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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
17.12.1992 DE 4242650
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.06.1994 Patentblatt 1994/25 |
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Patentinhaber: ASEA BROWN BOVERI AG |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Schulte-Werning, Burkhard, Dr.
CH-4055 Basel (CH)
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Vertreter: Pöpper, Evamaria, Dr. et al |
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Asea Brown Boveri AG
Immaterialgüterrecht(TEI)
Haselstrasse 16/699 I 5401 Baden 5401 Baden (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 847 091 US-A- 2 541 170
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GB-A- 1 541 408 US-A- 2 565 308
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- SAWYER 'GAS TURBINE CONSTRUCTION' 1947 , PRENTICE HALL , NEW YORK * Kapitel XIV, Abbildung
1* * Seite 262, Absatz 2 *
- SPALDING 'SOME FUNDAMENTALS OF COMBUSTION' 1955 , BUTTERWORTHS , LONDON * Seite 230,
Absatz 2 - Seite 232, Absatz 3; Tabelle 6.1 *
- KOSMOWSKI 'TURBOMASCHINEN' , HEIDELBERG, HUTHIG. , HEIDELBERG (DE) * Seite 226 - Seite
228 *
- BOYCE 'GAS TURBINE ENGINERING HANDBOOK' 1983 , GULF , HOUSTON (USA) * Seite 286 -
Seite 290 *
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gasturbinenvormischbrennkammer gemäss Oberbegriff des
Patentanspruches.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, dass in Brennkammern auf Grund der Energiezufuhr und der damit in
Strömungsrichtung ansteigenden Temperatur eine Beschleunigung des Heissgases auftritt.
Daraus resultiert auch reibungsfrei ein Totaldruckverlust, dessen Höhe vom Verhältnis
der Aus- zur Eintrittstemperatur abhängig ist. Dieser prozesswirksame Totaldruckverlust
schlägt sich in einer Reduzierung von Wirkungsgrad und Leistung der Anlage nieder.
[0003] In einer Brennkammer sind gasdynamisch verschiedene Arten der Wärmezufuhr (Verbrennung)
möglich. Praktische Bedeutung hat dabei hauptsächlich der Sonderfall der Verbrennung
bei konstantem Querschnitt.
[0004] Wird die Verbrennung bei konstantem Querschnitt realisiert, so ist der Totaldruckverlust
relativ gross. Demzufolge sind der Wirkungsgrad und die Leistung der Brennkammer gering
und die zusätzliche Beschleunigung des Heissgases führt bei gegebener Zeitkonstante
für die chemische Umsetzung zu einer relativ langen Brennkammer.
[0005] Aus US-A-2 565 308 ist eine Brennkammer bekannt, bei der zur Bildung eines mittels
Zündeinrichtungen zündbaren Brennstoff/Luft-Gemisches stromaufwärts der Zündeinrichtungen
ein Diffusor angeordnet ist. Dieser Diffusor weist einen Öffnungswinkel von 30° auf,
der mit der damit verbundenen starken Verzögerung der Strömung zu einer Strömungsablösung
führt. Die Strömungsablösung wird benutzt, um eine turbulente Vermischung von Luft
und Brennstoff herbeizuführen und die Flammenstabilisierung zu gewährleisten.
Darstellung der Erfindung
[0006] Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Gasturbinenvormischbrennkammer zu schaffen, bei der gleichzeitig Totaldruckverlust
und Brennkammerlänge gering sind.
[0007] Erfindungsgemäss wird dies bei einer Gasturbinenvormischbrennkammer, welche aus Zuströmungszone
für Verbrennungsluft mit Eindüsung von Brennstoff, Zündverzugszone zur Mischung des
Brennstoff und der Verbrennungsluft, Reaktionszone zur Zündung und Verbrennung des
Brennstoff/Luft-Gemisches, Ausbrandzone zur vollständigen Verbrennung und zum Herausbringen
von Kohlenmonoxid und aus Übergangszone zur Turbine besteht, dadurch erreicht, dass
die Reaktionszone einen sich derart erweiternden Querschnitt aufweist, dass die Verbrennung
gasdynamisch bei konstantem Druck oder bei konstanter Mach-Zahl durchführbar ist.
[0008] Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass infolge der Verbrennung bei konstanter
Mach-Zahl oder bei konstantem Druck nur ein geringer Totaldruckverlust verursacht
wird und die Brennkammerlänge reduziert wird. Dadurch sind der Wirkungsgrad und die
Leistung der Brennkammer im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich besser.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0009] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Gasturbinenvormischbrennkammer
dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt der Brennkammer für p=const;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt der Brennkammer für Ma=const.
[0010] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Nicht dargestellt ist beispielsweise der Brenner. Die Strömungsrichtung des Arbeitsmittels
ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0011] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0012] In Fig. 1 ist schematisch eine erfindungsgemässe Brennkammer dargestellt. Das Verhältnis
von Brennkammerhöhe am Beginn der Reaktionszone 3 zur Länge der Reaktionszone 3 beträgt
ungefähr Eins.
[0013] Damit ergeben sich folgende, in der Tabelle dargestellte Werte für verschiedene Fälle,
wobei p
o der Totaldruck ist. Die Querschnittsfläche ist mit A bezeichnet, die Strömungsgeschwindigkeit
mit u und der halbe Kanalöffnungswinkel mit Θ. Der Index 1 bezieht sich jeweils auf
die Werte am Eintritt in die Reaktionszone 3, während der Index 2 sich jeweils auf
die Werte am Austritt aus der Reaktionszone 3 bezieht.

[0014] Der halbe Kanalöffnungswinkel Θ kann bei diesem Beispiel problemlos in der Brennkammerkonstruktion
berücksichtigt werden.
[0015] Wie der Tabelle zu entnehmen ist, ist die Gleichdruckverbrennung, bei der auch die
Strömungsgeschwindigkeit u konstant ist, am günstigsten. Die Gleichdruckverbrennung
hat den Vorteil, dass bei ihr der Totaldruckverlust, die Brennkammerlänge und der
Differenzdruck über die Brennkammerwand auf ein Minimum reduziert werden. Sollte z.
B. aus geometrischen Gründen (Kanalöffnungswinkel in der Reaktionszone 3 ist relativ
gross) konstruktiv keine Gleichdruckverbrennung realisiert werden können, so kann
zur Optimierung der Brennkammer die Verbrennung bei konstanter Mach-Zahl zu Grunde
gelegt werden, da diese im Vergleich zum Stand der Technik (A=const) den Totaldruckverlust
und die Beschleunigung des Heissgases durch die Energiezufuhr ebenfalls noch erheblich
reduziert.
[0016] Eine in diesem Sinne optimierte Brennkammer zeigt Fig. 1. Nach der Zuströmung der
Verbrennungsluft mit Eindüsung des brennstoffes (Zuströmungszone 1) ist die Zündverzugszone
2 als üblicher Diffusor gestaltet. In der Zone 2 werden der Brennstoff und die Verbrennungsluft
vor der Verbrennung vorgemischt. Stromab dieser Zone 2 befindet sich die Reaktionszone
3, in der die Zündung und hauptsächliche Verbrennung des Brennstoff/Luft-Gemisches
erfolgt. In der Reaktionszone 3 ist die erfindungsgemässe Querschnittserweiterung
auf solche Masse erfolgt, dass die Verbrennung bei konstantem Druck erfolgt. Danach
schliesst sich die Ausbrandzone 4 an, die einen konstanten (grössten) Querschnitt
aufweist und vorwiegend dem Herausbringen von Kohlenmonoxid dient. Die Übergangszone
5 zur Turbine ist mit einer üblichen Düsengeometrie gestaltet.
[0017] In Fig. 2 ist schematisch am Längsschnitt einer Brennkammer ein anderes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Die Brennkammer ist so ausgelegt, dass in der Reaktionszone
3 eine konstante Mach-Zahl gewährleistet wird, indem bei diesem Verbrennungsprozess
der Wärmezufuhr durch die chemische Reaktion eine geeignete Querschnittserweiterung
überlagert wird. Der halbe Kanalöffnungswinkel Θ ist hier kleiner als im ersten Ausführungsbeispiel.
Die Zuströmungszone 1, die Zündverzugszone 2 und die Ausbrandzone 4 können selbstverständlich
kon-struktiv ähnlich gestaltet sein wie im Ausführungsbeispiel 1 oder auch andere
geometrische Formen aufweisen, wie in einer Variante in Fig. 2 dargestellt ist.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Zuströmungszone
- 2
- Zündverzugszone
- 3
- Reaktionszone
- 4
- Ausbrandzone
- 5
- Übergangszone
- p
- Druck
- A
- Querschnitt
- u
- Strömungsgeschwindigkeit
- Θ
- halber Kanalöffnungswinkel
- Ma
- Mach-Zahl
1. Gasturbinenvormischbrennkammer, bestehend aus Zuströmungszone (1) für Verbrennungsluft
mit Eindüsung von Brennstoff, Zündverzugszone (2) zur Mischung von Brennstoff und
Verbrennungsluft, Reaktionszone (3) zur Zündung und Verbrennung des Brennstoff/Luft-Gemisches,
Ausbrandzone (4) zur vollständigen Verbrennung und zum Herausbringen von Kohlenmonoxid
und aus Übergangszone (5) zur Turbine, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionszone
(3) einen sich in Strömungsrichtung derart erweiternden Querschnitt aufweist, dass
die Verbrennung gasdynamisch bei konstantem Druck oder bei konstanter Mach-Zahl durchführbar
ist.
1. Gas turbine premixing combustion chamber consisting of an inlet zone (1) for combustion
air with injection of fuel, an ignition delay zone (2) for mixing the fuel and the
combustion air, a reaction zone (3) for igniting and burning the fuel/air mixture,
a burn-out zone (4) for the complete combustion and for the removal of carbon monoxide
and a transition zone (5) to the turbine, characterized in that the reaction zone
(3) has a cross-section which increases in the flow direction in such a way that the
gas dynamics of the combustion process can take place at constant pressure or at constant
Mach number.
1. Chambre de combustion à prémélange pour turbine à gaz, se composant d'une zone d'entrée
(1) pour l'air de combustion avec injection de combustible, d'une zone de retard d'allumage
(2) pour le mélange du combustible et de l'air de combustion, d'une zone de réaction
(3) pour l'allumage et la combustion du mélange combustible/air, d'une zone de fin
de combustion (4) pour achever la combustion et pour faire sortir le monoxyde de carbone
et d'une zone de transfert (5) vers la turbine, caractérisée en ce que la zone de
réaction (3) présente une section transversale s'évasant de façon telle que la combustion
puisse, en termes de dynamique des gaz, se dérouler avec une pression constante ou
avec un nombre de Mach constant.