[0001] Die Erfindung betrifft Containeranordnungen in ein- oder zweistöckigen Güter- oder
Doppelstockreisezugwagen nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Bei den bekannten Güterwagen für den Transport von Containern werden jedwede Art
von Container, unabhängig von Form und Größe, auf der Plattform des Güterwagens festgemacht
und transportiert. Güterwagen und Container sind bis auf die Halte- und Fixiereinrichtungen
aufeinander abgestimmt.
[0003] Bekannte Doppelstockreisezugwagen sind für den Transport von Großcontainern nach
GM 91 16 376.5 ausgebildet. Über geeignete Ladetüren werden die Container bzw. unifizierte
Großraumboxen in den Laderaum im Unterstock transportiert und festgemacht. Bei den
meisten bekannten Güter- und Reisezugwagen jedoch sind die Bedingungen für den Transport
größerer Container bei hohen Geschwindigkeiten nur unzureichend bzw. bei geschlossenen
Wagen nur über gesonderte Ladetüren möglich.
[0004] Weiterhin ist es nach US 3147869 bekannt, Container auf einer Schienenfahrzueugverkehrsfläche
so nebeneinander aufzustellen und miteinander zu verriegeln, daß die seitlichen Containerflächen
eine nahezu durchgehende Kontur bilden. Aus der Kontur ragen die Verriegelungseinrichtungen
jedoch heraus. Diese offene Anordnung der Container ist für hohe Geschwindigkeiten
nur bedingt geeignet. Nach ETR 40, 1991 Heft 12 S. 795 ist eine Querverladung von
Elektromobilen in Doppelstockwagen bekannt, die durch eine geschlossene Außenkontur
auch für den Einsatz bei höheren Geschwindigkeiten geeignet ist. Nachteilig ist dabei,
daß zur Herstellung der geschlossenen Außenkontur zusätzliche Verschließeinrichtungen,
wie Jalousien, erforderlich und ausgeführt sind. Dieser Nachteil wird auch mit der
bekannten Verladung auf Schienenfahrzeugen nach DE 36 16 484 A1 nicht vermieden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, Container und Schienenfahrzeug so auszubilden, daß
ein platzsparender, eine die Wagenaußenwand verschließende Unterbringung sowie ein
sicherer Transport bei hohen Geschwindigkeiten sowie ein einfaches und rationelles
Be- und Entladen der Container erreicht werden.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Container mit ihren Stirnflächen
zugleich die nahezu geschlossene Außenkontur der Wagenseitenwand bilden, so daß mit
den eigens dafür vorgesehenen zusätzlichen Dichtungen, Fixier- und Verriegelungseinrichtungen
eine homogene Außenfläche erreicht wird, die sich auf dem Strömungsverlauf und auf
die Körperschallübertragung günstig auswirkt, was insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten
erforderlich ist.
[0007] Die Erfindung soll an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
[0008] Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- die Seitenansicht eines Doppelstockreisezugwagens mit Container im Unterstock,
- Figur 2
- den Längsschnitt durch den Unterstock,
- Figur 3
- die Seitenansicht eines Doppelstockgüterwagens mit Containern im Unter- und Oberstock,
- Figur 4
- den Längsschnitt durch den Unterstock des Güterwagens,
- Figur 5
- den Schnitt A - A durch Figur 1,
- Figur 6
- den Schnitt A - A durch Figur 3,
- Figur 7
- untere Verriegelungseinrichtung,
- Figur 8
- obere Verriegelungseinrichtung.
[0009] Gemäß Figur 1 sind in dem Doppelstockreisezugwagen
4 im Unterstock mehrere Container
1 untergebracht und bilden im voll eingeschobenen Zustand mit ihren Stirnwänden
2 eine Fläche mit der Wagenseitenwand
3.
[0010] Die Container
1 werden auf dem Boden des Doppelstockreisezugwagens
4 mittels bekannten Führungsvorrichtungen bis in ihre beschriebene Endstellung bewegt.
[0011] Die seitlich angebrachten Fixiereinrichtungen
7 nach Figur
4 verhindern ein weiteres Verschieben der Container
1 in Richtung Wagenmitte. Die Verriegelungseinrichtungen
6 schließen den Container
1 nach außenhin ab und passen sich der Wagenseitenwand
3 im verriegelten Zustand flächenmäßig an. Die untere Verriegelungseinrichtung
6 ist als Verladebrücke
10 und die obere Verriegelungseinrichtung
6 ist als Abdeckleiste
9 ausgebildet. Beide Einrichtungen verriegeln den Container
1 gegen Bewegungen aus dem Wagen heraus und decken ihn gleichfalls derart ab, daß die
Stirnwand
2 des Containers
1 die angeklappte Abdeckleiste
9 und die aufgeklappte Verladebrücke
10 eine homogene Fläche der Wagenseitenwand
3 ergeben. Zusätzliche Dichtelemente
8 überbrücken die noch gebliebenen Spalten und sorgen für eine gewollte Abdichtung
des Innenraumes des Doppelstockreisezugwagens
4. Gemäß Figur
3 sind auf einem Güterwagen
5 mehrere Container
1 in der bereits beschriebenen Art und Weise untergebracht. Es ist im Sinne der Erfindung
die Container
1 nur für einstöckige Beladung vorzusehen. Eine entsprechende bekannte Abdichtung würde
dann die Abdeckung nach oben hin darstellen. Die innenliegenden Flächen der Verriegelungseinrichtungen
6, die Abdeckleiste
9 und die Verladebrücken
10 passen sich der Kontur des Containers
1 voll an, womit ein gesichertes Anliegen der Container
1 erreicht wird.
[0012] Im Sinne der Erfindung liegt es, die Containerplätze frei zu bestimmen, wobei ein-
und beidseitig die Container
1 vorgesehen werden können. Das gilt auch für die Be- und Entladung, d.h. von nur einer
Seite bzw. von beiden Seiten getrennt. Die herangeklappte untere Verriegelungseinrichtung
6 in der Art der Verladebrücke
10 stellt in dem unteren gefährdeten Bereich einen zusätzlichen Schutz dar.
1. Containeranordnungen in ein- oder zweistöckigen Güter- und Doppelstockreisezugwagen,
insbesondere für hohe Geschwindigkeiten, mit glatten Außenwänden, ohne Lücken zwischen
den Containern, tiefgezogenen Unterböden, Abreißkanten vor und hinter den Drehgestellen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Container (1) in dem Innenraum des Doppelstockreisezugwagens
(4) abgestellt und mittels ihrer Fixierungen (7) in ihrer Endlage bestimmt sind, wobei
die der Außenkontur des Doppelstockreisezugwagens (4) angepaßten Stirnwände (2) der
Container (1) eine homogene Außenfläche der Wagenseitenwände (3) bilden und in den
verbleibenden Spalten zwischen den seitlich nebeneinander stehenden Containern (1)
und zwischen Containern (1) und angrenzenden Wagenteilen Dichtelemente (8) angeordnet
sind und die Container (1) mit an dem Doppelstockreisezugwagen (4) angeordneten Verriegelungseinrichtungen
(6) korrespondieren.
2. Containeranordnungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Container (1)
ein- oder beidseitig und bei Doppelstockreisezugwagen (4) vorzugsweise im Unterstock
angeordnet sind.
3. Containeranordnungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtungen
(6) und Fixiereinrichtungen (7) im verschlossenen Zustand die Kontur der Außenfläche
der Wagenseitenwände (3) mitbilden.
4. Containeranordnungen nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile
der Verriegelungseinrichtungen (6) als Abdeckleisten (9) und Verladebrücken (10) und
die seitlichen Fixiereinrichtungen (7) als Riegel ausgebildet sind.
5. Containeranordnungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stirnseitenwänden
(2) der Container (1) Werbungen und/oder verlade- und entladebedingte Kennzeichnungen
angeordnet sind.