[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum gerichteten Befestigen
eines Mischers an eine Kartusche sowie auf eine Kartusche, insbesondere Mehrfach-Kartusche,
und Mischer zur Ausführung des Verfahrens. Es kann aus verschiedenen Gründen von Vorteil
sein, den Mischer in einer bestimmten Orientierung an der Kartusche zu befestigen.
So wenn zum Beispiel am Mischer-Auslassende Mittel vorgesehen sind, um dem herausgepressten
Materialstrang eine besondere Form oder Lage, beispielsweise ein Band oder eine Dreiecksraupe,
zu geben, ist es von Vorteil, die Orientierung des Mischers an der Kartusche genau
zu definieren.
[0002] Ein statischer Mischer, der in einer bestimmten Lage an einer Doppel-Kartusche befestigbar
ist, wird in der US-A-4 538 920 beschrieben. Die bestimmte Lage des Mischers an der
Kartusche wird durch einen Bajonettverschluss erreicht, der eine etwa 90° Grad Schwenkung
des Mischers im Flansch der Kartusche bedingt.
[0003] Aus der EP-B-232 733 ist ein Mischer bekannt, der mittels Bajonett-Verschluss an
einer Doppel-Kartusche befestigbar ist.
[0004] Es ist davon ausgehend Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum gerichteten
Befestigen des Mischers an eine Kartusche sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens
anzugeben, die nicht auf die Befestigung mittels Bajonettverschluss beschränkt sind
sondern allgemein anwendbar sind. Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäss Anspruch
1 und den Mitteln gemäss den weiteren unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0005] Es kann ausserdem von Vorteil sein, wenn das aus Wendeln bestehende Mischerelement,
beziehungsweise dessen Eingang, genau bezüglich dem Auslassende der Kartusche ausgerichtet
ist, um ein optimaleres Durchmischen der Substanzen im Mischer zu erreichen. Dies
ist besonders bei Doppel- oder Mehrfach-Kartuschen der Fall, bei welchen mehrere Komponenten
miteinander vermischt werden müssen. Solche Ausrichtmittel, die in den beiden oben
genannten Druckschriften als wesentlicher Bestandteil der jeweiligen Erfindung genannt
sind, sind in den abhängigen Ansprüchen 6 und 7 angegeben, um ein Ausrichten aller
zum Austragen wesentlicher Teile zu ermöglichen.
[0006] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Figur 1 zeigt das kartuschenseitige Ende eines Mischergehäuses mit erfindungsgemässen
Ausrichtmitteln,
Figur 2 zeigt das Auslassende einer zugehörigen Doppel-Kartusche mit zu den Mitteln
am Mischergehäuse komplementären Ausrichtmitteln,
Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsvariante mit Ausrichtmitteln am Mischergehäuse,
Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsvariante mit Ausrichtmitteln am Mischerelement,
Figur 5 zeigt eine Variante eines Auslassendes einer Doppelkartusche,
Figur 6 zeigt ein Mischerelement und ein Mischergehäuse vor dem Zusammenbau, und
Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel von Ausrichtmitteln am Mischergehäuse
und an der Kartusche.
[0007] In Figur 1 erkennt man eines der erfindungsgemässen Ausrichtmittel an einem Mischergehäuse
16, mindestens eine Leiste 15. Diese Leiste arbeitet mit einer Nut 11 im Gewinde 12
zusammen, das auf dem Auslassstutzen 13 einer Doppelkartusche mit den zwei Vorratszylindern
17 und 18 angebracht ist. Falls am Mischergehäuse zwei Leisten 15, 15a vorgesehen
sind, müssen im Gewinde 12 zwei Nuten angebracht werden. Dabei ist klar, dass nur
eine Leiste und eine Nut eine eindeutige Stellung des Mischergehäuses bewirkt, während
zwei Leisten und zwei Nuten zwei um 180° Grad verdrehte Stellungen ermöglichen. Der
Stutzen 13 muss nicht notwendigerweise mit einem Gewinde versehen sein, so dass dann
jede Nut im Hals eingelassen ist.
[0008] In Figur 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, in dem am Auslassstutzen
29 einer Doppelkartusche zwischen dem Gewinde 26 und dem Ende ein Nocken 30 angebracht
ist, der in einen entsprechenden Einschnitt 28 am Mischergehäuse 27 greift. Wie aus
der Zeichnung hervorgeht, erstreckt sich der Nocken nicht bis zum äusseren Rand, damit
dieser vollständig dichtend in den Absatz beim Uebergang zwischen dem zylindrischen
und konischen Teil des Mischergehäuses greifen kann. Entsprechend den Ausrichtmitteln
mit Leiste und Nut können auch zwei Nocken am Kartuschenstutzen und zwei Einschnitte
am Mischergehäuse angeordnet sein, um anstatt ein eindeutiges Ausrichten zwei Stellungen
zu ermöglichen. Auch hier ist das Gewinde 26 nicht immer notwendig, um den Mischer
an der Kartusche zu befestigen.
[0009] Bei diesen Ausführungsbeispielen wird nur das Mischergehäuse bezüglich der Kartusche
ausgerichtet. Dies ist auch bei der Ausführungsvariante gemäss Figur 3 der Fall. An
der Innenwand des Mischergehäuses 20 ist eine oder sind zwei Führung(en) 19 vorgesehen,
in die je eine Seite einer entsprechend ausgebildeten Trennwand des Auslassstutzens
einer Doppelkartusche greift, wobei die Tennwand beispielsweise wie die Trennwand
21 der Kartusche 22 von Figur 5 ausgebildet ist, die zwei Vorratszylinder 23 und 24
aufweist. In diesem Falle ist die Nut 25 am Gewinde 26 jedoch nicht notwendig. Die
beiden Doppelkartuschen 17, 18 und 22 unterscheiden sich dadurch, dass die Vorratszylinder
17, 18 nicht den gleichen Querschnitt haben.
[0010] Bei dieser Art von Ausrichten geht es vor allem darum, das Mischergehäuse, bzw. sein
Auslassende, in einer eindeutigen Stellung oder in zwei eindeutigen Stellungen auszurichten,
falls das Auslassende eine bestimmte Konfiguration aufweist, beispielsweise breiter
als hoch oder dreieckig ausgebildet ist und somit in einer bestimmten Orientierung
angewendet wird.
[0011] Es ist bei vielen Anwendungen von Vorteil, das Mischerelement, bzw. dessen Eingangsteil,
genau senkrecht zur Trennwand der Kartusche auszurichten, um eine optimalere Vermischung
der Komponenten zu erreichen. In Figur 4 erkennt man den Eingangsteil eines Mischerelementes
1, das in ein Mischergehäuse, beispielsweise gemäss Figur 1, jedoch ohne Leisten,
einsetzbar ist. Das Mischerelement 1 besteht aus einer Anzahl von Mischwendeln 3,
die senkrecht zueinander angeordnet sind. Die erste Mischwendel 3A am Eingang des
Mischers weist eine verlängerte Wand 4 auf, die einen Schlitz 5 besitzt. Beim Schlitz
kann die Wand Führungsleisten 6 aufweisen.
[0012] Bei der Verwendung an Doppel-Kartuschen mit Vorratszylindern mit einem stark von
1:1 abweichenden Volumen- bzw. Querschnittsverhältnis kann die verlängerte Wand der
ersten Mischwendel beim Schlitzende auf einer Seite, z.B. 4a, weggelassen werden.
[0013] Beim Aufsetzen eines solchen Mischers auf beispielsweise eine Kartusche wie gemäss
Figur 5 greift die Trennwand 21 der Kartusche in den Schlitz 5 des Mischerelementes,
so dass der Mischer in zwei Stellungen ausrichtbar ist. Um eine eindeutige Stellung
festzulegen, ist eine Leiste 15 geeigneter. Bei der Ausrichtung mit den Mitteln gemäss
Figur 4 kommt es bei diesem Ausführungsbeispiel vor allem darauf an, dass der Eingang
der Mischwendel genau senkrecht zur Trennwand der Kartusche ausgerichtet ist. Beim
Mischer gemäss EP-B-232 733 hingegen ist die Wand der ersten Mischwendel genau parallel
zur Trennwand ausgerichtet.
[0014] Falls der Mischer, bzw. das Mischerelement und dort insbesondere das Eingangselement,
lediglich in einer bestimmten Stellung bezüglich der Kartusche befestigt werden soll,
würde es genügen, dass das Mischerelement irgendwie im Gehäuse eingeführt und befestigt
ist, da die Ausrichtung des Mischers bezüglich der Kartusche durch das Mischerelement
selbst erfolgt. In den eingangs erwähnten Fällen ist es jedoch vorteilhaft oder erforderlich,
auch das Mischergehäuse bezüglich der Kartusche auszurichten, so dass dann das Mischerelement
im Mischergehäuse in einer bestimmten Stellung befestigt sein muss.
[0015] In beiden weiter oben erwähnten Druckschriften ist das Mischerelement im Gehäuse
in definierter Weise eingesetzt. Dabei kann die Ausrichtung des Mischerelementes im
Gehäuse beispielsweise gemäss den Figuren 6 und 7 durch zwei Nuten 8 erfolgen, die
oben eine trichterförmige Erweiterung 9 aufweisen, um das Einschieben des Mischerelementes
zu erleichtern. Dazu weist das Eingangsteil des Mischerelementes vorteilhafterweise
einen Steg 7 auf, der etwas breiter ist als die Mischerwendeln und beidseits in die
Nuten 8 greift.
[0016] Das Ausrichten des Mischers mit dem eindeutig positionierten Mischerelement gegenüber
der Kartusche hat dann zusätzlich mit den oben beschriebenen Mitteln zu erfolgen,
d.h. beispielsweise durch eine oder zwei Leisten am Mischergehäuse oder einen oder
zwei Nocken am Kartuschenstutzen, durch die Verwendung eines Schlitzes oder Absatzes
an der verlängerten Wand der ersten Mischwendel des Mischelementes, oder durch Führungen
im Mischergehäuse. Bei letzterer Ausführung kann auf der einen Seite des Mischergehäuses
eine Nut 8 und auf der anderen Seite eine Führung 19 angebracht sein.
[0017] Aus der Zeichnung und obiger Beschreibung geht hervor, dass das Mischerelement, respektive
dessen Eingangsteil, das Mischergehäuse und die Auslassöffnungen der Kartusche, beziehungsweise
die Trennwand zwischen den beiden Auslassöffnungen, jeweils in einer bestimmten Beziehung
zueinander stehen. Zweckmässigerweise steht die Trennwand 14 zwischen den beiden Auslassöffnungen
der Kartusche senkrecht zur Verbindungslinie zwischen den beiden Vorratszylindermittelpunkten
und die Nut 11 am Gewinde des Auslassstutzens ist ebenfalls gleich ausgerichtet wie
diese Trennwand, die ausserdem in der Verlängerung des Zwischenraums zwischen den
beiden Vorratszylindern angeordnet ist. Der Schlitz 5 in der Wand 4 des Eingangsteils
des Mischerelementes ist derart ausgebildet, dass er auf die Trennwand 14 des Auslassstutzens
passt und die Wand 4 senkrecht zur Trennwand 14 zu liegen kommt, wenn der Mischer
auf dem Auslassstutzen der Kartusche aufgesteckt ist. Dementsprechend ist die Leiste
10, oder beide Leisten 15, um 90° Grad versetzt zu den Nuten 8 im Mischergehäuse angeordnet,
die die Seiten der Wand 4 des Mischerelementes aufnehmen. Sinngemäss gilt dies auch
für die Nocken 30 und die Einschnitte 28.
[0018] Selbstverständlich kann bei paralleler Ausrichtung der ersten Mischwendelwand bezüglich
der Trennwand des Kartuschenauslasses nicht der Schlitz oder Absatz am Eingangsteil
als Ausrichtmittel verwendet werden, sondern es ist ein anderes Ausrichtmittel vorzusehen.
[0019] Die Leiste 10 kann nicht nur der Führung des Mischers auf der Kartusche, sondern
auch als Markierung der Stellung des Mischergehäuses dienen, falls der Auslass des
Mischers in einer bestimmten Stellung bezüglich der Kartusche ausgerichtet werden
soll. Nach dem Aufstecken des Mischers auf die Kartusche wird dieser mit einer nicht
gezeichneten Ueberwurfmutter gesichert, die auf das Gewinde 12 aufgeschraubt wird.
Dies gilt auch für den Nocken 30 und den Einschnitt 28.
[0020] Die Ausrichtmittel sind zwar am vorteilhaftesten bei der Verwendung von Mehrfach-,
insbesondere Doppelkartuschen, jedoch nicht auf solche beschränkt. Ausserdem können
die Vorratszylinder jeweils entweder gleiche oder voneinander verschiedene Volumina,
bzw. Querschnitte aufweisen.
1. Verfahren zum gerichteten Befestigen eines Mischers an eine Kartusche, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Aufsetzen des Mischers auf das Kartuschen-Austragende die Mittel zum Ausrichten
am Mischer im Eingriff mit entsprechenden Mitteln zum Ausrichten am Kartuschenauslass
gebracht werden und der Mischer gesichert wird.
2. Kartusche und Mischer zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zum Ausrichten am Mischer (2, 16; 27) mindestens eine Leiste (10,
15), die je in eine entsprechende Nut (11) am Hals des Kartuschen-Anschlusses (13)
greift oder mindestens einen Einschnitt (28) zur Aufnahme eines Nockens (30) am Kartuschen-Anschluss
(29), aufweist.
3. Mehrfach-Kartusche und Mischer zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel zum Ausrichten am Mischer einen Schlitz (5) oder einen
Teil (4a) in der verlängerten Wand (4) der ersten Mischwendel (3A) enthalten, in oder
an den die Trennwand (14) zwischen den Auslässen der Vorratszylinder (17, 18) passt.
4. Mehrfach-Kartusche und Mischer nach Anspruch 2 und 3.
5. Mehrfach-Kartusche und Mischer zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Mischer (20) mindestens eine Führung (19) aufweist, in die
die Trennwand (14) zwischen den Auslässen der Vorratszylinder (17, 18) passt.
6. Mischer nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischerelement
(1) im Mischergehäuse (2) ausgerichtet ist.
7. Mischer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischergehäuse (2) mindestens
eine Nut (8) aufweist, in die ein entsprechend überstehendes Teil des Eingangsteils
des Mischerelementes (1) eingeschoben ist.