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(11) |
EP 0 599 010 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.1998 Patentblatt 1998/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.09.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B01F 13/08 |
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Doppel-Impeller zum Rühren von sterilen Flüssigkeiten
Double impeller for stirring sterile liquids.
Agitateur double pour remuer des liquides steriles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB LI NL SE |
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Priorität: |
01.10.1992 DE 4232934
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1994 Patentblatt 1994/22 |
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Patentinhaber: MAVAG VERFAHRENSTECHNIK AG |
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CH-8852 Altendorf (CH) |
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Erfinder: |
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- Meier, Hans Peter
CH-8645 Jona (CH)
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Vertreter: Vonnemann, Gerhard, Dr.-Ing. et al |
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Dr. Vonnemann & Partner,
An der Alster 84 20099 Hamburg 20099 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 360 767 GB-A- 2 151 937
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EP-A- 0 399 972 US-A- 5 061 079
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- SOVIET PATENTS ABSTRACTS Section Ch, Week 9101, 20. Februar 1991 Derwent Publications
Ltd., London, GB; Class J02, AN 91-005713 & SU-A-1 563 745 (YASENCHUK)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem am Behälterboden (4) angeordneten
Impeller zum Rühren, insbesondere von sterilen Flüssigkeiten, bestehend aus einem
Impellerkopf (2) mit einem an diesem angeordneten Ruhrwerkzeug und einer dem Behälterboden
(4) zugewandten unteren Öffnung zur Aufnahme eines Zapfens (6) in einem zentralen
Hohlraum (15), wobei der Impeller berührungslos, induktiv oder magnetisch, antreibbar
ausgebildet ist.
[0002] Ein derartiger Impeller ist zum Beispiel aus dem amerikanischen Patent 4,993,841
und der EP-A1 0 399 972 bekannt. Die Impeller weisen eine Vielzahl von sich radial
nach außen erstreckende Rührblätter als Rührwerkzeuge auf. Im eingebauten Zustand
wird im Behälter eine Strömung erzeugt, die in der Behälterflüssigkeit eine strudelartige
Strömung mit dem Impeller als Mittelpunkt bewirkt. Oberhalb des Impeller bildet sich
also ein Unterdruck, der durch den Sog die Oberfläche der Flüssigkeit sich kegelförmig
in Richtung des Impellers ausstülpen läßt. Der in diesem Bereich herrschende Unterdruck
ist unerwünscht, da er den Gaseintrag in die Flüssigkeit begünstigt und bei einigen
Flüssigkeiten Schaum entstehen läßt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine andere Strömung im Behälter zu erzeugen, die darüber
hinaus eine verbesserte Misch- und Rührwirkung aufweist.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Rührwerkzeug als Propeller ausgebildet ist,
der eine vom Behälterboden weg nach oben gerichtete Strömung erzeugende Drehrichtung
aufweist, und im nahe dem Behälterboden angeordneten unteren Bereich zusätzlich strömungserzeugende
Flächen vorgesehen sind, die eine von der vom Propeller bewirkten Strömung abweichend
gerichtete Strömung nach unten oder seitlich entstehen lassen. Die im Zentrum vorhandene
Unterdruckzone wird durch die vom Propeller erzeugte, nach oben gerichtete Strömung
mehr als kompensiert, so daß ein unerwünschter Gaseintrag vermieden wird. Effekte
der Schaumbildung werden vermindert. Durch die im unteren Bereich entgegengesetzte
Strömung werden die axialen Kräfte des Propellers teilweise kompensiert. Die Lebenserwartung
der Lager wird vorteilhaft erhöht.
[0005] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die unteren strömungserzeugenden
Flächen als Flügel am Impeller ausgebildet sind. Je nach Anstellung und Größe der
Flügel können die auf den Impeller wirkenden Axialkräfte fast vollständig kompensiert
werden.
[0006] In anderer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die unteren strömungserzeugenden
Flächen als turbinenartig ausgebildete untere Stirnfläche des Impellers ausgebildet
sind. Auch bei geringen Füllhöhen wird die Rührwirkung hierdurch aufrechterhalten.
[0007] Die Maßnahme, daß zwischen zentralem Hohlraum und der äußeren Oberfläche mindestens
eine verbindenden Leitung vorgesehen ist, dient dazu, den inneren Hohlraum des Impellers
ständig mit Flüssigkeit zu spülen, was die Reinigung des Impeller erleichtert.
[0008] Die beste Rührwirkung wird erzielt, wenn der Propeller einen Abstand zur unteren
Impellerstirnfläche aufweist, der dem einfachen bis zweifachen des Propellerdurcbmessers
entspricht, vorzugsweise dem 1½-fachen entspricht.
[0009] Die Erfindung wird in Zeichnungen beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten
den Zeichnungen zu entnehmen sind. Die Zeichnungen zeigen im einzelnen:
- Fig. 1
- einen Axialschnitt durch einen erfindungsgemäßen Doppel-Impeller mit turbinenartig
ausgebildeter unterer Stirnfläche,
- Fig. 2
- einen Horizontalschnitt entsprechende Schnittlinie II-II in Figur 1,
- Fig. 3
- einen Axialschnitt durch einen erfindungsgemäßen Doppel-Impeller mit Flügeln im unteren
Bereich und
- Fig. 4
- einen Horizontalschnitt entsprechend Schnittlinie IV-IV in Figur 3.
[0010] In Figur 1 bezeichnet 1 die Antriebswelle einer nicht weiter detaillierten Antriebseinheit
eines Impellerkopfes 2, der an einem Wellenstummel 20 als Rührwerkzeug einen Propeller
mit mehreren Propellerblättern 3 trägt. Der Impellerkopf 2 ist im unteren Teil eines
Behälters angeordnet, dessen untere Behälterwandung 4 in unterbrochener Linienführung
dargestellt ist. In diese Wandung ist ein Montageflansch 5 eingeschweißt, der zum
Inneren des Behälters weisend einen Zapfen 6 aufweist und innen hohl ausgeführt ist.
In diesen Hohlraum des Zapfens 6 ragt die Antriebswelle 1 hinein, die an ihrem oberen
Ende eine mit mehreren Permapentmagneten bestückte Magnetscheibe 7 drehfest trägt.
[0011] Der Montageflansch 5 ist meist aus nicht-magnetischem Stahl gefertigt. Der obere
Teil des Zapfens 6 ist als zylindrische Sitzfläche 8 eines Lagers 9 geformt. Lager
9 dient zur drehbaren Fixierung des Impellerkopfes 2 mit eingedrehter Sitzfläche 10.
Im Inneren des Impellerkopfes 2 sind der Magnetscheibe 7 gegenüberliegend eine Anzahl
entgegengesetzt polarisierter Permanentmagnete 11 angeordnet, so daß sich durch die
magnetischen Kräfte zwischen Magnetscheibe 7 und dem Permanentmagneten 11 berührungsfrei
ein Drehmoment von Antriebswelle 1 auf Impellerkopf 2 übertragen läßt.
[0012] Die untere Stirnfläche 12 des Impellers 2 ist durch entsprechend eingefräste Nuten
13 so geformt, daß sich bei Drehen des Impellerkopfes 2 ein Pumpeffekt ergibt.
[0013] Figur 2 zeigt einen horizontalen Schnitt des Impellerkopfes gemäß Schnittlinie II-II
in Figur 1, wobei die behälterseitigen Teile der Übersicht halber nicht dargestellt
sind. In unterbrochener Linienführung sind die Nuten 13 gezeigt. Durch die einem Schaufelrad
ähnelnde Anordnung der Nuten 13 ergibt sich bei Drehung des Impellerkopfes 2 in Pfeilrichtung
14 ein Pumpeffekt, der eine aus Hohlraum 15 des Impellerkopfes 2 nach außen gerichtete
Strömung erzeugt, die durch Pfeile 16 angedeutet ist. Ergänzt wird die aus dem zentralen
Hohlraum 13 abgesaugte Flüssigkeit durch die den Hohlraum 15 mit der Oberfläche 19
des Impellerkopfes 2 verbindende Leitung 17.
[0014] Die Propellerblätter 3 sind so angestellt, daß sich beim Drehen des Impellerkopfes
infolge der Rührkräfte eine nach unten gerichtete Axialkraft ausbildet als Reaktionskraft
einer senkrecht nach oben gerichteten Strömung.
[0015] Durch die als Pumpenlaufrad ausgebildete untere Fläche 12 des Impellerkopfes 2 wird
bei einem Antrieb in Pfeilrichtung 14 ein Unterdruck in Hohlraum 15 erzeugt, der eine
zusätzliche Axialkraft bewirkt, die ebenfalls nach unten gerichtet ist. Sind jedoch
zusätzliche Flügel 18 am Impellerkopf 2 angebracht, deren Anstellung bei Drehen des
Impellers in Pfeilrichtung 14 so gewählt ist, daß daraus eine zusätzliche nach unten
gerichtete Strömung erzeugt wird, so werden die Axialkräfte der Propellerblätter 3
teilweise kompensiert und eine besonders intensive Rühr- und Mischwirkung in der Behälterflüssigkeit
erreicht, ohne die Lebenserwartung der Lager nachteilig zu beeinflussen.
[0016] Die turbinenartige Ausgestaltung der unteren Stirnfläche 12 des Impellers sowie die
Flügel 18 im unteren Bereich des Impellers können auch in ihrer Wirkung kombiniert
werden.
[0017] Dadurch ergibt sich ein Impellerkopf mit besonders intensiver Ruhr- und Mischwirkung,
der auch bei niedrigen Füllhöhen unterhalb des Niveaus der Propellerflügel noch eine
Rührwirkung aufweist. Außerdem ist er durch seine selbstreinigende Konstruktion besonders
für den biotechnologischen Einsatz, z.B. in Fermentern, geeignet. In derartigen Einsatzfeldern
bewährt sich auch das erzeugte andersgeartete Strömungsfeld, weil die Konstruktion
der Schaumbildung entgegenwirkt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0018]
- 1
- Antriebswelle
- 2
- Impellerkopf
- 3
- Propellerblätter
- 4
- Behälterwandung
- 5
- Montageflansch
- 6
- Zapfen
- 7
- Magnetscheibe
- 8
- Sitzfläche
- 9
- Lager
- 10
- Sitzfläche
- 11
- Permanentmagnet
- 12
- untere Fläche
- 13
- Nuten
- 14
- Pfeilrichtung
- 15
- Hohlraum
- 16
- Pfeile
- 17
- verbindende Leitung
- 18
- Flügel
- 19
- äußere Oberfläche
- 20
- Wellenstummel
1. Behälter mit einem am Behälterboden (4) angeordneten Impeller zum Rühren, insbesondere
von sterilen Flüssigkeiten, bestehend aus einem Impellerkopf (2) mit einem an diesem
angeordneten Rührwerkzeug und einer dem Behälterboden (4) zugewandten unteren Öffnung
zur Aufnahme eines Zapfens (6) in einem zentralen Hohlraum (15), wobei der Impeller
berührungslos, induktiv oder magnetisch, antreibbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerkzeug (3) als Propeller ausgebildet ist, der eine vom Behälterboden
(4) weg nach oben gerichtete Strömung erzeugende Drehrichtung aufweist, und im nahe
dem Behälterboden angeordneten unteren Bereich zusätzlich strömungserzeugende Flächen
vorgesehen sind, die eine von der vom Propeller bewirkten Strömung abweichend gerichtete
Strömung nach unten oder seitlich entstehen lassen.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren strömungserzeugenden Flächen als Flügel (18) am Impeller ausgebildet
sind.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren strömungserzeugenden Flächen als turbinenartig ausgebildete untere
Stirnfläche (12) des Impellers ausgebildet ist.
4. Behälter nach Anspruch 1, 2 oder 3,. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zentralem Hohlraum (15) und der äußeren Oberfläche (19) mindestens eine
verbindende Leitung (17) vorgesehen ist.
5. Behälter nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Propeller (3) einen Abstand zur unteren Impellerstirnfläche (12) aufweist,
der dem einfachen bis zweifachen des Propellerdurchmessers entspricht, vorzugsweise
dem 1½-fachen entspricht.
1. Container having an impeller disposed at the container base (4) for stirring, in particular,
sterile liquids, comprising an impeller head (2) having a stirring tool disposed thereon
and a bottom opening directed towards the container base (4) for receiving a journal
(6) in a central cavity (15), the impeller being drivable without contact, inductively
or magnetically, characterized in that the stirring tool (3) is designed as a propeller,
which has a direction of rotation generating an upward flow away from the container
base (4), and provided in the bottom region disposed near the container base are additionally
flow-generating surfaces which produce a downward or lateral flow in a different direction
to the flow generated by the propeller.
2. Container according to claim 1, characterized in that the bottom flow-generating surfaces
take the form of wings (18) on the impeller.
3. Container according to claim 1 or 2, characterized in that the bottom flow-generating
surfaces take the form of a turbine-like bottom end face (12) of the impeller.
4. Container according to claim 1, 2 or 3, characterized in that at least one connecting
line (17) is provided between central cavity (15) and the outer surface (19).
5. Container according to claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the propeller (3)
is at a distance from the bottom end face (12) of the impeller which corresponds to
one to two times, preferably one and a half times, the propeller diameter.
1. Cuve avec un impulseur disposé sur le fond de la cuve (4) pour agiter, notamment des
liquides stériles, constituée d'une tête d'impulseur (2) avec un mobile d'agitation
disposé sur lui et un orifice inférieur dirigé vers le fond de la cuve (4) pour recevoir
un tourillon (6) dans un espace vide (15) central, où l'impulseur est constitué pour
être entraîné sans contact par induction ou magnétiquement,
caractérisée en ce que
le mobile d'agitation (3) est en forme d'hélice qui présente un sens de rotation tel
qu'il produit un écoulement dirigé du fond de la cuve (4) vers le haut et à proximité
du fond de la cuve on prévoit des surfaces provoquant un écoulement supplémentaire
dans le domaine inférieur à proximité du fond, qui réalisent un écoulement différent
de celui de l'hélice, dirigé vers le bas ou latéralement.
2. Cuve selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les surfaces inférieures produisant un écoulement sont réalisées sous forme d'ailettes
(18) sur l'impulseur.
3. Cuve selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les surfaces inférieures produisant un écoulement sont en forme de turbine réalisée
à la surface frontale inférieure (12) de l'impulseur.
4. Cuve selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisée en ce qu'
entre l'espace vide central (15) et la surface extérieure (19) se trouve au moins
une conduite de liaison (17).
5. Cuve selon la revendication 1, 2, 3 ou 4,
caractérisée en ce que
l'hélice (3) présente un intervalle avec la surface frontale inférieure (12) qui correspond
à une à deux fois le diamètre de l'hélice, de préférence 1,5 fois.

