[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsverschluß für einen Behälteranschluß,
- bei dem an den sich berührenden Flächen von Behälteranschlußteil und Verschlußteil
einerseits mindestens zwei Nocken angeordnet
- und andererseits eine entsprechende Anzahl von achsparallelen Nuten vorgesehen sind,
- bei dem die achsparallelen Nuten sich an eine in Umfangsrichtung verlaufende und radial
offene Nut anschließen,
- und bei dem die Nocken sowie die achsparallelen Nuten und die in Umfangsrichtung verlaufende
Nut zwischen Behälteranschlußteil und Verschlußteil in Form eines Bajonettverschlusses
zusammenwirken.
[0002] Durch die EP 0 222 736 A2 ist ein Bajonettverschluß für Behälter bekannt, bei dem
die am Verschlußteil bzw. Deckel vorgesehenen Bajonettklauen mit unterschiedlichen
Umfangs-Winkelabständen vorhanden und auch die Umfangs-Winkelabstände der zugehörigen
Bajonett-Ausnehmungen am Behälteranschluß entsprechend unterschiedlich ausgeführt
sind. Die Ausgestaltung ist dabei von solcher Art, daß zwangsläufig sämtliche Bajonettklauen
mit sämtlichen Bajonett-Ausnehmungen gleichzeitig in Eingriff gebracht werden müssen,
um das Verschlußteil bzw. den Deckel relativ zum Behälteranschlußteil in Verschlußposition
bringen zu können. Hierdurch wird erreicht, daß der Behälter rasch und sicher geöffnet
werden kann, um ein neuerliches Befüllen zu ermöglichen und daß der Behälter im drucklosen
Zustand ebenso wie in einem Zustand, bei welchem der Behälterinhalt unter Druck gesetzt
ist, vollständige Dichtheit gewährleistet, wie dies insbesondere im Zusammenhang mit
gesundheitsschädigenden oder anderweitig bedenklichen Behälterinhalten für die Lagerung
und den Transport erforderlich ist. Auch soll der Deckel immer nur in einer korrekten
Position angesetzt werden können, in welcher schon nach einem kurzen Drehweg eine
Verriegelung eintritt.
[0003] Durch die Broschüre "MICRO MATIC MiniValve Typ MIV" der MICRO MATIC GmbH, D-82166
Gräfelfing/München sind auch Sicherheitsverschlüsse bekannt, die an solchen Behältern
eingesetzt werden, bei denen sichergestellt sein muß, daß nur diejenigen Personen
den Behälter anschließen, also Zugang zum Behälterinhalt haben können, welche dazu
autorisiert sind und über die entsprechend passenden Anschlußstücke für den betreffenden
Sicherheitsverschluß verfügen. Das setzt aber voraus, daß es nicht möglich ist, ohne
Spezialwerkzeug den Verschlußteil aus dem Behälteranschlußteil zu entfernen und damit
Zugang zum Behälterinhalt zu erhalten.
[0004] Es gibt bereits mehrere bekannte Bauarten solcher Sicherheitsverschlüsse.
[0005] Die eine Bauform arbeitet dabei mit Gewinden als Verbindungselemente zwischen dem
Verschlußteil und dem Behälteranschlußteil. Die andere Bauform verwendet zur mechanischen
Verbindung des Verschlußteils mit dem Behälteranschlußteil eine Art Bajonettverschluß.
[0006] In beiden Fällen erfolgt die Sicherung gegen unbefugte Demontage durch einen Sicherungsring,
welcher nur mit einem Spezialwerkzeug zu betätigen ist.
[0007] Bei dem bekannten Sicherheitsverschluß der letztgenannten Art, bei welchem also das
Verschlußteil seine mechanische Verbindung mit dem Behälteranschlußteil über einen
Bajonettverschluß erhält, weist das Verschlußteil an seiner Berührungsfläche zum Behälteranschlußteil
eine radial offene, in Umfangsrichtung verlaufende Nut sowie zwei gleichbreite achsparallele
Längsnuten auf, wobei die letzteren mit einem Umfangswinkel von 180° gegeneinander
versetzt angeordnet sind, sich also am Umfang des Verschlußteils gegenüberliegen.
Die beiden achsparallelen Längsnuten gehen dabei jeweils von sich gegenüberliegenden
Längskanten der radial offenen, in Umfangsrichtung verlaufenden Nut aus und wirken
mit zwei am Innenumfang bzw. an der Berührungsfläche des Behälteranschlußteils sitzenden,
zur Behälterachse hin bzw. radial einwärts weisenden Nocken zusammen, die ebenfalls
um 180° in Umfangsrichtung des Behälteranschlußteils versetzt liegen sowie Parallel
zur Längsachse des Behälteranschlußteils zueinander versetzt in unterschiedlicher
Höhe desselben angeordnet sind.
[0008] Um für unterschiedliche Anwendungen, z. B. einerseits für Chemikalien und andererseits
für Getränke, mehrere untereinander nicht verwechselbare Ventil- und Behältervarianten
mit Sicherheitsverschlüssen der zuletzt erläuterten Art erzeugen zu können, wurde
bereits vorgeschlagen, den Nocken und Nuten der Sicherheitsverschlüsse für Getränkebehälter
jeweils ein anderes, bspw. kleineres Breitenmaß zu geben als den Nocken und Nuten
an den Sicherheitsverschlüssen für Chemikalienbehälter. Dadurch ist dann zwar gewährleistet,
daß der Verschlußteil eines Sicherheitsverschlusses für Getränkebehälter mit seinen
schmalen Nuten nicht in den Behälteranschlußteil eines Chemikalienbehälters mit breiten
Nocken eingesetzt werden kann. Folglich ist dann aber auch ausgeschlossen, daß ein
Chemikalienbehälter auf einer Getränkeanlage befüllt werden könnte, weil auch deren
Anschlußstücke (Zapfköpfe) nicht zum Behälteranschlußteil der Chemikalienbehälter
passen.
[0009] Umgekehrt kann aber bei den bekannten Sicherheitsverschlüssen das Verschlußteil und
folglich auch das Anschlußstück (der Zapfkopf) für Chemikalienbehälter mit seinen
breiten Nuten in den Behälteranschlußteil von Getränkebehältern mit schmalen Nuten
eingesetzt werden, so daß insofern immer noch ein erhebliches Sicherheitsrisiko besteht.
[0010] Bei der Benutzung dieser bekannten Sicherheitsverschlüsse scheiden also weitergehende
Möglichkeiten der sicheren Variation von nur in der vorgesehen Kombination verbindbaren
Verschlußteilen und Behälteranschlußteilen allein durch Verändern der Nocken- und
Nutenbreite aus, weil in jedem Falle der Verschlußteil mit den breiteren, achsparallelen
Längsnuten in den Behälteranschlußteil mit den schmaleren Nocken einschiebbar ist.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für Sicherheitsverschlüsse der vorbekannten,
nach Art eines Bajonettverschlusses wirkenden Bauart, ein System vorzuschlagen, das
eine Vielzahl von sicheren Kombinationspaaren ermöglicht, welche untereinander absolut
verwechslungssicher sind, ohne daß hierfür besondere oder zusätzliche fertigungstechnische
Aufwendungen erforderlich wären.
[0012] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Sicherheitsverschluß mit den eingangs genannten
Gattungsmerkmalen dadurch gelöst,
- daß die achsparallelen Nuten an die in Umfangsrichtung verlaufende Nut nach entgegengesetzten
Seiten anschließen,
- daß einerseits die achsparallelen Nuten und andererseits die Nocken am Behälteranschlußteil
und Verschlußteil relativ zueinander mit einem beliebig vorbestimmbaren, aber untereinander
übereinstimmenden Umfangs-Winkelabstand voneinander vorgesehen sind,
- daß mit einer ersten Axialbewegung des Verschlußteils relativ zum Behälteranschlußteil
der erste Nocken durch die erste achsparallele Nut bis in die in Umfangsrichtung verlaufende
Nut einführbar ist,
- daß der erste Nocken mit einer Winkeldrehung des Verschlußteils in den Bereich der
anderen achsparallelen Nut sowie zugleich der zweite Nocken in den Bereich der ersten
achsparallelen Nut stellbar ist,
- und daß mit einer weiteren Axialbewegung des Verschlußteils gleichzeitig der erste
Nocken in die zweite achsparallele Nut sowie der zweite Nocken in die erste achsparallele
Nut als Kombinationspaar in verdrehungssicheren Formschlußeingriff bringbar sind.
[0013] Mit einer solchen Konzeption für ein Sicherheitsverschluß-System ist es möglich,
einfach durch Festlegen einer geeigneten Abstufung der (Winkel-) Abstände für die
Nocken und die achsparallelen Längsnuten in Umfangsrichtung der Berührungsflächen
von Behälteranschlußteil und Verschlußteil eine Vielzahl von miteinander unverwechselbaren
bzw. nicht kompatiblen Kombinationspaaren von Verschlußteilen und Behälteranschlußteilen
für Sicherheitsverschlüsse zu erzeugen. Wenn nämlich der Umfangsabstand zwischen den
achsparallelen Nuten in dem einen Funktionsteil nicht mit dem Umfangsabstand zwischen
den Nocken am anderen Funktionsteil übereinstimmt, läßt sich die Verbindung zwischen
diesen Funktionsteilen zumindest nicht bis in die erforderliche Endlage und damit
auch nicht zur Fixierung durch den Sicherheitsring führen.
[0014] Nach dem Erfindungsvorschlag ist es möglich, eine größere Anzahl verschiedener Kombinationspaare
allein über die Variation des Umfangsabstandes zu erzeugen. Es ist dabei nicht erforderlich,
mit unterschiedlichen Nut- und Nockenbreiten zu operieren, so daß nur minimale Kosten
für Fertigung und Produktionsmittel anfallen.
[0015] Eine weitere Vervielfältigung der nicht kompatiblen Kombinationspaare läßt sich erfindungsgemäß
noch dadurch erreichen, daß mehr als zwei Nockenpaare und Nutenpaare an jedem Behälteranschlußteil
und Verschlußteil angeordnet werden.
[0016] Das Behälteranschlußteil kann als ein in den Deckel bzw. die obere Endwand des Behälters
eingesetzter Stutzen ausgeführt werden, in den sich das eigentliche Verschlußteil
nach Art eines Stopfens einsetzen läßt. Das ist nach der Erfindung aber nur möglich,
wenn die Nocken, z. B. am Innenumfang des Stutzens im Umfangsrichtung den gleichen
Winkelabstand voneinander haben, wie die bspw. am Außenumfang des Stopfens vorgesehenen
achsparallelen Nuten. Mit einer ersten Axialbewegung des Stopfens wird dann zunächst
die erste achsparallele Nut desselben über den ersten Nocken im Stutzen gesteckt,
bis letzterer gegen die obere Randkante der radial offenen und in Umfangsrichtung
verlaufenden Nut stößt. Dann wird der Stopfen winkelverdreht, bis er mit seiner zweiten
achsparallelen Nut über dem zweiten Nocken zu liegen kommt. Nur wenn Stutzen und Stopfen
zueinander passen bzw. untereinander kompatibel sind, gelangt damit der zweite Nocken
in den Bereich der ersten Axialnut. Erst in diesem Falle ist es möglich, dem Stopfen
eine zweite Axialbewegung zu erteilen, bei der dann die zweite Axialnut mit dem ersten
Nocken und die erste Axialnut mit dem zweiten Nocken in verdrehsicheren Formschlußeingriff
gelangt. Dabei trifft dann das untere Ende des als Stopfen wirkenden Verschlußteils
auf die in einer Fassung nahe dem unteren Ende des als Stutzen ausgestalteten Behälteranschlußteils
abgestützte elastische Dichtung. Diese wird dabei soweit elastisch verformt, bis der
in Radialrichtung elastisch nachgiebige Sprengring mit den beiden korrespondierenden
Umfangsnuten von Stopfen und Stutzen eine Rastverbindung eingeht, die sich nur unter
Zuhilfenahme eines Spezialwerkzeuges wieder lösen läßt. Zweckmäßig ist es, wenn der
Sprengring ständig in der Umfangsnut des Stopfens sitzt, während er lösbar in die
Umfangsnut des Stutzens einspringt.
[0017] Das erfindungsgemäße Lösungsprinzip ist natürlich auch anwendbar, wenn die Nocken
am Außenumfang des Stopfens vorgesehen sind, während sich die axialen Nuten und die
radial offene, in Umfangsrichtung verlaufende Nut am Innenumfang des Stutzens vorgesehen
sind.
[0018] Eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- einen mit einem Sicherheitsverschluß versehenen Behälter,
- Figur 2
- in größerem Maßstab den aus einem Behälteranschlußteil und einem zugehörigen Verschlußteil
bestehenden Sicherheitsverschluß in Schnittdarstellung, wobei die linke Hälfte die
geschlossene Ventilstellung und die rechte Hälfte die geöffnete Ventilstellung erkennen
läßt und
- Figur 3
- eine Abwinkelung der Berührungsflächen von Behälteranschlußteil und Verschlußteil
des Sicherheitsverschlusses.
[0019] In Figur 1 der Zeichnung ist bspw. ein zylindrischer Behälter 1 gezeigt, der in seinem
die obere Endwand bildenden Deckel 2 mit einem Sicherheitsverschluß 3 versehen ist,
der den eigentlichen Behälteranschluß bildet.
[0020] Gemäß Figur 2 weist der Sicherheitsverschluß 3 bzw. der Behälteranschluß ein mit
dem Deckel 2 verbundenes Behälteranschlußteil 4 auf, mit dem ein Verschlußteil 5 zwecks
Bildung des eigentlichen Sicherheitsverschlusses 3 zusammenwirkt.
[0021] Das Verschlußteil 5 weist eine radiale umlaufende Nut 7 auf, an die sich eine zur
Behälteraußenseite hin gerichtete achsparallele Nut 6 und eine zur Behälterinnenseite
hin gerichtete achsparallele Nut 8 mit gleicher Tiefe anschließen.
[0022] In verriegeltem Zustand des Sicherheitsverschlusses 3 befinden sich in der achsparallelen
Nut 6 eine aus dem Behälteranschlußteil 4 nach innen verpreßte Nocke 9 und in der
achsparallelen Nut 8 eine aus dem Behälteranschlußteil 4 nach innen gepreßte Nocke
10. Die Nocken 9 und 10 bilden mit den Nuten 6 und 8 einen gegen Verdrehung gesicherten
Formschluß. Im Behälternahbereich des Behälteranschlußteils 4 ist eine Dichtung 11
zwischen Behälteranschlußteil und Verschlußteil 5 angeordnet. Um den Verschlußteil
5 und den Behälteranschlußteil 4 in der Verschlußposition zu halten, ist im oberen
Bereich des Sicherheitsverschlusses 3 ein geteilter Sprengring 12 angeordnet, der
bei Erreichen der Verschlußposition in die korrespondierende Umfangsnuten 14 und 15
vom Verschlußteil 5 und Behälteranschlußteil 4 einspringt und somit diese Verschlußposition
in axialer Richtung sichern.
[0023] Anhand der in Figur 3 dargestellten Abwicklung der Berührungsflächen von Behälteranschlußteil
4 und Verschlußteil 5 läßt sich der Einbau des Verschlußteils 5 in den Behälteranschlußteil
4 bis zur Verschlußposition leicht beschreiben. Danach wird zunächst das Verschlußteil
5 in das Behälteranschlußteil 4 eingeführt und mit seiner achsparallelen Nut 8 durch
eine axiale Bewegung über die äußere Nocke 9 verschoben, bis diese an der äußeren
Kante der radial offenen und in Umfangsrichtung verlaufenden Nut 7 zur Anlage kommt.
Da die radial offene Nut 7 ein breites Maß hat, das größer als die axiale Breite der
Nocke 9 ist, läßt sich das Verschlußteil 5 im Behälteranschlußteil 4 um den Winkel
X1 verdrehen bis die achsparallele Nut 8 über der weiteren Nocke 19 positioniert ist.
Nur wenn einerseits der Umfangsabstand der Nocken 9 und 10 und andererseits der Umfangsabstand
der achsparallelen Nuten 6 und 8 beide dem Maß X1 entsprechen, kann das Verschlußteil
5 nunmehr durch eine weitere axiale Bewegung zum Behälterinnenteil hin in die Verschlußposition
gebracht werden. In dieser Verschlußposition bilden die jeweiligen Nutpaare 6, 9 und
Nockenpaare 8, 10 einen radialen Formschluß. In dieser Verschlußposition gelangt die
Dichtung 11 in Funktion und der Sprengring 12 sichert das Verschlußteil 5 gegen eine
axiale Bewegung im Behälteranschlußteil 4 nach außen.
[0024] In Figur 3 der Zeichnung ist erkennbar, daß die Nocken 9 und 10 eine radiale Breite
B haben, während die achsparallelen Nuten 6 und 8 mit einer Breite A vorgesehen sind.
Dabei beträgt die Breite A der achsparallelen Nuten 6 und 8 etwa B + 1 mm.
[0025] Wesentlich für einen als Behälteranschluß dienenden Sicherheitsverschluß ist, daß
das Maß X1 für die Umfangsabstände der Nocken 9 und 10 und der Nuten 6 und 8 von Kombinationspaar
zu Kombinationspaar unterschiedlich gestaltet wird. Dabei kann das Maß X1 minimal
etwa 15 mm betragen, während sich die Maßschritte für X1 von Kombinationspaar zu Kombinationspaar
um etwa A/2, also um die halbe Breite A der achsparallelen Nuten 6 und 8 variieren
lassen. Es ist dabei zweckmäßig, sowohl das Behälteranschlußteil 4 als auch das Verschlußteil
5 mit einer Kennzeichnung 14 für das jeweils zur Anwendung gelangte Maß X1 zu versehen.
[0026] Mit der vorgeschlagenen Konzeption läßt sich bei einem üblichen Durchmesser von etwa
40 mm für einen Behälteranschluß ein System von etwa 30 Kombinationspaaren für Sicherheitsverschlüsse
von Behälteranschlüssen auf einfache Art und Weise entwickeln, die untereinander nicht
kompatibel sind.
[0027] Bei dem in den Figuren 2 und 3 der Zeichnung gezeigten Behälteranschluß ist das Behälteranschlußteil
4 als ein in den Deckel 2 bzw. die obere Endwand des Behälters 1 eingesetzter Stutzen
ausgeführt, in den das eigentliche Verschlußteil 5 nach Art eines Stopfens eingesetzt
werden kann. Das ist aber nur möglich, wenn die Nocken 9 und 10 am Innenumfang des
Stutzens den gleichen Abstand X1 voneinander haben, wie die am Außenumfang des Stopfens
vorgesehenen achsparallelen Nuten 6 und 8. Mit einer ersten Axialbewegung des Stopfens
wird zunächst die achsparallele Nut 8 über den Nocken 9 gesteckt, bis letzterer gegen
die obere Randkante der radial offenen und in Umfangsrichtung verlaufenden Nut 7 stößt.
Dann wird der Stopfen winkelverdreht, bis er mit seiner zweiten achsparallelen Nut
6 über dem Nocken 9 zu liegen kommt. Nur wenn der Stutzen 4 und der Stopfen 5 zueinander
passen bzw. kompatibel sind, gelangt damit der Nocken 10 in den Bereich der ersten
Axialnut 8. Nunmehr ist es erst möglich, dem Stopfen 5 eine zweite Axialbewegung zu
erteilen, bei der dann die Axialnut 6 mit dem Nocken 9 und die Axialnut 8 mit dem
Nocken 10 in verdrehsicheren Formschlußeingriff gelangt. Dabei trifft dann das untere
Ende des als Stopfen wirkenden verschlußteils 5 auf die in einer Fassung nahe dem
unteren Ende des als Stutzen ausgestalteten Behälteranschlusses 4 abgestützte elastische
Dichtung 11. Diese wird dabei soweit elastisch verformt, bis der elastisch nachgiebige
Sprengring 12 mit den beiden korrespondierenden Umfangsnuten 14 und 15 eine Rastverbindung
eingeht. Von den beiden Umfangsnuten 14 und 15 befindet sich eine am Außenumfang des
Stopfens 5 und die andere am Innenumfang des Stutzens 4. Zweckmäßig ist es, wenn der
Sprengring 12 ständig in der Umfangsnut 14 des Stopfens 5 sitzt, während er - nur
durch ein Spezialwerkzeug - lösbar in die Umfangsnut 15 des Stutzens 4 einspringt.
[0028] Vorstehend ist zwar lediglich ein Behälteranschluß mit Sicherheitsverschluß 3 beschrieben,
bei dem Behälteranschlußteil 4 und Verschlußteil 5 unter Vermittlung von zwei Nocken
9 und 10 sowie zwei achsparallelen Nuten 6 und 8 miteinander in Wirkverbindung treten
können. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, Kombinationspaare von Behälteranschlußteil
4 und Verschlußteil 5 zu bilden, die über mehr als zwei Nocken und mehr als zwei achsparallele
Nuten zusammenarbeiten.
[0029] Abweichend von der beschriebenen Bauform eines Behälteranschlusses mit Sicherheitsverschluß
3 ist es auch möglich, die Nocken am Außenumfang des nach Art eines Stopfens wirkenden
Verschlußteils 5 und folglich die achsparallelen Nuten sowie die diese miteinander
verbindende, in Umfangsrichtung verlaufende Nut am Innenumfang des als Stutzen ausgestalteten
Behälteranschlusses 4 vorzusehen.
1. Sicherheitsverschluß (3) für einen Behälteranschluß,
- bei dem an den sich berührenden Flächen von Behälteranschlußteil (4) und Verschlußteil
(5) einerseits mindestens zwei Nocken (9 und 10) angeordnet
- und andererseits eine entsprechende Anzahl von achsparallelen Nuten (6 und 8) vorgesehen
sind,
- bei dem die achsparallelen Nuten (6 und 8) sich an eine in Umfangsrichtung verlaufende
und radial offene Nut (7) anschließen,
- und bei dem die Nocken (9 und 10) sowie die achsparallelen Nuten (6 und 8) und die
in Umfangsrichtung verlaufende Nut (7) zwischen Behälteranschlußteil (4) und Verschlußteil
(5) in Form eines Bajonettverschlusses zusammenwirken,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die achsparallelen Nuten (6 und 8) an die in Umfangsrichtung verlaufende Nut
(7) nach entgegengesetzten Seiten anschließen,
- daß einerseits die achsparallelen Nuten (6 und 8) und andererseits die Nocken (9
und 10) am Behälteranschlußteil (4) und Verschlußteil (5) relativ zueinander mit einem
beliebig vorbestimmbaren, aber untereinander übereinstimmenden Umfangs-Winkelabstand
voneinander vorgesehen sind,
- daß mit einer ersten Axialbewegung des Verschlußteils (5) relativ zum Behälteranschlußteil
(4) der erste Nocken (9) durch die erste achsparallele Nut (8) bis in die in Umfangsrichtung
verlaufende Nut (7) einführbar ist,
- daß der erste Nocken (9) mit einer Winkeldrehung des Verschlußteils (5) in den Bereich
der anderen achsparallelen Nut (6) sowie zugleich der zweite Nocken (10) in den Bereich
der ersten achsparallelen Nut (8) stellbar ist,
- und daß mit einer weiteren Axialbewegung des Verschlußteils (5) gleichzeitig der
erste Nocken (9) in die zweite achsparallele Nut (6) sowie der zweite Nocken (10)
in die erste achsparallele Nut (8) als Kombinationspaar in verdrehungssicheren Formschlußeingriff
bringbar sind.
2. Sicherheitsverschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Kombinationspaar mit mehr als zwei Nocken (9 und 10) sowie axialen Nuten
(6 und 8) am Behälteranschlußteil (4) und am Verschlußteil (5) aufweist.
3. Sicherheitsverschluß nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Behälteranschlußteil (4) aus einem Stutzen besteht, in den das Verschlußteil
(5) nach Art eines Stopfens einsetzbar ist.
4. Sicherheitsverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nocken (9 und 10) am Innenumfang des als Stutzen gestalteten Behälteranschlußteils
(4) und die Nuten (6, 7, 8) am Außenumfang des als Stopfen gestalteten Verschlußteils
(5) vorgesehen sind.
1. Safety closure (3) for a container connection,
- in which there is arranged at the contacting surfaces of container connection part
(4) and closure part (5) on the one hand at least two dogs (9 and 10)
- and on the other hand a corresponding number of axially parallel grooves (6 and
8) are provided,
- in which the axially parallel grooves (6 and 8) adjoin a radially open groove (7)
extending in circumferential direction,
- and in which the dogs (9 and 10) as well as the axially parallel grooves (6 and
8) and the groove (7) extending in circumferential direction co-operate between container
connection part (4) and closure part (5) in the form of a bayonet closure,
characterised thereby
- that the axially parallel grooves (6 and 8) adjoin the groove (7), which extends
in circumferential direction, at opposite sides,
- that on the one hand the axially parallel grooves (6 and 8) and on the other hand
the dogs (9 and 10) are provided relative to one another at the container connection
part (4) and closure part (5) at any predeterminable, but mutually corresponding circumferential
angular spacing from one another,
- that the first dog (9) is introducible through the first axially parallel groove
(8) until in the circumferentially extending groove (7) by a first axial movement
of the closure part (5) relative to the container connection part (4)
- that the first dog (9) is settable into the region of the other axially parallel
groove (6) by an angular rotation of the closure part (5) and at the same time the
second dog (10) is settable into the region of the first axially parallel groove (8),
- and that by a further axial movement of the closure part (5) the first dog (9) can
be brought into the second axially parallel groove (6) and simultaneously the second
dog (10) into the first axially parallel groove (8) as a combination pair in rotationally
secure shape-locking engagement.
2. Safety closure according to claim 1, characterised thereby that each combination pair
comprises more than two dogs (9 and 10) as well as axial grooves (6 and 8) at the
container connection part (4) and at the closure part (5).
3. Safety closure according to one of claims 1 and 2, characterised thereby that the
container connection part (4) consists of a stub in which the closure part (5) is
insertable in the manner of a plug.
4. Safety closure according to one of claims 1 to 3, characterised thereby that the dogs
(9 and 10) are provided at the inner circumference of the container connection part
(4) shaped as a stub and the grooves (6, 7, 8) at the outer circumference of the closure
part (5) shaped as a plug.
1. Fermeture de sécurité (3) pour un raccord de récipient,
- dans lequel les surfaces de la pièce de raccord (4) du récipient et de la pièce
de fermeture (5) qui sont en contact comportent d'une part au moins deux ergots (9
et 10)
- et d'autre part un nombre correspondant de rainures (6 et 8) parallèles à l'axe,
- dans lequel les rainures (6 et 8) parallèles à l'axe se raccordent à une rainure
(7) périphérique et étant radialement ouverte,
- et dans lequel les ergots (9 et 10) et les rainures (6 et 8) parallèles à l'axe
ainsi que la rainure périphérique (7) interagissent entre la pièce de raccord (4)
du récipient et la pièce de fermeture (5) sous forme d'un emboîtement à baïonnette,
caractérisée
- en ce que les rainures (6 et 8) parallèles à l'axe se raccordent à la rainure (7)
périphérique en des côtés opposés,
- en ce que d'une part les rainures (6 et 8) parallèles à l'axe et d'autre part les
ergots (9 et 10) sur la pièce de raccord (4) du récipient et la pièce de fermeture
(5) sont prévus l'un par rapport à l'autre à une distance d'angle périphérique relative
quelconque, déterminée au préalable mais de manière à correspondre l'une à l'autre
- en ce qu'avec un premier mouvement axial de la pièce de fermeture (5) par rapport
à la pièce de raccord (4) du récipient, le premier ergot (9) peut être introduit à
travers la première rainure (8) parallèle à l'axe jusqu'à dans la rainure (7) périphérique,
- en ce que le premier ergot (9) peut être placé par une rotation angulaire de la
pièce de fermeture (5) au niveau de l'autre rainure (6) parallèle à l'axe ainsi qu'en
même temps le deuxième ergot (10) dans la premier rainure (8) parallèle à l'axe et
- en ce qu'avec un nouveau mouvement axial de la pièce de fermeture (5), le premier
ergot (9) est introduit dans la deuxième rainure (6) parallèle à l'axe et le deuxième
ergot (10) est introduit simultanément dans la première rainure (8) parallèle à l'axe
comme paire combinée dans une prise mécanique ne pouvant plus tourner.
2. Fermeture de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que chaque paire
combinée présente plus de deux ergots (9 et 10) et de rainures axiales (6 et 8) sur
la pièce de raccord (4) du récipient et la pièce de fermeture (5).
3. Fermeture de sécurité selon une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisée
en ce que la pièce de raccord (4) du récipient est constituée par une tubulure dans
laquelle on peut placer la pièce de fermeture (5) de manière analogue à un bouchon.
4. Fermeture de sécurité selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que les ergots (9 et 10) sont prévus à la périphérie interne de la pièce de
raccord (4) du récipient exécutée sous forme de tubulure et en ce que les rainures
(6, 7, 8) sont prévues à la périphérie externe de la pièce de fermeture (5) exécutée
sous forme d'une bouchon.