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(11) |
EP 0 600 218 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.1998 Patentblatt 1998/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.10.1993 |
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| (54) |
Bandage für das Kniegelenk
Bandage for the knee joint
Bandage pour l'articulation du genou
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
05.11.1992 DE 4237389 04.08.1993 EP 93112490
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.06.1994 Patentblatt 1994/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Beiersdorf Aktiengesellschaft |
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20245 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Brandt, Dieter
D-40545 Düsseldorf (DE)
- Szlema, Ingeborg
D-47906 Kempen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Richter, Werdermann & Gerbaulet |
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Neuer Wall 10 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 154 758 EP-A- 0 498 062 DE-A- 4 103 383 FR-A- 2 636 228 US-A- 4 287 885
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EP-A- 0 496 071 WO-A-85/04569 FR-A- 2 607 384 US-A- 4 116 236 US-A- 4 986 263
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich im wesentlichen auf eine Bandage für das Kniegelenk aus
elastischem Bandagenstoff in Schlauchform mit einem vorderen Bandagenteil und einem
rückwärtigen Bandagenteil und mit mindestens einem eingearbeiteten, längsverlaufenden
Federstab, wobei die Bandage aus einem anatomisch geformten Schlauchkörper aus einem
Gewebe besteht und wobei in dem vorderen Bandagenteil eine im Bereich über der Kniescheibe
bei angelegter Bandage liegende, die Quadrizeps-Sehne freilassende Pelotte aus einem
weichen oder weichelastischen Material angeordnet ist (vergl. Oberbegriff der Ansprüche
1 bis 5).
[0002] Das Knie ist das verletzungsgefährdetste und am häufigsten von Arthrosen betroffene
Gelenk des Körpers, da es instabil ist und das volle Körpergewicht trägt. Häufig sind
auch muskuläre Disbilancen Ursache für Schmerzen an der vorderen Kniescheibe. Vor
allem bei Personen mit sitzenden Berufen ist die ischiokrurale Muskulatur meist verkürzt
und zieht die Gelenkkapsel nach hinten, wodurch sich der Anpreßdruck der Kniescheibe
unphysiologisch erhöht. Sportverletzungen des Kniegelenkes entstehen vor allem beim
Fußballspielen und beim Skilaufen durch plötzliche Drehungen und Belastungen des Unterschenkels.
Affektionen des Knies haben meist örtliche Schmerzen zur Folge. Die Komplexität des
Gelenks erschwert die genaue Diagnose. Deshalb kommt es häufig vor, daß Patienten
nicht die richtige Anfangsbehandlung erhalten, was zu späteren degenerativen Erkrankungen
führen kann.
[0003] Zur Versorgung von Knieverletzungen steht eine Vielfalt therapeutischer Hilfsmittel
zur Ruhigstellung oder Bewegungseinschränkung sowie zur Stützung und Entlastung des
Kniegelenkes zur Verfügung. Auch der Bereich der Aktiv-Bandagen ist mit einer Vielzahl
von Produkten besetzt, wie sie bei keinem anderen Körperteil zu finden ist. So ist
durch die dem Stand der Technik am nächsten kommende und die Ansprüche 1, 3 bis 5
betreffende DE-A- 34 16 231 eine Kniebandage zum Schlüpfen aus elastischem Material
mit gegebenenfalls eingearbeiteten, längsverlaufenden Federn zur Verstärkung der Medial-
und Lateralseite des Kniegelenkes, eine Aussparung für die Patella und eine diese
Aussparung umgebende Polsterung bekannt, wobei die die Aussparung umgebende Polsterung
derart ausgeführt ist, daß sich ein Anpreßdruck auf das Kniescheibenband ergibt, der
das femoro-patellare Gleitlager entlastet. Die Polsterung umgibt dabei die Aussparung
U-förmig, wobei die U-Form nach oben geöffnet ist. Die Polsterung stellt ein elastisches,
in die Kniebandage eingearbeitetes U-Element dar, das die Aussparung ausschließlich
seitlich und von unten umgibt. Dieses Element besteht aus Silikonmaterial oder Gummi.
Des weiteren ist das U-Element als Wulst mit konvexer Seite zum Körper ausgebildet.
Wesentlich ist jedoch bei dieser Kniebandage, daß das Hauptvolumen der Polsterung
bzw. des Wulstes über dem Kniescheibenband angeordnet ist. Neben einem angenehmen
Tragegefühl soll eine optimale Entlastung des Kniegelenkes bei gleichzeitiger Führung
desselben erreicht werden, um hierdurch im Falle von Verletzungen, Reizungen oder
anderen pathologischen Zuständen einen möglichst kurzen und schonenden Heilungsvorlauf
zu erreichen. Allerdings erfolgt bei dieser Kniebandage keine Druckentlastung auf
das Kniescheibenband, denn es soll ja gerade ein Anpreßdruck auf das Kniescheibenband
erreicht werden. Die Kniegelenkbandage nach DE-U-90 04 974 besteht aus einem sich
konisch nach unten verjüngenden Kniestrumpf aus einem elastischen Material, wie einem
Gummigewebe. Der Kniestrumpf trägt auf seiner Vorderseite im Bereich der Kniescheibe
zwei von oben sich nach unten erstreckende Halterungen, die die Kniescheibe seitlich
auf ihrer Unterseite anliegend abstützen. Diese Kniegelenkbandage soll eine höhenmäßige
Veränderung der Kniescheibe zu den Muskeln erlauben, jedoch die Kniescheibe gegenüber
der Gleitfläche in angehobenem Zustand durch eine unterseitige Abstützung der Kniescheibe
halten.
[0004] Die DE-A- 39 91 334 beschreibt eine elastische Kniegelenkbandage in Schlauchform
mit einer elastischen, die Kniescheibe in einer Aussparung umfassenden Profileinlage.
In die Profileinlage ist in festem Verbund mit dieser ein biegsames, nicht dehnbares
Spannglied eingelagert, das die Bereiche der Profileinlage benachbart zu den Kniescheibenpolen
wadenbeinseitig im Bogen um die Kniescheibe derart verbindet, daß bei Vergrößerung
der Entfernung dieser Bereiche beim Beugen des Kniegelenkes der Abstand des Bogens
von der Verbindungslinie der Kniescheibenpole verringert wird und der betreffende
Rand der Aussparung der Profileinlage auf die benachbarte Seite der Kniescheibe diese
medial verschiebend und zentrierend drückt. Mit dieser Kniegelenkbandage soll auf
eine Kniescheibe, die aus ihrer Idealposition entweder krankhaft oder als sehr häufige
Normvariante wadenbeinseitig verschoben ist, beim Beugen des Kniegelenkes dynamisch
eingewirkt werden, um dabei die Kniescheibenlage zu korrigieren. Beim Beugen des Kniegelenkes
wird jedoch die bei dieser Kniegelenkbandage verwendete Spange auseinandergezogen
mit der Folge, daß sich die Spange aufrichtet und die gewünschte zentrierende Wirkung
nicht voll erreicht wird.
[0005] Durch die dem Stand der Technik am nächsten kommende und den Anspruch 2 betreffende
FR-A- 2 607 384 ist eine Bandage mit einer ringförmigen Pelotte mit einem stabförmigen
Ansatz bekannt, der von zwei erhaben ausgebildeten Abschnitten gebildet wird, die
über einen Steg miteinander verbunden sind. Dieser Steg weist gegenüber der Stärke
der eigentlichen Ringpelotte eine geringere Stärke auf. Die Ringpelotte selbst ist
als flacher Formkörper ausgebildet, an den sich der Steg mit den beiden sich in Steglängsrichtung
erstreckenden erhaben ausgebildeten Abschnitten anschließt, wobei anstelle von wulstförmigen
Abschnitten, die den Steg seitlich begrenzenden Ränder verstärkt mit einer Höhe, die
der Materialstärke der Ringpelotte entspricht, sich zum Stegende hin verjüngen. Hinzu
kommt, daß die erhaben ausgebildeten Abschnitte bzw. Längsränder der Ringpelotte parallel
zueinander verlaufen. Eine wulstartige Ausbildung und ein bogenförmiger Verlauf der
im Stegbereich sich gegenüberliegenden und den Steg seitlich begrenzenden Enden der
Ringpelotte ist bei der Ringpelotte der bekannten Gelenkbandage nicht vorgesehen.
[0006] Diese Bandage ist mit einer Patella-Öffnung versehen, die durch die Ringpelotte abgepolstert
ist. Die Ränder beiderseits des Kniescheibenbandes sind parallel ausgerichtet. Dies
reicht aus, um eine lose Führung zu erzielen. Die Länge des Schlitzes oder Kanals
ist mindestens dem Querschnitt der Ringpelotte entsprechend definiert. So wird die
Sehne über eine ausreichende Länge geführt. Außerdem weist die Ringpelotte im Bereich
des unteren Bandes immer die selbe Höhendifferenz zu den seitlichen Verstärkungen
und dem dazwischenliegenden Steg auf.
[0007] Die EP-A-498 062 beschreibt ein aus textilen Fäden hergestelltes Flächengebilde zur
Verwendung im Beugebereich von Gelenkbandagen, das sich durch eine zumindest auf einer
Seite ausgebildete Querwellenstruktur auszeichnet, die durch eine eingearbeitete oder
unter einer Deckstruktur liegende, elastische Fadenanordnung, die in vorbestimmten
Abständen mit der Deckstruktur verbunden ist, elastisch vorgespannt und stabilisiert
ist, um in Form eines Einsatzes im Beugebereich eines Gelenkes einer Faltenbildung
während des Beugevorganges entgegenwirken zu können, um das Auftreten von Falten im
innenliegenden Gelenkbeugebereich zu vermeiden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bandage für das Kniegelenk, im nachfolgenden
als Genu-Kniegelenkbandage, und eine darauf aufbauende, nachfolgend als Patella-Kniegelenkbandage
bezeichnete Kniegelenkbandage für den Einsatz bei einer Lateralisationstendenz der
Patella zu schaffen, mit der folgendes erreicht werden soll:
- Unterstützung der Physiotherapie. Wichtiger Bestandteil der krankengymnastischen Behandlung
ist die Dehnung der ischiokruralen Muskeln.
- Entlastung des Kniegelenkes und der Patella.
- Herbeiführung einer raschen Abschwellung, Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung.
- Ausübung einer intermittierenden Kompression und einer Massage auf die Gelenkweichteile.
- Vermeidung eines unerwünschten Druckes auf die Patella und den darunterliegenden Knorpelbelag.
- Verringerung des Anpreßdruckes auf die Patella.
- Erhaltung der physiologischen Gleitfähigkeit der Patella.
- Entlastung des Ansatzes der ischiokruralen Muskeln.
- Vermeidung eines unerwünschten Druckes auf die Nerven und Gefäße, die in der Kniekehle
verlaufen.
- Vermeidung von negativen Auswirkungen auf die Muskelaktivität.
- Vermeidung einer Faltenbildung der Bandage in der Kniekehle.
- Keine Beeinträchtigung der Funktion der Quadrizeps-Sehne, die Patella in ihre richtige
Position zu ziehen,
wobei die Patella-Kniegelenkbandage darüber hinaus folgende Eigenschaften haben soll:
- Seitliche Führung der Patella zur Verringerung der Lateralabweichung.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Bandage für Kniegelenke durch die in den Ansprüchen
1,2,3,4 und 5 angegebenen Merkmale.
[0010] Eine Genu-Kniegelenkbandage gemäß der eingangs genannten Art ist nach Anspruch 1
in der Weise ausgebildet, daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage einen rundumlaufenden
Einsatz aus einem hochelastischen Wellengestrick aufweist, wobei die nach oben offene
Pelotte mit einem bogenförmigen Verlauf der Außenränder der beiden Pelottenschenkel
und mit einer außenseitig liegenden, ebenen Grundfläche sowie mit einem halbkreis-
oder teilkreisförmigen Schenkelquerschnitt mittig in dem die beiden Pelottenschenkel
verbindenden Steg eine innenseitig liegende Vertiefung zur Anpassung an den Schienbeinkopf
und an den Verlauf des Kniescheibenbandes aufweist, wobei die Länge der Vertiefung
der Breite des Pelottensteges entspricht.
[0011] Neben der U-förmigen Pelotte kann auch eine ringförmige Pelotte bei einer Kniegelenkbandage
nach Anspruch 2 eingesetzt werden, die in der Weise ausgebildet ist, daß das Gewebe
oder das Gestrick der Bandage einen rundumlaufenden Einsatz aus einem hochelastischen
Wellenstrick aufweist, wobei die Bandage mit mindestens einem eingearbeiteten, längsverlaufenden
Federstab vorsehen ist und die ringförmige oder ovale Pelotte einem halbkreis- oder
teilkreisförmigen Schenkelquerschnitt und mittig in dem die beiden Pelottenschenkel
verbindenden Steg eine innenseitig liegende Vertiefung aufweist, wobei die Länge der
Vertiefung der Breite des Pelottensteges entspricht, wobei die die stegartige Vertiefung
begrenzenden seitlichen Ränder geradlinig oder kreisbogenförmig verlaufend sind und
wobei die im Bereich der seitlichen Ränder endenden Abschnitte der Pelottenschenkel
zur Erzielung einer Friktion zu beiden Seiten des Sehnenansatzes eine wulstartige
Ausgestaltung aufweisen.
[0012] Die Patella-Kniegelenkbandage ist entsprechend der Genu-Kniegelenkbandage ausgebildet,
die nach Anspruch 3 derart ausgebildet ist, daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage
einen rundumlaufenden Einsatz aus einem hochelastischen Wellengestrick aufweist, wobei
in dem vorderen Bandagenteil mindestens eine eine nach oben offene oder ringförmige
die Pelotte stabilisierende, in Bandagenlängsrichtung verlaufende Pelottenstabilisierungsspange
angeordnet ist und wobei die Pelottenstabilisierungsspange integrierter Bestandteil
der Pelotte oder seitlich zu dieser liegend ist.
[0013] Die Kniegelenkbandage nach Anspruch 4 ist in der Weise ausgebildet, daß das Gewebe
oder Gestrick der Bandage einen rundumlaufenden Einsatz aus einem hochelastischen
Wellengestrick aufweist und daß in das rückwärtige Bandagenteil eine zweite oder eine
zweite und eine dritte, den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur beaufschlagende Pelotte
aus einem weichen oder weich-elastischen Material eingesetzt ist.
[0014] Eine weitere Ausführungsform der Kniegelenkbandage ist nach Anspruch 5 derart ausgebildet,
daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage einen rundumlaufenden Einsatz aus einem hochelastischen
Wellengestrick aufweist, wobei in dem vorderen Bandagenteil mindestens eine, eine
nach oben offene oder ringförmige Pelotte stabilisierende, in Bandagenlängsrichtung
verlaufende Pelottenstabilisierungsspange angeordnet ist, wobei die Pelottenstabilisierungsspange
integrierter Bestandteil der ersten Pelotte oder seitlich zu dieser liegend ist. In
das rückwärtige Bandagenteil sind eine zweite oder eine zweite und eine dritte, den
Ansatz der ischiokruralen Muskulatur beaufschlagende Pelotte aus einem weichen oder
weichelastischen Material eingesetzt sind.
[0015] Mit einer derart ausgebildeten Bandage für das Kniegelenk lassen sich folgende Indikationen
am Knie wirkungsvoll behandeln.
- Reizzustände und Überlastungserscheinungen des Kniegelenks.
- Distorsionen und Kontusionen.
- Gelenkergüsse und Schwellungen bei Arthrose und Arthritis.
- Myotendopathien.
- Bänderschwäche.
- Patellaspitzensydrom.
- Luxationsneigung der Patella.
- Lateralisationstendenz der Patella.
- Chondropathia patellae.
[0016] Der Indikationsrahmen "schmerzhafte Reizzustände des Kniegelenks" ist sehr weit gefaßt
und reicht von Weichteilschwellungen nach Sport- oder Arbeitsunfällen über chronische
Beschwerden bis zu femoropatellaren Dysplasien mit Lateralisationstendenz. Letztere
erfordern Konstruktionsmerkmale einer Kniebandage, die über die zur Therapie allgemeiner
Kniebeschwerden nötigen Eigenschaften hinausgehen. Alle Wirkfaktoren in ein Produkt
einzubauen, würde sich restriktiv auf den Indikationsbereich auswirken: Die Bandage
wird zur Spezialbandage und würde z.B. bei unspezifischen Knieschmerzen eine Überversorgung
darstellen. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn zwei Bandagen eingesetzt werden, nämlich
die Genu-Kniegelenkbandage als allgemeines Basis-Produkt für Überlastungserscheinungen,
femoropatellare Schmerzsyndrome und für das Patellaspitzensyndrom, während die Patella-Kniegelenkbandage
das auf dieser Genu-Kniegelenkbandage aufbauende Produkt darstellt und bei Lateralisationstendenz
und chondropathischen Beschwerden eingesetzt wird. Beide Bandagen, die Genu-Kniegelenkbandage
und die Patella-Kniegelenkbandage bauen aufeinander auf.
[0017] Deshalb sind die Wirkungsweisen und Vorteile für beide Bandagen weitgehend identisch,
wobei für die Patella-Kniegelenkbandage außerdem noch weitere Vorteile hinzu kommen.
[0018] Mit der Genu- und Patella-Kniegelenkbandage wird die Physiotherapie unterstützt und
das Kniegelenk und die Patella entlastet. Eine rasche Abschwellung, Schmerzlinderung
und Funktionsverbesserung wird herbeigeführt. Darüber hinaus wird eine intermittierende
Kompression auf die Gelenkweichteile und eine tiefenwirksame Massage ausgeübt. Ein
unerwünschter Druck auf die Patella und den darunterliegenden Knorpelbelag wird vermieden.
Der Anpreßdruck der Patella wird verringert, wobei deren physiologische Gleitfähigkeit
erhalten wird. Der Ansatz der ischiokruralen Muskeln wird entlastet. Ein unerwünschter
Druck auf die Nerven und Gefäße, die in der Kniekehle verlaufen, wird vermieden. Es
ergeben sich keine negativen Auswirkungen auf die Muskelaktivität. Die Bandage schnürt
nicht und ruft keine zirkulatorischen Schwierigkeiten hervor. Eine Faltenbildung der
Bandage in der Kniekehle bei einer Kniebeugung wird minimiert. Die Bandage rutscht
nicht und auch bei Bewegung wird ein kontinuierlich guter Sitz beibehalten. Mit der
Bandage wird ein hoher Tragekomfort erreicht, da sie nicht scheuert und hautfreundlich
ist. Außerdem hat die Kniegelenkbandage den Vorteil, daß die Funktion der Quadrizeps-Sehne,
die Patella in ihre richtige Position zu ziehen, nicht beeinträchtigt wird. Außerdem
erfolgt bei der Patella-Kniegelenkbandage eine seitliche Führung der Patella, wobei
die Lateralabweichung verringert wird.
[0019] Die Genu-Kniegelenkbandage ist eine dreidimensional anatomisch formgestrickte Zweizug-Bandage,
die vom Unterschenkel bis zum Oberschenkel reicht und eine funktionale leichte Beugestellung
von etwa 10° besitzt und mit Druckminderungsrändern ausgestattet ist. Die Bandage
selbst besteht aus zwei Teilen, wobei das vordere Bandagenteil 2/3 des Beinumfanges
umspannt. Über dem Kniegelenk befindet sich ein um das ganze Bein reichender Einsatz
aus hochelastischem Wellengestrick. Das rückwärtige Bandagenteil wird mit vorgespannter
Welle des Wellengestricks eingenäht.
[0020] Über den seitlichen Nähten in Taschen eingearbeitete Federstäbe halten die Bandage
gespannt. Das Wellengestrick ist über der Patella geschlossen. Im Bereich über der
Kniescheibe befindet sich eine bevorzugterweise hufeisenförmig ausgebildete erste
Pelotte. Die nach oben geöffnete Pelotte läßt die Quadrizepssehne frei. Im unteren
Teil ist das Profil der Pelotte dem Schienbeinkopf und dem Verlauf des Ligamentum
patellae angepaßt. Diese im vorderen Bandagenteil angeordnete Pelotte enthält bevorzugterweise
einen knopfförmigen Friktionskern aus einem Material, welches gegenüber dem Material
der Pelotte einen höheren Härtegrad aufweist. Dieser Friktionskern ist infrapatellar
angeordnet. In das rückwärtige Bandagenteil ist eine Pelotte oder sind zwei Pelotten
eingenäht, die ellipsenförmig ausgebildet sind oder die andere geometrische Formen
aufweisen und die den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur beaufschlagen. Diese beiden
Pelotten sind etwa 1 cm oberhalb des Kniegelenkspalts unmittelbar an den seitlichen
Nähten plaziert, vermittels der das vordere Bandagenteil mit dem rückwärtigen Bandagenteil
verbunden ist.
[0021] Auch die Patella-Kniegelenkbandage ist eine dreidimensional anatomisch formgestrickte
Zweizug-Bandage für das Kniegelenk. Die Bandage reicht vom Unterschenkel bis zum Oberschenkel
und hat eine funktionelle leichte Beugestellung von etwa 10° und ist mit Druckminderungsrändern
ausgestattet. Die Bandage besteht ebenfalls aus zwei Teilen, wobei das Vorderteil
2/3 des Beinumfangs umspannt. Über dem Kniegelenk befindet sich ein um das ganze Bein
reichender Einsatz aus hochelastischem Wellengestrick. Das rückwärtige Bandagenteil
wird mit vorgespannter Welle eingenäht. Über den seitlichen Nähten in Taschen eingearbeitete
Federstäbe halten die Bandage gespannt. Das Gestrick ist über der Patella geschlossen.
Im Bereich über der Kniescheibe befindet sich eine bevorzugterweise hufeisenförmige
erste Pelotte. Die nach oben geöffnete Pelotte läßt die Quadrizeps-Sehne frei. Im
unteren Teil ist das Profil der Pelotte dem Schienbeinkopf und dem Verlauf des Ligamentum
patellae angepaßt. Die bei der Patella-Bandage verwendete Pelotte kann einen knopfförmigen
Friktionskern enthalten, der aus einem Material besteht, dessen Härtegrad höher ist
als der Härtegrad des Materials, aus dem die Pelotte hergestellt ist. Dieser Friktionskern
ist dann infrapatellar angeordnet. Außerdem kann die Pelotte der Patella-Kniegelenkbandage
eine Komponente mit unterschiedlichen Dehnungseigenschaften aufweisen. Die erste Pelotte
ist seitlich mit einem fächerartigen Streifen bzw. mit einer Spange verbunden, die
bevorzugterweise aus einem federnd-elastischen Material besteht, jedoch keine Längselastizität
aufweist. Wenn es bei der Bewegung zwischen Streckung und Beugung zu einer Verlängerung
der elastischen Elemente in der Bandage kommt, zieht sich dieser Streifen bzw. die
Spange gerade und übt eine zentrierende Kraft auf die Pelotte aus. In das rückwärtige
Bandagenteil der Patella-Kniegelenkbandage können zwei ellipsenförmige Pelotten eingenäht
sein, die den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur beaufschlagen. Diese beiden Pelotten
sind etwa 1 cm oberhalb der Kniegelenkspalts unmittelbar an den seitlichen Nähten
plaziert.
[0022] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0023] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung des Wellengestrickes, aus dem der Einsatz
besteht, der im Beugebereich der Bandage angeordnet ist. Dieses Wellengestrick besitzt
zumindest auf einer Seite ein Relief in Form einer Wellenstruktur. Diese Wellenstruktur
wird durch eine darunterliegende Fadenanordnung aus höherelastischem Garn bzw. Faden
elastisch vorgespannt und stabilisiert, wodurch die Deckstruktur im entspannten Zustand
des Wellengestricks wellenartig, vorzugsweise halbwellenartig, ausbaucht. Wenn dementsprechend
diese Flächenstruktur bei einer Bandage eingesetzt und senkrecht zur Ausrichtung der
Querwellen beansprucht wird, was beispielsweise beim Beugen des bandagierten Gelenkes
der Fall ist, so werden zunächst lediglich die Querwellen flacher bzw. glatt gezogen
, ohne daß eine Streckung bzw. Reckung der Deckstruktur erfolgt. Überdehnungen der
Deckstruktur können auf diese Art und Weise zuverlässig ausgeschlossen werden, wodurch
gleichzeitig das Auftreten von Falten, und zwar selbst nach längerem Gebrauch der
Bandage, im innenliegenden Gelenkbeugebereich vermieden wird. Das Wellengestrick eignet
sich deshalb insbesondere zur Verwendung in Bandagen, die für die Gelenke mit großem
Bewegungsfreiraum bzw. Beugewinkel eingesetzt werden, wie das beispielsweise bei Kniegelenkbandagen
der Fall ist. Besonders vorteilhaft ist dabei die Ausgestaltung, nach der das Wellengestrick
eine zumindest auf einer Seite ausgebildete, im wesentlichen senkrecht zur Hauptdehnungsrichtung
ausgerichtete Wellenstruktur einer Deckstruktur aufweist, wobei diese Wellenstruktur
durch eine eingearbeitete oder unter dieser Deckstruktur liegende elastische Fadenanordnung
elastisch vorgespannt und stabilisiert ist, die in vorbestimmten Abständen mit der
Deckstruktur verbunden ist und derart geformt ist, daß die Anzahl der Querwellen dort
am größtem ist, wo aufgrund der Gelenkbeugung der größte Dehnungsweg auftritt.
[0024] Ein derartiges Wellengestrick erlaubt somit trotz verhältnismäßig hohen Dehnungsvermögens
die Verwendung von verhältnismäßig unelastischem Garn für die Deckstruktur, wodurch
die Voraussetzung für eine wirtschaftliche Herstellung des Wellengestricks geschaffen
wird. Des weiteren besteht bei dem Wellengestrick keine Gefahr von Überdehnungen des
eingesetzten Garns, da eine große Grund-Elastizität vorhanden ist.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in einer Ansicht von vorn eine Genu-Kniegelenkbandage mit einer U-förmigen
Pelotte mit in deren rückwärtigen Bandagenteil angeordneten Federstäben und zwei ellipsenförmigen
Pelotten,
Fig. 2 eine Rückansicht der Genu-Kniegelenkbandage,
Fig. 3 in einer Ansicht von vorn eine Patella-Kniegelenkbandage mit einer U-förmigen
Pelotte und mit einer in einem Abstand von dieser seitlich angeordneten Pelottenzentrierungsspange
und mit im rückwärtigen Bandagenteil angeordneten Federstäben und zwei ellipsenförmigen
Pelotten,
Fig. 4 eine Rückansicht der Patella-Kniegelenkbandage,
Fig. 5 in einer Ansicht von vorn eine weitere Ausführungsform der Patella-Kniegelenkbandage
mit einer U-förmigen Pelotte und mit einer seitlich von dieser angeordneten Pelottenzentrierungsspange,
Fig. 6 in einer Ansicht von vorn eine weitere Ausführungsform der Patella-Kniegelenkbandage
mit einer U-förmigen Pelotte und mit einer in deren einen Pelottenschenkel integrierten
Pelottenzentrierungsspange,
Fig. 7 in einer Ansicht von vorn die U-förmige Pelotte mit einer in deren einen Pelottenschenkel
integrierten Pelottenzentrierungsspange,
Fig. 8 in einer Ansicht von vorn die U-förmige Pelotte mit einer an deren einen Pelottenschenkel
angeformten Pelottenzentrierungsspange,
Fig. 9 in einer Ansicht von vorn eine Genu-Kniegelenkbandage mit einer U-förmigen,
einen Friktionskern aufweisenden Pelotte,
Fig. 10 in einer Ansicht von vorn eine einen Friktionskern aufweisende U-förmige Pelotte,
Fig. 11 in einer Ansicht von vorn die U-förmige Pelotte,
Fig. 12 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XII-XII in Fig. 11,
Fig. 13 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XIII-XIII in Fig. 11,
Fig. 14 in einer Ansicht von vorn eine ellipsenförmige Pelotte,
Fig. 15 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XV-XV in Fig. 14,
Fig. 16 in einer Ansicht von vorn zwei über einen Steg miteinander verbundene ellipsenförmige
Pelotten,
Fig. 17 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XVII-XVII in Fig. 16,
Fig. 18 in einer Ansicht von vorn eine U-förmige Pelotte mit seitlichen, über Stege
mit der Pelotte verbundenen ellipsenförmigen Pelotten,
Fig. 19 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XIX-XIX in Fig. 18,
Fig. 20 in einer Ansicht von vorn eine Patella-Kniegelenkbandage mit einer U-förmigen
Pelotte und mit zwei seitlich zu dieser angeordneten Pelottenzentrierungsspangen,
Fig. 21 in einer schematischen Ansicht von vorn einen in der Bandage rundum angeordneten
Einsatz aus einem hochelastischen Wellengestrick,
Fig. 22 in einer Rückansicht den Einsatz aus dem hochelastischen Wellengestrick,
Fig. 23 in einer schematischen Darstellung die Ausbildung des hochelastischen Wellengestricks
in dem vorderen Bandagenteil und in dem rückwärtigen Bandagenteil der Kniegelenkbandage,
Fig. 24 einen vergrößerten Schnitt durch den Einsatz aus dem Wellengestrick gemäß
Linie XXIV-XXIV in Fig. 23,
Fig. 25 in einer schematisch vereinfachten Darstellung das Prinzip der Verformung
eines aus dem Wellengestrick bestehenden Flächengebildes,
Fig. 26 Darstellungen von Strickreihen zur Verdeutlichung einer ersten Ausführungsform
eines Verfahrens zur Herstellung des Wellengestricks,
Fig. 27 in einer der Fig. 26 ähnlichen Darstellung ein weiteres Strickmuster für das
Wellengestrick,
Fig. 28 in einer Seitenansicht einen in der U-förmigen Pelotte angeordneten Friktionskern,
Fig. 29 eine Ansicht auf das menschliche Kniegelenk,
Fig. 30 in einem Querschnitt die rechte Tibia.
Fig. 31 in einer Ansicht von oben eine ringförmige Pelotte und
Fig. 32 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie XXXII-XXXII in Fig. 31.
[0026] Das in der Mitte der Bewegungskette "untere Extremität" gelegene,in Fig. 29 wiedergegebene
Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Der obere Gelenkkörper
ist eine in der Mitte eingekerbte Rolle. Ihr steht eine nur vom Schienbein gebildete,
sehr flache Gelenkfläche gegenüber. Die Menisken, zwei auf der Schienbeingelenkfläche
liegende Knorpelplatten, stellen die Pfannen dar, in denen sich die Rolle des oberen
Gelenkörpers scharnierartig bewegen kann. Eine knöcherne Führung des Kniegelenkes
ist nicht vorhanden. Diese Funktion wird von anderen Strukturen übernommen. Die kräftigen
Seitenbänder dienen als Führungsschienen für die Scharnierbewegung. Das Durchrutschen
der gelenkbildenden Knochen nach hinten oder vorn verhindern die kurzen, im inneren
des Gelenkes liegenden Kreuzbänder. Vor dem Gelenk liegt, in eine Sehne eingebettet,
die Kniescheibe. Sie ist der größte freie Knochen und dient der Verbesserung der Zugwirkung
des Unterschenkelstreckers. Die Patella-Sehne ist sehr empfindlich.
[0027] Bei dem in Fig. 29 dargestellten Kniegelenk ist mit 100 der Musculus vastus lateralis,
mit 102 die Tendo musculi vasti lateralis, mit 103 der Musculus vastus intermedius,
mit 104 der Musculus recto femoris, mit 105 der Musculus vastus medialis, mit 106
der Musculus vastus medialis obliquus, mit 107 die Patella, mit 108 das Ligamentum
patellofemorale laterale, mit 109 das Ligamentum patellofemorale mediale, mit 110
das Ligamentum patellotibiale laterale, mit 111 das Ligamentum patellotibiale mediale
und mit 112 das Ligamentum patellae bezeichnet.
[0028] Die Stabilisatoren des Kniegelenks werden in vier Funktionseinheiten dabei eingeteilt:
Die Stabilisatoren des medialen und des lateralen Komplexes sowie die dorsalen und
ventralen Strukturen, wobei zwischen statischen und dynamischen Stabilisatoren unterschieden
wird.
[0029] Fig. 30 zeigt die rechte Tibia 120 in einem Querschnitt. Hier sind mit 121 der Innenmeniskus,
mit 122 der Außenmeniskus, mit 123 das Ligamentum genus transversum, mit 124 das Ligamentum
patellae, mit 125 das Ligamentum cruciatum anterius, mit 126 das Ligamentum cruciatum
posterius, mit 127 das Ligamentum meniscofemorale posterius, mit 128 das Ligamentum
collaterale mediale, mit 129 das Ligamentum collaterale laterale, mit 130 das mediale
Kapselband, mit 131 das laterale Kapselband, mit 132 das Ligamentum obliquum posterius,
mit 133 das Ligamentum popliteum obliquum, mit 124 das Ligamentum popliteum arcuatum,
mit 135 der Musculus semimembranosus, mit 136 der Musculus popliteus, mit 137 der
Tractus iliotibialis und mit 138 der Hoffasche Fettkörper bezeichnet.
[0030] Die in der Zeichnung dargestellte Bandage 10 für ein Kniegelenk besteht aus einem
anatomisch geformten Schlauchkörper 20 aus einem Gewebe oder Gestrick mit einem rundumlaufenden
Einsatz 30 aus einem hochelastischen Wellengestrick 40. Über den das rückwärtige Bandagenteil
11 mit dem vorderen Bandagenteil 12 verbindenden Nähten sind Federstäbe 13,14 in das
Schlauchkörpermaterial eingearbeitet, die entsprechend der anatomischen Form des Schlauchkörpers
20 bogenförmig verlaufend ausgebildet sind, wie dies in den Fig. 2 und 4 dargestellt
ist. Diese Federstäbe 13,14 sind gerade verlaufend ausgebildet; sie werden erst hinterher
den bogenförmigen Verlauf erhalten, wenn die Bandage ausgebildet wird.
[0031] In dem vorderen Bandangenteil 12 der Bandage 10 ist eine erste, nach oben offene
und die Quatrizeps-Sehne freilassende Pelotte 50 aus einem weichen oder weich-elastischen
Material angeordnet, wobei diese Pelotte 50 bei angelegter Bandage im Bereich über
der Kniescheibe sitzt. Diese Pelotte 50 ist U-förmig ausgebildet und wird gebildet
von den Schenkeln 51,52 und dem die Schenkel verbindenden Steg 53, wobei die Pelotte
50 auch V-förmig ausgebildet sein kann.
[0032] In das rückwärtige Bandagenteil 11 der Bandage 10 ist eine zweite oder eine zweite
und eine dritte, den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur beaufschlagende, ellipsenförmige
Pelotte 60, 60' eingesetzt, die ebenfalls aus einem weichen oder weich-elastischen
Material besteht.
[0033] Fig. 1 und 2 zeigen eine Bandage 10, die als Genu-Kniegelenkbandage 10a ausgebildet
ist.
[0034] Als weitere Ausführungsform der Bandage 10 ist nach Fig.3 und 4 eine auf der Genu-Kniegelenkbandage
aufbauende Patella-Kniegelenkbandage 10b vorgesehen, die sich von der Genu-Kniegelenkbandage
10a nur darin unterscheidet, daß zusätzlich in dem vorderen Bandagenteil 12 mindestens
eine, die Pelotte 50 stabilisierende, in Bandagenlängsrichtung verlaufende elastische
Spange 70 angeordnet ist, wobei diese Spange 70 integrierter Bestandteil der Pelotte
50 oder seitlich zu dieser liegend ist. Diese Spange 70 weist bevorzugterweise keine
Längselastizität auf.
[0035] Die Pelotte 50 in dem vorderen Bandagenteil 12 weist nach einer ersten Ausführungsform
eine hufeisenförmige Ausgestaltung mit einem bogenförmigen Verlauf der Außenränder
50a,50b der beiden Pelottenschenkel 51,52 auf (Fig.7,10 und 11). Die Pelotte 50 weist
eine außenseitig liegende, ebene Grundfläche 54 auf; der Querschnitt der Pelottenschenkel
51,52 und der Querschnitt in einem Teilbereich des Pelottensteges 53 entspricht einem
Halbkreis oder einem Teilkreis (Fig.12 und 13). In dem die Pelottenschenkel 51,52
miteinander verbindenden Steg 53 ist mittig eine innenseitig liegende Vertiefung 55
zur Anpassung an den Schienbeinkopf und an den Verlauf des Ligamentum patellae versehen.
Die etwa rechteckförmige bzw. quadratische Vertiefung 55 weist in Bandagenlängsrichtung
verlaufende seitliche Führungen 56,57 auf. Vermittels dieser Vertiefung 55 in der
Pelotte 50 wird ein erhöhter Andruck auf das Kniescheibenband vermieden, wobei diese
Profilierung der Pelotte 50 gleichzeitig eine Oberflächenmassage bewirkt. Die seitlichen
Führungen 56,57 dienen zur Führung des Kniescheibenbandes. Wesentlich ist jedoch,
daß diese Vertiefung 55 in der Pelotte 50 nicht nur zu einer Druckminderung führt,
sondern auch der Kontur der Sehne angepaßt ist.
[0036] Die Pelotte 50 besteht aus Filz, Moosgummi, Neopren, Gummi, aus einem viskoelastischen
Silikonkautschuk oder einem elastischen, kompressiblen, durch Druck verformbaren Silikonkautschuk
oder einem Material mit gleichen Elastizitätseigenschaften, wie Naturkautschuk, Silikonschaum
od.dgl..
[0037] Die Pelotte 50 kann auch beutelförmig ausgebildet sein und eine Füllung aus einem
gasförmigen oder flüssigen Medium aufweisen.
[0038] Die Pelottenstabilisierungsspange 70 ist benachbart zu einem der beiden Schenkel
51,52 der Pelotte 50 liegend. Die Spange 70 entspricht in ihrer Formgebung der Form
des äußeren Schenkelrandes 50a bzw. 50b der Pelotte 50 (Fig.3). Die Spange 70 kann
in einem Abstand von dem Schenkel 51 der Pelotte 50 angeordnet sein. Zwischen dem
Schenkel 51 der Pelotte 50 und der Spange 70 ist dann ein Gewebe- oder Gestrickabschnitt
41 angeordnet (Fig.3). Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Spange 70 abstandslos
neben dem Schenkel 51 der Pelotte 50 anzuordnen (Fig.5). Bei einer weiteren Ausführungsform
ist die Spange 70 an dem Schenkel 51 der Pelotte 50 angeformt und somit Bestandteil
der Pelotte 50 (Fig.6). Die Spange 70 und die Pelotte 50 sind dann einstückig ausgebildet,
wobei die Spange 70 eine ihrer Wirkung entsprechende Formelastizität aufweist.
[0039] Die Spange 70 ist nach Fig.7 durch den Schenkel 51 der Pelotte 50 hindurchgeführt
und in das Pelottenmaterial eingebettet. Bei der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform
ist die Spange 70 in den Schenkel 51 der Pelotte 50 eingebettet, und zwar derart,
daß die Spange 70 beidendseitig aus dem Pelottenschenkel 51 mit je einem Abschnitt
70a,70b herausragt.
[0040] Die Pelottenstabilisierungsspange 70 besteht bevorzugterweise aus einem federnd-elastischen
Material, um sich allen Bewegungsabläufen anpassen zu können. Bevorzugterweise besteht
die Spange 70 aus einem Kunststoff mit ausreichender Flexibilität und einem Härtegrad,
der höher ist als der Härtegrad des Materials, aus dem die Pelotte 50 besteht. In
Längsrichtung ist die Spange 70 unelastisch; sie kann jedoch auch in Längsrichtung
elastisch sein.
[0041] In die Pelotte 50 ist ein knopfförmiger Friktionskern 80 eingearbeitet, der aus einem
Material besteht, das gegenüber dem Härtegrad des Pelottenmaterials einen höheren
Härtegrad aufweist. Dieser Friktionskern 80 ist in dem die beiden Schenkel 51,52 verbindenden
Steg 53 der Pelotte 50, und zwar mittig , angeordnet (Fig. 9 und 10). Die Differenz
zwischen der Härte der Pelotte 50 und der Härte des Friktionskerns 80 beträgt mindestens
10 Shore, bevorzugterweise 20 Shore A. Das Material der Pelotte 50 kann auch eine
unterhalb 50 Shore A liegende Härte und das Material des Friktionskerns 80 eine oberhalb
50 Shore A liegende Härte aufweisen. Wesentlich ist, daß der Friktionskern 80 aus
einem Material besteht, das gegenüber dem Material der Pelotte 50 etwas härter ist.
[0042] Während die Pelotte 50 aus einem weichen oder weich-elastischen Material, bevorzugterweise
aus einem viskoelastischen Silikonkautschuk oder einem elastischen,kompressiblen,durch
Druck verformbaren Silikonkautschuk, z.B. mit einer Härte von 40 Shore A, einem Silikonkautschuk
mit einer Härte von 9 bis 13 Shore A oder einem kompressiblen, durch Druck verformbaren
und ohne Sprungelastizität in seine Form sich rückbildenden Silikonkautschuk vom Typ
eines nach dem Verfahren der Polyaddition vulkanisierenden Kaltkautschuk, der neben
einer hohen Flexibilität eine unter 4 Shore A liegende Härte aufweist, wobei jedoch
auch Silikonkautschuke eingesetzt werden können, deren Härte oberhalb von 4 Shore
A liegt, besteht, besteht der Friktionskern 80 aus einem harten oder inkompressiblen
Kunststoff. Derartige, für die Herstellung der Pelotte 50 verwendete viskoelastische
Silikonkautschuke oder Materialien mit gleichen Elastizitätseigenschaften besitzen
die Eigenschaft, bei angelegter Bandage mit einer derartigen Pelotte 50 aufgrund der
gleitenden Bewegung, ausgelöst durch Masseverschiebung, bei Druckanwendung oder bei
Bewegungsabläufen im Auflagebereich massierend zu wirken. Für die Herstellung der
Pelotte 50 sollte immer ein Material gewählt werden, welches viskoelastisch ist und
aufgrund seiner elastischen Eigenschaften eine Massage bewirkt.
[0043] Der Friktionskern 80 besteht gegenüber der Pelotte 50 aus einem harten oder inkompressiblen
Kunststoff, mit z.B. einer über 50 Shore A liegenden Härte und weist somit gegenüber
der Pelotte 50 eine weitaus größere Härte auf, damit bei einer Bewegung eine gezielte
Friktionsmassage auf spezielle Schmerzpunkte des Gelenkes erreicht wird. Als Material
für den Friktionskern 80 kommt natürlicher oder künstlicher Kautschuk oder Hartgummi
infrage. So kann u.a. ein Chloropren-Polymerisat (Handelsname NEOPREN) mit einer Härte
von 50 Shore A , ein gummielastisches, vernetztes Polyurethan (Handelsname VULKOLLAN)
mit einer Härte von 65 bis 90 Shore A, ein Silikonkautschuk mit einer Härte von 60
Shore A, ein Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) mit einer Härte von 80 Shore A
oder ein Copolymerisat mit Acrylnitril (Handelsname PERBUNAN) mit einer Härte von
70 Shore A, ferner ein Polyamid verwendet werden. Jedoch auch andere Kunststoffe oder
Naturstoffabkömmlinge können zur Herstellung des Friktionskerns 80 herangezogen werden.
Wesentlich ist, daß der Friktionskern 80 eine ausreichende Härte aufweist, um die
gezielte Friktionsmassage auf spezielle Schmerzpunkte ausüben zu können. Der Friktionskern
80 kann auch aus Metall oder Holz bestehen.
[0044] Der Friktionskern 80 kann in der Pelotte 50 auswechselbar angeordnet sein. Hierzu
ist die Pelotte 50 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Ausnehmung von etwa
der Größe des Friktionskerns 80 versehen, in die der Friktionskern 80 vermittels eines
leichten Druckes eingedrückt wird. Die die Ausnehmung in der Pelotte 50 begrenzte
Innenwandfläche weist bevorzugterweise eine Profilgebung auf, die einen Eingriff in
das Profil der umlaufenden Wandfläche des Friktionskerns 80 ermöglicht und da das
Pelottenmaterial elastisch ist, der Friktionskern 80 jedoch gegenüber dem Pelottenmaterial
eine größere Härte aufweist, läßt sich der Friktionskern 80 in die Ausnehmung pressen,
wobei während des Preßvorganges das Profil der Innenwandfläche so zusammengepreßt
wird, daß der Friktionskern 80 gänzlich in die Ausnehmung gleiten kann und aufgrund
des Rückstellvermögens des Materials der Pelotte 50 wird das Pelottenmaterial in das
Randprofil des Friktionskerns 80 gepreßt, so daß dieser fest in der Pelotte 50 gehalten
wird. Durch entsprechende Verformung der Pelotte 50 durch eine starke äußere Druckanwendung
kann der Friktionskern 80 aus der Pelotte 50 herausgedrückt werden. Dadurch ist die
Möglichkeit gegeben, Friktionskerne unterschiedlicher Härte verwenden zu können. In
dem Fall, in dem Pelotten 50 mit auswechselbaren Friktionskernen 80 verwendet werden,
ist die Pelotte 80 an dem Schlauchkörper 20 der Bandage 10 derart befestigt, daß ein
Abnehmen der Pelotte 50 möglich ist.
[0045] Der Friktionskern 80 entsprechend Fig. 28 mit einem kreisförmigen, quadratischen,
rechteckförmigen oder eine andere geometrische Form aufweisenden Querschnitt weist
im Bereich seiner umlaufenden Wandfläche 81 eine Einziehung in Form einer Nut 82,
rillenförmige Ausnehmungen, Hinterschneidungen, Verzahnungen od.dgl. auf, die zur
Aufnahme des Pelottenmaterials dient, damit der Friktionskern 80 in dem Formkörper
der Pelotte 50 in seiner Lage fixiert ist. Bevorzugterweise ist die Anordnung des
Friktionskerns 80 in der Pelotte 50 so getroffen, daß dieser dicht unterhalb der Oberfläche
der Pelotte 50 zu liegen kommt, um so einen hohen Druck auf das Gelenk ausüben zu
können.
[0046] Der aus einem harten oder inkompressiblen Material bestehende Friktionskern 80 ist
in dem Material der Pelotte 50 in seiner Lage fixiert. Der Friktionskern 80 weist
eine kugelkappenförmige Oberfläche 83 auf bzw. eine Oberflächenausgestaltung, die
in Ausgestaltung und Formgebung mit der Oberflächengestaltung der Pelotte 50 im Anordnungsbereich
des Friktionskernes 80 entspricht.
[0047] Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Material des aus einem Kunststoff, z.B.
Silikonkautschuk, bestehenden Friktionskerns 80 mit dem Material der Pelotte 50 verschmolzen
und mit dessen Formkörper unlösbar verbunden. Der Friktionskern 80 kann auch bei der
Herstellung der Pelotte 50 durch Materialaushärtung eines Abschnittes, der den späteren
Friktionskern bilden soll und daher eine größere Härte gegenüber dem weichen Material
der Pelotte 50 aufweist, der Pelotte 50 erhalten werden. In beiden Fällen sollte als
Material bevorzugterweise Silikonkautschuk verwendet werden.
[0048] Die Pelotte 50 kann auch beutelförmig ausgebildet sein. Dieser Beutel besteht dann
aus weich-elastischen Kunststoffen. Der Innenraum des Beutels ist mit einem gasförmigen
Medium, wie z.B. Luft, oder einem flüssigen Medium, wie z.B. einem zähflüssigen Silikonöl,
Wasser od.dgl. gefüllt. Der Friktionskern 80 ist dann an der Innenwandfläche des Beutels
in seiner Lage fixiert.
[0049] Die Genu-Kniegelenkbandage 10a ist mit einem in ihrer Pelotte 50 angeordneten, wie
oben beschriebenen Friktionskern 80 versehen (Fig. 1 und 2), wohingegen die Patella-Kniegelenkbandage
10b mit der Pelotte 50 versehen ist, die mit oder ohne Friktionskern 80 ausgebildet
sein kann (Fig.3 und 4). Die Wirkungsweise der Pelotte 50 ist die einer Druckpelotte.
[0050] Bei dem in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist seitlich der Pelotte 50
eine Pelottenstabilisierungsspange 70 angeordnet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit,
in dem vorderen Bandagenteil 12 zu beiden Seiten der Schenkel 51,52 der Pelotte 50
je eine Pelottenstabilisierungsspange 70,70' anzuordnen (Fig.20).
[0051] Die nach einer weiteren Ausführungsform im rückwärtigen Bandagenteil 11 eingenähten
Pelotten 60,60' bestehen aus dem gleichen Material wie die Pelotte 50. Neben einer
ellipsenförmigen Ausgestaltung können die Pelotten 60,60' auch eine andere Formgebung
aufweisen. Jede dieser beiden Pelotten 60, 60' ist als wulstförmiger Körper ausgebildet.
Anstelle von zwei Pelotten 60,60' kann in das rückwärtige Bandagenteil 11 auch nur
eine Pelotte 60 bzw. 60' eingenäht sein.
[0052] Die beiden Pelotten 60,60' in dem rückwärtigen Bandagenteil 11 können über einen
Steg 61 miteinander verbunden sein (Fig.16 und 17). Es besteht darüber hinaus auch
die Möglichkeit, die beiden Pelotten 60,60' in dem rückwärtigen Bandagenteil 11 über
Stege 58,59 mit den Schenkeln 51,52 der Pelotte 50 zu verbinden (Fig. 18 und 19).
Die die Pelotten 60,60' miteinander oder mit der Pelotte 50 verbindenden Stege 61
und 58,59 sind dünnwandig ausgebildet und bestehen aus dem gleichen Material wie die
Pelotten 50, 60, 60', so daß diese Stege 61 und 58,59 eine hohe Flexibilität besitzen.
[0053] Das rückwärtige Bandagenteil 11 ist mit dem vorgespannten Wellengestrick 40 eingenäht
(Fig.1 und 2). Die Pelotte 50 sowie die Pelotten 60,60' und die Pelottenstabilisierungsspange
70 sind im Bereich des in den Schlauchkörper 20 der Bandage 10 integrierten Einsatzes
30 aus dem Wellengestrick 40 angeordnet.
[0054] Das Wellengestrick 40 des Einsatzes 30 weist im vorderen Bandagenteil 12 eine größere
Anzahl von Wellen 42 als im rückseitigen Bandagenteil 11 auf. Die Führung der Wellen
42 des Wellengestrickes 40 des Einsatzes 30 geht von einer geringeren Anzahl von Wellen
im rückwärtigen Bandagenteil 11 aus zu einer Teilung der Wellen 42 in zwei im Abstand
voneinander verlaufende Wellengruppen 46,46' in dem vorderen Bandagenteil 12, wobei
in dem zwischen den beiden Wellengruppen 46,46' in dem vorderen Bandagenteil 12 ausgebildeten
Zwischenraum 45 eine in keilförmige Endabschnitte 47,47' auslaufende Wellengruppe
46'' angeordnet ist (Fig. 21 und 22). Beim Zusammennähen des vorderen Bandagenteils
12 mit dem rückwärtigen Bandagenteil 11 wird das Wellengestrick 40 mit der geringeren
Anzahl an Wellen 42 bei einem gleichzeitigen Zusammenziehen des Wellengestricks in
dem vorderen Bandagenteil 12 gedehnt (Fig. 23). Eine Besonderheit der Bandage 10 besteht
darin, daß für den Einsatz 30, der dort vorgesehen ist, wo die höchsten Dehnungs-Wechselbeanspruchungen
der Bandage auftreten, eine besondere Textilstruktur, nämlich das Wellengestrick 40,
verwendet wird, welches nachstehend näher erläutert wird. Es besteht jedoch auch die
Möglichkeit, die Wellen 42 des Wellengestricks 40 des Einsatzes 30 in dem vorderen
Bandagenteil 12 geradlinig und parallel verlaufen zu lassen.
[0055] Die streifenförmige Wiedergabe des Einsatzes 30 in den Fig. 21 und 22 deutet an,
daß das Wellengestrick 40 in diesem Bereich ein Relief bildet, welches in der Darstellung
gemäß Fig.24 verdeutlicht wird. Bei diesem Relief handelt es sich um eine Wellenstruktur,
die zumindest auf einer Seite der Bandage - bei der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen
auf der dem Körper abgewandten Seite - ausgebildet wird. Dabei ist eine Reihe von
Halbwellen 218 unter Zwischenschaltung von Knotenpunkten bzw. Knotenbereichen 220
aneinandergereiht, die wie folgt entstehen:
[0056] Ein von Maschen 222 gebildetes Deckgestrick 224 ist im Bereich einzelner Maschen
222' mit einer elastischen Fadenanordnung 226 auf der Unterseite des Deckgestricks
224 derart fest verbunden, daß eine Reihe von Maschen 222 des Deckgestricks 224 -
bei der Ausführungsform vier - von einer längeren Masche 228 der darunterliegenden,
elastischen Fadenanordnung 226 überbrückt wird. Die Maschen 222 zwischen den Knotenpunkten
bzw. -bereichen 220 werden dadurch nach oben ausgebaucht, wodurch die Querwellen 218
vorgespannt und stabilisiert werden. Durch Variation der Anzahl der überbrückten Maschen
222 und/oder der Maschen 228 kann auf das Verformungsverhalten und die Dauerelastizität
gezielt Einfluß genommen werden.
[0057] Das Verformungsverhalten des auf diese Art und Weise gebildeten Wellengestricks 40
geht im einzelnen aus der Darstellung gemäß Fig.25 hervor. Auf der linken Seite ist
das Wellengestrick im entlasteten Zustand gezeigt. Die Maschen sind durch Linien angedeutet
und die Verbindung der Maschen untereinander durch kleine Kreise.
[0058] Das auf der Unterseite vorgesehene elastische Garn 226 überbrückt die Knotenbereiche
220, zwischen denen jeweils vier Maschen 222 des Deckgestricks 224 ausgebildet sind.
[0059] Durch die Vorspannung der elastischen Fadenanordnung 226 werden die Maschen 222 zu
Halbwellen 218 ausgebaucht, wodurch die Reliefstruktur entsteht. Die Halbwellen 218
weisen jeweils zwischen zwei und zwölf, vorzugsweise vier, Maschenreihen auf.
[0060] Auf der rechten Seite ist dargestellt, wie sich das Wellengestrick 40 bei Beanspruchung
durch eine Zugkraft F verhält. Es ist erkennbar, daß die elastische Fadenanordnung
226 zwischen den Knotenbereichen 220 gedehnt wird, ohne daß eine zusätzliche Dehnungsbeanspruchung
im Bereich der Halbwellen 218, d.h. im Bereich der Maschen 222, auftritt. Das Wellengestrick
40 kann sich dementsprechend um das Maß L längen, bevor die Maschen 222 des Deckgestricks
224 auf Zug beansprucht werden. Dieses Maß L schafft dementsprechend eine Dehnungsreserve
des Bandagengestricks im Vergleich zu herkömmlichen textilen Flächengebilden.
[0061] Die Verbindung zwischen Deckgestrick 224 und elastischer Fadenanordnung 226 kann
auf verschiedenste Art und Weise erfolgen. Es ist auch möglich, die Verbindung derart
zu wählen bzw. herzustellen, daß auf beiden Seiten des Wellengestricks 40 Wellen 42
gebildet werden. Das Deckgestrick 224 braucht nicht einflächig ausgebildet zu sein.
Durch die vorstehende Struktur des Wellengestricks 40 kann trotz Bereitstellung einer
hohen Dehnungselastizität für das Deckgestrick normales Strickgarn, wie z.B. Baumwolle
oder Polyamidgarn, verwendet werden. Für die elastische Fadenanordnung 226 wird vorzugsweise
höherelastisches Garn, wie z.b. Umwindungsgarn, verwendet, wobei dieser elastische
Faden zusätzlich plattiert werden kann, um die Verschleißfestigkeit des textilen Gewebes
bzw. Gewirks zu verbessern.
[0062] In die Maschen 222 des Deckgestricks 224 kann ferner ein Einlegefaden eingearbeitet
werden, um auch in diesem Bereich der wellenförmigen Reliefstruktur eine Kompressionswirkung
der Bandage zu erreichen.
[0063] In den Fig. 26 und 27 sind zwei Möglichkeiten aufgezeigt, wie das vorstehend erläuterte
Wellengestrick 40 auf automatischen Strickmaschinen hergestellt werden kann. Hierbei
werden zwei Nadelbetten verwendet, nämlich ein erstes Nadelbett 260 und ein zweites
Nadelbett 262 mit im gleichen Abstand zueinander angeordneten Nadeln. Gestrickt werden
auf dem ersten Nadelbett 260 mehrere - im gezeigten Ausführungsbeispiel vier - Maschenreihen
aus normalem Strickgarn, wie z.B. Baumwoll- oder Polyamidgarn 264. Anschließend werden
zwei Maschenreihen auf beiden Nadelbetten 260,262 mit elastischem Garn, wie z.B. Gummi
oder Umwindungsgarn 268 gestrickt, wobei diesem elastischen Garn vorzugsweise ein
Plattierfaden 266 beigegeben wird. Bei der fünften Strickreihe wird nur auf ausgewählten
Nadeln 602,604,606,... usw. bzw. 622,624,626,... usw. beider Nadelbetten gestrickt.
Der Plattierfaden kann von einem Polyamid HE-Faden gebildet sein. Die Darstellung
läßt erkennen, daß die Maschenreihe sechs wieder auf allen Nadeln der beiden Nadelbetten
260,262 gestrickt wird. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
[0064] Es folgen dann wiederum vier Maschenreihen mit gewöhnlichem Garn auf dem ersten Nadelbett
260 und abschließend zwei weitere Maschenreihen unter Verwendung elastischen Garns,
wobei sich die elfte Strickreihe von der fünften Strickreihe dadurch unterscheidet,
daß die beteiligten Nadeln der Nadelbetten 260,262 um eines versetzt sind.
[0065] Fig. 27 zeigt ein anderes Muster mit einer etwas anderen Bindung im Bereich der späteren
Gestrick-Knoten 220. Die Strickreihen eins bis fünf und sieben bis elf entsprechen
dem Strickmuster gemäß Fig.26. Unterschiedlich ist lediglich die Ausbildung der 6.
und der 12 Strickreihe, so daß ein näheres Eingehen auf diese Figur nicht erforderlich
erscheint.
[0066] Abweichend von dem zuvor beschriebenen Herstellungsverfahren ist es auch möglich,
zunächst auf einem Nadelbett eine oder mehrere Maschenreihen aus elastischem Garn,
wie z.B. Umwindegarn, zu stricken, und auf dem anderen Nadelbett Maschenreihen aus
normalem Strickgarn, wie z.B. Baumwoll- oder Polyamidgarn, wobei anschließend eine
oder mehrere Maschenreihen mit allen oder einzelnen Nadeln beider Nadelbetten gestrickt
werden.
[0067] Es erfolgt keine Beschränkung darauf, daß der Einsatz 30 aus einem vorangehend beschriebenen
Wellengestrick 40 besteht. Entscheidend ist lediglich, daß das den Einsatz 30 bildende
textile Flächengebilde einen solchen Aufbau erhält, daß eine entweder eingearbeitete
oder nach vorbestimmtem Muster mit einer textilen Deckstruktur verbundene elastische
Faden Anordnung dem Flächengebilde eine solche innere Vorspannung gibt, daß zumindest
auf einer Seite ein wellenartiges Relief entsteht, das dann durch äußere Beanspruchung
zunächst glatt bzw. glatter gezogen werden kann, ohne bereits in dieser Phase die
Deckstruktur auf Dehnung zu beanspruchen.
[0068] Der Einsatz 30 aus dem Wellengestrick 40 verhindert eine Faltenbildung bzw. wirkt
einer Faltenbildung entgegen, insbesondere im inneren Beugebereich der angelegten
Bandage 10.
[0069] Bevorzugterweise ist die Pelottenstabilisierungsspange 70 beidendseitig aus dem Einsatz
30 des Wellengestricks 40 herausgeführt, wobei die freien Spangenenden in das Gewebe
oder Gewirk des Schlauchskörpers 20 der Bandage 10 eingenäht sind.
[0070] Um vom Stegbereich der Pelotte 50 einen fast stufenlosen Übergang zur Bandage zu
erhalten, kann der Steg der Pelotte 50 mit einer zungenartigen, zum äußeren Rand verjüngend
auslaufenden Anformung versehen sein, die aus dem Pelottenmaterial besteht. Auch besteht
die Möglichkeit, den äußeren Randbereich des Steges in seinen zu beiden Seiten der
Stegmitte liegenden Stegabschnitten verjüngend auslaufen zu lassen. Der äußere Rand
des Pelottensteges ist somit nach außen flach auslaufend ausgebildet. Die freien Enden
der beiden Schenkel der Pelotte können elefantenfußartig verbreitert ausgebildet sein,
wodurch der Auflage- und Wirkungsbereich der Pelotte 50 verbessert wird.
[0071] Nach einer zweiten Ausführungsform ist die im vorderen Bandagenteil 12 angeordnete
Pelotte 150 ringförmig ausgebildet und weist vorzugsweise eine ovale Form bzw. die
Form einer Ellipse auf. Im unteren Bereich gehen die beiden Pelottenschenkel 51,52
in einen schmalen, dünnwandigen Pelottenabschnitt 152 in Form einer stegartigen Vertiefung
151 über, wobei die die stegartige Vertiefung 151 begrenzenden seitlichen Ränder 151a,151b
geradlinig oder kreisbogenförmig, wie in Fig.31 dargestellt, verlaufen, wodurch eine
seitliche Friktion, d.h. eine Friktion zu beiden Seiten des Sehnenansatzes, erreicht
wird. Diese Friktion wird noch dadurch unterstützt, daß die im Bereich der seitlichen
Ränder 151a,151b endenden Abschnitte 151a',151b' der Pelottenschenkel 51,52 eine wulstartige
Ausgestaltung aufweisen (Fig.32). Die Pelotte 150 besteht aus den gleichen Materialien
wie die Pelotte 50. Die Befestigung der Pelotte 150 an dem vorderen Bandagenteil 12
erfolgt vermittels eines innenwandseitig angebrachten Gewebezuschnitts 160 aus einem
dünnen Material, so daß eine Doppelwandigkeit erhalten wird. In dem so ausgebildeten
Zwischenraum wird dann die Pelotte 150, die durch eine bei 161 angedeutete Naht, die
den Zuschnitt 160 mit dem Gewebe des Bandagenteils 12 verbindet, in unverrückbarer
Stellung gehalten (Fig.31).
1. Bandage für das Kniegelenk aus elastischem Bandagenstoff in Schlauchform mit einem
vorderen Bandagenteil (12) und einem rückwärtigen Bandagenteil (11) und mit mindestens
einem eingearbeiteten, längsverlaufenden Federstab, wobei die Bandage (10a) aus einem
anatomisch geformten Schlauchkörper (20) aus einem Gewebe oder Gestrick besteht und
wobei in dem vorderen Bandagenteil (12) eine im Bereich über der Kniescheibe bei angelegter
Bandage (10a) liegende, nach oben offene, die Quadrizeps-Sehne freilassende Pelotte
(50) aus einem weichen oder weichelastischen Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage (10a) einen rundumlaufenden Einsatz (30)
aus einem hochelastischen Wellengestrick (40) aufweist und daß die nach oben offene
Pelotte (50) mit einem bogenförmigen Verlauf der Außenränder (50a,50b) der beiden
Pelottenschenkel (51,52) und mit einer außenseitig liegenden, ebenen Grundfläche (54)
sowie mit einem halbkreis- oder teilkreisförmigen Schenkelquerschnitt mittig in dem
die beiden Pelottenschenkel (51,52) verbindenden Steg (53) eine innenseitig liegende
Vertiefung (55) zur Anpassung an den Schienbeinkopf und an den Verlauf des Kniescheibenbandes
aufweist, wobei die Länge der Vertiefung (55) der Breite des Pelottensteges (53) entspricht.
2. Bandage für das Kniegelenk aus elastischem Bandagenstoff in Schlauchform mit einem
vorderen Bandagenteil (12) und einem rückwärtigen Bandagenteil (11), wobei die Bandage
(10a) aus einem anatomisch geformten Schlauchkörper (20) aus einem Gewebe oder Gestrick
besteht und wobei in dem vorderen Bandagenteil (12) eine im Bereich über der Kniescheibe
bei angelegter Bandage (10a) liegende ringförmige Pelotte (150) aus einem weichen
oder weichelastischen Material angeordnet ist, die zur Verringerung eines Druckes
auf das Kniescheibenband im unteren Bereich mit einer stegartigen Vertiefung (151)
unter Ausbildung eines dünnwandigen Pelottenabschnittes und mit einem bogenförmigen
Verlauf der Außenränder (50a) der beiden Pelottenschenkel (51,52) und mit einer außenseitig
liegenden, ebenen Grundfläche (152) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gewebe oder das Gestrick der Bandage (10a) einen rundumlaufenden Einsatz (30) aus
einem hochelastischen Wellengestrick (40) aufweist, daß die Bandage mit mindestens
einem eingearbeiteten, längsverlaufenden Federstab (13;14) versehen ist und daß die
ringförmige oder ovale Pelotte (150) einen halbkreis- oder teilkreisförmigen Schenkelquerschnitt
und mittig in dem die beiden Pelottenschenkel (51,52) verbindenden Steg eine innenseitig
liegende Vertiefung (151) aufweist, wobei die Länge der Vertiefung (151) der Breite
des Pelottensteges entspricht, wobei die seitlichen Ränder (151a, 151b) geradlinig
oder kreisbogenförmig verlaufend sind und wobei die im Bereich der seitlichen Ränder
(151a,151b) endenden Abschnitte (151a',151b') der Pelottenschenkel (51,52) zur Erzielung
einer Friktion zu beiden Seiten des Sehnenansatzes eine wulstartige Ausgestaltung
aufweisen.
3. Bandage für das Kniegelenk aus einem elastischen Bandagenstoff in Schlauchform mit
einem vorderen Bandagenteil (12) und einem rückwärtigen Bandagenteil (11) und mit
mindestens einem eingearbeiteten, längsverlaufenden Federstab, wobei die Bandage (10b)
aus einem anatomisch geformten Schlauchkörper (20) aus einem Gewebe oder Gestrick
besteht, und wobei in dem vorderen Bandagenteil (12) eine im Bereich über der Kniescheibe
bei angelegter Bandage (10b) liegende, die Quadrizeps-Sehne freilassende Pelotte (50)
aus einem weichen oder weichelastischen Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage (10b) einen rundumlaufenden Einsatz (30)
aus einem hochelastischen Wellengestrick (40) aufweist und daß in dem vorderen Bandagenteil
(12) mindestens eine eine nach oben offene oder ringförmige Pelotte (50;150) stabilisierende,
in Bandagenlängsrichtung verlaufende Pelottenstabilisierungsspange (70) angeordnet
ist, wobei die Pelottenstabilisierungsspange (70) integrierter Bestandteil der Pelotte
(50;150) oder seitlich zu dieser liegend ist.
4. Bandage für das Kniegelenk aus elastischem Bandagenstoff in Schlauchform mit einem
vorderen Bandagenteil (12) und einem rückwärtigen Bandagenteil (11) und mit mindestens
einem eingearbeiteten, längsverlaufenden Federstab, wobei die Bandage (10a) aus einem
anatomisch geformten Schlauchkörper (20) aus einem Gewebe oder Gestrick besteht und
wobei in dem vorderen Bandagenteil (12) eine im Bereich über der Kniescheibe bei angelegter
Bandage (10a) liegende erste, die Quadrizeps-Sehne freilassende Pelotte (50) aus einem
weichen oder weich-elastischen Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gewebe oder Gestrick der Bandage (10a) einen rundumlaufenden Einsatz (30) aus
einem hochelastischen Wellengestrick (40) aufweist und daß in das rückwärtige Bandagenteil
(11) eine zweite oder eine zweite und eine dritte, den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur
beaufschlagende Pelotte (60,60') aus einem weichen oder weich-elastischen Material
eingesetzt ist.
5. Bandage für das Kniegelenk aus einem elastischen Bandagenstoff in Schlauchform mit
einem vorderen Bandagenteil (12) und einem rückwärtigen Bandagenteil (11) und mit
mindestens einem eingearbeiteten, längsverlaufenden Federstab, wobei die Bandage (10b)
aus einem anatomisch geformten Schlauchkörper (20) aus einem Gewebe oder Gestrick
besteht und wobei in dem vorderen Bandagenteil (12) eine im Bereich über der Kniescheibe
bei angelegter Bandage (10b) liegende erste, die Quadrizeps-Sehne freilassende Pelotte
(50) aus einem weichen oder weich-elastischen Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewebe oder Gestrick der Bandage (10a) einen rundumlaufenden Einsatz (30)
aus einem hochelastischen Wellengestrick (40) aufweist und daß in dem vorderen Bandagenteil
(12) mindestens eine, eine nach oben offene oder ringförmige Pelotte (50;150) stabilisierende,
in Bandagenlängsrichtung verlaufende Pelottenstabilisierungsspange (70) angeordnet
ist, wobei die Pelottenstabilisierungsspange (70) integrierter Bestandteil der ersten
Pelotte (50;150) oder seitlich zu dieser liegend ist, und daß in das rückwärtige Bandagenteil
(11) eine zweite oder eine zweite und eine dritte, den Ansatz der ischiokruralen Muskulatur
beaufschlagende Pelotte (60,60') aus einem weichen oder weich-elastischen Material
eingesetzt ist.
6. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Pelotte
(50;150) der Bandage U-förmig oder V-förmig ausgebildet ist und bevorzugterweise eine
hufeisenförmige Ausgestaltung mit einem bogenförmigen Verlauf der Außenränder (50a,50b)
der beiden Pelottenschenkel (51,52) aufweist oder eine ringförmige oder eine ovale
Form aufweist und eine außenseitig liegende, ebene Grundfläche (54), einen halbkreis-
oder teilkreisförmigen Schenkelquerschnitt und in dem die Pelottenschenkel (51,52)
miteinander verbindenden Steg (53) mittig eine innenseitig liegende Vertiefung (55)
mit in Bandagenlängsrichtung verlaufenden seitlichen Führungen (56,57) zur Anpassung
an den Schienbeinkopf und an den Verlauf des Kniescheibenbandes aufweist.
7. Bandage nach einem der Ansprüche 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) benachbart zu einem der beiden Pelottenschenkel (51,52) der ersten Pelotte (50;150)
liegend ist und eine der Form des äußeren Schenkelrandes (50a;50b) entsprechende Form
aufweist.
8. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) in einem Abstand von dem Pelottenschenkel (51) der beiden Pelottenschenkel (51,52)
der ersten Pelotte (50;150) angeordnet ist, wobei zwischen dem Pelottenschenkel (51)
der ersten Pelotte (50;150) und der Pelottenstabilisierungsspange (70) gegebenenfalls
ein Gewebe- oder Gestrickabschnitt (41) angeordnet ist.
9. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) abstandslos neben dem Pelottenschenkel (51) der beiden Pelottenschenkel (51,52)
der ersten Pelotte (50;150) angeordnet ist.
10. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) an dem Pelottenschenkel (51) der beiden Pelottenschenkel (51,52) der ersten Pelotte
(50;150) angeformt ist.
11. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) durch einen der beiden Pelottenschenkel (51,52) der ersten Pelotte (50;150) hindurchgeführt
und in das Pelottenmaterial eingebettet ist.
12. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) durch einen der beiden Pelottenschenkel (51,52) der ersten Pelotte (50;150) hindurchgeführt
und in das Pelottenmaterial eingebettet ist, wobei die Pelottenstabilisierungsspange
(70) beidendseitig aus dem Pelottenschenkel (51) mit einem Abschnitt (70a;70b) herausgeführt
ist.
13. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Pelotte
(50;150) einen knopfförmigen Friktionskern (80) enthält, der in das Pelottenmaterial
eingearbeitet ist und der aus einem Material besteht, das gegenüber dem Härtegrad
des Pelottenmaterials einen höheren Härtegrad aufweist.
14. Bandage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffrerenz zwischen der
Härte der ersten Pelotte (50;150) und der Härte des Friktionskerns (80) mindestens
10 Shore A, vorzugsweise 20 Shore A, beträgt, wobei das Material der ersten Pelotte
(50;150) eine unterhalb 50 Shore A liegende Härte und das Material des Friktionskerns
(80) eine oberhalb 50 Shore A liegende Härte aufweist.
15. Bandage nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Friktionskern
(80) zur Lagenfixierung in der ersten Pelotte (50;150) im Bereich seiner umlaufenden
Wandfläche (81) eine rillenförmige Ausnehmung, Einziehung, wie Nut, Hinterschneidung,
Verzahnung od.dgl., (82) zur Aufnahme von Pelottenmaterial aufweist.
16. Bandage nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Material
des Friktionskerns (80) mit dem Material der ersten Pelotte (50;150) verschmolzen
und mit dem Pelottenmaterial unlösbar verbunden ist, wobei der Friktionskern (80)
und die erste Pelotte (50;150) aus Kunststoffen, insbesondere Silikonkautschuken od.dgl.,
besteht.
17. Bandage nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Friktionskern
(80) bei der Herstellung der ersten Pelotte (50;150) durch Materialaushärtung eines
Abschnittes der ersten Pelotte (50;150) erhalten wird, wobei der Friktionskern (80)
und die erste Pelotte (50;150) aus Kunststoffen, insbesondere Silikonkautschuk od.
dgl., unterschiedlicher Härtegrade besteht.
18. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß alle Pelotten
(50;150;60,60') aus Filz, Moosgummi, Neopren, Gummi, einem viskoelastischen Silikonkautschuk
oder einem elastischen, kompressiblen, durch Druck verformbaren Silikonkautschuk oder
einem Material mit gleichen Elastizitätseigenschaften, wie Naturkautschuk, Silikonkautschuk
od. dgl., besteht.
19. Bandage nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Friktionskern
(80) aus einem inkompressiblen Kunststoff, wie einem natürlichen oder künstlichen
Kautschuk, Hartgummi, Chloropren-Polymerisat, einem gummielastischen, vernetzten Polyurethan,
Polyamid, Metall, Holz od. dgl. besteht.
20. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten
Pelotte (50;150) eine den Friktionskern (80) aufnehmende Ausnehmung ausgebildet ist,
der in der Ausnehmung lösbar mittels Preß- oder Klemmsitz gehalten ist.
21. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vorderen
Bandagenteil (12) zu beiden Seiten der Pelottenschenkel (51,52) der ersten Pelotte
(50;150) mindestens je eine Pelottenstabilisierungsspange (70,70') angeordnet ist.
22. Bandage nach einem der Ansprüche 4 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
und dritte Pelotte (60,60') in dem rückwärtigen Bandagenteil (11) über einen Steg
(61) miteinander verbunden sind, wobei die zweite und dritte Pelotte (60,60') gegebenenfalls
über Stege (58,59) mit den Pelottenschenkeln (51,52) der ersten Pelotte (50;150) verbunden
sind.
23. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Federstäbe
(13,14) eine bogenförmige Ausgestaltung aufweisen.
24. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das rückwärtige
Bandagenteil (11) mit vorgespanntem Strick oder Wellengestrick (40) eingenäht ist.
25. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Pelotte
(50;150), die zweite und die dritte Pelotte (60,60') und die Pelottenstabilisierungsspange
(70) im Bereich des Einsatzes (30) aus dem Wellengestrick (40) angeordnet sind.
26. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Pelotte
(50;150), die zweite und dritte Pelotte (60,60') und die Pelottenstabilisierungsspange
(70) in taschenförmigen Aufnahmen angeordnet sind, die an der Bandage (10) ausgebildet
oder eingenäht sind.
27. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellengestrick
(40) des Einsatzes (30) in dem vorderen Bandagenteil (12) eine größere Anzahl von
Wellen (42) als in dem rückwärtigen Bandagenteil (11) aufweist.
28. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen
(42) des Wellengestricks (40) des Einsatzes (30) in dem vorderen Bandagenteil (12)
geradlinig und parallel verlaufend sind.
29. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung
der Wellen (42) des Wellengestricks (40) des Einsatzes (30) von einer geringen Anzahl
von Wellen im rückwärtigen Bandagenteil (11) aus zu einer Teilung der Wellen (42)
in zwei im Abstand voneinander verlaufende Wellengruppen ( 46,46') in dem vorderen
Bandagenteil (12) erfolgt, wobei in dem zwischen den beiden Wellengruppen (46,46')
eine in keilförmige Endabschnitte (47,47') auslaufende Wellengruppe (46'') angeordnet
ist.
30. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammennähen
des vorderen Bandagenteils (12) mit dem rückwärtigen Bandagenteil (11) das Wellengestrick
(40) mit der geringeren Wellenanzahl in dem rückwärtigen Bandagenteil (11) das Wellengestrick
in dem vorderen Bandagenteil (12) zusammengezogen wird.
31. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß über den das
rückwärtige Bandagenteil (11) mit dem vorderen Bandagenteil (12) verbindenden Nähten
Federstäbe (13,14) in das Schlauchkörpermaterial eingearbeitet sind.
32. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) elastisch ausgebildet ist.
33. Bandage nach einem der Ansprüche 3,5 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelottenstabilisierungsspange
(70) federnd-elastisch und in Längsrichtung unelastisch ausgebildet ist.
34. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
und dritte Pelotte (60;60') halbellipsenförmig ausgebildet sind oder eine andere geometrische
Form aufweisen.
35. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
und dritte Pelotte (60,60') zu einer Pelotte zusammengefaßt sind.
1. Bandage for the knee joint of elastic bandage cloth in tubular form with a front bandage
portion (12) and a rear bandage portion (11) and with at least one inserted, longitudinally
proceeding spring bar, in which the bandage (10a) is comprised of an anatomically
configured tubular body (20) of a woven fabric or a knitted fabric and wherein, in
the front bandage portion (12), a pressure pad (50) of a soft or soft elastic material
is disposed so as to be located in the area above the patella when the bandage (10a)
is applied, which is upwardly open and which leaves the quadriceps tendon uncovered,
characterized in that
the woven or knitted fabric of the bandage (10a) possesses a circumferentially proceeding
inset (30) of a highly elastic wavily knitted fabric (40) and in that the upwardly
open pressure pad (50), with a curved course of the outer rims (50a,50b) of the two
pressure pad legs (51,52) and with an externally located, plane basis (54) as well
as with a semicircular leg cross section, centrally in the web (53) connecting the
two pressure pad legs (51,52), is provided with an internally located indentation
(55) for the adaptation to the head of the tibia and to the course of the patellar
tendon, while the length of the indentation (55) corresponds to the width of the pressure
pad web (53).
2. Bandage for the knee joint of elastic bandage cloth in tubular form with a front bandage
portion (12) and a rear bandage portion (11), in which the bandage (10a) is comprised
of an anatomically configured tubular body (20) of a woven or a knitted fabric and
wherein, in the front bandage portion (12), a pressure pad (50) of a soft or soft-elastic
material is disposed so as to be located in the area above the patella when the bandage
(10a) is applied, which, for the reduction of a pressure on the patellar tendon, is,
in the lower region, provided with a web-like depression (151) while forming a thin-walled
pressure pad section and with a curved course of the external rims (50a) of the two
pressure pad legs (51,52) and with an externally located, plane basis (152),
characterized in that
the woven or knitted fabric of the bandage (10a) possesses a circumferentially proceeding
inset (30) of a highly elastic wavily knit fabric (40), in that the bandage is fitted
with at least one inserted, longitudinally proceeding spring bar (13;14) and in that
the annular or oval pressure pad (150) possesses a semicircular or pitch-circular
cross section and, centrally, in the web connecting the two pressure pad legs (51,52),
an internally located depression (151), wherein the length of the depression (151)
corresponds to the width of the pressure pad web, wherein the lateral rims (151a,
151b) proceed rectilinearily or arcuately and wherein the sections (151a',151b') terminating
within the region of the lateral rims (151a,151b) of the pressure pad legs (51,52)
possess a bead-like configuration for achieving a friction on both sides of the tendon
attachment.
3. Bandage for the knee joint of an elastic bandage cloth in tubular form with a front
bandage portion (12) and a rear bandage portion (11) and with at least one inserted,
longitudinally proceeding spring bar, wherein the bandage (10b) is comprised of an
anatomically configured tubular body (20) of a woven or knitted fabric and wherein,
in the front bandage portion (12), a pressure pad (50) of a soft or soft-elastic material
is disposed so as to be located in the area above the patella when the bandage (10b)
is applied so as to leave the quadriceps tendon uncovered,
characterized in that
the woven or knitted fabric of the bandage (10b) possesses a circumferentially proceeding
inset (30) of a highly elastic wavily knitted fabric (40) and in that, in the front
bandage portion (12), at least one pressure pad stabilization clasp (70) proceeding
in the longitudinal direction of the bandage and stabilizing an upwardly open or annular
pressure pad (50;150) is disposed, wherein the pressure stabilization clasp (70) is
an integral component part of the pressure pad (50;150) or is located laterally to
the same.
4. Bandage for the knee joint of elastic bandage cloth in tubular form with a front bandage
portion (12) and a rear bandage portion (11) and with at least one inserted, longitudinally
proceeding spring bar, wherein the bandage (10a) of an anatomically configured tubular
body (20) is comprised of a woven or knitted fabric and wherein, in the front bandage
portion (12), a first pressure pad (50) of a soft or soft-elastic material is disposed
so as to be located within the region above the patella when the bandage (10a) is
applied and which leaves the quadriceps tendon uncovered,
characterized in that
the woven or knitted fabric of the bandage (10a) possesses a circumferentially proceeding
inset (30) of a highly elastic wavily knitted fabric (40) and in that, into the rear
bandage portion (11), a second or a second and a third pressure pad (60,60') acting
upon the attachment of the ischiocrural muscular system of a soft or soft-elastic
material is inserted.
5. Bandage for the knee joint of an elastic bandage cloth in tubular form with a front
bandage portion (12) and a rear bandage portion (11) and with at least one inserted,
longitudinally proceeding spring bar, wherein the bandage (10b) is comprised of a
woven or knitted fabric and wherein, in the front bandage portion (12), a pressure
pad (50) of a soft or soft-elastic material is disposed so as to be located in the
region above the patella when the bandage (10b) is applied and which leaves the quadriceps
tendon uncovered,
characterized in that
the woven or knitted fabric of the bandage (10b) possesses a circumferentially proceeding
inset (30) of a highly elastic wavily knitted fabric (40) and in that, in the front
bandage portion (12), at least one pressure pad stabilization clasp (70) stabilizing
an upwardly open or annular pressure pad (50;150) proceeding in the longitudinal direction
of the bandage is disposed, wherein the pressure pad stabilization clasp (70) is an
integrated component part of the first pressure pad (50;150) or is located laterally
to the same and in that, into the rear bandage portion (11), a second or a second
and a third pressure pad (60,60') acting upon the attachment of the ischiocrural muscular
system or a soft or soft-elastic material is inserted.
6. Bandage according to any of Claims 1 to 6,
characterized in that
the first pressure pad (50;150) of the bandage is of a "U"-like or "V"-like configuration
and, by preference, possesses a horseshoe-like configuration with a curved course
of the outer rims (50a, 50b) of the two pressure pad legs (51,52) or possesses an
annular or oval shape and a plane basis (54) located on the outside, a semicircular
or pitch-circular leg cross section and, centrally, in the web (53) interconnecting
the pressure pad lags (51,52), an internally located indentation (55) with lateral
guidance means (56,57) proceeding in the longitudinal direction of the bandage for
adaptation to the head of the tibia and to the course of the patellar tendon.
7. Bandage according to either Claim 3 or 5,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is located so as to be adjacent to one of
the two pressure pad legs (51,52) of the first pressure pad (50; 150) and possesses
a configuration which corresponds to the configuration of the external leg rim (50a;50b).
8. Bandage according to any of Claims 3,5 and 7,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is disposed at a distance from the pressure
pad leg (51) of the two pressure pad legs (51,52) of the first pressure pad (50;150)
while, between the pressure pad leg (51) of the first pressure pad (50;150) and the
pressure pad stabilization clasp (70), if necessary, a woven or knitted fabric section
(41) is disposed.
9. Bandage according to any of Claims 3,5 to 8,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is disposed without an intervening space
next to the pressure pad leg (51) of the two pressure pad legs (51,52) of the first
pressure pad (50;150).
10. Bandage according to any of Claims 3,5 to 8,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is formed onto the pressure pad leg (51)
of the two pressure pad legs (51,52) of the first pressure pad (50;150).
11. Bandage according to any of Claims 3,5 to 8,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is passed through one of the two pressure
pad legs (51,52) of the first pressure pad (50;150) and is embedded in the pressure
pad material.
12. Bandage according to any of Claims 3,5 to 8,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is passed through one of the two pressure
pad legs (51,52) of the first pressure pad (50;150) and embedded in the pressure pad
material, while the pressure pad stabilization clasp (70) is at both ends passed out
from the pressure pad leg (51) with a section (70a; 70b).
13. Bandage according to any of Claims 1 to 12,
characterized in that
the first pressure pad (50;150) comprises a button-like friction core (80) which is
incorporated into the pressure pad material and which is comprised of a material that,
in comparison with the degree of hardness of the pressure pad material, possesses
a higher degree of hardness.
14. Bandage according to Claim 13,
characterized in that
the difference between the hardness of the first pressure pad (50;150) and the hardness
of the friction core (80) is at least 10 Shore A, preferably 20 Shore A, while the
material of the first pressure pad (50;150) possesses a hardness of below 50 Shore
A and the material of the friction core (80) a hardness which exceeds 50 Shore A.
15. Bandage according to any of Claims 13 to 14,
characterized in that
the friction core (80), for the positional fixation in the first pressure pad (50;150),
within the area of its circumferential wall area (81), is provided with a groove-like
recess, indentation, such as a groove, undercut, serration or suchlike (82) for accommodating
the pressure pad material.
16. Bandage according to any of Claims 13 to 15,
characterized in that
the material of the friction core (80) is fused with the material of the first pressure
pad (50;150) and undetachably connected with the pressure pad material, while the
friction core (80) and the first pressure pad (50;150) are comprised of plastic materials,
more particularly silicone rubbers or the like.
17. Bandage according to any of Claims 14 to 16,
characterized in that
the friction core (80), in the fabrication of the first pressure pad (50;150) is obtained
by means of material curing of a section of the first pressure pad (50;150), in which
case the friction core (80) and the first pressure pad (50;150) are comprised of plastic
materials, more especially silicone rubbers or suchlike possessing different degrees
of hardness.
18. Bandage according to any of Claims 1 to 17,
characterized in that
all the pressure pads (50;150;60,60') are comprised of felt, cellular rubber, neoprene,
rubber, a viscoelastic silicone rubber or an elastic, compressible, pressure-deformable
silicone rubber or of a material possessing the same elasticity properties, such as
natural rubber, silicone rubber or suchlike.
19. Bandage according to any of Claims 1 to 18,
characterized in that
the friction core (80) is comprised of an incompressible plastic, such as a natural
or synthetic rubber, ebonite, chloroprene polymerisate, a rubber-elastic, cross-linked
polyurethane, polyamide, metal, wood or suchlike.
20. Bandage according to any of Claims 1 to 19,
characterized in that,
in the first pressure pad (50;150), a recess accommodating the friction core (80)
is formed which is detachably retained in the recess by means of force or press fit.
21. Bandage according to any of Claims 1 to 20,
characterized in that,
in the first bandage portion (12), on both sides of the pressure pad legs (51,52)
of the first pressure pad (50;150), at least one pressure pad stabilization clasp
(70,70') is disposed.
22. Bandage according to any of Claims 1 to 21,
characterized in that
the second and third pressure pad (60,60') are interconnected by means of a web (61)
in the rear bandage portion (11), in which case the second and third pressure pad
(60,60'), if necessary, are connected with the aid of webs (58,59) with the pressure
pad legs (51,52) of the first pressure pad (50;150).
23. Bandage according to any of Claims 1 to 22,
characterized in that
the spring bars (13,14) possess a curved construction.
24. Bandage according to any of Claims 1 to 23,
characterized in that
the rear bandage portion (11) is sewn-in with pretensioned knitting or wavy knitting
(40).
25. Bandage according to any of Claims 1 to 24,
characterized in that
the first pressure pad (50;150), the second and third pressure pad (60,60') and the
pressure pad stabilization clasp (70) are disposed within the region of the insert
(30) of the wavy knitting (40).
26. Bandage according to any of Claims 1 to 25,
characterized in that
the first pressure pad (50;150), the second and third pressure pad (60,60') and the
pressure pad stabilization clasp (70) are disposed in pocketlike accommodating means,
which are constructed on the bandage (10) or sewn into the latter.
27. Bandage according to any of Claims 1 to 26,
characterized in that
the wavy knitting (40) of the insert (30) in the front bandage portion (12) possesses
a larger number of waves (42) than in the rear bandage portion (11).
28. Bandage according to any of Claims 1 to 27,
characterized in that
the waves (42) of the wavy knitting (40) of the inset (30) in the front bandage portion
(12) proceed rectilinearily and parallelly.
29. Bandage according to any of Claims 1 to 28,
characterized in that
the guidance of the waves (42) of the wavy knitting (40) of the inset (30) is effected
while starting out from a small number waves in the rear bandage portion (11) towards
a division of the waves (42) into two wave groups (46,46') proceeding at a distance
from each other in the front bandage portion (12) while, between the two wave groups
(46,46'), a wave group (46'') running out into wedge-shaped terminal sections (47,47')
is disposed.
30. Bandage according to any of Claims 1 to 29,
characterized in that,
when the front bandage portion (12) is sewn together with the rear bandage portion
(11), the wavy knitting (40) possessing the smaller number of waves in the rear bandage
portion (11), the wavy knitting in the front bandage portion (12) is contracted.
31. Bandage according to any of Claims 1 to 30,
characterized in that,
above the seams connecting the rear bandage portion (11) with the front bandage portion
(12), spring bars (13,14) are incorporated into the tubular body material.
32. Bandage according to any of Claims 3,5, to 31,
characterized in that
the pressure pad stabilization clasp (70) is of elastic construction.
33. Bandage according to any of Claims 3,5 to 31,
characterized in that
the pressure pad stabilization pad (70) is constructed so as to be springably elastic
and, in the longitudinal direction, so as to be inelastic.
34. Bandage according to any of Claims 1 to 33,
characterized in that
the second and third pressure pads (60;60') are of semielliptical construction or
possess some other geometric configuration.
35. Bandage according to any of Claims 1 to 34,
characterized in that
the second and third pressure pad (60,60') are combined so as to form one pressure
pad.
1. Bandage pour l'articulation du genou en étoffe élastique pour bandage en forme de
tuyau avec une partie antérieure de bandage (12) et une partie postérieure de bandage
(11) et avec au moins une baguette élastique incorporée, allant dans le sens de la
longueur, le bandage (10a) étant constitué par un corps en tuyau (20) de forme anatomique
en un tissu ou tricot et une pelote en une matière souple ou souple et élastique,
ouverte vers le haut, laissant libre le tendon du muscle quadriceps crural, se situant
dans la zone au-dessus de la rotule lorsque le bandage (10a) est appliqué, étant placée
dans la partie antérieure du bandage (12), caractérisé en ce que le tissu ou tricot
du bandage (10a) présente un insert (30) faisant tout le tour en un tricot ondulé
(40) très élastique et que la pelote ouverte vers le haut (50) avec une allure en
forme d'arc des bords extérieurs (50a, 50b) des deux montants de pelote (51, 52) et
avec une surface de base (54) plane, se situant sur le côté extérieur, ainsi qu'avec
une section de montant en forme de demi-cercle ou en forme de cercle partiel présente,
au milieu dans l'entretoise (53) qui relie les deux montants de pelote (51, 52), un
évidement (55) situé sur le côté intérieur pour s'adapter à la tête du tibia et à
l'allure du ligament rotulien, la longueur de l'évidement (55) correspondant à la
largeur de l'entretoise (53) de la pelote.
2. Bandage pour l'articulation du genou en étoffe élastique pour bandage en forme de
tuyau avec une partie antérieure de bandage (12) et une partie postérieure de bandage
(11), le bandage (10a) étant constitué par un corps en tuyau (20) de forme anatomique
en un tissu ou tricot et une pelote (150) en une matière souple ou souple et élastique,
de forme annulaire, se situant dans la zone au-dessus de la rotule lorsque le bandage
(10a) est appliqué, étant placée dans la partie antérieure de bandage (12), pelote
qui, pour réduire une pression sur le ligament de la rotule, est pourvue, dans la
zone inférieure, d'un évidement du type entretoise (151) en formant une section de
pelote à paroi mince et d'une allure en forme d'arc des bords extéreiurs (50a) des
deux montants de pelote (51, 52) et d'une surface de base (152) plate, qui se situe
sur le côté extérieur, caractérisé en ce que le tissu ou le tricot du bandage (10a)
présente un insert faisant tout le tour (30) en un tricot ondulé très élastique (40),
que le bandage est pourvu d'au moins une baguette élastique (13 ; 14) incorporée,
allant dans le sens de la longueur et que la pelote (150) de forme annulaire ou ovale
présente une section de montant en forme de demi-cercle ou en forme de cercle partiel
et présente, au milieu de l'entretoise qui relie les deux montants de pelote (51,
52), un évidement (151) qui se situe sur le côté intérieur, la longueur de l'évidement
(151) correspondant à la largeur de l'entretoise de la pelote, les bords latéraux
(151a, 151b) étant en ligne droite ou en forme d'arc de cercle et les sections (151a',
151b') des montants de pelote (51, 52) qui se terminent dans la zone des bords latéraux
(151a, 151b) présentant une configuration du type bourrelet pour obtenir une friction
des deux côtés de la naissance du tendon.
3. Bandage pour l'articulation du genou en étoffe élastique pour bandage en forme de
tuyau avec une partie antérieure de bandage (12) et une partie postérieure de bandage
(11) et avec au moins une baguette élastique incorporée, allant dans le sens de la
longueur, le bandage (10b) étant constitué par un corps en tuyau (20) de forme anatomique
en un tissu ou tricot et une pelote (50) en une matière souple ou souple et élastique,
laissant libre le tendon du muscle quadriceps crural, se situant dans la zone au-dessus
de la rotule lorsque le bandage (10b) est appliqué, étant placée dans la partie antérieure
du bandage (12), caractérisé en ce que le tissu ou tricot du bandage (10b) présente
un insert (30) faisant tout le tour en un tricot ondulé (40) très élastique et qu'au
moins une agrafe de stabilisation de pelote (70) allant dans le sens longitudinal
du bandage, qui stabilise une pelote (50 ; 150) ouverte vers le haut ou de forme annulaire
est placée dans la partie antérieure de bandage (12) est placée dans la partie antérieure
du bandage (12), l'agrafe de stabilisation de pelote (70) étant une partie constituante
intégrée de la pelote (50 ; 150) ou étant couchée latéralement par rapport à celle-ci.
4. Bandage pour l'articulation du genou en étoffe élastique pour bandage en forme de
tuyau avec une partie antérieure de bandage (12) et une partie postérieure de bandage
(11) et avec au moins une baguette élastique incorporée, allant dans le sens de la
longueur, le bandage (10a) étant constitué par un corps en tuyau (20) de forme anatomique
en un tissu ou tricot et une première pelote (50) en une matière souple ou souple
et élastique, laissant libre le tendon du muscle quadriceps crural, se situant dans
la zone au-dessus de la rotule lorsque le bandage (10a) est appliqué, étant placée
dans la partie antérieure du bandage (12), caractérisé en ce que le tissu ou tricot
du bandage (10a) présente un insert (30) faisant tout le tour en un tricot ondulé
(40) très élastique et qu'une seconde ou une seconde et une troisième pelote (60,
60') en une matière souple ou souple et élastique ayant de l'impact sur la naissance
de l'ensemble des muscles ischiocruraux est(sont) mise(s) en place dans la partie
postérieure du bandage (11).
5. Bandage pour l'articulation du genou en étoffe élastique pour bandage en forme de
tuyau avec une partie antérieure de bandage (12) et une partie postérieure de bandage
(11) et avec au moins une baguette élastique incorporée, allant dans le sens de la
longueur, le bandage (10b) étant constitué par un corps en tuyau (20) de forme anatomique
en un tissu ou tricot et une pelote (50) en une matière souple ou souple et élastique,
laissant libre le tendon du muscle quadriceps crural, se situant dans la zone au-dessus
de la rotule lorsque le bandage (10b) est appliqué, étant placée dans la partie antérieure
du bandage (12), caractérisé en ce que le tissu ou tricot du bandage (10b) présente
un insert (30) faisant tout le tour en un tricot ondulé (40) très élastique et qu'au
moins une agrafe de stabilisation de pelote (70) allant dans le sens longitudinal
du bandage, qui stabilise une pelote (50 ; 150) ouverte vers le haut ou de forme annulaire
est placée dans la partie antérieure de bandage (12), l'agrafe de stabilisation de
pelote (70) étant une partie constituante intégrée de la première pelote (50 ; 150)
ou étant couchée latéralement par rapport à celle-ci et qu'une seconde ou une seconde
et une troisième pelote (60, 60') en une matière souple ou souple et élastique ayant
de l'impact sur la naissance de l'ensemble des muscles ischiocruraux est(sont) placée(s)
dans la partie postérieure du bandage (11).
6. Bandage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première pelote
(50 ; 150) du bandage est configurée en forme d'U ou en forme de V et présente, de
préférence, une configuration en forme de fer à cheval avec une allure arquée des
bords extérieurs (50a, 50b) des deux montants de la pelote (51, 52) ou présente une
forme annulaire ou une forme ovale et présente une surface de base (54) plate, se
situant sur le côté extérieur, une section de montant en forme de demi-cercle ou de
demi-cercle partiel et, au milieu de l'entretoise (53) qui relie les montants de pelote
(51, 52) l'un à l'autre, un évidement (55) qui se situe sur le côté intérieur avec
des guides latéraux (56, 57) qui vont dans le sens longitudinal du bandage pour s'adapter
à la tête du tibia et à l'allure du ligament rotulien.
7. Bandage selon l'une des revendicatioons 3 et 5, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) est située au voisinage de l'un des deux montants
de pelote (51, 52) de la première pelote (50 ; 150) et présente une forme qui correspond
à la forme du bord extérieur du montant (50a ; 50b).
8. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 et 7, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) est placée à un certain écart du montant de la pelote
(51) des deux montants de pelote (51, 52) de la première pelote (50 ; 150), un troncon
de tissu ou de tricot (41) étant éventuellement placé entre le montant de pelote (51)
de la première pelote (50 ; 150) et l'agrafe de stabilisation de la pelote (70).
9. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 8, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) est placée sans écart près du montant de pelote (51)
des deux montants de pelote (51, 52) de la première pelote (50 ; 150).
10. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 8, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) est moulée sur le montant de pelote (51) des deux
montants de pelote (51, 52) de la première pelote (50 ; 150).
11. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 8, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) traverse l'un des deux montants de pelote (51, 52)
de la première pelote (50 ; 150) et est encastrée dans la matière de la pelote.
12. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 8, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de la pelote (70) traverse l'un des deux montants de pelote (51, 52)
de la première pelote (50 ; 150) et est encastrée dans la matière de la pelote, l'agrafe
de stabilisation de la pelote (70) sortant du côté des deux extrémités du montant
de la pelote (51) avec un tronçon (70a ; 70b).
13. Bandage selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la première pelote
(50 ; 150) contient un noyau de friction en forme de bouton (80) qui est incorporé
à la matière de la pelote et qui est constitué en une matière qui présente, par rapport
au degré de dureté de la matière de la pelote, un degré de dureté plus élevé.
14. Bandage selon la revendication 13, caractérisé en ce que la différence entre la dureté
de la première pelote (50 ; 150) et la dureté du noyau de friction (80) est d'au moins
10 Shore A, de préférence 20 Shore A, la matière de la première pelote (50 ; 150)
présentant une dureté située au-dessous de 50 Shore A et la matière du noyau de friction
(80) une dureté située au-dessus de 50 Shore A.
15. Bandage selon l'une des revendications 13 à 14, caractérisé en ce que le noyau de
friction (80) présente, pour fixer la position dans la première pelote (50 ; 150)
dans la zone de sa surface de paroi périphérique (81), un évidement, un retrait en
forme de cannelure, comme une rainure, une dépouille, une denture ou équivalent (82)
pour loger la matière de la pelote.
16. Bandage selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en ce que la matière du
noyau de friction (80) est fondu avec la matière de la première pelote (50 ; 150)
et est liée de manière indissoluble à la matière de la pelote, le noyau de friction
(80) et la première pelote (50 ; 150) étant constitués par des matières synthétiques,
en particulier des caoutchoucs au silicone ou équivalent.
17. Bandage selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que le noyau de
friction (80) est obtenu, lors de la fabrication de la première pelote (50 ; 150)
par durcissement de la matière d'un tronçon de la première pelote (50 ; 150), le noyau
de friction (80) et la première pelote (50 ; 150) étant constitués par des matières
synthétiques, en particulier du caoutchouc au silicone ou équivalent, de différents
degrés de dureté.
18. Bandage selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que toutes les pelotes
(50; 150 ; 60, 60') sont constituées en feutre, caoutchouc cellulaire, néoprène, caoutchouc,
en un caoutchouc au silicone visco-élastique ou en un caoutchouc au silicone élastique,
compressible, déformable par pression ou une matière aux mêmes propriétés d'élasticité,
comme le caoutchouc naturel, le caoutchouc au silicone ou équivalent.
19. Bandage selon l'une des revendications 13 à 18, caractérisé en ce que le noyau de
friction (80) est constitué en une matière synthétique incompressible, comme un caoutchouc
naturel ou synthétique, un caoutchouc dur, un polymère au chloroprène, un polyuréthane
réticulé, élastique comme du caoutchouc, du polyamide, un métal, du bois ou équivalent.
20. Bandage selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce qu'un évidement qui
loge le noyau de friction (80) est configuré dans la première pelote (50 ; 150), noyau
de frictioon qui est maintenu dans l'évidement de manière amovible par ajustement
par pression ou par coïncement.
21. Bandage selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce qu'au moins une agrafe
de stabilisation de pelote (70, 70') est placée dans la partie antérieure de bandage
(12) respectivement sur chacun des deux côtés des montants de pelote (51, 52) de la
première pelote (50 ; 150).
22. Bandage selon l'une des revendications 4 à 21, caractérisé en ce que la seconde et
la troisième pelote (60, 60') sont reliées l'une à l'autre dans la partie postérieure
du bandage (11) par une entretoise (61), la seconde et la troisième pelote (60, 60')
étant reliées aux montants de pelote (51, 52) de la première pelote (50 ; 150), éventuellement
par des entretoises (58, 59).
23. Bandage selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que les baguettes
élastiques (13, 14) présentent une configuration en forme d'arc.
24. Bandage selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que la partie postérieure
du bandage (11) est cousue avec un tricot ou un tricot ondulé (40) précontraint.
25. Bandage selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé en ce que la première pelote
(50 ; 150), la seconde et la troisième pelote (60, 60') et l'agrafe de stabilisation
de pelote (70) sont placées dans la zone de l'insert (30) provenant du tricot ondulé
(40).
26. Bandage selon l'une des revendications 1 à 25, caractérisé en ce que la première pelote
(50 ; 150), la seconde et la troisième pelote (60, 60') et l'agrafe de stabilisation
de pelote (70) sont placées dans des logements en forme de poche qui sont configurés
ou cousus sur le bandage (10).
27. Bandage selon l'une des revendications 1 à 26, caractérisé en ce que le tricot ondulé
(40) de l'insert (30) présente, dans la partie antérieure de bandage (12), un nombre
assez grand d'ondulations (42) comme dans la partie postérieure de bandage (11).
28. Bandage selon l'une des revendications 1 à 27, caractérisé en ce que les ondulations
(42) du tricot ondulé (40) de l'insert (30) sont dans la partie antérieure du bandage
(12) en ligne droite et sont parallèles.
29. Bandage selon l'une des revendications 1 à 28, caractérisé en ce que le guidage des
ondulations (42) du tricot ondulé (40) de l'insert (30) se fait à partir d'un petit
nombre d'ondulations dans la partie postérieure du bandage (11) vers une séparation
des ondulations (42) en deux groupes d'ondulations (46, 46') écartés l'un de l'autre
dans la partie antérieure de bandage (12), un groupe d'ondulations (46'') se terminant
en sections d'extrémité en forme de clavettes (47, 47') étant placé entre les deux
groupes d'ondulations (46, 46').
30. Bandage selon l'une des revendications 1 à 29, caractérisé en ce que, lorsque l'on
coud ensemble la partie antérieure de bandage (12) avec la partie postérieure de bandage
(11), le tricot ondulé (40) avec le nombre plus faible d'ondulations dans la partie
postérieure de bandage (11) est serré avec le tricot ondulé dans la partie antérieure
de bandage (12).
31. Bandage selon l'une des revendications 1 à 30, caractérisé en ce que des baguettes
élastiques (13, 14) sont incorporées à la matière du corps en tuyau par les coutures
qui relient la partie postérieure de bandage (11) à la partie antérieure de bandage
(12).
32. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 31, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de pelote (70) est configurée élastique.
33. Bandage selon l'une des revendications 3, 5 à 31, caractérisé en ce que l'agrafe de
stabilisation de pelote (70) est configurée élastique comme un ressort et non élastique
dans le sens de la longueur.
34. Bandage selon l'une des revendications 1 à 33, caractérisé en ce que la seconde et
la troisième pelote (60 ; 60') sont configurées en forme de demi-ellipse ou présentent
une autre forme géométrique.
35. Bandage selon l'une des revendications 1 à 34, caractérisé en ce que la seconde et
la troisième pelote (60, 60') sont réunies en une pelote.