[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum hydromechanischen Tiefziehen von Blech
in eine durch nur einen der beiden Werkzeugteile, vorzugsweise den Stempel vorgegebene
Form mittels einer Presse, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs, wie es beispielsweise
durch die DE-OS 37 09 181 als bekannt hervorgeht.
[0002] Der Vorteil des hydromechanischen Tiefziehens liegt darin, daß ein Teil des Ziehwerkzeuges,
vorzugsweise die Matrize relativ einfach gestaltet ist und nur bezüglich seiner Anlagefläche
an den gegenüberliegende Werkzeugteil angepaßt zu sein braucht, was die Werkzeugkosten
erheblich verbilligt. Jedoch müssen beim hydromechanischen Tiefziehen zumindest gegen
Ende des Formvorganges sehr hohe, im Bereich von 600 bis 1000 bar liegende Drücke
wirken, um das Blech formgetreu in die Gravur des Stempels einpressen zu können. Nachdem
diese hohen Drücke über die gesamte Fläche des Werkstückes wirksam sind, resultieren
daraus sehr hohe Kräfte, die wesentlich höher sind, als die beim rein mechanischen
Tiefziehen zwischen formgebendem Stempel und Matrize auftretenden Pressenbelastungen,
weil dort die Belastung im wesentlichen lediglich durch den Materialquerschnitt im
Ziehbereich und die Fließspannung des Werkstoffes bestimmt ist. Sollen beispielsweise
Karosserieteile mit einer Flächenerstreckung von etwa einem Quadratmeter hydromechanisch
tiefgezogen werden, so treten je nach erforderlichem Ausformdruck Kräfte in der Größe
von 0,6 bis 1 Giganewton auf. Abgesehen von den dazu erforderlichen schweren, voluminösen
und dementsprechend teuren Pressenkonstruktionen treten unter diesen Belastungen unvermeidlicherweise
Verformungen der Presse auf, die in ihrer Größe nicht mehr tolerierbar sind, um einwandfreie
Ziehergebnisse und vertretbare Werkzeugstandzeiten erzielen zu können. Darüber hinaus
ist auch zu berücksichtigen, daß das gesamte, vom fertig gezogenen Blech eingenommene
Volumen unter Druck mit Flüssigkeit aufgefüllt werden muß, was relativ lange dauert,
weil dazu in der Druckhöhe zwar leistungsstarke, aber im Förderstrom nur schwache
Druckpumpen verwendet werden. Preßzeiten von zwei Minuten können ohne weiteres vorkommen,
die im Vergleich zu den mit herkömmlichen Karosserie-Pressen erzielbaren Zykluszeiten
von vier bis sechs Sekunden viel zu lang sind. Nachteilig beim hydromechanischen Tiefziehen
von größeren Blechteilen in Pressen ist also, daß die Pressen unverhältnismäßig teuer
und trotzdem noch zu wenig steif sind und daß das Verfahren zu wenig produktiv ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, das gattungsgemäß zugrundegelegte Verfahren zum hydromechanischen
Tiefziehen von Blech mittels einer Presse dahingehend zu verbessern, daß das Verfahren
in der Produktivität erheblich gesteigert und diesbezüglich dem rein mechanischen
Tiefziehen angenähert wird und daß zugleich die Presse von den hohen Kräften entlastet
wird und somit bei vertretbarer Steifigkeit wesentlich kostengünstiger herstellbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegung des gattungsgemäßen Verfahrens erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst. Das erfindungsgemäße
Verfahren stellt nicht nur eine Vereinigung des bekannten hydromechanischen Tiefziehens
mit dem für sich bekannten Explosionsumformen dar, wodurch kurze Zykluszeiten und
somit eine hohe Produktivität erreicht wird. Als weiterer Erfindungsschritt kommt
die Trägheitsverriegelung des Stempels und der Werkzeugkammer durch eine entsprechend
großzügige Massenbelegung hinzu, wodurch die hohen, jedoch nur kurzzeitig wirkenden
Umformkräfte auf diese Teile beschränkt bleiben und von der Pressenkonstruktion ferngehalten
werden.
[0005] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
nachfolgend noch erläutert; dabei zeigt die einzige Figur eine Presse zum hydromechanischen
Tiefziehen von Blechen mit starker Massebelegung der am Ziehvorgang beteiligten Werkzeugteile
und mit der Möglichkeit zur Einspeisung einer gasförmigen Treibladung.
[0006] Die dargestellte Presse 1 ist bezüglich ihres statischen Teiles im wesentlichen durch
einen Preßrahmen 2 gebildet, der seitliche Pressenständer, oben ein Pressenhaupt und
unten einen Pressenfuß enthält. Für die Darstellung ist das Beispiel einer doppeltwirkenden
Presse gewählt, wenngleich dieses nicht für die vorliegende Erfindung Voraussetzung
ist; vielmehr läßt sich diese auch an anderen Pressentypen realisieren. Auf dem Pressenfuß
ist als unterer Teil des Werkzeuges eine Matrize 6 mit großer Masse angeordnet. Auf
diese Massenbelegung sei weiter unten noch näher eingegangen. Zur Formgebung wird
beim dargestellten Ausführungsbeispiel - wie beim konventionellen Tiefziehen - ein
in Bewegungsrichtung 24 hubbeweglich antreibbarer Stempel 7 benötigt. Durch den Stempel
7 ist die Form, mit welcher das in die Presse 1 eingebrachte Blech 8 tiefgezogen werden
soll, vorgegeben. Die gegenüberliegend zum Stempel angeordnete Matrize 6 ist in Form
einer offenen Werkzeugkammer 9 ausgebildet, die mit ihrer oberen stirnseitigen Anlagefläche
flüssigkeits- und gasdicht an das eingelegte Blech 8 anlegbar ist. In die mit dem
Blech 8 in Berührung gelangende Anlagefläche der Matrize 6 sind dementsprechend Dichtungen
eingelassen. Das in die Presse eingebrachte Blech 8 ist an seinem Außenrand zwischen
dieser Anlagefläche einerseits und einer entsprechend geformten Gegen-Anlagefläche
eines Niederhalter-Rahmens 5 an der Stirnseite des Niederhalter-Bärs 4 andererseits
einklemmbar. Der Niederhalterbär 4 ist ebenfalls mit einer sehr großen Masse belegt,
worauf weiter unten noch näher eingegangen werden soll. Der Niederhalterrahmen 5 ist
auswechselbar mit dem Niederhalterbär verschraubt. Bei Ausführung eines Pressenhubes
wird der Niederhalterbär mit dem Niederhalterrahmen auf das eingelegte Blech abgesenkt
und dort flüssigkeitsdicht und mit anhaltender Kraft angedrückt. Innerhalb des Niederhalterbärs
ist der gesondert antreibbarer Stößelbär 3 mit dem bereits erwähnten Stempel 7 angebracht,
der innerhalb des Niederhalterbäres 4 nach Art des Stößels einer doppeltwirkenden
Tiefziehpresse auf- und abbeweglich ist.
[0007] Um mit einer solchen Presse einen hydromechanischen Tiefziehvorgang ausüben zu können,
muß - nach dem Einlegen des Bleches 8 in die Presse bzw. auf die Matrize 6 - der Niederhalterrahmen
5 durch Absenken des Niederhalterbäres 4 dichtend zur Anlage gebracht werden. Die
zunächst weitestgehend mit Flüssigkeit gefüllte Werkzeugkammer 9 muß ein gewisses
Restvolumen von Stauerstoff oder Luft enthalten. Zu diesem Zweck ist eine durch ein
Steuergerät 20 ansteuerbare Füll- und Entleerungspumpe 19 an die Werkzeugkammer 9
über eine Füll- und Entleerungsleitung 25 angeschlossen; das Steuergerät für die Pumpe
19 erhält seitens des Winkelgebers 11 ein zeitlich abgstimmtes Triggersignal für die
Füll- bzw. Entleerungsvorgänge. Vor und während des Niedergehens des Stempels 7 wird
in der Werkzeugkammer 9 ein ansteigender Druck in der Flüssigkeit und im Gas entsprechend
der Stößelbewegung und der Stößelkraft erzeugt. Seitens eines Steuergerätes 18, welches
von einem Winkelgeber 11 ein zeitlich abgestimmtes Triggersignal erhält, wird das
Ventil 16 zum Einspeisen einer gasförmigen Treibladung in die Werkzeugkammer zu einem
geeigneten Zeitpunkt innerhalb des Preßzyklus' eingeschaltet. Die Möglichkeit zum
Einspeisen der Treibladung in die Werkzeugkammer 9 während des Befüllvorganges ist
durch eine in die Werkzeugkammer einmündende Gaszufuhrleitung 17 mit Rückschlagventil
21 und durch das steuerbare Gaszufuhrventil 16 geschaffen. Die gasförmige Treibladung
kann aus der Gasflasche 14 und - sofern und/oder soweit notwendig - aus der Sauerstoffflasche
15 zugeführt werden, in denen die erwähnten Gase in hochgespannter Form bevorratet
sind, so daß sie ohne Druckanhebung in die anfänglich noch unter relativ niedrigem
Druck stehende Werkzeugkammer 9 eingespeist werden können.
[0008] Sowohl die Flüssigkeitsbefüllung als auch die Einspeisung der gasförmigen Treibladung
sollten weitgehend abgeschlossen sein, bevor der Stößelbär 3 etwa den Umkehrpunkt
seines Hubes erreicht hat. Dadurch wird erreicht, daß die Befüllung der Werkzeugkammer
mit Gas bzw. mit Flüssigkeit bei relativ niedrigem Druck aber mit hoher Geschwindigkeit
vorgenommen werden kann. Es kann durchaus sein, daß während der Befüllung, die selbstverständlich
mit ansteigendem Druck erfolgt, das Blech sich dem niedergehenden Stempel entgegen-
und - soweit das Blech den Stempel berührt - in seine Gravur hineinwölbt.
[0009] Nach Abschluß der flüssigkeitsseitigen und der gasseitigen Befüllung der Werkzeugkammer
9 erfolgt ein weiterer Druckaufbau darin aufgrund des niedergehenden Stempels 7, der
die in der Werkzeugkammer 9 eingeschlossenen Medien unter gleichzeitiger Kompression
des eingeschlossenen Gases vor sich herschiebt, wobei das Blech 8 durch den Druck
zunehmend in die Gravur des Stempels hineingewölbt wird und wobei das randseitig eingeklemmte
Blech aus dieser Randeinklemmung herausgleitet. Mit zunehmendem Verformungsgrad und
Vollendung der Blechausformung nimmt der Druck in der eingegebenen Flüssigkeit bzw.
in dem eingegebenen Gas mehr und mehr zu. Kurz vor Erreichen des unteren Umkehrpunktes
des Stempels 7 wird mittels der am oberen Bereich des Stößelkolbens eingelassenen
Zündeinrichtung 12 die eingebrachte, komprimierte gasförmige Treibladung gezündet.
Zu diesem Zweck ist ein Steuergerät 13 für die Zündeinrichtung vorgesehen, die ebenfalls
von dem Winkelgeber 11 ein zeitlich abgestimmtes Zündsignal erhält. Mit Rücksicht
auf die Tatsache, daß sich die gasförmige Treibladung stets an der höchsten Stelle
der weitgehend mit Flüssigkeit gefüllten Zündkammer hält, muß auch dort oben die Zündeinrichtung
12 angebracht sein. Es kann sich dabei bspw. um eine elektrische Zündeinrichtung nach
Art einer Zündkerze handeln, wie sie aus der Technik der Verbrennungsmotoren bekannt
ist. Durch einen kurzen Stromstoß bei hoher Spannung kann ein leistungsfähiger Zündfunke
an den Elektroden der Zündkerze ausgelöst werden, der die Treibladung zur Entzündung
bringt und einen explosionsartigen Druckaufbau in der ohnehin bereits unter einem
relativ hohen Druck stehenden Werkzeugkammer hervorruft. Dank der Vorkompression der
Treibladung kommt es zu einem sehr raschen Druckanstieg auf einen hohen Spitzenwert;
diese leistungsstarke Druckspitze bewerkstelligt die Endausformung des Bleches in
die Gravur des Stempels. Dank der in die Gaszufuhrleitung 17 und in die Füll- und
Entleerungsleitung 25 für die Flüssigkeit angeordneten Rückschlagventile 21 bzw. 22
wird ein Abströmen der eingebrachten Medien verhindert. Aufgrund einer Entlüftungsbohrung
23 am Stempel wird auch ein widerstandsfreies Abströmen der zwischen Blech und Gravur
des Stempels eingeschlossenen Luft sichergestellt, so daß die Gravur sauber und formgetreu
durch das Blech ausgeformt werden kann.
[0010] Zwar kommt es aufgrund einer Abkühlung der verbrannten Treibgase zu einem relativ
raschen Druckabfall, der jedoch durchaus erwünscht ist, um die Pressenkonstruktion
von hohen Kräften zu entlasten. Die hohen Druckspitzen der explodierenden Treibladung
und die damit ausgelösten hohen, auf die Wandungen der Werkzeugkammer 9 bzw. des Stempels
7 ausgeübten Kräfte werden durch eine Trägheitsverriegelung dieser Teile von der Pressenkonstruktion
bzw. dem Pressenrahmen 2 ferngehalten. Diese Trägheitsverriegelung kommt durch die
bereits weiter oben erwähnte großzügige Massenbelegung der Matrize 6 bzw. durch eine
sehr große massenmäßige Dimensionierung des Stößelbäres 3 und des Niederhalterbäres
4 zustande. Da die sehr hohe Druckspitze nur während einer sehr geringen Zeit im Bereich
weniger Millisekunden wirksam ist, die jedoch ausreicht, um eine vollständige Ausformung
des Bleches sicherzustellen, können die beteiligten Massen nicht aus der Ruhelage
herausbewegt werden. Die auf die sehr stark massebelegte Werkzeugkammer 9 bzw. der
Matrize 6 einerseits und auf den Stempel 7 bzw. Stößelbär 3 und Niederhalterbär 4
andererseits einwirkenden fluidischen Kräfte bleiben also in der sehr kurzen Zeit
der Druckspitze auf die erwähnten Massen beschränkt; der Pressenrahmen 2 wird durch
diese Kräfte nicht belastet.
[0011] Das in der Füll- und Entleerungsleitung 25 für die Flüssigkeit angeordnete Rückschlagventil
22 ist steuerbar ausgebildet, so daß die Schließwirkung ggf. aufhebbar ist und zu
einem geeigneten Zeitpunkt eine Entleerung der Werkzeugkammer 9 erforderlichenfalls
eingeleitet werden kann. Hierbei erhält das steuerbare Rückschlagventil 22 von dem
Steuergerät 20 für die Pumpe ein entsprechendes Öffnungssignal, so daß zu einem geeigneten
Zeitpunkt innerhalb des Preßzyklus', beispielsweise vor dem Einspeisen der Treibladung,
eine Abströmung eines entsprechenden Teiles der eingeschlossenen Flüssigkeit eingeleitet
werden kann. Hierbei wird nicht nur die Pumpe 19 in Abströmrichtung angetrieben, sondern
es wirkt außerdem noch der im Innern der Werkzeugkammer 9 anstehender Restdruck der
Treibladung.
[0012] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Vorteile eines einfachen Werkzeuges
für das hydromechanische Tiefziehen voll erhalten bleiben, daß aber die Nachteile
dieses Verfahrens vermieden werden, daß also relativ kurze Preßzykluszeiten im Bereich
von wenigen Sekunden erreichbar sind und daß die Pressenkonstruktion von den hohen
Druckkräften entlastet ist.
[0013] Das Einbringen der Treibladungs durch Einströmenlassen eines Gases ist einfacher
als andere denkbare Möglichkeiten hierfür, bspw. das lagedefinierte Einbringen einer
Sprengstofftablette mit integrierter Zündeinrichtung in die Werkzeugkammer oder ein
adiabatisches Verdichten von in der Werkzeugkammer eingeschlossener Luft oder Sauerstoff
nach Art eines Dieselmotores und Einspritzen des Brennstoffes der Treibladung erst
zum Zeitpunkt der Zündung in Form eines vernebelten flüssigen Kraftstoffes, dessen
Zündtemperatur unterhalb der Verdichtungstemperatur des komprimierten gases liegt.
Als Gas für die erfindungsgemäß zum Einsatz gelangende, gasförmige Treibladung wäre
Wasserstoff geeignet, zumal es keine schädlichen Verbrennungsgase bildet und die Verbrennungsprodukte
sich ohne weiteres mit der im wesentlichen durch Wasser gebildeten Druckflüssigkeit
vertragen; die Verbrennungsgase kondensieren selber sehr schnell zu Wasser. Außerdem
bilden Wasserstoff und Sauerstoff eine hochbrisante Mischung, die in sehr weiten Mischungsgrenzen
zündfähig ist. Um allerdings sicherzustellen, daß sich im Bereich der Presse kein
Wasserstoff ansammeln kann, um andererseits sicherzustellen, daß kein übermäßiger
Überschuß an Sauerstoff innerhalb der Presse entsteht, was ebenfalls ein Gefahrenpunkt
sein kann, sollte annähernd stöchiometrisch mit leichtem Sauerstoffüberschuß gefahren
werden, um eine vollständige Verbrennung des Treibgases sicherzustellen.
1. Verfahren zum hydromechanischen Tiefziehen von Blech in eine durch nur eines der beiden
Werkzeugteile, vorzugsweise den Stempel, vorgegebene Form mittels einer Presse, die
den formbestimmenden Werkzeugteil, vorzugsweise den Stempel (7) und eine mit Druckflüssigkeit
beaufschlagbare, zum formbestimmenden Werkzeugteil hin offene Werkzeugkammer (9) enthält,
wobei eines der beiden Teile hubbeweglich antreibbar ist,
- bei dem das Blech (8) an seinem Außenrand zwischen einer Anlagefläche an der Stirnseite
des formbestimmenden Werkzeugteiles, vorzugsweise des Stempels (7) bzw. Niederhalters
und einer entsprechend geformten Gegen-Anlagefläche an der Stirnseite der Werkzeugkammer
(9) flüssigkeits- und gasdicht und mit anhaltender Kraft eingeklemmt wird,
- bei dem ferner die flüssigkeitsgefüllte Werkzeugkammer (9) zunehmend unter Druck
gesetzt wird, wobei das nachgebende Blech (8) unter Nachgleiten des Blechrandes aus
der Randeinklemmung durch den Flüssigkeitsdruck gezogen und formgetreu in die Gravur
des formbestimmenden Werkzeugteiles hineingedrückt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem oder während des Füllen(s) der Werkzeugkammer (9) mit Flüssigkeit in die
Werkzeugkammer (9) eine abgemessene Treibladung in Form eines brennbaren, mit Sauerstoff
gemischten Gases eingebracht, die Werkzeugkammer (9) bei relativ geringem Druck zügig
mit Druckflüssigkeit gefüllt und die Treibladung zu einem bestimmten Zeitpunkt vor
Vollendung des Ziehvorganges gezündet wird und daß die durch die Explosion der Treibladung
auf den formbestimmenden Werkzeugteil, vorzugsweise den Stempel (7) und auf die Werkzeugkammer
(9) kurzzeitig in Bewegungsrichtung (24) des hubbeweglichen Werkzeugteiles (7) einwirkenden
Kräfte durch eine entsprechend dimensionierte Massenbelegung dieser Teile von der
Pressenkonstruktion (2) ferngehalten werden.
1. A method for the hydromechanical deep drawing of sheet metal into a predetermined
form by only one of the two tool parts, preferably the male die, employing a press
which contains the shape-determining tool part, preferably the male die (7) and a
tool chamber (9) open towards the shape-determining tool part and to which a pressurised
fluid can be applied, whereby one of the two parts can be driven for a lifting movement,
- in which the sheet metal (8) is on its outer edge clamped between a supporting surface
at the end face of the shape-determining tool part, preferably the male die (7) or
depressor and a correspondingly shaped mating supporting surface on the end face of
the tool chamber (9) in a fluid and gas-tight form and with an enduring force,
- and in which furthermore the fluid-filled tool chamber (9) is increasingly pressurised,
whereby the yielding sheet metal (8) is drawn out of the marginal clamping by the
fluid pressure, the edge of the metal sheet slipping, and is forced into the impression
in the shape-determining tool part in such a way that it assumes a faithful shape,
characterised in that prior to or during filling of the tool chamber (9) with fluid,
a measured propellant charge in the form of a combustible gas mixed with oxygen is
introduced into the tool chamber (9), the tool chamber (9) is steadily filled with
pressurised fluid at relatively low pressure and the propellant charge is detonated
at a specific point in time prior to completion of the drawing process and in that
the forces created by the explosion of the propellant charge and applied to the shape-determining
tool part, preferably the male die (7) and to the tool chamber (9) briefly in the
direction of movement (24) of the liftingly movable tool part (7) are kept remote
from the press construction (2) by a correspondingly dimensioned positioning of the
masses in these parts.
1. Procédé d'emboutissage profond hydromécanique de tôle à une forme prédéterminée seulement
par l'une des deux parties d'outil, de préférence le poinçon, au moyen d'une presse
qui comprend la partie d'outil qui détermine la forme, de préférence le poinçon (7),
et une chambre d'outil (9) ouverte vers la partie d'outil qui détermine la forme et
à laquelle un liquide sous pression peut être appliqué, l'une des deux parties pouvant
être entraînée pour effectuer un mouvement de levage,
dans lequel la tôle (8) est serrée à son bord extérieur d'une façon étanche aux
liquides et aux gaz et sous une force continue entre une surface d'appui formée sur
le côté frontal de la partie d'outil qui détermine la forme, de préférence le poinçon
(7) ou serre-flan, et une contre-surface d'appui de forme correspondante sur le côté
frontal de la chambre (9) d'outil,
dans lequel en outre une pression croissante est appliquée à la chambre (9) d'outil
remplie de liquide, la tôle extensible (8) étant emboutie par la pression de liquide,
tandis que le bord de tôle glisse hors du serrage de bord, et étant enfoncée dans
la gravure de la partie d'outil qui détermine la forme en épousant exactement sa forme,
caractérisé en ce que
une charge active appropriée formée d'un gaz combustible mélangé à de l'oxygène
est introduite dans la chambre (9) d'outil avant ou pendant le remplissage de la chambre
(9) d'outil au moyen d'un liquide, la chambre (9) d'outil est remplie de liquide sous
pression en continu sous une pression relativement faible et la charge active est
allumée à un instant précis pour achever le processus d'emboutissage et en ce que
la structure (2) de la presse est préservée des forces qui s'exercent brièvement dans
la direction de déplacement (24) de la partie (7) d'outil mobile pour le levage sous
l'effet de l'explosion de la charge active sur la partie d'outil qui détermine la
forme, de préférence le poinçon (7), et sur la chambre (9) d'outil, en garnissant
de masses de dimensions appropriées ces parties.