| (19) |
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(11) |
EP 0 593 000 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.03.1998 Patentblatt 1998/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.10.1993 |
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Schienenstahl
Steels for rails
Acier pour rails
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT LU |
| (30) |
Priorität: |
15.10.1992 DE 4234815
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.1994 Patentblatt 1994/16 |
| (73) |
Patentinhaber: NMH STAHLWERKE GmbH |
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D-92237 Sulzbach-Rosenberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Heller, Wilhelm
47229 Duisburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: König, Reimar, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dr.-Ing. Reimar König
Dipl.-Ing. Klaus Bergen,
Wilhelm-Tell-Strasse 14 40219 Düsseldorf 40219 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 301 228 US-A- 4 032 333
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DE-A- 3 009 491
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 059 (C-478)23. Februar 1988 & JP-A-62 205
218 (DAIDO STEEL CO. LTD.) 9. September 1987
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 321 (C-382)31. Oktober 1986& JP-A-61 130 469
(DAIDO STEEL CO. LTD.) 18. Juni 1986
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 443 (C-0985)16. September 1992 & JP-A-41 54
913 (SUMITOMO METAL IND. LTD.) 27. Mai 1992
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 353 (C-530)21. September 1988 & JP-A-63 109
145 (SUMITOMO METAL IND. LTD.) 13. Mai 1988
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 015, no. 181 (C-0830)9. Mai 1991 & JP-A-30 44 447 (SUMITOMO
METAL IND. LTD.) 26. Februar 1991
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von Stählen für Schienen, Radlenker
und rollendes Eisenbahnzeug wie Radscheiben, Radreifen und Vollräder.
[0002] Derartige Stähle sind mit unterschiedlicher Zusammensetzung bekannt; sie müssen schweißbar
sein und erfordern infolge der hohen dynamischen Beanspruchung im System Rad/Schiene
eine hohe Streckgrenze, Zugfestigkeit und Dauerschwingfestigkeit, Bruchsicherheit
und Gestaltfestigkeit. Darüber hinaus müssen Schienenstähle infolge der starken Beanspruchung
durch Reibung einen hohen Verschleißwiderstand besitzen. Die Lebensdauer beispielsweise
von Schienen wird bei gleicher mechanischer Beanspruchung im wesentlichen bestimmt
durch den Verschleißwiderstand und das im Schienenkopf anfänglich vorhandene Verschleißvolumen.
Unter sonst gleichen Bedingungen nimmt der Verschleißwiderstand von Schienen mit höherer
Festigkeit zu. Die heute erreichbaren Festigkeiten von 1.100 oder auch 1.200 N/mm
2 gehen jedoch zu Lasten der Zähigkeit, Schweißeignung und Bruchsicherheit.
[0003] Die bekannten, normalerweise unlegierten oder allenfalls mit geringen Mengen an Mangan,
Chrom, Vanadium und Molybdän legierten Stähle kommen im Walzzustand, d.h. ohne Wärmebehandlung
zur Verwendung; sie besitzen ein beim Abkühlen an Luft einstellendes perlitisches
oder ferritisch-perlitisches Gefüge und sind in "Draft European Rails Standard", Teil
1, Ausgabe Dezember 1991 und März 1993 beschrieben und enthalten 0,60 bis 0,82% Kohlenstoff,
0,13 bis 0,60% Silizium, 0,66 bis 1,30% Mangan, im Mittel 0,02 bis 0,03% Phosphor
und 0,008 bis 0,030% Schwefel, Rest Eisen einschließlich Verunreinigungen. Die Zugfestigkeit
dieser Stähle liegt bei mindestens 800 bis 1.130 N/mm
2.
[0004] Zum Stande der Technik z.B. JP-A-62 205 218 gehören auch tellurhaltige Stähle; so
beschreibt die US-Patentschrift 4 404 047 im Rahmen eines Verfahrens zur Wärmebehandlung
niedriglegierte Stähle mit 0,042 bzw. 0,045% Tellur, ohne daß die Rolle des Tellurs
deutlich wird. Des weiteren sind aus den deutschen Offenlegungsschriften 29 37 908,
30 09 491 und 30 18 537 Automatenstähle u.a. mit bis 0,6% Kohlenstoff, bis 0,5% oder
bis 2,5% Silizium, bis 2,0% Mangan, 0,003 bis 0,04% oder bis 0,40% Schwefel und bis
0,03% Tellur bekannt, die auch erhebliche Mengen an Legierungsmitteln enthalten können.
Das Tellur dient hier zur Verbesserung der Kaltverformbarkeit.
[0005] Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung das Problem zugrunde,
einen Stahl mit verbessertem Verschleißwiderstand sowie erhöhter Reißfestigkeit und
Zähigkeit ohne Beeinträchtigung Schweißeignung als Schienen, Radlenker und rollendes
Eisenbahnzeug zu Verwenden.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe geht von der Erkenntnis aus, daß nicht nur bei Schienenstählen
die Quereigenschaften, d.h. die technologischen Eigenschaften quer zur Walzrichtung,
einen entscheidenden Einfluß auf die Lebensdauer ausüben. Dem liegt die Feststellung
zugrunde, daß sich unter einer Verschleißbeanspruchung Materialpartikel in Querrichtung
ablösen, die Rißbildung und das Rißwachstum bei Ermüdungsschäden, beispielsweise Shelling,
zwar in Längsrichtung verläuft, dafür aber die Dauerschwingfestigkeit in Querrichtung
maßgebend ist.
[0007] Es ist zwar bekannt, daß die Werkstoffeigenschaften bei Schienenstählen zum Teil
von der Probenlage in bezug auf die Walzrichtung abhängig sind. Dies gilt jedoch nicht
für die Zugfestigkeit; die Streckgrenze ist hingegen quer zur Walzrichtung etwas höher,
während die Dehnung in der Querrichtung etwa 50 bis 60% und die Brucheinschnürung
etwa 65 bis 75% geringer sind als in Walzrichtung.
[0008] Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Quereigenschaften von Schienenstählen
zu verbessern. Diese Versuche haben jedoch nicht zum Erfolg geführt.
[0009] Die Erfindung zeigt einen Weg, wie sich mit einfachen metallurgischen Maßnahmen die
Quereigenschaften von Schienenstählen wesentlich verbessern lassen.
[0010] So haben Versuche gezeigt, daß Tellur die Warmfestikeit der Sulfide erhöht, die sich
in Anwesenheit von Tellur beim Warmverformen nicht strecken, sondern ihre kugeligelliptische
Form im wesentlichen beibehalten. Demgemäß geht von diesen Sulfiden eine weitaus geringere
Kerbwirkung aus als bei den üblichen, sich beim Warmwalzen in Walzrichtung streckenden
Sulfiden. Die Folge davon ist nicht nur ein besseres Verschleißverhalten, sondern
auch eine Verbesserung der mechanischen Quereigenschaften, ohne daß dadurch die Schweißeignung
leidet.
[0011] Die Wirkung des Tellurs zeigt sich bei allen bekannten Schienenqualitäten, gleichviel
ob deren Gefüge ferritisch-perlitisch, perlitisch, feinperlitisch, vergütet oder bainitisch
ist.
[0012] Den niedrigen Schwefelgehalt kommt insofern neben der günstigen Wirkung des Tellurs
auf die Sulfide eine besondere Bedeutung zu, als sich der Verschleißwiderstand mit
abnehmendem Schwefelgehalt wesentlich verbessert.
[0013] Um die negative Wirkung des Schwefels auf die Zugfestigkeit in Querrichtung zu veranschaulichen,
wurde bei einem Schienenstahl der Qualität 900A der Schwefelgehalt von üblicherweise
etwa 0,022 auf 0,052% erhöht. Die Zusammensetzung des Normstahls 900A ergibt sich
aus der nachfolgenden Tabelle I. Die betreffenden Schienen wurden in einer Kurve mit
einem Radius von 570m verlegt. Nach einer Belastung von etwa 92 x 10
6 t wurde der Kantenverschleiß gemessen; er betrug bei den Schienen aus der Qualität
900A mit üblichem Schwefelgehalt 3,5mm und bei der Qualität 900A mit dem vorerwähnten
erhöhten Schwefelgehalt 6mm.
Tabelle I
| |
C |
Si |
Mn |
P |
S |
Al |
Cr |
Ni |
Mo |
Cu |
N |
| 700 |
0,473 |
0,25 |
0,90 |
0,013 |
0,021 |
0,002 |
0,16 |
0,05 |
0,03 |
0,08 |
0,0062 |
| 800 |
0,541 |
0,16 |
1,07 |
0,011 |
0,002 |
0,002 |
0,09 |
0,04 |
0,03 |
0,07 |
0,0050 |
| 900A |
0,678 |
0,23 |
1,20 |
0,019 |
0,019 |
0,002 |
0,18 |
0,05 |
0,04 |
0,07 |
0,0050 |
| Gehalte in % |
[0014] Das beiliegende Diagramm der Fig. 1 enthält eine Auswertung der Versuchsergebnisse.
Dabei veranschaulichen die dick ausgezogene Pfeillinie und der Punkt A den Kurvenverschleiß
in Abhängigkeit von der Zugfestigkeit im Festigkeitsbereich von 700 bis 1.350 N/mm
2 für Radien von 300 bis 350 m aus früheren Untersuchungen. Der im Diagramm der Fig.
1 eingetragene Punkt auf der gestrichelten Geraden ist repräsentativ für den üblichen
Schienenstahl 900A, während das Kreuz die Lage des Versuchsstahls mit dem auf 0,052%
erhöhten Schwefelgehalt wiedergibt. Die dünn eingezeichnete, vertikal verlaufende
Linie kennzeichnet den Verschleiß der oben erwähnten Versuchskurve. Dieses Verschleißverhalten
entspricht der Schienenstahlqualität 700 mit ihrem üblichen Schwefelgehalt.
[0015] Um nun den günstigen Einfluß geringer Tellurgehalte nachzuweisen, wurden weitere
Versuche mit den herkömmlichen Schienenstählen 900A, 900A mit Tellur, 800 mit Tellur
und 700 durchgeführt. In der nachfolgenden Tabelle II sind die Eigenschaften von Längs-
und Querproben der beiden erfindungsgemäßen tellurhaltigen Schienenstähle und der
beiden Vergleichsstähle zusammengestellt. Eine graphische Darstellung des jeweiligen
Verhältnisses der Quer- zu den Längseigenschaften gibt das Diagramm der Fig. 2 wieder.

[0016] Daraus ergibt sich, daß der Tellurzusatz die Quer-Zugfestigkeit R
m im Vergleich zu den Werten in Längsrichtung praktisch nicht beeinflußt, während sich
die Quer-Streckgrenze R
p 0,2 geringfügig erhöht. Das Verhältnis der Reißfestigkeit in Quer- und in Längsrichtung
erhöht sich von 0,88 bei den tellurfreien Vergleichsstählen auf 0,95 bei den tellurhaltigen
Stählen, während sich die Bruchdehnung bei den 900-Stählen von 0,57 auf 0,91 und die
Brucheinschnürung von 0,38 auf 0,74 erhöht.
[0017] Insgesamt hat sich bei Vergleichsversuchen gezeigt, daß sich der Verschleißwiderstand
mit Hilfe des Tellurzusatzes um 50% und mehr erhöhen läßt. So betrug bei dem herkömmlichen
Schienenstahl 900A der spezifische Flächenverschleiß bei einem Gleisbogen mit einem
Kurvenradius von 350m je 100 x 10
6 t Belastung 200 mm
2, bei einem erfindungsgemäßen tellurhaltigen Stahl hingegen nur 120 mm
2.
[0018] Insoweit läßt sich die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe auch mit einer Begrenzung
des Schwefelgehalts auf unter 0,007% erreichen, wenngleich nicht in dem Maße wie bei
einem erfindungsgemäßen Stahl mit bis 0,004% Tellur.
[0019] Die nachfolgende Tabelle III zeigt, wie sich die mechanischen Eigenschaften mit Hilfe
einer Begrenzung des Schwefelgehalts und zusätzlich mit einem Tellurzusatz von nur
0,002% verbessern lassen. Dies zeigt sich insbesondere an den Quereigenschaften sowie
der Bruchdehnung und -einschnürung, denen angesichts der verhältnismäßig hohen Zugfestigkeit
eine besondere Bedeutung zukommt.

[0020] Insgesamt zeigen die Versuche, daß sich der Verschleißwiderstand ohne eine Erhöhung
der Zugfestigkeit in Längsrichtung wesentlich erhöhen läßt. Damit ist der Vorteil
verbunden, daß die Schweißbarkeit und die Zähigkeit nicht beeinträchtigt werden; denn
eine Erhöhung der Festigkeit zur Verbesserung des Verschleißverhaltens wäre mit einer
Beeinträchtigung der Schweißbarkeit und der Zähigkeit verbunden.
[0021] Andererseits läßt sich aber auch umgekehrt unter Beibehaltung des Verschleißwiderstandes
die Festigkeit absenken, was mit dem Vorteil eines geringeren Gehaltes an Kohlenstoff
und Legierungselementen sowie einer damit verbundenen Verbesserung der Schweißbarkeit
und der Bruchsicherheit verbunden ist.
[0022] Unabhängig von den beiden vorerwähnten Möglichkeiten, die Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Stahls gezielt einzustellen, besitzt der Stahl in jedem Falle bessere Quereigenschaften,
insbesondere eine bessere Reißfestigkeit, Bruchdehnung und Brucheinschnürung und demgemäß
einen erhöhten Widerstand gegen Längsrisse im Schienensteg. Hinzu kommt eine um etwa
20% höhere Dauerschwingfestigkeit in Querrichtung und der daraus resultierende höhere
Widerstand gegen Ermüdungsschäden, der sich sonst nur durch eine Erhöhung der Zugfestigkeit
um 20 N/mm
2 erreichen läßt.
1. Verwendung eines Stahls, bestehend aus bis 0,82% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur und
bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6 sowie fakultativ
0,10 bis 0,50% Silizium, 1,30 bis 1,70% Mangan, 0,01 bis 0,025% oder unter 0,004%
Aluminium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen als Werkstoff
für Schienen, Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
2. Verwendung eines Stahls, bestehend aus 0,6 bis 0,8% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur
und bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis von Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6,
bis 0,50% Silizium, 0,80 bis 1,30% Mangan und höchstens 0,05% Phosphor und fakultativ
0,01 bis 0,025% oder unter 0,004% Aluminium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter
Verunreinigungen als Werkstoff für Schienen, Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
3. Verwendung eines Stahls, bestehend aus 0,5 bis 0,75% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur
und bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis von Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6,
0,10 bis 0,50% Silizium, 1,30 bis 1,70% Mangan und höchstens 0,05% Phosphor und fakultativ
0,01 bis 0,025% oder unter 0,004% Aluminium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter
Verunreinigungen als Werkstoff für Schienen, Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
4. Verwendung eines Stahls, bestehend aus 0,60 bis 0,80% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur
und bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis von Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6,
0,60 bis 1,20% Silizium, 0,80 bis 1,30% Mangan, höchstens 0,030% Phosphor und 0,70
bis 1,20% Chrom und fakultativ 0,01 bis 0,025% oder unter 0,004% Aluminium, Rest Eisen
einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen als Werkstoff für Schienen,
Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
5. Verwendung eines Stahls, bestehend aus 0,70 bis 0,80% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur
und bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis von Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6,
0,80 bis 1,20% Silizium, 0,80 bis 1,30% Mangan, höchstens 0,030% Phosphor, 0,80 bis
1,20% Chrom, bis 0,25% Titan und/oder Vanadium und fakultativ 0,01 bis 0,025% oder
unter 0,004% Aluminium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen
als Werkstoff für Schienen, Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
6. Verwendung eines Stahls, bestehend aus 0,53 bis 0,62% Kohlenstoff, bis 0,004% Tellur
und bis 0,007% Schwefel bei einem Verhältnis von Tellur/Schwefel von 0,1 bis 0,6,
0,65 bis 1,1% Mangan, 0,8 bis 1,3% Chrom, 0,1 bis 0,6% Silizium, je 0,05 bis 0,11%
Molybdän und Vanadium sowie unter 0,02% Phosphor und fakultativ 0,01 bis 0,025% oder
unter 0,004% Aluminium, Rest Eisen einschließlich erschmelzungsbedingter Verunreinigungen
als Werkstoff für Schienen, Radlenker und rollendes Eisenbahnzeug.
7. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1 mit höchstens 0,05% Phosphor.
8. Verwendung eines Stahls nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit unter 0,0015% Sauerstoff.
1. The use of a steel consisting of up to 0.82% carbon, up to 0.004% tellurium and up
to 0.007% sulphur with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6 and optionally 0.10
to 0.50% silicon, 1.30 to 1.70% manganese, 0.01 to 0.025% or less than 0.004% aluminium,
balance iron and impurities arising from melting, as material for rails, guard rails
and railway rolling gear.
2. The use of a steel consisting of 0.6 to 0.8% carbon, up to 0.004% tellurium and up
to 0.007% sulphur with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6, up to 0.50% silicon,
0.80 to 1.30% manganese and not more than 0.05% phosphorus, and optionally 0.01 to
0.025% or less than 0.004% aluminium, balance iron and impurities arising from melting,
as material for rails, guard rails and railway rolling gear.
3. The use of a steel consisting of 0.5 to 0.75% carbon, up to 0.004% tellurium and up
to 0.007% sulphur, with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6, 0.10 to 0.50% silicon,
1.30 to 1.70% manganese and not more than 0.05% phosphorus, and optionally 0,01 to
0.025% or less than 0.004% aluminium, balance iron and impurities arising from melting,
as material for rails, guard rails and railway rolling gear.
4. The use of a steel consisting of 0.60 to 0.80% carbon, up to 0.004% tellurium and
up to 0.007% sulphur, with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6, 0.60 to 1.21%
silicon, 0.80 to 1.30% manganese, not more than 0.030% phosphorus and 0.70 to 1.20%
chromium, and optionally 0.01 to 0.025% or less than 0.004% aluminium, balance iron
and impurities arising from melting, as material for rails, guard rails and railway
rolling gear.
5. The use of a steel consisting of 0.70 to 0.80% carbon, up to 0.004% tellurium and
up to 0.007% sulphur, with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6, 0.80 to 1.20%
silicon, 0.80 to 1.30% manganese, not more than 0.030% phosphorus, 0.80 to 1.20% chromium,
up to 0.25% titanium and/or vanadium and optionally 0.01 to 0.025% or less than 0.004%
aluminum, balance iron and impurities arising from melting, as material for rails,
guard rails and railway rolling gear.
6. The use of a steel consisting of 0.53 to 0.62% carbon, up to 0.004% tellurium and
up to 0.007% sulphur, with a tellurium/sulphur ratio of 0.1 to 0.6, 0.65 to 1.1% manganese,
0.8 to 1.3% chromium, 0.1 to 0.6% silicon, 0.05 to 0.11% each of molybdenum and vanadium
and less than 0.02% phosphorus, and optionally 0.01 to 0.025% or less than 0.004%
aluminium, balance iron and impurities arising from melting, as material for rails,
guard rails and railway rolling gear.
7. The use of a steel according to claim 1 with not more than 0.05% phosphorus.
8. The use of a steel according to one of claims 1 to 7 with less than 0.0015% oxygen.
1. Utilisation d'un acier, composé jusqu'à 0,82 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure,
et jusqu'à 0,007 % de soufre avec un rapport tellure/soufre de 0,1 à 0,6, et facultativement
aussi de 0,10 % à 0,50 % de silicium, de 1,30 à 1,70 % de manganèse, de 0,01 à 0,025
% ou moins de 0,004 % d'aluminium, de fer résiduel comprenant des impuretés dont la
présence est due au procédé d'élaboration de l'acier, comme matériau pour des rails,
des contre-rails et du matériel roulant de chemin de fer.
2. Utilisation d'un acier, composé de 0,6 à 0,8 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure
et jusqu'à 0,007 % de soufre, avec un rapport tellure/soufre de 0,1 à 0,6 ; jusqu'à
0,50 % de silicium, de 0,80 à 1,30 % de manganèse et de 0,05 % au maximum de phosphore
et facultativement de 0,01 à 0,025 % ou moins de 0,004 % d'aluminium, de fer résiduel
comprenant des impuretés dont la présence est due au procédé d'élaboration de l'acier,
comme matériau pour des rails, des contre-rails et du matériel roulant de chemin de
fer.
3. Utilisation d'un acier, composé de 0,5 à 0,75 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure
et jusqu'à 0,007 % de soufre avec un rapport de tellure/soufre de 0,1 à 0,6 , de 0,10
à 0,50 % de silicium, de 1,30 à 1,70 % de manganèse et de 0,05 % au maximum de phosphore
et facultativement de 0,01 à 0,025 % ou moins de 0,004 % d'aluminium, de fer résiduel
comprenant des impuretés dont la présence est due au procédé d'élaboration de l'acier,
comme matériau pour la production de rails, de contre-rails et de matériel roulant
de chemin de fer.
4. Utilisation d'un acier, composé de 0,60 à 0,80 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure
et jusqu'à 0,007 % de soufre avec un rapport de tellure/soufre de 0,1 à 0,6, de 0,60
à 1,20 % de silicium, de 0,80 à 1,30 % de manganèse, de 0,030 % au maximum de phosphore
et de 0,70 à 1,20 % de chrome et facultativement de 0,01 à 0,025 % ou moins de 0,004
% d'aluminium, de fer résiduel comprenant des impuretés dont la présence est due au
procédé d'élaboration de l'acier, comme matériau pour la production de rails, de contre-rails
et de matériel roulant de chemin de fer.
5. Utilisation d'un acier, composé de 0,70 à 0,80 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure
et jusqu'à 0,007 % de soufre avec un rapport de tellure/soufre de 0,1 à 0,6, de 0,80
à 1,20 % de silicium, de 0,80 à 1,30 % de manganèse, de 0,030 % au maximum de phosphore
et de 0,80 à 1,20 % de chrome, jusqu'à 0,25 % de titane et/ou de vanadium et facultativement
de 0,01 à 0,025 % ou moins de 0,004 % d'aluminium, de fer résiduel comprenant des
impuretés dont la présence est due au procédé d'élaboration de l'acier, comme matériau
pour la production de rails, de contre-rails et de matériel roulant de chemin de fer.
6. Utilisation d'un acier composé de 0,53 à 0,62 % de carbone, jusqu'à 0,004 % de tellure
et jusqu'à 0,007 % de soufre avec un rapport de tellure/soufre de 0,1 à 0,6, de 0,65
à 1,1 % de manganèse, de 0,8 à 1,3 % de chrome, de 0,1 à 0,6 % de silicium, de 0,05
à 0,11 % de molybdène, de 0,05 à 0,11 % de vanadium et moins de 0,02 % de phosphore,
et facultativement de 0,01 à 0,025 % ou moins de 0,004 % d'aluminium, de fer résiduel
comprenant des impuretés dont la présence est due au procédé d'élaboration de l'acier,
comme matériau pour la production de rails, de contre-rails et de matériel roulant
de chemin de fer.
7. Utilisation d'un acier selon la revendication 1, comportant au maximum 0,05 % de phosphore.
8. Utilisation d'un acier selon l'une des revendications 1 à 7, comportant moins de 0,0015
% d'oxygène.

