[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Oeffnen
von gefalteten Druckereiprodukten gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 4.
[0002] Aus der EP-A-0 095 603 bzw. der entsprechenden US-A-4,489,930 ist es bekannt, aussermittig
gefaltete Druckereiprodukte beim quer zur Förderrichtung verlaufenden Falz mit Transportklammern
zu halten und schräg nach hinten hängend zu fördern. Unterhalb dieser Fördereinrichtung
befindet sich ein Oeffnungsaggregat mit einem mit Fördergeschtwindigkeit der Fördereinrichtung
angetriebenen endlosen Band, an dem im Abstand der Transportklammern Greifer angeordnet
sind. Der aktive Trum des Bandes verläuft parallel zur Förderrichtung und dem Band
ist ein Stützorgan vorgeschaltet, um die Druckereiprodukte in ihrem nachlaufenden,
dem Falz gegenüberliegenden Endbereich zu stützen. An das Band schliesst in Förderrichtung
gesehen ein kleines Beschleunigungsband an, das bezüglich der Fördergeschwindigkeit
der Fördereinrichtung und dem Band mit höherer Geschwindigkeit umläuft. Der obenliegende
erste Produkteteil der aussermittig gefalteten Druckereiprodukte weist im Endbereich
einen Endabschnitt auf, der über den kürzeren, untenliegenden zweiten Produkteteil
vorsteht. Dieser Randabschnitt wird jeweils von einem Greifer des Oeffnungsaggregates
erfasst und zwischen sich und dem Band festgeklemmt. Der untenliegende zweite Produkteteil
wird dann vom schneller laufenden Beschleunigungsband unter Ausbauchen vom gehaltenen
ersten Produkteteil wegbewegt und so das Druckereiprodukt geöffnet. In das geöffnete
Druckereiprodukt läuft jeweils zwischen die voneinander abgehobenen Produkteteile
eine sattelförmige Auflage einer Verarbeitungseinrichtung ein und nach der Freigabe
der Druckereiprodukte durch die Transportklammern fallen jene rittlingsweise auf die
Auflagen. Nach dem bekannten Verfahren und mit der bekannten Vorrichtung lassen sich
ausschliesslich aussermittig gefaltete Druckereiprodukte öffnen, die mit nachlaufendem
Endbereich und obenliegendem Randabschnitt transportiert werden. Ein zuverlässiges
Oeffnen der Druckereiprodukte ist nur möglich, wenn das Papier eine geringe Eigensteifigkeit
und der untenliegende Produkteteil ein bestimmtes Gewicht aufweist und zudem die Produkteteile,
beispielsweise infolge elektrostatischer Aufladung, nicht aneinander kleben.
[0003] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das gattungsgemässe Verfahren
derart weiterzubilden und eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, dass ein, von
der Lage und der Beschaffenheit der Druckereiprodukte unabhängiges Oeffnen sicher
gewährleistet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gelöst, die die Merkmale
des Anspruches 1 bwz. 4 aufweisen.
[0005] Erfindungsgemäss wird in das Druckereiprodukt zwischen dem gehaltenen ersten und
dem zweiten Produkteteil mittels eines Einstechelementes eingestochen. Dadurch wird
der zweite Produkteteil vom ersten Produkteteil zwangsweise abgehoben und beim voneinander
Wegbewegen des Einstechelementes und Greifers wird das Druckereiprodukt zwangsweise
geöffnet. Der den ersten Produkteteil bei der Endkante haltende Greifer definiert
genau die Lage des ersten Produkteteiles im Endbereich, wodurch ein genaues Einstechen
ermöglicht wird. Durch das zwangsweise Trennen der beiden Produkteteile mittels des
Einstechelementes kann die Verarbeitung der Druckereiprodukte mit hoher Geschwindigkeit
erfolgen.
[0006] Eine besonders hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit bei ruhigem Lauf wird mit einer
Vorrichtung gemäss Anspruch 5 erzielt.
[0007] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens und weitere
bevorzugte Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in den weiteren
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
rein schematisch:
- Fig. 1 und 2
- in Ansicht bzw. Draufsicht und teilweise geschnitten eine erste Ausbildungsform der
erfindungsgemässen Vorrichtung zum Oeffnen von aussermittig gefalteten Druckereiprodukten
mit nachlaufendem ersten Produkteteil, dessen Randabschnitt über den zweiten Produkteteil
vorsteht;
- Fig. 3
- in Ansicht und gegenüber Fig. 1 vergrössert einen Teil einer zweiten Ausbildungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Oeffnen von Druckereiprodukten mit nachlaufendem
ersten Produkteteil;
- Fig. 4
- in gleicher Darstellung wie Fig. 3 eine entsprechende Ausbildungsform zum Oeffnen
von Druckereiprodukten mit vorlaufendem ersten Produkteteil;
- Fig. 5
- die Ausbildungsform gemäss Fig. 4 in einem Schnitt entlang der Linie V der Fig. 4;
- Fig. 6
- in Ansicht einen Teil einer weiteren Ausbildungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung
mit an einem Einstechrad angeordneten Einstechelementen;
- Fig. 7
- in gleicher Darstellung wie Fig. 6 eine weitere Ausbildungsform mit den Einstechelementen
zugeordneten Klemmhebeln zum vorübergehenden Festhalten der zweiten Produkteteile;
- Fig. 8
- ebenfalls in Ansicht einen Teil einer der Ausbildungsform gemäss Fig. 3 ähnlichen,
weiteren Ausbildungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Oeffnen von Zweifalzdruckereiprodukten
und Druckereiprodukten bei welchen jeder Produkteteil einblättrig ausgebildet ist.
[0009] Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist eine Fördereinrichtung 10 allgemein bekannter
Art mit in einem festen Abstand A hintereinander an einer strichpunktiert angedeuteten
Förderkette 12 angeordneten, einzelsteuerbare Transportklammern 14 auf. Die Förderkette
12 ist in einem C-förmigen, gegen unten offenen und in horizontaler Richtung sich
erstreckenden Kanal 16 geführt. Die in Förderrichtung F mit einer Fördergeschwindigkeit
v kontinuierlich laufend angetriebenen Transportklammern 14 weisen ein in vertikaler
Richtung gegen unten gerichtetes Klammermaul 18 auf, in welchem sich je ein gefaltetes
Druckereiprodukt 20, beispielsweise eine mehrblätterige Zeitung, Zeitschrift oder
ein Teil davon, beim rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufenden, den ersten und
zweiten Produkteteil 22,24 miteinander verbindenden Falz 26 halten; siehe Fig. 1 und
2.
[0010] Unterhalb der Fördereinrichtung 10 ist ein Oeffnungsaggregat 28 angeordnet, das dazu
ausgebildet ist, aussermittig gefaltete Druckereiprodukte 20 mit bezüglich dem zweiten
Produkteteil 24 nachlaufendem ersten Produkteteil 22 zu öffnen, wobei der erste Produkteteil
22 bei seiner Endkante 29 im vom Falz 26 abgewandten Endbereich 30 einen Endabschnitt
32 aufweist, der über den zweiten Produkteteil 24 vorsteht.
[0011] An einem Gestell 34 des Oeffnungsaggregates 28 ist eine rechtwinklig zur Förderrichtung
F und horizontal verlaufend angetriebene Welle 36 gelagert, auf welcher in vertikaler
Richtung unterhalb der Fördereinrichtung 10 ein sternradartig ausgebildetes Tragorgan
38 drehfest sitzt. Die radial äusseren Enden der Tragarme 40 des Tragorganes 38 sind
als feste Greiferbacken 42 von Greifern 44 ausgebildet. Mit den Greiferbacken 42 arbeiten
etwa in radialer Richtung von den Greiferbacken 42 weg in eine Offenstellung und in
entgegengesetzter Richtung in eine Schliessstellung bewegbare Greiferzungen 46 zusammen.
Die Greifer 44 laufen auf einer kreisförmigen Umlaufbahn 48 mit einer Umlaufgeschwindigkeit
v1, die in etwa der Fördergeschwindigkeit v entspricht oder gegebenenfalls bis etwa
30 % grösser ist. Die Greiferzungen 46 sind beispielsweise über eine Kulissensteuerung
in Abhängigkeit von ihrer Drehlage in die Offen- bzw. Schliessstellung überführbar.
[0012] Auf der Welle 36 ist benachbart zum Tragorgan 38 ein ebenfalls in der Art eines Sterns
ausgebildetes Einstechrad 50 frei drehbar gelagert, dessen in radialer Richtung gegen
aussen abstehenden Arme 52 in Umlaufrichtung U gesehen nach vorn gebogen und in ihrem
Endbereich als Einstechelememt 54 ausgebildet sind. Die Einstechkanten 54' der Einstechelemente
54 laufen auf einer, zur Umlaufbahn 48 der Greiferbacken 42 der Greifer 44 in axialer
Richtung versetzten Bahn mit gleichem Durchmesser. Das Einstechrad 50 weist drei Einstechelemente
54 auf und ist bezüglich dem Tragorgan 38 welches sechs Greifer 44 trägt, mit doppelter
Drehzahl angetrieben.
[0013] Unterhalb der Fördereinrichtung 10 ist weiter ein Stützelement 56 vorgesehen, das
im vorliegenden Fall durch zwei gebogene Stützbleche 58 gebildet ist, die beidseitig
des Tragorganes 38 und zu diesem und dem Einstechrad 50 beabstandet am Gestell 34
befestigt sind. Die Stützbleche 58 weisen die gleiche Krümmung auf wie die Umlaufbahn
48 der Greifer 44 und sind zu dieser in axialer Richtung fluchtend angeordnet. Die
Stützbleche erstrecken sich dabei etwa von der Höhe der Welle 36 über einen Winkel
von etwa 80° nach oben auf der den ankommenden Druckereiprodukten 20 zugewandten Seite
des Oeffnungsaggregates 28. Der vertikale Abstand zwischen dem Oeffnungsaggregat 28
und der Fördereinrichtung 10 ist derart eingestellt, dass die in vertikaler Hängelage
transportierten Druckereiprodukte 20 mit ihrem Endbereich 30 auf die Stützbleche 58
auflaufen und an diesen zur Anlage kommen, wobei die Endbereiche 30 in Förderrichtung
F gesehen gegen hinten gebogen werden und dabei eine Verzögerung erfahren.
[0014] Die Welle 36 und das Einstechrad 50 sind über Kettentriebe 60,60' mit einer Antriebswelle
62 verbunden, die weiter über Kegelradgetriebe 64, mit zwei parallel zueinander verlaufenden,
bezüglich dem Tragorgan 38 etwa symmetrisch seitlich versetzten Abtriebswellen 66
drehfest verbunden ist. An den von den Kegelradgetrieben 64 entfernten Enden der Abtriebswellen
66 stehen Tragarme 67 ab, an denen je ein spiral- oder schneckenartiges Offenhalteelement
68 befestigt ist. Die Längsachsen 68' dieser Offenhalteelemente 68 fluchten mit den
Achsen der am Gestell 34 gelagerten Abtriebswellen 66 und sind in Vertikalebenen angeordnet,
die parallel zur Förderrichtung F verlaufen. In Förderrichtung F gesehen, sind die
Längsachsen 68' leicht ansteigend angeordnet. Die dem Tragorgan 38 zugewandten Enden,
der in Förderrichtung F gesehen dem Tragorgan 38 nachgelagerten Offenhalteelemente
68, laufen in einer Ebene um, die in etwa die Umlaufbahn 38 der Greifer 44 tangiert.
Die Steigung der Windungen der Offenhaltelemente 68 ist an die jeweiligen Verhältnisse
angepasst und nimmt vorzugsweise vom hinteren Ende 68a zum vorderen Ende 68b hin zu.
[0015] Zur Verstellung der Lage der Offenhalteelemente 68 bezüglich der Antriebswellen 66
können die Tragarme 67 verschiebbar auf den Antriebswellen 66 befestigt sein. Dadurch
ist ein Verschiebung der Offenhalteelemente 68 in Richtung ihrer Längsachse 68' und
so eine Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse möglich.
[0016] In Förderrichtung F gesehen, dem Oeffnungsagreggat 28 nachgelagert und ebenfalls
unter der Fördereinrichtung 10 ist eine in Umlaufrichtung V angetriebene Verarbeitungstrommel
70 vorgesehen, wie sie beispielsweise aus der EP-A-0 341 425 bzw. der entsprechenden
US-A-5,052,667 bekannt ist. Sie weist in axialer Richtung und somit etwa rechtwinklig
zur Förderrichtung F verlaufende sattelförmige Auflagen 72 auf, um die mittels des
Oeffnungsaggregates 28 geöffneten und den Offenhalteelemten 68 offengehaltenen Druckereiprodukte
20 rittlingsweise aufzunehmen. Der Abstand B der Auflagen 72 entspricht dabei im wesentlichen
dem Abstand A der Transportklammern 14 sowie vorzugsweise auch der Steigung einer
Windung der Offenhalteelemente 68 an dessen vorderen Ende 68b.
[0017] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die in vertikaler
Hängelage transportierten Druckereiprodukte 20 laufen mit ihrem Endbereich 30 auf
die Stützbleche 58 auf und werden dadurch im Endbereich 30 unter Biegung entgegen
der Transportrichtung F gestützt. Gleichzeitig verringert sich bei gleichbleibender
Fördergeschwindigkeit v die Geschwindigkeit der Endkante 29 des betreffenden Druckereiproduktes
20. Dabei holt ein geöffneter Greifer 44 das an den Stützblechen 58 anliegende Druckereiprodukt
20 ein und beim Ueberführen der Greiferzunge 46 in die Schliessstellung, vor Erreichen
des Endes der Stützbleche 58, wird das Druckereiprodukt 30 beim Endabschnitt 32 erfasst
und festgehalten. Durch das Biegen des Druckereiproduktes 20 nach rückwärts wird ein
grösserer Bereich des Endabschnittes 32 freigelegt, was die Sicherheit weiter erhöht,
dass der zweite Produkteteil vom Greifer 44 nicht erfasst wird, da die Tiefe des Greifermauls
entsprechend klein ausgebildet ist. Ein Einstechelement 54 sticht nun von unterhalb
des gehaltenen Endabschnittes 32 zwischen den ersten und zweiten Produkteteil 22,24
ein und hebt bzw. schält den zweiten Produkteteil 24 vom gehaltenen ersten Produkteteil
22 zwangsweise ab, da sich das Einstechelement 54 bezüglich des Greifers 44 mit etwa
doppelter Umlaufgeschwindigkeit v1 bewegt und sich somit in Umlaufrichtung U gesehen
vom Greifer 44 entfernt. Das dem Tragorgan 38 zugewandte Ende der beiden Offenhalteelemente
68 greift nun von unten zwischen die beiden voneinander abgehobenen Produkteteile
22,24 ein, wonach der Greifer 44 geöffnet wird. Durch die Synchronisation des Oeffnungsaggregates
28 mit der Fördereinrichtung 10 läuft nun der jeweils in das Druckereiprodukt 20 eingreifende
Teil der Oeffnungselemente 68 mit dem Druckereiprodukt 20 in Förderrichtung F mit,
hält das Druckereiprodukt 20 offen und öffnet dieses noch weiter, da infolge der Schräglage
die Offenhalteelemente 68 sich der Fördereinrichtung 10 nähern. Von unten greift jeweils
eine Auflage 72 zwischen eine Windung der Offenhalteelemente 68 ein und bewegt sich
ebenfalls mit der Fördereinrichtung 10 synchronisiert in Förderrichtung F, wodurch
die betreffende Auflage 72 jeweils von unten zwischen die voneinander abgehobenen
Produkteteile 22,24 zu liegen kommt, bevor die Offenhalteelemente 68 die Produkteteile
22, 24 freigeben. Das eine Auflage 72 jeweils von oben übergreifende Druckereiprodukt
20, wird dann durch Oeffnen der betreffenden Transportklammer 14 freigegeben und fällt
rittlingsweise zur Weiterverarbeitung auf die betreffende Auflage 72.
[0018] Der grundsätzliche Aufbau der Vorrichtung wie sie in den Figuren 1 und 2 gezeigt
und weiter oben beschrieben ist, unterscheidet sich nicht von den in den weiteren
Figuren gezeigten Ausbildungsformen. Einzig die Ausbildung des Tragorganes 38, der
Greifer 44, der Anordnung und Aufhängung der Einstechelemente 54 sowie des Stützelementes
56 ist zum Teil unterschiedlich.
[0019] Im folgenden werden deshalb hauptsächlich nur noch diese unterschiedlichen Teile
beschrieben. Im übrigen wird ausdrücklich auf die Beschreibung weiter oben und die
Figuren 1 und 2 verwiesen.
[0020] Beim Oeffnungsaggregat 28 gemäss Fig. 3 ist ebenfalls ein radartiges Tragorgan 38
an der Welle 36 (vergl. Fig. 1 und 2) drehfest gelagert. Es ist allerdings im Vergleich
zur Ausbildungsform gemäss Fig. 1 und 2 im Durchmesser grösser und weist entsprechend
eine grössere Anzahl in radialer Richtung vorstehende Tragarme 40 auf, wobei der Abstand
C der äusseren Enden der Tragarme 40 in etwa dem Abstand A der Transportklammern 14
entspricht oder kleiner ist. Die Enden der Tragarme 40 (Tangentialflächen) sind ebenfalls
als Greiferbacken 42 der Greifer 44 ausgebildet. Diese wirken mit Greiferzungen 46
zusammen, die je an einem Ende eines U-, bzw. V-förmig gebogenen Steuerhebels 74 angeordnet
sind, welcher anderenends am, in Umlaufrichtung U gesehen, dem betreffenden Greifer
44 nachlaufenden Tragarm 40 schwenkbar gelagert ist. Im der Greiferzunge 46 zugewandten
Endbereich weisen die Steuerhebel 74 eine zu ihrer zur Welle 36 parallelen Schwenkachse
74' koaxiale Anschlagfläche 76 auf, welche von der Greiferbacke 42 übergriffen ist.
An diese Anschlagfläche 76 kommt jeweils die Endkante 29 des ersten Produkteteiles
22 zur Anlage. Bei der in der Fig. 3 gezeigten Ausbildungsform sind die Greifer 44,
in Umlaufrichtung U gesehen, gegen vorn gerichtet, um die von den Stützblechen 58
des Stützelementes 56 in ihrem Endbereich 30 abgestützten und in Förderrichtung F
gegen hinten gebogenen Druckereiprodukte 20, im gegenüber dem zweiten Produkteteil
24 vorstehenden Endabschnitt 32 des obenliegenden ersten Produkteteiles 22 zu ergreifen.
Zwischen jeweils benachbarten Tragarmen 40 ist ein Freiraum 78 vorhanden, der in radialer
Richtung gesehen gegen aussen offen ist und von der Umlaufbahn 48 der Greifer 44 bis
zu den, in radialer Richtung gesehen, gegen innen gebogenen Steuerhebeln 74 reicht.
In diesen Freiraum 78 kann jeweils der zweite Produkteteil 24 beim Oeffnen der Druckereiprodukte
20 ausweichen.
[0021] Die Greifer 44 werden mittels einer Kulissensteuerung 80 gesteuert. Zu diesem Zweck
weisen die Steuerhebel 74 im Bereich ihrer Biegung eine frei drehbar gelagerte Steuerrolle
82 auf, die mit einer ortsfesten Oeffnungskulisse 84 zusammenwirkt. Die Steuerhebel
74 sind in der Figur 3 im Gegenuhrzeigersinn, in Richtung der Schliessstellung der
Greifer 44 vorgespannt, und mittels der Oeffnungskulisse 84 werden die Greiferzungen
64 entgegen dieser Vorspannung von der Schliessstellung in die Offenstellung überführt.
[0022] Im Bereich der Wurzel 40' jedes Tragarmes 40 ist ein zweiarmiger Winkelhebel 86 am
Tragorgan frei drehbar gelagert und mittels einer Feder (vergl. Fig. 5) im Uhrzeigersinn
in eine Ruhelage vorgespannt. Der eine etwa in radialer Richtung verlaufende Hebelarm
88 ist in seinem äusseren Endbereich in Umlaufrichtung U nach vorne gebogen und dient
als Einstechelement 54 mit einer Einstechkante 54'. In Ruhelage des Winkelhebels 86
befindet sich die Einstechkante 54' in Umlaufrichtung U gesehen, im Bereich der Greiferbacke
42, und in radialer Richtung gleich weit oder geringfügig weniger weit von der Achse
der Welle 36 (Figuren 1 und 2) entfernt, als die Greiferbacke 42; vergl. dazu in der
Figur 3 die beiden, sich im Bereich der Stützbleche 58 befindenden Greifer 44. Der
andere zum Hebelarm 88 etwa rechtwinklige Hebelarm 88' trägt an seinem nachlaufenden
Ende frei drehbar eine Folgerolle 90, die mit einer Einstechkulisse 92 zusammenwirkt.
Diese verschwenkt den Winkelhebel 86 entgegen dem Uhrzeigersinn wodurch das Einstechelement
54 bezüglich dem Greifer 44 in Umlaufrichtung U beschleunigt wird und sich von diesem
wegbewegt, um das Druckereiprodukt 20 zu öffnen. Bezüglich der genaueren Ausbildungsform
der Greiferzungen 46, Steuerhebel 74, Kulissensteuerung 80, Winkelhebel 86 mit dazugehöriger
Oeffnungskulisse 84 wird weiter auf Figur 5 und die entsprechende Beschreibung weiter
unten verwiesen.
[0023] Das Oeffnungsaggregat 28 gemäss Fig. 3 funktioniert wie folgt: Die in vertikaler
Hängelage, mit bezüglich dem kürzeren zweiten Produkteteil 24 nachlaufendem ersten
Produkteteil 22 in Förderrichtung F mit Fördergeschwindigkeit v transportierten Druckereiprodukte
20, kommen mit ihrem Endbereich 30 an den Stützblechen 58 zur Anlage, wodurch der
Endbereich 30 gegen hinten gebogen wird und in diesem Bereich der erste Produkteteil
22 nun obenliegend ist (siehe Fig. 3, das zweite Druckereiprodukt 20 von rechts).
Durch das Anheben des Endbereiches 30 des betreffenden Druckereiproduktes 20 wird
die Geschwindigkeit dieses Endbereiches 30 vorübergehend verringert, wodurch nun ein
geöffneter Greifer 44 dieses Druckereiprodukt 20 einholt, wobei die Endkante 29 des
ersten Produktteils 22 an der Anschlagfläche 76 zur Anlage gelangt (zweiter Greifer
44 von rechts). Der Greifer 44 wird nun zum Erfassen des Endabschnittes 32 geschlossen,
indem die Greiferzunge 46 in die Schliessstellung überführt wird, indem der Abstand
der Oeffnungskulisse 84 zur Achse der Welle 36 (Figuren 1 und 2) abnimmt. Schliesslich
läuft die Steuerrolle 82 von der Oeffnungskulisse 84 ab, bevor der Greifer 44 das
Ende des Stützbleches 58 erreicht hat. Es sei noch erwähnt, dass durch das Biegen
der Druckereiprodukte 20 nach hinten der freiliegende Bereich des Endabschnittes 32
vergrössert wird, wodurch die Zuverlässigkeit steigt, dass der zweite Produkteteil
24 von den Greifern 44 nicht mit erfasst wird.
[0024] Sobald nun ein Greifer 44 den Bereich der Stützbleche 58 verlässt, läuft die Folgerolle
90 desjenigen zugeordneten Winkelhebels 86 auf die Einstechkulisse 92 auf, wodurch
der Hebelarm 88 mit dem Einstechelement 54 in Umlaufrichtung U um seine Lagerachse
94 nach vorne verschwenkt wird. Dadurch sticht das Einstechelement 54 von unten zwischen
die beiden Produkteteile 22,24 ein und hebt beim Wegbewegen vom Greifer 44 den zweiten
Produkteteil 24 gegen unten vom gehaltenen ersten Produkteteil 22 ab, wobei der freie
Endbereich des zweiten Produkteteils 24 nun in den Freiraum 78 zu liegen kommt. Zwischen
die voneinander abgehobenen Produkteteile 22,24 kommt nun das diesseitige Ende der
Oeffnungselemente 68 in Eingriff um die Druckereiprodukte 20 beim Weitertransport
zur Verarbeitungstrommel 70 noch ganz zu öffnen und offen zu halten. Nach dem Eingreifen
der Oeffnungselemente 68 wird dann der Greifer 44 wieder geöffnet, indem die Steuerrollen
82 wieder auf die Oeffnungskulisse 84 auflaufen. Die Bewegungsbahn der Einstechkante
54' hat beim Einstechen den gleichen Abstand zur Welle 36 wie die Greiferbacke 42.
[0025] Bei der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausbildungsform ist das Tragorgan 38 mit
den daran angeordneten Teilen wie Greifern 44, Steuerhebeln 74, Winkelhebeln 86 mit
Einstechelementen 54 genau gleich ausgebildet, wie bei der Ausbildungsform gemäss
Fig. 3. Einzig ist diese Baueinheit nun um eine Diametralachse um 180° gedreht auf
der Welle 36 (Fig. 1 und 2) angeordnet, so dass die Greifer 44 nun, im Umlaufrichtung
U gesehen gegen hinten gerichtet sind. Der Aufbau dieser Baueinheit wird deshalb nicht
mehr dargelegt. Einzig die Form der Oeffnungskulisse 84 und der Einstechkulisse 92
ist unterschiedlich, worauf aber bei der Funktionsbeschreibung Bezug genommen wird.
Weiter ist zu erwähnen, dass der Abstand A der Transportklammer 14 gleich gross wie
, vorzugsweise aber etwas grösser ist, als der Abstand C zwischen den Greifern 44.
[0026] Das dem Oeffnungsaggregat 28 vorgeschaltete Stützelement 56 weist bei der Ausbildungsform
gemäss den Figuren 4 und 5 mehrere Stützbändchen 96 auf, die um Umlenkwalzen 98 geführt
sind. Von diesen sind nur jene gezeigt, die im dem Oeffnungsaggregat 28 zugewandten
Endbereich des Stützelementes 56 angeordnet und angetrieben sind. Der vertikale Abstand
des stützwirksamen oberen Trums 96' der Stützbändchen 96 zur Fördereinrichtung 10
nimmt in Förderrichtung F ab, so dass die in vertikaler Hängelage transportierten
Druckereiprodukte 20 mit ihrem freien Ende auf dem stützwirksamen Trum 96' zur Anlage
gelangen, und die Druckereiprodukte 20 in ihrem Endbereich 30 immer stärker in Förderrichtung
F gesehen gegen vorn gebogen werden, da die Stützbändchen 96' derart angetrieben sind,
dass sich die stützwirksamen oberen Trume 96' in Förderrichtung F in etwa mit doppelter
Fördergeschwindigkeit v bewegen.
[0027] Die Druckereiprodukte 20 werden mit bezüglich dem zweiten, kürzeren Produkteteil
24 vorlaufendem erstem Produkteteil 22 gefördert, so dass durch das nach vorne Biegen
des Endbereiches 30 der erste Produkteteil 22 mit dem vorstehenden Endabschnitt 32
nun bezüglich dem zweiten Produkteteil 24 obenliegend ist. Durch das Biegen der Druckereiprodukte
20 wird auch hier der Endabschnitt 32 wiederum vergrössert.
[0028] Wie dies Fig. 5 zeigt, ist jeder Steuerhebel 74 durch ein Hebelpaar gebildet, wobei
auf jeder Seite des Tragorganes 38 einer dieser Hebel angeordnet ist und diese über
eine zur Schwenkachse 74' koaxiale Lagerwelle 100 miteinander fest verbunden sind.
Die Lagerwelle 100 durchgreift den Tragarm 40 und zwischen diesem und den Hebeln ist
jeweils eine Spiralfeder 102 angeordnet, die die Lagerwelle 100 umgreift und die beiden
Hebel des Steuerhebels 74 in Richtung gegen die Schliessstellung der Greiferzungen
46 vorspannt. Die Greiferzungen 46 verbinden die beiden Hebel des Steuerhebelpaares
am von der Lagerwelle 100 entfernten Ende miteinander. Die Steuerrolle 82 ist am einen
der beiden Hebel des Hebelpaares gelagert und wirkt mit der Oeffnungskulisse 84 zusammen,
die drehbar auf der Welle 36 sitzt, aber verdrehsicher einstellbar in bekannter Art
und Weise abgestützt ist. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Hebelpaare
der Steuerhebel 74 im Bereich ihrer Biegung abgekröpft sind, um in ihrem der Greiferzunge
46 zugewandten Schenkelbereich weiter voneinander beabstandet ausgebildet zu sein
und die am benachbarten Tragarm 40 gelagerten Hebel des Steuerhebels 74 mit Abstand
zu umgreifen.
[0029] Das Tragorgan 38 ist im Bereich der Wurzeln 40' der Tragarme 40 je von einer weiteren
Lagerwelle 104 durchgriffen, auf welcher jeweils ein Winkelhebel 86 drehfest sitzt.
Zwischen dem Winkelhebel 86 und dem Tragorgan 38 ist die weitere Lagerwelle 104 von
einer weiteren Spiralfeder 102' umgriffen, welche den Winkelhebel 86 in seine Ruhelage
vorspannt, wie dies bereits im Zusammenhang mit der Fig. 3 weiter oben beschrieben
ist. Der Hebelarm 88 des Winkelhebels 86 ist in seinem freien Endbereich als Einstechelement
54 mit Einstechkante 54' ausgebildet. Der andere Hebelarm 88' trägt die Folgerolle
90 frei drehbar, welche mit der ebenfalls auf der Welle 36 frei drehbar sitzenden
Einstechkulisse 92 zusammenwirkt, welche ebenfalls in bekannter Art und Weise verdrehsicher
und einstellbar am Gestell 34 abgestützt ist. Auf der dem Winkelhebel 86 abgewandten
Seite des Tragorganes 38 sitzt auf der weiteren Lagerwelle 104 ebenfalls drehsicher
ein dem Hebelarm 88 entsprechender und zu diesem parallel verlaufender Hebelarm 88''
der ebenfalls in seinem freien Endbereich als Einstechelement 54 ausgebildet ist.
Es sticht somit beidseitig eines Greifers 44 ein Einstechelement 54 zwischen den vom
betreffenden Greifer 44 gehaltenen ersten Produkteteil 22 und den zweiten Produkteteils
24 ein.
[0030] Die Funktionsweise der in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausbildungsform ist wie folgt.
Sobald jeweils die Greiferzunge 46 eines geöffneten Greifers 44 beim Drehen in Umlaufrichtung
U in eine oberhalb der Stützbändchen 96 liegende Position gelangt, läuft ein Druckereiprodukt
20 mit seinem Endabschnitt 32 in das Greifermaul ein und kommt mit seiner Endkante
29 an der Anschlagsfläche 76 zur Anlage; dies weil die Umlaufgeschwindigkeit v2 der
Greifer 44 kleiner ist als die Fördergeschwindigkeit v der Fördereinrichtung 10 und
zudem die Stützbändchen 76 ansteigend angeordnet sind, wodurch der Endbereich 30 bezüglich
der entsprechenden Transportklammer 14 in Förderrichtung F gegen vorne bewegt wird.
Im Endbereich des stützaktiven Trums 96' werden die Greifer 44 geschlossen, indem
der Abstand der Oeffnungskulisse 84 zur Achse der Welle 36 abnimmt und jene schlussendlich
die Steuerrolle 82 freigibt. Die Einstechelemente 54 befinden sich bis dahin in die
Ruhelage verschwenkt. Sobald ein Greifer 44 geschlossen ist, läuft nun die Folgerolle
90 des betreffenden Winkelhebels 86 auf die Einstechkulisse 92 auf, wodurch die Einstechelemente
54 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden, wodurch ihre Geschwindigkeit bezüglich der
Umlaufgeschwindigkeit v2 der Greifer 44 verringert wird. Die Einstechelemente 54 stechen
mit den Einstechkanten 54' zwischen die beiden Produkteteile 22,24 ein und beim Entfernen
der Einstechelemente 54 vom Greifer 44 wird der untenliegende zweite Produkteteil
24 vom gehaltenen ersten Produkteteil 22 abgehoben. Dabei gelangt wiederum der zweite
Produkteteil 24 in den Freiraum 78. Zwischen die derart voneinander abgehobenen Produkteteile
22,24 kommt nun das diesseitige Ende der Offenhalteelemente 68 in Eingriff, wonach
der betreffende Greifer 44 geöffnet wird, indem die Steuerrolle 82 wiederum auf die
Oeffnungskulisse 84 aufläuft. Die Offenhalteelemente 68 halten die Druckereiprodukte
20 beim Weitertransport offen.
[0031] Die in der Figur 6 gezeigte Ausbildungsform des Oeffnungsaggregates 28 entspricht
jener gemäss den Figuren 4 und 5, wobei nun aber die Einstechelemente 54 nicht an
am Tragorgan 38 gelagerten Winkelhebeln 86 angeordnet sind. In ähnlicher Art und Weise
wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, ist auf der Welle 36 ein Einstechrad 50 frei drehbar
gelagert, an dem in der Art der Zähne eines Sägeblattes die Einstechelemente 54 angeordnet
sind. Die Anzahl der Einstechelemente 54 ist grösser als die Anzahl der Greifer 44
und das Einstechrad 50 ist entsprechend mit einer proportional kleineren Umlaufgeschwindigkeit
v3 angetrieben als die Umlaufgeschwindigkeit v2 der Greifer 44.
[0032] Genau gleich wie bei der Ausbildungsform gemäss den Figuren 4 und 5 werden die Druckereiprodukte
20 in Förderrichtung F mit der Fördergeschwindigkeit V transportiert, wobei der erste
Produkteteil 22 gegenüber dem zweiten Produkteteil 24 vorlaufend ist. Der Endbereich
30 der Druckereiprodukte 20 ist mittels Stützbändchen 96 abgestützt, und da die Umlaufgeschwindigkeit
dieser Stützbändchen 96 grösser ist, als die Fördergeschwindigkeit v,sind die Druckereiprodukte
20 in Förderrichtung F gegen vorn gebogen, so dass der Endabschnitt 32 vorlaufend
und der erste Produkteteil 22 obenliegend ist. Der erste Produkteteil 22 läuft jeweils
in einen geöffneten Greifer 44 ein und kommt mit seiner Endkante 29 an der Anschlagfläche
76 zur Anlage. Sobald der betreffende, geschlossene Greifer 44 den stützaktiven Bereich
der Stützbändchen 96 verlassen hat, sticht ein Stützelement 56 mit seiner Einstechkante
54' von unterhalb des Endabschnittes 32 zwischen den gehaltenen ersten Produkteteil
22 und den untenliegenden zweiten Produkteteil 24 ein. Da die Umfangsgeschwindigkeit
v3 des Einstechrades 50 kleiner ist als die Umlaufgeschwindigkeit v2 der Greifer 44,
entfernt sich nun das betreffende Einstechelement 54 vom Greifer 44 gegen hinten,
wodurch der zweite Produkteteil 24 vom ersten Produkteteil 22 gegen unten abgehoben
wird. Wie bereits weiter oben beschrieben, greifen nun die diesseitigen Enden der
Offenhalteelemente 68 zwischen die voneinander abgehobenen Produkteteile 22,24 ein,
wonach der Greifer 44 geöffnet wird und diesen den ersten Produkteteil 22 freigibt.
Bei der weiteren in der Figur 7 gezeigten Ausbildungsform sind die Greifer 44 gleich
ausgebildet und angesteuert, wie in den Ausbildungsformen gemäss den Figuren 4 bis
6 gezeigt. Die Einstechelemente 54 sind nun aber ebenfalls in der Art eines sternartigen
Einstechrades an den radial äusseren Enden von Lagerarmen 106 eines Lagerelementes
108 angeordnet. Die Anzahl Einstechelemente 54 entspricht der Anzahl Greifer 44, wobei
aber der Durchmesser der kreisförmigen Bewegungsbahn der Einstechelemente 54 kleiner
ist als der Durchmesser der kreisförmigen Umlaufbahn 48 der Greifer 44. Entsprechend
diesem Durchmesserverhältnis ist das Lagerelement 108 mit einer proportional kleineren
Drehzahl angetrieben, als das die Greifer 44 tragende Tragorgan 38. Das Lagerelement
108 ist bezüglich der Achse der Welle 36, auf welcher das Tragorgan 38 sitzt, exzentrisch
angeordnet, wobei die Bewegungsbahn der Einstechkanten 54' die Umlaufbahn 48 der Greifer
44 von innen dort tangiert, wo die Einstechelemente 54 jeweils in die Druckereiprodukte
20 einstechen, d.h. im oberen Bereich der Umlaufbahn 48, beim Ende des Stützelementes
56.
[0033] An jedem Lagerarm 106 ist ein zweiarmiger Klemmhebel 110 drehbar gelagert, dessen
in Umlaufrichtung U gesehen nachlaufender Hebelarm 112 zusammen mit dem Einstechelement
54 eine Klammer 114 bildet, um nach dem Einstechen den zweiten Produkteteil 24 vorübergehend
festzuklemmen. Der Klemmhebel 110 ist in Richtung seiner Klemmstellung vorgespannt
und weist an seinem vorlaufenden Hebelarm 112' ein freidrehbar gelagertes Steuerrad
116 auf, das mit einer Steuerkulisse 118 zusammenwirkt, um die Klammer 114 zu öffnen.
[0034] In genau gleicher Art und Weise, wie in den Figuren 4 bis 6 gezeigt, werden die Druckereiprodukte
20 mit bezüglich dem zweiten Produkteteil 24 vorlaufenden ersten Produkteteil 22 gefördert
und im Endbereich 30 mittels Stützbändchen 96 abgestützt, so dass die Druckereiprodukte
20 in Förderrichtung F gesehen gegen vorn gebogen sind und der den vorstehenden Endabschnitt
32 aufweisende erste Produkteteil 22 wiederum obenliegend ist. Im Bereich wo die Druckereiprodukte
20 mit ihrem Endabschnitt 32 in die geöffneten Greifer 44 eingeführt werden, sind
die Klammern 114 durch die Wirkung der Steuerkulisse 118 geöffnet, wie dies in der
Figur 7 anhand der Klammer 114 ganz rechts gezeigt ist. Der entsprechende Greifer
44 erfasst nun den Endabschnitt 32 und hält diesen fest. Entfernt sich nun der Greifer
44 aus dem Bereich der Stützbändchen 96, sticht das Einstechelement 54 infolge seiner
bezüglich der Umlaufgeschwindigkeit v2 der Greifer 44 kleineren Umlaufgeschwindigkeit
v3 zwischen die Produkteteile 22 und 24 ein, wonach das Steuerrad 116 ab der ortsfesten
Steuerkulisse 118 abläuft und die Klammer 114 schliesst. Dadurch wird der zweite Produkteteil
24 zwischen dem Einstechelement 54 und Klemmhebel 110 eingeklemmt und gehalten, wodurch
nun wiederum infolge der unterschiedlichen Geschwindigkeiten v2,v3 zwischen den Greifern
44 und den Klammern 114 sowie dem kleineren Durchmesser der Bewegungsbahn der Klammern
114 der zweite Produkteteil 24 vom ersten Produkteteil 22 gegen unten abgehoben wird.
Anschliessend wird die Klammer 114 mittels der Steuerkulisse 118 wieder geöffnet (siehe
Klammer 114 links), wonach in der oben beschriebenen Art und Weise das Oeffnungselement
68 zwischen die Produkteteile 22,24 eingreift, um diese beim Weitertransport voneinander
entfernt zu halten. Selbstverständlich werden auch hier die Greifer 44 geöffnet, sobald
die Offenhalteelemente 68 zwischen die Produkteteile 22,24 eingreifen.
[0035] Bei der in der Figur 8 gezeigten Ausbildungsform entspricht die Konstruktion des
Tragorganes 38, der Greifer 44 und der am Tragorgan 38 gelagerten Winkelhebel 86 mit
den Einstechelementen 54, der in der Figur 3 gezeigten Ausbildungsform. Der einzige
Unterschied besteht darin, dass die Greiferbacken 42 und Greiferzungen 46 auf den
klemmaktiven Seiten Oeffnungen 120 aufweisen, die über Kanäle 122 in den Tragarmen
40 und Steuerhebeln 74 mit einer nicht gezeigten Unterdruckquelle verbindbar sind.
Diese Ausbildungsform eignet sich zum Oeffnen von mittig gefalteten Druckereiprodukten
20 und Zweifalz-Druckereiprodukten. Letztere sind zuerst einmal gefaltet und dann
rechtwinklig dazu ein zweites Mal gefaltet und werden bei diesem zweiten Falz von
den Transportklammern 114 gehalten transportiert.
[0036] Die in vertikaler Hängelage transportierten Druckereiprodukte 20 laufen mit ihrem
freien Endbereich 20 auf die Stützbleche 58 auf, werden abgestützt und in Förderrichtung
F gesehen gegen hinten gebogen. Ein Greifer 44 holt das Druckereiprodukt 20 auf, welches
dann durch Schliessen des Greifers 44 bei seiner Endkante 29 erfasst und gehalten
wird. Die Kanäle 122 werden nun mit der Unterdruckquelle verbunden und nachdem der
Greifer 44 den Bereich der Stützbleche 58 verlassen hat, wird die Greiferzunge 46
in Offenstellung überführt. Da nun aber in den Oeffnungen 120 Unterdruck anliegt,
werden die beiden Produkteteile 22,24 an der Greiferzunge 46 bzw. Greiferbacke 42
festgehalten und voneinander abgehoben. Nun wird die Oeffnung in der Greiferbacke
42 von der Unterdruckquelle getrennt, wodurch jene den zweiten Produkteteil 24 freigibt.
Gleichzeitig wird der Winkelhebel 86 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, so dass er
mit seinem Einstechelement 54 zwischen die bereits einwenig voneinander abgehobenen
Produkteteile 22,24 einsticht.Durch die Weiterbewegung des Einstechelementes 54 wird
der zweite Produkteteil 24 ab der Greiferbacke 42 geschoben und wird das Druckereiprodukt
20 weiter geöffnet. Sobald nun das Offenhalteelement 68 zwischen die beiden voneinander
abgehobenen Produkteteile 22,24 eingegriffen hat, wird auch die Oeffnung 120 in der
Greiferzunge 46 von der Unterdruckquelle getrennt, wodurch der erste bis dahin gehaltene
Produkteteil 22 auch freigegeben wird. Sind Zweifalz-Druckereiprodukte 20 zu öffnen,
so ist das Oeffnungsaggregat 28 vorzugsweise bezüglich der Fördereinrichtung 10 seitlich
versetzt angeordnet, so dass es auf das Druckereiprodukt 20 beim seitlichen Falz einwirkt.
Selbstverständlich ist es auch denkbar, Druckereiprodukte 20 mit vorlaufendem Endbereich
30 zu öffnen. In diesem Fall ist wiederum das Tragorgan 38 mit den Greifern 44 und
den Stützelementen 56, um eine Diametralachse um 180 ° gedreht, an der Welle 36 (Fig.
1, 2) anzuordnen.
[0037] Bei sämtlichen gezeigten Ausbildungsformen weist die Umlaufbahn 48 der Greifer 44
einen halteaktiven Bereich auf, in dem die Greifer 44 geschlossen sind, um den ersten
Produkteteil 22 festzuhalten oder (bei der Ausbildungsform gemäss Figur 8) in dem
die Greifer 44 geschlossen bzw., bei geöffnetem Greifer 44 die Oeffnungen 120 in den
Greiferzungen 46 mit der Unterdruckquelle verbunden sind, um den ersten Produkteteil
22 festzuhalten. Auch bei sämtlichen Ausbildungsformen verläuft ein Abschnitt der
in sich geschlossenen Bewegungsbahn der Einstechelemente 54 bei halteaktivem Bereich
der Umlaufbahn der Greifer 44, um in diesem Bereich in die Druckereiprodukte 20 einzustechen
und jeweils den zweiten Produkteteil 24 vom ersten Produkteteil 22 abzuheben. Dabei
berührt jeweils die Bewegungsbahn der Einstechelemente 54 die Umlaufbahn 48, wie dies
in den Beispielen gezeigt ist. Es wäre aber auch denkbar, bei den Ausbildungsformen
gemäss den Figuren 3 bis 5 und 8 die Drehachsen der Einstechelemente 54 ausserhalb
einer Geraden zwischen den Greifern 44 und der Welle 36 zu lagern, so dass die Einstechkante
54' beim Einstechen die Umlaufbahn 48 schneidet.
[0038] Es wäre auch denkbar, die Greifer 44 und Einstechelemente 54 an einem endlosen Zugorgan
anzuordnen, so dass die Umlaufbahn der Greifer 44 bereichsweise gradlinig verläuft.
Die Offenhalteelemente 68 können innen hohl ausgebildet und an eine Ueber- oder Unterdruckquelle
angeschlossen sein. Das über die Offenhalteelemente 68 zugeführte Medium (vorzugsweise
Luft) wirkt über Austrittsöffnungen (Löcher, Schlitze und dgl.) in der Wand der Offenhaltelemente
68 auf die Produkteteile 22, 24 ein, um diese entweder noch weiter voneinander zu
spreizen (bei Ueberdruck) oder anzusaugen (bei Unterdruck).
1. Verfahren zum Oeffnen von gefalteten Druckereiprodukten, insbesondere Zeitungen, Zeitschriften
und Teilen davon, bei dem die Druckereiprodukte (20) bei ihrem quer zu ihrer Förderrichtung
(F) verlaufenden, zwei Produkteteile (22, 24) miteinander verbindenden Falz (26) mittels
Transportklammern (14) hängend gehalten und an ihrem dem Falz (14) gegenüberliegenden
Endbereich (30) abgestützt gefördert werden, und zum Oeffnen der Druckereiprodukte
(20) der eine erste Produkteteil (22) bei seiner dem Falz (26) gegenüberliegenden
Endkante von einem etwa in Bewegungsrichtung der Endkante angetriebenen Greifer (44)
erfasst und vorübergehend gehalten wird und der andere zweite Produkteteil (24) vom
gehaltenen ersten Produkteteil (22) wegbewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in
das Druckereiprodukt (20) zwischen dem gehaltenen ersten (22) und dem zweiten Produkteteil
(24) mittels eines relativ zum Greifer (44) beweglichen Einstechelements (54) eingestochen
wird und der zweite Produkteteil (24) beim voneinander Wegbewegen des Einstechelementes
(54) und Greifers (44) mindestens teilweise vom ersten Produkteteil (22) abgehoben
und so das Druckereiprodukt (20) geöffnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aussermittig gefaltete Druckereiprodukte
(20) in etwa vertikaler Hängelage gehalten und in ihrem Endbereich (30) derart abgestützt
gefördert werden, dass im Endbereich (30) der über den zweiten Produkteteil (24) vorstehende
Endabschnitt (32) des ersten Produkteteils (22) obenliegend ist, und dass der erste
Produkteteil (22) am Endabschnitt (32) vom Greifer (44) erfasst und gehalten wird
und in die Druckereiprodukte (20) von unterhalb des Endabschnittes (32) mit dem Einstechelement
(54) eingestochen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die mindestens
teilweise voneinander abgehobenen Produkteteile (22,24) mit einem spiralartigen, um
seine in Förderrichtung (F) verlaufende Längsachse (68') drehend angetriebenen Offenhalteelement
(68) eingegriffen wird, um die Druckereiprodukte (20) nach Freigabe des ersten Produkteteils
(22) durch die Greifer (44) offenzuhalten.
4. Vorrichtung zum Oeffnen von gefalteten Druckereiprodukten, insbesondere Zeitungen,
Zeitschriften und Teilen davon, mit einer Fördereinrichtung (10) mit in Förderrichtung
(F) angetriebenen Transportklammern (14), die dazu ausgebildet sind, die Druckereiprodukte
(20) an ihrem quer zur Förderrichtung (F) verlaufenden, zwei Produkteteile (22,24)
miteinander verbindenden Falz (26) hängend zu halten, einem unterhalb der Fördereinrichtung
(10) angeordneten Stützelement (56) zum Abstützen der Druckereiprodukte (20) an ihrem
dem Falz (26) gegenüberliegenden Endbereich (30), und einem ebenfalls unterhalb der
Fördereinrichtung (10) angeordneten Oeffnungsaggregat (28) mit umlaufend angetriebenen,
steuerbaren Greifern (44), deren geschlossene Umlaufbahn (48) zum Erfassen des einen
ersten Produkteteils (22) bei seiner dem Falz (26) gegenüberliegenden Endkante beim
Stützelement (56) verläuft und nachfolgend einen halteaktiven Bereich aufweist, in
dem die Greifer (44) zum vorübergehenden Halten des ersten Produkteteils (22) angesteuert
sind, und mit Mitteln zum Wegbewegen des anderen zweiten Produkteteils (24) vom gehaltenen
ersten Produkteteil (22), dadurch gekennzeichnet, dass das Oeffnungsaggregat (28)
ein relativ zu den Greifern (44) bewegbares Einstechelement (54) aufweist, das dazu
ausgebildet ist, innerhalb des halteaktiven Bereichs der Umlaufbahn (48) der Greifer
(44) in die Druckereiprodukte (20) zwischen dem gehaltenen ersten (22) und dem zweiten
Produkteteil (24) einzustechen und beim voneinander Wegbewegen von Greifer (44) und
Einstechelement (54) den zweiten Produkteteil (24) mindestens teilweise vom ersten
Produkteteil (22) abzuheben und so das Druckereiprodukt (20) zu öffnen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (44) an einem
umlaufend angetriebenen Tragorgan (38) angeordnet sind und dass mehrere, entlang einer
geschlossenen Bewegungsbahn umlaufend angetriebene Einstechelemente (54) vorhanden
sind, wobei ein Abschnitt der Bewegungsbahn beim halteaktiven Bereich der Umlaufbahn
(48) der Greifer (44) verläuft und in diesem Abschnitt die Geschwindigkeit (v3) der
Einstechelemente (54) zur Umlaufgeschwindigkeit (v1,v2) der Greifer (44) veränderbar
oder unterschiedlich ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeweils benachbarten
Greifern (44) zwischen der Umlaufbahn (48) der Greifer (44) und dem Tragorgan (38)
ein Freiraum (78) vorhanden ist, in den der zweite Produkteteil (24) beim Oeffnen
der Druckereiprodukte (20) eingreifen kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragorgan (38)
sternartig ausgebildet ist und in radialer Richtung vorstehende Tragarme (40) aufweist,
an deren radialen Endbereichen sich die Greifer (44) befinden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass am radial äusseren Ende
der Tragarme (40) mit beweglichen Greiferzungen (46) zusammenwirkende Greiferbacken
(42) der Greifer (44) fest angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Tragorgan (38) oder dessen
Tragarmen (40) vorzugsweise V- oder U-förmige Steuerhebel (74) schwenkbar gelagert
sind, die jeweils eine Greiferzunge (46) tragen, die mit einer an einem andern, vorzugsweise
benachbarten Tragarm (40) angeordneten festen Greiferbacke (42) zusammenwirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhebel (74) in
Richtung gegen die Schliessstellung der Greifer (44) vorgespannt und zum Oeffnen der
Greifer (44) mittels einer Kulissensteuerung (80) in Gegenrichtung verschwenkbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedem
Greifer (44) ein am Tragorgan (38) gelagertes Einstechelement (54) zugeordnet ist,
dessen Bewegungsbahn zum Einstechen im halteaktiven Bereich der Umlaufbahn (54) der
Greifer (44), in radialer Richtung gesehen, die Umlaufbahn (48) tangiert oder schneidet.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, gekennzeichnet durch ein drehend angetriebenes
Einstechrad (50) mit in radialer Richtung sägeblattartig vorstehend angeordneten Einstechelementen
(54), wobei die Umfangsgeschwindigkeit (v3) des Einstechrades (50) zur Geschwindigkeit
(v1,v2) der Greifer (44) unterschiedlich ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstechelemente
(54) an in radialer Richtung vorstehenden Lagerarmen (106) eines drehbar gelagerten
Lagerelements (108) angeordnet sind, und mit den Einstechelementen (54), vorzugsweise
an den Lagerarmen (106) angeordneten, gesteuerten Klemmhebeln (110) zusammenwirken,
um jeweils nach dem Einstechen in ein Druckereiprodukt (20) den zweiten Produkteteil
(24) vorübergehend festzuklemmen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferbacken
(42) und Greiferzungen (46) mit einer Unterdruckquelle verbindbare Oeffnungen (120)
aufweisen, um die beiden Produkteteile (22, 24) beim Oeffnen der Greifer (44) zu halten
und bei dem dem Falz (26) gegenüberliegenden Rand voneinander abzuheben, und dass
die Einstechelemente (54) zum Einstechen zwischen die derart voneinander abgehobenen
Produkteteile (22,24) ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportklammern
(14) dazu ausgebildet sind, aussermittig gefaltete Druckereiprodukte (20), die an
ihrem ersten Produkteteil (22) einen über den zweiten Produkteteil (24) vorstehenden
Endabschnitt (32) aufweisen, in etwa senkrechter Hängelage und mit bezüglich dem zweiten
Produkteteil (24) nachlaufendem ersten Produkteteil (22) zu transportieren, das Stützelement
(56) ein vorzugsweise festes Stützorgan (58) aufweist, um die Drukkereiprodukte (20)
mit in Förderrichtung (F) gesehen, gegen hinten gebogenem Endbereich (30) und obenliegendem
Endabschnitt (32) zu stützen, und die Mäuler der Greifer (44), in Umlaufrichtung (U)
gesehen, gegen vorne gerichtet und die Einstechelemente (54) bezüglich der Greifer
(44) mit grösserer Geschwindigkeit bewegbar sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportklammern
(14) dazu ausgebildet sind, aussermittig gefaltete Druckereiprodukte (20), die an
ihrem ersten Produkteteil (22) einen über den zweiten Produkteteil (24) vorstehenden
Endabschnitt (32) aufweisen, in etwa senkrechter Hängelage und mit bezüglich dem zweiten
Produkteteil (24) vorlaufendem ersten Produkteteil (22) zu transportieren, das Stützelement
(56) ein, bezüglich der Transportklammern (14) mit grösserer Geschwindigkeit umlaufend
angetriebenes Stützband (96) aufweist, um die Druckereiprodukte (20) mit, in Förderrichtung
(F) gesehen, gegen vorne gebogenem Endbereich (30) und obenliegendem Endabschnitt
(32) zu stützen, und die Mäuler der Greifer (44) in Umlaufrichtung (U) gesehen, gegen
hinten gerichtet und die Einstechelemente (54) bezüglich der Greifer (44) mit kleinerer
Geschwindigkeit bewegbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Oeffnungsaggregat
(28) ein spiralartiges, um seine in Förderrichtung (F) verlaufende Längsachse (68')
drehend angetriebenes Offenhalteelement (68) aufweist, das mit seinem, in Förderrichtung
(F) gesehen hinteren Ende (68a) jeweils zwischen die voneinander abgehobenen Produkteteile
(22,24) eingreift, um die geöffneten Druckereiprodukte (20) nach Freigabe des ersten
Produkteteils (22) durch die Greifer (44) beim Weitertransport offenzuhalten.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass dem Oeffnungsaggregat (28)
eine Verarbeitungstrommel (70) mit sattelfömigen Auflagen (72) nachgeschaltet ist,
auf die die geöffneten Druckereiprodukte (20) durch Oeffnen der Transportklammern
(14) rittlings ablegbar sind, wobei die Auflagen (72) zwischen die Windungen des Offenhalteelementes
(68) und die voneinander abgehobenen Produkteteile (22,24) von unten eingreifen.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17. dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Windungen
des Offenhaltungselementes (68) von seinem hintern Ende (68a) zu seinem vorderen Ende
(68b) zunimmt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17-19, dadurch gekennzeichnet, dass das Offenhalteelement
(68) in Richtung seiner Längsachse (68') verschiebbar auf einer Antriebswelle (66)
befestigt ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17,19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das
Offenhalteelement (68) mit einer an eine Ueber- oder Unterdruckquelle anschliessbaren
Zuführung versehen ist, um gegen die Produkteteile (22,24) Druckluft zu richten bzw.
die Produkteteile (22,24) anzusaugen.