[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Abstützteil für Glasscheiben von Fenstern, Türen
od.dgl., das im wesentlichen als Platte ausgebildet ist, deren Unterseite auf einer
Rahmenfläche aufliegt, deren Oberseite die Verglasung od.dgl. abstützt, und die mindestens
eine aus der Plattenebene glasseitig federnd vorspringende, quer zu einer Plattenlängskante
gerichtete Wölbung aufweist, die allseitig durchbrechungsfrei mit der Platte über
einen zumindest an einer Wölbungskante nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt verbunden
ist.
[0002] Ein Abstützteil mit den vorgenannten Merkmalen ist aus dem Deutschen Gebrauchsmuster
91 08 808 bekannt. Die bekannte Wölbung erstreckt sich quer zur Platte von einer Längskante
zur anderen. Wenn die abzustützende Verglasung eine Isolierglasscheibe ist, werden
deren beide Glasscheiben von einer einzigen Wölbung beaufschlagt, und zwar bei der
üblicherweise vorhandenen Anpassung der Breite des Abstützteils an die Isolierglasscheibe
von längskantennahen Wölbungsbereichen. Die längskantennahen Wölbungsbereiche springen
von der Plattenoberseite aus weniger weit vor, als der dazwischen gelegene mittlere
Wölbungsbereich. Dieser am weitesten vorspringende mittlere Wölbungsbereich wäre am
ehesten geeignet, direkt auf die Verglasung zu drücken, und zwar mit der durch die
konstruktive Auslegung des Abstützteils vorgesehenen Kraft. Der am weitesten vorspringende
mittlere Wölbungsbereich ist auch am ehesten geeignet, einen größeren Abstand zwischen
der Oberseite des Abstützteils und der Verglasung zu überbrücken, wenn ein solcher
aufgrund der gegebenen Bautoleranzen vorhanden ist oder sich etwa im Laufe der Handhabung
von Fensterrahmen und Verglasung einstellt, etwa während des Einbaus der Verglasung
in den Fensterrahmen. Das bekannte Abstützteil muß daher so ausgelegt werden, daß
auch noch die kantennahen Wölbungsbereiche die von der Konstruktion her erforderlichen
Klemmkräfte aufbringen und Distanzen überbrücken kann. Das bedeutet eine vergleichsweise
überdimensionierte Ausgestaltung des bekannten Abstützteils im Bereich der vorspringenden
Wölbung. Insoweit ist dieses bekannte Abstützteil noch verbesserungsfähig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abstützteil mit den eingangs genannten
Merkmalen so zu verbessern, daß es vorteilhaft im Hinblick auf längskantenseitig aufsitzende
Glasscheiben ausgebildet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Platte nahe jeder Längskante mindestens
eine federnd vorspringende Wölbung aufweist, deren quer zur Plattenlängskante gemessene
Wölbungslänge kleiner als die halbe Plattenbreite ist.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß das Abstützteil im Hinblick auf eine gezielte
Abstützung der Glasscheiben einer Isolierglasscheibe besser ausgebildet wird. Infolge
der Anordnung einer Wölbung nahe einer Plattenlängskante ist gewährleistet, daß sich
die Glasscheibe auf der üblicherweise direkt benachbarten maximalen Wölbung abstützt.
Daher ist ein optimaler Klemmeffekt gesichert, und zwar auch dann, wenn der infolge
der Bautoleranzen vorhandene Abstand zwischen dem Abstützteil und der Isolierglasscheibe
im Bereich der betroffenen Wölbung etwas größer sein sollte, als an sich vorgesehen.
Infolge der geringen Wölbungslänge ist die Wölbung bei herkömmlicher Ausbildung auch
steifer. Sie kann daher tragfähiger bzw. klemmkräftiger ausgebildet werden. Nicht
zuletzt ist das Abstützteil bzw. deren Wölbung auch haltbarer, weil letztere spezieller
auf die Belastungsaufgaben abgestimmt werden kann, nämlich auf die Abstützung einer
einzigen Glasscheibe.
[0006] Vorteilhafterweise wird das Abstützteil so ausgebildet, daß es nahe jeder Plattenlängskante
zwei federnd vorspringende Wölbungen aufweist, und daß eine Wölbung einer Längskante
und eine Wölbung der anderen Längskante denselben Abstand von einer Stirnkante der
Platte haben. Es wird also eine Doppelabstützung jeder Glasscheibe einer Isolierglasscheibe
vorgesehen. Insgesamt wird jede Glasscheibe einer Isolierglasscheibe doppelt abgestützt.
Die doppelte Abstützung jeder Glasscheibe gewährleistet infolge der Bildung zweier
Klemmstellen doppelte Sicherheit. Die symmetrische Anordnung aller Wölbungen trägt
dazu bei, daß Zweifel über die richtige Einbaulage nicht aufkommen können. Eine vorteilhafte
Ausgestaltung des Abstützteils ist gegeben, wenn an der Plattenunterseite nahe jeder
Längskante zwei längskantenparallele Abstützstege mit Abstand zueinander angeordnet
sind, und wobei die Wölbungslänge etwa gleich dem Abstand der Abstützstege voneinander
ist. Es herrscht dann eine vollständige Freizügigkeit bei der Ausbildung der Wölbungen
trotz des Vorhandenseins der parallelen Abstützstege auf der Plattenunterseite.
[0007] Sofern die vorbeschriebenen Abstützstege an der Plattenunterseite in Abständen durch
Querstege miteinander verbunden sind, wird eine Ausgestaltung des Abstützteils bevorzugt,
bei dem die Wölbungen in Bezug auf zwischen den Abstützstegen vorhandene Querstege
mit Abstand zu letzteren angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich die erforderliche
Freiheit bei der Ausbildung der Wölbungen in deren seitlicher Richtung, also in Längsrichtung
des Abstützteils. Insbesondere kann die Breite der Wölbungen in diesen Richtungen
frei gewählt werden, ohne durch die Ausbildung der Abstützstege der Plattenunterseite
beeinträchtigt zu sein.
[0008] Eine besondere Ausgestaltung eines Abstützteils, welche nicht notwendigerweise die
vorbeschriebenen Merkmale der Wölbung bzw. der Wölbungen der Platte aufweisen muß
und auch überhaupt keine Wölbungen aufzuweisen braucht, ist dadurch gekennzeichnet,
daß an der Plattenunterseite längskantenparallele Abstützstege und diese miteinander
verbindende, gleich hohe Querstege angeordnet sind, und daß der Abstand zwischen den
beiden der Längsachse benachbarten, längskantenparallelen Abstützstegen größer ist,
als die Summe der Abstände zwischen dem längskantennächsten und dem letzterem benachbarten
Abstützsteg. Die auf der Plattenunterseite vorhandenen Abstützstege bilden ein Gitter,
welches einen beträchtlichen Materialaufwand darstellt. Bei den bekannten Abstützteilen
bzw. Gitterklötzen erstreckt sich dieses Gitter gleichförmig über die gesamte Breite
und über die gesamte Länge des Abstützteils. Um die Masse der Abstützteile zu reduzieren,
also die beim Spritzgießen erforderliche Kunststoffmasse, wird durch die neue Ausgestaltung
des Abstützteils dafür gesorgt, daß die gitterförmige Ausgestaltung im wesentlichen
nur im Bereich der Plattenlängskanten des Abstützteils vorhanden sind. Hier sind die
Belastungen durch die Glasscheiben einer Isolierglasscheibe am größten. In der Mitte
zwischen den Längskanten wird ein weiterer längskantenparalleler Abstützsteg weniger
benötigt. Es ergibt sich daher die vorteilhafte Möglichkeit, daß Abstützteil im wesentlichen
wie vorbeschrieben zu dimensionieren, also mit einem breiten, längsabstützstegfreien
Bereich.
[0009] Des weiteren bezieht sich die Erfindung auf ein Abstützteil für Glasscheiben von
Fenstern, Türen od.dgl., das im wesentlichen als Platte ausgebildet ist, deren Unterseite
auf einer Rahmenfläche aufliegt und deren Oberseite die Verglasung od.dgl. abstützt
sowie mindestens eine aus der Plattenebene glasseitig federnd vorspringende Wölbung
aufweist, die allseitig durchbrechungsfrei mit der Platte über einen zumindest an
einer Wölbungskante nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt verbunden ist. Auch ein derartiges
Abstützteil, das aus dem Deutschen Gebrauchsmuster 91 08 808 bekannt ist, läßt sich
hinsichtlich der Wirkung seiner Wölbungen im Sinne der oben genannten Aufgabenstellung
verbessern. Eine solche Verbesserung wird dadurch erreicht, daß die Platte unterseitig
mindestens einen sich über die gesamte Plattenbreite erstreckenden rahmenseitig geschlossenen
Querschlitz und/oder eine sich über die gesamte Plattenbreite erstreckende rahmenseitig
offene Quernut aufweist, die mit der parallel zu den Längskanten orientierten Wölbung
den nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt bildet bzw. bilden. Bei dem vorgenannten
Abstützteil ist von Bedeutung, daß sich dessen Wölbung parallel zu den Längskanten
orientiert. Die Wölbung kann infolgedessen vorteilhafterweise so ausgestaltet werden,
daß ihre Querschnitte bzw. Schnitte durch die Wölbung quer zu den Längskanten stets
gleiche Wölbungshöhe in Relation zur Isolierglasscheibe haben. Es spielt infolgedessen
keine Rolle, an welcher Stelle einer Wölbung die Isolierglasscheibe bzw. ihre beiden
Glasscheiben auf das Abstützteil drücken. Stets wird die maximale Wölbung des Abstützteils
beaufschlagt. Die Wölbung eines Abstützteils kann auch vergleichsweise robust ausgebildet
werden, so daß sich entsprechend starke Klemmkräfte erzielen lassen. Im Falle einer
rahmenseitig offenen Quernut kann eine starke Beaufschlagung der Wölbung zu einer
geringfügigen Längung des Abstützteils führen, wobei durch die Längung die spezifische
Materialbeanspruchung im nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt klein gehalten werden
kann. Für demgegenüber noch weiter wesentlich erhöhte Klemmkräfte empfiehlt sich die
Ausbildung des Abstützteils mit dem rahmenseitig geschlossenen Querschlitz, wobei
die im Bereich des Querschlitzes vorhandene rahmenseitige Auflagefläche des Abstützteils
dessen Versteifung bewirkt.
[0010] Zweckmäßigerweise hat die Wölbung einen ebenen Querschlitz- oder Nutenboden. Es ergibt
sich eine im wesentlichen sektorförmige Querschnittsgestaltung bei einem plattenlängskantenparallelen
Schnitt durch das Abstützteil. Der Wölbungskantenabschnitt erstreckt sich über die
gesamte zwischen den Plattenlängskanten vorhandene Breite des Abstützteils in gleicher
baulicher Ausgestaltung.
[0011] Um eine symmetrische Ausgestaltung des Abstützteils zu erreichen, bei der insbesondere
auch kein Zweifel über die Anordnung des Abstützteils auf der Rahmenfläche besteht,
wird das Abstützteil so ausgebildet, daß je eine Wölbung einer Stirnkante benachbart
ist.
[0012] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Abstützteils,
- Fig.2
- eine Aufsicht des Ausführungsbeispiels der Fig.1,
- Fig.3
- eine Seitenansicht des Abstützteils der Fig.2 in Richtung A,
- Fig.4
- eine Unteransicht des Abstützteils der Fig.2,
- Fig.5
- eine Seitenansicht der Stirnseite des Abstützteils in Richtung B der Fig.4,
- Fig.6
- eine Unteransicht eines weiteren Abstützteils, und
- Fig.7,8
- perspektivische Ansichten weiterer Abstützteile.
[0013] Die in den Figuren dargestellten Abstützteile 10 bis 13 bestehen im wesentlichen
aus je einer Platte 14, die jeweils eine geschlossene bzw. durchbrechungsfreie Oberseite
16 hat, und deren Unterseite 15 den unterschiedlichen Erfordernissen entsprechend
ausgebildet ist.
[0014] Das Abstützteil der Fig.1 bis 5 ist eine Klotzbrücke, die an ihrer Unterseite 15
mehrere Abstützstege 23,23' hat, die längskantenparallel angeordnet sind. Die längskantennächsten
Abstützstege 23 schließen außenseitig bündig mit der Längskante 17 ab. Die zu diesen
Abstützstegen 23 parallelen Abstützstege 23' sind im Abstand sa angeordnet und bilden
im Bereich der Stirnkanten 22 Einlauftrichter 30, die durch einen Wasserdurchtrittskanal
31 miteinander verbunden sind, so daß beispielsweise durch Kondensation anfallendes
Wasser durch das Vorhandensein einer Klotzbrücke nicht am Abströmen gehindert wird.
Die Längsstege 23,23' sind parallel und symmetrisch zur Längsachse 26 ausgebildet.
Die Konstruktion des Abstützteils 10 wird durch Querstege 24 versteift, welche die
Längsstege 23,23' miteinander verbinden.
[0015] Um das Abstützteil 10 zwischen einer Rahmenfläche eines Fensterrahmens od.dgl. einerseits
und einer Verglasung des Fensters andererseits festsetzen zu können, wodurch die Verglasung
innerhalb des Fensterrahmens ordnungsgemäß abgestützt wird, sind in der Platte 14
des Abstützteils 10 Wölbungen 18, 18' vorhanden. Die Wölbungen 18,18' sind insgesamt
nachgiebig, so daß sie von einer auf ihnen ruhenden Verglasung zusammengedrückt werden.
Die Fig.3,5 zeigen den Vorsprung der Wölbungen 18 in nicht durch eine Verglasung komprimiertem
Zustand und es ist ersichtlich, daß ihr Überstand 32 z.B. 1,5 mm betragen kann und
damit genügend groß ist, um Bautoleranzen auszugleichen und erforderliche Klemmkräfte
zu erzeugen.
[0016] Die Wölbungen 18,18' sind so ausgebildet, daß sie quer zur Längsachse 26 des Abstützteils
10 orientiert sind. Diese Orientierung hat den Vorteil, daß das Abstützteil 10 unter
Druckanwendung zwischen den Rahmen und die Verglasung geschoben werden kann, ohne
daß eine scharf vorspringende Kante einer Wölbung 18,18' dieses Einschieben behindern
könnte, indem sie an einer Kante der Verglasung festhakt. Um die Nachgiebigkeit der
Wölbung 18,18' zu erreichen, ist diese mit zwei nachgiebigen Wölbungskantenabschnitten
21 verbunden, die einander diametral gegenüberliegen und sich quer zur Längsachse
26 erstrecken. Die spezielle Ausbildung solcher Wölbungskantenabschnitte 21 kann beispielsweise
dem Deutschen Gebrauchsmuster 91 08 808 entnommen werden.
[0017] Im Abstützteil 10 ist die spezielle Anordnung der Wölbungen 18,18' so getroffen,
daß jeder Längskante 17 zwei federnd vorspringende Wölbungen 18 oder 18' benachbart
angeordnet bzw. zugeordnet sind. Alle vier Wölbungen 18,18' sind symmetrisch zueinander
angeordnet, also bezogen auf die Längsachse 26 und quer dazu. Ihre Wölbungslänge wl,
die quer zur Längsachse 26 gemessen wird, entspricht etwa dem Abstand sa zweier längskantenparalleler
Abstützstege 23,23'. Damit ist die Wölbungslänge wl kleiner als die halbe Plattenbreite
pb. Durch diese Bemessung kann der gesamte Abstand sa zwischen den Stegen 23,23' zur
Ausbildung der Wölbungen 18,18' ausgenutzt werden, wobei zu beachten ist, daß die
Werkstoffdicke im Bereich der Wölbungen 18,18' infolge der erforderlichen Nachgiebigkeit
der Wölbungskantenabschnitte 21 und der Elastizität der Wölbung 18, 18' jeweils kleiner
ist, als die Dicke der Platte 14.
[0018] Die Anordnung der Wölbungen 18,18' von den Stirnkanten 22 weist den Abstand a auf,
der im Falle der Ausbildung gemäß den Fig.1 bis 5 so bemessen ist, daß die Wölbungen
18,18' nicht im Bereich der Trichter 30 angeordnet sind. Außerdem sind die Wölbungen
18,18' in einem Abstand wa von einem benachbarten Quersteg 24 angeordnet, wobei dieser
Abstand wa gewährleistet, daß die Funktion der Wölbung 18,18' nicht beeinträchtigt
wird.
[0019] Fig.6 zeigt die Unterseite eines Abstützteils 11, welches ebenfalls mit Wölbungen
18 versehen ist, die sich jedoch über die gesamte Breite pb erstrecken. Die Besonderheit
dieses Abstützteils 11 ist seine durchweg gitterartige Struktur der Unterseite 15
der Platte 14, weswegen dieses Abstützteil 11 als Gitterklotz bezeichnet werden kann.
Bei einem derartigen Gitterklotz ist also kein längsdurchlaufender Kanal vorhanden.
Vielmehr bilden Längsstege 23,23' und Querstege 15 ein über die gesamte Plattenbreite
pb geschlossenes Gitter. Die Besonderheit dieses Gitters, dessen Stege alle gleich
hoch ausgebildet sind und damit der Abstützung auf der Rahmenfläche dienen, besteht
darin, daß der Abstand sa zwischen den einer Längskante 17 benachbarten längskantenparallelen
Abstützstegen 23,23' in eine bestimmte Relation zu dem Abstand sb derjenigen beiden
Abstützstege 23' gesetzt ist, die der Längsachse 26 benachbart sind. Die Summe der
Abstände sa ist nämlich kleiner, als der Abstand sb zwischen den Stegen 23'. Dadurch
wird ein spezielles Gitter ausgebildet, dessen Tragfähigkeit im Bereich der Längskanten
17 besonders groß ist. Andererseits ergibt sich daraus eine entsprechende Materialeinsparung
in demjenigen Bereich der Längsachse, der keine Längsstege aufweist.
[0020] Die Fig.7,8 zeigen Ausgestaltungen von Abstützteilen 12, 13, die sich von den Ausbildungen
der vorbeschriebenen Abstützteile 10,11 erheblich unterscheiden. Insbesondere ist
von Bedeutung, daß beide Abstützteile 12,13 Wölbungen 19 aufweisen, die in Längsrichtung
der Abstützteile orientiert sind. Andererseits erstrecken sich die Wölbungen 19 über
die gesamte Plattenbreite pb. Die Ausbildung der Wölbungen 19 ist aber dergestalt,
daß quer zur Längserstreckung der Abstützteile 12, 13 keine Wölbungen vorhanden ist.
Querschnitte des Abstützteils im Wölbungsbereich ergeben also gleiche Höhen bzw. Plattendicken
im gesamten Breitenbereich der Abstützteile 12,13. Es wird damit gewährleistet, daß
die Verglasung unabhängig von ihrer relativen Positionierung in Bezug auf das Abstützteil
12,13 jeweils in gleichem Maße durch die Wölbung 19 beaufschlagt wird bzw. letztere
zusammendrückt, so daß die Klemmkräfte jeweils gleich groß sind.
[0021] Die Wölbungen 19 sind jeweils so ausgestaltet, daß sie etwa einen sektorförmigen
Querschnitt aufweisen. Infolgedessen wird ihr nachgiebiger Wölbungskantenabschnitt
21 dort angeordnet, wo die Wölbung 19 in die ungewölbte Platte 14 übergeht. Diese
Wölbungskantenabschnitte 21 erstrecken sich über die gesamte Plattenbreite pb.
[0022] Die Wölbungskantenabschnitte 21 setzen eine ausreichende Schwächung der Plattendicke
14 voraus, also eine Nut 27 oder ein Schlitz 28. Die Nut 27 ist eine Quernut, die
sich über die gesamte Plattenbreite pb erstreckt. Die Schwächung der Plattendicke
bzw. die Tiefe der Quernut 27 ist so groß, daß die Wölbungskante im Bereich ihres
Abschnitts 21 kleiner ist, als die maximale Wölbungsdicke. Der Nutenboden 29 des Querschlitzes
27 ist eben. Dasselbe gilt auch für den Querschlitz 28, die einen rahmenseitig verschließenden
Plattenboden 33 hat. Der Plattenboden 33 ist überall gleich dick, so daß infolge des
ebenen Nutenbodens 29 ein rechteckiger Querschnitt des Querschlitzes 28 entsteht.
[0023] Infolge des Plattenbodens 33 ist das Abstützteil 13 insgesamt geringfügig steifer,
als das Abstützteil 12. Das Abstützteil 13 kann größere Klemmkräfte aufzubringen.
[0024] Die Unterseite 15 der Abstützteile 12,13 kann zweckmäßig ausgebildet werden. Denkbar
ist eine Ausbildung gemäß Fig.4 oder Fig.6, wobei die Stege 23,23' in den Bereichen
der Wölbungen 19 entfallen müssen, um deren Nachgiebigkeit zu gewährleisten.
[0025] Die Wölbungen 19 sind in beiden Abstützteilen 12,13 der Fig.7,8 den Stirnkanten 22
benachbart angeordnet. Jedes Abstützteil 12,13 hat also zwei Wölbungen 19. Es liegt
eine entsprechend symmetrische Ausbildung vor, kombiniert mit entsprechend verdoppelter
Klemmkraft, nämlich gegenüber einem Abstützteil mit einer einzigen Wölbung 19.
1. Abstützteil (10 bis 13) für Glasscheiben von Fenstern, Türen od.dgl., das im wesentlichen
als Platte (14) ausgebildet ist, deren Unterseite (15) auf einer Rahmenfläche aufliegt,
deren Oberseite (16) die Verglasung od.dgl. abstützt, und die mindestens eine aus
der Plattenebene glasseitig federnd vorspringende, quer zu einer Plattenlängskante
(17) gerichtete Wölbung (18,18') aufweist, die allseitig durchbrechungsfrei mit der
Platte (14) über einen zumindest an einer Wölbungskante (20) nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt
(21) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (14) nahe jeder Längskante (17) mindestens eine federnd vorspringende
Wölbung (18, 18') aufweist, deren quer zur Plattenlängskante (17) gemessene Wölbungslänge
(wl) kleiner als die halbe Plattenbreite (pb) ist.
2. Abstützteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es nahe jeder Plattenlängskante (17) zwei federnd vorspringende Wölbungen (18
oder 18') aufweist, und daß eine Wölbung (18) einer Längskante (17) und eine Wölbung
(18') der anderen Längskante (17) denselben Abstand (a) von einer Stirnkante (22)
der Platte (14) haben.
3. Abstützteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Plattenunterseite (15) nahe jeder Längskante (17) zwei längskantenparallele
Abstützstege (23,23') mit Abstand (sa) zueinander angeordnet sind, und daß die Wölbungslänge
(wl) etwa gleich dem Abstand (sa) der Abstützstege (23,23') voneinander ist.
4. Abstützteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbungen (18,18') in Bezug auf zwischen den Abstützstegen (23,23') vorhandene
Querstege (24) mit Abstand (wa) zu letzteren angeordnet sind.
5. Abstützteil insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Plattenunterseite (15) längskantenparallele Abstützstege (23,23') und
diese miteinander verbindende, gleich hohe Querstege (25) angeordnet sind, und daß
der Abstand (sb) zwischen den beiden der Längsachse (26) benachbarten, längskantenparallelen
Abstützstegen (23') größer ist, als die Summe der Abstände (sa) zwischen dem längskantennächsten
(23) und dem letzterem (23') benachbarten Abstützsteg.
6. Abstützteil (12,13) für Glasscheiben von Fenstern, Türen od.dgl., das im wesentlichen
als Platte (14) ausgebildet ist, deren Unterseite (15) auf einer Rahmenfläche aufliegt
und deren Oberseite (16) die Verglasung od.dgl. abstützt sowie mindestens eine aus
der Plattenebene glasseitig federnd vorspringende Wölbung (19) aufweist, die allseitig
durchbrechungsfrei mit der Platte (14) über einen zumindest an einer Wölbungskante
(20) nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt (21) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (14) unterseitig mindestens einen sich über die gesamte Plattenbreite
(pb) erstreckenden rahmenseitig geschlossenen Querschlitz (27) und/oder eine sich
über die gesamte Plattenbreite (pb) erstreckende rahmenseitig offene Quernut (28)
aufweist, die mit der parallel zu den Längskanten (17) orientierten Wölbung (19) den
nachgiebigen Wölbungskantenabschnitt bildet bzw. bilden.
7. Abstützteil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung (19) einen ebenen Querschlitz- oder Nutenboden (29) hat.
8. Abstützteil nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Wölbung (19) einer Stirnkante (22) benachbart ist.