[0001] Die Erfindung betrifft einen Plattenwärmetauscher aus einer Mehrzahl von Wärmetauscherplatten,
die jeweils unter Zwischenfügen einer umlaufenden, als Ring ausgebildeten Dichtung
paarweise angeordnet sind, wobei das eine am Wärmeaustausch teilnehmende Medium in
den zwischen einem Plattenpaar gebildeten Strömungskanälen und das andere am Wärmeaustausch
teilnehmende Medium in denjenigen Strömungskanälen strömt, die zwischen benachbarten
Plattenpaaren gebildet sind, und wobei die Dichtungen in hierfür ausgebildeten Aufnahmen
in beiden Seiten der Wärmetauscherplatten angeordnet sind.
[0002] Bei diesen aus der DE 39 10 070 A1 bekannten Plattenwärmetauschern werden die als
geschlossener Ring ausgebildeten Dichtungen auf jeweils eine Seite der Wärmetauscherplatten
aufgeklebt, bevor die einzelnen Platten zu einem Plattenpaket zusammengesetzt werden.
An den Klebstoff werden hierbei hohe Anforderungen gestellt, da bereits ein partielles
Ablösen und Verschieben der Dichtungen von der zugehörigen Wärmetauscherplatte zu
einer Undichtigkeit des gesamten Plattenpaketes führt.
[0003] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, die Dichtungen für einen Plattenwärmetauscher der eingangs beschriebenen
Art derart weiterzubilden, daß sie ohne die Verwendung von Klebstoff an den vorgeschriebenen
Stellen der Wärmetauscherplatten befestigt werden können und dort bis zur Fertigstellung
des Plattenpakets zuverlässig gehalten werden.
[0004] Die
Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die an
den beiden Seiten einer Wärmetauscherplatte anliegenden Dichtungen paarweise durch
eine Kante der Wärmetauscherplatte umgreifende Verbindungselemente fest miteinander
verbunden und durch mindestens im Bereich einer der drei anderen Kanten angeordnete
Kupplungselemente miteinander verbindbar sind.
[0005] Im Gegensatz zu den bekannten Plattenwärmetauschern werden die Dichtungen bei dem
erfindungsgemäßen Plattenwärmetauscher nicht jeweils an einer Seite jeder Wärmetauscherplatte
angeklebt, sondern als paarweise miteinander verbundene Dichtungen jeweils an beiden
Seiten einer Wärmetauscherplatte ohne Verwendung von Klebstoff angebracht. Hierzu
werden die an einer Kante durch Verbindungselemente fest miteinander verbundenen Dichtungen
über die Platte gestülpt und zumindest an einer der drei anderen Kanten über dort
angeformte Kupplungselemente miteinander verbunden. Die Verbindungselemente und die
Kupplungselemente bewirken hierbei einen sicheren Halt der Dichtungen in den auf beiden
Plattenseiten ausgebildeten Aufnahmen, so daß eine zuverlässige Abdichtung nebeneinanderliegender
Wärmetauscherplatten erfolgt. Die nicht mit Dichtungen versehenen Wärmetauscherplatten
legen sich beim Zusammenfügen der Platten zu einem Plattenpaket mit ihren für die
Dichtungen vorgesehenen Aufnahmen derart an die an der jeweils benachbarten Wärmetauscherplatte
angeordnete Dichtung an, daß die zwischen benachbarten Wärmetauscherplatten ausgebildeten
Strömungskanäle allseits abgedichtet sind. Da zur Festlegung der Dichtungen zwischen
den Wärmetauscherplatten kein Klebstoff verwendet werden muß, werden nicht nur schädliche
Einflüsse aufgrund dieses Klebstoffes vermieden, sondern auch Probleme beim Austausch
defekter Dichtungen vermieden, die sich bei der Verwendung von Klebstoff oft nicht
vollständig von der Wärmetauscherplatte lösen lassen oder durch den Klebstoff zerstört
oder angegriffen worden waren.
[0006] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Verbindungselemente jeweils aus
zwei jeweils an einer Seite der zugehörigen Wärmetauscherplatte versetzt zueinander
anliegenden Schenkeln und einem die Schenkel verbindenden, außerhalb des Randes der
Wärmetauscherplatte verlaufenden Steg gebildet. Durch diese Ausbildung wird sichergestellt,
daß die Verbindungselemente einerseits das Zusammenfügen der Wärmetauscherplatten
nicht behindern und andererseits die paarweise Verbindung der Dichtungen aufrechterhalten,
wenn der Plattenwärmetauscher demontiert wird.
[0007] Die Kupplungselemente sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung jeweils aus
einem an einer Seite der Wärmetauscherplatte anliegenden Quersteg und einer außerhalb
des Randes der Wärmetauscherplatte verlaufenden Kupplungslasche gebildet, die mit
der Kupplungslasche des zugehörigen Kupplungselements verbindbar ist. Diese Verbindung
kann erfindungsgemäß vorzugsweise lösbar durch eine Klebstoffschicht, durch mindestens
ein mechanisches Halteelement, beispielsweise eine Metallklammer, oder durch einstückig
angeformte Halteelemente erfolgen, beispielsweise in Form einer Druckknopfverbindung.
[0008] Mit der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, die paarweise angeordneten Wärmetauscherplatten
durch rechtwinklig zu den Wärmetauscherplatten verlaufende Zuganker druckdicht zu
einem Plattenpaket zusammenzufügen. Hierdurch ergibt sich ein Plattenwärmetauscher,
dessen Plattenpaket mittels der Zuganker zusammengeschraubt ist, so daß das Plattenpaket
auf besonders einfache Weise für Reparatur- und Wartungsarbeiten demontiert werden
kann.
[0009] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Plattenwärmetauschers
anhand einer Draufsicht auf eine mit einem Dichtungspaar versehene und auf eine dichtungslose
Wärmetauscherplatte dargestellt.
[0010] Der in seiner Gesamtheit nicht dargestellte Plattenwärmetauscher besteht aus zwei
Arten von Wärmetauscherplatten 1a und 1b, die jeweils paarweise zu einem Plattenpaar
miteinander verbunden werden und zwischen sich Strömungskanäle für das eine am Wärmeaustausch
teilnehmende Medium bilden. Das andere am Wärmeaustausch teilnehmende Medium strömt
durch Strömungskanäle, die zwischen den Wärmetauscherplatten 1a bzw. 1b benachbarter
Plattenpaare gebildet werden.
[0011] Zwischen den zu einem Plattenpaket abwechselnd zusammengefaßten Wärmetauscherplatten
1a und 1b ist jeweils eine umlaufende, als Ring ausgebildete Dichtung 2a bzw. 2b angeordnet.
Diese Dichtungen 2a und 2b liegen in jeweils hierfür ausgebildeten Aufnahmen der Wärmetauscherplatten
1a bzw. 1b und zwar derart, daß die Dichtungen 2a bzw. 2b in der neutralen Ebene der
Wärmetauscherplatten 1a bzw. 1b angeordnet sind, wobei diese neutrale Ebene durch
die Mitte der zu einem Plattenpaar verbundenen Einzelplatten gebildet wird.
[0012] Um die zwischen benachbarten Wärmetauscherplatten 1a und 1b anzuordnenden Dichtungen
2a und 2b ohne die Verwendung von Klebstoff zuverlässig in den Aufnahmen der Wärmetauscherplatten
1a und 1b befestigen zu können, sind die Dichtungen 2a und 2b paarweise miteinander
verbunden. An der einen Kante wird zwischen den Dichtungen 2a und 2b eines Dichtungspaares
eine feste Verbindung durch Verbindungselemente 3 geschaffen. Diese Verbindungselemente
3 bestehen jeweils aus zwei Schenkeln 3a, die jeweils an der Außenseite der Dichtung
2a bzw. 2b versetzt zueinander angeformt und miteinander durch einen schräg verlaufenden
Steg 3b verbunden sind. Wie die Darstellung erkennen läßt, liegen hierbei die Schenkel
3a jeweils an einer Seite der Wärmetauscherplatte 1a an, wogegen der Steg 3b außerhalb
des Randes der Wärmetauscherplatte 1a parallel zu diesem Rand verläuft, sobald die
in der Zeichnung links erkennbare Dichtungs 2b auf die Unterseite der Wärmetauscherplatte
1a durch Umklappen aufgelegt worden ist.
[0013] In dieser Stellung werden die drei anderen Ränder der beiden Dichtungen 2a und 2b
miteinander durch Kupplungselemente 4 verbunden, die jeweils aus einem an der einen
Seite der Wärmetauscherplatte 1a anliegenden Quersteg 4a und einer hiervon rechtwinklig
abstehenden Kupplungslasche 4b gebildet sind. Die Kupplungslaschen 4b der wiederum
versetzt zueinander angeordneten Querstege 4a liegen nach Anbringen der beiden Dichtungen
2a und 2b an der Wärmetauscherplatte 1a aneinander und können somit auf einfache Weise
miteinander verbunden werden. VorzugsweiSe erfolgt eine lösbare Verbindung der jeweils
zusammengehörenden Kupplungslaschen 4b entweder durch eine Klebstoffschicht, durch
ein mechanisches Halteelement, wie beispielsweise eine Metallklammer, oder durch einstückig
an den Kupplungslaschen 4b angeformte Halteelemente, beispielsweise in der Form eines
Druckknopfes.
[0014] Durch die feste Verbindung der beiden Dichtungen 2a und 2b an ihrem einen Rand mittels
der Verbindungselemente 3 und die vorzugsweise lösbare Verbindung der beiden Dichtungen
2a und 2b nach ihrem Anbringen an einer Wärmetauscherplatte 1a durch die Kupplungselemente
4 ergibt sich eine zuverlässige Befestigung der beiden Dichtungen 2a und 2b an der
Wärmetauscherplatte 1a. Wenn diese Wärmetauscherplatte 1a mit dichtungsfreien Wärmetauscherplatten
1b zu einem Plattenpaket zusammengefügt wird, treten die an der Wärmetauscherplatte
1a befestigten Dichtungen 2a und 2b in die an den Wärmetauscherplatten 1b ausgebildeten
Aufnahmen für die Dichtungen 2a bzw. 2b ein. Es ergibt sich somit eine druckdichte
Abdichtung benachbarter Wärmetauscherplatten 1a und 1b, sobald die Platten des Plattenstapels
beispielsweise durch rechtwinklig zu den Wärmetauscherplatten 1a und 1b verlaufende
Zuganker zusammengefügt werden. Sollte das Plattenpaket zur Reparatur- oder Wartungsarbeiten
demontiert werden, ist es anhand der voranstehend erläuterten Befestigung der Dichtungen
2a und 2b an den Wärmetauscherplatten 1a ohne weiteres möglich, beschädigte Dichtungen
auszutauschen.
Bezugszeichenliste:
[0015]
- 1a
- Wärmetauscherplatte
- 1b
- Wärmetauscherplatte
- 2a
- Dichtung
- 2b
- Dichtung
- 3
- Verbindungselement
- 3a
- Schenkel
- 3b
- Steg
- 4
- Kupplungselement
- 4a
- Quersteg
- 4b
- Kupplungslasche
1. Plattenwärmetauscher aus einer Mehrzahl von Wärmetauscherplatten, die jeweils unter
Zwischenfügen einer umlaufenden, als Ring ausgebildeten Dichtung paarweise angeordnet
sind, wobei das eine am Wärmeaustausch teilnehmende Medium in den zwischen einem Plattenpaar
gebildeten Strömungskanälen und das andere am Wärmeaustausch teilnehmende Medium in
denjenigen Strömungskanälen strömt, die zwischen benachbarten Plattenpaaren gebildet
sind, und wobei die Dichtungen in hierfür ausgebildeten Aufnahmen in beiden Seiten
der Wärmetauscherplatten angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den beiden Seiten einer Wärmetauscherplatte (1a) anliegenden Dichtungen
(2a,2b) paarweise durch eine Kante der Wärmetauscherplatte (1a) umgreifende Verbindungselemente
(3) fest miteinander verbunden und durch mindestens im Bereich einer der drei anderen
Kanten angeordnete Kupplungselemente (4) miteinander verbindbar sind.
2. Plattenwärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente
(3) jeweils aus zwei jeweils an einer Seite der zugehörigen Wärmetauscherplatte (1)
versetzt zueinander anliegenden Schenkeln (3a) und einem die Schenkel (3a) verbindenden,
außerhalb des Randes der Wärmetauscherplatte (1a) verlaufenden Steg (3b) gebildet
sind.
3. Plattenwärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente
(4) jeweils aus einem an einer Seite der Wärmetauscherplatte (1a) anliegenden Quersteg
(4a) und einer außerhalb des Randes der Wärmetauscherplatte (1a) verlaufenden Kupplungslasche
(4b) gebildet sind, die mit der Kupplungslasche (4b) des zugehörigen Kupplungselements
(4) verbindbar ist.
4. Plattenwärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungslaschen
(4b) miteinander durch eine Klebstoffschicht, mindestens ein mechanisches Halteelement
oder durch einstückig angeformte Halteelemente lösbar verbunden sind.
5. Plattenwärmetauscher nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die paarweise angeordneten Wärmetauscherplatten (1a,1b) durch rechtwinklig zu
den Wärmetauscherplatten (1a,1b) verlaufende Zuganker druckdicht zu einem Plattenpaket
zusammengefügt sind.