[0001] Die Erfindung betrifft ein Modul zum Aufbau einer Reinraumdecke gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bestimmte Produktionsverfahren, zum Beispiel der Mikroelektronik, der Feinwerkmechanik,
der Optik oder der Pharmazie, benötigen reine, staubfreie Atmosphären, die durch reinraumtechnische
Einrichtungen hergestellt werden. In der sogenannten Laminar-Flow-Technik wird die
reine Atmosphäre erzeugt, indem hochgradig gefilterte Luft in turbulenzarmer Verdrängungströmung
durch den Reinraum geführt wird.
[0003] In der in der EP-A-0 202 110 beschriebenen Reinraumanlage in Laminar-Flow-Technik
wird Luft durch Ventilatoren unter Druck in eine Kammer zwischen einer Decke und einer
aus Hochleistungsfiltern gebildeten Zwischendecke gefördert. Die durch die Hochleistungsfilter
gereinigte Luft durchströmt den Reinraum vertikal nach unten, wird im Boden abgesaugt
und über Seitenkanäle zu den Ventilatoren zurückgeführt. Bei dieser Anlage sind die
reinraumtechnischen Einrichtungen fest installiert.
[0004] Da sich die Produktionsbedingungen in vielen Bereichen mit zunehmender Schnelligkeit
ändern, ist man an einem schnell auf- und abbaubaren Reinraumsystem, mit dem neue
Reinräume schnell gebildet, alte entfernt oder vorhandene vergrößert oder verkleinert
werden können, interessiert.
[0005] Dies hat zur Entwicklung von Modulsystemen geführt.
[0006] Z.B. ist aus der EP-A-0 196 333 ein Reinraumsystem bekannt, das eine Zwischendecke
mit einem Trägersystem und Deckenmodulen aufweist, die als Filter-Ventilator-Module,
als Rückluftmodule und als Blindmodule ausgebildet sind. Durch unterschiedliche Anordnung
der verschiedenen Deckenmodule werden Zonen unterschiedlichen Reinheitsgrades eingestellt.
[0007] Ein weiteres Reinraumsystem mit unterschiedlichen Deckenmodulen ist im Prospekt "Flexi-Reinraum"
beschrieben. Dieses System ist ebenfalls nur dazu geeignet, in einem größeren Reinraum
kleinere Zonen in Laminar-Flow-Technik mit höheren Reinheitsgraden, z.B. Klasse 100
oder darunter, einzurichten. Eine Anordnung mehrerer Reihen von Filter-Ventilator-Modulen
(Filter-Fan-Modulen) ist schon aus Platzgründen nicht möglich.
[0008] Voraussetzung der laminaren Strömung im Reinraum ist eine gleichmäßige Geschwindigkeitsverteilung
hinter den Hochleistungsschwebstoffiltern, die durch eine gleichmäßige Beaufschlagung
der Filter zu erzeugen ist.
[0009] Die Hochleistungsschwebstoffilter haben sehr hohe Luftwiderstände, die die Strömungsgeschwindigkeiten
erheblich reduzieren. Wirksam ist daher im wesentlichen nur der statische Druckanteil
einer Luftströmung vor den Hochleistungsschwebstoffiltern.
[0010] Die Laminar-Flow-Technik erfordert demnach eine möglichst turbulenzarme Luftströmung
mit möglichst hohem statischen Druckanteil in der Kammer vor den Hochleistungsschwebstofffiltern.
[0011] Eine turbulenzarme Strömung wird durch eine einseitige Luftzufuhr zu dieser Kammer
vor den Hochleistungsschwebstoffiltern begünstigt. Der statische Druckanteil einer
Strömung kann durch Umwandlung von dynamischem Druck in statischen Druck erhöht werden.
[0012] Eine solche Umwandlung wird erreicht, indem die Luft durch ein Kammersystem mit mehreren
Kammern geführt und dadurch die Strömungsgeschwindigkeit reduziert wird.
[0013] Ein solches Kammersystem weisen aus der DE-U 88 05 774 bekannte, sogenannte Tunnelmodule
auf, die zur Bildung von Reinräumen in Laminar-Flow-Technik mit höchsten Reinheitsgraden
aneinandergereiht werden.
[0014] Ein Tunnelmodul besteht aus einem Oberteil und zwei Seitenwänden. Das Oberteil weist
ein Kammersystem mit einem Rücklufteinlaß, einem Ventilator und übereinanderliegenden
Kammern auf, wobei die untere Kammer durch fliesenartig angeordnete Hochleistungsschwebstoffilter
begrenzt wird. Die Luft wird durch das Kammersystem geführt und durch die Filter dem
Reinraum zugeführt.
[0015] Bei der Führung der Luft durch das Kammersystem mit mehreren Kammern findet die gewünschte
Umwandlung von dynamischem in statischen Druck und damit eine Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit
vor den Hochleistungsschwebstoffiltern statt. Mit den Tunnelmodulen lassen sich kleinere
und mittlere Reinräume schnell auf- und abbauen und vergrößern oder verkleinern. Insbesondere
sind sie zum nachträglichen Einbau in vorhandene Gebäude geeignet. Bei Neubauten möchte
man jedoch auf doppelte Wände, nämlich die der Tunnelmodule und die des Gebäudes,
verzichten und sich nicht auf einen durch die Breite der Tunnelmodule begrenzten Reinraum
beschränken.
[0016] Ein gattungsgemäßes Modul zum Aufbau einer Reinraumdecke ist aus der DE-OS 38 36
147 bekannt.
[0017] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Modul gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu
entwickeln, das bei guter Strömungsführung sowie bei möglichst geringer Bauhöhe und
geringerem Gewicht über eine gute Schallreduzierung verfügt.
[0018] Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0019] Durch fliesenartiges Aneinandersetzen der erfindungsgemäßen Module in einer Rahmenkonstruktion
kann eine Reinraumdecke in Laminar-Flow-Technik aufgebaut werden. Die Module können
zu einer Reinraumdecke beliebiger Größe zusammengesetzt werden, wobei der Austausch
einzelner Module z.B. zur Wartung einfach möglich ist.
[0020] Durch die Rückluftöffnung in der Decke der Module wird die Rückluft aus dem Plenum
zwischen Reinraumdecke und Gehäusedecke angesaugt und durch die mit Vorrichtungen
zur Schallreduzierung versehene obere Kammer zum Ventilator geleitet. Die Größe der
Rückluftöffnung ist so bemessen, daß einerseits die Strömungsgeschwindigkeit nicht
zu groß ist, was bei einer zu kleinen Öffnung der Fall wäre, und andererseits die
Strecke in der oberen Kammer zur Schallreduzierung ausreichend lang ist.
[0021] Die Kombination von einer Schalldämmauskleidung in der oberen Kammer, Schalldämpfkulissen
in der mittleren Kammer und einer Schallabsorptionsplatte in der unteren Kammer, ermöglicht
eine gute Schallreduzierung bei geringerer Bauhöhe des Moduls und geringerem Gewicht
der Schallschutzvorrichtungen verglichen mit den entsprechenden Größen des Tunnelmodules.
[0022] Durch den Austausch von Schalldämpfkulissen in der oberen Kammer durch Schalldämmauskleidungen
und eine zusätzliche Schallabsorptionsplatte in der unteren Kammer kann die Höhe der
oberen Kammer, die Höhe der Schalldämpfkulissen in der mittleren Kammer, damit die
Höhe der mittleren Kammer und das Gewicht aller Schallschutzvorrichtungen verringert
werden.
[0023] Geringere Höhe und geringeres Gewicht sind ein enormer Vorteil bei der Verwendung
der Module zum Aufbau einer Reinraumdecke. Sie bedeuten geringere Anforderungen an
die die Module tragende Rahmenkonstruktion.
[0024] Die Merkmale der Ansprüche 2 bis 8 beeinflussen die durch die mittlere Kammer in
die untere Kammer strömende Luft so, daß eine möglichst turbulenzarme Luftströmung
mit möglichst hohem statischen Druckanteil in der Kammer vor den Hochleistungsschwebstoffiltern
entsteht.
[0025] Die zur Öffnung hin abgerundete Schalldämpfkulisse gemäß Anspruch 2 verhindert, ebenso
wie die in der Ecke zwischen oberen Zwischenboden und Seitenwand abgerundete obere
Schalldampfkulisse gemäß Anspruch 3, Turbulenzen bei der Umlenkung der strömenden
Luft von der mittleren Kammer durch die Öffnung in die untere Kammer.
[0026] Der wesentliche Vorteil der Merkmale der Ansprüche 4 bis 8 ist jeweils eine Verbesserung
der möglichst verlustarmen Umwandlung von dynamischem Druck in statischen Druck.
[0027] Der wesentliche Vorteil eines aus zwei Teilen bestehenden Ventilators gemäß Anspruch
9, dessen Motor über Schwingungsdämpfer im Modul befestigt ist, ist, daß in einem
Reinraum mit einer aus den Modulen aufgebauten Reinraumdecke kaum Vibrationen durch
die Ventilatoren auftreten.
[0028] Außerdem fallen bei diesem Ventilator Strömungshindernisse durch z.B. Stehbolzen,
die die Motorplatte mit der Einlaufdüse verbinden, weg.
[0029] Das Gleichrichteblech gemäß Anspruch 10 führt zu einer Vergleichmäßigung des Luftstromes
in der oberen Kammer oberhalb des Ventilators.
[0030] Module gemäß Anspruch 11 sind besonders zum Aufbau einer Decke für Reinräume, in
denen klimatisierte Luft benötigt wird, geeignet.
[0031] Die Erfindung wird anhand zweier, in der Zeichnung schematisch dargestellter Beispiele
weiter erläutert.
[0032] Figur 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch ein Modul des ersten Beispiels.
[0033] In Figur 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt der Figur 1 im Bereich um die die mittlere
und die untere Kammer verbindende Öffnung dargestellt.
[0034] Figur 3 zeigt den der Figur 2 entsprechenden Ausschnitt für ein Modul des zweiten
Beispiels.
Beispiel 1:
[0035] Ein Modul zum Aufbau einer Reinraumdecke weist ein in etwa quaderförmiges Gehäuse
mit rechteckigem Grundriß auf, wobei seine Decke 1, seine Seitenwände 2, 3 sowie die
in der Zeichnung nicht sichtbaren, zur Zeichenebene parallelen Vorder- und Rückwand
aus abgekanteten Blechen bestehen.
[0036] Das Modul ist durch zwei Zwischenböden 4, 5 in drei etagenartig übereinanderliegende,
flache Kammern 6, 7, 8 unterteilt, die sich über die gesamte Breite (senkrecht zur
Zeichenebene in Figur 1) erstrecken. Die Kammerhöhen der drei Kammern 6, 7, 8 sind
annähernd gleich groß. Die Kammern 6, 7, 8 sind durch wechselseitig angeordnete Öffnungen
9, 10 in den Zwischenböden 4, 5 miteinander verbunden.
[0037] Die obere Kammer hat in der Decke 1 eine mit einem Gitter oder einer Regelklappe
abgedeckte Rückluftöffnung 11, die sich, ausgehend von der Seitenwand 3, über ein
Fünftel bis ein Viertel der Länge des Moduls und über seine gesamte Breite erstreckt.
Die Öffnung 9 des oberen Zwischenbodens 4 befindet sich in der Nähe der der Rückluftöffnung
11 gegenüberliegenden Seitenwand 2. Die Öffnung 10 des unteren Zwischenbodens 5 ist
ein Spalt, der zwischen dem Rand des unteren Zwischenbodens 5, der nicht ganz an die
Seitenwand 3 heranreicht, und der Seitenwand 3 freibleibt.
[0038] Die untere Kammer 8 wird nach unten durch drei aneinandergesetzte Hochleistungsschwebstoffilter
12 begrenzt, wobei die Hochleistungsschwebstoffilter 12 auf Abkantungen der Seitenwände
2, 3, der Vorder- und der Rückwand aufliegen. Die Hochleistungsschwebstoffilter 12
sind mit Dichtungen und Dichtmasse eingebaut.
[0039] In der mittleren Kammer 7 befindet sich ein Ventilator 13, der als gehäuseloser Radialventilator
mit Außenläufermotor 15 ausgebildet ist und rückwärts gekrümmte Schaufeln 16 hat.
Von oben auf die Einlaufdüse 14 gesehen ist seine Drehrichtung im Uhrzeigersinn. Der
Ventilator 13 ist zweigeteilt, wobei seine Einlaufdüse 14 in der Öffnung 9 des oberen
Zwischenbodens 4 sitzt und am oberen Zwischenboden 4 befestigt ist und sein Außenläufermotor
15 am unteren Zwischenboden 5 befestigt ist. Der Abstand der Ventilatorachse 17 von
der ihr zunächstliegenden Seitenwand 5 entspricht etwa dem 0,8-fachen des Durchmessers
des Ventilators 13. Ihr Abstand zur Vorderwand beträgt etwa 40 % der Breite des Moduls.
[0040] Der Außenläufermotor 15 des Ventilators 13 ist auf eine über vier Gummischwingelemente
18 an einem rechteckigen Rahmen 19 befestigte Platte 20 montiert. Der Rahmen 19 ist
an vier Stellen in der Nähe der Seitenwand 2, der Vorder- und der Rückwand über kleine
5 mm dicke (in der Zeichnung nicht zu sehende) Plättchen auf dem Zwischenboden 5 festgeschraubt.
[0041] In der Decke 1 des Moduls befindet sich genau oberhalb der Einlaufdüse 14 eine weitere
Öffnung 21 mit einem Stutzen 22, an dem eine Zufuhrleitung für klimatisierte Luft
angeschlossen werden kann. Im Bereich der Öffnung 21 ist ein Teil der Decke 1 zur
Wartung des Ventilators 13 abnehmbar.
[0042] In der oberen Kammer 6 sind die Decke 1, der obere Zwischenboden 4 und die Seitenwände
2, 3 mit einer Schalldämmauskleidung 23, z.B. Schalldämmplatten, die aus geschäumtem
Kunststoff hergestellt werden und eine pyramiden- oder wabenförmige Oberfläche aufweisen,
bedeckt.
[0043] Die Schalldämmauskleidung 23 reicht an der Decke 1 von der Rückluftöffnung 11 bis
zur Seitenwand 2, wobei die Öffnung 21 ausgenommen ist, und auf dem oberen Zwischenboden
4 von der Seitenwand 3 bis nah an die Einlaufdüse 14. Die Dicke der Schalldämmauskleidung
23 beträgt etwa je ein Viertel der Höhe der oberen Kammer 6, so daß dazwischen ein
Spalt verbleibt, dessen Höhe etwa die Hälfte der Kammerhöhe beträgt.
[0044] Mittig über der Einlaufdüse 14 befindet sich in der oberen Kammer 6 ein Gleichrichteblech
24, das parallel zur Vorder- und Rückwand steht. Es erstreckt sich von der Seitenwand
2 quer über die Einlaufdüse 14 bis etwas über deren Mitte hinaus.
[0045] In der mittleren Kammer 7 sind an den beiden Zwischenböden 4, 5, die die mittlere
Kammmer 8 begrenzen, Schalldämpfkulissen 25, 26 befestigt, die sich vom Ventilator
13 in Richtung auf die Seitenwand 3 erstrecken. Die obere Schalldämpfkulisse 25 reicht
bis zur Seitenwand 3, füllt die Ecke zwischen oberem Zwischenboden 4 und Seitenwand
3 und bedeckt die Seitenwand 3 bis auf Höhe des unteren Zwischenbodens 5. Die untere
Schalldämpfkulisse 26 reicht bis zur Öffnung 10. Die Höhe H₁ der Schalldämpfkulissen
25, 26 an den Zwischenböden 4, 5 und die Höhe H₂ des zwischen ihnen verbleibenden
Spaltes betragen je etwa ein Drittel der Kammerhöhe, wobei die Höhe H₂ des Spaltes
etwas größer, z.B. um den Faktor 1,2, ist als die der Schalldämpfkulissen 25, 26.
Die Breite der oberen Schalldämpfkulisse 25 beträgt an der Seitenwand 3 nur etwa ein
Viertel ihrer Höhe am oberen Zwischenboden 4.
[0046] Durch einen schrägen Verlauf der Schalldämpfkulissen 25, 26 an ihren zum Ventilator
13 weisenden Enden öffnet sich der zwischen ihnen verbleibende Spalt zum Ventilator
hin auf etwa doppelte Höhe. Die untere Schalldämpfkulisse 26 ist an ihrem zur Seitenwand
3 weisende Ende abgerundet, wobei der Querschnitt des Endes einen Halbkreis um einen
auf halber Höhe H₁ liegenden Mittelpunkt M₁ bildet.
[0047] Die Schalldämpfkulissen 25, 26 weisen als Abdeckung ein glattes, abriebfestes Glasvlies
auf und sind in ihrem Innern mit Mineralwolle gefüllt.
[0048] Zwischen dem Ende der unteren Schalldämpfkulisse 26 und der Seitenwand 3 befinden
sich zwei nebeneinander angeordnete, von Vorder- zur Rückwand reichende Leitbleche
27, 28. Ihre Querschnitte beschreiben Kreisbögen, wobei der gemeinsame Mittelpunkt
M₂ ihrer Kreisbögen zum Mittelpunkt M₁ etwas zum unteren Zwischenboden 5 hin verschoben
ist.
[0049] Der Kreisbogen des vor dem Ende der unteren Schalldämpfkulisse 26 angeordneten Leitbleches
27 beginnt senkrecht oberhalb der Mittelpunkte M₁, M₂ im Spalt zwischen den Schalldämpfkulissen
25, 26 und verläuft durch die Öffnung 10 in die untere Kammer 8. Er bildet einen vollständigen
Halbkreis, d.h. der in Figur 2 eingezeichnete α₁ zwischen einer horizontalen durch
den Mittelpunkt M₂ gehenden Linie und dem Ende des Kreisbogens beträgt 90 °C.
[0050] Der Kreisbogen des zweiten Leitbleches 28 beginnt senkrecht oberhalb des Anfanges
des Kreisbogens des ersten Leitbleches 27 und verläuft ebenfalls durch die Öffnung
10 in die untere Kammer 8. Er bildet jedoch nur einen etwa 120 °- Kreisbogen, d.h.
der Winkel α₂ beträgt 40 °C, und endet etwas höher als der Kreisbogen des ersten Leitbleches
27 in der unteren Kammer 8.
[0051] Die Höhe H₃ des Spaltes zwischen unterer Schalldämpfkulisse 26 und Anfang des Leitbleches
27 beträgt etwa 20 bis 30 %, z.B. 25 %, und die Höhe H₄ des Spaltes zwischen unterer
Schalldämpfkulisse 26 und Anfang des Leitbleches 28 etwa 50 bis 66 %, z.B. 58 %, der
gesamten Höhe H₂ des Spaltes. Die Differenz zwischen dem Radius R₂ des Leitbleches
28 und dem Radius R₁ des Leitbleches 27 entspricht der Differenz zwischen Höhe H₄
und Höhe H₃.
[0052] Der untere Zwischenboden 5 ist in der unteren Kammer 8 mit einer Schallabsorptionsplatte
29 bedeckt. Die Schallabsorptionsplatte 29 erstreckt sich von der Seitenwand 2 bis
in die Nähe der Öffnung 10, an die sie nicht heranreicht, in deren Richtung sie jedoch
abgeschrägt ist. Die Schallabsorptionsplatte 29 besteht aus mehreren Schichten, z.B.
aus einer aus Kunststoffschaum hergestellten Schicht und einer Bitumenschicht.
[0053] Die Strömungsrichtung der Luft ist durch Pfeile symbolisiert. Die freien Innenräume
der oberen Kammer 6 und der mittleren Kammer 7 bilden einen haarnadelförmigen Luftkanal.
Im Bereich der Seitenwand 3 ist der Luftkanal in der mittleren Kammer 7 durch die
beiden Leitbleche 27, 28 in drei Kanäle verzweigt. Die Verzweigung setzt sich in der
Öffnung 10 des unteren Zwischenbodens 5 und in einem kleinen, sich daran anschließenden
Bereich der unteren Kammer 8 fort.
[0054] Zum Aufbau einer Reinraumdecke sind die Module über die gesamte Fläche der Reinraumdecke
in einer gitterartigen Rahmenkonstruktion fliesenartig aneinandergesetzt.
[0055] Im Betrieb wird Rückluft aus dem Plenum zwischen Reinraumdecke und Gebäudedecke über
die Rückluftöffnung 11 und die obere Kammer 6 sowie klimatisierte Luft über die Öffnung
21 angesaugt und über die mittlere und untere Kammer 7, 8 durch die Hochleistungsschwebstoffilter
12 dem Reinraum zugeführt. Die gereinigte Luft durchströmt den gesamten Reinraum laminar.
Beispiel 2:
[0056] Ein Modul des Beipiels 2 unterscheidet sich von dem des Beipiels 1 darin, daß es
nicht drei, sondern zwei Hochleistungsschwebstoffilter 12 aufweist. Sein Grundriß
ist dementsprechend quadratisch und die Kammerlängen betragen nur noch zwei Drittel
der Kammerlängen des Moduls des Beispiels 1. Breite und Höhe des Moduls und die Höhen
der Kammern 6, 7, 8 entsprechen denen des Moduls des Beipiels 1.
[0057] In der mittleren Kammer 7 ist dagegen die Höhe H₂ des Spaltes zwischen unterer und
oberer Schalldämpfkulisse 26, 25 kleiner als die Höhe H₁ der Schalldämpfkulissen 25,
26. Die Höhe H₂ beträgt in diesem Beipiel zwei Drittel der Höhe H₁.
[0058] Das Modul des Beipiels 2 unterscheidet sich von dem des Beipiels 1 auch darin, daß
die Leitbleche 27, 28 nicht so weit in die untere Kammer 8 hineinragen wie bei diesem,
wobei die Winkel α₁ und α₂ Werte von z.B. 40 °C und 20 °C annehmen. Die Höhe H₃ beträgt
ebenfalls 25 % und die Höhe H₄ 50 % der gesamten Höhe H₂.
1. Modul zum Aufbau einer Reinraumdecke in Laminar-Flow-Technik, mit drei durch zwei
Zwischenböden unterteilte, übereinanderliegenden Kammern, wobei
die Kammern durch wechselseitig angeordnete Öffnungen in den Zwischenböden mit einander
verbunden sind,
die obere Kammer auf der öffnung des oberen Zwischenbodens gegenüberliegenden Seite
in der Decke des Moduls eine Rückluftöffnung aufweist,
in der mittleren Kammer unter der Öffnung des oberen Zwischenbodens ein Ventilator
angeordnet ist,
die untere Kammer nach unten durch Hochleistungsfilter begrenzt ist und
in den oberen beiden Kammern Vorrichtungen zur Schallreduzierung angebracht sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Rückluftöffnung (11) in der Decke (1) ausgehend von der Seitenwand (3), über
20 bis 30% der Länge und über die gesamte Breite des Moduls erstreckt, in der oberen
Kammer (6) die Decke (1) und der obere Zwischenboden (4) mit Schalldämmauskleidungen
(23), in der mittleren Kammer (7) die Zwischenböden (4, 5) mit Schalldämpfkulissen
(25, 26) und in der unteren Kammer (8) der untere Zwischenboden (5) mit einer Schallabsorptionsplatte
(29) versehen sind.
2. Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der mittleren Kammer (7) die
untere Schalldämpfkulisse (26) zur Öffnung (10) im unteren Zwischenboden (5) hin abgerundet
ist.
3. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der mittleren
Kammer (7) die obere Schalldämpfkulisse (25) oberhalb der Öffnung (10) die Ecke zwischen
oberem Zwischenboden (4) und Seitenwand (3) ausfüllt, wobei die Ecke zur mttleren
Kammer (7) hin abgerundet ist.
4. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Öffnung
(10) mindestens ein abgerundetes Leitblech angeordnet ist, das ausgehend von der mittleren
Kammer (7) oberhalb der unteren Schalldämpfkulisse (26) durch die Öffnung (10) in
die untere Kammer (8) ragt.
5. Modul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Leitbleches zur
unteren Schalldämpfkulisse (26) und ggf. der Abstand der Leitbleche untereinander
im Verlauf von der mittleren Kammer (7) zur unteren Kammer (8) zunimmt.
6. Modul nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch ein Leitblech, das oberhalb der
unteren Schalldämpfkulisse (26) auf einer Höhe von 25 bis 40 % der Höhe des zwischen
unterer und oberer Schalldämpfkulisse (26, 25) verbleibenden Spaltes angeordnet ist.
7. Modul nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch zwei Leitbleche (27, 28), wobei
das erste Leitblech (27) auf einer Höhe von 20 bis 30 % und das zweite Leitblech (28)
auf einer Höhe von 50 bis 60 % der Höhe des zwischen der unteren und der oberen Schalldämpfkulisse
(26, 25) verbleibenden Spaltes angeordnet ist.
8. Modul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Seitenwand (3) hin angeordnete,
zweite Leitblech (28) weniger weit als das erste Leitblech (27) in die untere Kammer
(8) hineinragt.
9. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator
(13) aus zwei Teilen aufgebaut ist, wobei seine Einlaufdüse (14) am oberen Zwischenboden
(4) befestigt ist und sein Außenläufermotor (15) über Schwingungsdämpfer auf dem unteren
Zwischenboden (5) befestigt ist.
10. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen
Kammer (6) über der Einlaufdüse (14) ein Gleichrichteblech (24) parallel zur Vorder-
und Rückwand von der Seitenwand (2) bis über die Mitte der Einlaufdüse verläuft.
11. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich oberhalb
der Einlaufdüse (14) in der Decke (1) eine Öffnung (21) zur Zufuhr von klimatisierter
Luft befindet.
1. A module for constructing a clean-room ceiling with the laminar flow technique, having
three chambers lying one above another and divided by two intermediate floors, the
chambers being connected to one another by alternately arranged openings in the intermediate
floors, the upper chamber having a return air opening in the ceiling of the module
on the side opposite the opening of the upper intermediate floor, a ventilator being
arranged in the central chamber below the opening of the upper intermediate floor,
the lower chamber being downwardly delimited by high-performance filters, and apparatus
for reducing sound being mounted in the upper two chambers, characterized in that
the return air opening (11) extends in the ceiling (1), starting from the side wall
(3), over 20 to 30% of the length and over the entire width of the module, in the
upper chamber (6) the ceiling (1) and the upper intermediate floor (4) are provided
with sound-damping linings (23), in the central chamber (7) the intermediate floors
(4, 5) are provided with sound-deadening silencers (25, 26) and in the lower chamber
(8) the lower intermediate floor (5) is provided with a sound-absorption plate (29).
2. A module according to Claim 1, characterized in that in the central chamber (7) the
lower sound-deadening silencer (26) is rounded towards the opening (10) in the lower
intermediate floor (5).
3. A module according to one of Claims 1 to 2, characterized in that in the central chamber
(7) the upper sound-deadening silencer (25) fills the corner between the upper intermediate
floor (4) and the side wall (3) above the opening (10), the corner being rounded towards
the central chamber (7).
4. A module according to one of Claims 1 to 3, characterized in that there is arranged
in the opening (10) at least one rounded baffle which, starting from the central chamber
(7) above the lower sound-deadening silencer (26), projects through the opening (10)
into the lower chamber (8).
5. A module according to Claim 4, characterized in that the spacing between the baffle
and the lower sound-deadening silencer (26) and where appropriate the spacing between
the baffles themselves increases as it runs from the central chamber (7) to the lower
chamber (8).
6. A module according to Claim 4 or 5, characterized by a baffle which is arranged above
the lower sound-deadening silencer (26) at a height 25 to 40% of the height of the
gap remaining between the lower and the upper sound-deadening silencers (26, 25).
7. A module according to Claim 4 or 5, characterized by two baffles (27, 28), the first
baffle (27) being arranged at a height 20 to 30% and the second baffle (28) being
arranged at a height 50 to 60% of the height of the gap remaining between the lower
and the upper sound-deadening silencers (26, 25).
8. A module according to Claim 7, characterized in that the second baffle (28) arranged
towards the side wall (3) projects by a smaller distance than the first baffle (27)
into the lower chamber (8).
9. A module according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the ventilator (13)
is composed of two parts, its inlet nozzle (14) being secured to the upper intermediate
floor (4) and its external-rotor motor (15) being secured via vibration dampers to
the lower intermediate floor (5).
10. A module according to one of Claims 1 to 9, characterized in that in the upper chamber
(6), above the inlet nozzle (14), a deflector plate (24) runs parallel to the front
and rear wall from the side wall (2) over the centre of the inlet nozzle.
11. A module according to one of Claims 1 to 5, characterized in that there is an opening
(21) for supplying conditioned air in the ceiling (1) above the inlet nozzle (14).
1. Module pour la construction d'un plafond de salle blanche selon la technique à écoulement
laminaire, avec trois chambres superposées, subdivisées au moyen de deux fonds intermédiaires,
les chambres étant reliées ensemble au moyen d'ouvertures disposées en alternance
dans les fonds intermédiaires, la chambre supérieure présentant, du côté opposé à
l'ouverture du fond intermédiaire supérieur, une ouverture de recyclage d'air ménagée
dans le plafond du module, un ventilateur étant disposé dans la chambre médiane, sous
l'ouverture du fond intermédiaire supérieur, la chambre inférieure étant délimitée
vers le bas au moyen de filtres à haute performance et des dispositifs de réduction
du bruit étant montés dans les deux chambres supérieures, caractérisé en ce que l'ouverture
de recyclage d'air (11) s'étend dans le plafond (1), en partant de la paroi latérale
(3), sur 20 à 30 % de la longueur et sur toute la largeur du module, dans la chambre
supérieure (6) le plafond (1) et le fond intermédiaire supérieur (4) étant pourvus
de revêtements d'amortissement du bruit (23), dans la chambre médiane (7) les fonds
intermédiaires (4, 5) étant pourvus de coulisses d'amortissement du bruit (25, 26)
et dans la chambre inférieure (8) le fond intermédiaire inférieur (5) étant pourvu
d'une plaque d'absorption du bruit (29).
2. Module selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la chambre médiane (7),
la coulisse d'amortissement du bruit inférieure (26) est arrondie en direction de
l'ouverture (10) ménagée dans le fond intermédiaire inférieur (5).
3. Module selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, dans la chambre
médiane (7), la coulisse d'amortissement du bruit supérieure (25) située au-dessus
de l'ouverture (10) remplit l'angle situé entre le fond intermédiaire supérieur (4)
et la paroi latérale (3), l'angle étant arrondi par rapport à la chambre médiane (7).
4. Module selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans l'ouverture
(10) est disposée au moins une tôle de guidage arrondie qui, en partant de la chambre
médiane (7), au-dessus de la coulisse d'amortissement de bruit inférieure (26), pénètre
dans la chambre inférieure (8) en passant par l'ouverture (10).
5. Module selon la revendication 4, caractérisé en ce que la distance entre la tôle de
guidage et la coulisse d'amortissement de bruit inférieure (26) et, le cas échéant,
la distance entre les tôles de guidage entre elles augmentent, lorsque l'on va de
la chambre médiane (7) à la chambre inférieure (8).
6. Module selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par une tôle de guidage disposée
au-dessus de la coulisse d'amortissement de bruit inférieure (26) à une hauteur située
à 25 à 40 % de la hauteur de l'interstice subsistant entre les coulisses d'amortissement
de bruit inférieure et supérieure (26, 25).
7. Module selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par deux tôles de guidage (27, 28),
la première tôle de guidage (27) étant disposée à une hauteur de 20 à 30 %, et la
deuxième tôle de guidage (28) à une hauteur de 50 à 60 %, de la hauteur de l'interstice
subsistant entre les coulisses d'amortissement de bruit inférieure et supérieure (26,
25).
8. Module selon la revendication 7, caractérisé en ce que la deuxième tôle de guidage
(28), disposée vers la paroi latérale (3), pénètre dans la chambre inférieure (8)
un peu moins que ne le fait la première tôle de guidage (27).
9. Module selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le ventilateur
(13) est composé de deux parties, sa buse d'entrée (14) étant fixée sur le fond intermédiaire
supérieur (4) et son moteur à rotor extérieur (15) étant fixé sur le fond intermédiaire
inférieur (5), par l'intermédiaire d'amortisseurs de vibration.
10. Module selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que, dans la chambre
supérieure (6), s'étend, au-dessus de la buse d'entrée (14), une tôle de redressement
(24) orientée parallèlement aux parois avant et arrière, en partant de la paroi latérale
(2) et en allant jusqu'au centre de la buse d'entrée.
11. Module selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une ouverture (21)
destinée à l'amenée d'air climatisé est située au-dessus de la buse d'entrée (14)
dans le plafond (1).