Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Uhr mit wenigstens einer Anzeigeeinheit für die
IST-Zeit, wenigstens einer Eingabeeinheit für mindestens eine einstellbare, gegebenenfalls
Datums-behaftete Zielzeit, die in einem Speicher speicherbar ist, und bei deren Erreichen
ein Vorgang auslösbar ist, und wenigstens einer Anzeigeeinheit für die Zielzeit(en).
[0002] Die Eingabe von bestimmten, in der Zukunft liegenden Ereignis-Zeitpunkten in Uhrsystemen,
die zudem den Eintritt derartiger Ereignisse durch Erinnerungs- oder Alarmsignale
anzeigen oder beim Erreichen der ausgewählten Ziel-Zeitpunkte technische Programmfunktionen
auslösen, erfordert zum einen eine übersichtliche und einfach handzuhabende Bedieneinrichtung
und zieht zum anderen den Wunsch nach einer möglichst großen Auswahlmöglichkeit für
die Eingabe von zusätzlichen, die Zielzeit oder ein Ereignis kennzeichnenden Informationen
nach sich.
[0003] Dem letztgenannten Wunsch kann aufgrund der zunehmenden Miniaturisierung auf den
Gebieten der Mechanik, Elektronik und vielfältigen visuellen Darstellungsmöglichkeiten
von Informationen beliebiger Art leicht nachgekommen werden.
[0004] Hierbei tritt jedoch das Problem auf, daß die Bedienung der zahlreichen Eingabemittel
komplex, unübersichtlich wird. Häufig erfordert schon das Vormerken von Erinnerungsterminen,
das Einstellen irgendeines industriellen Steuergerätes oder Haushaltgeräts allergrößte
Fertigkeit. Die Vielzahl und Verschiedenheit der Systeme ist so groß, daß die Schwierigkeiten
von vielen Anwendern nicht mehr in Kauf genommen werden und führt sehr häufig zu einer
völligen Ablehnung von Seiten der Benützer.
[0005] Neben den oft sehr großen visuellen und ergonometrischen Problemen im Umgang mit
den vielen Zahlen und oft sehr schwer zu bedienenden Tastern beruht die Ablehnung
auch darauf, daß die Eingabesysteme unserem persönlichen, natürlichen, analogen, dynamischen
Zeiterleben nicht Rechnung tragen.
[0006] Hat man den überlegten Entschluß gefaßt, um eine bestimmte Zeit in der Zukunft etwas
zu tun, ist man in Gedanken bereits zu diesem Zielpunkt und zwar in diesem Tag in
diese Stunde hingesprungen und hat bereits eine konkrete Vorstellung von seiner Aktivität.
[0007] Man möchte diese Aktivität gerne sofort mit einem Stichwort definieren oder beschreiben
und sich zur gegebenen Zeit in der richtigen Weise erinnern lassen. Bis dorthin ist
jedoch noch ein weiter Weg.
Stand der Technik
[0008] An drei verschiedenen aber sehr gebräuchlichen "Zielzeit-Einstellmethoden" sollen
die Schwierigkeiten im Umgang mit sogenannten Terminuhren gezeigt werden, die ähnlich
sind bei vielen Geräten des alltäglichen Lebens im privaten und beruflichen Bereich
sowie bei der Datenverarbeitung und vor allem bei den sogenannten Time-Management-Programmen
- seien sie nun für die Einzelperson oder für Netzwerke. Bei diesen drei Einstellmethoden
sowie in den weiteren Ausführungen gehen wir der Einfachheit halber von einem heutigen
Tage, Mittwoch, 7. Oktober 10:08 Uhr aus. Wir versuchen von diesem Zeitpunkt aus mehrere
Termine, besonders jedoch Zielzeiten in der allernächsten Zukunft (solche bis maximal
drei Stunden), eine Zielzeit am Abend, z.B. 20:30 Uhr sowie einige wenige Zielzeiten
an zukünftigen Tagen z.B. morgen 10:30 Uhr als Beispiele zu nehmen.
[0009] Die eine weitverbreitete Zielzeiteinstellung basiert auf dem Zugehen auf das Ziel
in kleinen Schritten durch kurzes Niederdrücken von Tastern, um jeweils einen Schritt,
dann durch Niederhalten der Taste, wodurch Zahlen ablaufen, um ein ferneres Ziel anzusteuern.
Auf diese Weise kann ein Monat, ein bestimmtes Datum, eine Stunde und eine Minute
anvisiert werden. Die Schwierigkeit liegt darin, daß es völlig unnatürlich ist, zuerst
in kleinsten Schritten und dann in immer schnellerem genormten, meist atemberaubenden
Tempo in winzigen Schritten auf das Ziel zuzurasen. Das Problem ist bekannt. Oft schießt
man übers Ziel. Man muß von vorne beginnen. Oder man stoppt aus Furcht zu früh und
muß mit weiteren Operationen erneut versuchen, das Ziel zu treffen.
[0010] Ist lediglich die Minute z.B. um vierzig Minuten zu verstellen, haben wir nur ein
einziges schwieriges Ziel. Anders jedoch, wenn Datum, Stunde und auch Minute verstellt
und wieder ganz genau mit dieser SchrittchenEilen-Rennen-Stop"-Methode getroffen werden
müssen. Hierbei ist der Schwierigkeitsgrad der Operation im Prinzip bei allen Zeiten
der nahen und auch ferneren Zukunft ähnlich. Es gibt keine "leichteren" vollen Stunden
oder andere Zäsuren -die Zukunft wird wie eine qualitätslose Kette von Zeit-Schrittchen
behandelt, und jeder Punkt auf dieser feinstrukturierten Linie ist praktisch gleich
schwer zu treffen.
[0011] Beste Beleuchtung, volle Konzentration und große Übung ist bei dieser komplizierten
Einstelltätigkeit erforderlich. Diese hat mit unserem eigentlichen Vorhaben an der
Zielzeit im Grunde jedoch nichts zu tun.
[0012] Besonders erschwerend kann bei dieser Methode noch hinzukommen, daß der Ausgangspunkt
unserer Einstelltätigkeit weder in Datum noch Stunde oder Minute mit unserer Jetzt-Zeit
übereinstimmt. Wir müssen dann von einem völlig anderen Zeitpunkt aus unser Ziel anvisieren
und treffen, obwohl wir den Entschluß ja jetzt und hier gefaßt haben. Auch bei einer
Armbanduhr, ausgerüstet mit einer Termin-Schleppuhr, die immer auf "Jetzt" steht und
zur Zeit überall am Markt zu finden ist, ist das Treffen einer Zielzeit trotz des
großen Komforts, den die Uhr durch die Jetzt-Zeit bietet, beinahe genauso schwierig,
weil sie ebenfalls auf dem Prinzip "Schrittchen-Eilen-Rennen-Stop" beruht. Genau umgekehrt
wie im Leben.
[0013] Ein zweites Einstellverfahren, welches unter anderem das sinnwidrige "Rückwärtsdurchfahren
der Zeit" wie bei den meisten Weckern kennt, findet man bei vielen Videogeräten. Möchte
man heute, am 7. Oktober um 13:00 Uhr, eine Sendung programmieren, die morgen Vormittag
um 10:30 Uhr beginnt, kann man bei diesen Geräten durch einen Knopfdruck die nächsten
Tage vorwärts-orientiert sequentiell ansprechen. Hierdurch springt man sozusagen mit
der falschen Zeit in den richtigen Tag. Zuerst muß man sich orientieren und dann beginnt
man bei diesem einfachen Beispiel von 13:00 Uhr rückwärts auf das in der Zukunft liegende
Ziel 10:30 Uhr zuzugehen. Mit der ersten Operation erreicht man 10:00 Uhr, mit der
Minutenoperation 10:30 Uhr. Liegt aber unsere Ausgangsposition (13:00 Uhr) etwas komplizierter,
z.B. bei 20:45 Uhr, ist das Problem um einiges schwieriger.
[0014] Erfahrungsgemäß ist das Rückwärtsdurchschreiten eines so großen Zeitraumes mit Konzentration
auf die abrollenden Zahlen schwer zu bewältigen. Denken wir an morgen Vormittag 10:30
Uhr, geht von jetzt dorthin ein einfacher Gedanke. Nicht so, wenn man ihn durch +/-
Tage, +/- Stunden, +/-Minuten von einer falschen Zeit aus rückwärts oder vorwärts
denkend anpeilen muß. Das Rückwärts- und Vorwärtsrennenlassen von Zahlen, die eigentlich
eine dynamische in der Zukunft liegende Zeit bedeuten sollten, ignoriert sämtliche
äußeren und inneren Abläufe, die mit einer Aktion in der Zukunft und der Zielerreichung
zu tun haben. Da das Problem, die Videorekorder bedienerfreundlich zu konzipieren,
bisher nicht gelöst werden konnte, wurden teils geniale Hilfsmittel konstruiert, um
die Brükke zwischen Sendestation und unserem Videogerät zu bilden. Das z.B. in den
USA millionenfach benützte VCR-Plus-Gerät,unser VPS-System in der heutigen Fassung,
die Strichcode-Programmierung oder andere Systeme sehr gute Hilfsmittel sind langfristig
jedoch keine Lösung. Da mit diesen Hilfsmitteln nur wenige Sendungen der zahllosen
Programme angezeigt werden können, werden nur Massensendungen und eine Einheitskultur
gefördert, nicht aber die freie Auswahlmöglichkeit des Individuums unterstützt. In
kurzer Zeit werden für jederman Fernsehprogramme aus aller Welt zur Verfügung stehen
und neue, allgemein verständliche Auswahl-, Austeuer- und Programmiermethoden müssen
auch im Interesse der vielfältigen Kulturen und individuellen Wünsche entwickelt werden.
Ein Ansatz hierfür ist ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung.
[0015] Eine zwar nur begrenzt einsatzfähige aber noch erwähnenswerte dritte Art, Zielzeiten
zu programmieren, geht über numerische oder alphanumerische Tastaturen, wie bei Palmtops,
Notebooks, Laptops, Computern allgemein oder auch Tastaturen an Geräten, Maschinen
etc. Will man z.B. heute, am 7. Oktober vormerken, daß man morgen 10:30 Uhr bis 11:30
Uhr mit Herrn Müller Tennis spielen möchte, benötigt man beide Hände und alleine für
die Anfangszeit die vierzehn Tastendrucke: 08.10.92 20:30. Die Zahlen oder Worte (null,
acht, punkt, eins, null, punkt, neun, zwei, punkt, zwei mal leer, eins, zwei, doppelpunkt,
drei, null) haben mit unserem Vorhaben von morgen nichts zu tun. Das System ist rein
digital, datumorientiert und qualitätslos. Eine Qualität - schon morgen Vormittag,
Donnerstag um 10:30 Uhr gibt es nicht. Die Datumorientierung ist normalerweise eine
Belastung, denn wir denken in Jahreszeiten, Monaten, Wochen, vor allem in den Wochentagen,
Tageszeiten, Stunden und so weiter, in denen wir tätig sein wollen. Selbst bei datumorientierten
Operationen wie "fällige Rechnungen" tritt das Datum kurz vor Verfall der Rechnung
eher in den Hintergrund, weil sie ja übermorgen oder "schon morgen" (das ist die Qualität!)
bezahlt werden muß.
[0016] Es wurden hier nur einige wesentliche Probleme gestreift, aus denen der Wunsch nach
einfacheren, dem Leben entsprechenden Lösungen abgeleitet werden kann. Die mit der
Eingabe von Zielzeiten eng verbundene Einrichtung der Alarmierung am Ereigniszeitpunkt
erfolgt bei bekannten Geräten sehr oft mit akkustischen Signalen, die in durchdringender
Form einen unkultivierten und störenden Eindruck in der Umgebung hervorrufen. Meist
wird - völlig überraschend für den Benützer - alarmiert und nicht auf das Heranrücken
eines Ereignisses in adäquater Weise aufmerksam gemacht.
Beschreibung der Erfindung
[0017] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
1 anzugeben, die in Anlehnung an das natürliche, analoge, dynamische Zeitempfinden
erlaubt, mit wenigen Eingabemitteln mehrere nahe und ferne Ereigniszeitpunkte einfach,
schnell und präzise als Einmal-Zielzeit oder vielfältige Repetitions-Zielzeiten abzuspeichern,
welche vor allem auch systemübergreifend, d.h. einheitlich für Klein- und Großuhren,
industrielle Prozeßsteuerung, Computerprogramme, für Beruf, unterwegs und ebenso zu
Hause verwendbar ist und den individuellen Bedürfnissen auch für Jung und Alt flexibel,
modular und angepaßt werden kann, und vor allem nach demselben Erfinderprinzip ebensoleicht
die Eingabe weiterer, die Zielzeiten beschreibende Zusatzinformationen erlaubt, die
Wahl- und Darstellungsmöglichkeiten der eingegebenen Informationen und Programme vielfältig
und dennoch einfach im Zugang vorsieht, sowie den Eintritt bestimmter Ereignisse in
vielerlei kultivierten, individuell modifizierbaren Arten ankündigt und in möglichst
viele bestehende Systeme integriert werden kann.
[0018] Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in dem Anspruch 1 angegeben. Eine
Vielzahl erfinderischer Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen und Beschreibungen
als vorteilhafte Ausgestaltungen enthalten.
[0019] Erfindungsgemäß ist eine Uhr mit wenigstens einer Anzeigeeinheit für die IST-Zeit,
wenigstens einer Eingabeeinheit für mindestens eine einstellbare, gegebenenfalls Datumsbehaftete
Zielzeit, die in einem Speicher speicherbar ist, und bei deren Erreichen ein Vorgang
auslösbar ist, und wenigstens einer Anzeigeeinheit für die Zielzeit(en), dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingabeeinheit wenigstens drei Haupteingabemittel aufweist, von denen jedes
Haupteingabemittel ausgehend von der IST-Zeit bzw. der unmittelbar zuvor mit diesem
oder einem anderen Haupteingabemittel eingestellten Zielzeit das Anspringen eines
bezogen auf die momentane Anzeige der Zielzeit-Anzeigeeinheit in der Zukunft liegenden
Zeitpunktes erlaubt, der ein ganzzahliges Vielfaches oder ein ganzzahliger Bruchteil
einer Stunde und/oder ein namentlich benannter dem natürlichen, aus Kultur und Tradition
entstandenen Zeitempfinden angepaßter Beginn eines Ziel-Zeitraumes ist.
[0020] Als solche Beginne von Zeiträumen, die diesen Kriterien entsprechen und die bei Betätigung
eines Zeiteingabemittels angesprungen werden, sind hier zunächst folgend definiert:
[0021] Die Beginne des (der) jeweils nächsten

[0022] Die Zielzeiten-Eingabeeinheit hat möglicherweise sehr viele, mindestens jedoch drei
Eingabemittel, dadurch gekennzeichnet, daß
- bei jeder Betätigung des einen Haupteingabemittels ein Beginn eines Ziel-Zeitraumes
angesprungen wird, der das nächste in der Zukunft liegende Vielfache eines Teilers
von 24 Stunden ist,
- bei jeder Betätigung des anderen Haupteingabemittels der Beginn eines Ziel-Zeitraumes
angesprungen wird, der das nächste in der Zukunft liegende Vielfache einer Stunde
ist,
- bei jeder Betätigung des weiteren Haupteingabemittels der Beginn eines Ziel-Zeitraumes
angesprungen wird, der das nächste in der Zukunft liegende Vielfache eines Teilers
von 60 Minuten ist.
[0023] Die Vielzahl der möglichen Haupteingabemittel können nun in beinahe beliebiger Weise
zu zweien oder in sinnvollen Hauptgruppen so zusammengestellt werden, daß sie dem
menschlichen Zeitempfinden am besten entsprechen, übersichtlich darzustellen und leicht
zu bedienen sind, daß vor allem einige wenige Basiselemente der ersten Hauptgruppe
systemübergreifend auch mit Symbolik und Reliefausprägung auf Uhren, Geräten, Tastaturen
als einheitliches System verwendet werden können. Diese erste Hauptgruppe ist mit
den jeweiligen Betätigungstastern für die Beginne der Zielzeiträume BT1 ... BT6 wir
folgt definiert:
- BT1
- Tageshauptzeiten BT4 5 Minuten
- BT2
- volle Stunde BT5 +1 min
- BT3
- Viertelstunde BT6 -1 min
[0024] Darüberhinaus wird eine Uhr angegeben, die Eingabemittel vorsieht, um detaillierte
sach- oder personenbezogene Aktivitäten mit den Zielzeiten abzuspeichern, und die
weitere Eingabemittel aufweist, um das Heranrücken und Eintreten von Zielzeiten so
vorzuprogrammieren, daß diese durch entsprechende Mittel für den Benützer dem jeweiligen
Zweck entsprechend in adäquater Weise durch optische, akustische oder mechanische
Reize bemerkbar gemacht werden, und daß weitere Eingabemittel vorgesehen sind, die
ebenfalls modular für die industrielle oder private Prozeßsteuerung verwendet werden
können.
[0025] Die erfindungsgemäße Uhr sowie auch alle weiteren erwähnten vorteilhaften Ausbildungen
basiert auf der Grundidee von modular aufbaufähigen und modifizierbaren Zielsprung-Systemen.
[0026] Das Zielsprung-System für die Zielzeit-Eingabe orientiert sich an Beginnen von Zeiträumen,
die dem aus Kultur und Tradition entstandenen Zeitempfinden entsprechen.
[0027] Nur diese Kriterien sind relevant, unabhängig davon, aus welchen Kulturkreisen oder
mathematischen Systemen die unserem Zeitempfinden entsprechenden Zeiträume letztlich
entstammen.
[0028] Zur besseren Übersicht stellen wir sämtliche Zielzeit-Eingabemittel für jeden der
bisher erwähnten Zeiträume in Gruppen zusammen, die für die Erläuterung sinnvoll erscheinen,
ohne Rücksicht darauf, ob es zweckmäßig ist, so viele Eingabemittel bei irgendeinem
Gerät zu realisieren, oder ob man sich besser - je nach Zweck - auf einige wenige
beschränkt.

[0029] Bei der Gruppe i (Tages-Zielzeiten) sind die Eingabemittel für Wochen (W) und für
die Tagesanfänge (D) dazugegeben, bei der 2. Gruppe (Ziel-Wochentage) wird das Anspringen
der Quartale (S) sowie der jeweils nächsten Monate (M) ermöglicht.
[0030] Gehen wir zur Erläuterung von einigen markanten Beispielen von dem anfangs erwähnten
Zeitpunkt aus, nämlich heute, Mittwoch 7. Oktober 1992, 10:08 Uhr.
[0031] Hierzu zwei Beispiele: 1. Zielzeit heute 13:00 Uhr. Mit BT1 wird direkt auf die beginnende
Mittagszeit 12:00 Uhr gesprungen. Mit BT2 auf die nächste beginnende Stunde 13:00
Uhr. Der Vorgang ist beendet.
[0032] Wird nicht innerhalb von 3 Sekunden eine weitere Taste gedrückt, ist diese Zielzeit
gespeichert und bleibt in der Zielzeitanzeige. Wird nicht innerhalb weiterer 3 Sekunden
ein sogenannter "Anschlußtermin" eingegeben, so springt die Uhr auf die Ausgangssituation,
d.h. die Jetzt-Zeit und die Eingabebereitschaft zurück.
[0033] Anhand dieses Beispieles soll der wesentlichste Zielsprung nämlich der erste Sprung
erläutert werden. Würde man diese Operation nicht um 10:08 Uhr, sondern um einige
Minuten oder eine Stunde später beginnen, wären die Schritte genau die gleichen, weil
das erste Ziel sich nicht verändert, wohl aber die Sprunggröße. Diese beiden Schritte,
mit BT1 auf 12:00 Uhr und mit BT2 auf 13:00 Uhr sind immer gleich von 6:00 Uhr früh
bis 11:59 Uhr.
[0034] Die spezifische Situation an diesem rein theoretischen Zeitpunkt 11:59 Uhr, sowie
der beiden nächsten Zeitpunkte 12:00 Uhr und 12:01 Uhr ist für das Verständnis des
Zeit-Zielsprungsystemes und des Erfindungsgedankens von Bedeutung.
[0035] Um 11:59 Uhr - eine Minute vor dem Zielpunkt von BT1 (12:00) - sind alle Zielsprunggrößen
der "darunterliegenden" Eingabemittel identisch. Hier konvergieren ihre Zielzeitpunkte.
[0036] Für BT2, BT3 und BT4 sind es "Restsprünge" auf ihre Zielzeitpunkte. Für BT5 ist es
ein voller Ziel-Zeit-Sprung, und für BT6 (-1 min) ist es jedoch der Zielpunkt des
ersten Sprunges nach Betätigung von BT1 auf 12:00.
[0037] Für die Eingabemittel "W" (Beginn der nächsten Woch) und "D" (Beginn des nächsten
Tages) sind dies nur Bewegungen innerhalb "ihrer" Zeiträume.
[0038] Um 12:00 Uhr ändert sich die Lage grundsätzlich.
Dieser Zeitpunkt ist nicht nur der Beginn des Ziel-Zeitraumes von BT1 (Nachmittag
bis 18:00 Uhr), sonders es ist der Konvergenzpunkt, aller Beginne der Zeiträume der
"darunterliegenden" Eingabemittel. Hier liegen "ihre" Zeiträume (60 Min., 15 Min.,
5 Min. und 1 Minute) alle an dem Beginn des Zeitraumes von Bt1 sozusagen ineinander.
[0039] Diese Situation befindet sich jedoch an einem, für diesen Aspekt nicht relevanten,
Zeitpunkt in den Zeiträumen Tag und Woche der "darüberliegenden" Eingabemittel "W"
und "D". Da man 12:00 Uhr mit dem Ziel angesprungen ist, in einen kleineren Zeitraum
zu springen, ist der Status von "W" und "D" neutral, sie sind wie "nicht existent"
- es sei denn, man würde an diesem Zeitpunkt sein Ziel plötzlich ändern, um auf den
Beginn des nächsten Tages oder der nächsten Woche zu springen.
[0040] Um 12:01 Uhr herrscht wieder eine grundsätzlich neue Situation. Mit Ausnahme von
BT5 und BT6 sind alle anderen 6 Eingabemittel von "W" bis BT4 in ihrem für die Erfindung
relevanten charakteristischem "Zielsprungstatus", um aus der "persönlichen" Zeit wieder
in das Orientierungsnetz der Gesellschaft (eventuell nur vorübergehend) zurückzuspringen.
An diesem Zeitpunkt sind die Ziele und Sprunggrößen sämtlicher Eingabemittel schlagartig
verschieden. Man hat hier die Freiheit, an 8 verschiedenen Ziel-Zeitpunkte der Eingabemittel
zu springen, von denen jeder einzelne wieder Zwischen-Zeitpunkt aber auch zugleich
Zielzeitpunkt für eine Aktivität sein kann. Dies zur Erläuterung des Zielsprungsystemes.
[0041] 2. Beispiel: Zielzeit Freitag, 16. Oktober, 10:00 Uhr.
Mit der zweiten, der Ziel-Wochentage-Gruppe gelangt man mit "Mo" direkt auf Montag,
12. Oktober 0:00 Uhr, mit "Fr" direkt auf Freitag, 16. Oktober 0:00, mit BT1 auf 6:00,
mit BT2 auf 7:00, 8:00, 9:00, 10:00 Uhr. Vorgang beendet. Der erste Sprung mit "Mo"
auf Montag den 12. ist analog unserem ersten Beispiel nicht nur für heute, 8. Oktober,
sondern für eine lange Zeit, von Montag, 5. Oktober 0:00 Uhr bis Sonntag, 11. Oktober
23:59 Uhr gültig.
[0042] Hierbei kann die Ziel-Sprunggröße in dieser Zeit von einer Minute bis zu praktisch
einer Woche variieren. Ein wesentlicher Erfindergedanke liegt nun darin, daß man aus
einer "fließenden", sozusagen "eigenen", "persönlichen" Zeit, die nie genau bestimmt
werden kann, in das Zeit-Orientierungsnetz springt, das durch Kultur und Tradition
entstanden ist. Dieses "kulturelle" zeitliche Orientierungsnetz besteht aus sehr vielerlei
Zeitraumgruppen wie Stunden, Tage, Wochen, Monate, die jedoch alle verschieden groß
sind und innerhalb der einzelnen Gruppen außerdem variieren. So spielt die 3, die
5, die 7 bei der Woche, die 12 bei den Monaten und wieder das Dezimalsystem beim Zählen
der Jahre eine Rolle. Selbst die Monate sind nicht gleich lang, und das Jahr hat auch
nur meistens 365 Tage.
[0043] Mathematisch ist dies alles hoch kompliziert und schwer zu fassen. In unserer Vorstellung
meistern wir dies jedoch spielend. Es stört uns keineswegs, über Stunden, Tage und
Wochen - ja über Monate auf Jahre zu springen, obwohl beinahe jeder Monatssprung in
seiner Große verschieden ist.
[0044] Wenn wir von diesen "größeren" Zeiträumen wie Monaten in eine Woche, in einen Wochentag
zu einem bestimmten Zielzeitpunkt springen, dann "landet" man auch mit dem Zielsprungsystem
genauso sekundengenau wie in Gedanken am Ziel. Nicht die Schrittgrößen sind wichtig
sondern der Weg, die Zwischenzielpunkte und das Ziel, das angesprungen werden kann.
Der Zielsprung ist sozusagen automatische sekundengenau ohne besondere Konzentration
auf eine Anzeige, denn dies liegt in der Natur dieses Zielzeit-Sprung-Systems.
[0045] Ein anderes, ein Aktivitäten-, Sach- und Personen-bezogenes Ziel-Sprung-System ergänzt
dieses Zielzeit-Sprung-System. Das Verknüpfen von Zielzeiten mit Aktivitäten usw.
geht von zwei Grundbeobachtungen aus.
[0046] Auf der einen Seite haben die Aktivitäten von jungen Leuten gleichen Alters oder
Menschen in den gleichen Berufen sehr viele Gemeinsamkeiten. Die Aktivitäten, die
Verpflichtungen, Interessen und Prioritäten, der Bekanntenkreis und Lebensrhythmus
der einzelnen Menschen in der Gesellschaft sind jedoch so verschieden von einander,
daß kein sinnvoller Raster gefunden werden kann, der für alle gleichermaßen befriedigend
ist. Deshalb werden die Organizer praktisch nur in der Geschäftswelt benützt.
[0047] Trotz dieser großen individuellen Verschiedenheit ändert der einzelne Mensch seinen
Bekanntenkreis, Lebensrhythmus, seine Hauptinteressen wenig, und der berufliche Alltag
beschränkt sich auf überschaubare Haupttätigkeiten mit Grundmustern, die sich im Prinzip
sehr oft wiederholen. Deshalb wird bei den Organizern, in den "To-do-Listen" meist
mühevoll dasselbe nur für einen anderen Zeitpunkt notiert.
[0048] Das Aktivitäten-Zielsprung-System geht von der Überlegung aus, daß alle sich wiederholenden
Tätigkeiten, auch die hiermit zu verknüpfenden Namen, Sachgebiete, Städtenamen usw.
in hierarchisch geordneten Listen sozusagen angelegt und hieraus spielend abgerufen
und zusammengesetzt, notfalls auch ergänzt werden können. Dieses Zielsprungsystem
kennt drei Hauptbereiche, die individuell so strukturiert und angepaßt werden können,
daß sie nicht nur im Berufsleben sondern auch außerhalb, unterwegs und zu Hause interessant
werden können. Die Bereiche sind:
1. Der Bereich "Do" mit Haupt- und Nebenaktivitäten
2. Der "Phone"-Bereich
3. Der wichtige Bereich "Fun", weil ja - auch im Geschäftsleben Menschen arbeiten
und "Fun" toleriert sein könnte.
[0049] Mit einem weiteren Eingabemittel "IDA" (Information-Differenzierung-Aktivität) können
Hauptaktivltäten mit Namen oder Produktlisten ergänzt werden, identsche Aktivitäten
können in die Anzeige gerufen, Gebrauchsanweisungen dargestellt, verschiedene Anzeige-Gestaltungen
abgerufen werden usw.
[0050] Mit dem Eingabemittel (WRITE) können bei Terminuhren, die über keine alphanumerische
Tastatur verfügen, die Aktivitäten, Namen, Telephonnummern usw. eingespeichert werden.
[0051] Das Abspeichern von Repetitionsterminen geht sehr schnell im Rahmen der Termineingabe.
Durch verschieden langes Niederhalten des letzten Eingabemittels für die Zielzeit
werden diese sofort im Anschluß an diese Zeit eingegeben; z.B. 3 Sekunden für täglich,
6 Sekunden für jährlich, 9 Sekunden für monatliche Wiederholung usw. Die Symbole für
die Repetitionstermine wie RD, RW, RM erscheinen hinter der Zielzeit.
[0052] Im Rahmen der modulartig zusammensetzbaren Informationszeile, die mit der Zielzeit
beginnt, in der Repetitionstermine vermerkt sind, und Hauptbereiche "Do, Fun, Phone"
eingetragen werden und mit der Taste IDA ergänzt werden können, ist das Eingabemittel
"PIM" (=Programm-Intensitäts-Melodie) das letzte in der Eingabereihe.
[0053] Auch "PIM" ist wie alle anderen Eingabeelemente ebenfalls ein kleines Zielsprung-System
für sich. Mit ihm können die Programme ausgewählt werden, mit denen eine Zielzeit-Vorwarnung
zu geschehen hat, die Intensität bestimmt werden, wie stark optische, mechanische
und akustische Vorwarnungen verwendet werden sollen, und mit der Kategorie "Melody"
könnten auch Melodien wie "Happy Birthday" oder andere, zu den Hauptaktivitäten passende
akustische Klangbilder bestimmt werden.
[0054] Die analoge Termindarstellung ist eine sehr zentrale, erfinderische Weiterbildung,
die in mehreren Unteransprüchen und Beschreibungen als vorteilhafte Ausgestaltung
erwähnt wird. Neben mehreren digitalen Anzeigen ist besonders eine analoge Terminschleppuhr
vorgesehen, die das Heranrücken eines Termines durch Veränderung des Zifferblattes
zeigt, die mit Mitteln ausgestattet ist, um zu erkennen in welcher Stunde des Tages
(24 Stunden) die Zielzeit vorgemerkt ist. Mit ihr können auch - in Kombination mit
einer Datum-Anzeige - Termine weit außerhalb des nächsten Tages angezeigt sowie Terminreihen
durch ein Abrufmittel (NEL) sequentiell dargestellt werden. Eine Charakteristik dieser
Terminschleppuhr ist jedoch, einmal die Termine aus einer digital dargestellten Terminreihe
oder aus einem Speicher zu übernehmen, ihn in der Nähe des Hauptuhrzifferblattes darzustellen.
Genauso wichtig ist das zusammenspiel mit einem Minutenschleppzeiger (MSZ), nämlich
eine Zielzeit adäquat zu avisieren, und stufenweise in das Hauptblickfeld, das analoge
Zifferblatt zu bringen.
[0055] Der Minutenschleppzeiger (MSZ) spielt im Rahmen der Zielzeit-Avisierung die letzte
und wichtigste Rolle, und zwar im Zusammenspiel mit einer digitalen Anzeige, vor allem
jedoch mit dem oben beschriebenen Hauptelement der Zielzeit-Darstellung der Termin-Schleppuhr
vor der Zielzeit-Stunde.
[0056] Dieser Minutenschleppzeiger ist hinter dem Minutenzeiger gelagert, übernimmt die
Zielzeit von der Terminschleppuhr in der Zielzeit-Stunde, zeigt die Zielzeit an, macht
durch Winken und Drehbewegungen die Nähe der Zielzeit und anderen wichtigen Signalzonen
des Zifferblattes auf die Zielzeit aufmerksam. Die Art des Winkens kann auch auf Hauptaktivitäten
hinweisen. Es ist vorgesehen, daß er in sehr vielen Variationen, mit leuchtender Spitze,
als Leuchteinheit, als Zeiger mit wechselnder Farbe bei Bildschirmdarstellungen ausgestattet
sein kann. Durch das Abrufmittel "NEL" kann auch dieser Minutenschleppzeiger z.B.
mehrere vorliegende Zielzeiten innerhalb der Zielzeit-Stunde sequentiell darstellen.
[0057] Eine Abruf-, Beschleunigungs- und Eliminier-Einrichtung (NEL) (=Next-Elim) ist vorgesehen,
die als Multifunktionstaster sequentielles Aufrufen von Zielzeiten erlaubt und Beschleunigung
durch Kürzen vorgesehender Wartezeiten erzielt. Durch verschieden langes Niederhalten
kann mit NEL die Hauptanzeige zur Korrektur vorbereitet, einzelne oder Repetitionstermine
gelöscht, und durch gleichzeitiges Drücken eines Zieltag-Eingabemittels können ganze
Terminreihen aus sehr verschiedenen Zeiträumen elimimiert werden.
[0058] Eine weitere Ausgestaltung bei Tischuhren stellt ein Monats-Tage-Anzeigefeld dar,
in dem auch "identische Aktivitäten" an mehreren Stellen des Monats angezeigt werden
können.
[0059] Als weitere vorteilhafte Ausgestaltung sind Programm-Zusatz-Eingabemittel vorgesehen.
Mit "Later" kann ein Termin zum Verschieben in die Zukunft vorbereitet werden. Mit
dem Eingabemittel "Back" kann ein einmaliger Rückwartssprung in der Zeit mit einem
Tages-Ziel-Eingabemittel bewirkt werden. Der Taster DFP (Do, Fun, Phone) ermöglicht
z.B. bei einer Armbanduhr auf die Hauptaktivitäten durch besondere Signale hinzuweisen
- das Mittel CTT erlaubt Zugriff auf einen oder mehrere Schleppzeiger, mit "Hold"
kann das Zurückspringen in die Ausganssituation angehalten werden. Mit NQH ein individuelles
Tempo bestimmt werden.
[0060] Zur Steuerung von Haushaltsgeräten, industriellen modular verwendbaren Steuereinheiten
verschiedenster Art sind im Zusammenspiel mit dem Zielzeit-Sprung-System auch Eingabemittel
vorgesehen, die eine Programmsteuerung erleichtern wie "PD" (Programmdauer), "ST99"
(für 99 Sendestationen) o.ä. usw..
[0061] Im Rahem der "kultivierten" und akustisch nicht wahrnehmbaren Zielzeit-Vorbereitung
sind mehrere besondere Techniken als weitere Ausgestaltung erwähnt. Die Multifunktionstaste
"NEL" ist als Leuchtelement vorgesehen, das auch gezielte Lichtstrahlen z.B. auf das
Handgelenk abgeben kann. Ein besonderer Mechanismus für Armbanduhren sieht vor, daß
ein Spannarm, der aufgezogen auch als Zeiger ables- oder abfühlbar ist, Reizungen
auf der Haut bei einer Armbanduhr durch sprungweise Bewegungen durchführt.
[0062] Eine letzte hier erwähnte Ausgestaltung bezieht sich auf eine Senioren- oder Blindenuhr,
mit der vorprogrammierte Sätze samt IST-Zeit, Zielzeit sowie Coutdown auf die Zielzeit
oder eine Terminverspätung verbal gesprochen wird, eingeleitet und beendet durch Klänge.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0063] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch
beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher
erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- Das modulare Zielsprungsystem im Überblick
- Fig. 2a
- Zielzeit-Grunduhr
- Fig. 2b
- Tischuhr mit Schleppzeiger und Zieltagspringeinheit TDU
- Fig. 3
- Flußdiagramm Tagesziel-Eingabe mit BT1-BT6
- Fig. 4a
- Armbanduhr mit Terminschleppzeiger
- Fig. 4b
- Armband-Sportuhr mit zwei Terminschleppzeigern
- Fig. 5a
- Armbanduhr mit Terminschleppuhr und -schleppzeiger
- Fig. 5b
- Halbversteckt Armbanduhr mit Leuchteinheit "NEL"
- Fig. 6
- Abdeckvorrichtung für Terminschleppuhr
- Fig. 7
- Flußdiagramm Minutenschleppzeiger und Terminschleppuhr
- Fig. 8
- Uhr mit stufenweisen analogen Terminanzeigen
- Fig. 9
- Tischuhr mit Terminbeschreibung
- Fig. 10
- Tischuhr mit Monatssprungkalender
- Fig. 11a
- Aktivitätsbeschreibung mit "Do", "Fun", "Phone" + "IDA"
- Fig. 11b
- Das Zielsprung-Schreibsystem "WRITE"
- Fig. 12
- Telephon mit alphanumerischer Termin-Tastatur
- Fig. 13a
- Uhr zur Ansteuerung technischer Geräte
- Fig. 13b
- Programmieruhr z.B. für Videorekorder
- Fig. 14a
- Armbanduhr mit Vorrichtung zur mechanischen Reizung
- Fig. 14b
- Armbanduhr mit Minutenschleppzeiger
- Fig. 14c
- Blindenuhr mit mechanischer Terminreizung
- Fig. 15
- Seniorenuhr mit sprechender Zeit- und Terminbotschaft
- Fig. 16a
- Mini-Organizer mit Termineingabe in Kreditkartenformat
- Fig. 16b
- Mini-Organizer mit Termineingabe auf der Rückseite
- Fig. 17a
- Termineingabe-Tastatur für EDV
- Fig. 17b
- Kombination von Maus und Termin-Tastatur
- Fig. 18a
- Doppel-Tastatur in 3,5 Zoll-Diskettengröße
- Fig. 18b
- Perimaus mit Termin-Tastatur
- Fig. 19a
- Termin-Nachrüst-Tastatur für Standardkeyboards
- Fig. 19b
- Standardkeyboard mit integrierter Termin-Tastatur
- Fig. 19c
- Keyboard für Langfristplanung
Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele
[0064] Fig. 1 Das Modul-Zielsprungsystem im Überblick:
Es besteht aus den drei Hauptelementen
I Zielsprung-Eingabesystem, II Anzeigen, III Vorwarnungen, die jeweils wieder in vielfältigster
Weise untergliedert sind. Das System ist aus Modulkategorien zusammengesetzt, die
wiederum die Erzeugung von Einzelmodulen dienen, die selbst wieder zu einer vielfältig
strukturierten Information zusammengesetzt werden können.
[0065] Das System ist zielorientiert, seien es Zeitziele in der Zukunft, Aktivitätszielgebiete
oder Informationsziele etc. Zu diesen Zielen - und das ist das System - wird nicht
in kleinen Schritten schnell gerannt, sondern man erreicht sie vorwärts orientiert
in möglichst großen Zielsprüngen, in die Beginne großer Zeiträume, Aktivitäts- oder
Informationsfelder springt, und von dort aus hierarchisch, d.h. mit anderen Ziel-Sprung-Größen
zu den Einzelzielen.
[0066] Das oberste Ziel ist erfindungsgemäß die Eingabe, Abspeicherung und Darstellung von
Zielzeiten in Ziel-Sprung-Technik, sowie mit dem gleichen System eine möglichst detaillierte
Information über die Absicht - d.h. Aktivität, Art der Darstellung, Art der Erinnerung
- hinzuzufügen. Hierzu dienen die oben genannten drei Hauptelemente Zielsprung-Eingabesystem,
Anzeigen und Vorwarnung.
[0067] Eine zweite aber sehr wichtige Aufgabe erfüllt das eingeschlossene Zielsprung-Informationssystem,
womit der Gebrauch des ersten Systemes vielfältig unterstützt wird. Hierauf wird jedoch
später kurz eingegangen.
[0068] Das System kann sich in sehr verschiedenen Stadien während seiner Benützung befinden,
wenn z.B. Zielzeiten eingegeben, auf Anschlußblinken gewartet wird, die verschiedenen
Module zusammengesetzt beschleunigt oder nicht beschleunigt abgespeichert werden,
oder wenn Informationen über bestimmte Zeiträume oder Aktivitätsgebiete aufgerufen,
zusammengestellt oder erläutert werden. Grundsätzlich kann man drei System-Hauptzustände
für den Überblick formulieren:
1. Der Eingabe-Wartestatus, d.h. die ständige Bereitschaft, ohne Vorbereitung neue
Zielzeiten eingeben zu können. Dies ist gleichzeitig ein "passiver Informationsstatus",
in dem die Jetzt-Zeit sowie die erste und womöglich weitere Zielzeiten mit den gewünschten
Ausprägungen angezeigt werden.
2. Der Zielsprung-Eingabestatus - d.h. alle Tätigkeiten, mit denen eine Zielzeit und
eventuell weitere Modulkategorien eingegeben, aufgerufen und abgespeichert werden.
3. Aktiver Informationsstatus; wenn mit Hilfe von Eingabe-oder Abrufmitteln spezielle
Informationen vorübergehend aufgerufen werden.
[0069] Der Eingabestatus (siehe Fig. 2) beginnt mit dem Betätigen einer Zeitsprung-Einheit.
Diese sind in Fig 1 unter "A.Zieltage-Zeitsprung-System" mit den Untereinheiten (10Y)
(12M) (7D) Ziel-Jahr-, Ziel-Monat-, Ziel-Tag-Spring-Einheit sowie "B.Tages-Zielzeit-Spring-Einheit"
(7D) aufgeführt.
[0070] Ist unser Ziel von heute, Mittwoch, 7.Oktober ausgehend - der Freitag, 16.Oktober
10:00 Uhr, würde man über die Ziel-Tag-Spring-Einheit (TTU) durch zweimaliges Betätigen
der Freitagtaste auf Freitag, 16.Oktober 0:00 Uhr, von dort mit BT1 auf 6:00 Uhr,
und vier mal BT2 auf 10:00 Uhr springen.
[0071] Möchte man jedoch eine Zielzeit für den heutigen Tag eingeben, würde man in Fig 1
bei B2 beginnen, der (Tages)-Zielzeit-Spring-Einheit (TTU) und von der Jetzt-Zeit
(10:08 Uhr) auf die gewünschte Zielzeit z.B. 20;00 Uhr mit den Tasten BT1 und BT2
springen. Möchte man eine Tätigkeit bis 22:00 Uhr ausführen, so kann sofort im Anschluß
daran durch kurze Betätigung der "NEL"-Taste diese Dauer - gerechnet von 20:00 Uhr
aus - mit Ziel-Spring-Einheit BT2 auf 21:00 Uhr und von dort auf 22:00 Uhr festgelegt
werden. Hält man die Taste BT2 nach dem letzten Sprung z.B. sechs Sekunden lang nieder,
ist dieser Termin als "Wochentermin" (RW) abgespeichert (siehe II Anzeigen, digitale
8-Modul-Zeile).
[0072] In der Anzeige sind nun die Module 1 bis 4 festgelegt, während in der Anzeige auf
den Plätzen für die Module 5, 6, 7, 8 ein Fragezeichen drei Sekunden lang blinkt und
zur weiteren Eingabe auffordert. Wird dieser nicht gefolgt, ist der Eingabevorgang
beendet (E 1, 2, 3, 4). Nach dem gleichen Schema können jeweils völlig getrennt die
Module 5, 6, 7, und 8 behandelt werden.
Betätigt man innerhalb der drei Warteeinheiten eine der Tasten für die Aktivitätenbeschreibung
"Do", "Fun" oder "Phone", so erscheint dieses Wort unter Modul 5 und nun kann durch
weitere Betätigungen z.B. der "Fun"-Taste die Aktivität Tennis und über die "IDA"
für Modul 7 der Freund "Miller" abgerufen werden. Wie schon erwähnt, hätte der Vorgang
nach Modul 5 oder 6 bereits
unterbrochen werden können (siehe E5, 6), während über "IDA" mit E7 abgeschlossen
werden kann - oder man programmiert über "D.Programmier-Zielsprung-Einheit" "PIM"
ein bestimmtes Vorwarnungsprogramm, dessen Intensität und womöglich die Musikbegleitung
programmiert, um mit E8 den Vorgang zu beenden. Dieses Beenden geschieht automatisch,
wenn keine weitere Eingabe erfolgt.
[0073] Aus den verschiedenen Modulkategorien, besonders aus den unbeschränkten Möglichkeiten
der "Do", "Fun", "Phone" und "IDA"-Speichern, lassen sich theoretisch beliebig viele
individuelle Variationen kombinieren.
Die detaillierte Beschreibung der Aktivitäten, die unter "Do", "Fun", "Phone" oder
"IDA" abgespeichert sind, werden über "E. Schreibhilfsmittel" eingegeben. Erwähnt
sind die Zielsprung-Einheit "WRITE" (siehe Fig llb) sowie PC- und andere Tastaturen.
Hiermit ist gemeint, daß bei Anschluß des Modul-Ziel-Sprung-Systemes an einen Computer,
oder durch Integrierung in Palmtops, Telephonen oder anderen Geräten auch andere Tastaturen
als Schreibhilfsmittel zu Verfügung stehen können.
[0074] Eine wichtige Variante der Aktivitätsbeschreibung ist bei Computerprogrammen vorgesehen:
Wird z.B. eine Tätigkeit unter Modulkategorie 5 mit "Do, Fun, oder Phone" eröffnet,
so kann der Modulplatz 6 und/oder 7 über das Computerkeyboard ausgefüllt, und durch
Weiterschreiben auch eine Zusatzzeile unter die Terminzeile geschrieben, und gleichzeitig
ein "Infozettel" eröffnet werden, auf dem z.B. Besprechungsthemen, Ideen oder Anweisungen
sofort festgehalten werden können.
[0075] Auf die in Fig. 1 unter Anzeigen "B. Analoge Termindarstellung" - nämlich die Terminschleppuhr
und den Minutenschleppzeiger wird an dieser Stelle trotz ihrer Wichtigkeit nicht eingegangen.
Ebenfalls wird Punkt " III Optische, mechanische, akkustische Vorwarnungen", die nur
in Fig 1 als Übersicht aufgelistet sind, an anderer Stelle eingegangen.
[0076] Die "NEL"-Einheit (hier dominierend dargestellt) kann in jedem Zustand des Systemes
eine zentrale Rolle spielen, die hier kurz angedeutet werden soll, denn die Wirkung
von "NEL" kann sich auf alle Eingabesysteme, Speicher, Anzeigen sowie Vorwarnungen
erstrecken. Mit der Funktion "NEXT" (kurze Betätigung) können die nächsten Termine
in die Hauptanzeige aufgerufen werden, zu den nächsten im Programm vorgesehenen Schritte
übergeleitet -also beschleunigt - werden, "NEXT" kann die 8-Modul-Zeile zur Änderung
vorbereiten, mit "NEXT" als Cursorwirkung die einzelnen Module bestätigen, mit "NEXT"
kann ein Vorwarnungsprogramm gestoppt und zum nächsten Schritt übergeleitet werden.
Mit der Funktion "ELIM" (durch verschieden langes Niederhalten) können Wörter, Termine,
Repetitions-termine einzeln oder im Zusammenhang mit einer Taste des Ziel-Tage-Zeitsprung-Systems
ganzer Perioden gelöscht werden und vieles mehr.
[0077] Die unter "optionell" im gestrichelt umrandeten Feld aufgeführten Taster oder Eingabemittel
stehen dort der Vollständigkeit halber mit Hinweis auf die mögliche optionelle Verwendung
in horizontaler Verbindung; es wird hier jedoch nicht näher darauf eingegangen.
[0078] Das Informationssystem wird ebenfalls nur andeutungsweise erwähnt und ohne auf Computerprogramme
des Modul-Ziel-Sprung-Systemes einzugehen. Der "aktive Informationsstatus" kann beispielsweise
durch Anspringen eines bestimmten Jahres, Monates und dann Tages hergestellt werden.
[0079] Es erscheinen dann die Termine des Zieltages. Durch Niederhalten der jeweiligen Tagestaste
kann das Anzeigebild beliebig lange festgehalten werden. Nach dem Loslassen der Taste
geht das System innerhalb drei Warteeinheiten wieder auf die Ausgangsposition, d.h.
in die Sofortbereitschaft und in die Jetzt-Zeit, zurück.
[0080] Man könnte jedoch auch vor Ablauf der drei Warteeinheiten mit der "NEL"-Taste sprungweise
zu den jeweils nächsten Terminen kommen, dann wieder zurückkehren und größere Schritte
mit einer Monats- oder Tagestaste machen usw. Eine weitere Möglichkeit der Information
gibt im Informations-status die "IDA"-Taste mit der Funktion "Identische Aktivität?".
Steht in der Hauptanzeige z.B. unter Kategorie 6 "Fun Tennis", so werden alle Tennisvereinbarungen
mit Terminen, den Partnern sowie der Erinnerungsart in die Anzeige gerufen, sofern
dort genügend Platz ist.
[0081] An jedem Punkt einer vielleicht längeren Informationskette, die im Wechsel des Ziel-Tage-Zeit-Sprung-Systemes,
der "NEL"-oder "IDA"-Einheit abgerufen wird, kann das System augenblicklich vom Informationsstatus
in den Eingabestatus übergehen, und zwar durch Betätigung einer Taste der "Zielzeit-Spring-Einheit"
(TTU). Ab diesem Moment ist der Eingabestatus hergestellt. Es wird nun bei diesem
Tag von 0:00 Uhr an gerechnet und das Ziel, mit den Eingabemitteln BTI bis BT6 eingegeben.
Auf diese Weise kann z.B. an einem bestimmten Tag der Zukunft zwischen vorliegende
Termine ein weiterer dazwischengeschoben und mit den Ziel-Sprung-Eingabe-Systemen
C., D. oder E. weiterbeschrieben werden. Ein solcher Eingriff in schon Bestehendes
könnte auch durch die "NEL"-Taste erfolgen; einmal durch Freigeben der Hauptanzeige
zur Änderung (Niederhalten von "NEL" für mindestens eine Sekunde, jedoch kürzer als
drei) oder durch die Lösch-Funktion eines einzelnen Termines oder einer Terminreihe
wie schon beschrieben.
[0082] Fig. 2 zeigt eine Terminuhr in einfacher Ausführung- z.B. als Wanduhr, Tischuhr -usw
mit folgenden Hauptelementen:
(1) Uhr für die Ist-Zeit, einer
(2) Digitalanzeige für die Zielzeit (10:20 Uhr)
(3) Tages-Zielzeit-Springeinheit (TTU), dem zentralen Element für alle Zielzeit-Eingaben,
bestehend aus den Haupteingabemitteln:
BT1 (Anspringen der Tageszeitanfänge 6:00,12:00,18:00,0:00)
BT2 (zum Anspringen des jeweils nächsten Stundenbeginnes
BT3 (Anspringen der nächsten Viertelstundenbeginne)
BT4 (Anspringen der nächsten 5-Minuten-Beginne)
BT5+BT6 (plus, minus 1 volle Minute)
(4) "NEL"-Blinkeinheit (next..next..elim)
(5) "W D"-Einheit zum Anspringen des jeweils nächsten Wochenbeginnes W(Mo 0:00)bzw.
des nächsten Tagesbeginnes D(O:00).
(6) Wochentag und Datumanzeige.
[0083] Obwohl das Eingabeprinzip bereits an anderer Stelle erläutert wurde, sei hier nochmals
kurz anhand einer ausgebildeten Uhr das Vorgehen erläutert.
[0084] Die digitale Anzeige zeigt die Zielzeit von 10:20 Uhr an. Da sich diese sowie alle
anderen Uhren ständig im Eingabe-Wartestatus befinden, konnte diese Zielzeit von 10:20
Uhr durch die Betätigung der beiden Tasten BT3 und BT4 eingegeben werden.
[0085] Kurz vor Eintreten der Zielzeit beginnt die "NEL"-Blinkeinheit Lichtsignale abzugeben
und, falls der Vorgang nicht durch leichtes Berühren durch "NEL" unterbrochen wird,
folgt z.B. eine akkustische Alarmierung um 10:20 Uhr, die ebenfalls wieder durch Berühren
der "NEL"-Taste unterbrochen werden könnte.
[0086] Weitere Zielzeiten, z.B. 13:00 Uhr wird erreicht durch die Tageszeiten-Taste BT1
mit Sprung auf 12:00 Uhr, von dort aus mit BT1 auf 13:00 Uhr. Morgen könnte auf verschiedenste
Weise erreicht werden. Entweder durch Anspringen der Tageszeit-Anfänge (12:00, 18:00,
0:00 Uhr) oder mit einem direkten Zielsprung durch Drücken der Taste "D", mit der
der Beginn des jeweils nächsten Tages angesprungen wird.
[0087] Möchte man die gespeicherten Zielzeiten in die Hauptanzeige rufen, so geschieht dies
mit der "NEL"(Next)-Funktion, indem man mit ihr durch kurze Betätigung die Zielzeiten
"durchblättern" kann. Gekoppelt mit ferner liegenden Zielzeiten ist selbverständlich
hier und bei allen anderen Uhren die Datum-Anzeige, so daß auch sehr ferne Ziele eindeutig
dargestellt werden können.
[0088] Fig. 2b weist gegenüber der Grunduhr Fig. 2a vor allem drei wesentliche andere Elemente
auf, die für die Zielzeiten-Eingabe, -abrufung, -darstellung sowie die optische Alarmierung
der Zielzeit besondere Vorteile bieten:
(1) digitale Großanzeige für mehrere Zielzeiten sowie Datum (Wochentag, Tage im Monat,
etc.)
(2) Minutenschleppzeiger (MSZ), der in Terminstunde den bevorstehenden Termin (10:20
Uhr) durch seine farbliche Gestaltung auffallend, präzise und vor allem leicht erfaßbar
anzeigt.
(3) Die Ziel-Tag-Spring-Einheit (7D) mit den Tastern: "S M" (Z. Anspringen der Jahreszeiten
und Monate) Mo, Tu, We, Th, Fr, Sa, Su; (Direktsprünge auf Wochentage). Beim jeweiligen
Betätigen einer Taste erscheinen die Termine des angesprungenen Tages sowie die sich
daran anschließenden, sofern in der Anzeige Platz vorhanden ist.
[0089] Im Gegensatz zu Fig. 1a können hier mehrere gespeicherte Zielzeiten dargestellt werden.
Eine solche digitale Zielzeit-Darstellung ist jedoch völlig undynamisch. Der Blick
ist doch meistens auf die Hauptuhr gerichtet. In der für die Zielzeit relevanten Stunde
erscheint deshalb hinter dem Minutenschleppzeiger das wichtigste Element dieser Uhr,
der Minuntenschleppzeiger, indem er die Zielzeit von der digitalen Darstellung Übernimmt
und durch seine auffällig Gestaltung die Zielzeit 10:20 Uhr markant anzeigt. Mit anderen
Worten, solange kein Terminschleppzeiger in der Uhr aufscheint, liegen auch keine
neuen Verpflichtungen vor.
[0090] Wie schnell man mit der "Ziel-Tag-Spring-Einheit" jeden Tag des Jahres zur Information
oder zur Zielzeit-Eingabe erreichen kann, braucht hier im einzelnen nicht geschildert
zu werden.
[0091] In Fig 3. wird in den Schritten (2), (9), (12), (15) und (18) zu unterschiedlichen
Programmteilen verzweigt, je nachdem, welche der BT1-BT5-Tasten gedrückt worden ist.
(In 26 handelt es sich eigentlich um keine Anweisung, denn wird 18 mit "nein" beantwortet,
muß es sich um die Taste BT6 handeln.
[0092] Stellvertretend soll der Programmablauf geschildert werden, wenn die Taste BTI gedrückt
worden ist. Es wird in (3) zuerst der Rest der Division von den Terminstunden durch
6 berechnet.
[0093] Sind die Terminstunden ganzzahlig durch 6 teilbar (0, 6, 18) (9), werden 6 Stunden,
sonst der Rest dazuaddiert und in (5) die Minuten des Termins auf 0 gesetzt.
[0094] Ähnliche Funktionsabläufe finden in den anderen Programmteilen statt: Im Falle von
BT2 wird die Terminstunde um 1 erhöht (10) und die Minuten in (11) auf 0 gesetzt,
usw. Die einzige Ausnahme stellt BT6 dar, hier muß in 22 getestet werden, ob die Subtraktion
einer Minute, die in 21 ausgeführt worden ist, nicht zu einer Unterschreitung der
Ist-Zeit führt. Ist dies der Fall wird in 23 wieder eine Minute dazuaddiert.
[0095] Unabhängig davon, welche BT-Taste gedruckt worden ist, wird in (6) der Timer gestartet,
der für die Übernahme der Zielzeit zuständig ist. In (7) wird der neue Wert der Zielzeit
in die Hauptanzeige geschrieben.
In (8) werden die Register wieder in den Zustand gebracht, wie sie zur Zeit des Interrupts
waren und in (25) die Interruptbehandlung beendet.
[0096] Fig. 4a zeigt eine Armbanduhr in ziemlich ähnlicher Ausstattung wie die Tischuhr
Fig. 2, d.h., analoges Zifferblatt, Datumanzeige, Minutenschleppzeiger (1) zum Darstellen
der Zielzeit innerhalb der Terminstunde sowie zur Erregung der Aufmerksamkeit durch
Winken und Drehen kurz vor der Zielzeit. Weiters enthält sie eine digitale Anzeige
(2) für die Darstellung weiterer Zielzeiten, die Zielzeittastatur (3) mit den vier
Tageshaupt-zeittasten sowie den beiden Tasten für "+1 min" (4) und "-1 min" (5). Diese
beiden letzten Taster sind so ausgeführt, daß sie sich deutlich von dem "5 min-Taster"
abheben, leicht zu ertasten und mit dem Fingernagel zu betätigen sind. Mit dem Element
(D W) (8) können die Beginne oder Termine einzelner Tage oder die Wochenbeginne angesteuert
werden. Durch ein-, zwei- oder dreimal drücken der Krone (7) (DFP-Taste) können Klänge
erzeugt werden, die mit den Hauptaktivitäten Do, Fun, Phone in Verbindung stehen,
um eine Erinnerungshilfe an die geplante Aktivität zu geben. Die "NEL"-Einheit (6)
zum "Durchblättern", Ändern oder Löschen von Terminen ist erfindungsgemäß als Lichtstrahler
ausgebildet.
[0097] Im Gegensatz zu den meisten am Markt erhältlichen Armbanduhren, die mit einem Piepsen
einen Termin laut und abrupt anzeigen, können bei dieser Armbanduhr dezente aber wirksame
mehrstufige Hinweise auf eine Zielzeit erfolgen. Ein Erinnerungsprogramm könnte so
gestaltet sein, daß der bunte Terminschleppzeiger um die Zielzeit winkt, dann kreist
und dann mit dem NEL-Strahler Blitze auf das Handgelenk gesendet werden.
Eine akkustische Erinnerung tritt lediglich dann ein, wenn die optischen Hinweise
übersehen werden sollten.
[0098] Fig. 4b zeigt eine Sportuhr in ähnlicher Ausstattung wie Fig. 2a jedoch mit dem Minutenschleppzeiger
(MSZ1) für die erste Zielzeit (1), dem Minuntenschleppzeiger (MSZ2) für die zweite
Zielzeit (2), einer Schleppzeiger-Zugriffstaste (CTT) (3) sowie einer Countdown-Anzeige
(4) zur Darstellung der Restzeit von der Ist-Zeit bis zur Zielzeit. Die beiden Schleppzeiger
können wie bei der Uhr Fig. 4a durch Betätigung der Zielzeit-Tastatur eingestellt
werden. Durch Niederdrücken und Drehen der Taste (CTT) besteht Zugriff auf den Minutenschleppzeiger
(MSZ1).
[0099] Durch Herausziehen sowie Vor- oder Rückwärtsdrehen kann man auch den Schleppzeiger
MSZ2 bewegen, wie es bei vielen Sportarten gewünscht wird.
[0100] Die hier in Fig. 4a und Fig. 4b gezeigte Anordnung der Zielzeittastatur bei Armbanduhren
mit den vier Haupttasten für die Tageshauptzielzeitpunkte (BT1 bis BT6) sowie kleinen
Tastern (Bt5 + Bt6) für "+1 und -1 min" ermöglicht nicht nur ein rasches Eingeben
einer Zielzeit während des Sitzens oder normalen Gehens. Befindet sich die Uhr am
linken Handgelenk und hält man diese mit dem Daumen und Ringfinger der rechten Hand,
so kann die Zielzeit selbst während eines Dauerlaufes spielend mit dem rechten Zeige-
und Mittelfinger eingegeben werden, ohne dabei den Laufrhythmus ändern zu müssen.
[0101] Die Zielzeiteingabetastatur (Bt1-Bt6) kann also nicht nur bei Großuhren (Tischuhren,
Wanduhren, etc.) verwendet werden, sondern eignet sich auch für Armbanduhren und ist
somit gemäß dem formulierten Ziel der Erfindung für systemübergreifenden Einsatz geeignet.
[0102] Hinzu kommt noch, daß eine neue Zielzeit nicht nur im Gehen oder während eines Dauerlaufes
eingegeben werden kann, sondern auch unbemerkt in Gesellschaft und auf Reise. Hat
man sich an die Zielzeit-Eingabe-Tastatur gewöhnt, ist ein Eingeben selbst im Dunkeln
möglich, denn die Zielsprünge sind nicht nur blitzschnell sondern auch sekundengenau
und bedürfen im Gegensatz zu den am Markt erhältlichen Systemen keinerlei Kontrolle
oder Aufmerksamkeit auf die Anzeige.
[0103] Fig. 5a zeigt eine Armbanduhr zu zwei verschiedenen Zeiten mit Skizze (I) und Skizze
(II). Anstelle der schwer zu erfassenden digitalen Terminanzeige ist hier erfindungsgemäß
eine analoge Termindarstellung in Form einer Terminschleppuhr mit folgenden Funktionen
gezeigt.
[0104] Die linke Uhr zeigt mit dem Minutenschleppzeiger (MSZ) (1) die erste Zielzeit um
10:20 Uhr an. Eine zweite Zielzeit um 13:00 Uhr wird mit der Terminschleppuhr (TSU)
(2) angezeigt und zwar in sehr diskreter Weise, weil die Terminschleppuhr mit einer
Abdeckvorrichtung ausgestattet ist (siehe Fig.6). Je nach Programm, z.B. zwei Stunden
vor Eintreten der Zielzeit -also um 11:00 Uhr - öffnet sich das Fenster (siehe Skizze
(II)) und zeigt die Zielzeit um 13:00 Uhr in sehr markanter Weise (3) als Vorsignal
einer noch außerhalb der Terminstunde liegenden Zielzeit. Rückt diese Zielzeit näher,
also in die Terminstunde, so übernimmt dann wieder der farblich auffallend gestaltete
Terminschleppzeiger die neue Zielzeit und zeigt sie auf 13:00 Uhr an.
[0105] Um klar erkenntlich zu machen, daß es sich bei der Zielzeit um 13:00 Uhr nicht um
die Zielzeit 1:00 Uhr am frühen Morgen handelt, ist die Terminschleppuhr ab 12:00
Uhr Mittag mit einem farbigen Ring (4) umgeben, der durch eine zweite Vorrichtung
(siehe Fig. 5b) bewirkt wird. Liegt kein weiterer Termin vor, zeigt auch die Terminschleppuhr
den Zielzeitpunkt 13:00 Uhr an, und läuft ab 13:00 Uhr synchron mit dem Minuten- und
Stundenzeigerpaar. Ist an diesem Tag jedoch ein weiterer Termin vorgemerkt, wird er
von der Terminschleppuhr sofort angezeigt, wenn der nächste (13:00 Uhr) von dem Minuten-Schleppzeiger
übernommen wurde.
[0106] Mit Hilfe der hier aufgezeichneten Technik und in Kombination mit der als Leuchteinheit
ausgestalteten "NEL"-Taste (5), mit der durch die Zielzeiten "durchgeblättert" d.h.
mit der Terminschleppuhr zur Anzeige gebracht werden können, kann in sehr effektiver
Weise eine mehrstufige, optische Alarmierung durchgeführt werden, die bei Bedarf durch
akkustische Signale ergänzt wird.
[0107] Fig. 5b zeigt eine halbverdeckte Armbanduhr, wie dies sehr häufig vorkommt. Die für
optische Alarmierung wichtige Signalzone ist die rechte Uhrenhälfte. Deshalb sind
in der Signalzone alle Elemente sichtbar, die hierfür verwendet werden. Erfindungsgemäß
ist dort die "NEL"-Leucht-Taste so angebracht, daß sie auch unter dem Ärmel Blitzlichter
hervorsenden könnte; des weiteren ist die Terminschleppuhr mit ihrer auffälligen optischen
Vorwarnung durch Veränderung ihres Zifferblattes an dieser Stelle angebracht.
[0108] Zuletzt ist auch der auffällig gestaltete winkende Minutenschleppzeiger so programmiert,
daß er nicht nur auf die Zielzeit hinweist, sondern sich außerdem in der Signalzone
bemerkbar macht.
[0109] Somit sind bei dieser Armbanduhr mehrere aufeinander abgestimmte optische Signale
möglich, die den Benützer auf eine Zielzeit vorbereiten und diese zum gegebenen Zeitpunkt
anzeigen, ohne daß in der Umgebung ein störendes akustisches Zeichen wahrgenommen
werden könnte.
[0110] Fig. 6 zeigt zwei verschiedene Abdeckvorrichtungen für eine Terminschleppuhr. Mit
der einen kann das Zifferblatt verdeckt werden (Skizze I), um anzuzeigen, daß der
Termin fern ist. Rückt diese Zielzeit jedoch in die Nähe von zwei Stunden zur Jetzt-Zeit,
so öffnet sich das Fenster (Skizze II) und zeigt die Zielzeit durch ein auffällig
gestaltetes Ziffernblatt. Mit einem farblich gestalteten Ring (Skizze III und IV)
kann angezeigt werden, ob es sich um einen "am"- oder "pm"-Termin handelt.
[0111] Fig. 7 erläutert die Steuerung der Schrittmotoren für den Minuten-Schleppzeiger,
sowie die Termin-Schleppuhr. Hierbei ist jedoch die Variante ausgeführt, daß der Minuten-Schleppzeiger,
der normalerweise hinter dem Minuten-Zeiger der großen Analoguhr versteckt ist, als
Erst-Termin fungiert und die Termin-Schleppuhr als Zweit-Termin benützt wird. Es wird
hier angenommen, daß der Termin-Schleppzeiger erst in Erscheinung tritt, wenn der
Termin bereits bis auf 50 Min. vor der Jetzt-Zeit herangekommen ist.
[0112] In Phase (2) ist die Frage, ob der Termin in der Hauptanzeige näher als 50 Min. von
jetzt liegt. Wird dies bejaht, dann wird (3) der Minuten-Schleppzeiger (MSZ) auf die
Minute des Termines gestellt. Bei (4) wird gefragt, ob es einen weiteren Termin gibt.
Bejahendenfalls kommt die Frage bei (11), ob an demselben Tag, bejahendenfalls wird
in Phase (12) die Termin-Schleppuhr über Unterprogramme auf diesen nächsten Termin
gestellt, die AM/PM-Anzeige bei (13) angepasst und der Vorgang ist beendet, d.h. der
Minuten-Schleppzeiger (MSZ) steht auf dem ersten Termin, die Termin-Schleppuhr (TSU)
zeigt jedoch den nächsten Termin dieses Tages an. In Abschnitt (12), sowie (9) und
(5) werden Unter- oder Neben-Programme zur Schrittmotor-Steuerung gestartet. Wird
die Frage bei (11) oder (4) mit "Nein" beantwortet, d.h. es gibt keinen weiteren Termin
mehr an demselben Tage, so wird im Abschnitt (5) mit den entsprechenden Unterprogrammen
die Termin-Schleppuhr ebenfalls auf den einzigen Termin dieses Tages gestellt. Somit
zeigen Minutenschleppzeiger (MSZ) und Terminschleppuhr (TSU) dieselbe Zielzeit an.
In (6) wird noch die AM/PM-Zeit angepaßt und der Vorgang ist beendet. Wird in Phase
(2) die Frage verneint, wird unter (7) gefragt, ob der Minuten-Schleppzeiger hinter
dem Analog-Uhrschleppzeiger versteckt ist. Verneinendenfalls wird in Phase (8) Befehl
zum Verstecken gegeben, bei (9) die Terminschleppuhr durch Unterprogramme auf den
Termin der Hauptanzeige gestellt. Bei (10) wird AM/PM angepaßt und der Vorgang ist
beendet (14).
[0113] Fig. 8 zeigt eine Uhr mit Minutenschleppzeiger und Terminschleppuhr zu sechs verschiedenen
Zeiten, um die stufenweise Vorbereitung auf die Termine als Übersicht zu erläutern.
[0114] Es wird ein herannahender Termin in verschiedenen Stufen angezeigt. Es wird hier
angenommen, daß die erste Vorwarnung über die Terminschleppuhr zwei Stunden vor Eintreten
des Termines geschieht, die zweite Vorwarnung durch den Minutenschleppzeiger in der
wichtigen Stunde des eigentlichen Termines, mit einer weiteren Stufe, z.B. zwei Minuten
vor der Zielzeit durch Winken des Minuten-Schlepp-Zeigers etc.. Die Kombination von
Minutenschleppzeiger und Terminschleppuhr ermöglicht nicht nur die stufenweise Alarmierung
sondern auch die Darstellung von zwei verschiedenen Terminen. Zur Unterscheidung ob
ein Termin in der ersten Tageshälfte (am) oder in der zweiten (pm) liegt, kann das
Ziffernblatt der Terminschleppuhr zum Anzeigen für "pm"-Termine mit einem farblich
gestalteten Ring umgeben werden. Das Uhrenzifferblatt zeigt zu den verschiedenen Stunden
folgende Terminmöglichkeiten an:
- (1) zeigt die Uhr am 6. Oktober. Kein Termin an diesem Tag. Deshalb ist das Schleppuhrziffernblatt
durch die Abdeckklappen (siehe Fig 5b) in der Farbe des Uhrenzifferblattes gehalten.
Die Terminschleppuhr zeigt wie die Hauptuhr unauffällig die Jetzt-Zeit.
- (2) Am 7. Oktober 8:08 Uhr. Die Terminschleppuhr zeigt in unauffälliger Weise einen
Termin um 10:20 Uhr. Zwei Stunden vor dem Termin, d.h.
- (3) ab 8:20 Uhr öffnet sich das Schleppuhrfenster und zeigt in kontrastvoller Weise
den herannahenden Termin 10:20 Uhr.
- (4) Ab 9:20 Uhr wird der Minutenschleppzeiger (MSZ) vom Minutenzeiger abgekoppelt
und zeigt somit während der ganzen Terminstunde den nächsten herannahenden Termin
10:20 Uhr in sehr auffälliger Weise. Die Terminschleppuhr zeigt jetzt den zweiten
Termin in unauffälliger Weise und zwar um 13:00 Uhr an. Wobei der Doppelring zeigt,
daß dieser Termin in der zweiten Tageshälfte liegt (siehe Fig 5b).
- (5) zeigt die Uhr um 10:18 Uhr, also zwei Minuten vor der eingestellten Terminzeit
um 10:20. Der Minutenschleppzeiger weist durch Winkbewegungen (z.B. zwischen 10:10
Uhr, der Zielzeit 10:20 Uhr und 10:30 Uhr) sowie durch Drehbewegungen um 360' auf
den bevorstehenden Termin hin. Ein solcher Termin kann durch weitere optische Hinweise
wie Blinken der "NEL"-Taste, Blinken des Zifferblattes, mechanischen Reiz bei der
Armbanduhr in kultivierter Weise avisiert werden.
- (6) zeigt die Uhr um 11:08 Uhr mit dem geöffneten Terminfenster, da der zweite Termin
13:00 Uhr bereits innerhalb der nächsten beiden Stunden liegt.
- (7) deutet die zahlreichen Möglichkeiten der Termindarstellung mit derselben Terminuhr
z.B. bei Bildschirmen an, da vor allem bei Farbbildschirmen nicht nur die Terminschleppuhr
farblich gut gestaltet werden kann, sondern auch die Auffälligkeit des Minutenschleppzeigers
durch Blinken und Winken effektvoll erhöht werden kann.
[0115] Anstelle der in 5 beschriebenen Winkbewegung können zusätzlich auch an anderen wichtigen
Stellen des Uhrenzifferblattes Signale abgegeben werden. Die hier beschriebene Uhr
mit den 3 analogen Anzeigen, d. h. der analoge Ist-Zeit-Anzeige und den beiden analogen
Zielzeitanzeigen (der speziell ausgestaltete Minuten-Schleppzeiger (MSZ) und die Terminschleppuhr
(TSU) in der hier beschriebenen Form) werden später kurz mit dem Begriff "3-fach Analoganzeige"
bezeichnet.
[0116] Fig. 9 zeigt eine Termin-Tischuhr, die neben den schon bekannten Hauptelementen
- Dreifachanaloganzeige mit Datum
- Ziel-Tag-Spring-Einheit (7D)
- der Tages-Zielzeit-Springeinheit (TTU)
fünf neue Elemente aufweist, und zwar:
(1)- das Datum einer vollständigen Woche
(2)- eine mehrzeilige, mehrfachstrukturierten Terminanzeige, in der - im Zusammenhang
mit der Datumanzeige der Hauptuhr - der Termin durch Module in vielfältiger Weise
kombiniert bzw. ergänzt in Sekundenschnelle dargestellt werden kann (siehe auch Ausführungen
zu Fig. 1 "Das Modul-Zielsprungsystem im Überblick).
(3)- Das Aktivitäten-Zielsprungsystem mit drei Tastern für die Hauptaktivitätsgebiete
(Do, Fun, Phone), mit deren Hilfe die persönlichen und individuellen Aktivitäten abgerufen
werden können. Die Zahl dieser Aktivitäten kann beliebig groß sein, z.B. nur je drei
Aktivitäten für "Do, Fun und Phone" oder eine sehr große Anzahl verschiedener Aktivitäten
strukturiert in Haupt- und Unteraktiviäten. Diese können rasch im Zielsprungverfahren
(siehe Fig. 11a) als Module aufgerufen und angezeigt werden können.
Eine weitere Differenzierung der "Do, Fun, Phone"-Aktivitäten erlaubt das Eingabemittel
"IDA" (=Information-Differenzierung-Aktivität). Im "IDA"-Speicher können strukturierte
Namenslisten, Produktlisten, Städtenamen, Unteraktivitäten etc. abgespeichert werden
- ganz wie man es für seine individuellen Bedürfnisse und Terminerinnerung wünscht.
(4)- Eingabemittel "PIM" (Programm-Intensität-Melodie) Die Programmier-Zielsprung-Einheit,
um die Art der optischen, akkustischen und zeitlichen Vorwarnung der Zielzeit individuell
einzustellen, z.B.:
P I M
1.............Öffnen Terminschleppuhr 3 St. v. Termin
2.............öffnen TSU 2 St. v. Termin
1........ normales Blinken und akkustische Signale
2........ nur optische Signale
3........ Intensiv/Steigerung der Akkustik etc.
0... kein Klang, wenn Intensität auf 2
1... normale 3 versch. Klänge für Do, Fun, Phone
2... Happy Birthday o.ä.
(5)- "WRITE", das Schreibhilfsmittel. Es ist in der Zeichnung lediglich angedeutet.
Es wird zweckmäßigerweise auf der Rückseite der Uhr oder am Boden angebracht.
[0117] Durch die spezielle Ausstattung dieser Uhr können in Sekundenschnelle nahe und auch
sehr ferne Termine eingegeben, in vielfältiger Weise ebensoschnell differenziert,
dargestellt und mit einem individuellen Programmierteil in Erinnerung gerufen werden.
[0118] Fig. 10 zeigt eine Tischuhr mit den schon bekannten Elementen
- mit der "3-fach-Analoganzeige"
- den Zielzeit-Eingabeelementen BT1 - BT6"
- für Aktivitätsbeschreibung: "Do, Fun, Phone" + "IDA"
- Programmiereinheit "PIM"
- das angedeutete Hilfschreibmittel "Write".
[0119] An neuen Elementen sind hier vor allem zu erwähnen:
(1) "Later". Rückt ein Termin näher und möchte man ihn etwas in die Zukunft verschieben,
betätigt man die Taste "Later". Jetzt kann man - ausgehend von dem vorher eingegebenen
Termin - diesen mit den Tasten BT1 bis BT6 auf eine neue Zielzeit in der Zukunft verschieben.
(2) "Back"-Element, nach dessen Betätigung man während einer Termineingabe um einen
einzelnen Schritt mit BT1 bis BT6 oder einem Zieltag-Eigabemittel zurückspringen kann,
um von dort aus den Termin neu einzugeben.
(3) "Speak"-Einheit, um akkustische Botschaften bei Terminen zu vermerken (akkustisches
Notizbuch).
(4) "Monats-Sprung-Kalender" mit Zieltag-Eingabemittel (7D) bestehend aus den Tastern:
"S M", Mo, Tu, We, Th, Fr, Sa, Su.
Es gibt Monatssprungkalender in vielfältiger Ausführung bei Uhren und Computerprogrammen.
Meist wird der Cursor jedoch lediglich mit den Richtungstasten "links-rechts" tageweise
in der Horizontalen und mit den Tastern "auf-ab" wochenweise in der Vertikalen geführt.
Ein großzügiges Zielspringen ist deshalb nicht möglich. In der hier vorliegenden Form
erlauben die Zieltag-Spring-Tasten ein flottes Anspringen des Zieltages, ein blitzschnelles
Springen mit der S- oder M-Taste in großen Sprüngen zu ferneren Quartalen oder Monaten
und von dort aus direkt zu den Wochentagen.
[0120] Anhand der beiden großen Anzeigeelemente sei die Funktion "Identische Aktivität"
des "IDA"-Elementes erläutert. Möchte man z.B. wissen, ob die in der Hauptanzeige
jeweils erwähnte Aktivität auch noch an anderen Tagen geplant ist (in unserem Falle
"Meeting"), so erscheinen nach Betätigen der IDA-Taste sämtliche Meeting-Vereinbarungen
in der digitalen Anzeige.
[0121] Im Monatssprungkalender werden außerdem alle Meeting-Vereinbarungen zusätzlich durch
"Zwölf-Segmentringe" mit Tag und ungefährer Stunde angezeigt. Ein Sprung zu diesen
Tagen mit dem Zieltag-Sprungsystem zeigt die Einzelheiten der Vereinbarungen sowie
die anschließenden Termine.
[0122] Diese Uhr ermöglicht nicht nur das blitzschnelle Eingeben von Terminen innerhalb
der nächsten Stunden oder naheliegenden Tage, sondern erlaubt darüberhinaus schnelle
Vormerken von sehr differenzierten Terminen, deren Darstellung in verschiedenster
Weise, rasche Planung in Bereichen, die auch weit über ein Jahr hinausreichen. Sie
kann außerdem durch den akustischen Notizblock auch für die Kommunikation zwischen
Personen (Chef -Sekretärin, innerhalb der Familie, etc) verwendet werden.
[0123] Fig. 11a zeigt die Felder 1-4 ähnlich den Eingabemitteln "Do, Fun, Phone" + "IDA"
in denen aktivitätsbeschreibende Wörter in unterschiedlichen Gruppierungen hierarchisch
geordnet erscheinen.
[0124] Innerhalb von drei Sekunden nach Beenden der Zielzeit-Eingabe können die unter "Do",
"Fun" oder "Phone" gespeicherten Symbole oder Wörter in den Modulspalten 5 oder 6
(siehe Fig 1) gerufen werden. Eine aktivitätsbeschreibende Ergänzung kann in die Modulspalte
7 mit "IDA" hinzugefügt werden.
[0125] In der vorliegenen Ausführung sind drei Hierarchieebenen vorgesehen, die hier als
A-Ebene, B-Ebene und C-Ebene bezeichnet sind. Betätigt man z.B. die "Do"-Taste dreimal
kurz, springt der Cursor auf Position 3 der A-Reihe. Durch Niederhalten der "Do"-Taste
wird das Springen z.B. zum Lesen beliebig lang unterbrochen. Zirka 0,5 Sekunden nach
Loslassen der Taste blinkt die erste Position der folgenden B-Ebene, die dann durch
Drücken erreicht wird,und in der dann durch kurzes Tastendrücken weitergesprungen
und durch kurzes Warten auf die C-Ebene gesprungen werden kann. Unterbricht man z.B.
das Weiterspringen an einer Stelle, so blinkt nach einer Sekunde die darüberliegende
vorherige A-Position. Erfolgt hier ein Tastendruck, so kann man wieder in der A-Ebene
nach vorne springen, wahlweise auch aus dieser oder jeder anderen Position zu "Fun"
oder "Phone" und wieder zurück zu "Do" wechseln. Erfolgt jedoch an der beschriebenen
blinkenden A-Ebene keine Reaktion und wird auch innerhalb von drei Sekunden weder
die "IDA"(Modulkategorie 7)- noch die "PIM"-Taste (Modulkategorie 8) gedrückt, wird
das Zielwort - "Tennis" - als fix angenommen, abgespeichert und das System kehrt in
die Jetzt-Zeit und
Eingabe-Warteposition zurück.
[0126] Es bleibt nun ganz im Ermessen des Benützers, sich das Archiv nach eigenem Gutdünken
aufzubauen, wobei er z.B. mit nur lediglich fünf Aktivitäten bei "Do", "Fun" oder
"Phone" keine zweite Ebene benötigt, und sich nur auf fünf ihm wesentlich erscheinende
Dinge beschränkt oder konzentriert. Bei größeren und detaillierteren Betätigungsbereichen
ist das System unbeschränkt ausbaufähig, da man in Dreier-, Fünfer- oder Zehnergruppen
beliebig viele Haupt- oder Untergruppen erstellen kann. In jedem Fall ist es zweckmäßig,
die am öftesten auftretenden Tätigkeiten eher am Anfang der Bereiche "Do, Fun oder
Phone" sowie auch "IDA" anzusiedeln, damit sie rasch - in Sekundenschnelle angesprungen,
dargestellt und abgespeichert werden können. Im vorliegenden Beispiel sind auf der
Position 1 der drei Hauptbereiche lediglich die Wörter "Do" "Fun" und "Phone" angelegt,
und erst bei einer zweiten Tastenbetätigung erscheint eine spezifische häufiger vorkommende
Aktivität.
Auf weitere Einzelheiten wie einzelne Wörter oder Kategorien, die mit "NEL" gestrichen
oder mit einem Schreibhilfsmittel zeilen- oder blockweise geändert oder ergänzt werden
können, braucht an dieser Stelle nicht eingegangen zu werden. Es braucht auch an Beispielen
sicher nicht aufgezeigt werden, daß mit diesem System trotz der kurzen Warteeinheiten
sehr schnell, spielerisch mit einer Hand sehr sinnvolle Zielzeitergänzungen eingegeben
werden können.
[0127] Fig. 11b ist ein Hilfsschreibsystem für viele Geräte, die über keine alphanumerische
Tastatur verfügen, bei denen aber die Verwendung von Worten und Zahlenkombinationen
große Vorteile bieten wie bei Terminuhren dieser Art. WRITE besteht aus fünf Tastern
(1), (2), (3), (4), (5), um in einer Anzeige oder unter einem Speicherwort wie "Do,
Fun, Phone" oder "IDA" Wörter- oder Zahlenkombinationen einzugeben. Zugriff auf das
Archiv hat man wie bisher über die Haupteingabe - in unserem Fall wieder die oberste
Zeile - mit dem Ziel, z.B. "Miller" zu schreiben. Steht die zu beschriftende Zeile
oben, und betätigt man eine der fünf Tasten des WRITE-Systems, erscheinen darunter
(6) das Alphabet z.B. in drei Zehnergruppen, sowie (7) die Zahlenreihe 0 bis 9.
[0128] Das erste sowie das fünfte Zeichen jeder Zehnerreihe ist zur Orientierung deutlich
gekennzeichnet. Beim Alphabet und bei der Zahlenreihe kann man so das gewünschte Ziel
- in unserem Fall das fehlende "R" mit Zehnersprüngen (erster Tastendruck der Taste
5), Fünfersprüngen (zweiter Druckpunkt bei Taste 1) und weiteren Einzelschritten von
"P" auf "R" durchführen. Möchte man hinter "Miller" z. B. noch ein Telefonnummer hinzufügen,
dann kann man mit Taste 2 zweimal "next" einen Zwischenraum einfügen und mit Taste
5 (zweiter Druckpunkt) auf die Zahlenreihe 0 bis 9 springen. Diese ist so angeordnet,
daß nach 0 bei ein- oder zweimal Drücken die 1 oder die 2 erscheint.
Beim Drücken nach der Zahl 5 erscheint bei ein- oder zweimal Drücken die 6 bzw. 7
erscheint, also durch sinnvolle Tastenbetätigung, die mit den Zahlen in Zusammenhang
steht.
[0129] Die Strukturierung des Alphabetes in Zehner- oder Fünfergruppen erleichtert die Orientierung
innerhalb des Alphabetes sehr, und das rasche Eingeben der Buchstaben ist sehr viel
leichter möglich als mit der "Scroll"-Methode.
[0130] Das Hilfsschreibsystem "Write" ist auch für Laien nach kurzer Übungszeit gut verwendbar
und kann auf der Unterseite oder Rückseite von Tischuhren etc. oder als Ausziehpanel
so angebracht werden, daß es leicht zu bedienen ist und doch nicht dominierend wirkt.
[0131] Fig. 12 zeigt einen Telephonapparat mit einer numerischen Tastatur, bei der - wie
international oft verwendet - das Alphabet in Dreiergruppen (ABC) bei den Zahlen 2
bis 9 aufgeführt ist. Diese, im deutschen Sprachraum nicht so verbreitete Version,
ermöglicht jedoch auf relativ bequeme Weise auch Wörter abzuspeichern, wodurch das
Telephon nicht nur als einfache Terminuhr sondern als komfortable, sehr differenzierte
Erinnerungsuhr gebaut werden kann.
Die wesentlichen Elemente sind folgende:
eine mehrzeilige LCD-Anzeige für die Zeit, die Zielzeiten sowie der dazugehörenden
Aktivitätsdifferenzierungen
- "W D" zum Anspringen von Wochen- und Tages-anfängen
- die (Tages)-Ziel-Zeit-Spring-Einheit (Btl-Bt6)
- "Do, Fun, Phone" und "IDA" -Einheit
- das Element "PIM" zur Differenzierung der Alarmierung
- das "NEL"-Element als Blinkeinheit.
- Die alphanumerische Telefon-Hilfstastatur
[0132] Die Kombination von Telephon und Erinnerungsuhr hat den großen Vorteil, daß man während
eines Telphongespräches spielend eine sehr differenzierte Verabredung treffen kann,
indem man die Zielzeit mit einem Finger der freien Hand eingibt und alle weiteren
Elemente aus den Modulen "Do, Fun, Phone" + "IDA" und "PIM" dazu abruft.
[0133] Fig. 13a zeigt ein einfaches Aufnahme-Steuergerät z.B. für Tonbandgeräte. Die Steuereinheit
hat neben einer 4-teiligen Anzeige drei Eingabeelemente:
(1)- das Eingabemittel "ST" für die Senderstation das hier als einfacher Taster oder
Drehknopf ausgebildet ist. Der Beginn der Tonbandaufnahme wird im Ziel-Sprung-System
(2) mittels der Zielzeittastatur (Btl-Bt6) in der bekannten Weise leicht eingestellt.
Obwohl bei diesem einfachen Steuergerät bewußt auf eine Zieltagtastatur z.B. "D W"
oder die Wochentag-Zieleinheit verzichtet wird, kann man spielend Aufnahmen während
der nächsten Tage einstellen und darstellen.
[0134] Geht man z.B. über die Tageszeitentaste(Btl) in 6-Stunden-Sprüngen morgen und dann
auf den Beginn 8:15 Uhr, wird mit "+1" morgen und mit "+2" übermorgen etc. dargestellt.
Die Programmdauer wird mit dem Programmdauerdrehschalter "PD" (3) eingegeben, wobei
in dieser einfachen Ausführung die Aufnahme-Dauer selbst nicht dargestellt wird, sondern
lediglich das Ende. Es können auf diese Weise verschiedene Aufnahmen programmiert,
mit der Taste "NEL"(4) mit der Funktion "NEXT-NEXT" (Durchblättern) dargestellt oder
auch wieder eliminiert werden. Die NEL-Taste kann durch Blinken den Aufnahmestatus
anzeigen.
[0135] Fig. 13b zeigt eine Programmieruhr z.B. für einen Videorekorder, der nach dem ähnlichen
Prinzip von Fig. 13a aufgebaut, jedoch durch zusätzliche Eingabemöglichkeiten sehr
viel komfortabler ist und eine größere Anzeige besitzt. Die Elemente sind:
(1) das Ziel-Tag-Eingabeelement (7D)mit der Möglichkeit, auch zeitlich sehr fern liegende
Programme vorzuprogrammieren,
(2) das Zielzeit-Eingabeelement (BT1-BT6)
(3) das mit Blinkleuchte versehene "NEL"-Element, welches in
(4) "Programmdauer"-Ring (PD) sitzt, so daß mit diesem Ring die Programmdauer rasch
eingestellt werden kann, ohne die "NEL"-Taste zu berühren.
(5) "ST 99" zum Anwählen von 99 Sendestationen. ST 99 ist hier als Drehknopf konzipiert,
der in zwei Ebenen arbeitet. Niedergedrückt werden durch Drehen die Zehnerzahlen aufgerufen;
ohne Druck wird durch Drehen die Einerzahl hinzugefügt. In der Anzeige erscheint jedoch
nicht nur die Nummer des Kanals sondern außerdem der Name des Senders sowie ein Hinweis
z.B. d (daily) oder w (weekly), wenn dies durch das Zielzeit-Eingabeelement programmiert
wurde.
(6) Die digitale Anzeige mit Zeit und Datum, Sender, Sendereihe (daily, weekly), Sende-Wochentag
mit Datum, Start, Ende und Programmdauer.
[0136] Fig. 14a zeigt eine Armbanduhr, auf deren Boden (Skizze I) ein Spannarm (1) angebracht
ist, den man um ca. 90°, d.h. von der Position (2) auf Position (3) spannen kann.
Und der beim Eintritt einer oder mehrerer Zielzeiten in einem oder mehreren Teilsprüngen
auf die Ausgangsposition (2) zurückspringt und hierdurch einen Erinnerungsreiz am
Handgelenk auslöst der nur vom Benützer der Uhr nicht aber in der Umgebung wahrgenommen
werden kann. Erfindungsgemäß ist dieser Spannarm in der Mitte oder außermittig am
Boden angebracht und auf der Innenseite des Bodens mit einer Aufsteckform (4) auf
das darunterliegende Sperrad (5) in der Uhr (Skizze II) aufgesteckt. Dieses Sperrad
läßt sich gegen eine Feder (6) verdrehen. Eine ankerähnliche Sperrvorrichtung (7),
die in der Achse (8) gelagert ist und einen fixen Sperrzahn (9) sowie ein Gesperre
(10) besitzt, das ebenfalls in der Achse (8) gelagert ist und durch Feder (11) niedergehalten
wird, so daß die Sperrvorrichtung in der Ruheposition das Sperrad arretiert. Die Sperrvorrichtung
ist über einen Arm mit einem Magnetkern (12) verbunden und wird mit Feder (13) in
Normalposition gehalten.
[0137] Beim Eintreten einer oder mehrerer Zielzeiten wird der elektrische Magnet (14) kurz
betätigt, wodurch sich die Sperrvorrichtung dreht, die Sperre entkuppelt, das Sperrad
sich dreht, bis es mit dem Sperrzahn (9) kurzfristig arretiert wird, bis die Feder
(13) die Sperrvorrichtung wieder in die Ausgangsposition drückt, und die Arretierung
durch das Gesperre (10) bei einem anderen Sperrzahn übernommen wird. Das Wiederaufziehen
des Spannarmes wird durch das bewegliche Gesperre (10) in der Ruheposition der Sperrvorrichtung
ermöglicht. Je nach Ausführungsart der Sperrvorrichtung und des Sperrades können z.B.
zwei Reize wie bei Fig 14b oder mehrere Reize wie bei der Blindenuhr (Fig 14c) ausgeführt
werden.
[0138] Für die Nachrüstung bei einer kunststoffverschlossenen Uhr sind Kontaktnadeln (15)
vorgesehen, die in den Magnet eingedrückt werden können. Eine andere Variante für
die Nachrüstung sieht Kontaktnadeln am Magnet vor (16), mit denen bei einer kunststoffverschlossenen
Uhr die Kontakte durch Durchstoßen des Kunststoffes hergestellt werden können.
[0139] Fig. 14b zeigt eine Armbanduhr, bei der zwei Termine eingestellt sind, und zwar mit
dem Minutenschleppzeiger auf 10:20 Uhr, ein zweiter Termin um 13:00 Uhr - angezeigt
durch die Terminschleppuhr. Das Ende des Spannarmes ist hier mit einem runden Knopf,
der z.B. als rotes Signal ausgeführt werden kann, gezeichnet. In gespanntem Zustand
ist er hinter das Armband (Position 1) gedrückt. Um 10:20 Uhr springt er in zwei ruckartigen
Bewegungen auf Position 2, die auch anzeigt, daß Energie für eine zweite Erinnerung
vorhanden ist. Um 13:00 Uhr springt dieser Spannarmknopf auf die Position 0, eine
Position, die vom Uhrbenützer sehr gut gesehen wird, und anzeigt, daß der Mechanismus
wieder aufgezogen werden sollte.
[0140] Fig. 14c zeigt eine Blindenuhr mit abtastbarer Analoguhr (1), getrennter, ebenfalls
abtastbarer Terminschleppuhr (2) und den Zielzeit-Eingabemitteln BT1-BT6 (3). Die
Symbole für die vier Taster (3) der Zielzeiten-Eingabemittel (Btl-Bt4) sind ebenfalls
deutlich als Relief ausgeführt.
[0141] Die "NEL"-Taste ist in die Einstellkrone als Druckschalter integriert. Da ein Minutenschleppzeiger
(MSZ) in der Terminstunde bei einer Blindenuhr störend wirken würde und sehr kompliziert
abzufühlen wäre, ist anstelle des Minutenschleppzeigers ein Erinnerungs-Minutenzeiger
als Spannarm an der Bodenplatte angebracht. Dieser Spannarm ist in der Skala (4) bei
der Stellung 0 in Ruheposition. Von dort aus wird er im Uhrzeigersinn über die Position
25-Minuten gespannt und hinter das Armband (5) gedrückt. 25 Minuten vor Eintreten
der Ereigniszeit springt der Spannarm hinter dem Armband hervor, geht auf die Stellung
"25-Minuten" und springt dann ruckartig z.B. alle 5 min auf die nächste Position bis
zur Ruhestellung 0.
Der Erinnerungs-Minuten-Spann-Zeiger ermöglicht so ein Vorwarnen in diskreter Weise.
Eine akustische Warnung wird erst dann eingesetzt, wenn die physischen Reize nicht
wahrgenommen werden sollten.
Da man sich an die Funktion und Position der Zielsprung-Eingabemittel Btl-Bt6 sehr
rasch gewöhnt, ist auch ein "blindes Eingeben" der Zielzeit problemlos und genauso
schnell wie beim Zuschauen.
So ist auch hier die systemübergreifende, beinahe universelle Anwendbarkeit der Zielzeit-Sprungtechnik
unter Beweis gestellt.
[0142] Fig. 15 zeigt eine Uhr z.B. für ältere Leute, die zwar geistig noch rüstig sind,
deren Sehkraft jedoch nachgelassen hat und der Umgang mit kleinen Knöpfen und Bedienungselementen
bereits Schwierigkeiten bereitet.
Einfaches und klares Ziffernblatt, breite Zeiger, große Taster, leserliche Schriften,
stark blinkende NEL-Leuchte, klare, akustische Wortwiedergabe und vor allem auch große,
mit Reliefsymbolen versehene, Zielzeit-Eingabetasten (BT1 bis BT4) sind wichtig für
die Benützung.
Vorteilhafterweise ist die Uhr mit einer Akustikeinheit ausgerüstet, die die aktuelle
Zeit, die Zeitabstände zur eingestellten Terminzeit und individuelle Sprachaufzeichnungen
wiedergibt, die modular miteinander zu sinnvollen Erinnerungsinformationseinheiten
zusammensetzbar sind.
[0143] Fig. 15b (Skizze I) zeigt eine Uhr, die neben den bekannten Anzeige- und Eingabe-Elementen
erfindungsgemäß über drei Charakteristika vefügt:
- (1) Spracheingabemittel "Speak"
- (2) Großtaster für "Sprechende Zeit"
- (3) Großtaster für "Sprechende Botschaft".
[0144] Fig. 15b (Skizze II) zeigt als Block eine solche Möglichkeit in Form von fünf verschiedenen
Satzmustern (SM). Diese beziehen sich in diesem Beispiel auf das Einnehmen von Arzneien,
wobei jedes Satzmuster z.B. aus acht Modulen besteht, die über die Module 1 und 8
mit Klängen eingeleitet und wieder beendet werden. Die Satzmodule 2, 4 und 6 können
vorprogrammiert sein. Modul 2 gibt die Uhrzeit und Modul 3 die jeweilige Differenz
zum Zielzeitpunkt oder den Zielzeitpunkt selbst. Modul 7 -hier: "Arznei einnehmen"
- wird über das Spracheingabeelement "Speak" aufgenommen, nachdem die Zeit über die
Haupteingabemittel BT1 bis BT6 und der geschriebene Text über das Eingabemittel "WRITE"
eingegeben oder aus dem Speicher abgerufen wurde.
[0145] Anstelle der einprogrammierten Module für die verschiedenen Satzmuster können diese
Module bei einer anderen Ausführungsart auch selbst zusammengestellt und mündlich
eingegeben werden, so daß anstelle einer fremden Stimme die einer nahestehenden Person
hörbar ist.
[0146] Fig. 16a zeigt einen Mini-Organizer und Rechner in Kreditkartenformat mit alphanumerischer
Tastatur. Eine rasche Termin- und Aktivitätseingabe ist aufgrund der Vielzahl und
sehr kleinen Tasten schwierig und langwierig.
[0147] Es zeigt sich, daß das Kreditkartenformat groß genug ist, um alle vier Haupt-Ziel-Sprung-Systeme("4-ZS"-Tastatur),
die Zieltage-Tastatur, die Zielzeit-Eingabemittel, die Aktivitätendifferenzierung
mit "Do, Fun, Phone" und "IDA", sowie die "MIP"-Taste einschließlich des immer hiermit
verbundenen "NEL"-Elementes nicht nur räumlich gut unterzubringen, sondern sogar in
derselben Gruppierung wie sie auch bei Großuhren sinnvoll ist.
Hiermit ist nicht nur für das Kreditkartenformat sondern gleichermaßen für den großen
Bereich der sog. "Palmtops" gezeigt, daß das Ziel-Sprung-System auch auf kleinen Raum
sehr übersichtlich und bedienerfreundlich - d.h. im Sinne der Erfindung - systemübergreifend
verwendet werden kann.
[0148] Fig. 16b zeigt einen "Organizer" ähnlich wie in Fig. 16a. Eine Lösung des Problems
der langwierigen Termineingabe, ohne die Tastatur daneben darzustellen, kann erfindungsgemäß
so gelöst werden, daß von der "4-ZS"-Tastatur lediglich die Beschriftung der Zieltag-Eingabe
am oberen Rand auf der Vorderseite (Skizze I) des "Organizers" zu sehen ist.
[0149] Die gesamte Tastatur ist auf der Rückseite und zwar spiegelbildlich (hier in der
Durchsicht, Skizze II) angebracht.
[0150] Die Umrandung der einzelnen Taster wird durch zarte Relieflinien für die Fingerspitzen
fühlbar ausgearbeitet. Hält man den Organizer z.B. in der linken hohlen Hand, so können
die Zielzeit und die Aktivitätstaster mit Zeigefinger und Mittelfinger im Durchgriff
von oben oder von unten betätigt werden.
[0151] Die Zieltag-Taste (siehe Skizze III) kann leicht und genau mit Daumen und Zeigefinger
betätigt werden.
[0152] Fig. 17a zeigt eine Zusatztastatur, die neben einem Standardkeyboard durch Anschluß
an eine serielle Computer-schnittstelle verwendet werden kann. Die Programme für diese
"4-ZS"-Tastatur sehen vor, daß sie im Prinzip nach dem Hierarchie-Zielsprung-System
organisiert sind. Somit kann die Großzahl aller Aktivitäten in kürzester Zeit mit
einem einzigen Finger abgerufen, programmiert und verwaltet werden oder ohne Zeitverzögerung
durch Eingabe eines Zusatztextes über die Normaltastatur ergänzt werden. Eine Variante
dieser sowie der nachfolgenden Tastaturen ist die, sie mit einer entsprechenden Zusatz-Hardwaresowie
Anzeigen und eigener Stromversorgung zu versehen, so daß auch bei ausgeschaltenem
Computer die Sofortbereitschaft gewährleistet ist, neue Termine in Sekundenschnelle
vorzumerken.
[0153] Fig. 17b zeigt im Prinzip dieselbe "4-ZS-Tastatur", erfindungsgemäß jedoch in Kombination
mit einer Dreitastenmaus.
[0154] Diese kann sich bei Computern bewähren, die nicht über genügend freie serielle Schnittstellen
verfügen oder für Computerprogramme, die für das Zielsprung-System jedoch unter gleichzeitiger
Verwendung der Maus konzipiert wurden.
[0155] Fig. 18a zeigt (Skizze I) eine "4 ZS"-Tastatur zum Aufbewahren im Diskettenlaufwerk,
welche in Einsteckrichtung ca. 8mm kleiner als eine normale 3,5-Zoll-Diskette ist.
Erfindungsgemäß ist die Seite der Tastatur (1), die zuerst in den Diskettenschacht
und Schienen (Skizze II) geschoben wird glatt gearbeitet und bewegt den gefederten
Auslösearm im Schachtinneren zwar bis zum Anschlag, verhindert aber, daß dieser Arm
die Arretierung der Diskettenabtaster aufhebt. Somit bleiben diese in der Ruhestellung
über der Diskette ohne beschädigt zu werden. Damit die Diskette nicht wieder aus den
Schienen (2) ausgestoßen wird, sind die Tastaturränder mit elastischen Brems-Ausbuchtungen
(3) versehen, um den Federdruck des Auslösearmes zu kompensieren.
[0156] Um sicherzustellen, daß die Tastatur nicht hinter eine eventuell schlecht montierte
Diskettenblende(4) rutscht, sind Sperrnasen (5) vorgesehen. Greifrillen (6) erleichtern
das Herausnehmen der Disketten-Tastatur aus dem Diskettenschacht.
Da der Rahmen der Tastatur (7) etwas höher als die Tastatur selbst ist, wird die Öffnungsklappe
in der Laufwerkblende hochgehalten und liegt nicht auf den Eingabe-Tastern.
Die "4-ZS"-Tastatur ist über die Kontaktschiene (8) und den Kontaktschieber (9) durch
Anschlußkabel mit der seriellen Computerschnittstelle verbindbar-Notebooks und Laptops
verfügen aus Platzmangel normalerweise über keine numerische Tastatur. Eine solche
kann - und zwar in der Größe wie bei Normalcomputern - auf der Rückseite (siehe Skizze
III) der "4-ZS"-Tastatur untergebracht werden.
Der Laufwerkschacht ist somit ein platzsparender Transportbehälter für eine oder zwei
Tastaturen.
[0157] Fig. 18b zeigt (Skizze I) eine Penmaus in Form eines besonders gestalteten dreieckigen
Stabes, der ähnlich einem dicken Bleistift in der Hand liegt. Von unten wird er durch
den Ringfinger gestützt und zwischen Mittelfinger und Daumen gehalten. Der Ringfinger
liegt in einer Ausnehmung (1) der rechten Kante, die genau gegenüber der linken Fläche
liegt, bei der der Daumen den Halte-Druck bildet. Somit ist der Zeigefinger für die
Penmaustasten (2) frei, die aus ergonometrischen Gründen schräg angeordnet und somit
leicht zu bedienen sind. Auf der rechten Seite der Dreiecksfläche ist die Zieltag-Tastatur
(3) angebracht, gegenüber an der linken (4), die Zielzeit-Tastatur, die Zielaktivitätstastatur
(Do, Fun, Phone + IDA), sowie die "PIM"- und die "NEL"-Einheit.
[0158] Das Kabel zur seriellen Schnittstelle des Computers ist dieser in dieser Ausführung
am Ende des Stabes angebracht. Das Programmieren von Zielzeiten und -aktivitäten kann
leicht auf drei Arten ausgeführt werden. Einmal mit der linken Hand während die Rechte
die Mauspen unverändert hält. Zum anderen als liegende zweiflächige Tastatur, wobei
man eine große Fertigkeit erzielt, wenn ein Finger die hochstehende Kante wie eine
Leitschiene für die anderen Finger benützt.
Bei der dritten Variante (Skizze II) wird der Termin-Stab mit der linken Hand gehalten.
Die der Tastaturfläche gegenüberliegenden Kante gleitet auf der rechten Handinnenfläche
und mit dem rechten Daumen kann sehr schnell und zielsicher programmiert werden.
Da diese multifunktionelle Maus sehr platzsparend und im Format nicht viel größer
als drei gebündelte Bleistifte ist, ist sie für Reisen mit Notebooks und Laptops gut
geeignet.
[0159] Auch bei der hier sehr ausgefallenen Form eines dreieckigen Stabes kann das Zielsprung-Termin-Eingabesystem
systemübergreifend verwendet werden.
[0160] Fig. 19a zeigt eine "4-ZS"-Nachrüst-Tastatur auf einer kräftigen Kunststoffolie(1)
mit Anschlußkabel für eine serielle Computerschnittstelle. Der untere Teil der Tastatur
(2) ist frei zum Auflegen einer Erläuerungsschablone für die 12 Funktionstasten des
Standardkeyboards. Am oberen Teil des Keyboards werden Halter (3) mittels Selbstklebefolien
angebracht und die "4-ZS"-Tastatur" hineingesteckt. Auf diese Weise kann praktisch
jedes Standardkeyboard mit der "4-ZS"-Tastatur nachgerüstet werden.
[0161] Eine zweite Ausführungsvariante dieser "4-ZS"-Nachrüsttastatur enthält eine digitale
Anzeige sowie die entsprechende Hardware und eine Ladebatterieeinheit in Stabform,
die hinter der Nachrüsttastatur an der Standardtastatur angeklebt werden kann.
Der Anschluß ist in diesem Falle über eine Verzweigung der Haupttastatur-Schnittstelle.
[0162] Fig. 19b ist eine Kombination einer Standardtastatur mit einer "4-ZS"-Tastatur als
Einheit. Wesentliche Merkmale:
2 cm freier Streifen (1) zum Auflegen der programmspezifischen Erläuterungsschablone
für die Funktionsknöpfe 1-12. Eine Montagerille (2) umgrenzt die gesamte Tastatur,
in welcher ein Leuchtband nachgerüstet werden kann, um nahende Termine oder andere
Ereignisse mit Lichtspiel anzuzeigen. Das Keyboard enthält oberhalb der numerischen
Tastatur ein Nachrüstfeld (3) zum wahlweisen Nachrüsten einer beschriftbaren z.B.
sechsteiligen Zusatztastatur oder einer "2-AT"-Uhr zur Zeit- und Terminanzeige bei
ausgeschaltetem Computer.
In einer weiteren Variante könnte auch eine LCD-Anzeige nachgerüstet werden, für die
die Stromversorgung aus einer Ladebatterie erfolgt, die an der Keyboard-Spannung angeschlossen
wird.
[0163] Fig. 19c ist ebenfalls die Kombination eines Standard-Keyboards mit dem Ziel-Sprung-System,
jedoch für Großfirmen, Institutionen und Planungsfirmen konzipiert, die sich mit mittel-und
langfristigen Projekten tagtäglich befassen.
[0164] So sind neben den normalen Elementen für die differenzierte Termineingabe vor allem
das komplette auch in Fig. 1 dargestsellte Zieltage-Zeitsprung-System mit den 3 Zielsprung-Einheiten
(10Y)(12M)(7D) integriert (siehe vergrößerte Darstellung), um direkt auf Projekte
oder Darstellungen bestimmter Jahre, Monate oder Tage zugreifen zu können.
[0165] Außerdem sind verschiedene Zusatzanzeigen (3) für Zusatzinformationen sowie sechs
bis acht Zusatztasten (4) vorgesehen, die für Planungsarbeiten frei programmier- und
beschriftbar sind. Für Leitstand-Keyboards oder industrielle Prozeß-Steuerung könnten
anstatt aus der PIM-Einheit auch Programme aus der Do-Einheit abgerufen und mit IDA-Einheit
vielfach noch ergänzt oder spezialisiert werden.