[0001] Die Erfindung betrifft eine Lackier- und Trocknungskabine, in der Fahrzeuge wie Personenkraftwagen,
Lastkraftwagen, Straßenbahnen oder Fahrzeugteile oder dgl. lackiert werden können.
Die Lackierung erfolgt insbesondere mit Wasserlack, der nach dem Lackieren einem Trocknungsprozeß
unterworfen wird.
[0002] Um die beim Lackieren entstehenden Dämpfe und Farbnebel aus dem Arbeitsbereich innerhalb
der Kabine wegzuführen, was sowohl aus Gründen des Umweltschutzes und des Arbeitsschutzes
als auch im Hinblick auf ein optimales Lackierergebnis wünschenswert ist, ist es bekannt,
die Luft in der Kabine in vertikaler Richtung durch die Kabine hindurchzuführen. Dabei
wird die Luft über im Bereich der Kabinendecke vorhandene Öffnungen eingeblasen und
über im Kabinenboden vorhandene Öffnungen abgesaugt. Die abgesaugte Luft wird hierbei
in die Atmosphäre geleitet. Das direkte Ausblasen der Abluft in die Atmosphäre wird
häufig als störende Umweltbelastung empfunden.
[0003] Bei Verwendung von Wasserlacken muß die Trocknung innerhalb kürzester Zeit erfolgen,
wobei hohe Umgebungstemperaturen erforderlich sind. Die Umgebungsluft muß bei dieser
Temperatur aufnahmefähig sein für Wasserdampf, damit die Feuchtigkeit aus dem Lack
abdunsten kann. Da der Lack bis auf den lackierten Untergrund durchtrocknen muß, kann
mit einer Erwärmung ohne sogenannte IR-Strahler nach dem Lackieren kein ausreichender
Erfolg erzielt werden.
[0004] In der DE-A 27 10 254 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Belüften von Farbspritzanlagen
angegeben. Dabei ist ein Zuluftsystem und ein Abluftsystem vorhanden, die über eine
Mischeinrichtung miteinander verbunden sind. Die Mischeinrichtung kann so eingestellt
werden, daß in einer Extremstellung das Abluftsystem zu einem geschlossenen Kreislauf
mit dem Zuluftsystem wird, hauptsächlich in dem Fall, in dem innerhalb der Farbspritzanlage
keine Farbe versprüht wird und es vornehmlich nur um den Trocknungsvorgang geht. Allerdings
wird die Umluft keiner Trockenluftgeneratoreinrichtung zum Trocknen und Erwärmen der
Strömungsluft zugeführt.
[0005] Bei dem aus der EP-A 0 244 891 bekannten Apparat zum Verteilen der Luft kann die
Luft durch einen Klappenmechanismus so geführt werden, daß die angesaugte Abluft wieder
direkt der Lackierkabine über eine Heizungseinrichtung zugeführt werden kann.
[0006] Die aus der US-A 4,687,686 bekannte Lackierkabine besitzt eine Klimatisierungseinrichtung.
Auch hier besteht die Möglichkeit, die abgesaugte Abluft der Trockenkabine im Bedarfsfalle
wieder zuzuführen. Zum Säubern der Abluft werden Flüssigkeitsfilter eingesetzt, die
die Luft von dem in ihr enthaltenen Lösungsmittel befreien. Die Klimaeinrichtung kontrolliert
die Temperatur der Umluft, die der Kabine wieder zugeführt wird, wobei die relative
Luftfeuchtigkeit der Strömungsluft in der Kabine reguliert wird, um ein unerwünschtes
Auskondensieren zu verhindern.
[0007] Weiterhin ist aus der GB-A 2 026 683 eine Lackieranlage mit einer Lackierkabine bekannt,
in die die zu lackierenden Gegenstände eingestellt werden können. Durch eine Luftkonditionierungseinrichtung
kann die in die Lackierkabine einströmende Luft konditioniert werden hinsichtlich
der Temperatur und Feuchtigkeit, wobei dieser Vorrichtung Frischluft zugeführt werden
kann. Weiterhin ist eine Reinigungseinrichtung vorhanden, die die Umluft reinigt.
Schließlich ist es noch möglich, die gereinigte Luft wiederum über Kanäle der Luftkonditioniereinrichtung
der Lackierkabine zuzuführen. Die Luftkonditionierungseinrichtung hat den Zweck, innerhalb
der Lackierkabine die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zum Erzeugen einer möglichst
guten Lackqualität zu steuern. Diese Luftkonditioniereinrichtung ist keine Trockenluftgeneratoreinrichtung,
mit der die Strömungsumluft durch Wasserentzug getrocknet und gleichzeitig die beim
Trocknungsvorgang (Kondensation) entstehende Kondensationswärme zum Erwärmen der Strömungsumluft
genutzt wird.
[0008] Schließlich ist noch durch die GB-A 2 017 897 ein mobiler Apparat vorbekannt, der
es ermöglicht, gleichzeitig in einem Raum einen Gegenstand zu trocknen, ohne daß es
in diesem Raum zu einem starken Anstieg der Luftfeuchtigkeit kommt.
[0009] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ausgehend von diesem Stand der Technik
eine verbesserte Lackier- und Trocknungskabine anzugeben, die einen optimalen Trocknungsvorgang
auch für Wasserlack gewährleistet und gleichzeitig einen umweltschonenden Einsatz
ermöglicht.
[0010] Die Lösung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gegeben.
[0011] Hierbei wird die in der Kabine vorhandene Luft über ein Saug-Druckgebläse von einer
Trockenluftgeneratoreinrichtung angesaugt. Diese Luft enthält einen relativ hohen
Wassergehalt. Zunächst wird in der Trockenluftgeneratoreinrichtung diese Luft mit
hohem Wassergehalt stark abgekühlt, so daß bei Unterschreiten des Taupunktes das Wasser
bzw. ein Wasser-Lösungsmittel-Gemisch auskondensiert, das innerhalb der Trockenluftgeneratoreinrichtung
gesammelt wird. Die beim Kondensieren entstehende Kondensationswärme wird dazu genutzt,
die Luft wieder aufzuwärmen, so daß diese aufgewärmte, nunmehr trockene Luft wieder
in die Kabine geblasen werden kann.
[0012] Die Kabine und die Trockenluftgeneratoreinheit können ein geschlossenes Umluftsystem
bilden.
[0013] Die die Trockengeneratoreinrichtung verlassende Luft weist eine Temperatur von 25°C
bis 35°C auf, wobei der Wassergehalt 0,001 bis 0,008 kg/m³ beträgt.
[0014] Diese entwässerte Umluft bewirkt, daß der im Lack vorhandene Wasseranteil auch bei
den relativ niedrigen Temperaturen von innen nach außen verdunstet. Unter den geschilderten
Verhältnissen wird erreicht, daß der Lack in einer Trockenzeit von 4 bis 10 Minuten
bereits oberflächentrocken ist. Nachdem die an der Oberfläche des Fahrzeuges vorbeistreichende
trockene Luft Wasserbestandteile aus dem Lack aufgenommen hat, strömt sie wieder zur
Trockenluftgeneratoreinheit zurück, wird dort entwässert, erwärmt und der Kabine erneut
zugeführt. Bei einem geschlossenen Umluftsystem wird die Atmosphäre nicht durch die
normalerweise ausgeblasene Abluft beeinträchtigt. Auch kann bei einem derartig geschlossenen
System unabhängig von der Außenwitterung gearbeitet werden. Allerdings ist es auch
möglich, lediglich einen Teilstrom der die Kabine durchströmenden Luft durch die Trockenluftgeneratoreinrichtung
zu führen. Dies hängt davon ab, wie hoch bzw. niedrig die zulässigen Grenzwerte für
Lösungsmittel beim Betrieb derartiger Kabinen liegen.
[0015] Der Trockenluftgenerator kann entweder innerhalb der Lackier- und Trocknungskabine
oder außerhalb derselben angeordnet sein, wobei im letzteren Fall die Trocknungsumluftführung
über zwischen der Trockenluftgeneratoreinrichtung und der Kabine vorhandene Führungskanäle
erfolgt.
[0016] Sofern die Trocknung ohne Zu- und Abluft bewirkt wird, kann in einer geschlossenen
Kabine gearbeitet werden, die in jeder Werkhalle aufgestellt werden kann.
[0017] Gemäß der Erfindung kann eine bekannte Lackier- und Trocknungskabine mit Zuluft-
und Abluftführung in einfacher Art und Weise ohne aufwendige Kosten zu einer erfindungsgemäßen
Lackier- und Trocknungskabine umgerüstet werden, wie in einem der Ausführungsbeispiele
noch näher erläutert wird. Die Trockenluftgeneratoreinrichtung kann entweder innerhalb
der Kabine angeordnet oder, falls dieses die Platzverhältnisse nicht zulassen, außerhalb
der Kabine an die vorhandenen Zu- und Abluftführungen angeschlossen werden.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lackier- und Trocknungskabine
sind den weiteren Merkmalen der Unteransprüche zu entnehmen.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch eine Lackier- und Trocknungskabine mit außerhalb
der Kabine angeordneter Trockenluftgeneratoreinrichtung,
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt durch eine Lackier- und Trocknungskabine mit innerhalb
der Kabine angeordneter Trockenluftgeneratoreinrichtung,
- Fig. 3
- einen schematischen Querschnitt durch eine Lackier- und Trocknungskabine, bei der
nur ein Teilstrom durch die Trockenluftgeneratoreinrichtung geführt wird und
- Fig. 4
- einen schematischen Querschnitt ähnlich dem von Fig. 3, bei dem die Umluft zusätzlich
noch konventionell aufgeheizt werden kann.
[0020] Eine Lackier- und Trocknungskabine 10 besitzt einen etwa rechteckförmigen Querschnitt.
[0021] Das Innere 11 der Kabine 10 wird seitlich von Wänden 12, 14, unten durch einen Boden
16 und oben durch eine Decke 17 begrenzt. Auf der vorderen und hinteren Stirnseite
der Kabine 10 ist eine Vorder- und Rückseite vorhanden. Durch diese stirnseitige Vorder-
bzw. Rückseite kann ein Fahrzeug 19 in die Kabine 10 transportiert und dort lackiert
werden.
[0022] Im mittleren Bereich des Bodens 16 ist ein Tragrost 18 angeordnet, unter dem ein
Schacht 20 vorhanden ist. Die in Fig. 1 dargestellte Lackier- und Trocknungskabine
10 zeigt eine von dem bekannten Zu- und Abluftführungssystem auf eine auf Umluftsystem
umgerüstete Kabine. Hierbei ist der in die Decke 17 einmündende ehemalige Zuluftkanal
22 durch eine Schließeinheit 24 verschlossen. Ebenso ist der an den Schacht 20 angeschossene
ehemalige Abluftkanal 26 mit einer Schließeinheit 28 verschlossen. Zwischen der Einmündung
des Zuluftkanals 22 und der Schließeinheit 24 und zwischen der Einmündung des Abluftkanals
26 und der Schließeinheit 28 ist ein Trockenluftgenerator 30 über einen ersten Führungskanal
32 an den Zuluftkanal 22 und über einen zweiten Führungskanal 34 an den Abluftkanal
26 angeschlossen. Dadurch entsteht ein geschlossenes Umluftsystem. Innerhalb des Trockenluftgenerators
30 ist dem Anschluß des zweiten Führungskanals 34 eine Kondensierungseinheit 36 nachgeordnet,
der eine Erwärmungseinheit 38 folgt.
[0023] Der Trocknungsprozeß läuft nun folgendermaßen ab: Im Bereich der Einmündung des zweiten
Führungskanals 34 in den Trockenluftgenerator 30 ist ein in Fig. 1 nicht dargestelltes
Saug-Druckgebläse vorhanden, das die in der Kabine 10 befindliche feuchte Luft ansaugt.
Die im ehemaligen Abluftkanal 26 bzw. im zweiten Führungskanal 34 strömende Umluft
wird nun innerhalb der Kondensierungseinheit 36 stark abgekühlt, so daß der Taupunkt
des Wasser-Lösungsmittel-Dampfgemisches unterschritten wird und das in der Umluft
vorhandene Wasser bzw. Wasser-Lösungsmittel-Gemisch ausgeschieden wird. Dieses Kondensat
wird über eine in Fig. 1 nicht dargestellte Sammeleinheit innerhalb des Trockenluftgenerators
30 gesammelt.
[0024] Nach dem Entwässern der ankommenden feuchten Umluft durch die Kondensierungseinheit
36 wird die nunmehr trockene Luft in der Erwärmungseinheit 38 auf 25°C - 35°C erwärmt,
wobei zum Erwärmen der Luft die beim Kondensationsvorgang freiwerdende Kondensationswärme
eingesetzt wird. Über den ersten Führungskanal 32 bzw. den ehemaligen Zuluftkanal
22 gelangt die trockene Warmluft in das Innere 11 der Kabine 10 und wird an der Fahrzeugoberfläche
vorbeigeführt. Diese entwässerte Umluft mit einem Wassergehalt von 0,003 bis 0,006
kg/m³ zwingt das Wasser im Lack auch bei den relativ niedrigen Temperaturen von 25°C
- 35°C zur Verdunstung von innen nach außen. Nach dem Vorbeistreichen an der Lackoberfläche
des Fahrzeugs 19 hat die warme Umluft unter Abkühlung eine entsprechende Wassermenge
aufgenommen. Diese feuchte, nunmehr abgekühlte Umluft wird nun über den Schacht 20,
den ehemaligen Abluftkanal 26 und den zweiten Führungskanal 34 zum Trockenluftgenerator
30 hin abgezogen.
[0025] Danach wiederholt sich der oben beschriebene Vorgang ständig. Bei diesem erfindungsgemäßen
Trocknungssystem wird der Lack innerhalb von ungefähr 4 bis 10 Minuten oberflächentrocken.
Durch für Wasserdampf offene feinste Poren hindurch kann danach der Lack bei Normal-Luftverhältnissen
nachdunsten und aushärten.
[0026] Die Größe des Trockenluftgenerators richtet sich nach der stündlich zu verarbeitenden
Lackmenge. Sie kann den jeweils vorhandenen Verhältnissen ohne große Probleme angepaßt
werden.
[0027] Bei der in Fig. 2 dargestellten, im Querschnitt rechteckförmigen Lackier- und Trocknungskabine
50 sind ebenfalls Seitenwände 52, 54, ein Boden 56 und eine Decke 58 vorhanden. Im
Innern 60 der Kabine 50 ist ebenfalls ein zu lackierendes Fahrzeug 19 vorhanden, wobei
die Zugangsmöglichkeiten durch eine bewegbare Vorder- und/oder Rückwand an der Stirnseite
der Kabine 50 gegeben ist. Im Gegensatz zu der Kabine 10 gemäß Fig. 1 ist die Kabine
50 gemäß Fig. 2 nach außen hin vollständig abgeschlossen. Im Innern 60 ist ein Trockenluftgenerator
70 im rechten Bereich der Kabine 50 angeordnet, der in seinem Innern ebenfalls die
bereits oben beschriebene Kondensierungseinheit 36 und Erwärmungseinheit 38 aufweist.
Eine Ansaugöffnung 72 mit nachgeschaltetem, nicht dargestelltem Saug-Druckgebläse
ist im linken unteren Bereich des Trockenluftgenerators 70 vorhanden. Die getrocknete,
erwärmte Luft tritt im mittleren oberen Bereich des Trockenluftgenerators 70 über
eine Austrittsöffnung 74 in das Innere 60 der Kabine 50 aus, wobei geeignete Führungsmittel
76 vorhanden sind, die die austretende Luft strömungsgünstig auf das Fahrzeug 19 bzw.
seine Einzelteile lenken. Auch bei dieser Kabine 50 läuft der eigentliche Trocknungsvorgang
wie bei der Kabine 10 gemäß Fig. 1 ab.
[0028] Das Umluftsystem für die in den Figuren 3 und 4 dargestellten Trocknungskabinen 10
unterscheidet sich von der Darstellung gemäß Fig. 1 und 2 dadurch, daß nicht die gesamte
sondern nur eine Teilmenge der durch die Kabine 10 strömenden Luftmenge durch den
Trockenluftgenerator 30 hindurchgeleitet werden kann. Es ist also kein zwangsläufig
ständig geschlossenes Umluftsystem vorhanden, da Außenluft in das Umluftsystem eingeleitet
werden kann.
[0029] Der Trockenluftgenerator 30 besitzt einen Kältemittelumlauf 80. Bei diesem Umlauf
fließt das Kältemittel über ein vorgeschaltetes Expansionsventil 81 durch einen Verdampfer
82, in dem es verdampft. Dabei wird der den Verdampfer 82 durchströmenden Luft Wärme
entzogen, so daß Wasser bzw. ein Wasser-Lösungsmittel-Gemisch aus diesem Luftgemisch
auskondensiert. Die Luft wird dadurch abgekühlt und gleichzeitig entfeuchtet.
[0030] Nach Durchströmen des Verdampfers 82 gelangt das Kältemittel zu einem Verdichter
84. Dort wird das Kältemittel verdichtet und dabei stark erwärmt. Das erwärmte Kältemittel
strömt dann durch eine Kühlvorrichtung 86, wo es soweit gekühlt wird, daß eine vorgegebene
obere Temperaturgrenze nicht überschritten wird. Im vorliegenden Beispielsfall wird
die Kühlvorrichtung 86 über eine Kühlwassermenge 88, die schematisch dargestellt ist,
geregelt.
[0031] Das so erwärmte Kältemittel fließt dann durch einen Kondensator 90. Dort gibt das
Kältemittel seine Wärme an die Umluft ab. Die Umluft wird also entsprechend aufgeheizt.
Durch die Kühlvorrichtung 86 wird erreicht, daß die Erwärmung der Luft in der Erwärmungseinheit
38 auf einen maximalen Wert begrenzt werden kann. Ohne die Kühlvorrichtung 86 würde
wegen der eingebrachten Verdichterleistung die Temperatur der Umluft im System ständig
steigen, sofern nicht Wärmeverluste dies wieder ausgleichen würden. Diese Wärmeverluste
treten naturgemäß bei kälteren Wetterbedingungen wie im Winter allerdings auf. Die
Kühlvorrichtung 86 kann statt wassergekühlt auch luftgekühlt werden.
[0032] Die in der Erwärmungseinheit 38 erwärmte, trockene Luft strömt dann durch den Zuluftkanal
22 wieder in die Kabine 10.
[0033] Ein Teil der die Kabine 10 verlassenden Luft strömt durch den Abluftkanal 26 sowohl
zu dem Trockenluftgenerator 30 als auch in eine in die Außenluft führende Leitung
92. Diese Leitung 92 ist über ein Ventil 94 zu verschließen. Diese nach außen führende
Luft wird über ein Gebläse 96 nach außen gedrückt. Die Luftmenge, die durch die Leitung
92 nach außen geführt wird, wird durch eine weitere Leitung 98 von außen wieder zugeführt.
Auch in der Leitung 98 ist ein Absperrventil 100 vorhanden. Die beiden Ventile 94,
100 sind so geschaltet, daß die die Kabine 10 durchströmende Luftmenge konstant gehalten
werden kann.
[0034] Im Gegensatz zur Darstellung gemäß Fig. 3 ist bei der Darstellung gemäß Fig. 4 ein
Umluftsystem für die Kabine 10 dargestellt, das sich aus dem im Stand der Technik
bekannten Umluftsystem und dem erfindungsgemäßen neuen Umluftsystem zusammensetzt.
Auch bei der Darstellung gemäß Fig. 4 strömt lediglich ein Teilstrom der die Kabine
10 verlassenden Luft durch die Leitung 26 in den Trockenluftgenerator 30. Aus dem
Trockenluftgenerator 30 strömt die Luft dann durch den Zuluftkanal 22 wieder in die
Kabine 10 hinein. Auch bei der Darstellung gemäß Fig. 4 wird ein Teil der Umluft aus
dem System abgezogen und durch die Leitung 92 mittels des Gebläses 96 nach außen geführt.
[0035] In der Leitung 92 ist ein Umschaltventil 104 vorhanden, das entweder die aus der
Leitung 26 kommende Luft in die nach außen führende Leitung 92 hineinleitet oder,
bei entsprechender Umschaltung, in eine andere Leitung 106. Diese Leitung 106 führt
über ein Gebläse 108 zu einem konventionellen Lufterhitzer 110. Dort kann über eine
Leitungsverbindung 112 von außen zugeführte Frischluft aufgeheizt werden. Diese Luft
strömt dann bei entsprechender Umschaltung des Ventils 104 in die Leitung 106 hinein.
Die somit konventionell aufgewärmte Luftmenge wird dann ebenfalls in den Zuluftkanal
22 eingeleitet. Das in Fig. 4 dargestellte Umluftsystem stellt damit einen Zustand
dar, bei dem in ein bestehendes, den Lufterhitzer 110 enthaltendes Umluftsystem das
neue, den Trockenluftgenerator enthaltende System nachträglich integriert ist.
1. Lackier- und Trocknungskabine (10; 50) für mit Wasserlack behandelte Fahrzeuge (19),
Fahrzeugteile und dergleichen, mit Mitteln zum Erzeugen einer Luftströmung in der
Kabine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trockenluftgeneratoreinrichtung (30; 70) zum Trocknen und Erwärmen von Strömungsluft
vorhanden ist, wobei die im Bereich der Trockenluftgeneratoreinrichtung austretende
Strömungsluft eine Temperatur von 25°C bis 35°C und einen Wassergehalt von 0,001 bis
0,008 kg/m³ aufweist.
2. Kabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kabine (10; 50) und die Trockenluftgeneratoreinrichtung (30; 70) ein geschlossenes
Umluftsystem bilden.
3. Kabine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenluftgeneratoreinrichtung (70) innerhalb der Kabine (50) angeordnet
ist.
4. Kabine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenluftgeneratoreinrichtung (30) außerhalb der Kabine (10) angeordnet
ist und über die Umluftführungskanäle (22, 32; 26, 34) an die Kabine (10) angeschlossen
ist.
5. Kabine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Erzeugen der Luftströmung in der Trockenluftgeneratoreinrichtung
integriert vorhanden sind.
6. Kabine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenluftgeneratoreinheit als bewegbare Einheit ausgebildet ist.
7. Kabine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungssystem zum Erzeugen der Luftströmung in der Kabine einen ersten Leitungszweig
(26) mit der Trockenluftgeneratoreinrichtung (30) und einen zweiten Leitungszweig
(106) mit einem Lufterhitzer (110) enthält, durch welche Leitungszweige einzeln oder
zusammen die die Kabine durchströmende Luftströmung durchleitbar ist, wobei in den
zweiten Leitungszweig (106) eine direkte Zu- (112) und Abluftleitung (92) für die
Umgebungsluft einmündet.
8. Kabine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine wasser- oder luftgekühlte Kühlvorrichtung (86) für das den Trockenluftgenerator
(30) durchstömende Kältemittel vorhanden ist, mit welcher (86) die Erwärmung der den
Trockenluftgenerator (30) durchströmenden Strömungsluft begrenzbar ist.
1. Painting and drying booth (10: 50) for vehicles (19),vehicle parts and the like treated
with water-based paint, which has means for producing an air flow in the booth, characterized
in that a dry-air generator device (30; 70) for drying and heating flowing air is
provided, whereby the flowing air passing out in the region of the dry-air generator
device has a temperature of 25°C to 35°C and a water content of 0.001 to 0.008 kg/m³.
2. Booth according to Claim 1, characterized in that the booth (10; 560) and the dry-air
generator device (30; 70) form a closed circulating air system.
3. Booth according to Claim 1 or 2, characterized in that the dry-air generator device
(70) is arranged inside the booth (50).
4. Booth according to Claim 1 or 2, characterized in that the dry-air generator device
(30) is arranged outside the booth (10) and is connected to the booth (10) via the
circulating air guide ducts (22, 32; 26, 34).
5. Booth according to one of the preceding claims, characterized in that the means for
producing the air flow are integrated into the dry-air generator device.
6. Booth according to one of the preceding claims, characterized in that the dry-air
generator unit is in the form of a movable unit.
7. Booth according to one of the preceding claims, characterized in that the piping system
for producing the air flow in the booth contains a first pipe branch (26) having the
dry-air generator device (30) and a second pipe branch (106) having an air heater
(110), through which pipe branches the air flow passing through the booth can be conducted
individually or together, a direct incoming air pipe (112) and an outgoing air pipe
(92) for ambient air leading into the second pipe branch (106).
8. Booth according to one of the preceding claims, characterized in that a water-cooled
or air-cooled cooling device (86) is provided for the refrigerant flowing through
the dry-air generator (30), with the aid of which device (86) the heating of the flowing
air flowing through the dry-air generator (30) can be limited.
1. Cabine de vernissage et de séchage (10 ; 50) pour des véhicules (19), des pièces de
véhicules et similaires traités au vernis à l'eau, avec des moyens pour produire un
écoulement d'air dans la cabine, caractérisée en ce qu'un générateur d'air sec (30 ; 70) est présent pour sécher et réchauffer
l'air d'écoulement, l'air d'écoulement sortant dans la région du générateur d'air
sec présentant une température de 25°C à 35°C et une teneur en eau de 0,001 à 0,008
kg/m³.
2. Cabine selon la revendication 1, caractérisée en ce que la cabine (10 ; 50) et le générateur d'air sec (30 ; 70) forment un système
fermé de circulation d'air.
3. Cabine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le générateur d'air sec (70) est disposé à l'intérieur de la cabine (50).
4. Cabine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le générateur d'air sec est disposé à l'extérieur de la cabine (10) et
est raccordé à la cabine (10) par des canaux (22, 32 ; 26, 34) de guidage d'air de
circulation.
5. Cabine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens pour produire l'écoulement d'air sont intégrés dans le générateur
d'air sec.
6. Cabine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le générateur d'air sec est réalisé sous la forme d'une unité mobile.
7. Cabine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le système de conduites pour produire l'écoulement d'air dans la cabine
comprend une première branche de conduite (26) avec le générateur d'air sec (30) et
une deuxième branche de conduite (106) avec un réchauffeur d'air (110), branches à
travers lesquelles peut être dirigé individuellement ou conjointement le flux d'air
s'écoulant à travers la cabine, une conduite (112) d'alimentation directe d'air ambiant
et une conduite (92) d'évacuation directe de l'air dans l'air ambiant débouchant dans
la deuxième branche de conduite (106).
8. Cabine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif (86) de refroidissement par eau ou par air est présent pour
le réfrigérant s'écoulant à travers le générateur d'air sec (30), dispositif qui permet
de limiter le réchauffement de l'air d'écoulement s'écoulant à travers le générateur
d'air sec (30).