[0001] Die Erfindung betrifft eine U-förmig ausgebildete Verbindungsvorrichtung für die
gleichzeitige Betätigung der um eine Drehachse drehbaren Schaltknebel wenigstens zweier
aneinandergereihter Schalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine U-förmige Verbindungsvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der DE-AS
25 32 192 bekannt geworden. Mit dieser Vorrichtung werden die Schaltknebel mehrerer
Schalter zur Bildung z. B. eines mehrpoligen Schaltgerätes miteinander verbunden.
Sie ist aus gestanztem und U-förmig gebogenem Blech gebildet und besitzt an den Innenwänden
der Schenkel Ausklinkungen, die in entsprechende Vertiefungen am Schaltknebel eingreifen.
Dadurch kann die Vorrichtung in einer Richtung auf die in einer Reihe hintereinander
liegenden Schaltknebel aufgeschoben werden; zur Verhinderung eines Abziehens entgegen
der Montagerichtung ist eine Zunge am Steg der U-Form vorgesehen, die im montierten
Zustand gegen die benachbarte Stirnfläche des benachbarten Schaltknebels abgebogen
wird. Insbesondere die Umbiegung der Zunge bringt Bruchgefahr mit sich, da das Blech
mit relativ hoher Kraft mittels eines Stanz- oder Biegewerkzeugs am montierten Schaltgerät
umzubiegen ist. Darüberhinaus ist die Betätigungsfläche zur Betätigung der Schaltknebel
gegenüber der Schaltknebelhöhe nur um den Betrag der Blechdicke, ca. 0,5 mm vergrößert,
so daß die Handhabung relativ schwer ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine U-förmige Verbindungsvorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die einfacher und unter Vermeidung einer Bruchgefahr zu
montieren ist und bei der die Betätigungsfläche auf einfache Weise erhöht werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1.
[0005] Im Gegensatz zu der Verbindungsvorrichtung nach der DE-AS 25 32 192 ist die erfindungsgemäße
Verbindungsvorrichtung aus Kunststoff gebildet. Hierdurch ist es möglich, anstatt
eines umzubiegenden Lappens als Mittel zur Verhinderung des Abziehens in die der Montagerichtung
entgegengesetzten Richtung eine an der Innenseite der U-Form angeformte Nase vorzusehen,
die beim Montieren über den benachbarten Schaltknebel hinüberrutscht und im montierten
Zustand hinter den Schaltknebel verrastet ist. Damit kann die Verbindungsvorrichtung
weder in Richtung der Drehachsen der Schaltknebel noch in Richtung der Schaltknebel
senkrecht zu ihren Drehachsen abgezogen werden. Eine Verschiebung der Verbindungsvorrichtung
in eine Richtung wird durch die Zusammenwirkung der Ausformungen am Schaltknebel und
der Ausformungen an den Innenflächen der U-förmigen Verbindungsvorrichtung verhindert,
wobei diese auch ein Abziehen senkrecht zu den Drehachsen verhindern; ein Abziehen
in die entgegengesetzte Richtung wird durch die Nase verhindert.
[0006] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann dahin gehen, daß die Verbindungsvorrichtung
in ihrem mittleren Bereich zur Verstärkung und besseren Handhabbarkeit einen Bereich
größerer Höhe aufweist. Zu diesem Zweck besitzt die Außenfläche des Steges der U-Form
einen mittig angeordneten, etwa dachförmigen Aufsatz.
[0007] In zweckmäßiger Weise ist die Nase an der Innenfläche des Steges angeformt. Sie wird
dadurch gebildet, daß im Steg eine durch vom freien Ende der Vorrichtung ausgehende
Stütze gebildete Zunge vorgesehen ist, an der die Nase angeformt ist.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen sind den weiteren Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0009] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist,
sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung und weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung,
- Figur 2
- eine Aufsicht auf die Verbindungsvorrichtung nach Figur 1,
- Figur 3
- eine Frontansicht auf die Verbindungsvorrichtung nach Figur 1 und 2,
- Figur 4
- eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie IV-IV und
- Figur 5
- eine Vorrichtung nach den Figuren 1 bis 4 im an zwei Schaltern montierten Zustand.
[0011] Es sei nun Bezug genommen auf die Figur 5. Man erkennt zwei nebeneinander aufgereihte
Leitungsschutzschalter 10 und 11 in Ansicht auf die Schmalseiten. Aus einer Vertiefung
12 und 13 ragen um Drehachsen 14 und 15 schwenkbare Schaltknebel 16 und 17 heraus,
von denen der Schaltknebel 16 des Schalters 10 vollständig und der Schaltknebel 17
des Schalters 11 nur teilweise sichtbar ist. Die Drehachsen 14 und 15 der beiden Schaltknebel
fluchten miteinander.
[0012] Jeder Schaltknebel 16, 17 besitzt auf seinen parallel zu den Drehachsen 14 und 15
verlaufenden Seitenflächen - bei dem Schaltknebel 16 ist lediglich die Seitenfläche
18 sichtbar - Vertiefungen 19 und 20; die Vertiefung 20 ist nicht sichtbar. Diese
Vertiefungen 19 und 20 verlaufen parallel zu den Drehachsen 14 und 15 und überdecken
lediglich den halben Bereich der Seitenfläche 18, so daß sie in die gleiche Stirnfläche
21 und 22 jedes Schaltknebels 16, 17 einmünden. Die Vertiefungen 19 und 20 können,
wie oben angedeutet, auf beiden Seitenflächen der Schaltknebel 16 und 17 angeordnet
sein; sie können sich natürlich auch nur auf einer Seite, beispielsweise der dem Betrachter
zugewandten Seitenfläche 18 der Schaltknebel 16 und 17 befinden. Bei den in der Figur
5 dargestellten Schaltern 10 und 11 sind die Vertiefungen 19 und 20 auf beiden Seitenflächen
der Schaltknebel 16, 17 vorgesehen.
[0013] Die beiden Schaltknebel 16 und 17 sind von einer Verbindungsvorrichtung 23 überdeckt,
die anhand der Figuren 1 bis 4 näher beschrieben werden soll.
[0014] Die Verbindungsvorrichtung 23 besitzt eine U-Form mit einem Steg 24 und zwei daran
angeformten Schenkeln 25, 26, die einen spitzen Winkel miteinander einschließen, der
in Richtung der offenen Seite der U-Form geöffnet ist. Der Steg 24 besitzt etwa in
der Mitte der Verbindungsvorrichtung 23 einen Aufsatz 27, der eine Dachform bildet
und der zur Vergrößerung der Höhe H der Verbindungsvorrichtung 23 dient. Die vergrößerte
Höhe ist mit H₁ bezeichnet. An dem in der Figur 1 bzw. 2 links befindlichen Ende besitzt
der Steg 24 zwei parallele Schlitze 28 und 29, die eine Zunge 30 zwischen sich nehmen,
an deren innerem, der U-Form zugewandten Ende eine in der Figur 1 strichliert dargestellte
Rastnase 35 angeformt ist. Die Schlitze 28 und 29 befinden sich so am Steg 24, daß
sie direkt an den Innenseiten der Schenkel 25 uns 26 anschließen.
[0015] In einem dem Abstand zweier Schaltknebel 16 und 17 zweier nebeneinander aufgereihter
Leitungsschutzschalter 10 und 11 entsprechenden Abstand sind an der Innenseite der
Schenkel 25 und 26 senkrecht zu der Schenkelfläche vorspringende, sich jeweils gegenüberliegende
Nasenpaare 31 und 32 bzw. 33 und 34 vorgesehen, die so bemessen sind, daß sie in die
Vertiefungen 19 und 20 hineinpassen. Wie insbesondere aus der Figur 5 ersichtlich,
paßt die Nase 34 exakt in die Vertiefung 20, wobei die Nase 34 an der etwa in der
Mitte befindlichen Endwand 20a der Vertiefung 20 zum Anschlag gelangen kann. Eine
entsprechende Endwand besitzt auch die Vertiefung 19; sie ist mit der Bezugsziffer
19a bezeichnet.
[0016] Um die Verbindungsvorrichtung zu montieren, werden die beiden Schaltknebel 16 und
17 miteinander fluchtend gestellt, beispielsweise in Einschalt- oder Ausschaltstellung.
Sodann wird die Verbindungsvorrichtung 23 senkrecht zu den Drehachsen 14, 15 so über
die Schaltknebel 16 und 17 geschoben, daß die Nasen 31, 32; 33, 34 vor den Vertiefungen
19 und 20 zu liegen kommen. Dabei besteht die Möglichkeit, daß die Rastnase 35 auf
der Stirnkante des Schaltknebels aufliegt, wobei die Zunge 30 verformt ist. Sodann
wird die Verbindungsvorrichtung 23 nach links, in Pfeilrichtung P, verschoben, so
daß die Nasen 31, 32; 33, 34 in die jeweiligen Vertiefungen 19, 20 eingreifen, und
zwar soweit, bis die Nasen 31, 32 bzw. 33, 34 an den Stirnflächen 19a bzw. 20a der
Vertiefungen 19 und 20 zum Anschlag kommen. Wenn dies der Fall ist, wird die Nase
32 hinter die linke Stirnfläche 21a des Schaltknebels 16 greifen und auf diese Weise
dahinter verrasten, so daß die Verbindungsvorrichtung 23 entgegen der Pfeilrichtung
P nicht mehr von den Schaltknebeln 16, 17 abgezogen werden kann. Die Stirnflächen
19a und 20a verhindern eine weitere Verschiebung der Verbindungsvorrichtungen in Pfeilrichtung
P und dadurch, daß die Nasen 31 bis 34 in die Vertiefungen 19 und 20 eingreifen, wird
auch ein Abziehen der Verbindungsvorrichtung 23 in Richtung der Schaltknebel 16, 17,
Pfeilrichtung P₁, verhindert.
[0017] In der Figur 4 bzw. 2 sind Durchbrüche 40, 41 bzw. 42, 43 zu sehen, die sich genau
über den Nasen 31 bis 34 befinden. Diese Stege haben lediglich werkzeugtechnische
Gründe. Zu einer gewissen Materialersparnis tragen sie selbstverständlich auch bei.
[0018] Mit der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung ist eine einfache Montage möglich
und aufgrund der Herstellung durch Spritzgießen ist auch eine einfachere Herstellung
der Verbindungsvorrichtung 23 möglich. Der mittlere Ansatz bzw. Aufsatz 27 dient sowohl
zur Vergrößerung der Betätigungsfläche als auch zur Erhöhung der Steifigkeit der Verbindungsvorrichtung
23.
[0019] Die Figuren 1 bis 5 zeigen eine Verbindungsvorrichtung 23, mit der lediglich zwei
Schaltknebel 16 und 17 zweier nebeneinander aufgereihter Leitungsschutzschalter 10,
11 verbunden werden, so daß hierdurch ein zweipoliger Leitungsschutzschalter gebildet
wird. Es ist selbstverständlich möglich, die Verbindungsvorrichtung so auszugestalten,
daß drei oder vier nebeneinander liegende Leitungsschutzschalter miteinander verbunden
werden können; zu diesem Zweck sind drei bzw. vier Nasenpaare vorgesehen, die den
Nasen 31/32, 33/34... entsprechen. Dadurch wird die Verbindungsvorrichtung lediglich
länger.
[0020] Selbstverständlich kann die Erfindung auch bei allen anderen Schaltgeräten angewendet
werden, die je einen Schaltknebel aufweisen und zu mehreren zur Bildung einer Mehrpoligkeit
nebeneinander aufgereiht werden.
[0021] Die Erfindung ist auch dann verwirklicht, wenn an den Seitenflächen der Schaltknebel
vorspringende Nasen und an den Innenflächen der Schenkel der Verbindungsvorrichtung
an die Nasen angepaßte Vertiefungen vorgesehen sind.
1. U-förmig ausgebildete Verbindungsvorrichtung für die gleichzeitige Betätigung der
um eine Drehachse drehbaren Schaltknebel wenigstens zweier aneinandergereihter Schalter,
deren Schenkel im montierten Zustand die Schaltknebel beidseitig umfassen, mit an
den Innenflächen der Schenkel angeordneten Ausformungen in Form von Nasen, die in
entsprechende, an den parallel zur Drehachse liegenden Seitenflächen der Schaltknebel,
die Seitenflächen in Richtung der Drehachsen teilweise überdeckend, angeordnete und
in eine senkrecht zur Drehachse liegende Stirnwand der Schalterknebel einmündende
Vertiefungen eingreifen, wobei eine Montage der Verbindungsvorrichtung lediglich von
einer Seite der Schalter aus in Richtung der Drehachsen gestattet ist, und mit Mitteln
zur Verhinderung des Abziehens in die der Montagerichtung entgegengesetzte Richtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsvorrichtung (23) aus Kunststoff gebildet ist und als Mittel eine
an der Innenseite der U-Form an dem in Montagerichtung gesehen vorn liegenden Ende
angeformte Rastnase (35) vorgesehen ist, so daß nach Montieren die Nasen (31, 32;
33, 34) in den Vertiefungen (19, 20) ein Abziehen der Verbindungsvorrichtung (23)
sowohl in Montagerichtung als auch in Richtung der Schaltknebel (P₁) und die Rastnase
(35) ein Abziehen entgegen der Montagerichtung verhindern.
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie im mittleren
Bereich zur Verstärkung und besseren Handhabbarkeit einen Bereich größerer Höhe (H₁)
aufweist.
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche
des Steges (24) der U-Form einen etwa mittigen Aufsatz (27) aufweist.
4. Verbindungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastnase (35) an der Innenfläche des Steges (24) angeformt ist.
5. Verbindungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Steg eine durch vom freien Ende der Vorrichtung ausgehende Schlitze (28, 29)
gebildete Zunge (30) vorgesehen ist, an der die Rastnase (35) angeformt ist.
6. Verbindungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schenkel (25, 26) der U-Form einen spitzen Winkel miteinander einschließen,
der in Richtung der Öffnung der U-Form geöffnet ist, so daß der Abstand der Schenkel
(25, 26) an ihren freien Enden größer ist als im Bereich des Steges.