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(11) |
EP 0 592 482 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.1995 Patentblatt 1995/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.06.1992 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9200/527 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9300/179 (07.01.1993 Gazette 1993/02) |
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| (54) |
OFENANLAGE ALS ZWISCHENSPEICHER HINTER EINER DÜNNBRAMMENGIESSANLAGE
INTERMEDIATE STORAGE OVEN DOWNSTREAM OF A THIN SLAB CASTING PLANT
FOUR DE STOCKAGE INTERMEDIAIRE MONTE EN AVAL D'UNE INSTALLATION DE COULEE DE BRAMES
MINCES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
26.06.1991 DE 4121489
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.1994 Patentblatt 1994/16 |
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Patentinhaber: |
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- MANNESMANN Aktiengesellschaft
40027 Düsseldorf (DE)
- DIDIER OFU ENGINEERING GMBH
45127 Essen (DE)
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Erfinder: |
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- WINDHAUS, Ernst
D-47198 Duisburg (DE)
- SEILER, Bernard
D-45481 Mülheim (DE)
- MEYER, Peter
D-47199 Duisburg (DE)
- ERWIG, Peter
D-45134 Essen (DE)
- MATHEJKA, Horst, Wolfgang
D-44145 Dortmund (DE)
- PATALON, Heinrich
D-44866 Bochum (DE)
- HOLZ, Peter
0 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Peter E., Dipl.-Ing. et al |
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Meissner & Meissner,
Patentanwaltsbüro,
Hohenzollerndamm 89 14199 Berlin 14199 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 105 064 DE-A- 3 319 483 JP-A-63 076 701
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DE-A- 3 241 745 DE-C- 972 603 US-A- 4 972 936
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- STAHL UND EISEN. Bd. 108, Nr. 3, 8. Februar 1988, DUSSELDORF DE Seiten 99 - 109G.
FLEMMING ET AL. 'Walzen von stranggegossenen Vorb ndern undanlagentechnische Konsequenzen
f r den Bau von Warmband-Produktionsanlagen'
- STAHL UND EISEN. Bd. 109, Nr. 9,10, 16. Mai 1989, DUSSELDORF DE Seiten 453 -462 H.-J.
EHRENBERG ET AL. 'Giessen und Giesswalzen d nner Brammen bei derMannesmannr hren-Werke
AG'
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ofenanlage als Zwischenspeicher zwischen der einer Dünnbrammengießanlage
nachgeschalteten dornlosen Aufwickelvorrichtung für den bandförmigen Gußstrang und
seiner mit dem nachfolgenden Walzwerk korrespondierenden Abwickelvorrichtung.
[0002] Durch die deutsche Offenlegungsschrift DE-A-32 41 745 ist eine Vorrichtung zum Herstellen
von warmgewalztem Stahlband aus stranggegossenem Vormaterial nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1 bekannt geworden, bei der der bandförmige Gußstrang in einer Aufwickelvorrichtung
zu einem Bund geformt wird. Dieses Bund wird nach Erreichen des Bundgewichtes in einen
Ofen eingeführt, der als Zwischenspeicher ausgebildet ist. Gleichzeitig dient der
Ofen vorzugsweise dem Warmhalten bzw. dem erneuten Erwärmen des von der Auf- in die
nachfolgende Abwickelvorrichtung überführten Bundes, so daß Gießhitze weitgehend erhalten
werden kann.
[0003] Der Stand der Technik versucht damit, das Problem des Inlinewalzens von kontinuierlich
aus der stranggießanlage austretendem Vormaterial zu lösen. Die Schwierigkeiten bestehen
darin, daß die maximale Gießgeschwindigkeit, mit der der Strang die Stranggießanlage
verläßt, viel geringer ist, als die niedrigst mögliche Walzgeschwindigkeit eines herkömmlichen
Walzgerüstes. Das Problem läßt sich kompensieren, wenn der Gußstrang zu einem Bund
auf gewickelt, in gewünschter Länge abgetrennt und das aufgewickelte Bund alsdann
wieder zur Einführung in das Walzwerk abgewickelt wird. Dadurch wird es möglich, unterschiedliche
Geschwindigkeiten einzuhalten, indem eine Pufferzone zwischen Stranggießanlage und
Walzwerk geschaffen wird.
[0004] Ein weiteres Problem derartiger Anlagen besteht darin, daß neben den unterschiedlichen
Auf- und Abwickelgeschwindigkeiten der Bunde auch Störungszeiten zu kompensieren sind,
die im der Dünnbrammengießanlage nachgeschalteten Walzwerk auftreten können. Auch
sind Zeiten zu überbrücken, die durch Umbau und Wartungsarbeiten im Walzwerk erforderlich
sind.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Ofenanlage zwischen Auf- und Abwickelvorrichtung
es Gußstranges zu schaffen, mit der neben einer guten Wärmeführung für das Gußmaterial
ggfs. ein Nachwärmen der Bunde ermöglicht wird und die eine große Speicherkapazität
vor der nachgeordneten Walzstraße schafft.
[0006] Die Ofenanlage ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale
nach Anspruch 1.
[0007] Mit dem vorgeschlagenen Palettenwagenumlaufsystem wird eine Transporteinrichtung
für die Gußstrangbunde geschaffen, bei der die Gefahr der Verformung der Bunde durch
Transportmittel sehr gering ist, weit diese in Aufnahmesätteln sicher geführt sind.
Ein Wärmefluß vom Gußstrangbund an das Transportsystem erfolgt kaum, weil die Aufnahmesättel
aus gering wärmeleitfähigem Material, beispielsweise Keramik bestehen. Ein Auskühlen
von Bundsegmenten, was für die Weiterverarbeitung der Bunde unzulässig ist, kann dadurch
nicht entstehen. Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß durch
das Palettensystem und dessen Notwendigkeit der Rückführung der Paletten, letztere
im Rückführungsbereich ebenfalls die Gunstrangbunde tragen können, so daß neben dem
eigentlichen Ofen auch der Rückführbereich der Paletten als Zwischenspeicher für die
Gußstrangbunde verwendet werden kann. Da das Palettenumlaufsystem einen geschlossenen
Kreislauf bildet, können die im Rücklaufbereich gespeicherten Bunde erneut in den
Ofen eingesetzt werden, bis die nachfolgende Walzstraße wieder betriebsbereit ist.
[0008] In einer günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß zum Querverschieben
der Palettenwagen diese auf Transferwagen auf schiebbar sind, welche ihrerseits auf
Fahrbahnen quer zur Fahrbahn der Palettenwagen verschiebbar sind. Vorzugsweise sind
die Palettenwagen und die quertransportierenden Transferwagen auf Schienen verfahrbar.
Die Transferwagen stellen die Querverbindung zwischen der Abwickelstation bzw. der
Aufwickelstation und dem Ofen sowie dem Rückführbereich der Palettenwagen dar.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zur Übergabe der gewickelten
Gußstrangbunde auf den Palettenwagen und zum übergeben vom Palettenwagen an die Abwickelvorrichtung
je eine das Bund ergreifende Manipulationsvorrichtung vorgesehen ist, die zwischen
Aufwickel- bzw. Abwickelvorrichtung und Palettenwagen verfahrbar ist. Das gewickelte
und entsprechend dem Bundgewicht abgetrennte Gußstrangbund wird mit Hilfe der Manipulationsvorrichtung
ergriffen und aus der Aufwickelvorrichtung herausgehoben. Durch Verfahren der Manipulationsvorrichtung
in den Bereich, der auf dem Transferwagen angeordreten Palettenwagen kann das Bund
auf den Palettenwagen bzw. dessen Aufnahmesattel abgelegt und durch Querverfahren
des Transferwagens und Verschieben des Palettenwagens in Ofendurchlaufrichtung in
den geöffneten Ofen eingeführt werden. Dadurch, daß mehrere Palettenwagen hintereinander
angeordnet sind und mit ihren Stirnflächen aneinanderstoßend, ihre Plattformen einen
geschlossenen Herdboden des Ofens bilden, werden beim Einstoßen des mit dem aufgewickelten
Gußstrangbund beladenen Palettenwagen in den Ofen gleichzeitig alle im Ofen befindlichen
Palettenwagen um eine Position weitergeschoben und der letzte Palettenwagen wird aus
der geöffneten Ofenausgangstür auf einen dort angeordneten Transferwagen aufgeschoben.
In gleicher Weise werden weitere Palettenwagen behandelt. Die ofenausgangsseitige
Manipulationsvorrichtung ergreift das herausgeschobene und ggfs. querverfahrene Bund
und übergibt es der Abwickelvorrichtung vor dem Walzwerk.
[0010] Nach der Erfindung ist vorgesehen, daß der zum Rückführen der Palettenwagen vorgesehene
Bereich der Ofenanlage eingebaut ist. Die Rückführbahn oder -schiene für die Paletten,
welche seitlich neben dem Ofen verläuft, ist nach diesem Vorschlag beispielsweise
mit einer Wärmehaube versehen, so daß Gußstrangbunde, die vom Walzwerk bzw. der Abwickelvorrichtung
nicht übernommen werden können, dort gespeichert werden können. Aber auch für die
Rückführung leerer Palettenwagen ist die Einhausung von Bedeutung, weil sie ein Auskühlen
der Aufnahmesättel für die Bunde verhindert.
[0011] Das Gehäuse ist nach der Erfindung wärmegedämmt und/oder beheizbar.
[0012] Bei mehrsträngigen Dünnbrammengießanlagen ist der Ofen vorzugsweise in Linie mit
dem Walzwerk angeordnet und beidseitig des Ofens ist je eine Transportbahn zum Rückführen
der Palettenwagen vorgesehen.
[0013] Bei einsträngigen Dünnenbrammengießanlagen kann der Ofen und das Walzwerk in einer
Linie angeordnet sein; die Rückführung der Palettenwagen erfolgt im Bypass. Natürlich
kann bei einsträngigen Dünnbrammenanlagen eine Anordnung wie bei Mehrstranganlagen
gewählt werden, wodurch der spätere Ausbau auf eine 2-Stranganlage ermöglicht wird.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben:
In der Zeichnungsfigur ist mit 1 die Dünnbrammengießanlage bezeichnet, der eine Umformeinheit.
eine Pendelschere und die Anfahrstrangausziehvorrichtung folgen. Nach einem Induktionsofen
oder anderem Heizsystem folgt die von der Erfindung betroffene Aufwickelvorrichtung
für den bandförmigen Gußstrang 4, die mit 2 bezeichnet ist. Diese Aufwickelvorrichtung
2 arbeitet dornlos, sie ist in einem Gehäuse 3 angeordnet, welches ein Abkühlen des
Gußstranges 4 verhindert. Die Aufwickelstation kann beheizbar sein.
[0015] Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Dünnbrammengießanlage 1 ist zweisträngig;
da gleiche Teile gleich bezeichnet sind, ist hier nur auf einen Strang bezug genommen.
[0016] Unmittelbar in Bandlaufrichtung hinter der Aufwickelvorrichtung 2 ist eine Manipulationsvorrichtung
5 für das Gußstrangbund 6 vorgesehen, die zwischen der Aufwickelvorrichtung 2 und
dem Transferwagen 7 verschiebbar ist, welcher auf quer zur Dünnbrammengießanlage 1
angeordneten Fahrschienen 8 verfahrbar ist. Die Fahrschienen 8 verbinden gleichzeitig
die Aufwickelvorrichtungen 2 beider Dünnbrammengießanlagen 1 miteinander; es sind
zwei Transferwagen 7 vorgesehen. Auf den Transferwagen 7 sind Palettenwagen 9 derartig
angeordnet, daß letztere quer zu den Fahrschienen 8 der Transferwagen 7 verschiebbar
sind. In Verschieberichtung der Palettenwagen 9 und mit entsprechenden (nicht dargestellten)
Fahrschienen auf dem Transferwagen 7 fluchtend sind Fahrschienen 10 innerhalb des
Ofens 11 angeordnet, so daß die Palettenwagen 9 von den Transferwagen 7 mit Hilfe
einer Stoßeinrichtung 12 bei geöffneten Ofentüren in den Ofen 11 eingeschoben werden
können. Innerhalb des Ofens 11 sind mehrere Palettenwagen 9 hintereinander auf den
Fahrschienen 10 verfahrbar, wobei die Palettenwagen 9 mit ihren Aufnahmeplattformen
unmittelbar aneinanderliegend den Herdboden des Ofens 11 bilden. Beim Einstoßen eines
Palettenwagens 9 in den vorderen Teil des Ofens 11 wird gleichzeitig ein anderer Palettenwagen
9 aus dem hinteren Teil des Ofens 11 herausgeschoben. Am hinteren Teil des Ofens 11
ist gleichfalls ein Transferwagen 7 positioniert, der ebenfalls quer zur Dünnbrammengießanlage
1 auf einer Fahrbahn 13 verfahrbar ist. Der aus dem Ofen 11 herausgeschobene Palettenwagen
9 mit dem aufliegenden Gußstrangbund 6 kommt auf dem Transferwagen 7 zur Ablage und
kann mit diesem in eine Position verfahren werden, in der eine übernahme des Gußstrangbundes
6 durch die Abwickelvorrichtung 14 erfolgen kann.
[0017] Auf diese Weise können beide Aufwickelvorrichtungen 2 im Anschluß an die Dünnbrammengießanlage
1 ihre Gußstrangbunde 6 dem Ofen 11 übergeben, der ggfs. nach Nachwärmung die Bunde
6 dem Walzwerk 15 weitergibt. Nach übernahme der Gußstrangbunde 6 durch die übernahmevorrichtung
der Abwickelstation 14 werden die Palettenwagen 9 mit den Transferwagen 7 in Flucht
mit Fahrbahnen 16 der Rückfördereinrichtung 17 gebracht und in gleicher Weise, nur
in umgekehrter Richtung, taktweise zur ersteren Querförderanlage 8 zurücktransportiert.
[0018] Sollten Störungen im Walzwerk 15 auftreten, die ein Abwickeln der Bunde 6 unmöglich
machen, so ist es durch die Erfindung vorgesehen, daß die Palettenwagen 9 mit den
aufliegenden Gußstrangbunden 6 in den Bereich der Rückfördereinrichtung 17 der Ofenanlage
transportiert und entgegen der Durchlaufrichtung durch den Ofen 11 zur ersten Querförderanlage
8 zurückgeführt werden. Auf diese Weise können die Bunde 6 zwischengespeichert werden,
wobei die über der Rückfördereinrichtung 17 vorgesehene Wärmehaube 18 ein zu starkes
Abkühlen der Bunde 6 verhindert. Durch Querfördern der Palettenwagen 9 auf den Transferwagen
7 des ersten Querförderers 8 können erstere erneut dem Ofen 11 zugeführt und dadurch
im Kreislauf gespeichert werden.
[0019] Sollte eine noch größere Störung eintreten, so können die in der Zeichnung dargestellten
beiden Rückfördereinrichtungen 17 zum Speichern von Bunden 6 verwendet werden, so
daß auch große Stillstandszeiten überbrückbar sind.
[0020] Für den Fall, daß rückgeführte Gußstrangbunde 6 auf einem Transferwagen 7 in Walzposition
verbleiben müssen, kann eine Warmhaltehaube 19 über den Gußstrangbund 6 gesetzt werden,
um diesen vor zu starker Abkühlung zu schützen.
1. Ofenanlage als Zwischenspeicher zwischen der einer Dünnbrammengießanlage (1) nachgeschalteten
dornlosen Aufwickelvorrichtung (2) für den bandförmigen Gußstrang (4) und seiner mit
dem nachfolgenden Walzwerk korrespondierenden Abwickelvorrichtung (14),
gekennzeichnet durch
ein Palettenumlaufsystem, bestehend aus taktweise durch den Ofen (11) transportierbaren
Palettenwagen (9), die am Ofenein- und -ausgang querverschiebbar (8, 13) sowie seitlich
neben dem Ofen rückführbar (17) sind, wobei die unmittelbar aneinanderstoßenden Plattformen
der Palettenwagen (9), aus Feuerfestmaterial bestehend, den Herdboden des Ofens (11)
bilden und mit aus gering wärmeleitfähigem Material bestehenden Aufnahmesätteln für
die Gußstrangbunde versehen sind, und dadurch,
daß der zum Rückführen der Palettenwagen (9) vorgesehene Bereich (17) der Ofenanlage
eingehaust ist und
daß das Gehäuse (18) wärmegedämmt und/oder beheizbar ist.
2. Ofenanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Querverschieben der Palettenwagen (9) diese auf Transferwagen (7) aufschiebbar
sind, welche ihrerseits auf Fahrbahnen (8, 13) quer zur Fahrbahn (10) der Palettenwagen
verschiebbar sind.
3. Ofenanlage nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Palettenwagen und die Transferwagen auf Schienen (8, 10, 13, 16) verfahrbar
sind.
4. Ofenanlage nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Übergabe der gewickelten Gußstrangbunde (6) auf den Palettenwagen (9) und
zum Übergeben vom Palettenwagen (9) an die Abwickelvorrichtung (14) je eine das Bund
(6) ergreifende Manipulationsvorrichtung (5) vorgesehen ist, die zwischen Aufwickel-
(2) und Abwickelvorrichtung (14) und Palettenwagen (9) verfahrbar ist.
5. Ofenanlage nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehrsträngiger Dünnbrammengießanlage (1) der Ofen (11) in Linie mit dem Walzwerk
(15) angeordnet ist und beidseitig des Ofens (11) je eine Transportbahn (16) zum Rückführen
der Palettenwagen (9) vorgesehen ist.
6. Ofenanlage nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einsträngiger Dünnbrammengießanlage (1) diese, der Ofen (11) und das Walzwerk
(15) in einer Linie oder Z-Form angeordnet sind.
7. Ofenanlage nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die auf die Transferwagen aufgeschobenen Palettenwagen eine das Bund abdeckende
Wärmehaltehaube (19) aufsetzbar ist.
1. Furnace installation as an intermediate store between a mandrel-less winding device
(2), which is connected in series with a thin plate casting plant (1), for the strand
(4) cast in strip-form and its unwinding device (14) corresponding to the subsequent
rolling mill,
characterised by
a pallet circulating system, consisting of pallet carriages (9) which are transportable
in cycles through the furnace (11), are capable of being displaced transversely (8,
13) at the furnace inlet and outlet, and are returnable (17) to the side of the furnace,
wherein the directly mutually abutting platforms of the pallet carriages (9), consisting
of fireproof material, form the hearth floor of the furnace (11) and are provided
with cradles consisting of a material which is a poor conductor of heat for receiving
the cast strand rolls, and in that the region (17) of the furnace installation provided
for returning the pallet carriages (9) is covered with a housing, and in that the
housing (18) is heat-insulated and/or heatable.
2. Furnace installation according to claim 1,
characterised in that
for transverse displacement of the pallet carriages (9), these are slidable on to
transfer carriages (7), which are themselves movable on to carriageways (8, 13) transverse
to the conveyor belt (10) of the pallet carriages.
3. Furnace installation according to claim 1 and 2,
characterised in that
the pallet carriages and the transfer carriages are movable on rails (8, 10, 13, 16).
4. Furnace installation according to claim 1 to 3,
characterised in that
for transferring the wound cast strand rolls (6) on to the pallet carriage (9) and
for transferring from the pallet carriage (9) on to the unwinding device (14), a respective
manipulating device (5), which is movable between the winding (2) and unwinding devices
(14) and the pallet carriages (9), is provided for grasping each roll (6).
5. Furnace installation according to claim 1 to 4
characterised in that
in a multi-strand thin-plate casting plant (1), the furnace (11) is disposed in line
with the rolling mill (15), and a respective conveyor belt (16) for sending back the
pallet carriages (9) is provided on each side of the furnace (11).
6. Furnace installation according to claim 1 to 4,
characterised in that
in a single-strand thin-plate casting plant (1), said plant (1), the furnace (11)
and the rolling mill (15) are disposed in a line or in a Z-shaped formation.
7. Furnace installation according to claim 1 to 6,
characterised in that
a heat-retaining hood (19) which covers the roll is placeable on the pallet carriages
pushed on to the transfer carriages.
1. Four de stockage intermédiaire entre le dispositif d'enroulement (2), sans mandrin,
disposé en aval d'une installation de coulée de brames minces (1), pour la pièce de
coulée (4) en forme de bande et son dispositif de déroulement (14) correspondant au
laminoir suivant,
caractérisé par un système rotatif à palettes, constitué de chariots à palettes (9)
pouvant être transportés périodiquement à travers le four (11), qui peuvent être déplacés
transversalement (8,13) à l'entrée et à la sortie du four et peuvent être ramenés
(17) latéralement à côté du four, les plates-formes en contact direct l'une de l'autre
des chariots à palettes (9), constituées de matière réfractaire, formant la sole du
four (11) et étant munies de récepteurs, constitués d'une matière faiblement conductrice
de la chaleur, pour les pièces coulées, et en ce que la zone (17) du four, prévue
pour ramener les chariots à palettes (9), est logée dans un carter, et en ce que le
carter (18) peut être thermiquement isolé et/ou chauffé.
2. Four selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, pour déplacer transversalement les chariots à palettes (9),
ceux-ci peuvent être chargés sur des chariots de transfert (7) lesquels, à leur tour,
peuvent être déplacés sur des voies de roulement (8,13) transversalement à la voie
de roulement (10) des chariots à palettes.
3. Four selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que les chariots à palettes et les chariots de transfert peuvent
être déplacés sur des rails (8,10,13,16).
4. Four selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que, pour le transfert des pièces coulées enroulées (6) sur les
chariots à palettes (9) et pour transférer les chariots à palettes (9) sur le dispositif
de déroulement (14), il est prévu, à chaque fois, un dispositif de manipulation (5)
saisissant la pièce (6), dispositif qui est déplaçable entre le dispositif d'enroulement
(2) et le dispositif de déroulement (14) et les chariots à palettes (9).
5. Four selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, dans le cas d'une installation (1) de coulée de brames minces
à plusieurs voies, le four (11) est agencé en ligne avec le laminoir (15) et, des
deux côtés du four (11), il est prévu, à chaque fois, une voie de transport (16) pour
ramener les chariots à palettes (9).
6. Four selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, dans le cas d'une installation (1) de coulée de brames minces
à une voie, celle-ci, le four (11) et le laminoir (15) sont agencés en une ligne ou
en une forme de Z.
7. Four selon les revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'un capot (19) de maintien de chaleur, recouvrant la pièce de
coulée, peut être disposé sur les chariots à palettes chargés sur les chariots de
transfert.
