[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Stanzpresse beim Anfahren
und Stillsetzen derselben, welche Stanzpresse von einem positionierfähigen Antrieb
über die Kupplungseinheit einer Kupplungs-/Bremsvorrichtung getriebene Exzenterwelle,
einen von der Exzenterwelle getriebenen Stössel zum Tragen mindestens eines Oberwerkzeuges
und einen Pressentisch zum Tragen mindestens eines Unterwerkzeuges aufweist, mittels
welchen Werkzeugen ein dazwischen angeordnetes bandförmiges Werkstück bearbeitet wird,
welche Stanzpresse aufgrund des insgesamten Massenträgheitsmomentes der bewegten Bauteile
und des durch die Kupplungseinheit auf die Exzenterwelle übertragenen Antriebsmomentes
zur Beschleunigung vom Stillstand bis zur Betriebshubzahl einen Anfahrwinkel durchläuft
und die Berührung zwischen den Werkzeugen und dem Band bei einer vorgegebenen Arbeitswinkelstellung
der Exzenterpresse beginnt. Ein solches Verfahren ist aus US-A-4 653 311 bekannt.
[0002] Bei schnellaufenden Stanzmaschinen ist das an sich bekannte Ansteigen der Trägheitskräfte
der beschleunigten Bauteile bei zunehmender Drehzahl ein Problem, das insbesondere
auf die Güte und Genauigkeit der mit solchen Stanzmaschinen hergestellten Erzeugnisse
einen Einfluss hat. Durch die Beschleunigungen und Verzögerungen der vorwiegend oszillierenden
Bauteile und die bei der Bearbeitung eines jeweiligen Werkstücks entstehenden Gegenkräfte
erleidet die Stanzmaschine und insbesonders ihre bewegten Bauteile elastische Verformungen,
und weiter ergeben sich in den Lagern Verschiebungen, welche Zustände sich negativ
auf Herstellungsgenauigkeiten auswirken.
[0003] Die Herstellungsgenauigkeit eines Stanzerzeugnisses ist unter anderem stark von der
jeweiligen Stösselhöhe der Maschine abhängig. Diese Stösselhöhe bestimmt, wie allgemein
bekannt ist, die Werkzeugschliesshöhe, bzw. die Eintauchtiefe beim Betrieb der Maschine.
[0004] Wenn für vorgegebene Prägearbeiten und Schnittarbeiten bei einer gegebenen Hubzahl
eine unveränderliche Stösselhöhe festgesetzt ist, werden z.B. bei einer kleineren
Hubzahl die Prägungen nicht tief genug, bei einer höheren Hubzahl die Prägungen zu
tief bzw. die Eintauchtiefe der Werkzeugstempel zu gross, was bekanntlich zu unerwünscht
grossen Abnützungen der entsprechenden Werkzeugteile führt.
[0005] Zum Regeln der Stösselhöhe, bzw. Eintauchtiefe, basierend auf der Hubzahl sind verschiedene
Vorgehen bekannt geworden. Beispielsweise wird auf die CH-A-676 445 hingewiesen.
[0006] Bei Stanzarbeiten, insbesondere mit Folgeschnittwerkzeugen, sollte auch beim Anfahren
und Stillsetzen der Stanzmaschine kein durch die oben erwähnten Trägheitskräfte hervorgerufener
Ausschuss entstehen, und insbesondere bei schnellaufenden Stanzmaschinen verursacht
das Anfahren und Stillsetzen in dieser Hinsicht Probleme.
[0007] Zum Anfahren der Stanzmaschine wird die Exzenterwelle durch Schliessen der Kupplung
mit dem sich auf Betriebshubzahl befindlichen Antrieb, insbesondere dem Schwungrad
antriebsverbunden und damit vom Stillstand aus auf die Betriebsdrehzahl beschleunigt.
Dabei wird das dynamische Verhalten der Stanzpresse beim ersten Bearbeitungsvorgang,
z.B. Stanzvorgang als Erstschlagverhalten definiert, und es ist dieses Erstschlagverhalten,
welches die Güte des ersten Stanzteiles bestimmt.
[0008] Bei bekannten Anfahrverfahren von schnellaufenden Stanzpressen ist das Erstschlagverhalten
derart, dass der erste Stanzvorgang nicht mit der Betriebshubzahl wie die nachfolgenden
Stanzvorgänge erfolgt, d.h. dass das dynamische Verhalten der Maschine beim ersten
und den nachfolgenden Hüben nicht gleich ist, was sich negativ auf die Genauigkeit
des ersten Teiles auswirkt.
[0009] Eine Reduktion der Betriebshubzahl beseitigt diesen Nachteil, verringert aber die
Produktion, d.h. innerhalb einer gegebenen Zeitspanne produzierte Stückzahl.
[0010] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein Verfahren zum Betrieb einer Stanzpresse
beim Anfahren und Stillsetzen derselben zu schaffen, bei dem nach erfolgtem Stillsetzen
die Exzenterwelle in eine Anfahrwinkelstellung zurückrotiert wird, gemäss welcher
sie beim erneuten Anfahren nach Durchlaufen des Anfahrwinkels zum Beschleunigen auf
die Betriebshubzahl sich auf der Betriebshubzahl befindet, bevor die erste Bearbeitungsberührung
zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück stattfindet.
[0011] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass der erste Stanzhub bei einem dynamischen Verhalten der Stanzpresse erfolgt, das
gleich dem dynamischen Verhalten im Dauerbetrieb ist. Damit erfolgt beim Anfahren
schon beim ersten Bearbeitungshub eine genaue Herstellungsbearbeitung des zu verarbeitenden
Bandes, so dass kein Ausschuss produziert wird.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt schematisch eine Stanzpresse mit den das Verständnis der Erfindung erleichternden
Baueinheiten,
Figur 2 zeigt ein Diagramm, in dem das Anfahrverhalten eine Stanzpresse dargestellt
ist,
Figur 3 zeigt schematisch die Stellung einer nach dem erfindungsgemässen Verfahren
betriebenen Stanzpresse nach dem Stillsetzen, und
Figur 4 zeigt schematisch die Stellung einer nach dem erfindungsgemässen Verfahren
betriebenen Stanzpresse vor dem Anfahren.
[0013] Die Figur 1 zeigt schematisch eine Stanzpresse. Sie weist einen positionierfähigen
Antrieb 1 auf. Dieser Antrieb 1 enthält einen Elektromotor, der in jegliche beliebige
Winkelstellung gesteuert werden kann, und der über einen Riementrieb das Schwungrad
der schnellaufenden Stanzpresse gemäss allgemein bekannten Ausbildungen antreibt.
Das Schwungrad ist mit einer Kupplungs-/Bremsvorrichtung 2,3 verbunden, die ihrerseits
mit der Exzenterwelle 5 in Verbindung steht, die im Maschinenrahmen 4 gelagert ist.
[0014] Die Kupplungs-/Bremsvorrichtung 2,3 weist eine Kupplungseinheit 2 auf, mittels welcher
die Exzenterwelle 5 mit dem Antrieb 1, bzw. dessen Schwungrad gekuppelt, bzw. davon
entkuppelt werden kann, und weist eine Bremseinheit 3 mit einer Bremsscheibe 14 auf,
über welche Bremsscheibe 14 die Exzenterwelle 5 gegen das Maschinengehäuse 4 abgebremst
werden kann. Einzelheiten dieser Bremsvorrichtung sind aus der CH-A-546 141, bzw.
US-A-3 805 931 zu entnehmen. Zu bemerken ist hier, dass die Kupplungseinheit 2 und
die Bremseinheit 3 kraftschlüssige Konstruktionen sind, d.h. sie schleifen beim Einkuppeln,
bzw. Bremsen.
[0015] An der Exzenterwelle 5 sind Pleuel 6 angelenkt, welche den Stössel 7 tragen. Dieser
Stössel 7 ist mit dem Oberwerkzeug 8 verbunden. Weiter ist in der Figur 1 der Pressentisch
10 eingezeichnet, welcher das Unterwerkzeug 9 trägt. Die Bezugsziffer 11 bezeichnet
allgemein die Ausgleichsgewichtsanordnung zum Ausgleichen der im Betrieb der Stanzpresse
auftretenden rotierenden und oszillierenden Kräfte.
[0016] Im Betrieb rotiert die Exzenterwelle durch sämtliche Winkelstellungen eines 360°
Winkels und kann offensichtlich im Stillstand durch den positionsfähigen Antrieb getrieben
jegliche Winkelstellung einnehmen. Es wird allgemein bei den Exzenterwellen 5 der
Stanzpressen ein oberer Totpunkt UD und ein unterer Totpunkt LD definiert, wobei als
strukturelle Referenz die Anlenkstelle der (des) Pleuel(s) an der Exzenterwelle 5
genommen wird. Im oberen Totpunkt UD weist der Stössel 7 den grössten, im unteren
Totpunkt LD den kleinsten Abstand vom Pressentisch 10 auf. Diese Stellungen UD und
LD sind aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich.
[0017] Zum Unterbrechen des Betriebes wird eine Stanzpresse üblicherweise annähernd im oberen
Totpunkt UD stillgesetzt, bzw. positioniert. Der Abstand zwischen dem Stössel 7 und
dem Pressentisch 10 weist den grössten Wert auf, das Werkzeug (bestehend aus Oberwerkzeug
8 und Unterwerkzeug 9) ist geöffnet. Beim Unterbrechen des Betriebes wird die Kupplungseinheit
2 geöffnet und die Bremse 3 geschlossen, d.h. die Exzenterwelle 5 vom Antrieb 1 entkuppelt,
wobei der Antrieb 1 mit dem Schwungrad im Leerlauf auf der Betriebsdrehzahl weiterläuft
und die Kurbelwelle 5 stillsteht.
[0018] Es wird nun auf die Figur 2 hingewiesen. Die Abszisse bezieht sich auf die Winkelstellung
α der Exzenterwelle 5, die Ordinate auf die Drehzahl n derselben.
[0019] Wird bei stillstehender Exzenterwelle und bei dem auf der Betriebsdrehzahl n
B laufenden Antrieb die Bremse geöffnet und die Kupplung zur sich in der oberen Totpunktstellung
UD befindlichen Exzenterwelle geschlossen, so steigt die Drehzahl n der Exzenterwelle
unter Einwirkung des von der Kupplung an die Exzenterwelle übertragenen Drehmomentes.
Dieses Ansteigen der Drehzahl n relativ zur Winkelstellung α ist in der Figur 2 durch
die Kurvenlinie dargestellt. Nach einer gewissen Zeitspanne, d.h. nach Durchlaufen
eines gewissen Drehwinkels α wird die Betriebsdrehzahl n erreicht. Die Drehzahländerung
erfolgt dabei nach der Formel
- M =
- von der Kupplung abgegebenes Antriebsmoment [Nm],
- J =
- Massenträgheitsmoment der bewegten Bauteile der Stanzmaschine [kgm²]
- α =
- Anfahr- bzw. Bremswinkel [°].
[0020] Der Werkzeugschluss, d.h. die bearbeitende Berührung zwischen dem Oberwerkzeug und
dem zu verarbeitenden Band erfolgt kurz vor dem unteren Totpunkt LD, bei welchem die
Exzenterwelle einen Drehwinkel, bzw. Anfahrwinkel α
A durchlaufen hat, wobei aus dem Diagramm nach Figur 2 die Distanz zwischen dem Anfahrwinkel
α
A und α = 180° ersichtlich ist.
[0021] Somit muss die Betriebshubzahl n
A spätestens beim Anfahrwinkel α
A erreicht sein, wenn die erste Stanzung beim Anfahren mit den gleichen dynamischen
Verhältnissen ausgeführt werden soll, wie bei den nächstfolgenden Stanzungen. Somit
ergeben sich bei jeder Betriebshubzahl ≦ n
A keine Schwierigkeiten.
[0022] Liegt jedoch die Betriebshubzahl n
B über n
A, d.h. n
B ≧ n
A, welche Eigenschaft bei schnellaufenden Stanzpressen vorherrscht, ist ein Anfahrwinkel
α
B erforderlich, der grösser als α
A ist, falls wieder bei der ersten Stanzung die gleichen dynamischen Verhältnisse wie
bei den nachfolgenden Stanzungen vorherrschen sollen.
[0023] Beim Stillsetzen der Stanzpresse gelten dieselben Ueberlegungen. Eine Hubzahlverminderung
darf erst nach dem Durchlaufen des unteren Totpunktes LD eingeleitet werden, wobei
der vollständige Stillstand vor einer 360° Rotation, bevor eine Berührung zwischen
Werkzeug und Metallband stattfindet, erreicht sein muss.
[0024] Die Parameter M (Antriebsmoment oder Bremsmoment) und J (Massenträgheitsmoment) einer
Stanzpresse können nur schwer oder überhaupt nicht verändert werden. Somit wird das
erfindungsgemässe Verfahren angewendet, welches nun anhand der Figuren 3 und 4 beschrieben
wird.
[0025] Da die Betriebsdrehzahl n und die Maschinenparameter M und J bekannt sind, lassen
sich z.B. in einem Steuergerät für die Stanzpresse sowohl der Anfahrwinkel α
B und entsprechend auch der Bremswinkel berechnen.
[0026] Beim Stillsetzen wird die Stanzpresse nicht im oberen Totpunkt UD, sondern bei der
Winkelstellung C stillgesetzt, die

nach dem oberen Totpunkt UD liegt.
[0027] Offensichtlich darf

maximal so gross sein, dass ein Erreichen des unteren Totpunktes LD und somit eine
weitere Stanzung vermieden ist. Beim Stillsetzen einer Stanzpresse wird die Kupplung
geöffnet und die Bremse geschlossen, wobei der Antrieb mit dem Schwungrad immer noch
mit der Betriebsdrehzahl weiter rotiert.
[0028] Nach dem Stillsetzen der Stanzpresse, d.h. der Exzenterwelle wird nun auch der Antrieb
stillgesetzt. Danach wird der Antrieb in der Gegenrichtung in Bewegung gesetzt, die
Exzenterwelle eingekuppelt und damit um den Winkel

rückwärts in die Winkelstellung D nach Figur 4 rotiert. Nach dem Erreichen der Winkelstellung
D wird die Kupplung 2 geöffnet und der Antrieb 5 auf die Betriebsdrehzahl n
B hochgefahren. Die Exzenterwelle 5 steht in der Winkelstellung D und damit steht die
stanzpresse für ein Einkuppeln und Anfahren mit einem verlängerten Anfahrwinkel α
B bereit.
[0029] Normalerweise wird eine Stanzpresse im oberen Totpunkt UD stillgesetzt, damit im
geöffneten Werkzeug manipuliert werden kann. Die Presse kann also beim Zurückrotieren
von Punkt C zum Punkt D auf Wunsch im oberen Totpunkt UD angehalten werden (Zwischenhalt).
1. Verfahren zum Betrieb einer Stanzpresse beim Anfahren und Stillsetzen derselben, welche
Stanzpresse von einem positionierfähigen Antrieb (1) über die Kupplungseinheit (2)
einer Kupplungs-/Bremsvorrichtung (2;3) getriebene Exzenterwelle (5), einen von der
Exzenterwelle (5) getriebenen Stössel (7) zum Tragen mindestens eines Oberwerkzeuges
(8) und einen Pressentisch (10) zum Tragen mindestens eines Unterwerkzeuges (9) aufweist,
mittels welchen Werkzeugen (8;9) ein dazwischen angeordnetes Band (12) bearbeitet
wird, welche Stanzpresse aufgrund des insgesamten Massenträgheitsmomentes der bewegten
Bauteile und des durch die Kupplungseinheit (2) auf die Exzenterwelle (5) übertragenen
Antriebsmomentes zur Beschleunigung vom Stillstand bis zur Betriebshubzahl einen Anfahrwinkel
(αA) durchläuft und die Berührung zwischen den Werkzeugen (8,9) und dem Band (12) bei
einer vorgegebenen Arbeitswinkelstellung (C) der Exzenterwelle (5) beginnt, dadurch
gekennzeichnet, dass nach einem Stillsetzen der Stanzpresse die Exzenterwelle (5)
zum Anfahren ohne Durchlaufen ihrer untersten Totpunktstellung (LD) in eine Anfahrwinkelstellung
(D) rotiert wird, gemäss welcher sie sich bei einem erneuten Anfahren nach dem Durchlaufen
des Anfahrwinkels (αB) in Richtung der Betriebsrotation vor der Arbeitswinkelstellung (C) auf Betriebsdrehzahl
befindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Berührung zwischen den Werkzeugen (8;9)
und dem Metallband (12) bei einer vorgegebenen Freigabewinkelstellung nach dem Durchlaufen
der unteren Totpunktstellung (LD) in Richtung der Betriebsrotation (13) endet und
die Exzenterwelle (5) beim Stillsetzen der Stanzpresse aufgrund des insgesamten Massenträgheitsmomentes
der bewegten Bauteile und des durch die Bremseinheit (3) der Kupplungs-/Bremsvorrichtung
(3;4) ausgeübten Bremsmomentes zur Verzögerung der Drehzahl der Exzenterwelle (5)
von der Betriebshubzahl bis zum Stillstand einen Anhaltewinkel durchläuft, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verzögerung der Drehzahl der Exzenterwelle (5) durch die
Bremseinheit (3) unmittelbar nach dem Durchlaufen der Freigabewinkelstellung (D) in
Richtung der Betriebsrotation eingeleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Anhaltewinkel (αA) grösser als der Winkel zwischen der Freigabewinkelstellung und der oberen Totpunktstellung
(UD) der Exzenterwelle (5) in Richtung der Betriebsrotation (13) ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Exzenterwelle (5) durch einen entgegengesetzt zur Richtung der Betriebsrotation
erfolgenden Betrieb des Antriebes (1) über die obere Totpunktstellung (UD) in die
Anfahrwinkelstellung (D) zurückrotiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Exzenterwelle beim Zurückrotieren in die Anfahrwinkelstellung (D) im oberen Totpunkt
(UD) temporär stillgesetzt wird.
1. Method of operating a punch press during the operation start-up and stopping cycle,
which punch press includes a positionable drive (1), driving a coupling unit (2) of
a coupling/brake device (2;3) to an eccentric shaft (5), a ram (7) to be driven by
the eccentric shaft (5), at least one upper tool (8), mounted to the ram (7), and
a punch press table (10) with at least one lower tool (9) mounted to the punch press
table (10), and with said upper and lower tools (8;9) a striplike workpiece (12) located
therebetween is worked upon, whereby the punch press, due to the total inertia moment
of the moving structural members and due to the driving torque transmitted by the
coupling unit (2) to the eccentric shaft (5) rotates during the acceleration from
the standstill state to the state of rotating at the operational rated number of strokes
through a start-up angle (αA), and where a contact between the tools (8,9) and the striplike workpiece (12) occurs
at a predetermined operation angle position (C) of the eccentric shaft (5), characterized
in that after the punch press has been brought to a standstill, the eccentric shaft
(5) is rotated for a subsequent start-up to a start-up angle position (D) without
passing through its lower dead center position (LD) according to which start-up angle
position the eccentric shaft will be located at a subsequent start-up, after having
rotated through the start-up angle (αB) in the normal operating direction of rotation and has the rated operational speed,
ahead of the operation angle position (C).
2. Method of claim 1, in which the contact between the working tools (8;9) and the striplike
workpiece (12) ends at a predetermined release angle rotational position and after
the rotation in the normal operating direction (13) of rotation past the lower dead
center position (LD), and where with the stopping cycle of the punch press, the eccentric
shaft (5), due to the total inertia moment of the moving structural members and due
to braking torque applied by the braking unit (3) of the coupling/brake device (3;4)
rotates for a deceleration of the rotational speed of the eccentric shaft (5) from
the operational rated number of strokes to the state of standstill through a stopping
angle, characterized in that the deceleration of the rotational speed of the eccentric
shaft (5) is initiated by the braking unit (3) immediately after passing the release
angle rotational position (D) in the direction of the normal operating direction of
rotation.
3. Method of claim 1 or 2, wherein the stopping angle (αA) is larger than the angle between the release angle rotational position and the upper
dead center position (UD) of the eccentric shaft (5) measured in the direction of
the normal operating direction of rotation (13), characterized in that the eccentric
shaft (5) is rotated back into the start-up angle position (D) by a operation of the
positionable drive (1) in a direction opposite to the normal operating direction of
rotation and through the upper dead center position (UD).
4. Method of one of the foregoing claims, characterized in that the eccentric shaft during
rotating back into the start-up angle position (D) is temporarily stopped in the upper
dead center position (UD).
1. Procédé pour le démarrage et l'arrêt d'une presse à étamper mue par un dispositif
d'entraînement (1) pouvant être positionné et entraînant, par l'intermédiaire d'un
embrayage (2) et d'une unité d'embrayage et de freinage (2; 3), un porte-poinçon (7)
mû par un excentrique (5) et agencé pour porter au moins un outil d'étampage supérieur
(8), la presse comportant par ailleurs une table (10) agencée pour porter au moins
un outil d'étampage inférieur (9), ces outils (8; 9) étant agencés pour usiner une
bande (12) disposée entre eux, la presse parcourant pour son accélération depuis sa
position arrêtée jusqu'à sa vitesse de consigne un angle de démarrage (αA) déterminé par l'inertie totale de ses pièces mobiles ainsi que par le couple d'entraînement
transmis par l'embrayage (2) à l'excentrique (5), les outils (8,9) venant à toucher
la bande (12) en une position angulaire (C) de l'excentrique (5), caractérisé en ce
qu'après un arrêt de la presse l'on fait tourner l'excentrique (5) en vue du prochain
démarrage jusqu'à une position angulaire de démarrage (D) sans le faire passer par
son point mort bas (LD), de façon à ce que lors d'un démarrage ultérieur l'excentrique
atteigne sa vitesse de consigne après avoir parcouru un angle de démarrage (αB) en direction de son fonctionnement et avant d'atteindre la position angulaire prédéterminée
(C).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la séparation des outils (8; 9) d'avec
la bande métallique (12) a lieu en une position angulaire de libération située en
direction de la rotation de travail (13) après le point mort bas (LD), l'excentrique
(5) parcourant lors de l'arrêt de la presse un angle de freinage déterminé par l'inertie
totale des pièces mobiles et par le couple de freinage exercé sur l'excentrique (5)
par le frein (3) de l'unité d'embrayage et de freinage (3; 4) pour passer de la vitesse
de travail à l'arrêt, caractérisé en ce que le ralentissement de la rotation de l'excentrique
(5) au moyen du frein (3) débute immédiatement après le passage de la position angulaire
de libération (D) en direction de la rotation de travail (13).
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2, dans lequel l'angle de freinage (αA) est supérieur à l'angle entre la position de libération et le point mort haut (UD)
de l'excentrique (5) en direction de la rotation de travail (13), caractérisé en ce
que l'on fait tourner l'excentrique (5) par une marche arrière du dispositif d'entraînement
(1) jusqu'à la position angulaire de démarrage (D) en passant par le point mort haut
(UD).
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce l'on arrête temporairement
l'excentrique en son point mort haut (UD) lors de la rotation en marche arrière vers
la position angulaire de démarrage (D).