| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 593 500 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.08.1996 Patentblatt 1996/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.05.1992 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01P 5/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9200/420 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9301/627 (21.01.1993 Gazette 1993/03) |
|
| (54) |
ABSTIMMBARES ANPASSUNGSNETZWERK
TUNABLE MATCHING NETWORK
RESEAU D'ADAPTATION ACCORDABLE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
05.07.1991 DE 4122290
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.04.1994 Patentblatt 1994/17 |
| (73) |
Patentinhaber: AFT Advanced Ferrite Technology GmbH |
|
D-71522 Backnang (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- MARTIN, Siegbert
D-7150 Backnang (DE)
- PIVIT, Erich
D-7151 Allmersbach (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 2 403 252 US-A- 3 745 488
|
US-A- 3 384 841 US-A- 3 792 385
|
|
| |
|
|
- IRE TRANSACTIONS ON MICROWAVE THEORY AND TECHNIQUES. Bd. 7, Nr. 2, April 1959,NEW
YORK US Seiten 296-297, C.E. MUEHE: 'Quarter-wave compensation of resonant discontinuities'
siehe Seite 296, mittlere Spalte, Zeile 21 - Zeile 30 siehe Seite 297, linke Spalte,
Zeile 1 - Zeile 4; Abbildung 1
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 4,no. 145 (E-29)14. Oktober 1980 & JP,A,55 096 701
( NIPPON TELEGRAPH & TELEPHONE CORP.) 23.Juli 1980
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein abstimmbares Anpassungsnetzwerk, das an eine
Mikrowellenleitung ankoppelbar ist.
[0002] Wie aus einem Vortrag von F. Durodie, New Antenna Impedance Evaluation and Matching
Tools for TEXTOR's ICRH System, auf dem 16th Symposium on Fusion Technology (SOFT),
London, 3 - 7 Sept. 1990 hervorgeht, wird ein abstimmbares Anpassungsnetzwerk z.B.
für eine Mikrowellenleitung benötigt, die in die Plasma-Brennkammer eines Fusionsreaktors
Mikrowellenenergie hoher Leistung einkoppelt. Da die Plasma-Brennkammer einen ständig
sich ändernden Lastwiderstand für die Mikrowellenleitung darstellt und damit der die
Mikrowellenenergie erzeugende Generator nicht durch aufgrund von Fehlanpassung entstehenden
Reflexionen beschädigt wird, ist der jeweils auftretende Lastwiderstand auf den Leitungswellenwiderstand
zu transformieren. Gemäß der genannten Veröffentlichung werden zu diesem Zweck zwei
durch eine exakt zu bemessende Transformationsleitungslänge voneinander getrennte,
abstimmbare Kapazitäten an die Mikrowellenleitung angekoppelt. Die Abstimmung der
Kapazitäten erfolgt durch eine mechanisch aufwendige pneumatische Vorrichtung. Da
sich der Lastwiderstand aber sehr schnell ändern kann, dürfte diese Anordnung zu träge
sein, um eine möglichst verzögerungsarme Anpassung bewerkstelligen zu können.
[0003] Nicht nur für den geschilderten Einsatzfall, sondern immer dann, wenn an eine Mikrowellenleitung
ein sich ändernder Lastwiderstand angeschaltet ist, kann ein abstimmbares Anpassungsnetzwerk
verwendet werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anpassungsnetzwerk anzugeben, das mit
geringem Aufwand schnell auf eine gewünschte Impedanz abgestimmt werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0006] Dadurch, daß das Anpassungsnetzwerk elektrisch, ohne mechanisch bewegbare Teile abgestimmt
werden kann, ist eine verzögerungsarme Impedanzanpassung bei sich rasch änderndem
Lastwiderstand einer Mikrowellenleitung gewährleistet.
[0007] Ein weiterer Vorteil der Anordnung ist, daß zwischen den beiden variablen Reaktanzen
des im Eingang genannten Anpassungsnetzwerkes keine Transformationsleitung erforderlich
ist.
[0008] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird nachfolgend
die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein Anpassungsnetzwerk im Längsschnitt und
Figur 2 eine perspektivische Darstellung dessen,
Figur 3 ein Ersatzschaltbild dieses Anpassungsnetzwerks.
[0009] Der Figur 1 ist ein Längsschnitt und der Figur 2 eine perspektivische Darstellung
eines abstimmbaren Anpassungsnetzwerkes zu entnehmen, das an eine Mikrowellenleitung
L angekoppelt ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Mikrowellenleitung
L eine Koaxialleitung mit dem Innenleiter LI. Wie bereits einleitend dargelegt und
durch das Ersatzschaltbild in Figur 3 verdeutlicht, wird die Mikrowellenleitung L
an einem Eingang von einem Generator G gespeist und ist an seinem gegenüberliegenden
Ausgang mit einem sich ändernden Lastwiderstand ZL abgeschlossen. Das in die Mikrowellenleitung
L eingefügte T-Ersatzschaltbild mit den Impedanzen Z1 und Z2 steht für das Anpassungsnetzwerk,
welches dazu dient, den jeweiligen Lastwiderstand ZL auf den Leitungswellenwiderstand
zu transformieren.
[0010] Das Anpassungsnetzwerk besitzt eine erste Leitung L1 und eine zweite Leitung L2,
von denen jede mit einem Ende mit dem unterbrochenen Innenleiter LI der koaxialen
Mikrowellenleitung L kontaktiert ist. Am gegenüberliegenden Ende sind die beiden Leitungen
L1 und L2 miteinander verbunden. Von diesem Verbindungspunkt zweigt eine dritte Leitung
L3 ab. Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Leitungen
L1, L2 und L3 als Streifenleiter ausgeführt. Den Außenleiter zu den Streifenleitern
L1, L2 und L3 bildet das durch Schraffur angedeutete Gehäuse GS, das mit dem Außenleiter
der koaxiaien Mikrowellenleitung L verbunden ist. Bei der dargestellten Ausführung
sind die plattenförmigen Innenleiter der beiden Streifenleitungen L1 und L2 auf den
einander benachbarten Seiten mit Ferritschichten F1 und F2 belegt. Bei der dritten
Leitung L3 ist der plattenförmige Innenleiter beidseitig mit Ferritschichten F31 und
F32 belegt. Anstatt die Ferritschichten Fl, F2, F31, F32 auf den Innenleitern anzubringen,
kann auch der Außenleiter GS der drei Leitungen mit Ferrit beschichtet werden. Das
gleiche gilt auch, wenn die Leitungen L1, L2 und L3 als Koaxialleitungen realisiert
sind. Die in Figur 1 eingezeichneten Pfeile außerhalb des Anpassungsnetzwerkes deuten
an, daß die beiden Leitungen L1 und L2 einem Magnetfeld M1 und getrennt davon die
dritte Leitung L3 einem Magnetfeld M2 ausgesetzt ist. Es handelt sich um unabhängig
voneinander veränderbare Magnetfelder M1 und M2. Mit dem auf die ferritbelasteten
Leitungen L1 und L2 einwirkenden Magnetfeld M1 läßt sich die elektrische Länge dieser
beiden Leitungen L1 und L2 variieren. Unabhängig davon läßt sich die elektrische Länge
der dritten Leitung L3 durch das veränderbare,auf die Ferrite F31 und F32 einwirkende
Magnetfeld M2 variieren.
[0011] Die beschriebene Anordnung der Leitungen L1, L2 und L3 stellt eigentlich zwei verschiedene
Leitungssysteme dar. Das eine Leitungssystem, bestehend aus der ersten Leitung L1
und der zweiten Leitung L2, bilden zusammen mit dem Gehäuse GS eine geschirmte Zweidrahtleitung,
auf der zwei Wellenmoden existieren, ein Gleichtaktmode und ein Gegentaktmode. Gegentaktmode
liegt vor, wenn die in den Leitungen L1 und L2 fließenden Ströme gleich groß und entgegengesetzt
gerichtet sind, und Gleichtaktmode liegt vor, wenn die in den Leitungen L1 und L2
fließenden Ströme gleich groß und gleich gerichtet sind.
Im zweiten Leitungssystem, bestehend aus der Leitung L3 und dem Gehäuse GS, ist nur
der Gleichtaktmode ausbreitungsfähig. Das Ferritmaterial auf den Leitungen L1 und
L2 ist zwischen den Leitungen angeordnet (s. Fig. 1) und somit nur für den Gegentaktmode
wirksam. Durch das Magnetfeld M1 wird die Gegentaktimpedanz Zg der Leitungen L1, L2
abgestimmt und durch das Magnetfeld M2 die Gleichtaktimpedanz Zs der Leitung L3.
[0012] Die im Ersatzschaltbild (siehe Figur 3) des Anpassungsnetzwerkes angegebenen Impedanzen
Z1 und Z2 haben dann folgende Beziehung zur Gleichtaktimpedanz Z
s und zur Gegentaktimpedanz Z
g:


[0013] Für den Fall, daß das Anpassungsnetzwerk mit sehr hohen Leistungen betrieben wird,
ist es zweckmäßig die Leitungen L1, L2 und L3 zu kühlen. Die in den Ferriten F1, F2,
F31 und F32 entstehende Verlustwärme kann sehr wirkungsvoll und auf einfache Weise
mit Hilfe von Kühlkanälen, welche den Innenleiter und/oder den Außenleiter der als
Streifenleitungen oder als Koaxialleitungen ausgeführten Leitungen L1, L2 und L3 durchziehen.
In der Figur 1 ist ein mit K bezeichneter Kühlkanal angedeutet.
[0014] Die veränderbaren Magnetfelder M1 und M2 werden von steuerbaren Elektromagneten erzeugt.
Es können aber auch zusätzlich Permanentmagneten vorgesehen werden, die ein statisches
Magnetfeld von solcher Stärke erzeugen, daß die Ferrite oberhalb ihrer gyromagnetischen
Resonanz betrieben werden, wo sie die geringsten Verluste aufweisen. Die Verwendung
von Permanentmagneten und Elektromagneten bringt den Vorteil, daß zur Abstimmung der
ferritbelasteten Leitungen nur kleine Ströme erforderlich sind, da dank der Permanentmagneten
nur ein Teil der erforderlichen Magnetisierung von den Elektromagneten aufgebracht
werden muß. Vorteilhaft ist auch, daß bei einem evtl. Ausfall des Steuerstroms für
die Elektromagneten die Verlustleistung in den Ferriten nicht sehr stark ansteigt,
weil die Permanentmagneten die Magnetisierung der Ferrite immer oberhalb der gyromagnetischen
Resonanz halten.
1. Abstimmbares Anpassungsnetzwerk, das an eine Mikrowellenleitung ankoppelbar ist, dadurch
gekennzeichnet,
daß es eine erste und eine zweite Leitung (L1, L2), die beide an einem Ende miteinander
verbunden sind und deren jeweils anderes Ende für die Ankopplung an die Mikrowellenleitung
(L) dient, und eine dritte Leitung (3) aufweist, die vom Verbindungspunkt der beiden
anderen Leitungen (L1, L2) abzweigt, daß die erste und/oder die zweite Leitung (L1,
L2) und die dritte Leitung (L3) mit Ferrit (F1, F2, F31, F32) belastet sind und daß
das Ferrit (F1, F2) der ersten und/oder zweiten Leitung (L1, L2) und das Ferrit (F31,
F32) der dritten Leitung (L3) separaten unabhängig voneinander veränderbaren Magnetfeldern
(Ml, M2) ausgesetzt sind.
2. Abstimmbares Anpassungsnetzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Leitungen (L1, L2, L3) Koaxialleiter sind, deren Innenleiter und/oder
Außenleiter zumindest teilweise mit Ferrit beschichtet sind.
3. Abstimmbares Anpassungsnetzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Leitungen (L1, L2, L3) Streifenleiter sind, deren Innenleiter und/oder
Außenleiter zumindest teilweise mit Ferrit (F1, F2, F31, F32) beschichtet sind.
1. Tunable matching network, which is couplable to a microwave conductor, characterised
thereby that it comprises a first and a second conductor (L1, L2), which are both
connected together at one end and the respective other end of which serves for the
coupling to the microwave conductor (L), and a third conductor (3) which branches
off from the connecting point of the two other conductors (L1, L2), that the first
and/or the second conductor (L1, L2) and the third conductor (L3) are loaded with
ferrite (F1, F2, F31, F32) and that the ferrite (F1, F2) of the first and/or second
conductor (L1, L2) and the ferrite (F31, F32) of the third conductor (L3) are exposed
to separate magnetic fields (M1, M2) which are variable independently of one another.
2. Tunable matching network according to claim 1, characterised thereby that the three
conductors (L1, L2, L3) are coaxial conductors, the inner conductor and/or outer conductor
of which are at least partly coated with ferrite.
3. Tunable matching network according to claim 1, characterised thereby that the three
conductors (L1, L2, L3) are strip conductors, the inner conductor and/or outer conductor
of which are at least partly coated with ferrite (F1, F2, F31, F32).
1. Réseau d'adaptation accordable, pouvant être couplé à un guide pour micro-ondes, caractérisé
en ce qu'il comprend un premier et un deuxième guide (L1, L2) qui sont reliés l'un
à l'autre à une extrémité et dont les autres extrémités servent au couplage au guide
pour micro-ondes (L), de même qu'un troisième guide (3) qui bifurque du point de connexion
des deux autres guides (L1, L2), que le premier et/ou le deuxième guide (L1, L2) et
le troisième guide (L3) sont chargés de ferrite (F1, F2, F31, F32) et que le ferrite
(F1, F2) du premier et/ou du deuxième guide (L1, L2) et le ferrite (F31, F32) du troisième
guide (L3) sont exposés à des champs magnétiques (M1, M2) séparés, variables indépendamment
l'un de l'autre.
2. Réseau d'adaptation accordable selon la revendication 1, caractérisé en ce que les
trois guides (L1, L2, L3) sont des lignes coaxiales dont le conducteur central ou
intérieur et/ou le conducteur extérieur sont revêtus au moins partiellement de ferrite.
3. Réseau d'adaptation accordable selon la revendication 1, caractérisé en ce que les
trois guides (L1, L2, L3) sont des guides d'ondes à ruban dont le conducteur intérieur
et/ou le conducteur extérieur sont revêtus au moins partiellement de ferrite (F1,
F2, F31, F32).

