[0001] Die Erfindung betrifft eine Atemschutzmaske mit einem festen, gekrümmten Maskenkörper
und einem am Maskenkörper umlaufenden, der Gesichtsform angepaßten Maskenrand zur
Befestigung eines den Maskenkörper gegenüber dem Gesicht abdichtenden Dichtrandes
und mit einer im Mundbereich des Maskenkörpers befindlichen Zufuhröffnung.
[0002] Eine Atemschutzmaske der genannten Art ist aus der EP-A 304 641 bekanntgeworden.
Die bekannte Atemschutzmaske besitzt einen festen, aus transparentem Material gefertigten
Maskenkörper, mit einem umlaufenden, den Maskenkörper begrenzenden Maskenrand, an
welchem ein flexibler Dichtrand befestigt ist, der zur Anlage am Gesicht eines Maskenträgers
kommt.
[0003] Der Maskenkörper selbst ist sowohl in meridianer- als auch in Umfangsrichtung als
stückweise gekrümmt ausgeführt und besitzt im Augenbereich eine plane Fläche, welche
als Sichtöffnung für den Maskenträger dient. Im Mundbereich des Maskenkörpers befindet
sich eine Zufuhröffnung für Trinkflüssigkeit.
[0004] Nachteilig bei der bekannten Atemschutzmaske ist, daß der Maskenträger nur innerhalb
der planen Fläche des Maskenkörpers eine verzerrungsarme Sicht hat, wodurch das nutzbare
Gesichtsfeld auf diesen Bereich eingeschränkt ist.
[0005] Nachteilig auf das Sehen wirkt sich weiter aus, daß mit schräger werdendem Blickwinkel
durch die plane Fläche kissenförmige Verzeichnungen des Bildes auftreten können.
[0006] Aus der DE-A 23 29 668 ist eine Atemschutzmaske mit einem Atemschutzfilter bekanntgeworden,
die einen Maskenkörper aus klarsichtigem Kunststoff besitzt, welcher sich in einer
über die Stirn, die Wangen und das Kinn verlaufenden Dichtungslinie an das Gesicht
des Maskenträgers anlegt. Der Maskenkörper ist sowohl in meridianer als auch in horizontaler
Richtung gekrümmt. Da der Maskenkörper sich beim Anlegen der Atemschutzmaske an die
Gesichtskontur anpasst, können undefinierte Krümmungen entstehen, die zumindestens
unter bestimmten Blickwinkeln zu einer Verzerrung des Bildes führen, was von dem Maskenträger
als störend empfunden wird und die Gebrauchsfähigkeit der Atemschutzmaske einschränkt.
[0007] Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Atemschutzmaske derart zu verbessern,
daß der Maskenkörper einen verzerrungsarmen Blick durch den transparenten Teil des
Maskenkörpers bei größtmöglich nutzbarem Gesichtsfeld gestattet und ein geringes Totraumvolumen
besitzt.
[0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß die Krümmung in azimutalen Schnittebenen
des Maskenkörpers, jeweils in der zugehörigen Schnittebene, von einer meridianen Symmetrieachse
des Maskenkörpers ausgehend, zum Maskenrand hin als stetig abnehmend ausgeführt ist,
daß die azimutale Krümmung auf der meridianen Symmetrieachse, vom Mundbereich ausgehend,
ebenfalls monoton abnehmend verläuft und daß die meridiane Krümmung des Maskenkörpers
längs der Symmetrieachse in wesentlichen gleichförmig ist.
[0009] Der Vorteil der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß sich durch die sich
stetig verändernde azimutale Krümmung des Maskenkörpers in jeweils festen horizontalen
Schnittebenen des Maskenkörpers einerseits und längs der meridianen Symmetrieachse
andererseits ein verzerrungsarmes Blickfeld ergibt, welches auch bei Schräglagen der
Blickrichtung vorliegt. Aufgrund der erfindungsgemäßen Formgestaltung des Maskenkörpers,
ist praktisch der gesamte transparente Teil des Maskenkörpers als Blickfläche nutzbar.
Durch die meridiane Krümmung längs der Symmetrieachse wird eine besonders gute Anpassung
des Maskenkörpers an die Gesichtskontur des Maskenträgers erreicht mit kleinstmöglichem
Totraum. Die erfindungsgemäße Krümmung bezieht sich auf die im Blickfeld des Maskenträgers
liegenden Bereiche des Maskenkörpers. In untergeordneten Bereichen des Maskenkörpers,
wie z.B. an der Zufuhröffnung oder in der Nähe des Maskenrandes können auch Abweichungen
auftreten.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] In zweckmäßiger Weise sind die azimutalen Krümmungsradien längs der meridianen Symmetrieachse
derart ausgeführt daß sie vom Mundstück ausgehend von etwa 40 Millimeter auf etwa
90 Millimeter ansteigen. Bezogen auf die azimutalen Schnittebenen, deren Krümmung
von der meridianen Symmetrieachse ausgehend zum Maskenrand hin stetig abnimmt bedeutet
dies, daß die azimutalen Krümmungsradien auf der Symmetrieachse minimal sind, d.h.
die Symmetrieachse ein optisches Zentrum des Maskenkörpers darstellt.
[0012] Die angegebenen Krümmungsradien geben eine zweckmäßige Größenordnung für den Wertebereich
an, der vom Fachmann an die am Maskenkörper vorliegenden Randbedingungen, z.B. die
Kontur des Maskenrandes, angepaßt werden muß.
[0013] Ein günstiges Totraumvolumen für den Maskenkörper ergibt sich, wenn der Krümmungsradius
einer längs der Symmetrieachse verlaufenden meridianen Schnittebene des Maskenkörpers
größer 80 Millimeter ist, wobei mit wachsendem Krümmungsradius das Totraumvolumen
abnimmt. Ein besonders zweckmäßiger Krümmungsradius ist R = 200 Millimeter.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden
näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen Maskenkörper,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung A-A des Maskenkörpers nach der Figur 1,
- Figur 3
- einen Längsschnitt B-B des Maskenkörpers nach der Figur 1.
[0016] Figur 1 zeigt die Draufsicht auf einen Maskenkörper (1) einer in der Figur 1 nicht
dargestellten Atemschutzmaske mit einem umlaufenden, an das Gesicht eines in der Figur
1 ebenfalls nicht dargestellten Maskenträgers angepassten Maskenrand (2) und einer
Zufuhröffnung (3) für Atemgas im Mundbereich (8). Der Maskenkörper (1) ist symmetrisch
ausgeführt längs einer meridian verlaufenden Symmetrieachse (4) und besitzt eine Wölbung
die aus der Zeichenebene herausragt und durch eine gestrichelt gezeichnete erste azimutale
Schnittebene (5) veranschaulicht ist. Als weitere azimutale Schnittebenen sind eine
zweite azimutale Schnittebene (6) und dritte azimutale Schnittebene (7) angegeben,
die jeweils als horizontal verlaufende Schnittebenen parallel zueinander liegen. Die
Krümmung der einzelenen azimutalen Schnittebenen (5, 6, 7) ist derart ausgeführt,
daß sie von der Symmetrieachse (4) ausgehend zum Maskenrand (2) hin stetig abnimmt;
d.h. daß die Krümmungsradien zum Maskenrand (2) hin größer werden, also die Wölbung
flacher wird. Die azimutalen Schnittebenen (5, 6, 7) stehen stellvertretend für eine
Vielzahl von azimutalen Schnittebenen, die alle horizontal zueinander liegen und einen
Krümmungsverlauf derart besitzen, daß die Krümmung von der Symmetrieachse (4) ausgehend
zum Maskenrand (2) hin stetig abnimmt. Die meridian verlaufende Symmetrieachse (4)
ist als geometrischer Ort der maximalen Krümmung der jeweiligen azimutalen Schnittebenen
(5, 6, 7) ein optisches Zentrum des Maskenkörpers (1). Die Krümmung der Schnittebenen
(5, 6, 7) bezogen auf den Schnittpunkt mit der Symmetrieachse (4) ist ebenfalls, vom
Mundbereich (8) ausgehend, monoton abnehmend. So beträgt beispielsweise der Krümmungsradius
im Schnittpunkt zwischen der zweiten azimutalen Schnittebene (6) und der Symmetrieachse
(4) etwa 40 Millimeter und am zugehörigen Schnittpunkt der dritten azimutalen Schnittebene
(7) ist der Krümmungsradius 90 Millimeter. Unter Schnittpunkt der Symmetrieachse (4)
mit den Schnittebenen (5, 6, 7) ist der Schnittpunkt der vertikalen Projektion der
Symmetrieachse (4) auf den Maskenkörper (1) mit den Schnittebenen (5, 6, 7) zu verstehen.
[0017] Figur 2 zeigt die Schnittdarstellung A-A des Maskenkörpers (1) nach der Figur 1 mit
Blick auf die erste azimutale Schnittebene (5).
[0018] Gleiche Komponenten sind mit gleichen Bezugsziffern der Figur 1 bezeichnet. Wie sich
aus den eingezeichneten Krümmungsradien ergibt, ist der Krümmungsradius am Schnittpunkt
mit der Projektion der Symmetrieachse (4) mit R= 42 Millimeter am kleinsten und am
Übergang zum Maskenrand (2) am größten.
[0019] Figur 3 zeigt einen Längsschnitt des Maskenkörpers (1) entlang der Schnittlinie (9)
mit Blickrichtung B-B nach der Figur 1. Gegenüber der Darstellung nach den Figuren
1 und 2 ist unterschiedlich, daß am Maskenrand (2) zusätzlich ein Dichtrand (10) mit
einer Bänderung (11) angebracht ist. Gleiche Komponenten sind mit gleichen Bezugsziffern
der Figuren 1 und 2 bezeichnet. Die längs der Symmetrieachse (4) verlaufende meridiane
Schnittebene (12) besitzt einen konstanten Krümmungsradius von R = 200 Millimeter,
um eine gute Anpassung des Maskenkörpers (1) an das Gesicht des Maskenträgers zu erreichen,
woraus sich ein kleiner Totraum innerhalb des Maskenkörpers (1) ergibt.
1. Atemschutzmaske mit einem festen, gekrümmten Maskenkörper und einem am Maskenkörper
umlaufenden, der Gesichtsform angepaßten Maskenrand zur Befestigung eines den Maskenkörper
gegenüber dem Gesicht abdichtenden Dichtrandes und mit einer im Mundbereich des Maskenkörpers
befindlichen Zufuhröffnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung in azimutalen
Schnittebenen (5, 6, 7) des Maskenkörpers (1), jeweils in der zugehörigen Schnittebene
von einer meridianen Symmetrieachse (4) des Maskenkörpers ausgehend zum Maskenrand
(2) hin als stetig abnehmend ausgeführt ist, daß die azimutale Krümmung auf der meridianen
Symmetrieachse (4), vom Mundbereich (8) ausgehend, ebenfalls monoton abnehmend verläuft,
und daß die meridiane Krümmung des Maskenkörpers (1) längs der Symmetrieachse (4)
im wesentlichen gleichförmig ist.
2. Atemschutzmaske nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die azimutalen Krümmungsradien
längs der meridianen Symmetrieachse (4), vom Mundbereich (8) ausgehend, von etwa 40
Millimeter auf etwa 90 Millimeter ansteigen.
3. Atemschutzmaske nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichent, daß der
Krümmungsradius einer längs der Symmetrieachse (4) verlaufenden meridianen Schnittebene
(12) des Maskenkörpers (1) größer 80 Millimeter ist.