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EP 0 594 275 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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27.04.1994 Patentblatt 1994/17 |
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Anmeldetag: 20.10.1993 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
21.10.1992 DE 4236161
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Anmelder: |
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- INSTITUT FÜR SCHIENENFAHRZEUGE GmbH
D-12526 Berlin (DE)
- SCHWERMASCHINENBAU KIROW LEIPZIG GmbH
D-04179 Leipzig (DE)
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Erfinder: |
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- Stahl, Rudolf
D-15732 Eichwalde (DE)
- Trommler, Wolfgang, Dipl.-Ing.
D-12524 Berlin (DE)
- Magdeburg, Eike, Dipl.-Ing.
D-04103 Leipzig (DE)
- Pasemann, Bernd, Dr.-Ing.
D-12527 Berlin (DE)
- Hellmich, Bernd, Dipl.-Ing.
D-04430 Böhlitz-Ehrenberg (DE)
- Miessler, Antje, Dipl.-Designer
D-10197 Berlin (DE)
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Vertreter: Köhler, Reimund |
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Patentanwalt,
Uhlandallee 74 15732 Eichwalde 15732 Eichwalde (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Tragwagen für den kombinierten Ladeverkehr |
(57) Die Erfindung betrifft einen Tragwagen für den kombinierten Ladeverkehr. Um die selektive
Be- und Entladung und einen sicheren Transport von vorzugsweise Straßenfahrzeugen
(17) auf Eisenbahnwagen zu erreichen, wird die Verkehrsfläche (2) des Tragwagens (1)
in vertikal bewegliche Teilladeflächen (3;4;5;6) aufgeteilt. Die beweglichen Teilladeflächen
(3;4;5;6) sind mit den Endstücken (8) und untereinander gelenkig verbunden und bilden
im abgesenkten Zustand mit den Langträgern (13) eine Wanne. Unter der Verkehrsfläche
(2) des Tragwagens (1) sind aufblasbare Druckbehälter (11) durch Zugelemente (12)
verzurrt, die sich bei Füllung mit einem kompressiblen Medium auf dem Oberbau (14)
des Gleises abstützen und die Teilladeflächen (3;4;5;6) in die horizontale Ebene der
Verkehrsfläche (2) drücken.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Tragwagen für den kombinierten Ladeverkehr Schiene/Straße
nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Bei den bekannten Tragwagen für den kombinierten Ladeverkehr werden die Auflieger
der Straßenfahrzeuge mit einem Hebezeug verladen. Der Tragwagen ist als Taschenwagen
ausgebildet, das heißt, das Räderwerk des Aufliegers ist gegenüber der Verkehrsfläche
des Tragwagens in einer Mulde abgestellt. Das Be- und Entladen dieser Fahrzeuge ist
nur selektiv an festgelegten Terminals mit Hebezeugtechnik möglich.
[0003] Nach der DE-AS 14 55 318 ist eine Lösung bekannt, bei der ein Teil der Verkehrsfläche
abgesenkt wird, um beim Verladen eines Aufliegers mit Räderwerk eine Profilüberschreitung
zu vermeiden. Zum Absenken der Teilfläche ist im Tragwagen ein hydraulischer Arbeitszylinder
angelenkt, der über einen Winkelhebel die vertikale Bewegung erreicht. Der Nachteil
dieser bekannten Lösung ist ein hoher Kostenaufwand für den Arbeitszylinder und die
entsprechenden Hydraulikaggregate.
[0004] Beim kombinierten Ladeverkehr mit Großraumbehältern ist die Verladung mit Hebezeugen
an Terminals bekannt. In der DE-OS 40 20 387 ist eine Lösung beschrieben, bei der
die Behälter mit den am Behälter angeordneten Stützen über dem Bahngleis aufgeständert
werden und der Wagenzug unter den Behältern in die entsprechende Position eingefahren
wird. Durch das Anheben der gesamten Verkehrsfläche werden die Behälter verriegelt
und gleichzeitig die Stützen in das Bahnprofil gebracht. Zum Anheben werden die im
Drehgestell unterhalb der Verkehrsfläche angeordneten Luftfedern verwendet. Nachteil
dieser Lösung sind die geringe vertikale Verschieblichkeit der Fläche und der Umstand,
daß die Behälter nur insgesamt auf den Wagenzug geladen oder vom Wagenzug entladen
werden können, also keine selektive Be- und Entladung möglich ist. Gleichzeitig ist
damit ein hoher Zeitaufwand für das Be- und Entladen notwendig.
[0005] Nach AT 264 573 ist ein Waggon zum Befördern von Straßenfahrzeugen bekannt, bei dem
die Ladeplattform über Winden senkrecht abgesenkt wird. Das verwendete Gelenk zwischen
zwei Ladeplattformen gestattet das Abknicken nur eines Teiles der Plattform und stellt
keine Verbindung im Sinne einer durchgängigen Verbindung der einzelnen Plattformen
der Verkehrsfläche dar. Dieser Waggon läßt nur eine Beladung über die Plattform an
der Windenseite zu. Die Konstruktion ist kompliziert, die Herstellung aufwendig und
die Funktion ist eingeschränkt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Tragwagen zu schaffen, mit dem vorzugsweise
komplette Lastzüge sicher transportiert werden können, deren Be- und Entladung auch
außerhalb von Terminals möglich ist und der für die Beförderung von Großraumbehältern
eingesetzt werden kann. Dabei soll der Tragwagen kostengünstig hergestellt werden
können und das Be- und Entladen des Tragwagens mit geringem Zeitaufwand möglich sein.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale nach dem Patentanspruch
1 gelöst. Der Tragwagen ist mit normalen Güterwagendrehgestellen ausgerüstet. Die
Verkehrsfläche des Wagens hat zwischen den Kopfstücken und Langträgern bewegliche
Teilladeflächen, wobei die Teilladeflächen gelenkig mit den Kopfstücken und untereinander
verbunden sind. Dabei sind die innen liegenden Gelenke leleskopartig ausgebildet.
Unterhalb der Teilladeflächen sind, vorzugsweise unter den im abgesenkten Zustand
horizontalen Teilladeflächen, aufblasbare Druckbehälter durch Zugelemente verzurrt,
wobei die Zugelemente an den Langträgern befestigt sind. Die abgesenkten Teilladeflächen
werden vertikal angehoben, indem die Druckbehälter mit einem kompressiblen Medium
gefüllt werden. Dabei stützt sich der Druckbehälter gegen den Gleisoberbau ab und
drückt die Teilladeflächen mit dem darauf stehenden Lastzug in die horizontale Ebene.
Durch eine Meßeinrichtung und über eine nicht näher ausgeführte Steuereinheit wird
die Hubbewegung der Teilladeflächen gemessen und gesteuert. In der oberen Hubstellung
können die Teilladeflächen mit den Langträgern verriegelt werden und bilden eine horizontale
Verkehrsfläche. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß
im abgesenkten Zustand der Teilladeflächen diese mit den Langträgern eine Wanne bilden,
in der das Ladegut beim Transport geschützt und zugleich sicher gelagert ist.
[0008] Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Tragwagen mit Straßenfahrzeug in Zugfahrstellung,
- Fig. 2
- einen Tragwagen mit Großraumbehältern in Versandstellung,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie A-A nach Fig. 1 mit verzurrten Druckbehältern,
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang der Linie A-A nach Fig. 1 mit gefülltem Druckbehälter.
[0009] Nach Fig. 1 ist die Verkehrsfläche 2 des Tragwagens 1 in die Teilladeflächen 3;4;5;6
unterteilt. Die Teilladeflächen 3;4;5;6 sind eingeschlossen durch die Langträger 13
und die Endstücke 8 mit der Zug- und Stoßeinrichtung. Die Teilladeflächen 3;6 sind
durch Gelenke 7 mit den Endstücken 8 und den Teilladeflächen 4 bzw. 5 verbunden. Die
Teilladeflächen 4;5 sind untereinander durch teleskopartige Führungselemente 9 windungssteif
verbunden. Die Fig. 1 zeigt die Zugfahrstellung des Straßenfahrzeuges 17. Die Fig.
2 zeigt die Beladung des Tragwagens 1 mit Großraumbehältern 18. Dabei sind die Teilladeflächen
3;4;5;6 nach Fig. 1 in der oberen Hubstellung verriegelt und bilden eine ebene Verkehrsfläche
2.
[0010] Im abgesenkten Zustand der Teilladeflächen 3;4;5;6 nach Fig. 3 sind die Druckbehälter
11 entleert. Die Druckbehälter 11 werden durch die Zugelemente 12 in dem Hohlraum
10 an die Unterseite der Verkehrsfläche 2 gedrückt und gesichert. Die Zugelemente
12 sind an den Langträgern 13 befestigt. Beim vertikalen Anheben der Teilladeflächen
3;4;5;6 nach Fig. 4 wird über eine nicht dargestellte Steuereinheit in den Druckbehälter
11 ein kompressibles Medium, z. B. Druckluft, eingefüllt. Bei der Ausdehnung des Druckbehälters
11 werden die Zugelemente 12 gespannt. Der Druckbehälter 11 stützt sich auf dem Oberbau
14 ab und drückt die Teilladeflächen 3;4;5;6 vertikal nach oben. Über Anschläge 15
wird die obere bzw. untere Stellung der Teilladeflächen 3;4;5;6 begrenzt. Die Teilladeflächen
3;4;5;6 bilden in der oberen Stellung mit den Langträgern 13 und den Endstücken 8
eine ebene Verkehrsfläche 2, die mit den Langträgern 13 verriegelt wird. Auf dieser
Verkehrsfläche 2 kann das Straßenfahrzeug 17 über den Überfahrweg 16 den Tragwagen
1 befahren. Im abgesenkten Zustand bilden die Teilladeflächen 3;4;5;6 mit den Langträgern
13 eine Wanne, die das Ladegut sicher aufnimmt und beim Transport zusätzlich schützt.
| Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen |
| 1 |
Tragwagen |
| 2 |
Verkehrsfläche |
| 3 |
Teilladefläche |
| 4 |
" |
| 5 |
" |
| 6 |
" |
| 7 |
Gelenk |
| 8 |
Endstück |
| 9 |
Führungselement |
| 10 |
Hohlraum |
| 11 |
Druckbehälter |
| 12 |
Zugelement |
| 13 |
Langträger |
| 14 |
Oberbau |
| 15 |
Anschlag |
| 16 |
Überfahrweg |
| 17 |
Straßenfahrzeug |
| 18 |
Großraumbehälter |
1. Tragwagen für den kombinierten Ladeverkehr von insbesondere Straßenfahrzeugen und
Großraumbehältern, bei denen einerseits die Verkehrsfläche durch die Luftfedern der
Drehgestelle zur Vergrößerung der Lichtraumhöhe vertikal beweglich ist und andererseits
ein Teil der Verkehrsfläche als vertikal bewegliche Ladefläche ausgebildet ist und
Gelenkverbindungen zwischen den Ladeflächen vorgesehen sind, wobei vorzugsweise hydraulische
Arbeitszylinder zur Vertikalbewegung benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verkehrsfläche (2) aus vertikal beweglichen Teilladeflächen (3;4;5;6) gebildet wird,
die an den Endstücken (8) und untereinander durch Gelenke (7) miteinander verbunden
sind und im abgesenkten Zustand die Teilladeflächen (3;4;5;6) mit den Langträgern
(13) eine Wanne bilden, wobei zwischen den Teilladeflächen (3;4;5;6) und dem Oberbau
(14) ein oder mehrere aufblasbare Druckbehälter (11) zur Erzeugung einer Hubbewegung
angeordnet sind und die Druckbehälter (11) im entleerten Zustand mit Zugelementen
(12) arretiert, sich an der Unterseite der Teilladeflächen (3;4;5;6) befinden.
2. Tragwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilladeflächen (4;5)
durch teleskopartige Führungselemente (9) miteinander verbunden sind.
3. Tragwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die entleerten Druckbehälter
(11) durch die mit denLangträgern (13) verbundenen Zugelemente (12) unterhalb der
Teilladeflächen (3;4;5;6) zusammengepreßt angeordnet sind.
4. Tragwagen nach Patentanspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilladeflächen
(3;4;5;6) im angehobenen Zustand an den Obergurten der Langträger (13) anliegen und
eine mit den Langträgern (13) verriegelte Ebene als Verkehrsfläche (2) bilden.
5. Tragwagen nach Patentanspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung der
Druckbehälter (11) mit einem kompressiblen Medium durch eine Meßeinrichtung gesteuert
wird, die die Höhenunterschiede zwischen den Teilladeflächen (3;4;5;6) und der Verkehrsfläche
(2) mißt.