[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Greifer für eine Fördereinrichtung zum Fördern
von ein- oder mehrblättrigen Druckereierzeugnissen, wie Zeitungen, Zeitschriften und
Teilen hievon sowie Beilagen hiezu gemäss Anspruch 1, mit dem gegenüber bekannten
Greifern dieser Art, wie sie z.B. in der DE-A-31 02 242 (und der entsprechenden US-A-4,381,056)
beschrieben sind, bei kompakter Bauweise grössere Klemmkräfte erzielt werden können.
[0002] Bevorzugte Weiterausgestaltungen des erfindungsgemässen Greifers sind in den abhängigen
Ansprüchen umschrieben.
[0003] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in Seitenansicht einen Greifer im geschlossenen Zustand,
- Fig. 2
- den Greifer gemäss Fig. 1 in Vorderansicht in Richtung des Pfeiles A in Figur 1 und
teilweise im Schnitt,
- Fig. 3
- im Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2 einen Greifer zu Beginn des Klemmens
eines Druckereierzeugnisses,
- Fig. 4
- in einer der Figur 3 entsprechenden Darstellung den Greifer am Ende des Klemmvorganges,
d.h. in Schliessstellung,
- Fig. 5
- in schematischer Darstellung das Funktionsprinzip des in den Figuren 1 und 2 gezeigten
Greifers, und
- Fig. 6
- in einer der Figur 1 entsprechenden Darstellung eine andere Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Greifers in einer anderen Schwenklage als wie in Figur 1 dargestellt.
[0004] Die in den Figuren dargestellten Greifer 10 weisen einen ersten Greiferteil 11, dessen
Schenkel mit 12 bezeichnet ist, sowie einen zweiten Greiferteil 13 auf, dessen Schenkel
mit 14 bezeichnet ist. Im geöffneten Zustand der Greifer 10 legen die beiden Greiferteile
11 und 13 eine Greiferöffnung 15 fest. Der erste Greiferteil 11 ist auf noch zu beschreibende
Weise bezüglich des zweiten Greiferteiles 13 verschwenkbar und ist in den Figuren
1 und 2 in seiner Schliessstellung gezeigt, in der sein freies Ende 12a mit dem freien
Ende 14a des zweiten Greiferteiles 13 zum Festklemmen eines Druckereierzeugnisses
(in den Figuren 1 und 2 nicht gezeigt) zusammenwirkt.
[0005] Der zweite Greiferteil 13 ist einstückig mit einem Tragteil 16 ausgebildet, der verschwenkbar
auf einer Hohlwelle 17 gelagert ist, deren Längsachse mit 17' bezeichnet ist. Die
Welle 17, die wie aus den Figuren ersichtlich mit Längsnuten versehen ist, ist drehbar
in einer im Querschnitt U-förmigen Halterung 18 gelagert, die an einer Gliederkette
19 befestigt ist, die in einem Führungskanal 20 geführt ist (siehe Figur 2). An dieser
endlos ausgebildeten Gliederkette 19, die von bekannter Bauart ist, sind in regelmässigen
Abständen eine Vielzahl von Greifern 10 befestigt, die auf bekannte Weise zu einer
Fördereinrichtung zum Fördern von Druckereierzeugnissen gehören, wie sie z.B. in der
EP-A-0 330 868 (und der entsprechenden US-A-4,953,847) gezeigt und beschrieben ist.
[0006] Die Förderrichtung dieser Fördereinrichtung ist in Figur 1 mit einem mit F bezeichneten
Pfeil eingezeichnet. Wie dieser Figur 1 zu entnehmen ist, weist die Greiferöffnung
15 bezüglich dieser Förderrichtung F nach hinten.
[0007] Mit der Welle 17 ist weiter drehfest ein Lagerteil 21 für den ersten Greiferteil
11 verbunden. Letzterer ist mittels eines Kugelgelenkes 22 auf noch zu beschreibende
Weise schwenkbar und kippbar in diesem Lagerteil 21 gelagert. Das Kugelgelenk 22 weist
einen im Lagerteil 21 ausgebildeten Pfannenteil 23 auf, in dem ein Kugelteil 24 gehalten
ist, der am Ende des Schenkels 12 des ersten Greiferteils 11 ausgebildet ist. Das
Kugelgelenk 22 ist in der Art einer Schnappverbindung ausgebildet, d.h. der erste
Greiferteil 11 kann bei der Montage des Greifers 10 mit seinem Kugelteil 24 auf einfache
Weise in den Pfannenteil 23 hineingedrückt werden. Durch die erwähnte Ausbildung des
Lagers für den ersten Greiferteil 11 als Kugelgelenk 22 lässt sich der erste Greiferteil
11 zum einen um ein Achse 25 verschwenken, die im wesentlichen parallel zur Längsachse
17' der Kohlwelle 17 verläuft. Bei einem Verschwenken des ersten Greiferteils 11 um
diese Schwenkachse 25 wird der erste Greiferteil 11 vom zweiten Greiferteil 13 weg
bzw. zu diesem hin verschwenkt. Auf der andern Seite lässt die kugelige Lagerung des
ersten Greiferteils 11 auch ein Kippen des ersten Greiferteils 11 um eine Kippachse
26 zu, welche durch die vom Kugelgelenk 22 zum freien Ende 12a des ersten Greiferteils
11 verlaufende Längsachse gebildet wird, wie das aus Figur 2 hervorgeht. Diese Möglichkeit
des Kippens des ersten Greiferteiles 11 um diese Kippachse 26 erlaubt ein einwandfreies
Festhalten auch von Druckereierzeugnissen, die über die Breite des Greifers 10 unterschiedlich
dick sind. Um unerwünschte und unkontrollierte Bewegungen des kugelig gelagerten ersten
Greiferteiles 11 zu verhindern ist letzterer zwischen zwei am Lagerteil 21 ausgebildeten
Führungswänden 21a, 21b (Fig. 2) angeordnet.
[0008] Wie aus den Figuren ohne weiteres ersichtlich ist, ist das Kugelgelenk 22 gegenüber
der Längsachse 17' der Hohlwelle 17 und damit der Schwenkachse des Lagerteiles 21
vom freien Ende 12a des ersten Greiferteils 11 her gesehen nach rückwärts versetzt.
Anders ausgedrückt ist der bewegliche Greiferteil 11 ausserhalb der eigentlichen Greiferachse
gelagert, die durch die Längsachse 17' der Hohlwelle 17 gebildet ist, die auch die
Schwenkachse für den zweiten Greiferteil 13 und damit des gesamten Greifers 10 bildet.
Auf die Vorteile dieser Anordnung, soweit sie sich nicht bereits aus den bisherigen
Erläuterungen ergeben, wird im Zusammenhang mit der Figur 5 noch zurückzukommen sein.
[0009] Am Lagerteil 21 für den ersten Greiferteil 11 stützt sich eine Druckfeder 27 ab,
die sich am andern Ende auf dem Schenkel 12 des ersten Greiferteiles 11 abstützt und
diesen Greiferteil 11 zur Anlage am Boden 21c des Lagerteils 21 bringt (Fig. 3). Wie
aus den Figuren 1, 3 und 4 ohne weiteres ersichtlich ist, wird eine Drehbewegung der
Welle 17 und damit auch des Lagerteiles 21 im Gegenuhrzeigersinn über diese Druckfeder
27 auf den ersten Greiferteil 11 übertragen, was ein Verschwenken des letzteren aus
einer in den Figuren nicht gezeigten Offenstellung in die Klemmstellung zur Folge
hat, die in Figur 4 dargestellt ist.
[0010] Mit der Welle 17 ist drehfest ein Schliesshebel 28 verbunden, dessen Schwenkachse
mit der Längsachse 17' der Hohlwelle 17 zusammenfällt. An seinem freien Ende trägt
der Schliesshebel 28 eine Folgerolle 29, die frei drehbar ist. Zum Verschwenken der
Hohlwelle 17 und damit des Lagerteiles 21 wirkt diese Folgerolle 29 mit ortsfesten
Schliesskulissen 30 zusammen, von denen in den Figuren 1, 2 und 3 eine Schliesskulisse
gezeigt ist.
[0011] Zur Blockierung des Lagerteiles 21 in seiner Schliessstellung ist eine Verriegelungseinrichtung
vorhanden, die einen Verriegelungshebel 31 aufweist, der schwenkbar am Tragteil 16
gelagert ist. Dieser Verriegelungshebel 31 weist an seinem einen Ende eine Rastnase
32 auf, welche zur Verriegelung des Lagerteiles 21 mit einem Sperrorgan 33 zusammenwirkt,
das am einen Ende der Hohlwelle 17 drehfest mit dieser verbunden ist. Dieses Sperrorgan
33 ist in Figur 1 vollständig sichtbar und in Figur 2 zum Teil weggeschnitten dargestellt.
Der Verriegelungshebel 31 wird mittels einer nicht gezeigten Feder in seiner Sperrstellung
gehalten. Das der Rastnase 32 gegenüberliegende Ende 31a des zweiarmigen Verriegelungshebels
31 ist dazu bestimmt, mit in den Figuren nicht dargestellten Oeffnungskulissen zusammenzuwirken,
welche ein Verschwenken des Verriegelungshebels 31 aus der Sperrstellung in eine Freigabestellung
bewirken.
[0012] Am Tragteil 16 für den zweiten Greiferteil 13 ist auf der gleichen Seite wie der
Verriegelungshebel 31 eine Positionierfolgerolle 34 angeordnet, die frei drehbar gelagert
ist. Diese Positionierfolgerolle 34 wirkt mit Positionierkulissen 35 zusammen, durch
die die Schwenklage des zweiten Greiferteiles 13 und damit des offenen und geschlossenen
Greifers 10 festgelegt wird. Es versteht sich, dass die Positionierkulissen 35 der
jeweils gewünschten Schwenklage der Greifer 10 entsprechend ausgebildet sein müssen.
[0013] Am Tragteil 16 für den zweiten Greiferteil 13 ist an der der Positionierfolgerolle
34 gegenüberliegenden Seite ein Steuernocken 36 vorgesehen. Durch Zusammenwirken dieses
Steuernockens 36 mit Steuerkulissen, von denen in Fig. 2 eine Kulisse 37 dargestellt
ist, wird der Tragteil 16 und damit der zweite Greiferteil 13 in eine für das Zusammenwirken
von Positionierfolgerolle 34 und orstfester Positionierkulisse 35 günstige Position
verschwenkt. Dies bedeutet, dass die Greifer 10 ausserhalb des Bereiches der Produkteübernahme
und -abgabe irgend eine beliebige Schwenklage einnehmen können und dass dann über
diesen Steuernocken 36 und die zugeordnete Kulisse 37 eine Vorpositionierung des Greifers
10 erfolgt, bevor die Positionierfolgerolle 34 in den Bereich der Positionierkulisse
35 gelangt.
[0014] Im folgenden wird nun die Funktionsweise eines Greifers 10 anhand der Figuren 1-4
erläutert.
[0015] In der in den Figuren nicht dargestellten Offenstellung des Greifers 10, d.h. bei
sich in Offenstellung befindlichem Lagerteil 21, ist die Druckfeder 27 bereits gespannt.
Vor dem Schliessen des Greifers 10 wird dieser, d.h. der zweite Greiferteil 13, gegebenenfalls
durch den Steuernocken 36 und die mit diesem zusammenwirkende Kulisse 37 vorpositioniert
und dann durch die auf die Positionierfolgerolle 34 einwirkende Positionierkulisse
35 in die gewünschte Produkteaufnahmeposition, die in den Figuren 3 und 4 dargestellt
ist, gebracht und in dieser gehalten. Zum Verschwenken des Lagerteiles 21 von der
Offenstellung in die Schliessstellung kommt die Schliesskulisse 30 zur Einwirkung
auf die Folgerolle 29 des Schliesshebels 28, der dadurch im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt
wird. Das hat eine entsprechende Drehung der Hohlwelle 17 und damit auch des Lagerteils
21 zur Folge. Die Drehbewegung des Lagerteils 21 wird über die Druckfeder 27 auf den
Schenkel 12 des ersten Greiferteiles 11 übertragen, ohne dass dabei die Druckfeder
27 vorerst weiter gespannt wird. Der erste Greiferteil 11 wird dadurch in Richtung
gegen den zweiten Greiferteil 13 und somit gegen die Klemmstellung verschwenkt. Hat
nun der Schliesshebel 28 seine in Figur 3 dargestellte Stellung erreicht, kommt das
freie Ende 12a des ersten Greiferteiles 11 mit dem festzuklemmenden Produkt P, das
mit der unten liegenden Seite auf dem Schenkel 14 des zweiten Greiferteiles 13 aufliegt,
in Berührung. In dieser Stellung übt die Druckfeder 27 bereits eine gewisse Klemmkraft
aus. Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, beginnt jetzt auch schon das Sperrorgan 33 auf
die Rastnase 32 des Verriegelungshebels 31 aufzulaufen. Beim Weiterdrehen des Schliesshebels
28 wird nun der Verriegelungshebel 31 durch das weiterhin auf die Rastnase 32 einwirkende
Sperrorgan 33 aus seiner Sperrstellung zurückgedrängt, d.h. im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt. Hat nun der Schliesshebel 28 seine durch die Schliesskulisse 30 vorgegebene
Endstellung erreicht, so erfolgt eine Verriegelung des Schliesshebels 28 und des Lagerteiles
21 in seiner Schliessstellung durch die auf das Sperrorgan 33 einwirkende Rastnase
32 des Verriegelungshebels 31 (Fig. 4). Während des Verschwenkens des Schliesshebels
28 von der in Figur 3 gezeigten Position in die Position gemäss Figur 4 wird die Druckfeder
27 zusammengedrückt, was zur Folge hat, dass die Klemmkraft, die vom ersten Greiferteil
11 ausgeübt wird, entsprechend erhöht wird. Die Grösse dieser Klemmkraft hängt neben
der bereits in Offenstellung des Greifers 10 auf den Greiferteil 11 wirkenden Kraft
der Druckfeder 27 (Vorspannkraft) auch von der Dicke des zwischen den Greiferteilen
11, 13 festgeklemmten Druckereierzeugnisses P ab.
[0016] Der vorstehend beschriebene Schliessvorgang wird nun anhand der Figur 5, in der die
einzelnen Teile eines Greifers 10 nur schematisch dargestellt sind, noch näher erläutert.
[0017] Während des Verschwenkens des Lagerteiles 21 und damit auch des ersten Greiferteils
11 in die in Figur 3 gezeigte Zwischenposition, bewegt sich das Ende 12a des ersten
Greiferteiles 11 entlang eines Kreisbogens K₁ bis zur in Figur 5 mit 1 bezeichneten
Stelle. Das Zentrum des Kreisbogens K₁ liegt auf der Längsachse 17' der Hohlwelle
17 (die ja auch die Schwenkachse des Lagerteiles 21 ist). Der Radius des Kreisbogens
K₁ ist mit R₁ bezeichnet. Der sich in dieser Zwischenposition befindliche erste Greiferteil
11 ist strichpunktiert angedeutet, wobei das Kugelgelenk 22 die mit 1 bezeichnete
Position einnimmt. Beim Weiterdrehen des Lagerteiles 21, welches wie bereits erläutert
ein Zusammendrücken der Druckfeder 27 zur Folge hat, tritt zwischen dem Lagerteil
21 und dem ersten Greiferteil 11 eine Relativbewegung auf. Das Kugelgelenk 22' wird
in die in Figur 5 mit 2 bezeichnete Position bewegt, während sich das auf dem Druckereierzeugnis
P aufliegende freie Ende 12a des ersten Greiferteiles 11 vorest einmal um die Strecke
b nach rückwärts in die ebenfalls mit 2 bezeichnete Stellung verschiebt. Durch diese
Verschiebung des freien Endes 12a des ersten Greiferteiles 11 wird auf das Druckereierzeugnis
P eine Zugwirkung ausgeübt, die bestrebt ist, das Druckereierzeugnis noch etwas weiter
in den Greifer 10 hineinzuschieben. Das freie Ende 12a des ersten Greiferteiles wird
anschliessend beim weitern Verschwenken des ersten Greiferteiles 11 entlang eines
Kreisbogens K₂ bewegt, dessen Zentrum auf der durch das Kugelgelenk 22' bestimmten
Schwenkachse 25 liegt und dessen Radius mit R₂ bezeichnet ist.
[0018] Wie erwähnt bewegt sich das Ende 12a des ersten Greiferteils 11 solange entlang des
Kreisbogens K₁ bis dieses Ende 12a auf ein Druckereierzeugnis auftrifft. Bei dünnen
Druckereiprodukten bedeutet dies, dass das Greiferteilende 12a bis nahe an die mit
2 bezeichnete Stelle, d.h. bis nahe zum Ende 14a des andern Greiferteils 13, entlang
dieses Kreisbogens K₁ verläuft. Die vorstehend erwähnte Rückwärtsbewegung des Endes
12a des Greiferteils 11 ist demnach bei dünnen Produkten äusserst klein oder praktisch
überhaupt nicht vorhanden.
[0019] In der Figur 5 ist mit c die für das Ergreifen von Druckereierzeugnissen unterschiedlicher
Dicke nutzbare Weite der Greiferöffnung 15 bezeichnet.
[0020] Wie aus der Figur 5 weiter ersichtlich ist, ist das Kugelgelenk 22 bzw. die durch
dieses festgelegte Schwenkachse 25 des ersten Klemmteiles 11 um die Strecke a gegenüber
der Schwenkachse 17' des Lagerteiles 21 nach rückwärts, d.h. in einer Richtung vom
freien Ende 12a des ersten Greiferteiles 11 weg, versetzt. Auf diese Weise wird eine
Verlängerung des Schenkels 12 des ersten Greiferteiles 11 in Richtung von der Angriffslinie
38 (Fig. 5) der Druckfeder 27 weg erhalten. Dies bedeutet, dass bei einer gegebenen
Druckfeder 27 am freien Ende 12a des ersten Greiferteiles 11 grössere Klemmkräfte
erzielt werden als bei einer Lösung, bei der die Schwenkachse des ersten Greiferteiles
11 mit der Schwenkachse 17' des Lagerteiles 21 zusammenfällt. Zur Erhöhung dieser
Klemmkräfte muss also nicht der zwischen der Kraftangriffslinie 38 der Druckfeder
27 und dem freien Ende 12a liegende Teil des Schenkels 12 des ersten Greiferteiles
11 verlängert werden, was eine kompakte Bauweise mit möglichst kurzen Greiferschenkeln
12, 14 ermöglicht.
[0021] Durch das Trennen der einen Schwenkachse 25 für den ersten Greiferteil 11 von der
andern Schwenkachse 17' für den Lagerteil 21 wird mehr Freiheit in der Ausgestaltung
des Schwenklagers 22 des ersten Greiferteiles 11 gewonnen. So kann wie bereits erwähnt
dieses Schwenklager als Kugelgelenk 22 ausgebildet werden, das wie erläutert ein gewisses
Kippen des ersten Greiferteiles 11 um seine Längsachse 26 (siehe Fig. 2) ermöglicht.
Somit kann sich der erste Greiferteil 11 in seiner Lage an ein Druckereierzeugnis
P anpassen, auch wenn dieses über seine Breite unterschiedlich dick sein sollte. Das
bedeutet, dass im Bereich des freien Endes 12a des ersten Greiferteiles 11 über seine
ganze Breite d (Fig. 2) eine im wesentlichen gleich starke Klemmung des Druckereierzeugnisses
P erfolgt, auch wenn letzteres ungleich dick ist. Somit wird ein einwandfreies Festklemmen
der Druckereierzeugnisse sichergestellt.
[0022] Zum Oeffnen der Greifer 10 und damit zum Freigeben der erfassten Druckereierzeugnisse
P wird auf das Ende 31a des Verriegelungshebels 31 mittels in den Figuren nicht dargestellter
Oeffnungskulissen eine Entriegelugskraft ausgeübt, welche ein Verschwenken dieses
Verriegelungshebels 31 im Gegenuhrzeigersinn zur Folge hat. Das Sperrorgan 33 kann
sich nun von der Rastnase 32 lösen, so dass sich der Lagerteil 21 und damit auch die
Hohlwelle 17 unter der Wirkung der sich nun entspannenden Druckfeder 27 verschwenken
kann.
[0023] In Figur 6 ist ein Greifer 10 gezeigt, der in der Konstruktion dem in den Figuren
1-4 gezeigten Greifer entspricht, der jedoch in eine Position verschwenkt ist, in
der die Greiferöffnung 15 in Bewegungsrichtung F des Greifers 10 gesehen vorausläuft.
Aus den Darstellungen der Figuren 1 und 6 ist ersichtlich, wie gross der nutzbare
Schwenkbereich ist, d.h. in welchen unterschiedlichen Positionen der Greifer 10 Druckereierzeugnisse
erfassen bzw. abgeben kann.
[0024] Zur Figur 6 ist noch zu bemerken, dass am zweiten Greiferteil 13 im Bereich seines
freien Endes 14a ein dem andern Greiferteil 11 zugekehrtes Klemmorgan 39 vorgesehen
ist, das zum Festklemmen eines Druckereierzeugnisses P' dient. Das Klemmorgan 39 weist
eine Klemmfläche 39a auf, die bei geschlossenem Greifer 10 dem Ende 12a des Greiferteils
11 gegenüberliegt und zu diesem etwa parallel verläuft. Das Druckereierzeugnis P'
wird zwischen der Klemmfläche 39a des Klemmorganes 39 und dem freien Ende 12a des
ersten Greiferteiles 11 in einer bestimmten, definierten Lage festgehalten.
[0025] Im folgenden wird nun noch auf einige der verschiedenen möglichen Varianten eingegangen.
[0026] Wie bereits erwähnt verschafft das Versetzen der Schwenkachse 25 des ersten Greiferteiles
11 gegenüber der Schwenkachse 17' des Lagerteils 21 Freiheiten in der Ausgestaltung
des Schwenklagers für diesen ersten Greiferteil 11. Durch die beschriebene Ausbildung
dieses Schwenklagers als Kugelgelenk 22 wird wie erläutert die Möglichkeit geschaffen,
dass der erste Greiferteil 11 eine gewisse Kippbewegung um seine Längsachse 26 ausführen
kann. Das Schwenklager kann jedoch auch anders ausgebildet sein, um dem ersten Greiferteil
11 zu ermöglichen, neben einer Schwenkbewegung um eine im wesentlichen parallel zur
Schwenkachse 17' des Lagerteiles 21 verlaufende Achse 25 auch eine Kippbewegung um
die Längsachse 26 des ersten Greiferteiles 11 durchzuführen, die im wesentlichen vom
Schwenklager 22 zum freien Ende 12a des ersten Greiferteiles 11 verläuft.
[0027] Bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform, bei der zwischen dem Lagerteil
21 und dem ersten Greiferteil 11 eine Druckfeder 27 angeordnet ist, können die Greiferteile
11 und 13 aus Kunststoff hergestellt werden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass
die Schenkel 12, 14 der Greiferteile 11, 13 sehr biegelastisch sind. Es ist nun aber
auch möglich, zumindest den Schenkel 12 des ersten Greiferteiles 11 als Biegefeder
auszubilden und am Lagerteil 21 anstelle der Druckfeder 27 ein im wesentlichen unelastisches
Uebertragungselement anzuordnen, das etwa in Richtung der Krafteinwirkungslinie 38
(Fig. 5) auf den Schenkel 12 des ersten Greiferteiles 11 einwirkt und diesen zuerst
mitnimmt und dann am Ende des anhand der Figuren 3 und 4 beschriebenen Schliessvorganges
durchbiegt, um so am freien Ende des ersten Greiferteiles 11 die gewünschte Klemmkraft
zu erzeugen.
1. Greifer für eine Förrdereinrichtung zum Fördern von ein- oder mehrblättrigen Druckereierzeugnissen
(P), wie Zeitungen, Zeitschriften und Teilen hievon sowie Beilagen hiefür, gekennzeichnet
durch die folgenden Merkmale:
a) zwei Greiferteile (11, 13), von denen der eine, erste Greiferteil (11) relativ
zum andern, zweiten Greiferteil (13) verschwenkbar ist und in einer Klemmstellung
zum Festklemmen eines Druckereierzeugnisses (P) unter Federwirkung an seinem freien
Ende (12a) mit dem freien Ende (14a) des zweiten Greiferteils (13) zusammenwirkt,
b) ein Lagerteil (21), der um eine Schwenkachse (17') aus einer Offenstellung in eine
Schliessstellung schwenkbar ist und in dem der erste Greiferteil (11) um eine Schwenkachse
(25) schwenkbar gelagert ist, die im wesentlichen parallel zur Schwenkachse (17')
des Lagerteils (21) verläuft, wobei das Schwenklager (22) für den ersten Greiferteil
(11) gegenüber der Schwenkachse (17') des Lagerteils (21) versetzt ist,
c) eine mittels ortsfesten Oeffnungsanordnungen, vorzugsweise Kulissen, auslösbare
Verriegelungseinrichtung (31-33) zum Blockieren des Lagerteils (21) in seiner Schliessstellung,
und
d) Mittel (27) zum Uebertragen der Schwenkbewegung des Lagerteils (21) auf den ersten
Greiferteil (11) und Erzeugen einer über den ersten Greiferteil (11) auf dessen freies
Ende (12a) wirkenden federelastischen Klemmkraft bei sich in Schliessstellung befindlichem
Lagerteil (21).
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (22) für den
ersten Greiferteil (11) in einer Richtung von dessem freien Ende (12a) weg in einem
Abstand (a) von der Schwenkachse (17') des Lagerteils (21) angeordnet ist.
3. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (22)
für den ersten Greiferteil (11) so ausgebildet ist, dass der erste Greiferteil (11)
um seine im wesentlichen vom Schwenklager (22) zu seinem freien Ende (12a) verlaufende
Längsachse (26) kippbar ist.
4. Greifer nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager
als Kugelgelenk (22) ausgebildet ist, dessen Pfannenteil (23) und Kugelteil (24) vorzugsweise
in der Art einer Schnappverbindung miteinander verbunden sind.
5. Greifer nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum
Uebertragen der Schwenkbewegung des Lagerteils (21) auf den ersten Greiferteil (11)
und Erzeugen einer federelastischen Klemmkraft ein zwischen dem Lagerteil (21) und
dem ersten Greiferteil (11) angeordnetes, beim Verschwenken des Lagerteils (21) in
die Schliessstellung spannbares Federelement (27) aufweisen, das bei in seiner Schliessstellung
blockiertem Lagerteil (21) auf den ersten Greiferteil (11) eine Klemmkraft ausübt.
6. Greifer nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum
Uebertragen der Schwenkbewegung des Lagerteils auf den ersten Greiferteil und Erzeugen
einer federelastischen Klemmkraft ein zwischen dem Lagerteil und dem ersten Greiferteil
angeordnetes Uebertragungselement aufweisen, das auf den als Biegefeder ausgebildeten
Schenkel des ersten Greiferteils einwirkt und diesen bei in seiner Schliessstellung
blockiertem Lagerteil zur Erzeugung einer Klemmkraft spannt.
7. Greifer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (27)
bzw. das Uebertragungselement zwischen der Schwenkachse (17') des Lagerteils (21)
und dem freien Ende (12a) des ersten Greiferteils (11) angreift.
8. Greifer nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerteil (21)
mit einem schwenkbar gelagerten Schliesshebel (28) verbunden ist, der zum Verschwenken
des Lagerteils (21) in die Schliessstellung mit ortsfesten Schliesskulissen (30) zusammenzuwirken
bestimmt ist.
9. Greifer nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine drehbar gelagerte Welle (17), mit
der sowohl der Schliesshebel (28) wie auch der Lagerteil (21) drehfest verbunden ist
und auf der der zweite Greiferteil (13) gelagert ist.
10. Greifer nach Anspruch 5, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerteil (21)
als Auflager für das eine Ende des als Druckfeder ausgebildeten Federelementes (27)
ausgebildet ist, das mit seinem anderen Ende auf den ersten Greiferteil (11) einwirkt,
vorzugsweise durch Abstützung auf dessen Schenkel (12).
11. Greifer nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein mit dem zweiten Greiferteil (13)
gekoppeltes, mit ortsfesten Positionierkulissen (35) zusammenzuwirken bestimmtes Positionierfolgeglied
(34), vorzugsweise eine drehbar gelagerte Rolle, zum Halten des zweiten Greiferteils
(13) in einer bestimmten Schwenklage.
12. Greifer nach einem der Ansprüche 9-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung
(31-33) einen schwenkbar gelagerten Verriegelungshebel (31) aufweist, der zur Blockierung
des Lagerteils (21) in seiner Schliessstellung auf die Welle (17) oder einen mit dieser
drehfesten Sperrteil (33) einwirkt und der durch die Oeffnungsanordnungen, vorzugsweise
gegen die Kraft einer Feder, in eine Freigabestellung schwenkbar ist.
13. Greifer nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Greiferteil
(13) um die Schwenkachse (17') des Lagerteils (21) schwenkbar gelagert ist.
14. Greifer nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Greiferteil
(13) an seinem freien Ende (14a) ein dem ersten Greiferteil (11) zugekehrtes Klemmorgan
(39) aufweist, zwischen dem und dem freien Ende (12a) des ersten Greiferteils (11)
die Druckereierzeugnisse (P') festklemmbar sind.