(19)
(11) EP 0 600 240 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.01.1997  Patentblatt  1997/01

(21) Anmeldenummer: 93117649.9

(22) Anmeldetag:  30.10.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E06B 3/26

(54)

Verfahren zur Verbesserung der Wärmedämmung an Rahmen aus wärmegedämmten Verbundprofilen

Method for improving insulation of windowframes made of insulating profiles

Méthode pour améliorer l'isolation de menuiserie en profilés en écarteurs isolant


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK FR GB LI NL SE

(30) Priorität: 02.12.1992 DE 4240431

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.06.1994  Patentblatt  1994/23

(73) Patentinhaber: NORSK HYDRO A/S
0257 Oslo 2 (NO)

(72) Erfinder:
  • Schulz, Harald, Dr.
    D-89358 Ettenbeuren (DE)

(74) Vertreter: Dziewior, Joachim, Dipl.-Phys. Dr. et al
Patentanwälte Dr. Hermann Fay Dr. Joachim Dziewior Postfach 1767
89007 Ulm
89007 Ulm (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 131 279
DE-A- 2 130 495
EP-A- 0 425 256
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Wärmedämmung an Rahmen aus wärmegedämmten Verbundprofilen für Fenster, Türen od. dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Es liegen zahlreiche Vorschläge vor, die Wärmedämmung von Verbundprofilen und damit die Wärmedämmung der daraus hergestellten Rahmen zu verbessern. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß wärmedämmendes Material in die Innenkammer der Verbundprofile eingebracht wird und damit Wärmestrahlung und Konvektion reduziert werden (vgl. bspw. DE-OS 3.440.710).

    [0003] Bei der Oberflächenbehandlung der so ausgerüsteten Verbundprofile können sich allerdings Schwierigkeiten ergeben, oder die Herstellung von Zuschnitten aus so ausgerüsteten Verbundprofilen kann sich schwierig gestalten.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Herstellungsverfahren für die Rahmen unter Vermeidung der genannten Schwierigkeiten zu vereinfachen.
    Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das wärmedämmende Material erst am fertig zusammengebauten Rahmen an mindestens einer Stelle in jede Innenkammer der Verbundprofile eingebracht wird. Damit wird eine einfache und billige Verfahrensweise vorgeschlagen, zugleich werden insbesondere sämtliche Schwierigkeiten hinsichtlich der Oberflächenbearbeitung und der Zuschnitte umgangen.

    [0005] Es empfiehlt sich insbesondere, das wärmedämmende Material an der höchsten Stelle des Rahmens einzubringen.

    [0006] Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird das wärmedämmende Material in Form kleiner Partikel eingebracht, wobei es sich bei den Partikeln insbesondere um Granulat aus anorganischen Stoffen oder Stoffgemischen, vorzugsweise Silikaten, Metalloxiden od. dgl. oder um Kugeln aus einem geschäumten Kunststoffmaterial wie Polyamid, Polyäthylen, Polystyrol, Polyurethan od. dgl. handelt. Hierbei ergibt sich zusätzlich der große Vorteil, daß logistische Probleme vermieden werden, weil jetzt nicht mehr wärmedämmendes Material für unterschiedliche Querschnitte der Innenkammer bevorratet werden muß.

    [0007] Das Einbringen des wärmedämmenden Materials erfolgt vorzugsweise durch Einfüllen oder dadurch, daß es aus einem Vorratsbehälter eingeblasen und/oder eingesaugt wird. Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist dabei neben mindestens einer Lufteintrittsöffnung mindestens eine mit einem Sieb od. dgl. zum Zurückhalten der Partikel abgedeckte Luftaustrittsöffnung vorzusehen.
    Zur Verbesserung des Füllungsgrades während des Befüllvorgangs wird der Rahmen vorzugsweise mechanisch, elektrisch oder durch Ultraschall in Schwingungen versetzt.

    [0008] Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
    Figur 1
    schematisch das nachträgliche Einbringen des wärmedämmenden Materials bei einem fertig zusammengebauten Rahmen,
    Figur 2
    die Profilquerschnitte der für die Herstellung des Rahmens verwendeten Verbundprofile,
    Figur 3
    schematisch das Einblasen der wärmedämmenden Partikel in einen fertigen Rahmen und
    Figur 4
    schematisch das Einsaugen der wärmedämmenden Partikel in einen fertigen Rahmen.


    [0009] In Figur 1 ist schematisch ein wärmegedämmter Rahmen 1 für Fenster, Türen od. dgl. aus Verbundprofilen 2 gezeigt, deren Profilquerschnitt in Figur 2 dargestellt ist. Die wärmegedämmten Verbundprofile 2 bestehen jeweils aus zwei Aluminiumprofilen 3, 4, die im Abstand voneinander gehalten und über mindestens zwei in Nuten der Metallprofile 3, 4 angeordnete, parallel zueinander verlaufende Isolierstege 5 miteinander verbunden sind. Dabei bilden sich eine oder mehrere Innenkammern 6 aus (die Wärmedämmzonen sind jeweils punktiert angedeutet).

    [0010] Zur Verbesserung der Wärmedämmung wird wärmedämmendes Material 7 in die Innenkammer 6 eingebracht. Dies geschieht dadurch, daß wärmedämmendes Material 7 in Form von Kugeln 8 am fertig zusammengebauten Rahmen 1 an mindestens einer mit Ziffer 9 bezeichneten Stelle in die Innenkammer 6 der Verbundprofile 2 eingebracht wird.

    [0011] In den Figuren 3 und 4 ist ergänzend das Einblasen bzw. Einsaugen aus einem Vorratsbehälter 10 von Kugeln 8 aus einem Kunststoffmaterial wie Polyamid, Polyäthylen, Polystyrol, Polyurethan oder aus anorganischen Granulaten angedeutet. Dabei ist neben mindestens einer Lufteintrittsöffnung 9 mindestens eine Luftaustrittsöffnung 11 vorzusehen, die mit einem Sieb 12 od. dgl. abgedeckt ist, um die Partikel 8 zurückzuhalten.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Verbesserung der Wärmedämmung an Rahmen (1) aus wärmegedämmten Verbundprofilen (2) für Fenster, Türen od. dgl., wobei die Verbundprofile (2) aus zwei Metallprofilen (3, 4) bestehen, die im Abstand voneinander gehalten und unter Bildung mindestens einer Innenkammer (6) über mindestens zwei in Nuten der Metallprofile (3, 4) angeordnete, parallel zueinander verlaufende Isolierstege (5) miteinander verbunden sind, und wobei jede Innenkammer (6) jeweils ein wärmedämmendes Material (7) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das wärmedämmende Material (7) am fertig zusammengebauten Rahmen (1) an mindestens einer Stelle (9) in jede Innenkammer (6) der Verbundprofile (2) eingebracht wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß das wärmedämmende Material (7) an der höchsten Stelle (9) des Rahmens (1) eingebracht wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß das wärmedämmende Material (7) in Form kleiner Partikel (8) eingebracht wird.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß es sich bei den Partikeln (8) um Granulat aus anorganischen Stoffen oder Stoffgemischen, vorzugsweise Silikaten, Metalloxiden od. dgl., handelt.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß es sich bei den Partikeln (8) um Kugeln aus einem geschäumten Kunststoffmaterial wie Polyamid, Polyäthylen, Polystyrol, Polyurethan od. dgl. handelt.
     
    6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das wärmedämmende Material (7) eingefüllt wird.
     
    7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das wärmedämmende Material (7) aus einem Vorratsbehälter (10) eingeblasen und/oder eingesaugt wird.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß neben mindestens einer Lufteintrittsöffnung (9) mindestens eine mit einem Sieb (12) od. dgl. abgedeckte Luftaustrittsöffnung (11) vorgesehen wird.
     
    9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Rahmen (1) während des Befüllvorgangs mechanisch, elektrisch oder durch Ultraschall in Schwingungen versetzt wird.
     


    Claims

    1. A method of improving the thermal insulation on frames (1) comprising thermally insulated composite profile members (2) for windows, doors or the like, wherein the composite profile members (2) comprise two metal profile members (3, 4) which are held at a spacing from each other and which are connected to each other, forming at least one internal chamber (6), by way of at least two insulating webs (5) which are arranged in grooves in the metal profile members (3, 4) and which extend parallel to each other, and wherein each internal chamber (6) has a respective thermally insulating material (7), characterised in that the thermally insulating material (7) is introduced into each internal chamber (6) of the composite profile members (2) at at least one location (9) on the frame (1) in the finished assembled condition.
     
    2. A method according to claim 1 characterised in that the thermally insulating material (7) is introduced at the highest location (9) of the frame (1).
     
    3. A method according to claim 1 or claim 2 characterised in that the thermally insulating material (7) is introduced in the form of small particles (8).
     
    4. A method according to claim 3 characterised in that the particles (8) comprise granules of inorganic substances or mixtures of substances, preferably silicates, metal oxides or the like.
     
    5. A method according to claim 3 characterised in that the particles (3) are balls of a foamed plastics material such as polyamide, polyethylene, polystyrene, polyurethane or the like.
     
    6. A method according to one or more of claims 1 to 5 characterised in that the thermally insulating material (7) is filled in.
     
    7. A method according to one or more of claims 1 to 5 characterised in that the thermally insulating material (7) is blown in and/or sucked in from a supply container (10).
     
    8. A method according to claim 7 characterised in that, besides at least one air intake opening (9), there is provided at least one air outlet opening (11) which is covered with a mesh (12) or the like.
     
    9. A method according to one or more of claims 6 to 8 characterised in that during the filling operation the frame (1) is caused to vibrate mechanically, electrically or by ultrasound.
     


    Revendications

    1. Procédé pour améliorer le calorifugeage au niveau de cadres (1) formés par des profilés composites calorifugés (2) pour des fenêtres, des portes ou analogues, les profilés composites (2) étant constitués de deux profilés métalliques (3,4), qui sont maintenus à distance l'uns de l'autre et sont reliés entre eux par l'intermédiaire d'au moins deux barrettes isolantes (5) qui sont parallèles entre elles et sont disposées dans des rainures des profilés métalliques (3,4), et selon lequel chaque chambre intérieure (6) comporte respectivement un matériau de calorifugeage (7), caractérisé en ce
    qu'on insère le matériau de calorifugeage (7) sur le cadre (1) assemblé à l'état terminé, au niveau d'au moins un emplacement (9) dans chaque chambre intérieure (6) des profilés composites (2).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on insère le matériau de calorifugeage (7) à l'emplacement le plus élevé (9) du cadre (1).
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on insère le matériau de calorifugeage (7) sous la forme de petites particules (8).
     
    4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'en ce qu'il concerne les particules (8), il s'agit de granulés formés de substances minérales ou de mélanges de substances minérales, de préférence des silicates, des oxydes métalliques ou analogues.
     
    5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'en ce qui concerne les particules (8), il s'agit de billes formées d'une matière plastique, tel que du polyamide, du polyéthylène, du polystyrène ou analogue, à l'état de mousse.
     
    6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1-5, caractérisé en ce qu'on introduit le matériau de calorifugeage (7) par remplissage en le versant.
     
    7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1-5, caractérisé en ce qu'on introduit par soufflage et/ou par aspiration le matériau de calorifugeage (7) à partir d'un réservoir (10).
     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'en dehors d'au moins une ouverture (9) d'entrée d'air, il est prévu au moins une ouverture (11) de sortie de l'air, qui est recouverte par un tamis (12) ou analogue.
     
    9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que pendant l'opération de remplissage, le cadre (1) est mis en oscillations mécaniquement, électriquement ou par ultrasons.
     




    Zeichnung