb der Vorrichtung und auch nach deren Stillsetzung noch vorhandene Signale, um den Störfall zu klassifizieren und zu unterscheiden, ob das Fadenende nur bis zur Speichertrommel oder gleich bis zur Führöffnung gebracht werden muß. Die Störfallbehebung erfolgt störfallspezifisch mit minimalem Zeitaufwand und automatisch.

    [0013] Besonders vorteilhaft ist dabei die Ausführungsform gemäß Anspruch 7, weil die Störfall-Klassifizierungsvorrichtung ohnedies vorhandene oder gezielt beim Störfall erzeugte Signale benutzt, die z.B. anzeigen, ob die Speichertrommel geleert oder noch gefüllt ist.

    [0014] Das gilt auch für die alternative Ausführungsform gemäß Anspruch 8. Das Aufwickelorgan braucht nämlich nur bei einem Totalstörfall in die Totalströfall-Einfädelstellung gestellt zu werden. Bei einem Teilstörfall bleibt das Wickelorgan in einer anderen Stellung stehen, die für diesen Störfall günstig ist. Es wird für beide Fälle ein intelligentes System geschaffen, das zwischen den Störfällen zu unterscheiden vermag und jeden Störfall zeitsparend auf die einfachste Weise behebt.

    [0015] Baulich einfach ist schließlich die Ausführungsform gemäß Anspruch 9, wobei die Kapazität des Mikroprozessors der Betriebssteuervorrichtung oder der Betriebssteuervorrichtung selbst für diesen zusätzlichen Zweck genutzt wird. Die Behebung eines Störfalls, unabhängig davon ob es sich um einen Teilstörfall oder um einen Totalstörfall handelt, benötigt nur eine kurze Stillstandszeit der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung und des nachgeordneten Verbrauchers. Bei einem Teilstörfall braucht das Fadenmaterial auf der Speichertrommel nicht entsorgt zu werden.

    [0016] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer Fadenspeicher- und -liefervorrichtung,
    Fig. 2
    einen Längsschnitt einer modifizierten Ausführungsform, und
    Fig. 3
    einen Längsschnitt einer modifizierten Ausführungsform.


    [0017] Eine Fadenspeicher- und -liefervorrichtung 1 gemäß Fig. 1, die beispielsweise zum Liefern eines Schußfadens zu einer nicht-dargestellten Greifer- oder Projektil-Webmaschine dient, besitzt einen Grundkörper 4, der einen Antriebsmotor für eine Hohlwelle 6 lagert. Am zulaufseitigen Ende (Zulauf Z) des Grundkörpers 4 ist eine Abdeckung 7 festgelegt. Auf der Hohlwelle 6 ist ein konzentrischer Ring 10 angeordnet. Ein kanalförmiges Aufwickelorgan 9 führt vom Inneren der Hohlwelle 6 zu einem Auslaß 11. Im Grundkörper sind Permanentmagneten 13 auf Permanentmagneten 15 ausgerichtet, die in einer zur Hohlwelle 6 koaxialen Speichertrommel 14 angebracht sind. Diese ist auf der Hohlwelle 6 drehbar (Lager 46) gelagert und wird durch die Permanentmagneten 13, 15 gegen mitdrehen blockiert. Die Speichertrommel 14 definiert eine Speicherfläche 17 für einen Fadenvorrat V, der aus nebeneinander liegenden, ggfs. separierten und vom Aufwickelorgan 9 aufgebrachten Windungen eines Fadens Y besteht. Ein Arm 20 des Grundkörpers 4 erstreckt sich längsseits und beabstandet zur Speichertrommel 14. Er haltert eine zentrische Führöffnung 22 und dient zum Unterbringen nicht-gezeigter Fadensensoren, die zur Betriebssteuerung und Betriebsüberwachung dienen und Signale für eine nicht-gezeigte Steuervorrichtung erzeugen. Die Führöffnung 22 kann eine geschlossene oder geschlitzte Fadenöse oder auch der Einlaß einer nicht-dargestellten Hauptdüse der Webmaschine sein. Die Führöffnung 22 kann auch an einer vom Grundkörper 4 getrennten Halterung angeordnet sein.

    [0018] Als Einfädelvorrichtung E dient ein Drucklufttransportsystem- Zur Druckluftversorgung ist eine Druckquelle 25, z.B. ein Gebläse oder ein Druckluftspeicher, vorgesehen, die über eine Aktivierungsvorrichtung A und Versorgungsleitungen 26, 27, 28, und gegebenenfalls 76, in denen beispielsweise Mengen- oder Druckregelventile 30 angeordnet sind, mit mehreren stationären Richtungsblasdüsen 32, 33, 37, 73 entlang des Fadenwegs verbindbar ist. Im Zulauf Z ist die erste Richtungsblasdüse 32 angeordnet, die in die Hohlwelle 6 zielt, um den Faden Y durch die Hohlwelle 6 und das Aufwickelorgan 9 bis über den Auslaß 11 hinaus zu bringen. Die nächste Richtungsblasdüse 33 ist im Bereich der Umlaufbahn des Auslasses 11 angeordnet und in etwa axial auf ein stationär am Arm 20 angeordnetes, innenseitig längs oder schräg geschlitztes Rohr 52 ausgerichtet. Das Rohr 52 durchsetzt eine am Arm 20 angeordnete Fadenbremse F, die mit Bremselementen 48 an der Speichertrommel 14 anliegt. Beim Auslaß des Rohrs 52 kann eine weitere Richtungsblasdüse 37 angeordnet sein, die in etwa radial nach innen ausgerichtet ist. Schließlich kann in der Führöffnung 22 eine weitere Richtungsblasdüse 73 angeordnet sein, die in Fig. 1 nach rechts gerichtet ist. Zumindest die Düse 73 ist in vielen Fällen entbehrlich.

    [0019] Am Grundkörper 4 ist, z.B. mittels eines Magneten, ein Sperrstift 61 in eine Ausnehmung 62 des Rings 10 einschiebbar, um den Auslaß 11 im Bereich der Richtungsblasdüse 27 zu positionieren, wenn der Faden Y bis zur Führöffnung 22 transportiert werden muß (Totalstörfall-Einfädelstellung). Der nicht-gezeigte Antriebsmotor wird durch die Betriebssteuervorrichtung zu diesem Zweck im Kriechgang vorwärts- oder rückwärtsgedreht, bis der ausgefahrene Sperrstift 61 einrastet. Es können mehrere Ausnehmungen 62 im Ring 10 vorgesehen sein, um den Auslaß 11 im Totalstörfall auch bei einem Teilstörfall in wenigstens einer vorbestimmten Position zu halten. Es ist auch möglich, diese Positionierungen durch die Steuervorrichtung im Antriebsmotor elektronisch zu steuern.

    [0020] Die Aktivierungsvorrichtung A umfaßt bei der gezeigten Ausführungsform ein mittels eines Elektromagneten 19 gegen Federkraft zwischen einer Sperrstellung und einer Durchgangsstellung hin- und herschaltbares Ventil 8 und eine Schaltvorrichtung 18, die aus einer Nullstellung N, (Absperrstellung des Ventils 8), in eine Totalstörfall-Stellung I und in eine Teilstörfallstellung II schaltbar ist. Ferner gehören zur Aktivierungsvorrichtung A Inhibitions-Ventile 16, 21 in den Versorgungsleitungen 28, 27. In der Stellung I sind die Ventile 8, 16, 21 auf Durchgang geschaltet. In der Stellung II ist nur das Ventil 8 auf Durchgang geschaltet, die Ventile 16, 21 hingegen gesperrt. Die Aktiviervorrichtung A ist in Fig. 1 manuell betätigbar. Es ist möglich, die Aktiviervorrichtung A ferngesteuert zu betätigen. Ferner könnte sie auch von der nicht-gezeigten Betriebssteuervorrichtung betätigt werden.

    [0021] Im Normalbetrieb läuft der Faden Y vom Zulauf Z durch das Aufwickelorgan 9, in den Vorrat V und vom Vorrat durch die Fadenbremse F und die Führöffnung 22 zum Verbraucher. Die erwähnten Fadensensoren überwachen beispielsweise die Größe des Vorrats V und übermitteln der Betriebssteuervorrichtung Signale, mittels derer in Abhängigkeit vom Fadenverbrauch und der damit verbundenen Größenänderung des Vorrats der Antrieb ein- bzw. abgeschaltet oder in seiner Geschwindigkeit gesteuert wird.

    [0022] Tritt ein Fadenbruch auf, der durch nicht-dargestellte Fadensensoren gemeldet wird, dann werden die Fadenspeicher- und -liefervorrichtung 1 sowie der nachgeordnete Verbraucher stillgesetzt und der Störfall gemeldet- Eine Bedienungsperson überprüft, ob der Fadenvorrat V noch auf der Speicherfläche 17 vorhanden ist oder nicht. Für den Fall, daß der Vorrat V noch vorhanden ist, handelt es sich um einen Teilstörfall. Zu dessen Behebung wird die Aktivierungsvorrichtung A in die Stellung I geschaltet. Mittels der Richtungsblasdüse 32 wird das Fadenende des gebrochenen Fadens oder eines Reservefadens bis über den Auslaß 11 geblasen und dann mit dem Fadenende des Vorrats V verknüpft, wofür gegebenenfalls eine automatische Spleißvorrichtung vorgesehen ist. Dann wird die Aktivierungsvorrichtung A wieder in die Neutralstellung N geschaltet und der Betrieb wieder aufgenommen. Der Teilstörfall kann in jeder Drehstellung des Aufwickelorgans 9 behoben werden. Zweckmäßig wird jedoch das Aufwickelorgan 9 z.B. durch den Sperrzapfen 61, in einer vorbestimmten Teilstörfall-Einfädelstellung positioniert.

    [0023] Handelt es sich um einen Totalstörfall mit geleerter Speicherfläche 17, dann entscheidet die Bedienungsperson, die Aktiviervorrichtung A in die Stellung II zu schalten, so daß bei in der Totalstörfall-Einfädelstellung des Aufwickelorgans 9 alle vorgesehenen Richtungsblasdüsen aktiviert werden und das Fadenende vom Zulauf Z bis in die Führöffnung 22 blasen, und zwar unter Zuhilfenahme des Rohrs 52, um das Hindernis der Fadenbremse F zu umgehen. Dabei ist der Sperrstift 61 eingerastet. Nach Behebung des Totalstörfalls wird der Sperrstift 61 ausgerastet und der Betrieb wieder aufgenommen.

    [0024] Bei der Ausführungsform der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung 1' gemäß Fig. 2 arbeitet die Einfädelvorrichtung E automatisch. Der konstruktive Aufbau der Vorrichtung 1' entspricht im wesentlichen dem von Fig. 1.

    [0025] Die Aktiviervorrichtung A weist stromab des Magnetventils 8 ein Schaltventil 56 auf, das durch einen Magneten umschaltbar ist und in der einen Stellung nur die Versorgungsleitung 26 mit der Druckquelle 25 verbindet, in der anderen Schaltstellung hingegen die Versorgungsleitung 26 und die Versorgungsleitungen 27, 28 mit der Druckquelle 25 verbindet. Im Arm 20 sind zwei Fadensensoren 50, 51 beliebiger Bauart angeordnet (es könnte auch nur ein Fadensensor für diesen Zweck benutzt werden), die die Größe des Vorrats V auf der Speicherfläche 17 abtasten und Signale an die mit 52 bezeichnete, thermisch gegenüber dem Antriebsmotor insolierte, Betriebssteuervorrichtung übermitteln, um anzuzeigen, ob der Vorrat eine bestimmte maximale oder minimale Größe hat. Mittels dieser Signale steuert die Betriebssteuervorrichtung 52 im Normalbetrieb den nicht-gezeigten Antriebsmotor. In der Betriebssteuervorrichtung 52 ist ein Mikroprozessor 53 enthalten, der betriebsspezifische Parameter und Fadensensorsignale verarbeitet. Ferner ist eine Störfall-Klassifiziervorrichtung 54 in die Betriebssteuervorrichtung 52 oder den Mikroprozessor 53 integriert, der ein Schaltkreis 55 zum Ansteuern des Schaltmagneten des Schaltventils 56 angehört.

    [0026] Bei einem Störfall aufgrund eines Fadenbruchs stellt die Klassifiziervorrichtung 54 fest, ob es sich um einen Teilstörfall oder um einen Totalstörfall handelt, und zwar z.B. anhand der Signale der Fadensensoren 50 und/oder 51. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, daß die Signale der Fadensensoren 50, 51, die das Vorliegen des Vorrats V repräsentieren, zur Feststellung eines Teilstörfalls benutzt werden, während fehlende Signale der Fadensensoren 50, 51 oder Signale eines eigenen, im Betrieb genutzten oder nur für einen Störfall vorgesehenen Fadensensors zum Feststellen eines Totalstörfalls mit geleerter Speicherfläche 17 verwendet werden. In Abhängigkeit vom festgestellten Störfall wird das Schaltventil 56 betätigt oder nicht, so daß bei einem Totalstörfall alle Versorgungsleitungen 26, 27, 28 zum Aktivieren aller Richtungsblasdüsen mit der Druckquelle 25 verbunden werden, sobald das Ventil 8 betätigt ist, während bei einem Teilstörfall das Schaltventil 56 nicht betätigt und nur die Versorgungsleitung 26 angeschlossen wird. Zumidnest bei einem Totalstörfall wird der Antriebsmotor im Kriechgang noch so weit bewegt, bis der Sperrstift 61 einrastet. Sobald dann das Fadenende vom Zulauf Z bis zur Führöffnung 22 gelangt ist, wird der Betrieb wieder aufgenommen bzw. zuvor der Sperrstift 61 zurückgezogen. Gleichzeitig wird auch die Aktiviervorrichtung A durch Schalten des Ventils 8 abgeschaltet.

    [0027] Alternativ könnte auch die jeweilige Einfädelstellung des Aufwickelorgans 9 als Entscheidungskriterium von der Klassifiziervorrichtung 53 benutzt werden, weil entweder nur bei einem Totalstörfall die Total-Einfädelstellung aufgesucht wird, während bei einem Teilstörfall das Fadenende in jeder Drehlage oder in der Teilstörfall-Einfädelstellung des Aufwickelorgans eingeblasen wird. Zur Entscheidungshilfe könnte auch ein anderer im Betrieb benutzter Fadensensor oder ein eigener Störfall-Melder verwendet werden.

    [0028] Die Fadenspeicher- und -liefervorrichtung 1'' gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von den beiden vorhergezeigten Ausführungsformen durch eine Meßvorrichtung M, mit der die Länge des abgezogenen Fadens festgelegt wird, z.B. für die Schußfadenlieferung zu einer nicht-gezeigten Düsenwebmaschine. Anstelle der Richtungsblasdüsen sind stationäre Ringdüsen 33', 35 und 37' vorgesehen, um das aus dem Auslaß 11 austretende Fadenende mittels Luftvorhängen 39, 40, 38 zur Führöffnung 22 unabhängig davon zu bringen, in welcher Drehlage das Aufwickelorgan 9 stillgesetzt ist.

    [0029] Die Meßvorrichtung M ist ringförmig ausgebildet und im Arm 20 gelagert. Die Führöffnung 22 ist an einer eigenen Halterung 75 angeordnet. In der Meßvorrichtung M sind über den Umfang verteilt Stopelemente 24 beweglich gelagert, von denen jeweils ein Stopelement 24 durch einen nicht-gezeigten Schaltmagneten aus einer zurückgezogenen und einen Durchgangsspalt L freilassenden Lage radial durch den Durchgangsspalt L bis zum Speicherkörper 14 bewegbar ist, um in bekannter Weise den Abzug des Fadens zu blockieren, wenn die gewünschte Abzugslänge erreicht ist. Der detaillierte Aufbau der Meßvorrichtung M und ihre Funktion sind aus der EP-A 2-101 110 zu entnehmen, auf die hiermit verwiesen wird. Eine trichterförmige Leitfläche 42 vor der Ringdüse 35 dient zum Führen des Luftvorhangs 39.

    [0030] Die Aktiviervorrichtung A für die Einfädelvorrichtung E weist einen manuell mittels eines Hebels 18' bedienbaren Drehschieber 16' auf, der drei Schaltstellungen hat. In der ersten Schaltstellung ist die Druckquelle 25 von sämtlichen Versorgungsleitungen 26, 27, 28 und der zusätzlichen Versorgungsleitung 29 zur Ringdüse 35 abgetrennt. In der zweiten Schaltstellung ist nur die Versorgungsleitung 26 an die Druckquelle 25 angeschlossen. In der dritten Schaltstellung sind sämtliche Versorgungsleitungen an die Druckquelle 25 angeschlossen.

    [0031] Bei einem Störfall wird je nachdem, ob es sich um einen Totalstörfall oder einen Teilstörfall handelt, der Drehschieber 16' durch eine Bedienungsperson entsprechend verstellt, damit der Störfall behoben wird. Anstelle der manuell bedienbaren Aktiviervorrichtung könnten auch die Aktiviervorrichtungen gemäß den Fig. 1 und 2 vorgesehen werden, um einen teilautomatischen oder vollautomatischen Betrieb zu ermöglichen.


    Ansprüche

    1. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung (1, 1', 1'') für eine Textilmaschine, insbesondere eine Webmaschine, mit einem Grundkörper (4), in dem ein Faden-Aufwickelorgan (9) zur Drehung antreibbar gelagert ist, mit einer an einer Speichertrommel vorgesehenen Speicherfläche (17) für einen Fadenvorrat (V) aus tangential aufgewickelten Windungen, aus dem der Faden (Y) überkopf der Speichertrommel und durch eine Führöffnung (22) abziehbar ist, mit einer Einfädelvorrichtung (E), die ein Druckluft-Transportsystem mit zwischen dem Zulauf (Z) der Fadenspeicher- und -liefervorrichtung und der Führöffnung (22) angeordneten Richtungs-Blasdüsen (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73) aufweist, und mit einer Aktiviervorrichtung (A) zum Aktivieren der Richtungs-Blasdüsen, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine zwischen dem Zulauf (Z) in die Fadenspeicher- und -liefervorrichtung (1, 1', 1'') und einem Auslaß (11) des Aufwickelorgans (9) angeordnete Richtungs-Blasdüse (32) unabhängig von wenigstens einer zwischen dem Auslaß (11) und der Führöffnung (22) vorgesehenen Richtungs-Blasdüse (33, 33', 35, 37, 37', 73) aktivierbar ist, und daß die Aktiviervorrichtung (A) umschaltbar ist zwischen einer bei einem Teilstörfall nach einem Fadenbruch zwischen dem Zulauf (Z) und der Speichertrommel weiterhin auf der Speicherfläche (17) vorliegendem Fadenvorrat (V) wählbaren Teilstörfall-Stellung (II), in der ausschließlich die zumindest eine Richtungs-Blasdüse (32) zwischen dem Zulauf (Z) und dem Auslaß (11) des Aufwickelorgans (9) aktivierbar ist, und einer bei einem Totalstörfall nach einem Fadenbruch und von der Speicherfläche (17) aufgezehrtem Fadenvorrat (V) wählbaren Totalstörfall-Stellung (I), in der mehr Richtungs-Blasdüsen (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73) als die eine Richtungs-Blasdüse (32), vorzugsweise alle, aktivierbar sind.
     
    2. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Aktiviervorrichtungs-Teile vorgesehen sind, deren einer mit der zumindest einen Richtungs-Blasdüse (32) zwischen dem Zulauf (Z) und dem Auslaß (11) des Aufwickelorgans (9) und deren anderer mit den Richtungs-Blasdüsen (33, 33', 35, 37, 37', 73) zwischen dem Auslaß (11) und der Führöffnung (22) verbunden ist, und daß der eine Aktiviervorrichtungs-Teil entweder allein oder gemeinsam mit dem anderen Aktiviervorrichtungs-Teil in eine die jeweils zugehörigen Richtungs-Blasdüsen aktivierende Stellung schaltbar ist.
     
    3. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktiviervorrichtung (A) oder der mit der zumindest einen Richtungsblasdüse (32) verbundene Aktiviervorrichtungsteil in jeder Drehstellung des Aufwickelorgans (9), ausgenommen einer vorbestimmten Einfädelstellung für die Behebung eines Totalstörfalls, in die die Richtungsblasdüse (32) aktivierende Stellung schaltbar ist, vorzugsweise in wenigstens einer gegenüber der Einfädelstellung für die Behebung eines Totalstörfalls in Umfangsrichtung versetzten Teilstörfallstellung des Aufwickelorgans (9).
     
    4. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein manuell betätigbarer Umschalter (18, 18') für die Aktiviervorrichtung (A) bzw. die Aktiviervorrichtungs-Teile vorgesehen ist.
     
    5. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine Betriebssteuervorrichtung (52) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktiviervorrichtung (A) bzw. die Aktiviervorrichtungs-Teile mittels der Betriebssteuervorrichtung (52) schaltbar sind.
     
    6. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Betriebssteuervorrichtung (52) mit wenigstens einem Fadensensor (50, 51) in signalübertragender Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß eine einen Teilstörfall oder einen Totalstörfall repräsentierende Signale des Fadensensors (50, 51) verarbeitende Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) vorgesehen ist, daß die Aktiviervorrichtung (A) mit der Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) in Schaltverbindung steht, und daß die Aktiviervorrichtung (A) mittels der Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) automatisch zwischen der Teilstörfallstellung und der Totalstörfallstellung umschaltbar ist.
     
    7. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) relevanten Signale die Signale wenigstens eines Fadensensors (50, 51), vorzugsweise eines Fadenvorratsgrößensensors sind, die entweder einen Teilstörfall mit auf der Speicherfläche (17) vorliegendem Fadenvorrat (V) oder einen Totalstörfall mit geleerter Speicherfläche (17) repräsentieren.
     
    8. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach Anspruch 6, wobei mit der Betriebssteuervorrichtung (52) das Aufwickelorgan (9) in eine vorbestimmte Einfädelstellung stellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Totalstörfall für die Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) durch die Verstellung des Aufwickelorgans (9) in die Totalstörfall-Einfädelstellung und ein Teilstörfall durch die Verstellung des Aufwickelorgans (9) in die Teilstörfall-Einfädelstellung repräsentierbar ist.
     
    9. Fadenspeicher- und -liefervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Störfall-Klassifiziervorrichtung (54) in die, vorzugsweise einen Mikroprozessor (53) enthaltende, Betriebs-Steuervorrichtung (52) eingegliedert ist.
     


    Claims

    1. Yarn storage and delivery device (1, 1', 1'') for a textile machine, in particular a power loom, having a basic body (4) in which a yarn take-up element (9) is supported so as to be rotatably drivable, having a storage area (17) provided on a storage drum for a yarn supply (V) of tangentially wound spirals, from which the yarn (Y) is withdrawable overhead of the storage drum and through a guide opening (22), having a threading device (E) which comprises a compressed-air conveyor system having directional blast nozzles (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73) disposed between the inlet (Z) of the yarn storage and delivery device and the guide opening (22), and having an activating device (A) for activating the directional blast nozzles, characterized in that the at least one directional blast nozzle (32) disposed between the inlet (Z) into the yarn storage and delivery device (1, 1', 1'') and an outlet (11) of the take-up element (9) may be activated independently of at least one directional blast nozzle (33, 33', 35, 37, 37', 73) provided between the outlet (11) and the guide opening (22), and that the activating device (A) may be switched over between a partial malfunction position (II), which is selectable in the event of a partial malfunction after a yarn breakage between the inlet (Z) and the storage drum with a yarn supply (V) still on the storage area (17) and in which the at least one directional blast nozzle (32) between the inlet (Z) and the outlet (11) of the take-up element (9) may be exclusively activated, and a total malfunction position (I), which is selectable in the event of a total malfunction after a yarn breakage and exhaustion of the yarn supply (V) from the storage area (17) and in which more directional blast nozzles (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73) than the one directional blast nozzle (32), preferably all of the blast nozzles, may be activated.
     
    2. Yarn storage and delivery device according to claim 1, characterized in that two activating device parts are provided, of which one is connected to the at least one directional blast nozzle (32) between the inlet (Z) and the outlet (11) of the take-up element (9) and the other is connected to the directional blast nozzles (33, 33', 35, 37, 37', 73) between the outlet (11) and the guide opening (22), and that the one activating device part may be switched either independently or jointly with the other activating device part into a position which activates the respectively associated directional blast nozzles.
     
    3. Yarn storage and delivery device according to claims 1 or 2, characterized in that the activating device (A) or the activating device part connected to the at least one directional blast nozzle (32) is switchable into the position activating the directional blast nozzle (32) in each rotary position of the take-up element (9), apart from a predetermined threading position for eliminating a total malfunction, preferably in at least one partial malfunction position of the take-up element (9) which is offset in a peripheral direction relative to the threading position for eliminating a total malfunction.
     
    4. Yarn storage and delivery device according to one of claims 1 to 3, characterized in that a manually operable changeover switch (18, 18') is provided for the activating device (A) or the activating device parts.
     
    5. Yarn storage and delivery device according to one of claims 1 to 4, in which a production control device (52) is provided, characterized in that the activating device (A) or the activating device parts are operable by means of the production control device (52).
     
    6. Yarn storage and delivery device according to at least one of claims 1 to 5, in which the production control device (52) is in signal-transmitting connection with at least one yarn sensor (50, 51), characterized in that a malfunction classification device (54) which processes signals of the yarn sensor (50, 51) representing a partial or a total malfunction is provided, that the activating device (A) is operationally connected to the malfunction classification device (54), and that the activating device (A) may be automatically switched over by the malfunction classification device (54) between the partial malfunction position and the total malfunction position.
     
    7. Yarn storage and delivery device according to claim 6, characterized in that the relevant signals for the malfunction classification device (54) are the signals of at least one yarn sensor (50, 51), preferably a yarn supply level sensor, which represent either a partial malfunction with a yarn supply (V) present on the storage area (17) or a total malfunction with an exhausted storage area (17).
     
    8. Yarn storage and delivery device according to claim 6, in which the take-up element (9) is settable by means of the production control device (52) into a predetermined threading position, characterized in that for the malfunction classification device (54) a total malfunction may be represented by the setting of the take-up element (9) into the total malfunction threading position and a partial malfunction may be represented by the setting of the take-up element (9) into the partial malfunction threading position.
     
    9. Yarn storage and delivery device according to claim 6, characterized in that the malfunction classification device (54) is incorporated into the production control device (52), which preferably includes a microprocessor (53).
     


    Revendications

    1. Dispositif de stockage et de livraison du fil (1, 1', 1'') pour une machine textile, en particulier un métier à tisser, avec un corps de base (4) dans lequel un organe d'enroulement du fil (9) est logé et peut être commandé à rotation, avec une surface de stockage (17) prévue sur un tambour de stockage, pour une réserve de fil (V) constituée de spires enroulées de manière tangentielle et à partir de laquelle le fil (Y) peut être tiré au-dessus du tambour de stockage et par une ouverture de guidage (22), avec un dispositif d'insertion (E) qui présente un système de transport à air comprimé avec des buses de projection directionnelles (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73) placées entre l'entrée (Z) du dispositif de stockage et de livraison du fil (Y) et l'ouverture de guidage (22) et avec un dispositif d'activation (A) permettant d'activer les buses de projection directionnelles, caractérisé en ce que la buse de projection directionnelle (32) placée entre l'entreé (Z) dans le dispositif de stockage et de livraison du fil (1,1',1'') et une sortie (11) de l'orange d'enroulement (9) peut être activée indépendamment d'au moins une buse de projection directionnelle (33, 33', 35, 37, 37', 73) prévue entre la sortie (11) et l'ouverture de guidage (22) et en ce que le dispositif d'activation (A) peut être commuté entre une position de panne partielle (II) dans laquelle seule la buse de projection directionnelle (32) peut être activée entre l'entrée (Z) et la sortie (11) de l'organe d'enroulement (9) et qui peut être sélectionnée lors d'une panne partielle survenant après une rupture du fil, entre l'entrée (Z) et le tambour de stockage et en outre avec la réserve de fil (V) présente sur la surface de stockage (17) et une position de panne totale (I) dans laquelle plus de buses de projection directionnelles (32, 33, 33', 35, 37, 37', 73), de préférence toutes, peuvent être activées comme la buse de projection directionnelle (32) et qui peut être sélectionnée lors d'une panne totale survenant après une rupture de fil et en raison de la réserve de fil (V) épuisée sur la surface de stockage (17).
     
    2. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux parties du dispositif d'activation sont prévues, dont l'une est assemblée avec la buse de projection directionnelle (32) entre l'entrée (Z) et la sortie (11) de l'organe d'enroulement (9) et dont l'autre est assemblée avec les buses de projection directionnelles (33, 33', 35, 37, 37', 73) entre la sortie (11) et l'ouverture de guidage (22) et en ce que l'une des parties du dispositif d'activation peut être commutée soit seule soit en commun avec l'autre partie du dispositif d'activation dans une position activant les buses de projection directionnelles respectivement afférentes.
     
    3. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif d'activation (A) ou la partie du dispositif d'activation assemblée avec au moins la buse de projection directionnelle (32) dans toute position de rotation de l'organe d'enroulement (9), à l'exception d'une position d'insertion prédéterminée pour la suppression d'une panne totale, peut être commuté dans la position activant la buse de projection directionnelle (32), de préférence dans au moins une position de panne partielle de l'organe d'enroulement (9) décalée dans le sens périphérique par rapport à la position d'insertion pour la suppression d'une panne totale.
     
    4. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un commutateur (18, 18') pouvant être actionné manuellement est prévu pour le dispositif d'activation (A) ou les parties du dispositif d'activation.
     
    5. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel un dispositif de commande de fonctionnement (52) est prévu, caractérisé en ce que le dispositif d'activation (A) ou les parties du dispositif d'activation peuvent être commutés à l'aide du dispositif de commande de fonctionnement (52).
     
    6. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon au moins l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le dispositif de commande de fonctionnement (52) est relié à au moins un capteur de fil (50, 51) par une liaison de transmission des signaux, caractérisé en ce qu'un dispositif de classification des pannes (54) traitant des signaux du capteur de fil (50, 51) représentant une panne partielle ou une panne totale est prévu, en ce que le dispositif d'activation (A) se trouve dans une connexion de couplage avec le dispositif de classification des pannes (54) et que le dispositif d'activation (A) peut être commuté automatiquement entre la position de panne partielle et la position de panne totale à l'aide du dispositif de classification des pannes (54).
     
    7. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon la revendication 7, caractérisé en ce que les signaux significatifs pour le dispositif de classification des pannes (54) sont les signaux d'au moins un capteur de fil (50, 51), de préférence d'un capteur de dimension de réserve de fil qui représentent soit une panne partielle avec une réserve de fil (V) présente sur la surface de stockage (17) soit une panne totale avec une surface de stockage (17) vide.
     
    8. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon la revendication 6, dans lequel l'organe d'enroulement (9) peut être réglé dans une position prédéterminée d'insertion avec le dispositif de commande de fonctionnement, caractérisé en ce qu'une panne totale peut être représentée pour le dispositif de classification des pannes (54) par le déplacement de l'organe d'enroulement (9) dans la position d'insertion de la panne totale et une panne partielle par le déplacement de l'organe d'enroulement (9) dans la position d'insertion de panne partielle.
     
    9. Dispositif de stockage et de livraison du fil selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de classification des pannes (54) est intégré dans le dispositif de commande de fonctionnement (52) comportant de préférence un microprocesseur.
     




    Zeichnung