[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verankerungsvorrichtung zum festen, aber lösbaren
Verankern von Gerüsten vor insbesondere hinterlüfteten Fassaden, bestehend aus einem
im Bereich einer Fuge zwischen benachbarten Fassadenplatten an einer Bauwerkswand
befestigbaren Ankerteil, das eine mit einer Kupplungsausnehmung versehene Kupplungshülse
besitzt, sowie aus einem in die Kupplungsausnehmung einkuppelbaren Kupplungsstecker
und einem Sicherungselement, das in Parallellage zum Kupplungsstecker in die Kupplungsausnehmung
einsteckbar ist und in der Einstecklage einander formschlüssig hintergreifende Verrastungen
des Kupplungssteckers und der letzteren aufnehmenden Kupplungshülse in ihren Verrastungslagen
hält.
[0002] Verankerungsvorrichtungen dieser Art sind bekannt und finden insbesondere zur Halterung
von Montagegerüsten beim Aufbau hinterlüfteter Fassaden Verwendung.
[0003] So ist in dem DE-Gebrauchsmuster 90 05 460.1 ein Gerüstanker vorbeschrieben, der
ein langgestrecktes Hülsenteil besitzt, das mit seinem einen Ende in ein Bohrloch
einer Bauwerkswand einmörtelbar ist und am anderen, im eingemörtelten Zustand von
der Bauwerkswand vorstehenden Ende eine im Querschnitt rechteckige Einstecköffnung
zum Einführen einer Kupplungslasche und eines Sicherungsbleches aufweist. In die sich
von der von der Bauwerkswand entfernten Stirnkante aus in das Hülsenteil hineinerstreckende
Einstecköffnung ist ein aus dem Hülsenmantel herausgeprägter Nocken hineingeformt
und die Kupplungsscheibe und die Sicherungslasche sind deckungsgleich ausgebildet
sowie an beiden Enden mit Lochungen versehen. In der Tiefe wird die Einstecköffnung
durch einen Anschlag begrenzt.
[0004] Bei bestimmungsgemäßer Verwendung wird das Hülsenteil mit seinem von der Einstecköffnung
entfernten Ende in ein zuvor im Bereich einer Fuge zwischen benachbarten Fassadenplatten
eingebrachtes Bohrloch so eingemörtelt, daß das Hülsenteil senkrecht von der Bauwerkswand
vorsteht und die Flachseite der rechteckigen Einstecköffnung sich in Horizontallage
befindet. Nach dem Setzen des Hülsenteils wird zunächst die Kupplungslasche bis zum
Auftreffen auf den Anschlag in der Einstecköffnung eingeschoben, und zwar an dem Wandteil
des Hülsenteils mit dem in die Einstecköffnung hineingeprägten Nocken anliegend, und
dann nachfolgend auf der von dem eingeprägten Nocken abgewandten Seite an der Kupplungslasche
anliegend das Sicherungsblech eingeführt. Das Dickenmaß der beiden aufeinanderliegenden
Laschen ist dabei so bemessen, daß ein zwangloses Einführen in die Einstecköffnung
des Hülsenteils möglich ist, wobei jedoch der in die Einstecköffnung hineingeprägte
Nocken des Hülsenteils in die den Einsteckabschnitt der Kupplungslasche durchdringende
Lochung eingreift und die Kupplungslasche mittels der nachträglich eingeschobenen
Sicherungslasche in dieser formschlüssigen Eingriffslage gehalten wird.
[0005] Wenn die Sicherungslasche ebenfalls bis zu dem in der Einstecköffnung angeordneten
Anschlag vorgeschoben ist, stehen die an den dann vom Hülsenteil entfernten Enden
der Kupplungs- und Sicherungslasche befindlichen Lochungen deckungsgleich und es kann
ein den Anschluß eines zu halternden Gerüstes vermittelnder Haltebolzen in diese Lochungen
eingehängt werden.
[0006] Der vorbekannte Gerüstanker hat sich zwar bewährt, ist jedoch recht materialaufwendig
und verursacht beim Setzen erhebliche Montagekosten. Die Materialkosten fallen deshalb
besonders ins Gewicht, weil praktisch nur Edelstahlausführungen in Betracht kommen.
Die hohen Montagekosten beruhen darauf, daß es für das Einmörteln des von der Einstecköffnung
für die Kupplungs- und Sicherungslasche entfernten Hülsenendes großer Bohrlöcher bedarf,
deren Einbringung in eine Bauwerkswand angesichts der dabei zu leistenden Schlagbohrarbeit
sehr zeitaufwendig und mithin kostspielig ist.
[0007] Demgegenüber besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe in der Schaffung
einer im Aufbau einfachereren und weniger materialaufwendigen Verankerungsvorrichtung,
die sich darüber hinaus noch durch den Vorteil kostengünstiger Montage am Bau auszeichnen
soll.
[0008] Gelöst ist diese Aufgabe dadurch, daß bei der Verankerungsvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Schutzanspruchs 1 sich auf der von der Einstecköffnung der Kupplungsausnehmung
abgewandten Seite der Kupplungshülse beabstandet voneinander zwei an bzw. in einer
Bauwerkswand befestigbare Verankerungsstäbe forterstrecken und daß mittels wenigstens
eines Anschlags die Einstecktiefe eines Einsteckteils des Kupplungssteckers in die
Kupplungshülse auf ein der Verrastungsposition entsprechendes Maß begrenzt ist. Bei
der Erfindung handelt es sich somit darum, daß eine Kupplungshülse vergleichsweise
geringer Längenerstreckung vorgesehen und mit den Verankerungsstäben fest verbunden
ist. Die Verankerungsvorrichtung ist mithin materialsparend aufgebaut und daher kostengünstig
herstellbar.
[0009] Bei einer sinnvollen Weiterbildung ist das Einsteckteil des Kupplungssteckers mit
einer in der Verrastungslage einen Halteabschnitt der Kupplungshülse hintergreifenden
Rast versehen und letztere mittels des Sicherungselements, das mit seinem Einsteckteil
in Parallellage zum Einsteckteil des Kupplungssteckers in der Kupplungsausnehmung
aufgenommen ist, in der Verrastungslage gehalten.
[0010] Zweckmäßigerweise bestehen der Kupplungsstecker und das Sicherungselement aus Flachmaterial
und sind mit die Einstecktiefe der Einsteckteile begrenzenden Anschlägen versehen
sowie im wesentlichen deckungsgleich ausgebildet. Eine derartige Ausbildung stellt
sicher, daß der Kupplungsstecker beim Auftreffen der seine Einstecktiefe begrenzenden
Anschläge in der Verrastungslage steht und dann durch das nachfolgende Einschieben
des Sicherungsteils in seine Verrastungslage gedrängt und in dieser Lage gehalten
wird.
[0011] Zweckmäßigerweise haben die Einsteckteile des Kupplungssteckers und des Sicherungselements
ein Breitenmaß annähernd gleich der Breite der Kupplungsausnehmung und gemeinsam eine
Dicke annähernd gleich der anderen Abmessung der Kupplungsausnehmung, so daß im eingekuppelten
Zustand die Einsteckteile die Kupplungausnehmung der Kupplungshülse vollständig ausfüllen
und die einander formschlüssigen Verrastungen des Kupplungssteckers und der Kupplungshülse
in Eingriffslage gehalten werden.
[0012] Eine besonders einfache Ausbildung der vorgenannten Ausgestaltung ergibt sich, wenn
der Kupplungsstecker auf der, in der Einstecklage, vom Sicherungselement abgewandten
Seite seines Einsteckteils einen senkrecht zur Einsteckrichtung vorstehenden sowie
bei vollständig in die Kupplungsausnehmung eingekuppeltem Einsteckteil eine Stirnkante
der Kupplungshülse auf deren, in der Einbaulage, der Bauwerkswand zugewandten Seite
hintergreifenden Verrastungsnocken aufweist.
[0013] Ferner sollten der Kupplungsstecker und das Sicherungselement an ihren von den Einsteckteilen
entfernten Enden mit Ausnehmungen versehen sein, die in gleichen Abständen von den
die Einstecktiefe begrenzenden Anschlägen angeordnet sind und mithin bei voll eingekuppelten
Einsteckteilen deckungsgleich stehen. Bei der Ausnehmung am Ende des Sicherungselementes
kann es sich auch um eine nach der vom Einsteckteil abgewandten Seite offene halbkreisförmige
Lochung handeln und beidseitig davon können Grifflaschen aus der Flachmaterialebene
abgebogen sein, die ein leichtes Herausziehen des Sicherungselementes aus der Kupplungshülse
ermöglichen. Alternativ dazu kann das Sicherungselement aber auch einen im voll eingekuppelten
Zustand über das von der Kupplungshülse entfernte Ende des Kupplungssteckers vorstehenden
Abschnitt mit einer in der Verrastungslage frei zugänglichen Lochung aufweisen, die
ebenfalls ein sicheres Erfassen zum Zwecke des Herausziehens ermöglicht, beispielsweise
durch Einhängen eines Zughakens.
[0014] Eine andere wichtige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die in der Verrastungslage einen Halteabschnitt der Kupplungshülse hintergreifende
Rast des Kupplungssteckers als nach einer Schmalseite des Einsteckteils offene Querausnehmung
ausgebildet ist und daß es sich bei dem Halteabschnitt der Kupplungshülse um einen
quer durch die Kupplungsausnehmung erstreckenden Haltebolzen handelt.
[0015] Diese Ausgestaltung unterscheidet sich von den zuvor behandelten Ausgestaltungen
dadurch, daß die Einsteckteile des Kupplungssteckers und des Sicherungselements in
der Einsteck- und Verrastungslage nicht flach aufeinanderliegen, sondern mit ihren
Schmalseiten. Es handelt sich dabei um eine insbesondere für die Verwendung in vertikalen
Fugen bestimmte Gerüstankerausbildung, bei der das Einsteckteil des Kupplungssteckers
zunächst in die - in der Einbaulage - hochkantstehende Kupplungshülse eingeführt wird,
bis ein endseitiger Anschlag des Kupplungssteckers auf den Haltebolzen trifft, worauf
unter dem Einsteckteil des Kupplungssteckers das Sicherungselement mit seinem Einsteckteil
in die Kupplungshülse eingeführt und dadurch der Kupplungsstecker über seine Flachseite
senkrecht zur Einsteckrichtung verschoben wird, bis die als Querausnehmung ausgebildete
Rast des Kupplungssteckers den die Gegenrast der Kupplungshülse bildenden Haltebolzen
formschlüssig hintergreift.
[0016] Gemäß einer anderen wichtigen Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupplungshülse
aus zwei randseitig unter Zwischenlage von Abschnitten der Verankerungsstäbe auf Abstand
gehaltenen, fest miteinander verbundenen Platten bestehen, wobei sich die Kupplungsausnehmung
durch die Kupplungshülse hindurcherstreckt und im Querschnitt einerseits durch die
genannten Platten und andererseits durch die zwischen diesen randseitig aufgenommenen
Abschnitte der Verankerungsstäbe begrenzt ist. Die Kupplungsausnehmung hat somit rechteckförmigen
Querschnitt, wobei zweckmäßigerweise die Abmessung zwischen den randseitigen Abschnitten
der Ankerdorne sehr viel größer ist als zwischen den durch die genannten Ankerdornabschnitte
beabstandet gehaltenen Platten.
[0017] Nach einer dazu alternativen Ausgestaltung kann die Kupplungshülse aber auch aus
einem flachgedrückten Rohrabschnitt mit einer zumindest annähernd Rechteckquerschnitt
aufweisenden Kupplungsausnehmung bestehen und letztere kann beabstandet von der Einstecköffnung
von einem fest mit dem Hülsenmantel verbundenen Haltebolzen durchdrungen sein, der
die mit einer entsprechenden Rastausnehmung des Kupplungssteckers zusammenwirkende
Rast der Kupplungshülse bildet.
[0018] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die von der Kupplungshülse
entfernten Enden der Verankerungsstäbe als in Bohrlöcher einer Bauwerkswand einmörtelbare
Abschnitte ausgebildet und mit den Haftschluß im Mörtel verbessernden Einkerbungen,
Wellungen oder dergleichen versehen sind.
[0019] Während bei dem Gerüstanker nach dem eingangs erläuterten Stande der Technik Bohrlöcher
mit Querschnitten erforderlich waren, die das Breitenmaß des als Hülsenteil ausgebildeten
Ankerteils überschreiten, genügen bei der vorstehenden Ausgestaltung der Erfindung
vergleichsweise kleine Bohrlöcher, deren Querschnitte nur wenig größer als die von
der Kupplungshülse vorstehenden Verankerungsstäbe zu sein brauchen. Es ist ersichtlich,
daß derartig kleine Bohrlöcher verhältnismäßig schnell und kostengünstig in Bauwerkswände
einbringbar sind.
[0020] Im Rahmen der Erfindung können aber auch die von der Kupplungshülse entfernten Enden
der Verankerungsstäbe als Gewindebolzen ausgebildet sowie mittels aufgeschraubter
Kontermuttern einstellbar an einer von den Gewindebolzen in Lochungen durchdrungenen
Tragplatte befestigbar sein, die ihrerseits an einer Bauwerkswand befestigbar ist,
beispielsweise mittels Dübel. Auch in diesem Falle werden nur Bohrlöcher vergleichsweise
kleiner Querschnitte zum Befestigen der Tragplatte an einer Bauwerkswand benötigt.
[0021] Gemäß einer Weiterbildung der zuletztgenannten Ausgestaltung kann es sich bei der
Tragplatte um den Steg einer U-förmigen Tragkonsole handeln, die mittels eines sich
durch ein Dübelloch im Steg hindurcherstreckenden und in einem Bohrloch einer Bauwerkswand
aufgenommenen Dübels an der Bauwerkswand befestigbar ist.
[0022] Nach einer nochmaligen Weiterbildung können nach der zur Kupplungshülse hinweisenden
Seite vom Steg der Tragkonsole parallel zueinander verlaufende Schenkel abgebogen
sein und an den beiden Stirnenden der Tragkonsole auf der anderen Seite vom Steg Standfüße
zum Abstützen der - angedübelten - Konsole an einer Bauwerkswand vorstehen, die sich
in den von den Schenkeln aufgespannten Ebenen erstrecken und bei denen es sich um
vor dem Biegen des U-Profils durch Einschnitte von den Stirnenden aus und dann quer
zur Längserstreckung des Steges von letzterem freigeschnittene Materialabschnitte
handelt.
[0023] Die U-förmige Tragkonsole ist somit als einstückiges Blechformteil ausgebildet, das
in der Einbaulage mit seinen stirnendigen Standfüßen auf einer Bauwerkswand aufsteht,
während der Konsolen-Steg, der zwischen auf die Gewindebolzen der Ankerdorne aufgeschraubten
Kontermuttern aufgenommen ist, sich in einem der Länge der Füße entsprechenden Abstand
von der Bauwerkswand erstreckt.
[0024] Ebenfalls in weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die am Steg der Tragkonsole
mittels Kontermuttern festgelegten Gewindebolzen der Ankerdorne auf der von der Kupplungshülse
abgewandten Seite über den Steg und die Standfüße der Tragkonsole vorstehen und -
in der Einbaulage - in Sacklochbohrungen der Bauwerkswand eingemörtelt sein. Neben
der durch die auf die Gewindebolzen aufgeschraubten Kontermuttern vermittelten Abstandseinstellung
der Kupplungshülse von der Tragkonsole bzw. einer Bauwerkswand gewährleistet der Überstand
der Gewindebolzen über den Konsolen-Steg und deren Eingriff in Bohrlöcher der Bauwerkswand
eine besonders vorteilhafte Einleitung horizontal auftretender Kräfte in die Bauwerkswand.
[0025] Schließlich sieht eine nochmalige Weiterbildung der Erfindung vor, daß es sich bei
den nach der von der Einstecköffnung der Kupplungsausnehmung abgewandten Seite der
Kupplungshülse vorstehenden Verankerungsstäbe um Vierkantmaterialien, insbesondere
Flachmaterialien, handelt, die nach dem Zuschneiden auf Länge an der Baustelle mit
ihren Enden an einer am Baukörper vormontierten Tragplatte anschweißbar sind.
[0026] Anhand der beigefügten Zeichnung sollen nachstehend verschiedene Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung erläutert werden. In schematischen Ansichten
zeigen:
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Darstellung einen für horizontale Fugen bestimmten Gerüstanker
mit dem die Kupplungshülse sowie zwei sich von dieser forterstreckende einmörtelbare
Verankerungsstäbe aufweisenden Ankerteil und mit einem Kupplungsstecker und einem
Sicherungselement vor dem Einkuppeln in die Kupplungshülse,
- Fig. 2
- in einer Ansicht von oben eine andere Ausführungsform eines Gerüstankers für horizontale
Fugen, der mittels einer angedübelten Tragkonsole an einer Bauwerkswand befestigt
ist,
- Fig. 3
- mit Blickrichtung gemäß Pfeil III in Fig. 3 eine ausschnittsweise Seitenansicht des
in dieser Figur veranschaulichten Gerüstankers,
- Fig. 4
- in einer Ansicht wie in Fig. 1 ein Ankerteil mit an eine andübelbare Tragplatte anschweißbaren
Verankerungsstäben für sich allein und
- Fig. 5
- in einer Ansicht wie in Fig. 1 einen für vertikal verlaufende Fugen bestimmten Gerüstanker.
[0027] Der in Fig. 1 veranschaulichte Gerüstanker umfaßt ein Ankerteil 10 mit einer Kupplungshülse
11 und zwei sich beabstandet voneinander nach einer Seite von der Kupplungshülse forterstreckenden
Verankerungsstäben 12, 12'. Die Kupplungshülse besteht aus zwei sich in Parallelebenen
erstreckenden Platten 13, 13', die längs ihrer beabstandeten Ränder zwischen sich
flachgedrückte Abschnitte 14, 14' der Verankerungsstäbe 12, 12' aufnehmen und mit
diesem mittels Nieten 15 fest verbunden sind.
[0028] Die mit ihren flachgedrückten Abschnitten 14, 14' zwischen den Platten 13, 13' der
Kupplungshülse 11 aufgenommenen Verankerungsstäbe 12, 12' sind im Anschluß an die
flachgedrückten Abschnitte seitlich nach außen abgekröpft und verlaufen dann in einem
gegenüber den flachgedrückten Abschnitten, die das Breitenmaß der Einstecköffnung
16 der Kupplungshülse begrenzen, verbreiterten Abstand parallel zueinander. Die von
der Kupplungshülse entfernte Enden der Verankerungsstäbe sind in nur angedeuteter
Weise mit äußeren Einkerbungen 17 versehen, die beim Einmörteln eine sichere Verankerung
in vor dem Setzen der Ankerteile 10 in eine Bauwerkswand eingebrachten - nicht dargestellten
- Bohrlöcher vermitteln.
[0029] Die unter randseitiger Zwischenlage der flachgedrückten Abschnitte 14, 14' der Verankerungsstäbe
12, 12' aus den miteinander verbundenen Platten 13, 13' bestehende Kupplungshülse
11 besitzt eine sich in Längsrichtung der Verankerungsstäbe durch die Kupplungshülse
hindurcherstreckende Kupplungsausnehmung 16 mit rechteckigem Querschnitt. Das Querschnittsmaß
der Kupplungsausnehmung wird einerseits durch die Dicke der flachgedrückten Abschnitte
der Verankerungsstäbe und andererseits durch deren randseitige Anordnung zwischen
den die Kupplungshülse bildenden Platten bestimmt.
[0030] Ferner umfaßt der in Fig. 1 veranschaulichte Gerüstanker einen aus Flachmaterial
hergestellten Kupplungsstecker 20 mit einer kreisförmigen Lochung 21 an seinem einen
Ende und mit einem der Breite der Kupplungsausnehmung 16 entsprechenden Einsteckteil
22. Das Einsteckteil ist auf der zu der Lochung hinweisenden Seite von je einer seitlich
vorspringenden Schulter 23, 23' begrenzt und am anderen Ende mit einem Haltenocken
24 fest verbunden, der über die Flachmaterialebene vorsteht und in einem der Länge
der Kupplungshülse 11 entsprechenden Abstand von den beiden seitlichen Schultern angeordnet
ist.
[0031] Der Haltenocken 24 besteht gleichfalls aus Flachmaterial und die Dicke des Steckerteils
20 einschließlich des über dessen Flachmaterialebene vorstehenden Haltenockens ist
etwas kleiner als das lichte Abstandsmaß zwischen den Platten 13, 13' der Kupplungshülse
11 im Bereich der Kupplungsausnehmung 16 bemessen, derart, daß von der von den Verankerungsstäben
12, 12' entfernten Seite aus das Steckerteil 22 mit Spiel in die Kupplungsausnehmung
16 einschiebbar ist.
[0032] Ferner umfaßt der Gerüstanker ein Sicherungselement 25 aus Flachmaterial, das ebenfalls
ein über seitlich vorstehende Schultern 26, 26' begrenztes Einsteckteil 27 und an
dem von letzterem entfernten Ende eine halbkreisförmige Lochung 28 aufweist. Diese
Lochung ist in gleichem Abstand von den Anschlägen 26, 26' wie die Lochung 21 im Kupplungsstecker
20 von dessen seitlich über das Einsteckteil vorstehenden Anschlägen 23, 23'angeordnet
ist. Ferner sind beidseitig der Lochung 28 nach der vom Kupplungsstecker abgewandten
Seite am freien Ende des Sicherungselements 25 Grifflaschen 29, 29' abgekantet.
[0033] Bei bestimmungsgemäßer Verwendung wird das Ankerteil 10 mit seinen von der Kupplungshülse
11 entfernten Enden der Verankerungsstäbe 12, 12' im Bereich einer nicht gezeigten,
horizontal verlaufenden Plattenfuge in - ebenfalls nicht dargestellte - Bohrlöcher
einer Bauwerkswand in der Weise eingemörtelt, daß die Kupplungshülse rechtwinklig
von der Bauwerkswand vorsteht und daß die beiden die Kupplungsausnehmung 16 zwischen
sich bildenden Platten 13, 13' der Kupplungshülse sich in Horizontallage erstrecken.
[0034] In die Kupplungsausnehmung 16 der Kupplungshülse 11 eines so gesetzten Ankerteils
10 wird dann zunächst der Kupplungsstecker 20 mit seinem Einsteckteil 22 eingeführt,
bis die seitlich vorstehenden Schultern 23, 23' auf die vorderen Stirnenden der Kupplungshülse
11 auftreffen und der über die Flachseite des Einsteckteils vorstehende Haltenocken
24 in eine die Hinterkante der Kupplungshülse auf der zu den Verankerungsstäben 12,
12' hinweisenden Seite hintergreifende Lage gelangt. Danach wird das ebenfalls aus
Flachmaterial hergestellte Sicherungselement 25 auf der von dem Haltenocken 24 abgewandten
Seite flach auf dem Kupplungsstecker 20 aufliegend mit seinem Einsteckteil 27 in die
Kupplungsausnehmung 16 eingeführt und dadurch der Haltenocken 24 des Kupplungssteckers
20 in seine die hintere Stirnkante der Kupplungshülse 11 formschlüssig hintergreifenden
Verrastungslage gedrängt sowie in dieser Lage gehalten.
[0035] Die Dicke des Kupplungssteckers 20 und des Sicherungselements 25 sind so bemessen,
daß nach dem vorherigen Einführen des Einsteckteils 22 des Kupplungssteckers 20 in
die Kupplungsausnehmung 16 das Einschieben des Einsteckteils 27 des Sicherungselementes
25 ebenfalls in die Kupplungsausnehmung 16 mit leichtem Spiel gelingt, sofern das
Einsteckteil 22 des Kupplungssteckers voll eingekuppelt ist und sich der Haltenocken
24 in einer die hintere Stirnkante einer der Platten 13, 13' der Kupplungshülse 11
hintergreifenden Lage befindet. Wenn das Sicherungselement 25 mit seinem Einsteckteil
27 voll in die Kupplungsausnehmung 16 eingeschoben ist und die seitlich vom Einsteckteil
vorstehenden Schultern 26, 26' an der vorderen Stirnkante der Kupplungshülse 11 anliegen,
steht die halbkreisförmige Ausnehmung 28 an dem vom Einsteckteil entfernten Ende des
Sicherungselementes 25 deckungsgleich mit der Lochung 21 des Kupplungssteckers 20.
[0036] Die Lochung 21 im Kupplungsstecker 20 dient dem hier im einzelnen nicht weiter interessierenden
Anschluß eines mittels der Verankerungsvorrichtung zu sichernden Gerüstes, indem in
die Lochung des in der vorstehend erläuterten Weise in die Kupplungshülse 11 eingekuppelten
und gesicherten Kupplungssteckers ein Haltebolzen eingehängt wird, der den Anschluß
eines Gerüstes vermittelt. Das Einhängen dieses Haltebolzens gelingt nur dann, wenn
das Sicherungselement 25 mit seinem Einsteckteil 27 vollständig in die Kupplungsausnehmung
16 der Kupplungshülse eingeschoben ist. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der
Kupplungsstecker 20 zuvor ordnungsgemäß bis zur Anlage der als Anschläge dienenden
seitlichen Schultern 23, 23' am vorderen Stirnende der Kupplungshülse 11 in die Kupplungsausnehmung
16 eingeführt ist und mithin der über die Fläche des Einsteckteils 22 des Kupplungssteckers
vorstehende Haltenocken 24 eine der Platten der Kupplungshülse auf der zu den Verankerungsstäben
12, 12' hinweisenden Stirnseite hintergreift.
[0037] Bei nicht ordnungsgemäß in die Kupplungsausnehmung 16 eingekuppeltem Kupplungsstecker
20 läßt sich hingegen das Sicherungselement 25 nicht in seine Sicherungslage einschieben.
In einem solchen Falle steht das vom Einsteckteil 27 des Sicherungselementes entfernte
Ende über den Kupplungsstecker 20 vor und deckt zumindest teilweise dessen Lochung
21 ab. Das Einhängen eines Haltebolzens in die genannte Lochung 21 und damit der Anschluß
eines Gerüstes sind dann nicht möglich.
[0038] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 unterscheidet sich das Ankerteil 30
vom Ankerteil 10 der Ausführungsform gemäß Fig. 1 dadurch, daß die sich von der Kupplungshülse
31 forterstreckenden Verankerungsstäbe 32, 32' nach den Abkröpfungen als Gewindebolzen
37, 37' ausgebildet sind. Die Kupplungshülse 31 mit der sich durch diese hindurcherstreckenden
Kupplungsausnehmung 36 besteht wiederum aus zwei in Parallellage beabstandet voneinander
angeordneten Platten 33, 33', zwischen denen randseitig flachgedrückte Abschnitte
der Ankerbolzen 32, 32' aufgenommen und die mittels Nieten fest miteinander verbunden
sind.
[0039] Mit der Kupplungshülse zusammen wirken ein Kupplungsstecker 20 und ein Sicherungselement
25 gleicher Ausbildung wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1.
[0040] Ebenfalls im Unterschied zu der Ausführungsform nach Fig. 1 umfaßt die Ausführungsform
nach den Fig. 2 und 3 eine U-förmige Tragkonsole 40 mit einem Steg 41, der in Lochungen
42, 42' von den Gewindebolzen 37, 37' der Verankerungsstäbe durchdrungen ist. Auf
die Gewindebolzen sind Kontermuttern 43, 43' aufgeschraubt, die den Steg 41 der Tragkonsole
zwischen sich einspannen.
[0041] Bei der U-förmigen Tragkonsole 40 handelt es sich um ein Blechformteil mit über den
von den Gewindebolzen 37, 37' der Verankerungsstäbe in den Lochungen 42, 42' durchdrungenen
Steg 41 miteinander verbundenen und sich beabstandet voneinander in Parallellage erstreckenden
Schenkeln 44, 44'.
[0042] Beidendig ist die Tragkonsole mit Standfüßen 45, 45' ausgerüstet, bei denen es sich
um in der Ebene der Schenkel verlaufende Materialabschnitte handelt, die vor dem Biegen
des U-Profils durch Einschnitte von den stirnseitigen Enden aus und dann quer zur
Längserstreckung des Steges 41 von letzterem freigeschnitten wurden. Diese Standfüße
stehen auf der von den Schenkeln 44, 44' entfernten Seite des Steges 41 über diesen
vor. Zwischen den von den Gewindebolzen 37, 37' der Verankerungsstäbe durchdrungenen
Lochungen 42, 42' befindet sich im Steg 41 der Tragkonsole 40 ein Dübelloch 46 zum
Andübeln der Tragkonsole 40 und damit des Ankerteils 30 an eine Bauwerkswand 47.
[0043] Fig. 3 zeigt den kompletten Gerüstanker in der Montagelage. Die Tragkonsole 40 steht
mit ihren stirnendigen Standfüßen 45, 45' auf der Bauwerkswand 47 auf und ist mittels
eines in einem Bohrloch 48 aufgenommenen Spreizdübels 49 mit einem sich durch das
Dübelloch 46 hindurcherstreckenden Gewindeabschnitt 50 und einer auf letzteren aufgeschraubten
Mutter 51 am Verankerungsgrund befestigt. Die auf der von der Kupplungshülse 31 abgewandten
Seite über den Steg 41 der Tragkonsole 40 vorstehenden Abschnitte der Gewindebolzen
37, 37' greifen ebenfalls in Bohrlöcher 52, 52' im Verankerungsgrund ein. Es ist ersichtlich,
daß einerseits angesichts der Festlegung der Gewindebolzen 37, 37' am Steg 41 der
Tragkonsole 40 mittels der aufgeschraubten Kontermuttern 43, 43' eine unproblematische
Abstandseinstellung des Ankerteils gegenüber der Tragkonsole 40 und damit gegenüber
dem Verankerungsgrund gelingt und andererseits durch die Aufnahme der vorstehenden
Abschnitte der Gewindebolzen in die Bohrlöcher 52, 52' der Bauwerkswand unproblematisch
Horizontalkräfte aufgenommen werden können.
[0044] Bei der in den Fig. 2 und 3 veranschaulichten Gerüstankerausbildung handelt es sich
um eine "weiche" Verankerung an einer Bauwerkswand, bei der auftretende Druckkräfte
über die mittels Kontermuttern am Steg 41 der Tragkonsole 40 festgelegten Verankerungsstäbe
und die Standfüße 45, 45' der Tragkonsole unmittelbar in die Bauwerkswand 47 eingeleitet
werden, hingegen Zugkräfte über den Steg auf dessen feste Verbindung mittels des Dübels
49. Horizontalkräfte werden gleichermaßen über den Dübel 49 und die in die Bohrlöcher
52, 52' vorstehenden Abschnitte der Gewindebolzen 37, 37' in die Bauwerkswand abgeleitet.
[0045] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich das Ankerteil 60 von der Ausführungsform
nach Fig. 1 dadurch, daß anstelle von Verankerungsstäben mit zwischen den die Kupplungshülse
61 bildenden Platten 63, 63' randseitig aufgenommenen flachgedrückten Abschnitten
als Verankerungsstäbe Flachmaterialstreifen 62, 62' dienen, deren Abschnitte 64, 64'
randseitig zwischen den die Kupplungshülse bildenden Platten aufgenommen und mit diesen
durch Nieten fest verbunden sind. Die Kupplungsausnehmung 66 ist wiederum beidseitig
von den genannten Abschnitten 64, 64' der Flachmaterialstreifen und in einer Richtung
senkrecht dazu von den Platten 63, 63' begrenzt. Die als Verankerungsstäbe dienenden
Flachmaterialstreifen sind mit ihren von der Kupplungshülse 61 entfernten Enden an
eine nur in strichpunktierten Linien dargestellte Tragplatte 70 in der bei 71, 71'
angedeuteten Weise anschweißbar. Die Tragplatte ist mit beidseitig von den Anschlüssen
der Verankerungsstäbe angeordneten Dübellöchern 72, 72' versehen und in bekannter
Weise mittels nicht gezeigter Dübel an einer Bauwerkswand befestigbar.
[0046] Die Enden der Verankerungsstäbe können selbstverständlich aber auch an einbetonierten
Tragplatten angeschweißt werden.
[0047] Der Ausführungsform nach Fig. 4 kommt insoweit Bedeutung zu, als damit eine Vormontage
der Tragplatten 70 an einem Baukörper möglich ist und dann die auf passende Länge
an der Baustelle zugeschnittenen Ankerdorne 62, 62' bei der Montage lagerichtig an
die Tragplatten angeschweißt werden können. Dies geschieht üblicherweise während der
Montage der Fassadenplatten nach der Anbringung einer unteren Plattenreihe, indem
das Ankerteil 60 dann mit seiner Kupplungshülse 61 lagerichtig auf die Horizontalfuge
zwischen der bereits montierten Fassadenplattenreihe und einer noch zu montierenden
darüberliegenden Fassadenplattenreihe ausgerichtet wird und dann die Verankerungsstäbe
jeweils oberseitig und an ihren beiden seitlichen Stirnkanten mit der bereits an einer
Bauwerkswand angedübelten Tragplatte verschweißt werden. Eine unterseitige Verschweißung
der Ankerdornenden mit der Tragplatte ist hingegen in aller Regel nicht möglich, weil
durch die bereits montierten unterseitigen Fassadenplatten die Unterkanten der mit
ihren Enden auf der Tragplatte aufstehenden Ankerdorne nicht mehr zugänglich ist.
[0048] Der in Fig. 5 veranschaulichte Gerüstanker, der für den Einbau im Bereich senkrecht
verlaufender Fugen bestimmt ist, besitzt ein Ankerteil 80 mit einer Kupplungshülse
81 und zwei mit der Kupplungshülse verschweißte Verankerungsstäbe 82, 82', die sich
beabstandet voneinander von der Kupplungshülse forterstrecken. Die Kupplungshülse
ist aus einem Rohrabschnitt gefertigt, der an seinem von den Verankerungsstäben entfernten
Ende flachgedrückt ist und eine im wesentlichen rechteckförmige Kupplungsausnehmung
84 aufweist, deren längere Kanten im Gegensatz zu den Ausführungsformen nach den Fig.
1 bis 4 vertikal verlaufen. Beabstandet von der stirnseitigen Einstecköffnung der
Kupplungsausnehmung 84 erstreckt sich quer durch diese ein Haltebolzen 85 hindurch,
der in Lochungen in der Wandung des flachgedrückten Hülsenabschnitts fest aufgenommen,
beispielsweise eingeschweißt ist.
[0049] Auch dieser Gerüstanker umfaßt einen Kupplungsstecker 86 und ein Sicherungselement
87. Der Kupplungsstecker besitzt ein Einsteckteil 88 in Form eines Flachmaterialstreifens
mit einer Verrastung 89 an seinem Einsteckende und einer den hier nicht weiter interessierenden
Anschluß eines Gerüstes ermöglichenden Öse 90 mit vertikal verlaufender Achse, die
an dem von der Verrastung 89 entfernten Ende des Einsteckteils 88 angeschweißt ist.
Die Vertikalerstreckung dieser Öse ist kleiner als die Breite des das Einsteckteil
bildenden Flachmaterials und letzteres ist an seinem der Öse zugewandten Ende mit
konischen Anschärfungen 91, 91' versehen.
[0050] Das Sicherungselement 87 besteht aus einem Vierkantprofil aufweisenden Einsteckteil
92 mit einer Abkröpfung 93 an seinem Ende und einer an diese Abkröpfung angeschweißten
Öse 94, die gleichen Querschnitt wie die Öse 90 des Kupplungssteckers 86 aufweist.
[0051] Die Einsteckteile 88, 92 des Kupplungssteckers 86 und des Sicherungselementes 87
sind so bemessen, daß sie im eingekuppelten Zustand den Querschnitt der Kupplungsausnehmung
84 annähernd ausfüllen. Bei der Verrastung 89 des Kupplungssteckers 86 handelt es
sich um eine Querausnehmung, die sich von einer Ausklinkung im oberen Eckbereich des
Einsteckendes des Einsteckteils 88 in letzteres hineinerstreckt. Die Ausklinkung ist
so bemessen, daß der Kupplungsstecker 86 mit seinem Einsteckteil 88 auf der unteren
Begrenzung der Kupplungsausnehmung 84 aufliegend in letztere einschiebbar ist, bis
die einsteckseitige Stirnkante 95 der Ausklinkung auf den sich quer durch die Kupplungsausnehmung
hindurcherstreckenden Haltebolzen 85 trifft und die als Querausnehmung ausgebildete
Verrastung 89 dann unmittelbar unter dem Haltebolzen steht. Die Stirnkante 95 der
genannten Ausklinkung bildet im Zusammenwirken mit dem Haltebolzen 85 einen die Einstecktiefe
des Kupplungssteckers 86 in die Kupplungshülse 81 begrenzenden Anschlag.
[0052] In die Verrastungslage gebracht wird der Kupplungsstecker, indem das Einsteckteil
92 des Sicherungselementes 87 unter dem Einsteckteil 88 des Kupplungssteckers 86 in
die Kupplungshülse 81 eingeschoben und dadurch der Kupplungsstecker innerhalb der
Kupplungsausnehmung angehoben wird. Dadurch gelangt, wenn der Kupplungsstecker voll
eingekuppelt ist, die Verrastungsausnehmung in eine den Haltebolzen 85 formschlüssig
hintergreifende Lage.
[0053] Das Einführen des Einsteckteils 92 des Sicherungselementes 87 in die Kupplungshülse
81 gelingt nur, wenn der Kupplungsstecker bis zur Anlage der als Anschlag wirkenden
stirnseitigen Stirnkante 95 der Ausklinkung im Einsteckteil 88 am Haltebolzen 85 eingekuppelt
ist und mithin der Kupplungsstecker mit seiner Verrastungsausnehmung in Eingriffslage
mit dem Haltebolzen quer zur Längserstreckung des Einsteckteils verschiebbar ist.
Die Einstecktiefe des Sicherungselementes 87 wird dann dadurch begrenzt, daß dessen
Abkröpfung 93 an dem vorderendigen Schrägabschnitt 91 des Kupplungssteckers 86 zur
Anlage gelangt, wobei in der vollen Einschublage dann die an den vorderen Enden des
Kupplungssteckers 86 und des Sicherungselementes 87 angeschweißten Ösen 90, 94 deckungsgleich
stehen.
1. Verankerungsvorrichtung zum festen, aber lösbaren Verankern von Gerüsten vor insbesondere
hinterlüfteten Fassaden, bestehend aus einem im Bereich einer Fuge zwischen benachbarten
Fassadenplatten an einer Bauwerkswand befestigbaren Ankerteil, das eine mit einer
Kupplungsausnehmung versehene Kupplungshülse besitzt, sowie aus einem in die Kupplungsausnehmung
einkuppelbaren Kupplungsstecker und einem Sicherungselement, das in Parallellage zum
Kupplungsstecker in die Kupplungsausnehmung einsteckbar ist und in der Einstecklage
einander formschlüssig hintergreifende Verrastungen des Kupplungssteckers und der
letzteren aufnehmenden Kupplungshülse in ihren Verrastungslagen hält,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich auf der von der Einstecköffnung der Kupplungsausnehmung (16, 36, 66, 84)
abgewandten Seite der Kupplungshülse (11, 31, 61, 81) beabstandet voneinander zwei
an bzw. in einer Bauwerkswand befestigbare Verankerungsstäbe (12, 12'; 32, 32'; 62,
62'; 82, 82') forterstrecken und daß mittels wenigstens eines Anschlag (23, 23'; 95)
die Einstecktiefe eines Einsteckteils (22, 88) des Kupplungssteckers (20, 86) in die
Kupplungshülse auf ein der Verrastungsposition entsprechendes Maß begrenzt ist.
2. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckteil
(22, 88) des Kupplungssteckers (20, 86) mit einer in der Verrastungslage einen Halteabschnitt
der Kupplungshülse (11, 31, 61, 81) hintergreifenden Rast (24, 89) versehen ist und
letztere mittels des Sicherungselements (25, 87), das mit seinem Einsteckteil (27,
92) in Parallellage zum Einsteckteil des Kupplungssteckers in der Kupplungsausnehmung
(16, 36, 66, 84) aufgenommen ist, in der Verrastungslage gehalten wird.
3. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsstecker
(20, 86) und das Sicherungselement (25, 87) aus Flachmaterial bestehen und mit die
Einstecktiefe der Einsteckteile (22, 27; 88, 92) begrenzenden Anschlägen (23, 23';
26, 26'; 93, 95) versehen sowie im wesentlichen deckungsgleich ausgebildet sind.
4. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecktiefe
(22, 27) des Kupplungssteckers (20) und des Sicherungselements (25) ein Breitenmaß
annähernd gleich der Breite der Kupplungsausnehmung (16, 36, 66) und gemeinsam eine
Dicke annähernd gleich der anderen Abmessung der Kupplungsausnehmung haben.
5. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kupplungsstecker (20) auf der - in der Einstecklage - vom Sicherungselement
(25) abgewandten Seite seines Einsteckteils (22) einen senkrecht zur Einsteckrichtung
vorstehenden sowie bei vollständig in die Kupplungsausnehmung eingekuppeltem Einsteckteil
eine Stirnkante der Kupplungshülse (11, 31, 61) auf deren - in der Einbaulage - der
Bauwerkswand zugewandten Seite hintergreifenden Verrastungsnocken (24) aufweist.
6. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kupplungsstecker (20) und das Sicherungselement (25) an ihren von den Einsteckteilen
(22, 27) entfernten Enden mit Ausnehmungen (21, 28) versehen sind, die in gleichen
Abständen von den die Einstecktiefe begrenzenden Anschlägen angeordnet ist.
7. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
(28) am Ende des Sicherungselements (25) als nach der vom Einsteckteil (27) abgewandten
Seite offene halbkreisförmige Lochung ausgebildet ist und daß beidseitig davon Grifflaschen
(29, 29') aus der Flachmaterialebene abgebogen sind.
8. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement
einen im voll eingekuppelten Zustand über das von der Kupplungshülse (11, 31, 61)
entfernte Ende des Kupplungssteckers (20) vorstehenden Abschnitt mit einer in der
Verrastungslage frei zugänglichen Lochung besitzt.
9. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Verrastungslage einen Halteabschnitt der Kupplungshülse (81) hintergreifende
Rast des Kupplungssteckers (86) als nach einer Schmalseite des Einsteckteils (88)
offene Querausnehmung (89) und der Halteabschnitt der Kupplungshülse als sich quer
durch die Kupplungsausnehmung (84) erstreckender Haltebolzen (85) ausgebildet sind.
10. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Einsteckteilen
(88, 92) entfernten Enden des Kupplungssteckers (86) und Sicherungselements (87) mit
in der Verrastungslage deckungsgleich stehenden Anschlußösen (90, 94) versehen sind.
11. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungshülse (11, 31, 61) aus zwei randseitig unter Zwischenlage von Abschnitten
der Verankerungsstäbe (12, 12'; 32, 32'; 62, 62') auf Abstand gehaltenen, fest miteinander
verbundenen Platten (13, 13'; 33, 33'; 63, 63') besteht und daß die Kupplungsausnehmung
(16, 36, 66) sich durch die Kupplungshülse hindurcherstreckt sowie im Querschnitt
einerseits durch die genannten Platten und andererseits durch die zwischen letzteren
randseitig aufgenommenen Abschnitte der Verankerungsstäbe begrenzt ist.
12. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungshülse (81) aus einem flachgedrückten Rohrabschnitt mit einer zumindest
annähernd Rechteckquerschnitt aufweisenden Kupplungsausnehmung (84) besteht und daß
beabstandet von der Einstecköffnung die Kupplungsausnehmung von einem fest mit dem
Hülsenmantel verbundenen Haltebolzen (85) durchdrungen ist.
13. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die von der Kupplungshülse (11, 81) entfernten Enden der Verankerungsstäbe (12,
12'; 82, 82') als in Bohrlöcher einer Bauwerkswand einmörtelbare Abschnitte ausgebildet
und mit den Haftschluß im Mörtel verbessernden Einkerbungen (17) versehen sind.
14. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die von der Kupplungshülse (31) entfernten Enden der Verankerungsstäbe (32, 32')
als Gewindebolzen (37, 37') ausgebildet sowie mittels aufgeschraubter Kontermuttern
(43, 43') einstellbar an einer von den Gewindebolzen in Lochungen (42, 42') durchdrungenen
Tragplatte (41) befestigbar sind, die ihrerseits an einer Bauwerkswand befestigbar
ist.
15. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
der Tragplatte um den Steg (41) einer U-förmigen Tragkonsole (40) handelt, die mittels
einer sich durch ein Dübelloch (46) im Steg hindurcherstreckenden und in ein Bohrloch
in einer Bauwerkswand aufgenommenen Dübels (49) an der Bauwerkswand befestigbar ist.
16. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß nach der zur
Kupplungshülse (31) hinweisenden Seite vom Steg (41) der Tragkonsole (40) parallel
zueinander verlaufende Schenkel (44, 44') abgebogen sind und daß an den Stirnenden
auf der anderen Seite vom Steg Standfüße (45, 45') zum Abstützen der - angedübelten
- Tragkonsole an einer Bauwerkswand vorstehen, die sich in den von den genannten Schenkeln
aufgespannten Ebenen erstrecken und bei denen es sich um vor dem Biegen des U-Profils
durch Einschnitte von den Stirnenden aus und dann quer zur Längserstreckung des Steges
von letzterem freigeschnittene Materialabschnitte handelt.
17. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
am Steg (41) der Tragkonsole (40) mittels Kontermuttern (43, 43') festgelegten Gewindebolzen
(37, 37') der Verankerungsstäbe (32, 32') auf der von der Kupplungshülse (31) abgewandten
Seite über den Steg und die Standfüße (45, 45') der Tragkonsole vorstehen und - in
der Einbaulage - in Sacklochbohrungen der Bauwerkswand aufgenommen sind.
18. Verankerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den nach der von der Einstecköffnung der Kupplungsausnehmung (66)
abgewandten Seite von der Kupplungshülse (61) vorstehenden Ankerdornen (62, 62') um
Vierkantmaterialien, insbesondere Flachmaterialien, handelt, die nach dem Zuschneiden
auf Länge an der Baustelle mit ihren Enden an einer am Baukörper vormontierbaren Tragplatte
(70) verschweißbar sind.