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EP 0 592 007 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.03.1997 Patentblatt 1997/13 |
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Anmeldetag: 11.10.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01H 9/32 |
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Schaltgerät
Switching device
Dispositif de commutation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK FR GB IT SE |
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Priorität: |
09.10.1992 DE 4234065
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.04.1994 Patentblatt 1994/15 |
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Patentinhaber: ETI ELEKTROELEMENT D.D. |
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SI-61411 Izlake (SI) |
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Erfinder: |
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- Dolinsek, Miran
SL-61410 Zagorje (SI)
- Koprivsek, Mitja
SL-61410 Zagorje (SI)
- Strehar, Matija
SL-61251 Moravce (SI)
- Bebar, Brane
SL-61410 Zagorje (SI)
- Kremser, Jaro
SL-61411 Izlake (SI)
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Vertreter: TER MEER - MÜLLER - STEINMEISTER & PARTNER |
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Artur-Ladebeck-Strasse 51 33617 Bielefeld 33617 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 244 276 DE-A- 2 829 860
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EP-A- 0 350 828 FR-A- 2 563 939
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Schaltgeräte dienen dazu, einen elektrischen Stromkreis selbsttätig zu
unterbrechen, wenn eine bestimmte Stromstärke überschritten wird, beispielsweise im
Kurzschlußfall, oder wenn in der elektrischen Anlage ein Fehlerstrom auftritt.
[0003] Aus EP-A-0 350 828 ist ein derartiges Schaltgerät bekannt, bei dem ein beweglicher
Kontakt in der Einschaltstellung durch eine Über-Totpunkt-Feder mit einem festen Kontakt
in Druckberührung gehalten wird. Ein kreissektorförmiger Trennhebel ist am freien
Ende mit einer zylindrisch gewölbten Trennwand versehen, deren Krümmungsmittelpunkt
mit der Schwenkachse des Trennhebels zusammenfällt. Der Trennhebel ist mechanisch
mit einem Auslöser, beispielsweise einem elektromechanischen und/oder thermoelektrischen
Auslöser gekoppelt und wird im Auslösungsfall derart verschwenkt, daß sich die Trennwand
in dem Zwischenraum zwischen den beiden Kontakten schiebt und den beweglichen Kontakt
von dem festen Kontakt wegdrückt. Der bewegliche Kontakt wird hierdurch über die Totpunktstellung
der zugehörigen Feder hinausbeweg, so daß er unter Federwirkung weiter von dem festen
Kontakt weggeschwenkt wird. Die Trennwand bewegt sich weiter in Umfangsrichtung und
schirmt den festen Kontakt gegenüber dem beweglichen Kontakt ab. Der zwischen den
beiden Kontakten gebildete AusschaltLichtbogen muß somit einen relativ weiten Umweg
um das freie Ende der Trennwand herum machen, so daß sein elektrischer Widerstand
rasch zunimmt, und der Lichtbogen schließlich zwangsweise in eine Löschkammer einläuft
und gelöscht wird.
[0004] Ein Nachteil dieser Konstruktion besteht darin, daß die Trennwand beim Einlaufen
in den Zwischenraum zwischen den beiden Kontakten einen hohen Reibungswiderstand überwinden
muß, der durch den Kontaktdruck noch beträchtlich erhöht wird. Hierdurch wird der
Ausschaltvorgang verzögert, und es kann leicht zu Funktionsstörungen kommen.
[0005] In FR-A-2 563 939 und EP-A-0 244 276 werden Schaltgeräte beschrieben, bei denen ebenfalls
mit einer Trennwand zum Verlängern und Löschen des Lichtbogens gearbeitet wird. Bei
diesen Geräten wird nicht nur der Trennhebel, sondern auch der bewegliche Kontakt
durch einen Auslöser betätigt, und die Schaltfunktionen sind so aufeinander abgestimmt,
daß der bewegliche Kontakt bereits von dem festen Kontakt freikommt, bevor die Trennwand
in den Zwischenraum zwischen den Kontakten eintritt. Auf diese Weise wird ein ungehindertes
Einlaufen der Trennwand in den Zwischenraum ermöglicht. Allerdings kommt es auch bei
diesen Geräten zu einer Verzögerung des Ausschaltvorgangs, da die Trennwand erst nach
einer gewissen Verzögerungszeit wirksam wird. Außerdem weisen diese Geräte einen relativ
komplexen Aufbau mit einer großen Anzahl von Bauelementen auf, so daß sich eine erhöhte
Störanfälligkeit und höhere Herstellungskosten ergeben.
[0006] Aus DE-A-28 29 860 ist ein Schaltgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
Bei diesem Schaltgerät ist an dem die Trennwand tragenden schwenkbaren Trennelement
ein Druckglied in der Form eines Vorsprungs angeordnet, das in der Einschaltstellung
an einem der Kontakte anliegt und den Kontaktdruck aufrechterhält, während es bei
der Bewegung des Trennelements in die Ausschaltstellung den Kontaktdruck aufhebt,
bevor die Trennwand zwischen die Kontakte eintritt. Die Kontakte erstrecken sich bei
diesem bekannten Schaltgerät senkrecht zur Bewegungsrichtung der Trennwand. Das Druckglied
ist mit Anlauf- und Ablaufschrägen versehen, die bei Erreichen und Verlassen der Einschaltstellung
die Bewegung des einen Kontaktes relativ zu dem anderen bewirken. Beim Ausschaltvorgang
gibt es deshalb zunächst einen gewissen Reibungswiderstand zwischen dem Druckglied
und dem damit in Berührung stehenden Kontakt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schaltgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zu schaffen, bei dem der Ausschaltvorgang beschleunigt ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Schaltgerät verläuft einer der beiden Kontakte schräg zur
Bewegungsrichtung der Trennwand, und das Druckglied liegt in der Einschaltstellung
an diesem schrägverlaufenden Kontakt an.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0011] Vorzugsweise wird ein Schwenklager für den beweglichen Kontakt durch ein elektrisch
leitfähiges Gelenkelement gebildet, das mit dem beweglichen Kontakt in Druckberührung
steht und über das die Stromzufuhr zu dem beweglichen Kontakt erfolgt. Somit ist es
nicht erforderlich, an dem beweglichen Kontakt flexible Drähte oder Kabel anzubringen,
die die Öffnungsbewegung behindern würden und außerdem aufgrund der häufigen wechselnden
mechanischen Beanspruchungen brechen oder sich lösen könnten. Der bewegliche Kontakt
und das Gelenkelement werden elastisch aneinandergedrückt, so daß ein guter elektrischer
Kontakt sichergestellt ist. Da diese elastische Druckausübung jedoch unmittelbar an
der Stelle des Schwenklagers erfolgt, kann sich der bewegliche Kontakt dennoch frei
zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung bewegen.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Trennhebel im Auslösungsfall durch
einen Schalthebel betätigt, der mit relativ hoher Federkraft in Richtung auf die Ausschaltstellung
vorgespannt ist und bis zur Auslösung mechanisch in der Einschaltstellung blockiert
bleibt. Der Trennhebel ist unabhängig von dem Schalthebel beweglich und ist relativ
zu dem Schalthebel elastisch in Richtung auf die Einschaltstellung vorgespannt. Hierdurch
ergibt sich die Möglichkeit, einen durch eine Fernbedienung gesteuerten weiteren Auslöser
direkt auf den Trennhebel wirken zu lassen. Bei einer Fernabschaltung wird dann der
Trennhebel entgegen der relativ geringen Federkraft in die Ausschaltstellung geschwenkt,
während der Schalthebel ständig im auslösebereiten Zustand verbleibt.
[0013] Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht der wesentlichen mechanischen Komponenten des Schaltgerätes
im eingeschalteten Zustand;
- Fig. 2
- den Zustand des Schaltgerätes nach einer Überstromauslösung; und
- Fig. 3
- das Schaltgerät im ausgeschalteten Zustand.
[0015] Das in Figur 1 gezeigte Schaltgerät 10 weist ein Gehäuse 12 auf, das sich in üblicher
Weise an einer Klemmenleiste eines Verteilerkastens oder dergleichen einrasten läßt.
In dem Gehäuse 12 ist ein fester Kontakt 14 angeordnet, der elektrisch mit einer nicht
gezeigten ersten Anschlußklemme des Schaltgerätes verbunden ist. Ein blattfederartiger
beweglicher Kontakt 16 ragt durch ein Fenster 18 einer inneren Gehäusewand 20 und
steht mit dem festen Kontakt 14 in Druckberührung. Ein Schwenklager für den beweglichen
Kontakt 14 wird durch einen gehäusefesten Zapfen 22 und ein elektrisch leitfähiges
Gelenkelement 24 gebildet, das den Kontakt 14 elastisch gegen den Zapfen 22 andrückt.
Das leitfähige Gelenkelement 24 ist in nicht gezeigter Weise über die Spule eines
Überstromauslösers 26 mit einer weiteren nicht gezeigten Anschlußklemme des Schaltgerätes
10 verbunden.
[0016] Ein Trennhebel 28 ist um eine gehäusefeste Achse 30 schwenkbar und trägt am freien
Ende eine zylindrisch gekrümmte, konzentrisch zu der Achse 30 angeordnete Trennwand
32, die sich zwischen der inneren Gehäusewand 20 und dem festen Kontakt 14 befindet.
An dem Trennhebel 28 ist ein Vorsprung 34 ausgebildet, der in der in Figur 1 gezeigten
Stellung des Trennhebels 28 an dem beweglichen Kontakt 16 anliegt und als Druckglied
zur Erzeugung des Kontaktdruckes zwischen dem beweglichen Kontakt 16 und dem festen
Kontakt 14 dient. Zusätzlich ist an dem beweglichen Kontakt 16 in der Nähe des Schwenklagers
22,24 eine Feder 36 angeordnet, die für einen ausreichenden Kontaktdruck zwischen
dem beweglichen Kontakt 16 und dem leitenden Gelenkelement 24 sorgt. Außerdem hat
die Feder 36 die Tendenz, den beweglichen Kontakt 16 im Gegenuhrzeigersinn zu schwenken,
so daß sie den Kontaktdruck zwischen den Kontakten 14 und 16 etwas verringert. In
der in Fig. 1 gezeigten Stellung überwiegt jedoch die von dem Duckglied 34 ausgeübte
Kraft, die im Sinne einer Erhöhung des Kontaktdruckes wirkt.
[0017] Auf der Achse 30 ist ein Schalthebel 38 gelagert, der über eine Zugfeder 40 mit einem
Fortsatz 42 des Trennhebels 28 verbunden ist. Der Trennhebel 28 wird hierdurch im
Uhrzeigersinn vorgespannt, so daß der Vorsprung 34 den beweglichen Kontakt 16 gegen
den festen Kontakt 14 andrückt. Der Kontaktdruck zwischen den Kontakten 14,16 wird
somit maßgeblich durch die Kraft der Zugfeder 40 bestimmt.
[0018] Der Schalthebel 38 wird durch eine verhältnismäßig starke Schenkelfeder 44, die an
einem Mitnehmer 46 angreift, im Gegenuhrzeigersinn vorgespannt, wird jedoch durch
einen in der Strecklage befindlichen Kniegelenkhebel 48 in der in Figur 1 gezeigten
Stellung fixiert. Ein erstes Gelenkglied 50 des Kniegelenkhebels 48 ist mit einem
Ende schwenkbar an einem Handbetätigungshebel 52 befestigt und liegt mit seinem entgegengesetzten
Ende an einem Anschlag 54 des zweiten Gelenkgliedes 56 des Kniegelenkhebels an. Durch
eine nicht näher bezeichnete, relativ schwache Zugfeder wird der Kniegelenkhebel 48
in der Strecklage gehalten. Eine Feder 58 hat die Tendenz, den Handbetätigungshebel
52 im Uhrzeigersinn zu verschwenken. In dem in Figur 1 gezeigten Zustand wird die
Kraft der Feder 58 jedoch durch die Kraft der Schenkelfeder 44 überwunden, die über
den Schalthebel 38 und den Kniegelenkhebel 48 auf den Handbetätigungshebel wirkt.
[0019] Wenn die Stromstärke des durch die Kontakte 14,16 und die Spule des Überstromauslösers
26 fließenden Stromes einen gewiesen Wert übersteigt, so wird durch den Überstromauslöser
26 eine Sicherheitsabschaltung ausgelöst. Dabei fährt ein Stößel 60 des Überstromauslösers
26 aus und trifft auf den Kniegelenkhebel 48, so daß der Kniegelenkhebel durchgeschlagen
wird. Unter der Wirkung der starken Schenkelfeder 44 knickt der Kniegelenkhebel ein,
und der Schalthebel 38 wird in die in Figur 2 gezeigte Stellung verschwenkt, wobei
er durch den Mitnehmer 46 den Trennhebel 28 mitnimmt. Bei der Schwenkbewegung des
Trennhebels 28 kommt der Vorsprung 34 von dem beweglichen Kontakt 16 frei, so daß
der Kontaktdruck zwischen den Kontakten 14,16 aufgehoben wird und die Feder 36 den
beweglichen Kontakt 16 von dem festen Kontakt 14 abhebt. Nahezu im selben Augenblick
bewegt sich die Trennwand 32 frei in den Zwischenraum zwischen den Kontakten 14 und
16, so daß sie diese gegeneinander abschirmt. Im weiteren Verlauf der Schwenkbewegung
schiebt sich die Trennwand 32 weiter zwischen die Kontakte 14,16, so daß der zwischen
den Kontakten gebildete Lichtbogen durch die Trennwand 32 in einen zwischen der inneren
Gehäusewand 20 und einer äußeren Gehäusewand gebildeten Funkenkanal 62 hineingezwungen
und schließlich zum Erlöschen gebracht wird.
[0020] Mit Hilfe des Handbetätigungshebels 52 kann der durch die Kontakte 14,16 geschlossene
Stromkreis auch unabhängig von der Wirkung des Überstromauslösers 26 unterbrochen
werden. Hierzu wird der Handbetätigungshebel 52 in die in Figur 3 gezeigte Stellung
gedreht, so daß über den gestreckten Kniegelenkhebel 48 ein Zug auf den Schalthebel
38 ausgeübt und dieser im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird. Wie bei dem zuvor beschriebenen
Auslösungsfall wird bei dieser Schwenkbewegung des Schalthebels 38 der Trennhebel
28 mitgenommen, so daß seine Trennwand 32 den beweglichen Kontakt 16 von dem festen
Kontakt 14 trennt. Die Schwenkbewegungen des Schalthebels 38 und des Trennhebels 28
in die Ausschaltstellung werden durch die Schenkelfeder 44 unterstützt, sobald der
Handbetätigungshebel 52 mit dem daran angelenkten Kniegelenkhebel 48 die Totpunktlage
überschritten hat.
[0021] Bei der Überstromabschaltung mit Hilfe des Überstromauslösers 26 wird der Handbetätigungshebel
52 durch die Feder 58 in die in Figur 3 gezeigte Ausschaltstellung geschwenkt, sobald
der Kniegelenkhebel 48 durchgeschlagen ist und somit die Kraft der Schenkelfeder 44
nicht mehr über den Schalthebel 38 und den Kniegelenkhebel auf den Handbetätigungshebel
wirkt. Wenn der Handbetätigungshebel 52 nach einer Überstromabschaltung oder nach
einer manuellen Abschaltung aus der in Figur 3 gezeigten Stellung in die in Figur
1 gezeigte Stellung zurückgeschwenkt wird, so drückt der gestreckte Kniegelenkhebel
48 den Schalthebel 38 entgegen der Kraft der Schenkelfeder 44 in die in Figur 1 gezeigte
Stellung zurück, bis der Kniegelenkhebel den Totpunkt überschreitet und der Handbetätigungshebel
52 unter der Wirkung der Schenkelfeder in der in Figur 1 gezeigten Einschaltstellung
einrastet. Bei der Schwenkbewegung des Schalthebels 38 in die in Figur 1 gezeigte
Einschaltstellung wird der Trennhebel 28 durch die Wirkung der Zugfeder 40 mitgenommen.
[0022] Bei dem Schaltgerät 10 besteht außerdem die Möglichkeit einer Fernbetätigung. Hierzu
ist in dem Gehäuse 12 ein elektromagnetischer Fernauslöser 64 angeordnet, der über
eine Zugstange 66 direkt auf den Trennhebel 28 wirkt. Der Fernauslöser 64 ist über
nicht gezeigte Kabel und Anschlußklemmen mit einem ebenfalls nicht gezeigten Ein/Aus-Schalter
verbunden, der außerhalb des Gehäuses 12 in relativ großer Entfernung zu dem Schaltgerät
10 angeordnet sein kann. Wenn der Ein/Aus-Schalter in die Aus-Stellung geschaltet
wird, so wird die Magnetspule des Fernauslösers 64 erregt, und der Trennhebel 28 wird
durch die Zugstange 66 in die Ausschaltstellung gezogen, so daß die Kontakte 14 und
16 voneinander getrennt werden. In diesem Fall nimmt der Schalthebel 38 nicht an der
Schwenkbewegung in die Ausschaltstellung teil. Der Fernauslöser 64 braucht lediglich
die geringe Kraft der Zugfeder 40 zu überwinden. Wenn der Erregerstrom in dem Fernauslöser
64 abfällt, so kehrt der Trennhebel 28 unter der Wirkung der Zugfeder 40 wieder in
die in Figur 1 gezeigte Einschaltstellung zurück.
1. Schaltgerät mit zwei in der Einschaltstellung gegeneinandergedrückten elektrischen
Kontakten (14,16) und einem schwenkbaren Trennelement (28), an dem eine isolierende
Trennwand (32) in Richtung der Schwenkbewegung verlaufend angeordnet ist, so daß sie
bei einer Bewegung des Trennelements in die Ausschaltstellung zwischen die beiden
Kontakte (14,16) tritt und diese auseinanderdrückt, und mit einem Druckglied (34)
in der Form eines radial innerhalb der Trennwand (32) an dem Trennelement (28) ausgebildeten
Vorsprungs, der in der Einschaltstellung des Trennelements mit einem der Kontakte
(16) in Druckberührung steht und den Kontaktdruck zwischen den Kontakten (14, 16)
aufrechterhält und bei der Bewegung in die Ausschaltstellung den Kontaktdruck aufhebt,
bevor die Trennwand (32) zwischen die Kontakte (14, 16) tritt, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennelement (28) als Hebel ausgebildet ist, an dessen freiem Ende die Trennwand
(32) angeordnet ist, und daß derjenige (16) der beiden Kontakte (14,16), mit dem das
Druckglied (34) in Druckberührung kommt, einen schräg zu der Bewegungsbahn der Trennwand
(32) verlaufenden Abschnitt aufweist, wobei das Druckglied (34) in der Einschaltstellung
am schräg verlaufenden Abschnitt angreift.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Kontakte (16) an einer Gelenkstelle (22,24) schwenkbar gelagert ist
und daß die elektrische Kontaktierung dieses Kontaktes durch ein elektrisch leitfähiges
Gelenkelement (24) erfolgt, das an der Gelenkstelle mit dem Kontakt in Druckberührung
steht.
3. Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (36), die den Kontakt (16) mit dem Gelenkelement (24) in Druckberührung
hält, auf den Kontakt (16) ein Drehmoment ausübt, das schwächer als das in der Einschaltstellung
vom dem Druckglied (34) ausgeübte Drehmoment ist und diesem entgegenwirkt.
4. Schaltgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennelement (28) elastisch in die Ausschaltstellung vorgespannt und in der
Einschaltstellung arretierbar ist und daß die Arretierung durch einen Auslösemechanismus
(26,48,52) aufhebbar ist.
5. Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösemechanismus einen Kniegelenkhebel (48) aufweist, der in seinem gestreckten
Zustand das Trennelement (28) in der Einschaltstellung hält.
6. Schaltgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine das Trennelement (28) in die Ausschaltstellung vorspannende Feder (44) und
der Auslösemechanismus (26,48,52) auf einen Schalthebel (38) wirken, der einen das
Trennelement (28) in Ausschaltrichtung beaufschlagenden Mitnehmer (46) aufweist und
außerdem mit dem Trennelement über eine Feder (40) verbunden ist, die das Trennelement
gegen den Mitnehmer (46) spannt.
7. Schaltgerät nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein elektrisch ansteuerbares Fernbetätigungselement (64), durch das das Trennelement
(28) unabhängig von dem Schalthebel (38) in die Ausschaltstellung bewegbar ist.
1. Switching device having two electrical contacts (14, 16) which, in the switch-on position,
are pushed against one another, and a pivotable separating element (28) on which an
insulating separating wall (32) extending in the direction of the pivoting movement
is arranged so that, when the separating element moves into the switch-off position,
the separating wall (32) moves between the two contacts (14, 16) and pushes them apart,
and having a pressure member (34) in the form of a projection which is formed radially
inside the separating wall (32) on the separating element (28) and which, when the
separating element is in the switch-on position, is in pressure contact with one of
the contacts (16) and maintains the contact pressure between the contacts (14, 16)
and, when the separating element (28) moves into the switch-off position, cancels
the contact pressure before the separating wall (32) moves between the contacts (14,
16), characterised in that the separating element (28) is in the form of a lever on
the free end of which the separating wall (32) is arranged, and in that that one (16)
of the two contacts (14, 16) with which the pressure member (34) comes into pressure
contact has a portion extending in inclined manner relative to the path of movement
of the separating wall (32), the pressure member (34), when in the switch-on position,
acting on the inclined portion.
2. Switching device according to Claim 1, characterised in that one of the contacts (16)
is pivotably mounted at an articulation site (22, 24) and in that the electrical contacting
of that contact is effected by means of an electrically conductive articulation element
(24) which, at the articulation site, is in pressure contact with the contact.
3. Switching device according to Claim 2, characterised in that a spring (36) which holds
the contact (16) in pressure contact with the articulation element (24) exerts on
the contact (16) a torque that is weaker than the torque exerted in the switch-on
position by the pressure member (34) and opposes that torque.
4. Switching device according to any one of the preceding claims, characterised in that
the separating element (28) is resiliently biased into the switch-off position and
can be locked in the switch-on position, and in that the locking can be cancelled
by a release mechanism (26, 48, 52).
5. Switching device according to Claim 4, characterised in that the release mechanism
has a toggle joint (48) which, in its extended position, holds the separating element
(28) in the switch-on position.
6. Switching device according to Claim 4 or 5, characterised in that a spring (44) biasing
the separating element (28) into the switch-off position and the release mechanism
(26, 48, 52) act on a switching lever (38) which has a cam (46) acting on the separating
element (28) in the switch-off direction and which is also connected to the separating
element by way of a spring (40) which clamps the separating element against the cam
(46).
7. Switching device according to Claim 6, characterised by an electrically actuatable
remote control element (64) by means of which the separating element (28) can be moved
into the switch-off position independently of the switching lever (38).
1. Dispositif de commutation comprenant deux contacts électriques (14, 16), qui sont
appliqués l'un contre l'autre dans la position en circuit, comprenant un élément séparateur
pivotant (28) sur lequel est disposée une paroi de séparation isolante (32) s'étendant
dans le sens de pivotement, de sorte qu'en cas de passage de l'élément séparateur
en position hors circuit elle s'insère entre les deux contacts (14, 16) et les écarte
l'un de l'autre, et comprenant un organe de pression (34) présentant la forme d'une
saillie qui est disposée contre l'élément séparateur (28) radialement à l'intérieur
de la paroi de séparation (32) et qui, lorsque l'élément séparateur est en position
en circuit, exerce une pression sur l'un des contacts (16) et maintient la pression
de contact entre les contacts (14, 16) et, lors du passage en position hors circuit,
supprime la pression de contact avant que la paroi de séparation (32) ne passe entre
les contacts (14, 16), caractérisé en ce que l'élément séparateur (28) est conçu sous
la forme d'un levier à l'extrémité libre duquel est disposée la paroi de séparation
(32), et en ce que celui (16) des deux contacts (14, 16) sur lequel l'organe de pression
(34) exerce une pression comporte une portion inclinée par rapport au trajet de déplacement
de la paroi de séparation (32), l'organe de pression (34) prenant appui sur la portion
inclinée dans la position en circuit.
2. Dispositif de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'un des
contacts (16) est monté pivotant en un point d'articulation (22, 24), et en ce que
la mise en contact électrique de ce contact s'effectue à l'aide d'un élément d'articulation
conducteur d'électricité (24) qui exerce une pression sur le contact au point d'articulation.
3. Dispositif de commutation selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un ressort
(36), qui maintient le contact (16) en contact avec l'élément d'articulation (24),
exerce sur le contact (16) un couple de rotation qui est inférieur au couple de rotation
exercé par l'organe de pression (34) en position en circuit et qui s'y oppose.
4. Dispositif de commutation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'élément séparateur (28) est soumis à une précontrainte élastique vers
la position hors circuit et peut être bloqué dans la position en circuit, et en ce
que le blocage peut être supprimé par un mécanisme de déclenchement (26, 48, 52).
5. Dispositif de commutation selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme
de déclenchement comporte un levier à genouillère (48) qui, en position d'extension,
maintient l'élément séparateur (28) dans la position en circuit.
6. Dispositif de commutation selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'un ressort
(44) exerçant sur l'élément séparateur (28) une précontrainte vers la position hors
circuit et le mécanisme de déclenchement (26, 48, 52) agissent sur un levier de commutation
(38) qui comporte un moyen d'entraînement (46) sollicitant l'élément séparateur (28)
vers la position hors circuit et qui, en outre, est relié à l'élément séparateur par
un ressort (40) qui plaque l'élément séparateur contre le moyen d'entraînement (46).
7. Dispositif de commutation selon la revendication 6, caractérisé par un élément télécommandé
à actionnement électrique (64) qui permet d'amener l'élément séparateur (28) dans
la position hors circuit indépendamment du levier de commutation (38).