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<ep-patent-document id="EP93115897B1" file="EP93115897NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0592895" kind="B1" date-publ="19980211" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>....CHDE....FRGB....LI..NL........................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360   - Ver 2.7 (17 Nov 1997)
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<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren für die Verarbeitung von fotografischem Silberhalogenidmaterial, mit der eine weitere Verringerung der Verarbeitungszeit oder, bei unveränderter Verarbeitungszeit, eine erhöhte Verarbeitungssicherheit möglich ist.</p>
<p id="p0002" num="0002">Handelsübliche Colorpapiere auf der Basis von hoch chloridhaltigen Silberhalogenidemulsionen werden nach einem "RA 4-Prozeß" genannten Verfahren verarbeitet, das sich durch eine Entwicklungszeit von nur 45 Sekunden bei 35°C auszeichnet. Die in den handelsüblichen Materialien enthaltenen Gelbkuppler zeichnen sich durch eine relativ langsame Kupplungskinetik aus, so daß die 45 Sekunden zur Herstellung des Gelbteilbildes fast vollständig ausgeschöpft werden, zumal die den gelben Farbstoff bildende Schicht üblicherweise die unterste Schicht des Materials ist. Wenn sich die Aktivität des Entwicklers durch längeren Gebrauch oder unzureichende Regenerierung vermindert, so erhält man sehr schnell eine nicht mehr ausreichende Gelb-Farbstoffbildung.</p>
<p id="p0003" num="0003">Aus diesem Grund ist eine Verkürzung der Entwicklungszeit unter die derzeit benötigten 45 Sekunden nur dann möglich, wenn die Entwicklungsaktivität gesteigert wird. Eine Steigerung der Entwicklungsaktivität kann mit unterschiedlichen Maßnahmen versucht werden, z.B. Temperatursteigerung, Erhöhung der Wirkstoffkonzentration im Entwicklerbad, gesteigerte Durchmischung des Entwicklerbades.</p>
<p id="p0004" num="0004">Einer Temperatursteigerung sind Grenzen gesetzt, weil oberhalb von 35°C die Verdampfung der Bäder bereits störend wird und die Stabilität der Bäder sich dadurch vermindert. Eine chemische Steigerung der Aktivität durch erhöhte Konzentration der Wirkstoffe ist aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll, da derzeit immer verdünntere, d.h. ökologisch günstigere Verarbeitungsbäder angestrebt werden. Eine bessere Durchmischung als die durch das übliche Umpumpen der fotografischen Bäder erreichte, kann durch spezielle Agitationspumpen erreicht werden, die durch flache Düsen die Verarbeitungsbäder gegen das Fotomaterial sprühen. Mit allen diesen Maßnahmen ist jedoch eine besondere Verkürzung der Verarbeitungszeit nur in sehr beschränktem Maße möglich.<!-- EPO <DP n="2"> --></p>
<p id="p0005" num="0005">Aus DE-A-22 18 792 ist ein Verfahren zum Transportieren eines fotografischen Materials in einer Chemikalienlösung bekannt, bei dem das fotografische Material mit seiner Emulsionsseite in der Chemikalienlösung über eine angetriebene Walze, die auf ihrer Oberfläche einen faserartigen Belag aufweist, geführt wird.</p>
<p id="p0006" num="0006">Aus US-A-4 063 324 ist bekannt, die nicht fixierten Anteile eines bereits fixierten fotografischen Materials von diesem Material dadurch zu entfernen, daß das Material in einem Bad zwischen einer Walze und einer die Walze weitgehend bogenartig umschließenden Platte hindurchgeführt wird, wobei die Walze mit einer höheren Geschwindigkeit als die Transportgeschwindigkeit des Materials in der gleichen Richtung wie das Material angetrieben wird und eine schaumartige Oberfläche besitzt.</p>
<p id="p0007" num="0007">Überraschend wurde nun gefunden, daß eine erhebliche Reduzierung der Prozeßzeit in einem fotografischen Bad erreicht werden kann, wenn das Material unter Badniveau mit mindestens einer rotierenden Walze in emulsionsseitigen Kontakt gebracht wird, wobei die Walze mit einer von der Transportgeschwindigkeit des Materials verschiedenen Umfangsgeschwindigkeit gegenläufig zur Transportrichtung des Materials rotiert und eine weiche Oberfläche hat.</p>
<p id="p0008" num="0008">Die Oberfläche der rotierenden Walze besteht beispielsweise aus weichem Gummi, Schwammgummi oder Textilplüsch. Zulässig sind Rotationsgeschwindigkeiten bis 100 m/min.</p>
<p id="p0009" num="0009">Je nach den geometrischen Gegebenheiten der Entwicklungsmaschinen können vorzugsweise auch mehrere solcher Walzen zum Einsatz kommen, die nicht unbedingt alle die gleiche Drehrichtung aufweisen müssen. Damit das Fotomaterial bei nachlassender Transportspannung nicht den erfindungsgemäßen Walzen ausweicht und damit eine oberflächliche Berührung des Fotomaterials nicht mehr gegeben ist, wird das Material vorzugsweise durch Gegendruckplatten, die sich auf der anderen Seite des Fotomaterials gegenüber den Walzen befinden, in Position gehalten, wobei die Führung des Fotomaterials durch seitliche Führungselemente unterstützt sein kann. Anstelle dieser Platten können auch rotierende Walzen eingesetzt werden, die das Entwicklungsergebnis jedoch nicht begünstigen, da sie das Fotomaterial nur rückseitig berühren.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0010" num="0010">Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Vorrichtung für das erfindungsgemäße Verfahren.</p>
<p id="p0011" num="0011">Im Tank 1, gefüllt mit einer Verarbeitungsflüssigkeit bis zum Niveau 2, sind Führungsrollen 3 angebracht, über die das fotografische Material 4 in Pfeilrichtung geführt wird. Über dem Bad sind weitere Führungsrollen 5 angeordnet. In dem Bad sind die Walzen 6 und 7 angeordnet, die mit gegenüber der Materialtransportgeschwindigkeit unterschiedlichen Geschwindigkeit gegenläufig rotieren. In der Höhe dieser angetriebenen Walzen befindet sich auf der Rückseite des fotografischen Materials die Andruckplatte 8, die ein Ausweichen des Materials 4 verhindert.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<heading id="h0001"><u><b>Beispiel 1</b></u></heading>
<p id="p0012" num="0012">Ein fotografisches Coloraufzeichnungsmaterial auf der Basis hoch chloridhaltiger Silberhalogenidemulsionen wird nach dem RA 4-Prozeß mit normaler Agitation maschinell verarbeitet. Die Entwicklungszeit beträgt bei 35°C 45 Sekunden, die Bleichfixierzeit bei 35°C ebenfalls 45 Sekunden. Im Anschluß daran wird 4 mal 22,5 Sekunden bei 35°C im Gegenstrom mit einem Stabilisierbad behandelt. Die Transportgeschwindigkeit beträgt 6 m/min.</p>
<p id="p0013" num="0013">Es werden die in der Tabelle 1 angegebenen Maximaldichten erhalten.</p>
<p id="p0014" num="0014">Gleiche Ergebnisse werden erhalten, wenn die Stabilisierung durch eine Wässerung von 4 mal 22,5 Sekunden bei 35°C im Gegenstrom ersetzt wird.</p>
<heading id="h0002"><u><b>Beispiel 2</b></u></heading>
<p id="p0015" num="0015">Es wird wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch wird die Entwicklungszeit durch entsprechende Erhöhung der Transportgeschwindigkeit auf 25 Sekunden verkürzt. Die Ergebnisse sind wiederum in Tabelle 1 angegeben. Es zeigt sich, daß die Purpur- und Blaugründichten nahezu die Typwerte erreichen, die Gelbdichte hingegen auf einen extrem niedrigen Wert absinkt.</p>
<heading id="h0003"><u><b>Beispiel 3</b></u></heading>
<p id="p0016" num="0016">Es wird wie in Beispiel 2 verfahren, jedoch werden im Entwicklerbad sechs Walzen vom Durchmesser 3 cm installiert, die das fotografische Material auf seiner Emulsionsseite berühren und einander entgegengesetzte Drehrichtungen aufweisen. Diese Walzen laufen mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die 5% größer ist als die Transportgeschwindigkeit des fotografischen Materials.</p>
<p id="p0017" num="0017">Die so erreichten Maximaldichten sind wiederum in der Tabelle 1 angegeben. Es zeit sich, daß trotz etwa halbierter Verarbeitungszeit auch in Gelb die Typdichte fast wieder erreicht wird.<!-- EPO <DP n="5"> --> 
<tables id="tabl0001" num="0001">
<table frame="all">
<title>Tabelle 1</title>
<tgroup cols="4" colsep="1" rowsep="1">
<colspec colnum="1" colname="col1" colwidth="39.37mm"/>
<colspec colnum="2" colname="col2" colwidth="39.37mm"/>
<colspec colnum="3" colname="col3" colwidth="39.37mm"/>
<colspec colnum="4" colname="col4" colwidth="39.37mm"/>
<thead valign="top">
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1"/>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="center">Gelb</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="center">Purpur</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="center">Maximaldichten Blaugrün</entry></row></thead>
<tbody valign="top">
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1" align="left">Beispiel 1</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="char" char=",">2,20</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="char" char=",">2,57</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="char" char=",">2,53</entry></row>
<row>
<entry namest="col1" nameend="col1" align="left">Beispiel 2</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="char" char=",">1,19</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="char" char=",">2,49</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="char" char=",">2,60</entry></row>
<row rowsep="1">
<entry namest="col1" nameend="col1" align="left">Beispiel 3</entry>
<entry namest="col2" nameend="col2" align="char" char=",">1,95</entry>
<entry namest="col3" nameend="col3" align="char" char=",">2,61</entry>
<entry namest="col4" nameend="col4" align="char" char=",">2,62</entry></row></tbody></tgroup>
</table>
</tables></p>
</description><!-- EPO <DP n="6"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Verfahren zur Verarbeitung eines fotografischen Silberhalogenidmaterials, bei dem das Silberhalogenidmaterial (4) kontinuierlich mit einer bestimmten Transportgeschwindigkeit durch wenigstens einen mit einem fotografischen Verarbeirungsbad gefüllten Tank (1) geführt wird, und die Emulsionsseite des fotografischen Materials mit der Oberfläche wenigstens einer in dem Tank (1) unter Badniveau angeordneten, angetriebenen Walze (6) in Kontakt gebracht wird, wobei die Walze (6) mit einer von der Transportgeschwindigkeit des Materials (4) verschiedenen Umfangsgeschwindigkeit rotiert und eine weiche Oberfläche hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (6) gegenläufig zur Transportrichtung des Materials rotiert.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Walzen (6, 7) vorgesehen sind, die gegenläufig mit einer von der Transportgeschwindigkeit des Materials (4) verschiedenen Umfangsgeschwindigkeit rotieren.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="7"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>A process for processing a photographic silver halide material wherein the silver halide material (4) is continuously conducted, at a specified conveyance speed, through at least one tank (1) filled with a photographic processing bath and the emulsion side of the photographic material is brought into contact with the surface of at least one driven roller (6) arranged in the tank (1) below the level of the bath, which roller (6) rotates at a peripheral speed which differs from the conveyance speed of the material (4) and has a soft surface, characterised in that the roller (6) rotates in the opposite direction to the direction of conveyance of the material.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>A process according to Claim 1, characterised in that at least two rollers (6, 7) are provided which rotate in mutually opposed directions at a peripheral speed which differs from the conveyance speed of the material (4).</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="8"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Procédé de traitement d'un matériau photographique à l'halogénure d'argent où on fait passer en continu le matériau à l'halogénure d'argent (4) avec une vitesse de transport déterminée dans au moins un réservoir (1) rempli d'un bain de traitement photographique, et le côté d'émulsion du matériau photographique est mis en contact avec la surface d'au moins un cylindre entraîné (6) disposé dans le réservoir (1) en dessous du niveau de bain où le cylindre (6) tourne avec une vitesse périphérique différente de la vitesse de transport du matériau (4) et a une surface souple, caractérisé en ce que le cylindre (6) tourne en sens inverse du transport de matériau.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins deux cylindres (6, 7) sont prévus qui tournent avec une vitesse périphérique différente de la vitesse de transport du matériau (4) et en sens contraire l'un de l'autre.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="9"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="95" he="163" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
</ep-patent-document>
