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EP 0 592 384 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.11.1997 Patentblatt 1997/45 |
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Anmeldetag: 27.09.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A63C 5/044 |
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Lauffläche für einen Ski
Running sole for a ski
Semelle active pour un ski
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR IT SE |
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Priorität: |
08.10.1992 AT 1986/92
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.04.1994 Patentblatt 1994/15 |
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Patentinhaber: FISCHER GESELLSCHAFT M.B.H. |
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A-4910 Ried im Innkreis (AT) |
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Erfinder: |
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- Pieber, Alois, Dipl.-Ing.
A-4910 Ried im Innkreis (AT)
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Vertreter: Köhler-Pavlik, Johann, Dipl.-Ing. |
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Margaretenplatz 5 1050 Wien 1050 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DD-A- 260 224 DE-C- 684 155 FR-A- 2 540 001
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DE-A- 2 425 505 FR-A- 2 352 563
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Lauffläche für einen Ski, insbesondere einen Langlaufski
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.
[0002] Solche Stufenrampen dienen zur Erzielung eines Gleit-Abstoß-Effektes. Für den sicheren
Abstoß bzw. die Sicherung gegen Zurückgleiten ist es bei solcher Art Steighilfen notwendig,
daß durch Druck des Ski auf die Schneeoberfläche ein Gegenprofil in den Schnee gedrückt
wird. Je nach Ausbildung und Festigkeit dieses Schneeprofils wird eine Sicherung gegen
Zurückgleiten gewährleistet.
[0003] Aus der DE-A-24 25 505 ist eine Lauffläche der eingangs erwähnten Art bekannt geworden.
Bei dieser Lauffläche enden die Stufenrampen in Abstand von beiden Längsrändern der
Lauffläche, wodurch zu beiden Seiten der Reihen der Stufenrampen ein einschnittfreier
Streifen entsteht. Dadurch werden in die Schneeoberfläche Gegenprofile gedrückt, welche
seitlich offen ausgebildet sind, wodurch bei einem bestimmten Druck des Ski keine
optimale Schneeverdichtung erwirkt wird, da die Schneekristalle seitlich entweichen
können.
[0004] Der gleiche Nachteil entsteht bei einer weiters bekanntgewordenen Lauffläche nach
der FR-A-2 352 563. Bei dieser Lauffläche überragen die Abstoßkanten der Sekundärstufe
des sägezahnartigen rückgleithemmenden Profils mit den Spitzen der Profile die Laufflächenoberseite,
wodurch als weiterer Nachteil eine frühzeitige Abnützung der Abstoßkanten mit der
Folge des Verlustes der Steigwirkung eintritt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung von Maßnahmen, durch welche eine Verbesserung
des Verhältnisses vom Abstoß- zum Gleitvermögen bei allen Schneebedingungen eintritt.
Diese Aufgabe wird bei einer Lauffläche der eingangs erwähnten Art durch die Maßnahme
nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches erreicht.
[0006] Der Erfindungsgegenstand wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- die Schneeverhältnisse in der Abstoßphase des Ski,
- Fig. 2
- in der Gleitphase, wobei jeweils ein Längsschnitt eines Teiles der Lauffläche dargestellt
ist, und
- Fig. 3
- zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Lauffläche. Dabei zeigt die
Lauffläche des Ski in den Figuren jeweils nach oben, wo die Schneeauflage angedeutet
ist.
[0007] Mit 1 ist ein Ski bzw. ein Laufflächenbelag bezeichnet, welcher eine Lauffläche 2
aufweist, in der im rechten Winkel zur Längsachse des Ski verlaufende sägezahnartige
Stufenrampen 3 vorgesehen sind, welche Einschnitte bilden, die sich von einer Abstoßkante
4, an welcher die Einschnitte am tiefsten sind, ansteigend bis zur Lauffläche 2 erstrecken.
Die Form der Profilierung kann beliebig gewählt sein. So besteht die Möglichkeit,
die Abstoßkante 4 geradlinig auszuführen, wie es beispielsweise die AT-PS 360 884
zeigt, oder gekrümmt, wie es beispielsweise die FR-PS 808 359 zeigt. Die einzelnen
Stufenrampen 3 können sich über nur einen Teil der Breite der Gleitfläche erstrecken,
wobei mehrere Stufenrampen, allenfalls mit einem Mittelabstand, in einer Reihe nebeneinander
angeordnet sind. Hiebei sind einzelne Querreihen oder die aufeinanderfolgenden Querreihen
in der Querrichtung zur Laufrichtung, z.B. um den halben Mittelabstand, gegeneinander
versetzt angeordnet, wie dies beispielsweise bei der in Fig. 3 dargestellten Variante
vorgesehen ist.
[0008] Es besitzen alle oder nur einzelne Stufenrampen 3 eine Sekundärstufe 5 mit einer
eigenen Abstoßkante 6, die tiefer gelegen ist als die Abstoßkante 4 der Stufenrampe
3. Durch diese Doppelstufe wird, wie Fig. 1 erkennen läßt, in der Abstoßphase eine
erhöhte Schneeflächenpressung erzielt, in welcher die Sekundärstufe 5 in den Schnee
eindringen kann und somit zur Erhöhung des Abstoßwiderstandes bzw. der Haftreibung
beiträgt. In der Gleitphase kommt die tieferliegende Sekundärstufe 5 nicht in Schneekontakt,
sodaß beim Gleiten keine Erhöhung der Gleitreibung entsteht. Mit Pfeil A ist die Bewegungsrichtung
des Ski 1 angedeutet. Hierbei sind die Schneekristalle mit 7 bezeichnet.
[0009] Im Rahmen der Erfindung können die Stufenrampen in die Gleitfläche eines Ski eingearbeitet
werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, einen Laufflächenbelag mit den erfindungsgemäßen
Stufenrampen zu versehen und eine solche Lauffläche auf beliebigen Ski anzubringen.
1. Lauffläche (2) für einen Ski (1), insbesondere einen Langlaufski, welche zumindest
in Teilbereichen ihrer Länge ein rückgleithemmendes Profil aufweist, bestehend aus
Reihen mit einer Vielzahl von Laufflächeneinschnitten in Form von in Längsrichtung
der Lauffläche (2) aufeinanderfolgenden Stufenrampen (3), die im Längsschnitt sägezahnartig
ausgebildet sind, wobei in dem in Längsrichtung der Lauffläche (2) flach ansteigenden
Bereich der Stufenrampen (3) eine Sekundärstufe (5) angeordnet ist, deren Abstoßkante
(6) bezogen auf die Lauffläche (2), tiefer in Richtung in die Lauffläche (2) hinein
als die Abstoßkante (4) der Stufenrampe (3) liegt, dadurch gekennzeichnet, daß das
aus den Stufenrampen (3) und den Sekundärstufen (5) bestehende Profil durchgehend
von einem Seitenrand der Lauffläche (2) bis zum anderen Seitenrand reicht.
1. Running sole (2) for a ski (1), particularly a cross-country ski, which at least in
partial areas of its length has a backsliding-inhibiting profile, in the form of rows
with a plurality of running sole indentations constituted by step ramps (3) succeeding
one another in the longitudinal direction of the running sole (2), which are sawtooth-like
in longitudinal section and a secondary step (5) is located in the shallow rising
area of the step ramps (3) in the longitudinal direction of the running sole (2) and
whose repelling edge (6), based on the running sole (2), is deeper in the direction
of said running sole (2) than the repelling edge (4) of the step ramp (3), characterized
in that the profile comprising the step ramps (3) and secondary steps (5) passes continuously
from one lateral edge of the running sole (2) to the other lateral edge thereof.
1. Surface active (2) pour un ski (1), en particulier un ski de fond, présentant au moins,
sur des zones partielles de sa longueur, un profil qui bloque le glissement en sens
arrière, constitué de rangées présentant une pluralité d'entailles de surface active
se présentant sous la forme de rampes étagées (3), se suivant les unes les autres
dans la direction longitudinale de la surface active (2) et réalisées sous la forme
de dents de scie, en coupe longitudinale, un étage secondaire (5) dont l'arête anti-recul
(6), par rapport à la surface active (2), est située plus profondément, dans la direction
allant en s'éloignant sur la surface active (2), que l'arête anti-recul (4) de la
rampe étagée (3), étant disposé dans la zone des rampes étagées (3), plane et montante
dans la direction longitudinale de la surface active (2) caractérisée en ce que le
profil constitué des rampes étagées (3) et des étages secondaires (5) s'étend sans
interruption, d'un bord latéral de la surface active (2) jusqu'à l'autre bord latéral.

