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(11) |
EP 0 594 727 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.07.1992 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9201/573 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9301/910 (04.02.1993 Gazette 1993/04) |
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VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER DRUCKGIESSMASCHINE UND DIE DRUCKGIESSMASCHINE
PROCESS FOR OPERATING A DIE-CASTING MACHINE AND THE DIE-CASTING MACHINE
PROCEDE D'EXPLOITATION DE MACHINE A COULEE SOUS PRESSION ET LA MACHINE A COULEE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
16.07.1991 DE 4123464
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.05.1994 Patentblatt 1994/18 |
| (73) |
Patentinhaber: AUDI AG |
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85002 Ingolstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- HÜBSER, Karl
D-8079 Buxheim (DE)
- WANKE, Peter
D-8074 Gaimersheim (DE)
- HECK, Klaus
D-8070 Ingolstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Geissler, Manfred |
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Audi AG,
Abteilung I/EXA-1,
Postfach 10 02 20 85002 Ingolstadt 85002 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 226 830 GB-A- 1 596 826 US-A- 4 088 178
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DE-B- 1 252 373 US-A- 2 955 335 US-A- 4 502 524
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben einer Druckgießmaschine
mit den weiteren Merkmalen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie auf eine
zur Durchführung des Verfahrens geeignete Druckgießmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 4.
[0002] Druckgießmaschinen, beispielsweise zur Herstellung von Aluminium-Druckgußteilen,
haben einen im wesentlichen stets ähnlichen Grundaufbau. eine aus Formhälften sich
zusammensetzende Gießform beinhaltet einen der Kontur des späteren Werkstückes entsprechenden
Formhohlraum, wobei die Metallschmelze über eine Füllkammer, die mit einem Warmhalteofen
für die Schmelze über ein Steig- bzw. Saugrohr in Verbindung steht, in den Formhohlraum
eingebracht wird. Das mengenmäßig dosierte Einbringen erfolgt entweder dadurch, daß
im Warmhalteofen ein gewisser Überdruck aufgebaut wird, oder aber dadurch, daß in
Füllkammer und Formhohlraum ein entsprechend zu bemessendes Vakuum herrscht (vgl.
US-PS 3093871, DE-OS 14 58 151).
[0003] Dabei ist stets festzustellen, daß sich im Produktionsverlauf sowohl innerhalb der
Füllbüchse als auch insbesondere an deren Schnittstelle mit dem angeschlossenen, oben
offenen Steigrohr/Saugrohr erkaltete Aluminiumspritzer, Flitter und sonstige Verunreinigungen
ablagern. Diese gelangen zum Teil im jeweils nachfolgenden Gießvorgang in die Metallschmelze
und lassen letztlich im fertigen Werkstück dessen Qualität und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten
herabsetzende Gefügebereiche entstehen. Über das Steigrohr/Saugrohr können die Verunreinigungen
sogar bis in den Warmhalteofen gelangen und bereits dort zu einer Verunreinigung der
Metallschmelze führen. Dies ist insbesondere bei der in der US-Patentschrift 2,955,335
gezeigten Vorrichtung der Fall, bei der Ablagerungen an der Metallschmelzeneinfüllöffnung
durch einen in diese eintauchenden Stößel zwar beseitigt werden, wobei diese Ablagerungen
dann aber unmittelbar in den Warmhalteofen gelangen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe Zugrunde, eine Betriebsweise für eine Druckgießmaschine
aufzuzeigen, die es ermöglicht, die Gefahr der Metallschmelzenverunreinigung drastisch
zu reduzieren.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Druckgießmaschine ist in Patentanspruch
4 beschrieben.
[0006] Zwar ist bereits in der DE 30 41 340 C2 die Rede davon, den Warmhalteofen nach unten
abzusenken und seitlich herauszufahren; dies allerdings zu dem Zweck eines erleichterten
Ausbaus bzw. Wechsels des Saugrohres. Insoweit sind Anregungen für die erfindungsgemäße
Betriebsweise aus dieser Druckschrift nicht ableitbar.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Abdocken des Steigrohres/Saugrohres von der Füllkammer,
vorzugsweise nach jedem Schuß, können Füllkammer und Metallschmelzeneinfüllöffnung
von Aluminiumresten durch Spülvorgänge und evt. auch mechanisch gereinigt werden.
Das dabei abgedockte, oben offene Steigrohr/Saugrohr ist so vor dem Eintritt von Verunreinigungen
geschützt.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die zugehörige Zeichnung zeigt in
- Fig. 1
- den grundlegenden Aufbau einer nach dem Unterdruck-Dosierverfahren arbeitenden Druckgießmaschine
mit den zum erfindungsgemäßen Betreiben erforderlichen Vorrichtungselementen,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung der Schnittstelle von Füllkammer und Saugrohr und
- Fig. 3
- eine schematisierte Darstellung eines an die Füllkammer angesetzten Mehrfunktionsventiles.
[0009] Fig. 1 zeigt eine Druckgießmaschine 1 mit zwei Formhälften 2,3, wobei im Bereich
einer Trennebene 4 ein die Kontur des späteren Werkstückes bestimmender Formhohlraum
5 eingearbeitet ist.
[0010] Die in einem Warmhalteofen 7 befindliche Metallschmelze 6 gelangt über ein Saugrohr
8 in eine Füllkammer 9, die zum Formhohlraum 5 hinführt.
Durch Unterdruckbeaufschlagung mittels hier nicht näher gezeigter Mittel über eine
Saugleitung 10 und einen an die Formhälten 2,3 angesetzten Anschluß 11 wird die Metallschmelze
6 aus dem Warmhalteofen 7 in dosierter Menge abgesaugt.
Die Erfindung ist selbstverständlich auch bei einem anderweitigen Einbringen (z.B.
Überdruck im Warmhalteofen 7) der Metallschmelze 6 in die Füllkammer 9 anwendbar.
Insoweit ist aus dem Ausführungsbeispiel keine Einschränkung der Erfindung ableitbar.
[0011] Nach Abschluß der Füll- und Dosierphase setzt sich ein in der Füllkammer axialbeweglich
geführter Gießkolben 14, der von einer Kolbenstange 13 über nicht näher gezeigte Mittel
angetrieben wird, in Bewegung (Pfeil 12), bis das verbleibende Füllkammer-Volumen
vollständig mit Metallschmelze 6 gefüllt ist. Danach wird diese in einer zweiten Bewegungsphase
des Gießkolbens 14 in einem "Schuß" in den Formhohlraum 5 eingebracht.
[0012] Im Bereich der Ausgangsstellung des Gießkolbens 14 ist an die Füllkammer 9 ein Mehrfunktionsventil
15 angesetzt, welches über eine Zuführleitung 16 mit Schaltventil 17 und Zweigleitungen
16.1, 16.2 mit einem mit trockener Luft gefüllten Tankvolumen 18 und mit einem mit
inertem Gas (z.B. Argon, Stickstoff) gefüllten zweiten Tankvolumen 19 in Verbindung
steht. Die Verzweigung wird durch ein Vier-Wege-Schaltventil 20 gebildet, welches
auch einen mit der Umgebung (Atmosphärendruck) in Verbindung stehenden Anschluß 23
aufweist.
[0013] Wie auch aus den weiteren Figuren 2 und 3 hervorgeht, ist im Bereich einer Schnittstelle
24 zwischen Saugrohr 8 und Füllkammer 9 in letzterer eine Metallschmelzen-Einfüllöffnung
25 mit vertikal gerichteter Längsachse 26 vorhanden, in die eine vorzugsweise aus
einem Keramikwerkstoff bestehende Füllbuchse 27 eingesetzt ist.
[0014] Die Füllkammer 9 ist an dieser Stelle mit einer Planfläche 28 versehen, an die ein
endseitiger Flansch 29 des Saugrohres 8 zur Anlage bringbar ist.
[0015] Eine zwischen Flansch 29 und einer oberen Abdeckplatte 30 des Warmhalteofens 7 sich
abstützende Druckfeder 33 und ein diese umgebendes Wellrohr 34 bewirken, daß das Saugrohr
8 sich federnd an der füllkammerseitigen Planfläche 28 abstützen kann und eine Saugrohr-Durchtrittsöffnung
31 der Abdeckplatte 30 nach außen abgedichtet ist. Am Flansch 29 angebrachte Bürstenelemente
35 bewirken während des seitlichen Verschiebens des Saugrohres 8 oder des Warmhalteofens
7 (Pfeile 36, 37) eine Reinigung der Planfläche 28 bzw. der Füllbuchse 27.
[0016] Fig. 3 zeigt das Mehrfunktionsventil 15, welches diametral zur Füllbuchse 27 (gleiche
Längsachse 26) und somit auch diametral zur Anschlußstelle des in dünner Vollinie
gezeigten Saugrohres 8 in die Wandung der Füllkammer 9 eingesetzt ist.
[0017] Das Mehrfunktionsventil 15 weist ein Gehäuse 38 mit einer durchgehenden Bohrung 39
auf, in der ein langgestreckter Stößel 40 geführt ist, der über einen oberen endseitigen
Anschluß 41 mit einer Kolbenstange 42 eines Hydraulik- oder Pneumatikzylinders 43
in Verbindung steht.
[0018] Eine der Füllkammer 9 zugewandte Stirnfläche 44 des Ventilgehäuses 38 ist mit einer
im Querschnitt größeren Ausnehmung 45 versehen, die einen Stößelkopf 46 aufnimmt.
Das Ventilgehäuse 38 weist ferner oberhalb der Ausnehmung 45 eine Ringnut 47 auf,
in die die mit den Tankvolumen 18, 19 in Verbindung stehende Zuführleitung 16 einmündet.
Ein den Stößel 40 umgebendes und im Ventilgehäuse 38 eingesetztes Dichtungselement
48 sorgt für den Abschluß nach außen.
[0019] Eine Stirnfläche 49 des Stößelkopfes 46 ist mit einem Schaltelement (z.B. Thermofühler
oder Kontaktschalter) 50 versehen, dessen Anschlußleitung 53 innerhalb des Stößels
40 geführt ist. Befindet sich sonach der Stößelkopf 46 in einer gestrichelt dargestellten
mittigen Position, so ist damit eine Füllstandskontrolle der Metallschmelze 6 möglich.
Befindet er sich hingegen in der strichpunktiert gezeigten Stellung, in der er in
die Füllbuchse 27 hineinragt, so kann dadurch die Füllbuchse 27 gereinigt werden (das
Saugrohr 8 ist in diesem Augenblick abgedockt). Gleichzeitig ist in dieser Stellung
bei entsprechender maßlicher Zuordnung (Druchmesser) eine Abdichtung nach außen möglich,
so daß über die Zuführleitung 16 die gesamte Füllkammer 9 und der Formhohlraum 5 mit
getrockneter Luft und/oder inertem Gas gespült und für den nächsten Gießvorgang geschmiert
werden können.
[0020] Die Abdichtung der Füllbuchse 27 nach außen könnte auch mittels eines Schiebers bewirkt
werden, der zwischen abgedocktem Saugrohr 8 und Füllkammer 9 einfahrbar ist und dabei
auch ggf. zur Reinigung der füllkammerseitigen Planfläche 28 und des saugrohrseitigen
Flansches 29 verwendet werden könnte.
[0021] Danach wird der Stößelkopf 46 in seine Ausgangsposition in die Ausnehmung 45 zurückgefahren
und gleichzeitig das Saugrohr 8 durch seitliches Verschieben desselben (oder des gesamten
Warmhalteofens 7) wieder in Deckung mit der Füllkammeröffnung, d.h. mit der Füllbuchse
27 gebracht. Zur besseren Abdichtung dieser Schnittstelle 24 können auch zusätzliche
Kräfte durch taktgesteuerte Motoren (pneumatisch, mechanisch oder magneto-elektrisch),
die entsprechend anzuordnen sind, aufgebracht werden.
[0022] Die vorstehend geschilderten Arbeitsgänge laufen vorzugsweise nach jedem "Schuß"
(Gießvorgang) ab, wenn sich der Gießkolben 14 wieder in seiner in Fig. 1 gezeigten
Ausgangstellung befindet.
[0023] Wird das Mehrfunktionsventil 15 noch mit einem zusätzlichen Druckschalter 51 mit
Anschlußleitung 52 (z.B. in der Ringnut 47 angeordnet) versehen, so lassen sich folgende
Funktionen erreichen:
- Messen des Vakuums beim Befüllen der Füllkammer 9,
- Füllstandskontrolle der Metallschmelze 6,
- Reinigung der Füllbuchse 27 von Flitter und Alu-Spritzern und Konstanthalten des Füllbuchsen-Öffnungsquerschnittes,
- Abdichten der Füllkammer 9 bei abgedocktem Saugrohr 8 zur Vakuumüberprüfung und zum
Begasen,
- Begasen der Füllkammer 9 bzw. des Formhohlraumes 5.
[0024] Um das Saugrohr 8 beim Abdocken zuverlässig von der Füllbuchse 27 frei zu bekommen
und um gegebenenfalls auch anderweitige Wartungsarbeiten vornehmen zu können, dürfte
es darüber hinaus sinnvoll sein, einen axialen Saugrohrhub vorzusehen. Die Mechanismen,
um den Warmhalteofen 7 und /oder das Saugrohr 8 horizontal und vertikal zu bewegen,
sind hier im einzelnen nicht gezeigt. Die jeweils zu wählenden Hübe bzw. Verschiebewege
ergeben sich unter anderem aus den jeweiligen Abmaßen der Komponenten der Druckgießmaschine
1.
1. Verfahren zum Betreiben einer Druckgießmaschine, bei der in einem Vorratsbehälter
befindliche Metallschmelze über ein Saug- bzw Steigrohr in dosierter Menge in eine
Füllkammer gelangt und von dort mittels eines Gießkolbens in einen die Kontur des
späteren Werkstückes bestimmenden Formhohlraum gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß nach einer vorgebbaren Anzahl von Gießzyklen, vorzugsweise nach jedem Gießzyklus,
das Saug- bzw. Steigrohr (8) von der Füllkammer (9) abdockt, wonach über im Bereich
einer Metallschmelzeneinfüllöffnung (25) der Füllkammer (9) zugeordnete Mittel (15)
eine Reinigung der Metallschmelzeneinfüllöffnung (25) sowie ein Begasen von Füllkammer
(9) und Formhohlraum (5) zum Zwecke der Reinigung und/oder Trennmittelbeschichtung
einleitbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei waagrecht liegender Füllkammer
(9) das vom Vorratsbehälter (7) getragene Saug- bzw. Steigrohr (8) oder der gesamte
Vorratsbehälter (7) seitlich bewegt werden, wobei dieser horizontalen Abdockbewegung
eine zusätzliche Vertikalbewegung überlagert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß über saug- bzw. steigrohrseitige
Mittel (35) während der Abdockbewegung eine Reinigung der füllkammerseitigen Anlagenfläche
(28) für das Saug- bzw. Steigrohr (8) erfolgt.
4. Druckgießmaschine (1), bei der in einem Vorratsbehälter (7) befindliche Metallschmelze
(6) mittels eines Saug- bzw. Steigrohres (8) in dosierter Menge über eine Metallschmelzeinfüllöffnung
(25) in eine Füllkammer (9) gelangt und von dort mittels eines Gießkolbens (14) in
einen die Kontur des späteren Werkstückes bestimmenden Formhohlraum (5) gepreßt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß diametral zur Metallschmelzeneinfüllöffnung (25) an die
Füllkammer (9) ein Mehrfunktionsventil (15) angesetzt ist, welches einen langgestreckten
Stößel (40) aufweist, der in die Füllkammer (9) einfahrbar und mit einem endseitigen
Stößelkopf (46) zum Zwecke der Reinigung und bedarfsweisen Abdichtung der Metallschmelzeneinfüllöffnung
(25) in diese einführbar ist, daß weiterhin dem Mehrfunktionsventil (15) eine Zuführleitung
(16) zugeordnet ist, welche mit Begasungsmedien gefüllten Tankvolumen (18, 19) in
Verbindung steht, und daß Mittel vorgesehen sind, um den Vorratsbehälter (7) und/oder
das Saug- bzw. Steigrohr (8) horizontal und ggf. vertikal zu bewegen (Ab- und Andockbewegung).
5. Druckgießmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Antriebsmitteln
(43) gekoppelte Stößel (40) in einer Ventil-Gehäusebohrung (39) geführt ist, daß ferner
die Zuführleitung (16) in eine Ringnut (47) der Ventil-Gehäusebohrung (39) mündet
und letztere im Bereich des Stößelkpfes (46) eine Ausnehmung (45) zur Aufnahme desselben
aufweist.
6. Druckgießmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stirnfläche (49)
des Stößelkopfes (46) mit einem Schaltelement (50) zur Füllstandskontrolle der Metallschmelze
(6) in der Füllkammer (9) ausgestattet ist, daß ferner dem Mehrfunktionsventil (15)
ein Druckschalter (51) zugeordnet ist, der mit dem füllkammerseitigen Druck beaufschlagbar
ist.
7. Druckgießmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem als Warmhalteofen
(7) ausgebildeten Vorratsbehälter herausragende Saug- bzw. Steigrohr (8) einen endseitigen
Flansch (29) aufweist, der mit einer füllkammerseitigen Planfläche (28) in Anlage
bringbar ist und zwischen Flansch (29) und einer oberen Abdeckplatte (30) des Warmhalteofens
(7) eine Druckfeder (33) und ein diese umgebendes Wellrohr (34) angeordnet sind, um
eine federnde Abstützung von Saug- bzw. Steigrohr (8) und eine Abdichtung des Warmhalteofens
(7) nach außen zu bewirken.
8. Druckgießmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die der Füllkammer
(9) zugewandte Stirnfläche des Flansches (29) mit Bürstenelementen (35) zum Reinigen
der füllkammerseitigen Planfläche (28) ausgestattet ist.
1. Process for operating a die-casting machine, in which metal melt situated in a storage
container passes in a metered amount via a suction or ascending pipe into a shot sleeve
and, from there, is forced into an impression determining the contour of the subsequent
workpiece by means of an injection piston, characterized in that, after a predetermined
number of casting cycles, preferably after each casting cycle, the suction or ascending
pipe (8) is undocked from the shot sleeve (9), whereupon, using means (15) assigned
to the shot sleeve (9) in the region of a filling port (25) for metal melt, it is
possible to initiate cleaning of the filling port (25) for metal melt and gassing
of the shot sleeve (9) and impression (5) for the purpose of cleaning and/or coating
with release agent.
2. Process according to Claim 1, characterized in that, when the shot sleeve (9) is horizontal,
the suction or ascending pipe (8) borne by the storage container (7) or the entire
storage container (7) is moved laterally, an additional vertical movement being superimposed
of this horizontal undocking movement.
3. Process according to Claim 2, characterized in that the bearing surface (28) on the
shot-sleeve side for the suction or ascending pipe (8) is cleaned by means on the
suction or ascending pipe side during the undocking movement.
4. Die-casting machine (1), in which metal melt (6) situated in a storage container (7)
passes in a metered amount, by means of a suction or ascending pipe (8), into a shot
sleeve (9) via a filling port (25) for metal melt and, from there, is forced into
an impression (5) determining the contour of the subsequent workpiece by means of
an injection piston (14), characterized in that a multifunctional valve (15) is mounted
on the shot sleeve (9), diametrically with respect to the filling port (25) for metal
melt, which valve has an elongate ram (40) which can be moved into the shot sleeve
(9) and can be introduced with an end-side ram head (46) into the filling port (25)
for metal melt, for the purpose of cleaning and, if required, sealing the latter,
in that furthermore a supply line (16) is assigned to the multi-functional valve (15),
which line is connected to tank volumes (18, 19) filled with gassing media, and in
that means are provided for moving the storage container (7) and/or the suction or
ascending pipe (8) horizontally and, if desired, vertically (undocking and docking
movement).
5. Die-casting machine according to Claim 4, characterized in that the ram (40) coupled
to drive means (43) is guided in a valve-housing bore (39), in that furthermore the
supply line (16) opens into an annular groove (47) in the valve-housing bore (39)
and the latter has, in the region of the ram head (46), a recess (45) for accommodating
the latter.
6. Die-casting machine according to Claim 4, characterized in that an end face (49) of
the ram head (46) is equipped with a switch element (50) for checking the filling
level of the metal melt (6) in the shot sleeve (9), in that furthermore a pressure
switch (51) is assigned to the multifunctional valve (15), on which switch the shot-sleeve
side pressure can act.
7. Die-casting machine according to Claim 4, characterized in that the suction or ascending
pipe (8) projecting out of the storage container, which is designed as a holding furnace
(7), has an end-side flange (29) which can be brought into contact with a short-sleeve
side plane surface (28), and a compression spring (33) and a corrugated pipe (34)
surrounding the latter are arranged between flange (29) and an upper covering plate
(30) of the holding furnace (7), in order to provide resilient support for the suction
or ascending pipe (8) and sealing of the holding furnace (7) with respect to the outside.
8. Die-casting machine according to Claim 7, characterized in that the end face, facing
the shot sleeve (9), of the flange (29) is equipped with brush elements (35) for cleaning
the shot sleeve-side plane surface (28).
1. Procédé de conduite d'une machine à coulée sous pression, dans laquelle une masse
fondue de métal, qui se trouve dans un réservoir, parvient en quantité dosée, en passant
par un tuyau d'aspiration ou ascendant, dans une chambre de remplissage, d'où elle
est refoulée, au moyen d'un piston d'injection, dans la cavité d'un moule qui détermine
le contour de la pièce future, caractérisé en ce qu'à la suite d'un nombre prédéfinissable
de cycles de coulée, de préférence après chaque cycle de coulée, le tuyau d'aspiration
ou ascendant (8) est éloigné de la chambre de remplissage (9), après quoi il peut
être procédé, au moyen d'un dispositif (15) adjoint à la chambre de remplissage (9)
dans la région d'un orifice (25) de chargement de masse fondue de métal, à un nettoyage
de l'orifice (25) de chargement de masse fondue de métal, ainsi qu'à un dégazage de
la chambre de remplissage (9) et de la cavité (5) du moule, en vue du nettoyage et/ou
de l'application d'une couche d'agent de démoulage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en cas de chambre de remplissage
(9) disposée horizontalement, le tuyau d'aspiration ou ascendant (8) qui est porté
par le réservoir (7) ou le réservoir (7) dans son ensemble est déplacé latéralement,
un mouvement vertical supplémentaire étant superposé à ce mouvement horizontal d'éloignement.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, pendant le mouvement d'éloignement,
il se produit un nettoyage de la surface (28) sur laquelle s'applique le tuyau d'aspiration
ou ascendant (8), du côté de la chambre de remplissage, au moyen d'un dispositif (35)
prévu du côté du tuyau d'aspiration ou ascendant.
4. Machine à coulée sous pression (1), dans laquelle une masse fondue de métal (6), qui
se trouve dans un réservoir (7), parvient en quantité dosée, en passant par un orifice
(25) de chargement de masse fondue de métal, dans une chambre de remplissage (9),
d'où elle est refoulée, au moyen d'un piston d'injection (14), dans la cavité (5)
d'un moule qui détermine le contour de la pièce future, caractérisée en ce qu'il est
disposé sur la chambre de remplissage (9), en position diamétralement opposée à l'orifice
(25) de chargement de masse fondue, une soupape à plusieurs fonctions (15) comportant
une tige allongée (40) qui peut pénétrer dans la chambre de remplissage (9) et s'insérer,
par une tête (46) prévue à son extrémité, dans l'orifice (25) de chargement de masse
fondue de métal afin de nettoyer celui-ci et, au besoin, de le fermer hermétiquement,
en ce qu'il est en outre adjoint, à la soupape à plusieurs fonctions (15), une conduite
d'arrivée (16) qui est en communication avec des réservoirs (18, 19) remplis d'agents
de dégazage, et en ce qu'il est prévu des dispositifs pour déplacer horizontalement
et éventuellement verticalement le réservoir (7) et/ou le tuyau d'aspiration ou ascendant
(8) (mouvement d'éloignement et d'accostage).
5. Machine à coulée sous pression selon la revendication 4, caractérisée en ce que la
tige (40), accouplée à un dispositif d'entraînement (43), est guidée dans un trou
(39) d'une cage de soupape, et en ce que la conduite d'arrivée (16) débouche dans
une gorge annulaire (47) du trou (39) de la cage de soupape, lequel trou présente,
dans la région de la tête (46) du coulisseau, un élargissement (45) pour recevoir
cette dernière.
6. Machine à coulée sous pression selon la revendication 4, caractérisée en ce que la
surface frontale (49) de la tête (46) de la tige est munie d'un élément interrupteur
(50) pour le contrôle de l'état de chargement de la chambre de remplissage (9) en
masse fondue de métal (6), et en ce qu'il est en outre adjoint, à la soupape à plusieurs
fonctions (15), un interrupteur manométrique (51) sur lequel peut agir la pression
dans la chambre de remplissage.
7. Machine à coulée sous pression selon la revendication 4, caractérisée en ce que le
tuyau d'aspiration ou ascendant (8), qui sort du réservoir réalisé sous forme de four
de maintien à température élevée (7), présente à son extrémité une bride (29) qui
peut être appliquée sur une surface plane (28) du côté de la chambre de remplissage,
et en ce qu'il est disposé, entre la bride (29) et une plaque supérieure (30) de recouvrement
du four de maintien à température élevée (7), un ressort de pression (33) et un tube
ondulé (34) entourant celui-ci, afin d'assurer un appui à ressort du tuyau d'aspiration
ou ascendant (8) et une fermeture hermétique du four de maintien à température élevée
(7) par rapport à l'extérieur.
8. Machine à coulée sous pression selon la revendication 7, caractérisée en ce que la
surface frontale de la bride (29), dirigée vers la chambre de remplissage (9), est
munie d'éléments de brossage (35) pour nettoyer la surface plane (28) du côté de la
chambre de remplissage.

