| (19) |
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(11) |
EP 0 593 391 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.1997 Patentblatt 1997/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.09.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D01G 19/08 |
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| (54) |
Vorrichtung zum Wickelwechsel
Apparatus for wound package changing
Appareil pour changer le paquet d'enroulement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE IT LI |
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Priorität: |
16.10.1992 CH 3229/92
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.1994 Patentblatt 1994/16 |
| (73) |
Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Broger, David
CH-8370 Sirnach (CH)
- Clement, Heinz
CH-8406 Wintherthur (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 349 852 FR-A- 890 150 GB-A- 953 405
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EP-A- 0 452 491 GB-A- 825 734
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, bzw. ein Verfahren zur Aufnahme und Nachführung
eines Reservewickels an einer Wattewickel verarbeitenden Maschine, wobei der Reservewickel
zu dem in Arbeitsposition befindlichen Wattewickel in radialem Abstand auf einer Aufnahme
in Bereitschaft gehalten und nach Entfernen der leergelaufenen Hülse des Wattewickels
auf einer Führung unterhalb des Reservewickels, in die Arbeitsposition überführt wird.
[0002] Nachfolgend wird im wesentlichen von einer Arbeitsstelle, zum Beispiel einem Kämmkopf
einer Kämmaschine gesprochen. In der Praxis sind jedoch mehrere, zum Beispiel acht
oder sechs solcher Arbeitsstellen nebeneinander angeordnet, wobei zu den Arbeitsstellen
die Nachführung der Reservewickel gleichzeitig oder zeitlich voneinander getrennt
durchgeführt werden kann.
[0003] Zur Vermeidung von unnötigen Stillstandszeiten an Wattewickel verarbeitenden Maschinen,
zum Beispiel an Kämmmaschinen oder Kehrstrecken, ist es bekannt, zu den in Arbeit
befindlichen Wattewickeln jeweils einen Reservewickel in einer Bereitschaftsstellung
zu halten. Eine solche Einrichtung ist zum Beispiel bei der Kämmaschine E7/5 (Rieter-Prospekt
"Kämmerei - Impressum 1403d-0991 - printed in Switzerland") vorhanden. Hierbei werden
die leergelaufenen Hülsen von Hand in eine Abholposition für ein Transportsystem überführt
und anschliessend nacheinander die einzelnen Reservewickel in die jeweilige Arbeitsposition
manuell befördert. Dieser Ablauf erfordert einen relativ hohen Zeitaufwand und kann
bei unsachgemässer Handhabung der Reservewickel zu Beschädigungen der äusseren Wattebahn
führen.
[0004] Aus der JP-B-63-27449 ist eine gattungsgemäße Einrichtung bekannt, wobei ein Reservewickel
hinter dem Arbeitswickel auf einer schräg abfallenden Abrollfläche in Bereitschaft
gehalten wird. Um den Reservewickel in dieser Reserveposition zu halten, ist im Bereich
der Abrollfläche ein verschwenkbares Blech angeordnet, das über einen Verstellmechanismus
aus der Sperrstellung in eine Freigabestellung überführbar ist. Unterhalb dieser Abrollfläche
ist eine verschwenkbare Aufnahme für die über eine Auswurfeinrichtung nach hinten
ausgeworfene leere Hülse vorgesehen. Diese verschwenkbare Aufnahme ist mit der Verstellmechanismus
für das Entriegeln des verschwenkbaren Bleches verbunden. Das heisst, bevor der Reservewickel
zum Abrollen in die Arbeitsposition freigegeben wird, wird die leere Hülse über eine
Durchtrittsöffnung zwischen der Abrollfläche und der Arbeitsposition nach unten in
die Aufnahme überführt. Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass die Reserveposition
relativ weit hinten, das heisst in einem grossen Abstand zur Arbeitsposition, angeordnet
ist. Das ist deshalb notwendig, weil die nach hinten ausgeworfene Hülse einen bestimmten
Freiraum zur Abgabe an die Aufnahme benötigt. Diese Einrichtung beansprucht deshalb,
in der Breite gesehen, einen grossen Platzbedarf und verperrt ausserdem die Zugänglichkeit
für Wartungsarbeiten für Aggregate, welche sich im unteren und hinteren Bereich der
Kämmaschine befinden. Durch den relativ langen Abrollweg, den der Reservewickel bis
zur Arbeitsposition zurücklegen muss, kann es zu Beschädigungen, bzw. zu Verformungen
der äusseren Watteschicht kommen.
[0005] Aus der JP-U-52-64823 ist eine kompaktere Bauweise zu entnehmen, wobei der Reservewickel
in einer Lage dicht neben dem Arbeitswickel gelagert ist. Der Reservewickel wird auch
hierbei über eine verschwenkbare Platte in seiner Reserveposition gehalten und ist
erhöht gegenüber dem Arbeitswickel angeordnet. Durch diese höhere Anbringung der Reserveposition
ist es möglich, die abgelaufene Hülse direkt unterhalb der verschwenkbaren Sperrplatte
nach hinten abzugeben. Nachteilig bei dieser Ausführung ist jedoch die Nachführung
des Reservewickels über eine Führungsfläche aus einer relativ hohen Position in die
Arbeitsposition. Das heisst, beim Abrollvorgang wird die Masse des Reservewickels
stark beschleunigt und muss abgebremst werden, um ein Überrollen über die Arbeitsposition
zu verhinden. Dieser Vorgang kann entweder manuell oder mit entsprechenden Abbremselementen
durchgeführt werden.
[0006] Das wiederum bedingt einen entsprechenden zeitlichen oder technischen Aufwand, wobei
die vorher beschriebene Beschädigungsgefahr der äusseren Wattenlage nicht ausgeschlossen
ist.
[0007] Es sind weiterhin Einrichtungen bekannt, wie zum Beispiel aus der JP-U-59-43386,
wobei der Reservewickel auf einer kippbaren Führungsfläche aufliegt. Bei dieser Ausführung
werden besondere Sperrelemente und Halteelemente benötigt, die einerseits ein unbeabsichtigtes
Abrollen des Reservewickels nach vorne verhindern und andererseits den Reservewickel
in seiner hinteren Lage positionieren.
[0008] Mit dieser Einrichtung kann zwar eine schonende Übergabe des Reservewickels in die
Arbeitsposition durchgeführt werden, jedoch ist hierbei die automatische Abgabe der
leeren Hülse nach hinten nicht gelöst.
[0009] Ausgehend vom bekannten Stand der Technik, insbesondere der JP-63-27 449, liegt der
Erfindung somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Aufnahme
und Nachführung eines Reservewickels vorzuschlagen, welche einerseits eine kompakte
Bauweise und schonende Wickelübergabe ermöglicht und andererseits eine problemlose
und automatische Abgabe der leeren Hülsen nach hinten gewährleistet.
[0010] Diese Aufgabe wird einerseits durch den kennzeichnenden Teil der Vorrichtung nach
Patentanspruch 1 gelöst, wobei die Vorrichtung aus einer zwei in einem horizontalen
Abstand zueinander angebrachten Schwenkelemente aufweisenden schwenkbeweglich gelagerten
Aufnahme besteht, wobei zumindest ein Teilbereich des lichten horizontalen Abstandes
der Schwenkelemente grösser als die Länge der Hülse des Wickels ist.
[0011] Es wird weiter vorgeschlagen, dass die Aufnahme als Mulde ausgehildet ist. Das ermöglicht
einerseits die Einhaltung einer sicheren Lage in der Reserveposition des Wikkels sowie
andererseits eine schonende Übergabe in die Arbeitsposition. Das heisst, die Mulde
kann so ausgebildet werden, dass beim Verschwenkvorgang in Richtung der Arbeitsposition
der Wattewickel nur einen kurzen Rollweg zurücklegen muss. Dadurch wird eine erhöhte
Beschleunigung des Wattewickels beim Übergabevorgang vermieden und eine schonende
Übergabe gewährleistet.
[0012] Ausserdem wird bei der zuvor beschriebenen Ausführung aufgrund der Anlenkung der
Aufnahme über ein Schwenkelement eine kompakte Bauweise und eine automatische Ausführung
der Hülse nach hinten ermöglicht.
[0013] Dies wird insbesondere dadurch gewährleistet, dass zumindest ein Teilbereich des
lichten horizontalen Abstandes der Schwenkarme grösser ist als die Länge der Hülse.
[0014] Vorteilhafterweise sind die Schwenkelemente als Schwenkarme ausgebildet. Durch den
weiteren Vorschlag, die Schwenkelemente als mehrgliedriges Getriebe auszubilden, zum
Beispiel als Gelenkviereck, erzielt man eine exakte Anpassung an einen sanften Übergabevorgang.
[0015] Die Schwenkbewegung der Schwenkelemente kann über einen am Schwenkelement angelenkten
Zylinder erfolgen.
[0016] Es können hierbei zum Beispiel pneumatische Zylinder zur Anwendung kommen, über welche
ein sanfter Übergabevorgang durchgeführt werden kann.
[0017] Aus Sicherheitsgründen wird vorgeschlagen, dem oder den Zylindern mindestens ein
mechanisches Sperrglied zuzuordnen. Das vermeidet einen unbeabsichtigten Übergabevorgang.
Dieser könnte zum Beispiel dann auftreten, wenn im pneumatischen Kreislauf ein Defekt,
zum Beispiel ein Leck entsteht.
[0018] Durch eine entsprechende Anlenkung der Schwenkpunkte der Schwenkelemente am Rahmen
ist es möglich, den Schwerpunkt des in Reserveposition befindlichen Reservewickels
so zu positionieren, so dass auf die Aufnahme aus dieser Position ein Schwenkmoment
in Richtung der Arbeitsposition entsteht. Dadurch ist die Übergaberichtung genau definiert
und die Schwenkbewegung wird durch das Eigengewicht des Reservewickels unterstützt.
[0019] Um eine nicht gewollte Beschleunigung des Schwenkvorganges zu verhindern, ist es
vorteilhaft, diesen Schwenkvorgang durch Anbringung eines Dämpfungselementes, zum
Beispiel einer Drossel im pneumatischen Kreislauf, zu dämpfen. Als Dämpfungselement
kann auch eine entsprechend angebrachte Druck- oder Zugfeder verwendet werden.
[0020] Eine weitere Möglichkeit besteht in einer entsprechenden Anlenkung der Schwenkelemente,
wobei in der Reserveposition der Schwerpunkt des Reservewickels so gelagert ist, dass
ein Schwenkmoment entgegen der Arbeitsposition entsteht. Um den Reservewickel in dieser
Position zu halten, wird vorgeschlagen, einen Anschlag im Schwenkbereich der Schwenkelemente
bzw. der Mulde anzubringen, welcher den Reservewickel in der Reserveposition arretiert.
Durch diese Anordnung kann auf die Anbringung eines mechanischen Sperrglieds verzichtet
werden.
[0021] Zur Vollautomatisierung des Wechselvorganges wird weiterhin vorgeschlagen, der Arbeitsposition
eine Auswurfeinrichtung für die leere Hülse zuzuordnen.
[0022] Diese wird, wie vorgeschlagen, in eine Aufnahme unterhalb der Reserveposition überführt.
Diese Überführung kann unterstützt werden durch Anbringung einer abfallenden Führungsfläche,
die mit der Arbeitsposition in Verbindung steht.
[0023] Gleichfalls ist es möglich, die Hülse über schwenkbeweglich gelagerte Arme, die mit
beweglichen Greifelementen versehen sind, nach hinten zu überführen, wobei die Hülse
dann auf die abfallende Führungsfläche aufgesetzt in die Aufnahme gelangt.
[0024] Dabei wird vorgeschlagen, zur Freigabe der Hülse von den schwenkbeweglich gelagerten
Armen Anschläge vorzusehen, welche die Greifelemente in eine Freigabestellung überführen.
[0025] Da, wie bereits in der Beschreibungseinleitung beschrieben, in der Praxis mehrere
Arbeitsstellen mit Arbeits- und Reservepositionen nebeneinander angeordnet sind, ist
es auch möglich, mehrere nebeneinanderliegende Schwenkelemente über ein gemeinsames,
mit diesen Schwenkelementen verbundenes Verstellglied gleichzeitig zu verschwenken.
[0026] Die Aufgabe der Erfindung wird andererseits auch durch den kennzeichnenden Teil des
Verfahrens nach Anspruch 19 gelöst, wobei insbesondere das automatische Entfernen
der Hülse, die automatische Überführung des Reservewickels, sowie das gesteuerte Zurückschwenken
der Reservewickel-Aufnahme in die Bereitschaftsposition, nach Entfernung der leeren
Hülse, beansprucht wird.
[0027] Weitere vorteilhafte Ausführungen sind anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und aufgezeigt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Aufnahme- und Übergabevorrichtung für einen
Reservewickel gemäss der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht gemäss Fig.1 mit Ausführung des Schwenkelements als
Gelenkviereck,
- Fig. 3
- eine schematische Teil-Vorderansicht nach Fig.1,
- Fig. 4
- Eine weitere Ausführungsform der Anlenkung der Schwenkelemente gemäss Fig.1,
- Fig. 5
- Eine vergrösserte Teilansicht der Greifeinrichtung für die Hülse nach Fig.1,
- Fig. 6
- Eine Ansicht "X" gemäss Fig.5,
[0028] Fig.1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Kämmkopfes 2, einer Kämmaschine
1 mit einer Wickelaufnahmeposition 3, auch Arbeitsposition genannt, in welcher ein
gestrichelt gezeichneter Arbeitswickel 4 (Wattewickel) auf Wickelwalzen 5 und 6 aufliegt.
Mindestens eine der Wickelwalzen 5,6 ist mit einem Antrieb 82 versehen und sorgt somit
für das Abwickeln des Arbeitswickels 4. Die strichpunktiert gezeichnete und abgewickelte
Wattenbahn 7 wird zu einem nicht gezeigten Zangenaggregat überführt, welches die Watte
einem ebenfalls nicht gezeigten Rundkamm zum Auskämmen vorlegt. Eine derartige Einrichtung
ist zum Beispiel aus der EP-A-437807 zu entnehmen.
[0029] In der Regel sind an einer Kämmaschine 1 acht solcher Kämmköpfe 2 nebeneinander angeordnet.
Das Ausführungsbeispiel wird anhand eines Kämmkopfes beschrieben.
[0030] Wie weiterhin aus Fig.1 zu entnehmen, ist zu der Arbeitsposition 3 eine Reserveposition
8 mit einem Reservewickel 9 vorgesehen, welcher sich in einer Wartestellung befindet
und in einer Mulde 10 aufgenommen ist. Die Mulde 10 kann sich auch über die Länge
von zum Beispiel vier Kämmköpfen 2 erstrecken, wobei dann insgesamt vier Reservewickel
9 in der Mulde 10 gleichzeitig aufgenommen werden können.
[0031] Die Mulde 10 ist über Schwenkarme 11 um eine Schwenkachse 12 schwenkbar gelagert.
Die Schwenkachse 12 ist in einer Stütze 13, die am Rahmen 14 der Kämmaschine 1 angebracht
ist, befestigt. An der Mulde 10 sind im Bereich eines Reservewickels 9 zwei im Abstand
voneinander angeordneten Schwenkarme 11 angebracht.
[0032] Wie aus der Vorderansicht entsprechend Fig.3 zu entnehmen ist, ist der Abstand A
zwischen den beiden Schwenkarmen 11 so gewählt, so dass der Durchtritt einer leeren
Hülse 15 mit der Breite B zwischen den Schwenkarmen 11 gewährleistet ist. An mindestens
einem Schwenkarm 11 ist ein Bolzen 18 befestigt, an welchem ein Zylinder 19 angreift.
Der Zylinder 19 ist an seinem gegenüberliegenden Ende auf einer Drehachse 20 am Rahmen
14 schwenkbar befestigt. Ebenfalls an mindestens einem Schwenkarm 11 ist ein Anschlag
21 angebracht, der mit einem Verriegelungselement 22, das um die Schwenkachse 23 am
Rahmen 14 schwenkbar gelagert ist, zusammenwirkt. Das Verriegelungselement 22, kurz
Riegel genannt, ist über einen an der Stütze 13 angelenkten Zylinder 24 verschwenkbar
angebracht.
[0033] Ebenfalls an der Stütze 13 ist ein Führungsblech 25 befestigt, das bis zur Wickelwalze
6 geführt ist, und eine nach hinten abfallende Abrollfläche für eine leergelaufene
Hülse 15 bildet. Am hinteren Ende ist das Führungsblech 25 abgewinkelt und mit einem
Anschlag 26 versehen, welcher als Dämpfungselement für das Abbremsen der nach hinten
rollenden Hülse 15 dient und zum Beispiel aus einem Gummi- oder Schaumstoffmaterial
hergestellt sein kann. Das hintere Teil des Führungsbleches 25 bildet durch die Anbringung
der Abwinklung eine Art Aufnahmemulde 27 für die nach hinten ausgeworfene Hülse 15.
[0034] In der in Fig.1 gezeigten Stellung befindet sich eine leere und abgelaufene Hülse
15 auf den Wickelwalzen 5,6, welche mittels zwei in Abstand zueinander auf einer Drehachse
30 schwenkbar gelagerten Greifarmen 31 nach hinten auf das Führungsblech 25 überführt
werden kann. Der jeweilige Greifarm 31, der im Bereich der Stirnfläche der Hülse 15
verschwenkbar angeordnet ist, ist jeweils mit einem in Richtung des lichten Durchmessers
D der Hülse 15 verschwenkbaren Riegel 32 versehen, welcher in Zusammenwirken mit einem
konischen Bolzen 33, der ebenfalls auf dem Greifarm 31 befestigt ist, die Überführung
der Hülse 15 vornimmt. Der Bolzen 33 könnte auch als drehbar gelagerte Rolle ausgebildet
sein, welche eine zusätzliche Funktion zum Andrücken der Hülse 15 über ihre Aussenumfangsfläche
auf die Wickelwalzen 5,6 ausübt. Das Andrücken der Hülse 15 wird entsprechend dem
Beispiel nach der EP-A1 455171 zum Abreissen bzw. Vorbereiten der auslaufenden Wattenbahn
für einen neuen Ansetzvorgang eines neuen Wickels benötigt.
[0035] Eine vergrösserte Darstellung dieses Teilbereichs des Greifarmes 31 ist aus Fig.5
bzw. Fig.6 zu entnehmen.
[0036] Dabei ist ersichtlich, dass der Riegel 32 auf einer Schwenkachse 34 eines am Greifarm
31 befesigten Lagerteils 35 schwenkbar gelagert ist. Durch eine am Lagerteil 35 und
am einen Schenkel 37 des Riegels 32 angelenkte Feder 36 wird eine Schwenkbewegung
des Riegels 32 im Uhrzeigersinn erzeugt. Der Riegel 32 kann dabei soweit verschwenken,
bis sein Schenkel 37 auf einem Anschlag 38 des Lagerteils 35 aufliegt. Im gezeigten
Beispiel der Fig.5 und 6 befindet sich der Riegel 32 in einer Aussereingriffsstellung,
in welcher er über einen am Rahmen 14 angebrachten Anschlag 41 gehalten wird. Das
heisst, sobald bei der Schwenkbewegung des Greifarmes 31 der Schenkel 37 des Riegels
32 in den Bereich der Schräge 42 des Anschlages 41 gelangt, wird dieser entgegen der
Federkraft der Feder 36 aus dem Bereich des lichten Durchmessers D der Hülse 15 verschwenkt.
[0037] Dieser Vorgang läuft gleichzeitig bei beiden die Hülse 15 erfassenden Greifarmen
31 ab.
[0038] Die Eingriffsstellung des Riegels 32 für die Hülse 15 ist strichpunktiert dargestellt.
[0039] Kurz vor der Abgabe an das Führungsblech 25 liegt die Hülse 15, wie strichpunktiert
in Fig.5 angedeutet, infolge der Schwerkraft auf dem Bolzen 33 auf. Bei weiterer Verschwenkung
der Greifarme 31 nach unten kommt die Hülse 15 zur Auflage auf das Führungsblech 25
und kann in Folge der Aussereingriffsstellung der Riegel 32 nach hinten in die Aufnahmemulde
27 abrollen.
[0040] Die Schwenkbewegung der Greifarme erfolgt über einen schematisch angedeuteten Antrieb
43.
[0041] Dieser Antrieb 43 kann zum Beispiel aus einem Motor bestehen, der über Getriebeelemente
mit der Drehachse 30 verbunden ist. Eine andere Lösung zum Verschwenken der Greifarme
31 könnte dadurch erfolgen, dass auf der Drehachse 30 zusätzliche Schwenkelemente
angebracht sind, welche von einem Zylinder verschwenkt werden können.
[0042] Zum Auswerfen der Hülsen 15 nach hinten, kann auch ein Hülsenauswerfer 44 entsprechend
dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 verwendet werden. Dabei ist der Auswerfer 44 drehbar
um die Wickelwalze 6 gelagert und wird über einen Zylinder 45 aus seiner Lage verschwenkt.
Der Zylinder 45 ist dabei einerseits am Rahmen 14 und andererseits am Auswerfer 44
schwenkbeweglich angelenkt.
[0043] Weiterhin unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel gemäss Fig.2 vom Ausführungsbeispiel
nach Fig.1 in der Verwendung eines Gelenkvierecks 47, zur Verschwenkung der Mulde
10, anstelle der Schwenkarme 11. Das Gelenkviereck 47 besteht aus zwei ungleich langen
Lenkern 48 und 49, welche jeweils an ihrem einen Ende an der Stütze 13 und ihrem anderen
Ende an einer an der Mulde 10 befestigten Platte 50 schwenkbeweglich gelagert sind.
Im gezeigten Beispiel greift ein Zylinder 51 am Lenker 48 in einer Schwenkachse 52
an, während sein anderes Ende am Rahmen 14 schwenkbeweglich auf der Schwenkachse 20
angelenkt ist. Auf dem Lenker 48 ist zusätzlich ein Anschlag 53 befestigt, welcher
von einem um die Drehachse 54 verschwenkbaren Riegel 55 übergriffen wird. Der Riegel
55 ist über ein an der Stütze 13 schwenkbeweglich befestigten Zylinder 56 verschwenkbar.
[0044] Die Lage der Schwerpunktlinie S des Reservewickels 9 erzeugt aus der gezeigten Reserveposition
8 ein Schwenkmoment auf das Gelenkviereck 47, welches versucht, den Wickel 9 entgegen
dem Riegel 55 in Richtung zur Arbeitsposition 3 zu verschwenken. Ähnlich wie im Beispiel
der Fig.1 sind unterhalb der Mulde 10 jeweils zwei im parallelen Abstand zueinander
angeordnete Lenker 49 bzw. 48 angeordnet, wobei der lichte Abstand A zwischen den
jeweiligen Lenkerpaaren so gewählt ist, so dass der Durchtritt einer leeren Hülse
15 gewährleistet wird.
[0045] Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig.4 zeigt eine Vorrichtung ähnlich dem Beispiel
nach Fig.1. Unterschiedlich hierbei ist lediglich die bereits zur Ausführung der Fig.2
beschriebene Hülsenauswurfeinrichtung 44 sowie die geänderte Anlenkung der Schwenkarme
11 in der Reservestellung 8 in bezug auf die Lage der Schwerpunktlinie S. Das heisst,
die Schwerpunktlinie S verläuft hinter der Schwenkachse 12 in bezug auf die Arbeitsposition
3. Dadurch entsteht ein Schwenkmoment nach hinten. Diese wird durch einen Anschlag
57 aufgenommen, auf welchem eine Anschlagfläche 58 des Schwenkarmes 11 zum Aufliegen
kommt. Durch diese Anordnung erübrigt sich die Anbringung von speziellen Verriegelungselementen,
ohne dass die stabile und sichere Reserveposition 8 gefährdet ist.
[0046] Nachfolgend wird nun die Funktionsweise der Ausführung nach Fig.1 näher beschrieben:
[0047] Über einen der Arbeitsposition zugeordneten Sensor 80 wird im gezeigten Zustand ein
Signal "Hülse leer" an eine Steuereinheit 81 abgegeben. Die Steuereinheit 81 setzt
daraufhin den Antrieb der Kämmaschine (nicht gezeigt) sowie der Antrieb 82 der Wikkelwalze
5 still. Anschliessend wird über die Steuereinheit 81 der Antrieb 43 der Greifarme
31 in Bewegung gesetzt, wobei der Riegel 32 auf die Umfangsfläche der Hülse 15 auftrifft.
Die Riegel 32 die sich links und rechts der Hülsenstirnfläche befinden, werden bei
weiterer Verschwenkung entgegen der Federkraft der Federn 36 in den Lagerteil 35 verschwenkt.
Sobald der freie Schenkel des Riegels 32 in den lichten Durchmesser D der Hülse 15
gelangt, wird er durch die Feder in die in Fig.6 strichpunktiert gezeigte Verriegelungsstellung
überführt. Die Hülsenwandung befindet sich jetzt zwischen der Umfangsfläche des Bolzens
33 und dem Riegel 32. Die Drehrichtung des Antriebes 43 wird nun gekehrt, wodurch
die Hülse 15 aus der Arbeitsposition 3 nach hinten in Richtung des Führungsbleches
25 verschwenkt wird.
[0048] Kurz bevor die Hülse 15 mit ihrem Aussenumfang auf die Führungsfläche 25 auftrifft,
gelangt der Riegel 32 in den Bereich der Schräge 42 des Anschlages 41 und wird bei
weiterer Verschwenkung nach innen in den Lagerteil 35 verschwenkt. Während der Schwenkbewegung
der Schwenkarme 31 hat sich der Aussenumfang der Hülse 15 auf den Aussenumfang der
jeweiligen Bolzen 33 gelegt (in Fig.5 strichpunktiert angedeutet). Bei weiterer Verschwenkung
der Schwenkarme nach unten und seitlich am Führungsblech 25 vorbei kommt die Hülse
auf das Führungsblech 25 zur Auflage und rollt unterhalb der Mulde 10 zwischen den
Schwenkarmen 11 in die hintere Aufnahmemulde 27. Der Abrollvorgang wird dabei durch
den angebrachten Anschlag 26 abgedämpft. Sobald die Hülse 15 diese Lage erreicht hat,
wird dies über einen Sensor 83 erfasst, welcher ein Signal an die zentrale Steuereinheit
81 abgibt. Dadurch wird der eigentliche Übergabevorgang des Reservewickels 9 in die
Arbeitsstellung 3 ausgelöst.
[0049] Das heisst, der Zylinder 24 wird über ein Ventil 84 betätigt, wobei der Riegel 22
in eine Freigabestellung überführt wird und somit den Verschwenkvorgang der Schwenkarme
11 ermöglicht. Der Verschwenkvorgang in Richtung der Arbeitsposition 3 wird durch
das Eigengewicht des Reservewickels 9 unter Zuhilfenahme des über das Ventil 85 angesteuerten
Zylinders 19 vorgenommen. Die Mulde 10 gelangt dabei in die strichpunktiert gezeichnete
Lage, wodurch der Reservewickel 9 in die Arbeitsposition 3 abgerollt wird. Die Mulde
10 ist dabei so ausgebildet, so dass ein schonendes Abrollen bzw. eine schonende Übergabe
an die Arbeitsposition gewährleistet ist. Der Reservewickel 9 wird nun zum Arbeitswickel
4, welcher strichpunktiert dargestellt ist. Die neue Wattenbahn des Arbeitswickels
4 kann nunmehr von Hand oder automatisch an die auslaufende Wattenbahn angesetzt werden.
[0050] Da sich die Mulde 10 noch in der strickpunktiert gezeichneten Lage befindet, kann
oberhalb der Aufnahmemulde 27 eine Transporteinheit positioniert werden, welche über
entsprechende Greifelemente (nicht gezeigt) die leeren Hülsen 15 aus der Aufnahmemulde
27 nach oben abführt und entsorgt. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen worden ist,
was wiederum durch den Sensor 83 überwacht wird, wird über den Zylinder 19 die Aufnahmemulde
10 in die Reserveposition 8 überführt. Der Riegel 22 wird über den Zylinder 24 in
die gezeigte Verriegelungsposition gebracht, wodurch die Reserveposition mechanisch
verriegelt ist.
[0051] Wie aus der Darstellung der Fig.1 zu ersehen, würden sich bei vollen Wickeln der
Arbeitswickel 4 und der Reservewikkel 9 überschneiden. Deshalb wird ein neuer Reservewickel
9 vom Transportsystem erst dann auf die Mulde 10 aufgesetzt, wenn der Arbeitswickel
4 auf einen bestimmten Mindestdurchmesser abgearbeitet ist. Dies kann entweder über
ein Zeiterfassungselement oder über entsprechende Sensoren ermittelt werden. Derartige
Sensoren sind zum Beispiel in der DE-OS-38 36 242 beschrieben.
[0052] Um die Absenkgeschwindigkeit des Reservewickels in die Arbeitsposition 3 abzudämpfen,
ist es möglich, wie zum Beispiel in Fig.4 dargestellt, in der Ansteuerung des Zylinders
19 ein Dämpfungsglied 86 anzubringen.
[0053] Der Übergabevorgang der Reservewickel 9 der Ausführung nach Fig.2 bzw. Fig.4 entspricht
im wesentlichen dem Ausführungsbeispiel nach Fig.1. Unterschiedlich ist hierbei lediglich,
dass zum Auswurf der leergelaufenen Hülsen 15 unterhalb der Wickelwalzen 5,6 eine
Auswurfeinrichtung 44 angebracht ist, über welche durch Betätigung des Zylinders 45
die Hülse 15 in den Bereich der Führungsfläche 25 nach hinten überführt wird. Im Gegensatz
zu der Ausführung nach Fig.1 ist im Beispiel der Fig.2 der Riegel 55 als eine Art
Klinke ausgebildet, welche sich in der Reserveposition über einen Anschlag 53 legt.
[0054] Durch die entsprechende Anbringung der Schwenkachse 12 im Beispiel der Fig.4, ist
zur Sicherung der Reserveposition 8 kein spezieller Verriegelungsmechanismus notwendig.
Die Lage der Schwerpunktlinie S hinter der Schwenkachse 12 erzeugt ein Drehmoment
entgegen der Arbeitsposition 3. Dieses Schwenkmoment wird aufgefangen durch die Anbringung
eines Anschlages 57, auf welchem eine Anschlagfläche 58 des Schwenkarmes 11 zum Anliegen
kommt. Das heisst, eine weitere Schwenkbewegung nach hinten wird dadurch verhindert.
Die Verschwenkung des Reservewickels 9 in die Arbeitsposition 3 entspricht im wesentlichen
dem Vorgang entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig.1, wobei lediglich beim
Beginn des Schwenkvorganges das nach hinten wirkende Schwenkmoment mittels des Zylinders
19 überwunden werden muss.
1. Vorrichtung zur Aufnahme und zum Nachführung eines Reservewickels (9) an einer Wattewickel
verarbeitenden Maschine (1), wobei der Reservewickel zu dem in der Arbeitsposition
(3) befindlichen Wattewickel (4) in radialem Abstand auf einer Aufnahme in Bereitschaft
gehalten und, nach Entfernen der leergelaufenen Hülse (15) des Wattewickels auf einer
Führung (25) unterhalb des Reservewikkels, in die Arbeitsposition (3) überführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus einer zwei in einem horizontalen
Abstand zueinander angebrachten Schwenkelemente (11,59,60,47) aufweisenden schwenkbeweglich
gelagerten Aufnahme besteht, wobei zumindest ein Teilbereich des lichten horizontalen
Abstandes (A) der Schwenkelemente grösser als die Länge der Hülse (B) des Wickels
(9,4) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme als Mulde (10)
ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkelemente
als Schwenkarme (11) ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkelemente
als mehrgliedriges Getriebe (47) ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mehrgliedrige Getriebe
als Gelenkviereck (47) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung
der Schwenkelemente (11,59,60,47) über einen, an mindestens einem Schwenkelement angelenkten
Zylinder (19,69) erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zylinder (19) mindestens
ein mechanisches Sperrglied (22,55) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement
bzw. die Mulde (10) über das mechanische Sperrglied (22,55) in einer hinteren Reserveposition
(8) verriegelbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement in bezug
auf den in der Reservestellung befindlichen Schwerpunkt (S) des Reservewickels (9)
so angelenkt ist, so dass ein Schwenkmoment in Richtung der Arbeitsposition (3) entsteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Zylinder (19)
und die Verriegelung (22,55) so angeordnet sind, so dass deren Wirkrichtung entgegen
diesem Schwenkmoment ausgerichtet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung in
Richtung der Arbeitsposition (3) über ein Dämpfungselement (86) gedrosselt wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement in bezug
auf den in der Reservestellung befindlichen Schwerpunkt (S) des Reservewickels (9)
so angelenkt ist, dass ein Schwenkmoment entgegen der Arbeitsposition (3) entsteht
und ein im Schwenkbereich des Schwenkelements (11,59,60) oder der Mulde (10) befestigter
Anschlag (57,79) angebracht ist, der das Schwenkelement in einer fixen Reservestellung
(8) hält.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsposition
(3) eine Auswurfeinrichtung (31,44) für die Hülsen (15) zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Reserveposition
(8) der Mulde (10) eine Aufnahme (27) für die ausgeworfene leere Hülse (15) vorgesehen
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (27) über
eine abfallende Führungsfläche (25) mit der Arbeitsposition (3) in Verbindung steht.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswurfeinrichtung
aus schwenkbeweglich gelagerten Armen (31) besteht, welche mit beweglichen Greifelementen
(32) versehen sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass im Schwenkbereich der Arme
(31) Anschläge (41) zur Überführung der Greifelemente (32) in eine Freigabestellung
für die Hülsen (15) angebracht sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-17, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand
zwischen der Arbeitsposition (3) und der Reserveposition (8) so gewählt ist, dass
sich bei Auflage eines vollen Arbeitswickels (4) und eines Reservewikkels (9) deren
Umfangskreise überschneiden würden.
19. Verfahren zur Nachführung eines Reservewickels (9) an einer Wattewickel verarbeitenden
Maschine, wobei der Reservewickel zu dem in Arbeitsposition befindlichen Wattewickel
(4) in radialem Abstand auf einer Aufnahme in Bereitschaft gehalten und nach Entfernen
der leergelaufenen Hülse (15) des Wattewickels auf einer Führung (25) unterhalb des
Reservewickels in die Arbeitsposition überführt wird, gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
• Automatisches Entfernen der leeren Hülse aus der Arbeitsposition in Richtung des
Reservewickels
• Ueberführung der Hülse (15) in eine Hülsenaufnahme (27) unterhalb der Aufnahme die
den Reservewickel trägt und zwischen den die Aufnahme (10) verschwenkenden Schwenkelementen
(11,59,60,47)
• Automatische Ueberführung des Reservewickels in die Arbeitsposition durch Verschwenken
der Aufnahme in Richtung der Arbeitsposition
• Entfernung der leeren Hülse (15) über ein Transportsystem
• Gesteuertes Zurückschwenken der Reservewickel-Aufnahme (10) von der Uebergabeposition
in die Bereitschaftsposition zur Aufnahme eines neuen Reservewickels.
1. An apparatus for receiving and forwarding a reserve lap (9) in a machine (1) for processing
lap rolls, with the reserve lap being kept on standby in a receiving means at a radial
distance from the lap roll (4) situated in the working position (3) and being transferred
to the working position (3) after the removal of the emptied tube (15) of the lap
roll on a guide means (25) below the reserve lap, characterized in that the apparatus
consists of a receiving means which is held swivellably movable and is provided with
two swivelling elements (11, 59, 60, 47) which are attached at a horizontal distance
from one another, with at least a partial zone of the inner horizontal distance (A)
of the swivelling elements being larger than the length of the tube (B) of the lap
(9, 4).
2. An apparatus as claimed in claim 1, characterized in that the receiving means is arranged
as a trough (10).
3. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 2, characterized in that the swivelling
elements are arranged as swivelling arms (11).
4. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 2, characterized in that the swivelling
elements are arranged as a multimember gear (47).
5. An apparatus as claimed in claim 4, characterized in that the multimember gear is
arranged as four-bar straight line mechanism (47).
6. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 5, characterized in that the swivelling
movement of the swivelling elements (11, 59, 60, 47) occurs by a cylinder (19, 69)
articulated on at least one swivelling element.
7. An apparatus as claimed in claim 6, characterized in that at least one mechanical
blocking element (22, 55) is allocated to the cylinder (19).
8. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 7, characterized in that the swivelling
element or the trough (10) can be locked in a rear standby position (8) through the
mechanical locking member (22, 55).
9. An apparatus as claimed in claim 8, characterized in that the swivelling element is
articulated in such a way with respect to the center of mass (5) of the reserve lap
(9) situated in the standby position that a swivelling moment in the direction of
the working position (3) is obtained.
10. An apparatus as claimed in claim 9, characterized in that the cylinder(s) (19) and
the lock (22, 55) are arranged in such a way that their effective direction is aligned
against said swivelling moment.
11. An apparatus as claimed in claim 10, characterized in that the swivelling movement
in the direction of the working position (3) is dampened by a damping element (86).
12. An apparatus as claimed in claim 6, characterized in that the swivelling element is
articulated with respect to the center of mass (S) of the reserve lap (9) situated
in the standby position in such a way that a swivelling moment arises against the
working position (3) and that a stop (57, 79) attached in the swivelling zone of the
swivelling element (11, 59, 60) or the trough (10) is provided which holds the swivelling
element in a fixed standby position (8).
13. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 12, characterized in that an ejecting
device (31, 44) for the tubes (15) is associated with the working position (3).
14. An apparatus as claimed in claim 13, characterized in that a receiving means (27)
for the ejected empty tube (15) is provided below the standby position (8) of the
trough (10).
15. An apparatus as claimed in claim 14, characterized in that the receiving means (27)
is connected to the working position (3) through an inclined guide surface (25).
16. An apparatus as claimed in one of the claims 13 to 15, characterized in that the ejecting
device consists of arms (31) which are held swivellably movable and are provided with
movable gripper elements (32).
17. An apparatus as claimed in claim 16, characterized in that stops (41) for transferring
the gripper elements (32) to a release position for the tubes (15) are attached in
the swivelling zone of the arms (31).
18. An apparatus as claimed in one of the claims 1 to 17, characterized in that the distance
between the working position (3) and the standby position (8) is selected in such
a way that when a full working lap (4) and a reserve lap (9) are inserted their circumferences
would overlap.
19. A method to forward a reserve lap (9) in a machine for processing lap rolls, with
the reserve lap being kept on standby in a receiving means at a radial distance from
the lap roll (4) situated in the working position and being transferred to the working
position after the removal of the emptied tube (15) of the lap roll on a guide means
(25) below the reserve lap, characterized by the following process steps:
• Automatic removal of the empty tube from the working position in the direction of
the reserve lap
• Transfer of the tube (15) into a tube receiving means (27) below the receiving means
carrying the reserve lap and between the swivelling elements (11, 59, 60, 47) swivelling
the receiving means (10)
• Automatic transfer of the reserve lap into the working position by swivelling the
receiving means in the direction of the working position
• Removal of the empty tube (15) via a conveyor system
• Controlled return swivelling of the receiving means (10) for the reserve lap from
the transfer position to the standby position for receiving a new reserve lap.
1. Dispositif servant à réceptionner et à guider successivement un rouleau de réserve
(9) dans une machine (1) traitant des rouleaux de nappe, et où le rouleau de réserve
est maintenu en attente sur un logement, à une distance radiale par rapport au rouleau
de nappe (4) se trouvant dans la position de travail (3), et est convoyé dans la position
de travail (3) sur un guide (25) situé sous le rouleau de réserve, après éloignement
du bobinot (15) du rouleau de nappe écoulé,
caractérisé par le fait que
le dispositif est constitué par un logement maintenu de façon à pouvoir réaliser un
mouvement de pivotement et possédant deux éléments de pivotement (11,59,60,47) installés
à distance horizontale l'un par rapport à l'autre, et où au moins une zone partielle
de la distance horizontale (A) de l'écartement entre les éléments de pivotement est
plus grande que la longueur du bobinot (B) du rouleau (9,4).
2. Dispositif selon revendication 1,
caractérisé par le fait que
le logement est formé comme une auge (10).
3. Dispositif selon une des revendications 1 à 2,
caractérisé par le fait que
les éléments de pivotement sont formés comme des bras de pivotement (11).
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 2,
caractérisé par le fait que
les éléments de pivotement sont formés comme un mécanisme à plusieurs membres (47).
5. Dispositif selon revendication 4,
caractérisé par le fait que
le mécanisme à plusieurs membres est formé comme un quadrilatère articulé (47).
6. Dispositif selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé par le fait que
le mouvement de pivotement des éléments de pivotement (11,59, 60,47) est effectué
à l'aide d'un zylindre (19,69) fixé d'une manière articulée sur au moins un élément
de pivotement.
7. Dispositif selon revendication 6,
caractérisé par le fait
qu'au moins un membre de blocage mécanique (22,55) est attribué au zylindre (19).
8. Dispositif selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé par le fait que
l'élément de pivotement respectivement l'auge (10) peut être verrouillé dans une position
de réserve postérieure (8), à l'aide du membre de blocage mécanique (22,55).
9. Dispositif selon revendication 8,
caractérisé par le fait que,
par rapport au centre de gravité (S) du rouleau de réserve (9) se trouvant en position
de réserve, l'élément de pivotement est articulé de telle manière qu'il en résulte
un moment de pivotement dans la direction de la position de travail (3).
10. Dispositif selon revendication 9,
caractérisé par le fait que
le ou les cylindres (19) et le verrouillage (22,55) sont disposés de telle façon que
leur direction d'action est orientée à l'opposé de ce moment de pivotement.
11. Dispositif selon revendication 10,
caractérisé par le fait que
le mouvement de pivotement dans la direction de la position de travail (3) est atténué
à l'aide d'un élément d'amortissement (86).
12. Dispositif selon revendication 6,
caractérisé par le fait que,
par rapport au centre de gravité (S) du rouleau de réserve (9) se trouvant en position
de réserve, l'élément de pivotement est articulé de telle manière qu'il en résulte
un moment de pivotement dans la direction opposée à la position de travail (3), et
qu'une butée (57,79) est disposée d'une manière fixe dans la zone de pivotement de
l'élément de pivotement (11,59,60) ou de l'auge (10), et maintient l'élément de pivotement
dans une position de réserve fixe (8).
13. Dispositif selon une des revendications 1 à 12,
caractérisé par le fait que,
pour les bobinots (15), un arrangement d'éjection (31,44) est attribué à la position
de travail (3).
14. Dispositif selon revendication 13,
caractérisé par le fait que,
sous la position de réserve (8) de l'auge (10), un logement (27) est prévu pour le
bobinot vide éjecté (15).
15. Dispositif selon revendication 14,
caractérisé par le fait que
le logement (27) est en liaison avec la position de travail (3), via une surface de
guidage inclinée (25).
16. Dispositif selon une des revendications 13 à 15,
caractérisé par le fait que
l'arrangement d'éjection est constitué par des bras (31) maintenus de façon à pouvoir
réaliser un mouvement de pivotement, lesquels sont pourvus d'éléments de préhension
mobiles (32).
17. Dispositif selon revendication 16,
caractérisé par le fait que,
dans la zone de pivotement des bras (31), des butées (41) sont disposées pour réaliser
un convoyage des éléments de préhension (32) dans une position de relâchement pour
les bobinots (15).
18. Dispositif selon une des revendications 1-17,
caractérisé par le fait que
la distance comprise entre la position de travail (3) et la position de réserve (8)
est choisie de telle manière que, lors de la mise en place d'un rouleau de travail
plein (4) et d'un rouleau de réserve (9), les cercles circonférentiels de ceux-ci
s'entrecouperaient.
19. Procédé utilisé pour le guidage successif d'un rouleau de réserve (9) dans une machine
traitant des rouleaux de nappe, et où le rouleau de réserve est maintenu en attente
sur un logement, à une distance radiale par rapport au rouleau de nappe (4) se trouvant
dans la position de travail, et est convoyé dans la position de travail sur un guide
(25) situé sous le rouleau de réserve, après éloignement du bobinot (15) du rouleau
de nappe écoulé,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes:
• Eloignement automatique du bobinot vide, hors de la position de travail, dans la
direction du rouleau de réserve
• Convoyage du bobinot (15) dans une réception de bobinots (27), située sous le logement
qui porte le rouleau de réserve, et entre les éléments de pivotement (11,59,60,47)
mettant en pivotement le logement (10)
• Convoyage automatique du rouleau de réserve dans la position de travail, par pivotement
du logement dans la direction de la position de travail
• Eloignement du bobinot vide (15) via un système de transport
• Pivotement en retour commandé du logement de rouleau de réserve (10), depuis la
position de transfert dans la position en attente, pour la réception d'un nouveau
rouleau de réserve.