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EP 0 592 365 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.08.1997 Patentblatt 1997/34 |
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Anmeldetag: 28.09.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B22D 39/02 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Bewegungssteuerung einer Giesspfanne in einer Giessanlage
Process and apparatus for controlling the movement of a casting ladle in a casting
plant
Procédé et dispositif pour commander le déplacement d'une poche de couleé dans une
installation de couleé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
07.10.1992 CH 3135/92
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.04.1994 Patentblatt 1994/15 |
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Patentinhaber: Maschinenfabrik & Eisengiesserei
Ed. Mezger AG. |
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CH-3283 Kallnach (CH) |
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Erfinder: |
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- Mezger, Fritz
Ch-3286 Muntelier (CH)
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Vertreter: AMMANN PATENTANWAELTE AG BERN |
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Schwarztorstrasse 31 3001 Bern 3001 Bern (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 163 261 GB-A- 2 058 624
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DE-C- 606 988 US-A- 1 749 083
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bewegungssteuerung einer Giesspfanne.
Bestehende automatische Giessanlagen zum wiederholten geregelten Einfüllen flüssiger
Metalle aus einer kippbaren Pfanne in nacheinander zugeführte Formen funktionieren
folgendermassen: Die Schmelze läuft während des Giessens über einen Schnauzenstein
mit dem Radius R aus der Pfanne, wobei die Kippachse der Pfanne mindestens annähernd
durch den Mittelpunkt dieses Radius' verläuft, derart, dass unabhängig vom Kippwinkel
der Pfanne annähernd gleiche geometrische und damit strömungstechnische Verhältnisse
erreicht werden. Das Kippen erfolgt über einen geregelten Antrieb, der über mechanische
Verbindungsglieder an der Pfanne angreift. Zur Regelung dieses Kippantriebes können
Messonden vorgesehen sein und/oder der Giessvorgang kann weitgehend fest programmiert
sein. Mit derartigen Einrichtungen erreicht man zwar einen einwandfreien Ablauf des
Giessvorganges beim Angiessen, während des Giessens und bei Beendigung des Giessvorganges.
Es ergeben sich jedoch drei Probleme bei Anlagen, in welchen Formen automatisch in
möglichst schneller Taktfolge erstellt und gefüllt werden. Zum ersten fliesst nach
dem Signal "Giessende" der Steuerung, das das Rückkippen einleitet, eine relativ grosse
Menge Schmelze nach, bis der Giessstrahl endgültig abbricht. Zum zweiten tritt der
umgekehrte Effekt auch beim Angiessen ein, das heisst, mit dem Signal "Giessbeginn"
dauert es relativ lange, bis ein gleichmässiger, regelbarer Strahl austritt. Diese
beiden Umstände verlängern die Giesszeit merklich. Zum dritten entstehen durch die
Bewegungen um die Kippachse Fliessbewegungen bzw. Wellenbewegungen in der in der Giesspfanne
enthaltenen Schmelze, die während des raschen Zurückkippens und wieder Vorwärtskippens
der Giesspfanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Giessvorgängen nicht zur Ruhe kommen
und mindestens zu Beginn jedes Giessvorganges das Ausfliessen der Schmelze beeinflussen
und damit eine sichere Beherrschung des Giessvorganges erschweren oder verunmöglichen.
Man war daher gezwungen, zwischen Giessende und Giessbeginn eine Wartezeit von mindestens
zwei bis drei Sekunden einzulegen, da sonst der Regelvorgang zu stark gestört war.
[0002] Ziel vorliegender Erfindung ist es, ohne Beeinträchtigung des Regelvorganges, einerseits
die Giesszeit für eine Form, anderseits auch die Zeit zwischen zwei Formen herabzusetzen
und damit die Taktfolge des Abgiessens von Formen zu erhöhen. Diese Ziele werden gemäss
dem Anspruch 1 erreicht. Gegenüber herkömmlichen Verfahren ergeben sich dadurch folgende
Vorteile: Zum einen wird die Schmelze bei gleichem Hubbetrag der Giessschnauze um
einen grösseren Winkel gekippt, was sowohl ein schnelles Zurückfliessen und damit
ein rasches Giessende als auch ein schnelles Vorwärtsfliessen und damit einen rascheren
Giessbeginn bewirkt.
[0003] Zum anderen wird die Schmelze viel weniger beschleunigt bzw. abgebremst oder anders
formuliert, es wird viel weniger kinetische Energie in die Schmelze eingeleitet, so
dass die Wellenbewegungen entscheidend herabgesetzt werden.
[0004] Eine besonders einfache, erfindungsgemässe Massnahme besteht darin, dass zum Kippen
der Giesspfanne um den Schwerpunkt der Schmelze die Kippachse angehoben bzw. gesenkt
wird.
[0005] Es ergibt sich damit eine besondere konstruktive Lösung gemäss Anspruch 7, die ebenfalls
Gegenstand der Erfindung ist. Es ist zwar an sich bekannt, zwei Hubantriebe für die
Giesspfanne vorzusehen (DE-C-606 988). Diese Antriebe dienen aber nur dazu, die Giesspfanne
mit der Giessform zu kuppeln und die Giessform mit der Giesspfanne derart zu kippen,
dass stets eine direkte Verbindung zwischen der Schmelze in der Giesspfanne und in
der Form besteht.
[0006] Ein besonderer Vorteil dieser Anlage besteht darin, dass der Kippantrieb und die
Hubvorrichtung der Anlage gemeinsam zum zusätzlichen Anheben der Giesspfanne im wesentlichen
ohne Kippbewegung gesteuert werden können. Es wird damit möglich, die Giesspfanne
zusätzlich anzuheben und unter Einhaltung eines genügenden Sicherheitsabstandes zu
einer Giessform, verhältnismässig weit gegen die Mitte dieser Form, einzuführen und
dann den Giessvorgang einzuleiten.
[0007] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine bekannte Giessanlage,
Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemässe Giessanlage,
Fig. 3 ist ein Diagramm zur Erläuterung des Bewegungsablaufes beim Kippen der Giesspfanne,
und
Fig. 4 ist eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung der Giessanlage und dient der
Erläuterung einer besonderen Verwendung bzw. Betriebsart der Anlage.
[0008] Fig. 1 zeigt mehr oder weniger schematisch eine herkömmliche Giessanlage mit einer
kippbaren Giesspfanne 1, in welcher sich die Schmelze 1a befindet. Fig. 1 zeigt den
Zustand, in welchem eine Giessform 2 soeben mit Schmelze gefüllt wurde, der Giessvorgang
also durch Rückwärtskippen der Giesspfanne 1 beendet werden soll. Dieses Rückkippen
erfolgt dadurch, dass ein Kippantrieb 3 über ein Zugorgan 4, das an einem Segment
4a angreift, um eine Kippachse 6 verschwenkt wird. Entgegen der schematischen Darstellung
in Fig. 1 ist die Giesspfanne 1 normalerweise auswechselbar in ein Gestell eingesetzt,
an welchem das Segment 4a und die Kippachse 6 angebracht sind. Der Kippantrieb 3 und
die Kippachse 6 sind in einem Gestell 5 gelagert. Die Ausgussöffnung oder Ausgussrinne
der Giesspfanne 1 weist einen Radius R bezogen auf die Kippachse 6 auf. Fig. 1 zeigt
ferner einen Sensor 7, mit Hilfe dessen ermittelt wird, wann die Schmelze im Giesstrichter
ansteigt und somit der Giessvorgang beendet werden soll.
[0009] Wie erwähnt, wird zum Beenden des Giessvorganges die Giesspfanne mit Hilfe des Kippantriebes
3 über das Zugorgan 4 im Uhrzeigersinn um die Kippachse 6 zurückgekippt, so dass keine
Schmelze mehr in die Form 2 fliesst. Aus Fig. 1 ist deutlich sichtbar, dass bei dieser
Kippbewegung praktisch das ganze Volumen der Schmelze 1a seitlich der Kippachse 6
liegt und somit insgesamt eine erhebliche Beschleunigung nach unten erfährt. Erfahrungsgemäss
führt dies zu erheblichen Schwingungen bzw. Wellenbewegungen der Schmelze. Wenn wenig
später die Giesspfanne 1 im Gegenuhrzeigersinn vorwärtsgekippt wird, um Schmelze in
eine nächste Giessform 2 einzugiessen, wird diese erhebliche Wellenbewegung noch weiter
verstärkt und führt zu einem unregelmässigen, unkontrollierten Ausfliessen der Schmelze.
[0010] Dieser Nachteil wird nun bei der erfindungsgemässen Anlage gemäss Fig. 2 vermieden.
In Fig. 2 sind entsprechende Anlageteile gleich bezeichnet wie in Fig. 1. Der Unterschied
besteht darin, dass die Kippachse 6 nicht mehr ortsfest im Maschinengestell gelagert
ist. Die Kippachse 6 ist an seitlichen Trägern 8 befestigt, welche in Führungen 9
vertikal verschiebbar sind. Am oberen Ende 10 der Träger 8 greift die Kolbenstange
11 eines hydraulischen Antriebszylinders an, welcher die Träger 8 mit der Kippachse
6 vertikal anzuheben und abzusenken gestattet, wie der Pfeil andeutet. Diese Hubbewegung
ist in Fig. 2 angedeutet, d.h. die Zeichnung zeigt die Kippachse 6 in einer oberen
Endstellung, aus welcher sie in eine untere, strichpunktiert angedeutete Stellung
um den Betrag h gesenkt werden kann.
[0011] Diese zusätzliche Hubbewegung der Giesspfanne erlaubt es nun, die Kippbewegungen
der Giesspfanne bei der Einleitung und Beendigung des Giessvorganges relativ nahe
um den Schwerpunkt der Schmelze erfolgen zu lassen. In Fig. 2 ist die Kippachse 6
zusätzlich mit K der Angriffspunkt des Zugorganes 4 am Sektor 4a mit D und der Schwerpunkt
der Schmelze mit S bezeichnet. Fig. 3 zeigt nun die Verhältnisse beim Rückwärtskippen
der Giesspfanne zur Beendigung eines Giessvorganges gemäss Anspruch 3. Die Bewegungssteuerung
erfolgt derart, dass die Kippachse 6 mit einer Geschwindigkeit V
K das Zugorgan 4 dagegen mit einer Geschwindigkeit V
D angehoben wird. Aus dem Diagramm in Fig. 3 ist ersichtlich, dass in diesem Falle
im Schwerpunkt S der Schmelze keine Vertikalbewegung erfolgt. Die Kippbewegung erfolgt
somit praktisch um den Schwerpunkt der Schmelze, was zu den oben erwähnten Vorteilen
führt. Beim Vorwärtskippen der Giesspfanne zur Einleitung eines nächsten Giessvorganges
laufen die Bewegungen umgekehrt ab, wobei allerdings dann der Weg an der Stelle D
entsprechend etwas geringer gewählt werden kann, um die Giesspfanne zusätzlich vorwärts
zu kippen. Das verhältnismässig rasche Anheben bzw. Absenken der Kippachse 6 bzw.
der Giessschnauze hat ausserdem den Vorteil, dass jeweils ein Giessvorgang schneller
abgebrochen und dass ebenso die Einleitung eines neuen Giessvorganges schneller erfolgt,
ohne dass dabei die Nachteile bekannter Anlagen in Erscheinung treten.
[0012] Die Form der Giesspfanne 1 ist so gewählt, dass sich die Lage des Schwerpunktes S
bei unterschiedlichem Inhalt der Giesspfanne in horizontaler Richtung nicht erheblich
verschiebt, so dass keine grundsätzliche Steuerung der Bewegungsabläufe in Funktion
des Pfanneninhaltes unbedingt erforderlich ist. Es ist jedoch durchaus möglich, je
nach Pfannenform und Anforderungen, die Menge der in der Giesspfanne enthaltenen Schmelze
zu ermitteln, was bei bestimmten Giessanlagen ohnehin geschieht, und die Steuerung
der Hubbewegung der Kippachse 6 und des Kippantriebes 3 nach bestimmten Vorgaben in
Funktion des Pfanneninhaltes zu regeln, so dass die fiktive Kippachse stets in der
Nähe des Schwerpunkts S liegt. Es sei hier darauf hingewiesen, dass eine Verlagerung
der Kippachse der Giesspfanne von der reellen Kippachse 6 in eine virtuelle Kippachse
im Schwerpunkt S in Horizontal- und Vertikalrichtung praktisch schwer zu realisieren
ist. Entscheidend und realisierbar ist jedoch eine Verlagerung in Horizontalrichtung
in eine Position nahe einer Vertikalen durch den Schwerpunkt S der Schmelze. Eine
gewisse Abweichung in Vertikalrichtung ist für den praktischen Betrieb unerheblich.
[0013] Fig. 4 entspricht weitgehend der Fig. 2, wobei wiederum entsprechende Teile gleich
bezeichnet sind. In Fig. 4 ist eine untere Position der Giesspfanne 1 mit 1' bezeichnet.
Beim Angiessen muss die Giesspfanne einen minimalen Abstand A von der Giessform 2
einhalten. Man könnte also mit der Giesspfanne in dieser unteren Position mit der
Giessschnauze bzw. dem Giessstrahl nur um den Betrag X1 gegen die Formmitte gelangen,
wenn man den Sicherheitsabstand A einhalten will. Hebt man aber die Giesspfanne insgesamt
aus dieser unteren Position in die ausgezogen dargestellte obere Position an, dann
kann offensichtlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes A die Kippachse und
damit die Giessschnauze weiter um den Betrag X2 bis praktisch in die Mitte der Giessform
2 eintreten. Die dann erreichbare Lage der Kippachse ist mit 6' in strichpunktierten
Linien angedeutet. Es ist dann natürlich auch eine entsprechende Verschiebung des
Trägers 5 des Kippantriebes 3 der Führung 9 und des Trägers 8 in eine nach links versetzte
Position 5', 3', 9' bzw. 8' möglich. Der Hubantrieb für die Kippachse 6 erlaubt nun,
diese Möglichkeit in einfacher Weise zu nutzen, indem mittels des Hubantriebes und
des Kippantriebes die Giesspfanne 1 insgesamt translatorisch angehoben wird, um mit
dem Giessstrahl näher an die Formmitte zu gelangen. Später, wenn die Giesspfanne stärker
gekippt ist, kann man dieselbe wieder in die Normalposition absenken und in der beschriebenen
Weise den Hubantrieb und den Kippantrieb nach dem üblichen Programm steuern.
1. Verfahren zur Bewegungssteuerung einer Giesspfanne (1) mittels zweier Hubvorrichtungen
(3, 4; 8), wobei die reelle bzw. virtuelle Achse, um welche die Giesspfanne (1) gekippt
wird während des Giessens im Mittelpunkt des Radius (R) der Ausgussöffnung liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Einleitung und Beendigung des Giessens die reelle
bzw. virtuelle Achse mindestens annähernd in den Schwerpunkt der Schmelze versetzt
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kippen der Giesspfanne
(1) zur Einleitung und Beendigung des Giessens eine Kippachse (6) im Mittelpunkt der
Ausgussrinne angehoben bzw. gesenkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hub- bzw. Senkbewegung
der Kippachse (6) mit der Hub- bzw. Senkbewegung zum Kippen der Giesspfanne derart
koordiniert werden, dass die virtuelle Kippachse der Pfannenbewegung in die Nähe des
Schwerpunktes (S) der Schmelze zu liegen kommt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge
der Schmelze (1a) ermittelt und die Kippvorgänge in Funktion dieser Menge gesteuert
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Giesspfanne
(1) mittels einer Hubvorrichtung (3, 4) zum Kippen derselben und einer Hubvorrichtung
(8 bis 11) für die Kippachse (6) bei Giessbeginn zusätzlich angehoben wird, um bei
gegebener Giesshöhe weiter zur Mitte der Form (2) hin eingiessen zu können.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorbereitung
des Giessens die Hubvorrichtungen (8 bis 11) gemeinsam zum zusätzlichen Anheben der
Giesspfanne (1) im wesentlichen ohne Kippbewegung gesteuert werden.
7. Giessanlage mit einer Giesspfanne (1), die mittels zweier Hubvorrichtungen (3, 4;
8) steuerbar ist, von welchen die eine bei der Ausgussöffnung und die andere auf der
anderen Seite der Giesspfanne angreift, und mit einer gemeinsamen Bewegungssteuerung
für die beiden Hubvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hubbewegungen
mittels voneinander unabhängiger Antriebe (3, 4 bzw. 11) steuerbar sind und dass die
Hubbewegung (6) bei der Ausgussöffnung mittels einer Führung (9) geführt ist.
8. Anlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Mittel zur Erfassung der Menge der in
der Giesspfanne enthaltenen Schmelze (1a) und zur Beeinflussung der Bewegungssteuerung
in Abhängigkeit von dieser Menge.
1. Method for controlling the motion of a pouring ladle (1) by means of two lifting drives
(3, 4; 8), the real, respectively virtual axis around which the pouring ladle (1)
is tilted during the pouring operation being located in the centre of the radius (R)
of the outlet opening, characterised in that in order to start and terminate the pouring
operation, the real, resp. virtual axis is at least approximately displaced into the
center of gravity of the molten metal.
2. Method according to claim 1, characterised in that for the purpose of tilting the
pouring ladle (1) in order to start and terminate the pouring operation, a tilting
axis (6) in the center of the outlet groove is lifted and lowered, respectively.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the lifting respectively the
lowering motion of the tilting axis (6) and the lifting resp. lowering motion for
tilting the pouring ladle are coordinated in such a way that the virtual tilting axis
of the pouring ladle is displaced near the center of gravity (S) of the molten metal.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the quantity of the
molten metal (1a) is determined and the tilting operations are controlled in function
of this quantity.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the pouring ladle
(1) is additionally lifted by means of a lifting device (3, 4) for the purpose of
tilting said pouring ladle and a device (8 to 11) for the purpose of lifting the tilting
axis (6) at the time of starting the pouring operation in order to be capable of pouring
nearer the middle of the mould (2) at a given pouring height.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that in preparation of
the pouring operation, the lifting devices (8 to 11) are controlled in common in order
to lift the pouring ladle (1) additionnally essentially without a tilting motion.
7. Pouring installation comprising a pouring ladle (1) which is capable of being controlled
by means of two lifting devices (3, 4; 8) of which the one engages at the outlet opening
and the other on the other side of the pouring ladle, as well as a common control
system for the movements of both lifting devices, characterised in that both lifting
motions are controllable by means of mutually independent drives (3, 4 resp. 11),
and in that the lifting motion (6) at the outlet opening is guided by means of a guide
(9).
8. Installation according to claim 7, characterised by means for determining the quantity
of molten metal (1a) contained in the pouring ladle and for influencing the control
of the motion in function of this quantity.
1. Procédé pour la commande des mouvements d'une poche de coulée (1) au moyen de deux
dispositifs de levage (3, 4; 8), l'axe réel resp. l'axe virtuel autour duquel la poche
de coulée (1) est basculée se trouvant dans le centre du rayon (R) du bec de coulée
pendant l'opération de coulée, caractérisé en ce que pour amorcer et terminer la coulée,
l'axe réel resp. virtuel est déplacé au moins approximativement dans le centre de
gravité de la fonte.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour basculer la poche de
coulée (1) afin d'amorcer et terminer la coulée, un axe de basculement (6) dans le
centre du chenal de coulée est soulevé resp. abaissé.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mouvement de soulèvement
resp. d'abaissement de l'axe de basculement (6) est coordonné avec le mouvement d'élévation
resp. d'abaissement qui effectue le basculement de la poche de coulée de telle manière
que l'axe de basculement virtuel du mouvement de la poche est approché du centre de
gravité (S) de la fonte.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la quantité de
fonte (1a) est déterminée et les opérations de basculement sont commandées en fonction
de cette quantité.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la poche de coulée
(1) est additionnellement soulevée au début de la coulée au moyen d'un dispositif
de levage (3, 4) effectuant le basculement de ladite poche et au moyen d'un dispositif
de levage (8 à 11) pour l'axe de basculement (6) afin de permettre, à une hauteur
de coulée donnée, une coulée plus proche du centre du moule (2).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pour préparer
la coulée, les dispositifs de levage (8 à 11) sont commandés conjointement et essentiellement
sans mouvement de basculement pour soulever additionnellement la poche de coulée (1).
7. Installation de coulée comprenant une poche de coulée (1) capable d'être commandée
au moyen de deux dispositifs de levage (3, 4; 8) dont l'un agit sur le bec de coulée
et l'autre sur l'autre côté de la poche de coulée, ainsi qu'une commande commune des
mouvements des deux dispositifs de levage, caractérisée en ce que les deux mouvements
de levage sont capables d'être commandés au moyen d'entraînements (3, 4 resp. 11)
mutuellement indépendants, et que le mouvement de levage (6) agissant sur le bec de
coulée est guidé au moyen d'un guidage (9).
8. Installation selon la revendication 7, caractérisée par des moyens permettant de déterminer
la quantité de fonte (1a) contenue dans la poche de coulée et d'influencer la commande
des mouvements en fonction de ladite quantité.

