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EP 0 603 483 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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29.06.1994 Patentblatt 1994/26 |
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Anmeldetag: 08.10.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F24C 15/04 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
22.12.1992 DE 4243604
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Anmelder: Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH |
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D-81669 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Gerl, Josef
D-83349 Palling (DE)
- Pisek, Thomas, Dipl.-Ing.
D-83308 Trostberg-Eglsee (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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(57) Der Backofen besitzt eine den Backofeninnenraum verschließende Ofentür (1) mit einem
Hohlraum (13) zwischen einer inneren und einer äußeren Türplatte (7/8, 9). Gemäß der Erfindung ist im Hohlraum (13) eine aus gut wärmeleitendem Material bestehende,
zu den Türplatten parallele und sich weitestgehend über die gesamte Türplattenfläche
erstreckende Wärmeleitplatte (10) angeordnet.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bei einem bekannten Backofen (DE-OS 29 29 473) ist in dem durch äußere und innere
Glasplatten begrenzten Hohlraum innerhalb der Ofentür eine perforierte Platte aus
thermisch isolierendem Material angeordnet, deren dem Ofeninnenraum zugewandte Seite
reflektierend ist. Auf diese Weise wird in der Tür eine thermische Isolierung geschaffen,
wodurch bei Voll-Leistung des Backofens an der Ofenfrontfläche eine in bezug auf Berührung
noch zulässige Temperatur von etwa 80°C erhalten werden soll.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen technischen
Maßnahmen und in raumsparender Weise eine noch weitergehende Temperaturabsenkung an
der Außenfläche der Ofentür zu erreichen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruches
1 angegebene Maßnahme. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den nachfolgenden Patentansprüchen.
[0005] Im Gegensatz zu Temperaturschutzmaßnahmen bei bekannten Backöfen unter Zuhilfenahme
von Isoliermaterial, Wärmereflektoren oder Glasplattenverbund-Bauweise wird bei der
vorliegenden Erfindung von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, daß sich die Ofentür,
d.h. deren aus Metall oder Glas bestehende äußere Türplatte bei Backofenbetrieb im
oberen Türbereich am meisten erhitzt, während der untere Türbereich relativ kühl bleibt.
Eine deutliche Temperaturabsenkung in diesem oberen Türbereich läßt sich erfindungsgemäß
dadurch erreichen, daß mittels der Wärmeleitplatte die im oberen Türbereich auftretende
erhöhte Wärmeenergie selbsttätig in den kühleren Bereich, also nach unten zum unteren
Türbereich abgeleitet wird, so daß insgesamt eine Verteilung des Wärmevolumens über
den gesamten Türbereich stattfindet, verbunden mit einer deutlichen Wärmeabführung
aus dem oberen Türbereich. Auf diese Weise kann auf besonders aufwendige Isoliermaßnahmen
weitestgehend verzichtet werden. Diese Wärmeschutzmaßnahme ist mit besonderem Vorteil
anwendbar bei Backöfen, deren Ofentüren kein oder nur ein relativ kleinflächiges Durchsichtfenster
aufweisen und infolgedessen die Wärmeleitplatte weitestgehend - mit Ausnahme des kleinflächigen
Durchsichtfensters - die gesamte Türplattenfläche überzieht.
[0006] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
nachstehend erläutert.
[0007] Es zeigt:
- Fig. 1
- die Frontfläche des schematisch dargestellten Backofens,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung der Türbaugruppe des Backofens,
- Fig. 3
- eine Schnitt-Seitenansicht der Ofentür als Einzelteil.
[0008] Die in Figur 1 gezeigte Frontseite des Backofens besitzt eine rechteckförmige Ofentür
1 mit einem kleinen Durchsichtfenster 2 sowie mit einem an der Türbaugruppe montierten
Türgriff 3 und darüber ein Bedientableau 4 mit Bedienorganen, z.B. Schalterknebeln
5 und mit einer elektrischen Schaltuhr 6. Hinter der Ofentür 1 befindet sich in bekannter
Weise ein quaderförmiger Backofeninnemraum, der durch die Ofentür 1 in der Betriebsstellung
des Backofens verschlossen wird.
[0009] Wie die Figur 2 und 3 zeigt, ist die Türbaugruppe gebildet aus mehreren Bauteilen,
und zwar aus einem metallischen Türboden 7, der z.B. wannenartig ausgebildet sein
kann und im Bereich der Durchsichtöffnung 2 eine kleinflächige Glasplatte 8 trägt,
wobei der Türboden 7 zusammen mit der Glasplatte 8 eine innere Türplatte 7/8 darstellt,
weiterhin aus einer äußeren, frontseitigen, beim Ausführungsbeispiel als Glasplatte
ausgebildeten Türplatte 9 z.B. mit Dekorbeschichtung, ferner aus einer entsprechend
der Größe von Türboden 7 und Türplatte 9 bemessenen Wärmeleitplatte 10, aus einer
ebenfalls als Glasplatte ausgebildeten Zwischenplatte 11 und schließlich aus dem Türgriff
3. Die Wärmeleitplatte 10 besteht aus einem gut wärmeleitenden metallischen Material
wie z.B. aus Aluminium oder Kupfer besitzt, falls die Ofentür ein Durchsichtfenster
2 aufweisen soll, eine entsprechend rechteckige Öffnung. Zumindest die dem Backofeninnenraum
zugewandte Fläche der Wärmeleitplatte 10 ist metallisch blank, sodaß auf diese Weise
eine Reflexion der aus dem Backofeninnenraum austretenden Wärmestrahlung stattfindet.
Die Zwischenplatte 11 ist zumindest auf der, dem Backofeninnenraum zugewandten Fläche
12 mit einer Reflexionsschicht versehen. Die Wirkung der Wärmeleitplatte 10 beruht
auf dem Prinzip der Wärmeleitung, d.h. die Wärme aus Bereichen der Ofentür mit großer
Erwärmung wird zu Türbereichen mit geringerer Erwärmung transportiert. In der Praxis
bedeutet dies, daß die Wärmeleitplatte 10 im oberen Bereich der Ofentür 1 viel Wärme
aufnimmt und diese Wärmeenergie selbsttätig nach unten in den kühleren Türbereich
geleitet wird, sodaß insgesamt eine weitestgehend gleichmäßige Verteilung der Wärmeenergie
im gesamten Türbereich stattfindet, verbunden mit einer deutlichen Reduzierung der
im oberen Türbereich an der äußeren Türplatte 9 stattfindenden Erwärmung. Durch die
reflektierende Eigenschaft der Zwischenplatte 11 erhält man zusätzlich eine thermische
Abschirmung der von der Wärmeleitplatte 10 ausgehenden Wärmestrahlung in Richtung
der äußeren Türplatte 9. Wie insb. Fig. 3 zeigt, sind sämtliche plattenartigen Elemente
in dem durch die äußere Türplatte 9 und die innere Türplatte 7/8 gebildeten Hohlraum
13 angeordnet. Auf dem napfartigen Türboden 7 wird in bekannter Weise der Türgriff
3 aufgesetzt.
1. Backofen, dessen einen Backofeninnenraum verschließende Ofentür zwischen einer dem
Backofeninnenraum zugewandten inneren Türplatte und einer äußeren, frontseitigen Türplatte
einen Hohlraum besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (13) durch einen aus gut wärmeleitendem Material bestehende, zu
den Türplatten (7/8, 9) parallele und sich weitestgehend über die gesamte Türplattenfläche
erstreckende Wärmeleitplatte (10) durchzogen ist.
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeleitplatte (10) aus
einem gut wärmeleitenden metallischen Material bessteht.
3. Backofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeleitplatte (10) zumindest
auf der, dem Backofeninnenraum zugewandten Seite eine metallisch blanke Oberfläche
besitzt.
4. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Wärmeleitblech (10) und der äußeren Türplatte (9) eine Wärmestrahlen reflektierende
Zwischenplatte (11) angeordnet ist.
5. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
die äußere Türplatte (9) als Glasplatte ausgebildet ist.
